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Schiffsturbinenantrieb mit Zahnradübersetzungsgetriebe, Bei den Schiffsturbinenanlägen,
welche auf die Schraube mittels einer Zahnradübersetzung mit schraubenförmigen Verzahnungen
treiben, tritt die Erscheinung auf, daß die Verdrehungen in den beiden Ritzelhälften
ungleich sind. Die bisweilen erhebliche Ungleichheit äußert sich in der Weise, daß
die Verdrehung in der dem Antrieb zunächst liegenden Ritzelhälfte größer ist als
in der anderen Ritzelhälfte. Dadurch wird die höchstmögliche Ausnutzung der Gesamtritzellänge,
also der Zahnbreite, verhindert.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt die Erreichung gleicher oder angenähert
gleicher Gesamtverdrehungen in den Ritzelhälften, wodurch man bei festgelegter zulässiger
Höchstverdrehung die Gesamtritzelbreite verringern oder, wenn man die alte Ritzelbreite
beibehalten will, die Kraftübertragung vergrößern kann. Erreicht wird das dadurch,
daß die Ritzelteile nicht gleich; -sondern verschieden lang gemacht werden, und
- zwar wird der Ritzelteil an der Antriebsseite in einem solchen Verhältnis kürzer
gemacht als der andere, daß die gewünschte Gleichheit oder angenäherte Gleichheit
in den Verdrehungen beider Ritzelteile entsteht.
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Die ungleiche Länge der mit schraubenförmigen Verzahnungen ausgestatteten
Ritzelteile läßt in diesen ungleich große Achsialschübe entstehen. Ein Ausgleich
dieser Achsialschübe läßt sich nun dadurch erzielen, daß man in das Ritzel außer
der Drehkraft noch einen entsprechend großen Achsialschub hineinleitet, indem man
den Zahnwinkel bei beiden Ritzelteilen entsprechend verschieden groß macht, Handelt
es sich um Getriebe, die mehr als ein Antriebsritzel haben, so ist es nicht notwendig,
daß das erste, zweite usw. Ritzel unter sich übereinstimmen, d. h. daß die verschiedenen
Ritzel in ihren Einzelheiten einander gleich sind,. sondern es kann bei der Bestimmung
der Abmessungen der Einzelteile für die verschiedenen Ritzel auf besondere, etwa
vorliegende Bedingungen in bezug auf Ausgleichung und Kraftübertragung Rücksicht
genommen werden.
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Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind auf der
Zeichnung in den Fig. = und 2 in schematischen Darstellungen gezeigt.
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Bei Fig. = treibt die Turbine a festgekuppelt das aus den Teilen b
und c bestehende Ritzel an, welches das große Rad d und damit die Schraubenwelle
e in Drehung setzt. Die Zahnwinkel der Ritzelteile b und c sind als einander gleich
angenommen. Es steht aber die Länge des Ritzelteiles b in einem solchen Verhältnis
zum Ritzelteil c, daß die Verdrehung zwischen den Punkten f und g des Ritzels b
im Teilkreise ebenso groß ist wie die Verdrehung zwischen den bezüglichen Funkten
i und 1a des Ritzels c. Dabei ist angenommen, daß der Rotor der Antriebsturbine
a einen von rechts nach links gerichteten Achsialschub erzeugt, von einer Größe,
welche dem von links nach rechts wirkenden Unterschied in den Achsialschüben der
verschieden langen Ritzelteile b und c gleich ist. Das Beispiel der Fig. i zeigt
neben der Turbine a noch eine festgekuppelte Turbine k,
welche bei umgekehrter
Drehrichtung arbeiten
soll. . Bei dieser Treibweise hat dann die
Turbine k einen entsprechend großen Achsialschub von links nach rechts zu entwickeln.
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Wie Fig. x andeutet, ist das große Rad d an anderer Stelle noch durch
ein zweites Ritzel, bestehend aus den Teilen m und n, anzutreiben. Dabei
sei angenommen, daß die das Ritzel 1, m treibende Turbine n in der Leistung
kleiner sei als die Turbine a, wobei noch aus irgendwelchen Gründen auch der Achsialschub
in n kleiner sein möge als in a.
Diesem Umstand wird dadurch Rechnung getragen,
daß der Ritzelteil m gegenüber dem Ritzelteil c entsprechend verkürzt ist, während
der der Antriebsturbine n zunächst liegende Ritzelteil 1 die gleiche Länge wie der
entsprechende Teil b des anderen Kitzels aufweist.
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Bei dem Beispiel der Fig. 2 treibt der Motor o das aus den Teilen
P und q bestehende Kitzel und damit das große Rad r und die Welle s an. Die Länge
des Teiles b steht wieder in einem solchen Verhältnis zur Länge des Teiles q, daß
die Verdrehung zwischen den Punkten t und u. ebenso groß ist wie zwischen
den Punkten v und w. In diesem Falle ist aber angenommen, daß in der
Kraftquelle o ein Achsialschub nicht entsteht. Uni hierbei die Achsialschübe der
Ritzelteile P und q dennoch gleich zu halten, sind die Zahnwinkel dieser beiden
Teile entsprechend verschieden groß gemacht, wie das in der Figur angedeutet ist.
Die Antriebsmaschine kann dabei in beiden Drehrichtungen laufen.