DE3322852C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verstellvorrichtung
für eine höhenverstellbare Stativsäule eines Kamerawagens,
mit einem Stellungsgeber zur Erzeugung eines der vertikalen Stel
lung der Stativsäule entsprechenden Ausgangssignals, einer
Bedienungsschalteranordnung zur selektiven Auslösung von Be
fehlssignalen für Heben und Senken der Stativsäule sowie eines
Speicherbefehlssignals und eines Anlaufsignals, einer ein
gangsseitig mit dem Ausgangssignal des Stellungsgebers und den
Befehlssignalen der Bedienungsschalteranordnung beschickten,
einen Speicher aufweisenden elektronischen Steuereinrichtung
zur Steuerung eines Antriebsmotors für die Höhenbewegung der
Stativsäule, durch die ansprechend auf das Speicherbefehls
signal das Ausgangssignal des Stellungsgebers in den
Speicher eingegebenen und ansprechend auf das Anlaufbe
fehlssignal der Antriebsmotor zur Einstellung der dem
eingespeicherten Ausgangssignal entsprechenden Stel
lung der Stativsäule betätigt wird.
Bei einer derartigen bekannten Verstellvorrichtung
(DE-OS 29 12 755), die zwar allgemein zur Steuerung der
Höhenbewegung eines Arbeitsgerätes, jedoch insbesondere
für einen zahnärztlichen Behandlungsstuhl, bestimmt ist,
ist es somit bereits möglich, eine vorher eingenommene
Stellung automatisch wieder aufzufinden. Jedoch bleibt
dabei die Weg-Zeit-Funktion, mit der diese Stellung bei
der früheren Bewegung angelaufen worden ist, unberück
sichtigt. Für Filmaufnahmen müssen aber Kameraeinstel
lungen oftmals wiederholt werden, so daß es wünschenswert
ist, auch die Dynamik der Kamera für eine bestimmte Ein
stellung wiederholen zu können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Verstellvorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend
weiterzubilden, daß ein bestimmter Höhenbewegungsverlauf
zwischen einer Anfangsstellung und einer Endstellung
selbsttätig wiederholt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß ein an die Steuereinrichtung eingangsseitig ange
schlossener Geschwindigkeitsgeber vorgesehen ist, dessen
der Geschwindigkeit der Höhenbewegung entsprechendes Aus
gangssignal von der Steuereinrichtung in vorgegebenen
zeitlichen Abständen abgetastet wird, und daß durch eine
Betätigung der Bedienungsschalteranordnung selektiv ein
Geschwindigkeits-Speicherbefehlssignal, durch das eine
aufeinanderfolgende Reihe der Abtastwerte in den Speicher
eingegeben wird und ein Geschwindigkeits-Laufbefehlssi
gnal, durch das der Antriebsmotor von der Steuereinrichtung
gemäß einem den gespeicherten Abtastwerten entsprechen
den Geschwindigkeitsprofil betätigt wird, an die
Steuereinrichtung anlegbar ist.
Bei der erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung
kann also mit Hilfe der Steuereinrichtung ansprechend
auf das Geschwindigkeits-Speicherbefehlssignal ein be
stimmter Höhenbewegungsverlauf zwischen einer Anfangs
stellung und einer Endstellung gemäß seinem Geschwindig
keitsprofil gespeichert und später durch das Geschwin
digkeits-Laufbefehlssignal wiederholt werden. Indem die
zeitlichen Abstände für die Abtastung hinreichend klein
gemacht werden, kann jede gewünschte Genauigkeit des
eingespeicherten
Geschwindigkeitsprofils vorgegeben werden. Dabei ist es
zur Einsparung von Speicherplätzen in der Praxis vorteil
haft, nicht alle Abtastwerte selbst, sondern nur den an
fänglichen Abtastwert und danach lediglich die zwischen
aufeinanderfolgenden Abtastwerten herrschenden Differenzen
seriell abzuspeichern.
In diesem Zusammenhang besteht eine zweckmäßige
Ausgestaltung der Erfindung darin, daß die Abtastwerte
vom Beginn jeder einzelnen Höhenbewegung an fortlaufend
zwischengespeichert und beim Auftreten des Geschwindig
keits-Speicherbefehls als die das Geschwindigkeitsprofil
definierende Reihe von Abtastwerten in dem Speicher ab
gelegt werden. Diese Ausführungsform ermöglicht somit
eine Betriebsweise, bei der zunächst eine Ausgangsstellung
der Stativsäule mit Hilfe des Speicherbefehlssignals fest
gehalten wird und nach der Erreichung der gewünschten End
stellung mit Hilfe des Geschwindigkeits-Speicherbefehls
zusätzlich das gesamte bis dahin aufgetretene Geschwindig
keitsprofil festgehalten wird. Wenn danach die Stativsäule
mit Hilfe des Anlaufbefehlssignals wieder in die alte Aus
gangsstellung zurückversetzt worden ist, kann durch die
Auslösung des Geschwindigkeits-Laufbefehlssignals der ge
samte vorherige Bewegungsvorgang höhen- und geschwindig
keitstreu wiederholt werden.
Gemäß einem weiteren Gedanken der Erfindung sind
an die Steuereinrichtung eingangsseitig zwei Endschalter
für die untere und obere Endlage der Höhenbewegung der
Stativsäule angeschlossen, durch deren Schaltersignale
der Antriebsmotor von der Steuereinrichtung angehalten
wird. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, daß die
Stativsäule nicht über ihre konstruktiv vorgegebenen End
lagen hinaus bewegt werden kann, sondern daß der Antriebs
motor selbsttätig an den Extremalpunkten der Stativsäulen
bewegung zum Stillstand kommt.
Wenngleich für die Stativsäule jede Art von An
triebsmotor in Betracht gezogen werden kann, beispiels
weise auch ein hydraulischer Motor in Form eines Hubzylinders,
besteht eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung der Er
findung darin, daß der Antriebsmotor durch einen Elektro
motor gebildet ist, der von einem durch die Steuereinrich
tung angesteuerten Motorantriebs-Schaltregler geregelt
ist. Diese Ausbildung ermöglicht einerseits einen netzunab
hängigen Batteriebetrieb des Kamerawagens und zeichnet sich
andererseits durch Betriebssicherheit und bauliche Einfach
heit aus. Insbesondere kann der Motorantriebs-Schaltregler
vorteilhaft durch einen Vier-Quadranten-Schalt
regler gebildet sein.
In konstruktiver Hinsicht erweist es sich für die
Ausführung der Erfindung als zweckmäßig, daß die Steuer
einrichtung einen Mikrocomputer und einen an den Mikro
computer angeschlossenen, die Ein- und Ausgänge der Steuer
einrichtung aufweisenden Schnittstellenschaltkreis auf
weist. Während einerseits für den Mikrocomputer eines der
leicht erhältlichen herkömmlichen Geräte in Betracht kommt,
läßt sich andererseits mit verhältnismäßig geringem bau
lichen Aufwand der Schnittstellenschaltkreis derart ver
wirklichen, daß er einerseits die erforderlichen Eingänge
und Ausgänge aufweist und andererseits die funktionell
richtige Verbindung zu dem Mikrocomputer herstellt.
Bei einer in der Praxis ebenfalls einfach zu ver
wirklichenden Ausführungsform ist der Stellungsgeber
durch einen an die Stativsäule angekoppelten imkrementalen
Drehgeber gebildet, durch den die lineare Höhenbewegung
der Stativsäule in eine Drehbewegung gewandelt und als
Ausgangssignal zwei gegeneinander verschobene Phasen einer
Sinuswelle erzeugbar sind, von denen das Vorzeichen der
Phasenverschiebung die Richtung der Höhenbewegung und die
Anzahl der Nullstellen der Wellenzüge ein Maß für die
vertikale Stellung der Stativsäule darstellt. Mit dem
derart ausgebildeten Stellungsgeber, der beispielsweise
durch ein Reibrad an einen vertikal ebenen Bereich der
Stativsäule angekoppelt sein kann, brauchen in der Steuer
einrichtung als Maß für die Stellung der Stativsäule ledig
lich die Nullstellen der von dem Drehgeber ausgesendeten
Wellenzüge oder gleichwertig deren Wellenberge gezählt zu
werden. Gleichzeitig kann in der Steuereinrichtung leicht
die Richtung der Höhenbewegung erfaßt werden, weil bei
spielsweise ein Voreilung des einen Wellenzugs gegenüber
dem anderen eine aufwärts gerichtete Bewegung anzeigt,
während eine Nacheilung die dazu entgegengesetzte, abwärts
gerichtete Bewegung wiedergibt.
Hinsichtlich des die Geschwindigkeit der Vertikal
bewegung anzeigenden Geschwindigkeitsgebers ist in kon
struktiv zweckmäßiger Weise vorgesehen, daß der Geschwindig
keitsgeber durch einen mit der Welle des Antriebsmotors
gekoppelten Tachogenerator gebildet ist. Zwar ist das Aus
gangssignal des Tachogenerators ein analoges Signal, das
jedoch, falls die Steuereinrichtung rein digital aufgebaut
ist, ohne weiteres mit einem Analog-Digitalwandler in ein
digitales Signal umgewandelt werden kann.
Schließlich ist im Rahmen der Erfindung auch vorge
sehen, daß der Speicher eine Notstromversorgung auf
weist. Diese kann beispielsweise im Falle eines integrier
ten RAM-Speichers aus einer netzunabhängigen Hilfsstrom
versorgung für den Speicher bestehen. Der Vorteil dieser
Maßnahme liegt darin, daß selbst bei einer längeren Ab
schaltung des gesamten Kamerawagens - sei es für Stunden
oder sogar Tage - der Speicherinhalt nicht verlorengeht
und damit eine etwas eingespeicherte Stellung und/oder ein
eingespeichertes Geschwindigkeitsprofil auch nach einer
derartigen Betriebsunterbrechung wieder aufgefunden werden
kann.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der
Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
und der Zeichnung, in deren einziger Figur ein Block
schaltbild einer Steuereinrichtung in Verbindung mit
Elementen eines Kamerawagens dargestellt ist.
Bei dem in der Figur dargestellten Ausführungs
beispiel ist ein Antriebsmotor 1 in Form eines Elektro
motors durch eine geeignete Kraftübertragungsvorrichtung,
wie einen Kettenantrieb, derart mit einer nicht darge
stellten höhenverstellbaren Stativsäule eines Kamera
wagens gekoppelt, daß durch eine Drehung des Antriebs
motors 1 eine Höhenbewegung der Stativsäule und damit
eine Höheneinstellung einer auf der Stativsäule gelager
ten Kamera erfolgt. Der Antriebsmotor 1 ist durch einen
vorgeschalteten Vier-Quadranten-Schaltregler 2 sowohl
in seiner Drehrichtung als auch in seiner Drehgeschwindig
keit steuerbar, so daß einerseits durch die Steuerung
der Drehrichtung die Stativsäule sowohl gehoben als auch
gesenkt und andererseits durch die Steuerung der Dreh
geschwindigkeit auch die Hebe- und Senkgeschwindigkeit
der Stativsäule eingestellt werden kann.
Ferner ist ein Stellungsgeber 3 vorgesehen, der
ein der vertikalen Stellung der Stativsäule entsprechen
des elektrisches Ausgangssignal erzeugt. Dieser Stellungs
geber 3 ist beispielsweise im einzelnen durch einen inkre
mentalen Drehgeber gebildet, der mittels eines auf seiner
Drehwelle angeordneten Reibrades mit einer sich vertikal
erstreckenden ebenen Fläche des beispielsweise querschnitt
lich rechteckig ausgebildeten höhenbeweglichen Teils der
Stativsäule in Eingriff steht. Hierdurch wird die verti
kale Bewegung der Stativsäule in eine dazu proportionale
Drehbewegung des inkrementalen Drehgebers umgewandelt.
Demzufolge erzeugt der inkrementale Drehgeber ausgangs
seitig zwei um 90° gegeneinander verschobene Phasen einer
Sinuswelle, wobei die Anzahl der Wellenberge und -täler
zur Umdrehungszahl des inkrementalen Drehgebers propor
tional ist. Gleichzeitig zeigt das Vorzeichen der zwischen
den beiden Phasen bestehenden Phasenverschiebung die Dreh
richtung an, so daß einerseits durch das Vorzeichen der
Phasenverschiebung die Richtung der vertikalen Höhenbe
wegung der Stativsäule und andererseits durch die An
zahl der Wellenberge oder der Wellentäler oder auch der
Nullstellen ein Maß für die vertikale Stellung der Stativ
säule bestimmt ist.
Das der vertikalen Stellung der Stativsäule ent
sprechende Ausgangssignal des Stellungsgebers 3 liegt an
einem Eingangsanschluß 4 eines Schnittstellenschaltkreises
5, der zusammen mit einem daran angekoppelten Mikrocomputer
6 eine elektronische Steuereinrichtung für die höhenver
stellbare Stativsäule des Kamerawagens bildet. In dem
Schnittstellenschaltkreis 5 wird das Ausgangssignal des
Stellungsgebers 3 in einer ersten Signalverarbeitungs
schaltung 7 geformt und einer nachgeschalteten Signal
verarbeitungsschaltung 8 in zwei Signalwege 9, 10 aufge
spalten, in deren erstem Signalweg 9 nur einer Aufwärtsbewegung
der Stativsäule entsprechende Schrittimpulse und in de
ren zweitem Signalweg 10 nur die der Abwärtsbewegung entsprechenden
Schrittimpulse auftreten. Wenngleich diese Schrittimpulse
ein diskretes Maß für die vertikale Stellung bilden, kann
durch eine entsprechend kleine Wahl der Schrittweite
eine beliebige Genauigkeit vorgegeben werden, so daß die
Anzahl der Schrittimpulse ein quasi kontinuierliches Maß
für die Stellung der Stativsäule bildet. Schließlich sind
die Signalwege 9 und 10 über eine in dem Schnittstellen
schaltkreis 5 vorgesehene Eingangsschaltung 11 an den
Mikrocomputer 6 angekoppelt.
Mit dem Schnittstellenschaltkreis 5 ist über eine
Fernbedienungsleitung 12 eine Bedienungsschalteranordnung
13 verbunden, die einen eine neutrale Mittelstellung und
zwei demgegenüber einander entgegengesetzte Kippstellungen
aufweisenden Wippschalter 14 sowie eine Stellungsspeicher
taste 15, eine Anlauftaste 16, eine Geschwindigkeits
speichertaste 17 und eine Geschwindigkeitslauftaste 18
aufweist. Im einzelnen ist dabei der Wippschalter 14
ausgangsseitig mit einem Eingangsanschluß 19 des Schnitt
stellenschaltkreises 5 verbunden. Das Ausgangssignal des
Wippschalters 14 stellt ein analoges Signal dar, dessen
durch die Abweichung des Wippschalters 14 von seiner Mittel
stellung in Richtung auf eine seiner Kippstellungen be
stimmte Größe ein Maß für die gewünschte Bewegungsge
schwindigkeit der Stativsäule darstellt, wobei die ge
wünschte vertikale Bewegungsrichtung durch die Auslenkung
des Wippschalters 14 zu seiner einen oder anderen Kipp
stellung hin bestimmt ist. Demzufolge wird das an dem
Eingangsanschluß 19 anliegende analoge Ausgangssignal
des Wippschalters 14 in dem Schnittstellenschaltkreis 5
zur Signalformung zunächst einer Signalverarbeitungs
schaltung 20 zugeführt. Der Ausgang der Signalverarbeitungs
schaltung 20 ist an einen der Eingänge eines mehrkanaligen
Analog-Digitalwandlers 21 angeschlossen. Im Unterschied
dazu sind die Tasten 15 bis 18 der Bedienungsschalter
anordnung 13 über einen Mehrfachleitungs-Eingangsanschluß
22 des Schnittstellenschaltkreises 5 mit der Eingangs
seite der Eingangsschaltung 11 verbunden.
Ein Geschwindigkeitsgeber 23, der in dem darge
stellten Ausführungsbeispiel durch einen mit der Welle
des Antriebsmotors 1 gekoppelten Tachogenerator gebildet
ist, erzeugt ein der Drehgeschwindigkeit des Antriebs
motors 1 und damit der Geschwindigkeit der Höhenbewegung
der Stativsäule proportionales Ausgangssignal, im Falle
des dargestellten Ausführungsbeispiels also ein analoges
Ausgangssignal, das einem Eingangsanschluß 24 des Schnitt
stellenschaltkreises 5 zugeführt wird und von dort aus
über eine Signalverarbeitungsschaltung 25 ebenfalls an
einen Eingangskanal des Analog-Digitalwandlers 21 ange
legt ist.
Der Mikrocomputer 6 weist eine Mikroprozessor
einheit 26, einen 4 K-RAM-Speicher 27 mit wahlfreiem
Zugriff und einen 4 K-EPROM-Speicher 28 auf. Der RAM-
Speicher 27 ist mit einer netzunabhängigen Notstromver
sorgung 29 versehen, so daß im Falle einer Abschaltung
der externen Stromversorgung sein Speicherinhalt erhalten
bleibt. Der Betrieb der Steuereinrichtung wird durch das
in dem EPROM 28 abgespeicherte Betriebsprogramm des Mikro
computers 6 derart gesteuert, daß bei einer alleinigen
Betätigung des Wippschalters 14 unmittelbar ein seinem
am Eingangsanschluß 19 anliegenden analogen Ausgangs
signal entsprechendes Signal an den Schaltregler 2, der
ansteuerungsseitig mit einem Ausgangsanschluß 31 des
Schnittstellenschaltkreises 5 verbunden ist, als Steuer
signal angelegt wird. Zu diesem Zweck ist der Ausgangs
anschluß 31 ausgangsseitig mit einem Digital-Analogwandler
30 verbunden, der eingangsseitig sowohl mit dem Ausgang
der Eingangsschaltung 11 als auch dem Ausgang des Analog-
Digitalwandler 21 gekoppelt ist.
Wenn dagegen infolge einer Betätigung der Stellungs
speichertaste 15 an der Eingangsschaltung 11 ein Speicher
befehlssignal auftritt, wird unter der Steuerung des
Mikrocomputers 6 das der vertikalen Stellung der Stativ
säule entsprechende Ausgangssignal des Stellungsgebers 3
in den RAM-Speicher 27 als Wert für eine Sollstellung ein
gespeichert. Sofern dann zu irgendeinem späteren Zeitpunkt
infolge einer Betätigung der Anlauftaste 16 an der Eingangs
schaltung 11 ein Anlaufbefehlssignal auftritt, gibt der
Mikrocomputer 6 über den Digital-Analogwandler 30 ein
Steuersignal an den Schaltregler 2 aus, durch das der An
triebsmotor 1 derart in Betrieb gesetzt wird, daß die
Stativsäule die eingespeicherte Sollstellung anläuft.
Der Antriebsmotor 1 wird stillgesetzt, sobald die von
dem Stellungsgeber 3 fortwährend gemeldete Iststellung
der Stativsäule mit der eingespeicherten Sollstellung
übereinstimmt.
Weiterhin wird unter der Steuerung des Mikro
computers 6 das von dem Geschwindigkeitsgeber 23 gelie
ferte und durch den Analog-Digitalwandler 21 digitali
sierte Ausgangssignal des Geschwindigkeitsgebers 23 in
kurzen Zeitintervallen fortlaufend abgetastet, wobei die
Abtastwerte jeweils vom Beginn einer Höhenbewegung der
Stativsäule an fortlaufend zwischengespeichert werden.
Sofern dann infolge einer Betätigung der Geschwindigkeits
speichertaste 17 an der Eingangsschaltung 11 ein Geschwindig
keits-Speicherbefehlssignal erscheint, wird die zwischenge
speicherte Reihe der Abtastwerte als Geschwindigkeitsprofil
in dem RAM-Speicher 27 abgelegt. Der Aufruf dieses Ge
schwindigkeitsprofils erfolgt sodann durch eine Betätigung
der Geschwindigkeitslauftaste 18, die an die Eingangsschal
tung 11 ein Geschwindigkeits-Laufbefehlssignal anlegt. Die
Programmsteuerung des Mikrocomputers 6 ist dabei in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel derart ausgelegt, daß
das eingespeicherte Geschwindigkeitsprofil nur dann aufge
rufen und abgearbeitet wird, wenn die Stativsäule vorher
durch eine Betätigung der Anlauftaste 16 in die dem Beginn
des Geschwindigkeitsprofils entsprechende, durch die Stel
lungsspeichertaste 15 eingespeicherte Ausgangsstellung be
fördert worden ist. Bei der Abarbeitung des Geschwindig
keitsprofils wird ständig das an dem Analog-Digitalwandler 21
eingangsseitig anliegende Istgeschwindigkeitssignal des
Geschwindigkeitsgebers 23 mit dem aus dem RAM-Speicher 27
zugeführten Sollgeschwindigkeitssignal verglichen, so daß
am Ausgangsanschluß 31 stets ein Reglersignal zur Verfügung
steht, durch das das eingespeicherte Geschwindigkeits
profil genau eingehalten wird.
Zur Erzielung einer zusätzlichen Positionierungs
genauigkeit ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
das Ausgangssignal der Signalverarbeitungsschaltung 7
zum Eingang des Analog-Digitalwandlers 21 geführt, wobei
durch die hierdurch erzeugte Steuerspannung die Stativ
säule stets gerade auf die Mitte der durch den Impuls
abstand des Stellungsgebers 3 bestimmten Schrittweite
eingeregelt wird.
Zur Erhöhung der Betriebssicherheit ist an einen
Eingangsanschluß 32 des Schnittstellenschaltkreises 5 ein
der Überwachung des Motorstroms dienendes Signal aus dem
Schaltregler 2 angelegt, welches von dort aus über eine
Signalverarbeitungsschaltung 33 ebenfalls an einen Ein
gang des Analog-Digitalwandlers 21 angelegt wird. Sofern
der durch dieses Signal überwachte Motorstrom eine zulässige
Höchstgrenze überschreitet, erfolgt unter der Steuerung
des Mikrocomputers 6 eine sofortige Stromunterbrechung.
Schließlich ist für das obere und untere Ende der
vertikalen Höhenbewegung der Stativsäule noch je ein End
schalter 36 bzw. 37 vorgesehen, die über Eingangsanschlüsse
34 bzw. 35 ebenfalls an die Eingangsseite der Eingangs
schaltung 11 angeschlossen sind. Sobald eines der End
schaltersignale an der Eingangsschaltung 11 auftritt,
wird der Antriebsmotor 1 durch die Steuerung des Mikro
computers 6 vorrangig abgeschaltet. Es kann daher keine
Bewegung über die vorgegebenen Endpunkte hinaus auftreten.
Claims (8)
1. Verstellvorrichtung für eine höhenverstellbare
Stativsäule eines Kamerawagens, mit einem Stellungsgeber
zur Erzeugung eines der vertikalen Stellung der Stativ
säule entsprechenden Ausgangssignals, einer Bedienungs
schalteranordnung zur selektiven Auslösung von Befehls
signalen für Heben und Senken der Stativsäule sowie eines
Speicherbefehlssignals und eines Anlaufbefehlssignals, einer
eingangsseitig mit dem Ausgangssignal des Stellungsgebers
und den Befehlssignalen der Bedienungsschalteranordnung be
schickten, einen Speicher aufweisenden elektronischen
Steuereinrichtung zur Steuerung eines Antriebsmotors für die
Höhenbewegung der Stativsäule, durch die entsprechend auf das
Speicherbefehlssignal das Ausgangssignal des Stellungs
gebers in den Speicher eingegeben und ansprechend auf das
Anlaufbefehlssignal der Antriebsmotor zur Einstellung der
dem eingespeicherten Ausgangssignal entsprechenden Stel
lung der Stativsäule betätigt wird, dadurch gekennzeich
net, daß ein an die Steuereinrichtung (5, 6) eingangs
seitig angeschlossener Geschwindigkeitsgeber (23) vorge
sehen ist, dessen der Geschwindigkeit der Höhenbewegung
entsprechendes Ausgangssignal von der Steuereinrichtung
(5, 6) in vorgegebenen zeitlichen Abständen abgetastet
wird, und daß durch eine Betätigung der Bedienungsschalter
anordnung (13) selektiv ein Geschwindigkeits-Speicher
befehlssignal, durch das eine aufeinanderfolgende Reihe
der Abtastwerte in den Speicher (27) eingegeben wird und
ein Geschwindigkeits-Laufbefehlssignal, durch das der
Antriebsmotor (1) von der Steuereinrichtung (5, 6) gemäß
einem den gespeicherten Abtastwerten entsprechenden Ge
schwindigkeitsprofil betätigt wird, an die Steuerein
richtung (5, 6) anlegbar ist.
2. Kamerawagen nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abtastwerte vom Beginn jeder einzelnen
Höhenbewegung an fortlaufend zwischengespeichert und beim
Auftreten des Geschwindigkeits-Speicherbefehls als die das
Geschwindigkeitsprofil definierende Reihe von Abtastwerten
in dem Speicher (27) abgelegt werden.
3. Kamerawagen nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß an die Steuereinrichtung
(5, 6) eingangsseitig zwei Endschalter (36, 37) für die
untere und obere Endlage der Höhenbewegung der Stativ
säule angeschlossen sind, durch deren Schaltersignale
der Antriebsmotor (1) von der Steuereinrichtung (5, 6)
angehalten wird.
4. Kamerawagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (1) durch
einen Elektromotor gebildet ist, der von einem durch die
Steuereinrichtung (5, 6) angesteuerten Motorantriebs-
Schaltregler (2) geregelt ist.
5. Kamerawagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (5, 6)
einen Mikrocomputer (6) und einen an den Mikrocomputer
(6) angeschlossenen, die Ein- und Ausgänge der Steuer
einrichtung aufweisenden Schnittstellenschaltkreis (5)
aufweist.
6. Kamerawagen nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stellungsgeber (4) durch einen
an die Stativsäule angekoppelten inkrementalen Dreh
geber gebildet ist, durch den die lineare Höhenbewegung
der Stativsäule in eine Drehbewegung gewandelt und als
Ausgangssignal zwei gegeneinander verschobene Phasen
einer Sinuswelle erzeugbar sind, von denen das Vorzeichen
der Phasenverschiebung die Richtung der Höhenbewegung und
die Anzahl der Nullstellen der Wellenzüge ein Maß für die
vertikale Stellung der Stativsäule darstellt.
7. Kamerawagen nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Geschwindigkeitsgeber
(23) durch einen mit der Welle des Antriebsmotors (1)
gekoppelten Tachogenerator gebildet ist.
8. Kamerawagen nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (27) eine
Notstromversorgung (29) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833322852 DE3322852A1 (de) | 1983-06-24 | 1983-06-24 | Kamerawagen mit einer hoehenverstellbaren stativsaeule |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833322852 DE3322852A1 (de) | 1983-06-24 | 1983-06-24 | Kamerawagen mit einer hoehenverstellbaren stativsaeule |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3322852A1 DE3322852A1 (de) | 1985-01-10 |
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Family
ID=6202341
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19833322852 Granted DE3322852A1 (de) | 1983-06-24 | 1983-06-24 | Kamerawagen mit einer hoehenverstellbaren stativsaeule |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3322852A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3804783A1 (de) * | 1988-02-16 | 1989-08-24 | Lederer Karl Heinz Ingbuero | Bedienungsvorrichtung zur fernsteuerung von kameras und dergl. geraeten |
| DE3918471A1 (de) * | 1988-06-06 | 1989-12-14 | Elmech Mechanische Werkstaette | Verfahren und vorrichtung zum speichern und regeln des bewegungsablaufes einer kamera |
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Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2332663A (en) * | 1997-12-23 | 1999-06-30 | Vitec Group Plc | Camera mountings for TV/Video cameras |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2746630A1 (de) * | 1977-10-17 | 1979-04-26 | Koepp Elektronik Gmbh | Elektrische steuerschaltung zur lageeinstellung eines aerztlichen behandlungsstuhles oder dergleichen |
| DE2912755C2 (de) * | 1979-03-30 | 1984-08-09 | Kaltenbach & Voigt Gmbh & Co, 7950 Biberach | Schaltungsanordnung zur Steuerung der Bewegung eines Arbeitsgerätes, insbesondere eines zahnärztlichen Behandlungsstuhles |
| DE3236837A1 (de) * | 1982-10-05 | 1984-04-05 | Film-Geräte-Verleih Schmidle & Fitz, 8000 München | Kamerawagen mit einer der hoehenverstellung der kamera dienenden vertikalen hubsaeule |
-
1983
- 1983-06-24 DE DE19833322852 patent/DE3322852A1/de active Granted
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE4407317A1 (de) * | 1994-03-04 | 1995-09-07 | Movietech Filmgeraete Gmbh | Verfahren zum Speichern und Steuern eines Bewegungsablaufes einer Kamera |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3322852A1 (de) | 1985-01-10 |
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