DE3320998A1 - Stosswellenadapter - Google Patents
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Description
3320938
DORNIER SYSTEM GMBH
7990 Friedrichshafen
7990 Friedrichshafen
Reg. S 446
Stoßwellenadapter
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anpassen eines Stoßwellenfeldes, das zur Zerkleinerung von Konkrementen
verwendet wird, an Körper von Kindern.
Bekannt ist eine Vorrichtung zur berührungslosen Zerkleinerung
von Konkrementen in Körpern von Lebewesen mittels Stoßwellen der DORNIER SYSTEM GMBH. Die bekannte Vorrichtung
umfasst eine Wanne und am Grund der Wanne einen ellipsoidförmigen Reflektor, in dessen einem Brennpunkt durch Funkenontladung
Stoßwellen produziert werden können. Die Stoßwellenfronten werden vom Reflektor auf den zweiten Brennpunkt
fokussiert. Der Patient wird so in der Wanne gelagert, dass das Konkrement (z.B. der Nierenstein) im zweiten Brennpunkt
liegt. Die auftreffenden Stoßwellenfronten bringen Teile des Steins zum Abplatzen und zerkleinern so den Stein
in abgangsfähige Bruchstücke. Die Vorrichtung ist zur Behandlung Erwachsener ausgelegt. Bei der Behandlung von
- ύ J Z U Ό J
Kindern ergeben sich Probleme, da bei den kleinen Dimensionen andere Körperpartien als bei Erwachsenen getroffen
werden. So ist z.B. die Lunge durch direkte^reflektierte
oder gestreute Stoßwellenanteile gefährdet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Anpassen eines Stoßwellenfeldes an die Körper von Kindern zu schaffen, die störende Stoßwellenanteile von
gefährdeten Zonen fernhält.
Gelöst wird diese Aufgabe von einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1'.
Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstände von Unteransprüchen.
Die Erfindung ermöglicht eine individuelle Anpassung der
Stoßwellenenergie und der von den Stoßwellen getroffenen Fläche an die jeweilige Patientengröße ο Die Ringe sind
leicht auswechselbar und können selbstzentrierend ausgeführt sein. Ringe mit verschiedenen Bohrungen können konzentrisch
aufeinandergesetzt werden,, so dass jede gewünschte Öffnung und Dicke realisiert werden kann. Bei geeigneter
Dimensionierung wird das Stoßwellenfeld durch Ausblenden unerwünschter Randzonen eingeengt, ohne dass die Stoßenergie
im Brennpunkt wesentlich verringert wird. Die aufeinanderliegenden Ringe verhindern, dass ein kleiner Patientenkörper
aus Versehen zu nahe an das Ellipsoid positioniert
wird und ein zu grosser Körperbereich von den Stoßwellen bestrahlt wird.
Durch die starre Verbindung der Blenden mit dem Reflektor werden stets nur Seitenbereiche des Stoßwellenfeldes ausgeblendet
und nie der zentrale Bereich, was bei Verwendung einer Abdeckschablone am Körper des Patienten passieren
kann.
Weitere Vorteile, Merkmale und Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand von vier Figuren näher erläutert.
Die Figuren 1 und 2 zeigen Ausführungsformen der erfindungsgemässen
Vorrichtung.
Die Figuren 3 und 4 zeigen jeweils Ausführungen eines Ringes.
Figur 1 zeigt im Querschnitt eine Teilansicht einer flüssigkeitsgefüllten
Wanne 2, in deren Boden ein Reflektor 4 angebracht ist. Oberhalb des Reflektors 4 - im zweiten Brennpunkt
- befindet sich der Körper 6 eines Kindes mit einem Konkremont 8, z.B. einem Nierenstein. Die erfindungsgemässe
Vorrichtung umfasst das Blendensystem der konzentrischen Ringe 10, 12, 14, die aus einem akustisch dämpfenden und/
oder reflektierenden Material bestehen. Der unterste Ring 10 wird von dem Reflektorrand zentriert und hat eine Bohrung,
die etwas kleiner ist als die Öffnung des Reflektors 4. Die daraufliegenden Ringe 12, 14 mit rechteckigem Quer-
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schnitt haben jeweils kleinere Bohrungen. Die Ringe bestehen hier aus lufthaltigem Schaumstoff 11, der mit je
einer Bleifolie 13 unterlegt ist, die das spezifische Gewicht erhöht, um ein Aufschwimmen zu verhindern. Der
Schaumstoffmantel 15 um den Reflektor dient zur Reduzierung der Lautstärke bei den Entladungen.
Zum Zerkleinern des Konkrements 8 wird im ersten Brennpunkt
F1 eine Funkenentladung gezündet,, die eine Stoßwelle
erzeugt. Die Primärwellen, die in den Kegelsektor 16 abgestrahlt werden,werden reflektiert, gelangen zum Konkrement
8 und zerkleinern es. Primärwellenanteile, die in die Sektoren 18 und 20 eingestrahlt v/erden, tragen nicht zur
Zerkleinerung bei, sie werden von dem erfindungsgemässen Blendensystem absorbiert. Sie können so keinen Schaden im
Körper des Patienten verursachen. Neben den Primärwellen werden von der Blende auch gestreute Wellenanteile vom
Körper ferngehalten. Durch geeignete Wahl der Blenden kann der wirksame Öffnungskegel 22 so eng gewählt werden, dass
keine gefährdeten Organe in diesem liegen. Eine gewisse Verkleinerung der wirksamen Reflektorfläche — die extremen
Randzonen werden abgeschattet - kann toleriert werden, da bei Kindern die Wege durch den Körper kurz sind und die
Dämpfung deshalb niedrig ist.
Figur 2 zeigt den Schnitt durch eine andere Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung, bei der keine Verluste an
~\~ 3320908
den Randzonen auftreten. Die Ringe 24, 26, 28 haben einen annähernd parallelograiranförmigen Querschnitt. Ihre Innenmäntel
30, 32, 34 gehen nahtlos ineinander über, die wirksame Reflektorfläche wird nicht verkleinert. Zur selbsttätigen
Zentrierung sind die Ränder auf der Oberseite 36, 38 etwas angehoben, auf der Unterseite jeweils entsprechend
abgeschrägt.
Figur 3 zeigt als eine Ausführungsform den Ring 40, der
nicht rotationssymmetrisch ausgebildet ist, im Draufblick. Der Ring 40 besitzt an seiner Oberseite zwei Anfasungen 42,
44, die Platz für Ortungsgeräte, z.B. Röntgengeräte oder für deren Strahlgang bieten. Um den Durchtritt der Röntgenstrahlung
nicht zu behindern, ist der Ring 40 nur an den dazwischenliegenden Seiten mit zwei Bleiflächen 46, 48
unterlegt. Der verwendete Schaumstoff besitzt eine hohe akustische Impedanz, aber nur eine geringe Absorption für
Röntgenstrahlen. Die ebenfalls an der Unterseite liegenden Zapfen 50, 52 greifen in entsprechende Bohrungen des darunterliegenden
Ringes. Die Zapfen 50, 52 zentrieren den Ring und verhindern eine Verdrehung.
Figur 4 zeigt einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform eines Ringes 54, der aus einem dämpfenden, lufthaltigen
Schaumstoff 56 besteht, in den zur Beschwerung ein Metallring 58 eingearbeitet ist.
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Die in den verschiedenen Ausführungsformen gezeigten Merkmale können frei miteinander kombiniert werden.
O7.06.1983
Claims (1)
- 3320938DORNIER SYSTEM GMBH
FriedrichshafenReg. S 446Patentansprüche :Λ J Vorrichtung zum Anpassen eines Stoßwellenfeldes, das zur berührungslosen Zerkleinerung von Konkrementen verwendet wird, an Körper von Kindern, wobei die Stoßwellen von einem Reflektor fokussiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Reflektors (4) von einem oder mehreren aufeinanderliegender konzentrischen Ringen (10, 12, 14) aus Material mit hoher Schallimpedanz begrenzt ist»2„ Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (12, 14) mit zunehmender Entfernung vom Reflektor (4) kleinere Bohrungen aufweisen.3„ Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (24, 26, 28) einen im wesentlichen parallelogrammförmigen Querschnitt haben.4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (12, 14, 54) einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt haben.5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe ein höheres spezifisches Gewicht als Wasser besitzen.6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe aus einem Material bestehen, das schalldämpfend, absorbierend und/oder reflektierend wirkt, z.B. aus weichem oder hartem Schaumstoff.7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (26, 28) selbstzentrierend ausgebildet sind.8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (40) Aussparunaen für weitere Geräte enthalten.9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (40) zumindest zonenweise aus einem röntgenstrahlendurchlässigen Material bestehen." 3 " 3 3 2 0 9 010. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor von einem Mantel (15) aus Schaumstoff zur Lärmdämmung umhüllt ist.07.06.1983
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| DE3320998A DE3320998C2 (de) | 1983-06-10 | 1983-06-10 | Vorrichtung zum Anpassen eines Stoßwellenfeldes |
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Family Applications (1)
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