DE3318060A1 - Rollbalg fuer fahrzeug-fuftfederungen - Google Patents

Rollbalg fuer fahrzeug-fuftfederungen

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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description

J.
Continental Gummi-Werke Aktiengesellschaft, 3000 Hannover Rollbalg für Fahrzeug-Luftfederungen
Die Erfindung bezieht sich auf Rollbälge für Fahrzeug-Luftfederungen, die in Form von zylindrischen Schlauchkörpern aus Gummi oder, gummiähnlichem Kunststoff mit Verstärkungseinlagen hergestellt sind und sich im Einbauzustand unter Bildung einer Rollfalte gegen den Außenmantel eines starren AbrollZylinders abstützen.
Die bewegliche Rollfalte fällt an den eingebauten und mit dem Betriebsluftdruck beaufschlagten Rollbälgen mit dem ständig wechselnden übergang zwischen verschieden großen Balgdurchmessern zusammen, Sie mußte daher schon mit der Einführung solcher Luftfederbälge in den Kraftfahrzeugbau als ein durch Spannungsrisse besonders gefährdeter Bereich erscheinen, und die ersten Erfahrungen mit dem neuartigen Federungssystem gaben dieser Vorstellung auch offensichtlich recht. Die hierauf fußenden Bemühungen um Verbesserungen der Rollbälge führten zu dem bekannten Vorschlag (deutsche Patentschrift
1 806 927), die Innenfläche der Rollfalte mit in Umfangsrichtung verlaufenden Rillen nach dem aus den Beanspruchungen im Gebrauch sich ergebenden Anordnungsmuster auszubilden. Die Entwicklung neuer elastomerer Werkstoffe und Gestaltungsmaßnahmen für die Rollbälge und die Anwendung verbesserter Fertigungsverfahren ließen die ur-.
sprüngliche Bedeutung dieser Art Schäden inzwischen aber in den
Hintergrund treten. Als ungleich wichtiger drängt sich.stattdessen nun das Problem des faltenfreien ZusammenSchiebens der Bälge im drucklosen Zustand im Verlaufe der Montage unter den beengten Raumverhältnissen am Fahrwerk und damit zusammenhängend des erleichter-
ten. Abrollens im drucklosen Zustand unter Notlaufbedingungen auf. Mit dem bekannten Einformen von Umfangsrillen in die Balgwandungen waren keine Verbesserungen in dieser Richtung zu erzielen. Der Erfindung liegt demgegenüber als Aufgabe zugrunde, diese besondere Problematik mit einer neuartigen Gestaltung der Luftfederbälge zu beherrschen und die Abroll Verhältnisse im drucklosen Zustand der Bälge in der Weise zu beeinflussen, daß die Gefahr vorzeitiger Zerstörung als Folge von Faltenbildungen oder Knickstellen praktisch ausgeschlossen ist.
Nach der Erfindung zeichnen sich Rollbälge der eingangs geschilderten Art dadurch aus, daß ihre Innenmantelfache im Bereich der Rollfalte mit über den gesamten Umfang verteilten angeformten Oberflächenerhebungen von einer Höhe in einer nur einem Bruchteil der Balgwandstärke entsprechenden Größenordnung, vorzugsweise unter 1 mm, ausgebildet ist. Die Oberflächenerhebungen können dabei wahlweise als isoliert nebeneinanderstehende Einzelelemente z.B. in Form von Noppen oder Warzen, zylindrischen oder polyedrischen Stiften oder Zapfen, Kegeloder Pyramidenstümpfen od. dgl. oder aber stattdessen in Form von zusammenhängenden Rippen, Leisten oder ähnlichen linienhaften Gebilden mit kuppenartig abgerundetem Querschnitt ausgebildet sein.
Das erfindungsgemäße Auflösen der Balg-Innenmantelfläche im Bereich der Rollfalte in eine Vielzahl voneinander getrennter erhabener Flächenelemente begünstigt überraschend das unmittelbare Gleiten bzw. Abrollen dieser Teilflächen aufeinander, wie es einmal schon während des Einbaues der Bälge in das Federungssystem unvermeidlich ist und zum anderen auch bei Ausfall der Druckluft unter Notlaufbedingungen zwangsweise eintritt. Infolge der neuartigen Oberflächenstrukturierung können die betroffenen Wandungsteile auch unter Belastung in wechselnden Richtungen ohne die sonst stets bestehende Gefährdung vorzeitiger Zerstörung durch Knickfalten und örtliche Scheuerschäden aufeinander abrollen. Die damit erzielte Unempfindlichkeit der Rollbälge gegen Extrembedingungen wirkt sich als besonderer Vorteil der Erfindung in einer Verlängerung ihrer Lebensdauer aus.
Die Erfindung ist anhand der schematischen Darstellung eines Ausfüh-
rungsbeispieles in der Zeichnung verdeutlicht. Es zeigen:
Fig. 1 einen Luftfederschlauchrollbalg im eingebauten Zustand im Axialschnitt und
Fig. 2 einen Ausschnitt nach der Kreisfläche II in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab.
Der gezeichnete Rollbalg 3 ist als Schlauchkörper mit ursprünglich zylindrischer, konischer oder balliger Kontur aus einem ölbeständigen Gummi mit nicht weiter angedeuteten Verstärkungseinlagen hergestellt. Er ist als Federelement zwischen das Fahrgestell 4 eines Kraftfahr zeuges und einen mit einer Achse zusammenhängenden Abroll zylinder 5 eingesetzt, wobei er mittels angerollter Klemmringe 6 sowohl an einem dem Fahrgestell 4 zugeordneten zylindrischen Halterungsaufsatz 7 als auch an dem Abrollzylinder 5 befestigt ist. über nicht gezeichnete Regelventile wird der Rollbalg mit Druckluft eines von der Fahrzeug beladung abhängigen Druckes aufgeblasen, und unter der Wirkung des Innendruckes nimmt er die von der Art und Anordnung der Verstärkungseinlagen vorgegebene gezeichnete Gestalt mit einer im Ablauf der Federbewegungen auf dem Außenmantel des AbrollZylinders 5 sich abwälzenden Rollfalte 31 in seinem unteren Bereich an. Die ständig offene Verbindung zwischen Rollbalg 3 und Abrollzylinder 5 erlaubt es, das Zylindervolumen zusätzlich zu dem Balgvolumen für die Federarbeit mit heranzuziehen.
Die Innenmantelfläche des sonst glattwandigen Rollbalges 3 ist in dem die Rollfalte 31 einschließenden unteren Balgabschnitt "A" mit nach einem Rautenmuster sich kreuzenden angeformten linienhaften Oberflächenerhebungen 8 versehen. Die Oberflächenerhebungeh laufen in zwei winkelig gegeneinander versetzten Liniensystemen jeweils über die gesamte Innenmantelfläche durch. Ihre Höhe über der Wandoberfläche entspricht nur einem geringen Bruchteil der Wandstärke und ist beispielsweise auf 0,1 bis 0,5 bemessen.
- (ο. - Leerseite -

Claims (8)

Patentansprüche;
1.,Rollbalg für Fahrzeug-Luftfederungen, der in Form eines zylindrichen Schlauchkörpers aus Gummi oder gummi ahn Ii ehern Kunststoff, mit Verstärkungseinlagen hergestellt ist und sich im Einbauzustand unter Bildung einer Rollfalte gegen den Außenmantel eines starren AbrollZylinders abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß seine Innenmantelfläche im Bereich (A) der Rollfalte (31) mit über den gesamten Umfang verteilten angeformten Oberflächenerhebungen (8) von einer Höhe in einer nur einem Bruchteil der Balgwandstärke entsprechenden Größenordnung ausgebildet ist.
2. Rollbalg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß.die Höhe der Oberflächenerhebungen (8) in einer Größenordnung unter 1 mm bemessen ist. .
3. Rollbalg nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenerhebungen als isoliert nebeneinanderstehende Ein-
t5 zelelemente z.B. in Form von Noppen oder Warzen, zylindrischen oder polyedrischen Stiften oder Zapfen, Kegel- oder Pyramidenstümpfen od. dgl. ausgebildet sind.
4. Rollbalg nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelelemente der Oberflächenerhebungen in parallelen Reihen in Umfangs- richtung versetzt zueinander angeordnet sind.
5. Rollbalg nach den Ansprüchen. 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenerhebungen in Form von zusammenhängenden Rippen, Leisten oder ähnlichen linienhaften Gebilden mit kuppenartig abge^ rundetem Querschnitt ausgebildet sind.
?.5 6, Rollbalg nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen od. dgl. in zwei einander kreuzenden Gruppen angeordnet sind.
7. Rollbalg nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen od. dgl. gruppenweise in Axial- und in Umfangsrichtung verlaufend angeordnet sind.
8. Rollbalg nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen od. dgl. gruppenweise einander unter einem Schrägwinkel gegen dfÖ Axialrichtung kreuzend angeordnet sind.
Hannover, den 17. Mai 1983 83-21 P/Sü Sü/Lo
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