DE3320998A1 - Stosswellenadapter - Google Patents

Stosswellenadapter

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DE3320998A1
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K11/00Methods or devices for transmitting, conducting or directing sound in general; Methods or devices for protecting against, or for damping, noise or other acoustic waves in general
    • G10K11/002Devices for damping, suppressing, obstructing or conducting sound in acoustic devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
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Description

3320938
DORNIER SYSTEM GMBH
7990 Friedrichshafen
Reg. S 446
Stoßwellenadapter
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anpassen eines Stoßwellenfeldes, das zur Zerkleinerung von Konkrementen verwendet wird, an Körper von Kindern.
Bekannt ist eine Vorrichtung zur berührungslosen Zerkleinerung von Konkrementen in Körpern von Lebewesen mittels Stoßwellen der DORNIER SYSTEM GMBH. Die bekannte Vorrichtung umfasst eine Wanne und am Grund der Wanne einen ellipsoidförmigen Reflektor, in dessen einem Brennpunkt durch Funkenontladung Stoßwellen produziert werden können. Die Stoßwellenfronten werden vom Reflektor auf den zweiten Brennpunkt fokussiert. Der Patient wird so in der Wanne gelagert, dass das Konkrement (z.B. der Nierenstein) im zweiten Brennpunkt liegt. Die auftreffenden Stoßwellenfronten bringen Teile des Steins zum Abplatzen und zerkleinern so den Stein in abgangsfähige Bruchstücke. Die Vorrichtung ist zur Behandlung Erwachsener ausgelegt. Bei der Behandlung von
- ύ J Z U Ό J
Kindern ergeben sich Probleme, da bei den kleinen Dimensionen andere Körperpartien als bei Erwachsenen getroffen werden. So ist z.B. die Lunge durch direkte^reflektierte oder gestreute Stoßwellenanteile gefährdet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Anpassen eines Stoßwellenfeldes an die Körper von Kindern zu schaffen, die störende Stoßwellenanteile von gefährdeten Zonen fernhält.
Gelöst wird diese Aufgabe von einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1'.
Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstände von Unteransprüchen.
Die Erfindung ermöglicht eine individuelle Anpassung der Stoßwellenenergie und der von den Stoßwellen getroffenen Fläche an die jeweilige Patientengröße ο Die Ringe sind leicht auswechselbar und können selbstzentrierend ausgeführt sein. Ringe mit verschiedenen Bohrungen können konzentrisch aufeinandergesetzt werden,, so dass jede gewünschte Öffnung und Dicke realisiert werden kann. Bei geeigneter Dimensionierung wird das Stoßwellenfeld durch Ausblenden unerwünschter Randzonen eingeengt, ohne dass die Stoßenergie im Brennpunkt wesentlich verringert wird. Die aufeinanderliegenden Ringe verhindern, dass ein kleiner Patientenkörper aus Versehen zu nahe an das Ellipsoid positioniert
wird und ein zu grosser Körperbereich von den Stoßwellen bestrahlt wird.
Durch die starre Verbindung der Blenden mit dem Reflektor werden stets nur Seitenbereiche des Stoßwellenfeldes ausgeblendet und nie der zentrale Bereich, was bei Verwendung einer Abdeckschablone am Körper des Patienten passieren kann.
Weitere Vorteile, Merkmale und Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand von vier Figuren näher erläutert.
Die Figuren 1 und 2 zeigen Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung.
Die Figuren 3 und 4 zeigen jeweils Ausführungen eines Ringes.
Figur 1 zeigt im Querschnitt eine Teilansicht einer flüssigkeitsgefüllten Wanne 2, in deren Boden ein Reflektor 4 angebracht ist. Oberhalb des Reflektors 4 - im zweiten Brennpunkt - befindet sich der Körper 6 eines Kindes mit einem Konkremont 8, z.B. einem Nierenstein. Die erfindungsgemässe Vorrichtung umfasst das Blendensystem der konzentrischen Ringe 10, 12, 14, die aus einem akustisch dämpfenden und/ oder reflektierenden Material bestehen. Der unterste Ring 10 wird von dem Reflektorrand zentriert und hat eine Bohrung, die etwas kleiner ist als die Öffnung des Reflektors 4. Die daraufliegenden Ringe 12, 14 mit rechteckigem Quer-
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schnitt haben jeweils kleinere Bohrungen. Die Ringe bestehen hier aus lufthaltigem Schaumstoff 11, der mit je einer Bleifolie 13 unterlegt ist, die das spezifische Gewicht erhöht, um ein Aufschwimmen zu verhindern. Der Schaumstoffmantel 15 um den Reflektor dient zur Reduzierung der Lautstärke bei den Entladungen.
Zum Zerkleinern des Konkrements 8 wird im ersten Brennpunkt F1 eine Funkenentladung gezündet,, die eine Stoßwelle erzeugt. Die Primärwellen, die in den Kegelsektor 16 abgestrahlt werden,werden reflektiert, gelangen zum Konkrement 8 und zerkleinern es. Primärwellenanteile, die in die Sektoren 18 und 20 eingestrahlt v/erden, tragen nicht zur Zerkleinerung bei, sie werden von dem erfindungsgemässen Blendensystem absorbiert. Sie können so keinen Schaden im Körper des Patienten verursachen. Neben den Primärwellen werden von der Blende auch gestreute Wellenanteile vom Körper ferngehalten. Durch geeignete Wahl der Blenden kann der wirksame Öffnungskegel 22 so eng gewählt werden, dass keine gefährdeten Organe in diesem liegen. Eine gewisse Verkleinerung der wirksamen Reflektorfläche — die extremen Randzonen werden abgeschattet - kann toleriert werden, da bei Kindern die Wege durch den Körper kurz sind und die Dämpfung deshalb niedrig ist.
Figur 2 zeigt den Schnitt durch eine andere Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung, bei der keine Verluste an
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den Randzonen auftreten. Die Ringe 24, 26, 28 haben einen annähernd parallelograiranförmigen Querschnitt. Ihre Innenmäntel 30, 32, 34 gehen nahtlos ineinander über, die wirksame Reflektorfläche wird nicht verkleinert. Zur selbsttätigen Zentrierung sind die Ränder auf der Oberseite 36, 38 etwas angehoben, auf der Unterseite jeweils entsprechend abgeschrägt.
Figur 3 zeigt als eine Ausführungsform den Ring 40, der nicht rotationssymmetrisch ausgebildet ist, im Draufblick. Der Ring 40 besitzt an seiner Oberseite zwei Anfasungen 42, 44, die Platz für Ortungsgeräte, z.B. Röntgengeräte oder für deren Strahlgang bieten. Um den Durchtritt der Röntgenstrahlung nicht zu behindern, ist der Ring 40 nur an den dazwischenliegenden Seiten mit zwei Bleiflächen 46, 48 unterlegt. Der verwendete Schaumstoff besitzt eine hohe akustische Impedanz, aber nur eine geringe Absorption für Röntgenstrahlen. Die ebenfalls an der Unterseite liegenden Zapfen 50, 52 greifen in entsprechende Bohrungen des darunterliegenden Ringes. Die Zapfen 50, 52 zentrieren den Ring und verhindern eine Verdrehung.
Figur 4 zeigt einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform eines Ringes 54, der aus einem dämpfenden, lufthaltigen Schaumstoff 56 besteht, in den zur Beschwerung ein Metallring 58 eingearbeitet ist.
3209G8
Die in den verschiedenen Ausführungsformen gezeigten Merkmale können frei miteinander kombiniert werden.
O7.06.1983

Claims (1)

  1. 3320938
    DORNIER SYSTEM GMBH
    Friedrichshafen
    Reg. S 446
    Patentansprüche :
    Λ J Vorrichtung zum Anpassen eines Stoßwellenfeldes, das zur berührungslosen Zerkleinerung von Konkrementen verwendet wird, an Körper von Kindern, wobei die Stoßwellen von einem Reflektor fokussiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Reflektors (4) von einem oder mehreren aufeinanderliegender konzentrischen Ringen (10, 12, 14) aus Material mit hoher Schallimpedanz begrenzt ist»
    2„ Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (12, 14) mit zunehmender Entfernung vom Reflektor (4) kleinere Bohrungen aufweisen.
    3„ Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (24, 26, 28) einen im wesentlichen parallelogrammförmigen Querschnitt haben.
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (12, 14, 54) einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt haben.
    5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe ein höheres spezifisches Gewicht als Wasser besitzen.
    6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe aus einem Material bestehen, das schalldämpfend, absorbierend und/oder reflektierend wirkt, z.B. aus weichem oder hartem Schaumstoff.
    7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (26, 28) selbstzentrierend ausgebildet sind.
    8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (40) Aussparunaen für weitere Geräte enthalten.
    9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (40) zumindest zonenweise aus einem röntgenstrahlendurchlässigen Material bestehen.
    " 3 " 3 3 2 0 9 0
    10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor von einem Mantel (15) aus Schaumstoff zur Lärmdämmung umhüllt ist.
    07.06.1983
DE3320998A 1983-06-10 1983-06-10 Vorrichtung zum Anpassen eines Stoßwellenfeldes Expired DE3320998C2 (de)

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