DE332641C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schwefelsaeure - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schwefelsaeure

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DE332641C
DE332641C DE1919332641D DE332641DD DE332641C DE 332641 C DE332641 C DE 332641C DE 1919332641 D DE1919332641 D DE 1919332641D DE 332641D D DE332641D D DE 332641DD DE 332641 C DE332641 C DE 332641C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/82Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfuhren und Vorrichtung zur Herstellung von Schwefelsäure. Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Schwefelsäure unter Anwendung von Stickoxvd.
  • Im weiteren Sinne besteht- die Erfindung darin, das -'erfahren im ganzen oder niiigewisse Abschnitte des Verfahrens dadurch auszuführen, daß man die mit den Gasen in Reaktion tretenden Flüssigkeiten über eine poröse Membran verteilt, so, daß sich eine Schicht über dieser -Membran bildet und die mit der Flüssigkeit in Reaktion tretenden Gase gezwungen werden, unter solchen Umständen durch die Flüssigkeitsschicht hindurchzutreten, daß eine Filtrierung der Flüssigkeit im größeren Umfange verhindert wird.
  • Eine -derartige Membran kann nur aus einer aus geeignetem Material und mit einer Anzahl von kleinen - Löchern versehenen Platte bestehen, oder sie kann aus einem Rost oder Gitter bestehen, auf welchem eine große Anzahl kleiner Kugeln oder anderer zweckmäßig geformter Körper aus säurebeständigem Material aufgehäuft ist.
  • Der für die Ausübung des Verfahrens be->timmte Apparat kann folgende Teile e,rthalten: eine Membran, in der die Berührung der Gase mit der. Flüssigkeit in der angegebenen Weise stattfindet, ein Säurereservoir, eine Temperaturregulierungsvorrichlung und eine Vorrichtung oder @'orrichtungeii für die "wiederholte Zirkulation der Säure aus dein Reservoir über die -Membran und durch die Kühlvorrichtung zurück zum Reservoir.
  • Die hMembrankammern können in Gruppen angeordnet sein, und diese wiederum können parallel oder in Serie oder in Kombinationsschaltung aufgestellt sein. Ferner können eine oder mehrere solcher Gruppen für die Ausführung einer bestimmten Gruppe von Reaktionen in Funktion gesetzt werden, z. B. eine für die Austreibung des Stickstort=e-. während andere Elemente oder Gruppen für andere Gruppen von Reaktionen bestimmt sind. wie z. B. .für die 02;@-diernn,; %-()ii Schwefeldioxyd und für die Bildung von nitroser Schwefelsäure.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine für die Ausübung des Verfahrens dienende Anlage schematisch dargestellt; und zwar ist: Fig. r ein teilweise im Schnitt gezeichneter Aufriß durch eine Anlage mit Brenner, Staubreinigungskammer uncl (iat--1.@@arl: Turm, Fig. -a eine Ansicht des übrigen Teiles der .Anlage.
  • Fig. 3 ist eine Darstellung im vergrößerten Maßstabs derjenigen j'orrichtuiig. r%e#lclir ziiiinnigen Verbindung der in Reaktion befindlichen Gase und Flüssigkeiten dient. In dieser Zeichnung ist i der Ofen, in dem der Schwefel oder die Pyrite verbrannt werden; 2 ist das Rohr, durch welches die Gase in die Staubreinigungskammer 3 gelangen; 4 ist das Rohr für die Überführung der Gase nach dem Gay-4-ss;lck-Tilrm 5, der lllit pillrr auf dem Rost 7 aufgehäuften Füllung 6 und mit einem Verteiler 8 für die durch das Rohr 9 aus dem Behälter io strömende Säure versehen ist. Die behandelte Säure sammelt sich an der mit i i bezeichneten Stelle und gelangt von da durch einen Kühler 12 in den Behälter 13, von «-o aus die Säure durch ein Rohr 14 abgezogen werden kann oder auch durch ein mit einer Pumpe i6 in Verbindung stehendes Rohr 15, wobei die Pumpe dann die Säure durch das Rohr 17 nach dem noch zu beschreibenden Teil der Anlage befördert. Die in dem Turm behandelten Gase treten von dort durch das Rohr 18 in die Kammer i9 und vou dort der Reihe nach durch die Kammern 196, 19b, ige, igd, ige, 1912 1911 und 1971 verlilittels Verbindungsrohre 2o6, tob, 20e, :20d, 20e, 2o1, 2o9 und 2o71. Jede dieser Kammern ist mit einer perforierten Membran a1, 2t11. -2 1 T. 21°, 21d, 21e, 21t, 21d und 2171 versehen, unterhalb welcher das Gas 'in die Kammer i9 durch das Rohr 18 eingeführt wird und in die Kammern 1911 bis 1971, durch die \'erllin dungsrohre 2o6 bis 2o71. Ferner ist jede dieser Kammern mit einem Einlaßrohr 22, 226, 22b, 22e, 22d, 22e, 22f, 22'7 11(1d 237' Nil doll Eintritt der Flüssigkeit versehen, während für den Austritt derselben die Rohre 23, 236, 23b, 23e, 23d, 23e, 23f, 239 und 237L vorgesehen sind, welche die Flüssigkeit durch Reiniger 2d2 ,+R, 24b, 24". 2q,7, 241. 241, 2.a.'7 1171d 241' -,ULI] den Kühlern 25, 256, 25b, 25e, 25d, 25e gelangen läßt.
  • Die Kühler 25 bis 25b entladen ihren Inhalt in den Behälter 26, der mit der l'tlulpc@ -27 und Rohr 28 verbunden ist, durch welch letzteres die Flüssigkeit in deil über cleln Turm 5 angebrachten Behälter io getrieben wird (Fig. i). Die Kühler 25e, 25" und- 25e münden in den Behälter 29, welcher mittels; Pumpe 30 und Rohr 31 die Flüssigkeit durch die Einlaßrohre 22, 226 und 22b' in die Kammern ig, i96 und igb treibt.
  • Die Ausläßrohre 23f, 239 und 2371 der Kammern i912 i99 und i971 sind über .die Reiniger 24f, 2q.9 und 2q.71 hinweg mit dem Behälter 32 verbunden, welcher seinerseits: mit der Pumpe 33 in Verbindung steht. Diese liefert die Säure durch das Rohr 34 in den Behälter 35, welcher durch das Rohr 36 mit den Einlaßrohren 22e, 22d und 22e der Kammern i ge, i ga und i 9e in Verbindung steht. Die aus der Kammer 1971 durch das Rohr 227° und ein Staubfilter 37 passierenden Gase gelangen von da durch das Rohr 38, Ventilator 39 und Rohr 4o ins Freie. Der Behälter 41 empfängt die Säure aus. dem Turm durch das Rohr 17 und liefert diese an die Kammern i91, i99 und 1971, welche ihrerseits die Säure in dien Behälter 32 ergießen. Letzterer wird durch ein Rohr 43 mit Salpetersäure und durch die Leitungen 44 und 45 mit Wasser beschickt. In der Rohrleitung tot ist eine noch zll beschreibende Erweiterung 46 vorgesehen.
  • Die eben beschriebene Vorrichtung wirkt in der folgenden Weise: Die durch die Verbrennung des Schwefels, Pyrites oder anderen geeigneten Materials in i entwickelten Gase treten durch das Rohr :2 in den Staubreiniger 3 und von dort durch das Rohr 4 .in den Turm 5, welcher gleichzeitig mit Säure von den Kammern i9, 19R und igb, welche die Denitrifikationsabteilung darstellen, beschickt wird. Die von dem Turm austretenden Gase werden in diesen Kammern in innige Berührung mit der flüssigen Säure der - Kammern i9°2 igd und 1911 gebracht, in welch letzteren diejenigen Reaktionen 'stattfinden, die in der Bildung von Schwefeltrioxyd und nitroser Schwefelsäure bestehen. Die von Schwefelverbindungen mehr oder weniger befreiten Gase strömen dann in die Kammern igf, 199 und i97, durch diie Erweiterung q.6 des Rohres 2o1, welche vorgesehen ist, um die in den Gasen enthaltenen niederen Stickstoffoxyde zu höheren Sticlcstoffoxydell durch den dort vorhandenen Sauerstoff zu oxydieren. Diese Stickstoffoxyde. entstehen in den vorhergehenden Kammern infolge der Einführung von Salpetersäure durch die Rohre 43, 4.5, den Behälter 32, die Pumpe 33, Roltl- 3_l2 Behälter 35, Rohr 36 und die entsprechenden Säurezuführungen der Kammern ige, igd und ige. Die höheren, sich bildenden Stickstoffoxyde werden von der Säure vom Turm 5 absorbiert, welche Säure durch den Behälter 41 eingeführt wird, und zwar durch das Rohr 42 und die entsprechenden Säurezuführungen der Gefäße igf, i99 und I971, unter der Bildung nitroser Schwefelsäure, welche in dem Behälter 32 gesammelt und mit einem Wasserzusatz und etwaiger in der angegebenen Weise eingeführter Salpetersäure, die die Aufgabe hat, die vorkommenden Stickstoffoxydverluste auszugleichen, «-eitergeleitet wird.
  • Die mit Membranen ausgerüsteten Kammern können in der in Fig. 3 gezeigten Weise konstruiert sein, in welcher eine untere Abteilung 19a für die Aufnahme der Membran m, der Säurezuführungsleitung 22 und .Ableitung 23 vorgesehen ist und eine ollere Abteilung igY, die finit einem Rohransatz 2o0 und einem sich nach unten erstreckenden und in geeigneter Weise in einer Bohrung 2o2 befestigten Rohr 2o" au>gerüstet ist.
  • Es ist beobachtet worden, daß die Bedingungen, unter denen die Reaktionen der Gase und Flüssigkeiten in diesen Kammern stattfinden, sich scharf von den Bedingungen unterscheiden, unter denen die Reaktionen in den bisher gebräuchlichen Bleikammern stattfinden., in denen die aufeinander wirkenden Stoffe und die Reaktionsprodukte ein homogenes System in den Reaktionszonen bilden, d. h. also in den Teilen der Kammern, die nicht in der direkten Nähe der Wände oder des Bodens der Kammern liegen, und sie unterscheiden sich ferner scharf von den in mit Packungen versehenen Türmen herrschenden. , In den bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art konnten die Temperatur und die Mischungsverhältnisse bei Verwendung von Stickoxyd nur mit- Schwierigkeit reguliert werden. Jedoch in einer Anordnung wie der eben beschriebenen können die besten Bedingungen für die Reaktion erhalten werden, und die Regulierung der Temperatur der aufeinander wirkenden Stoffe und ihrer Mischungen kann in den verschiedenen Stufen in bequemer eise durchgeführt werden, so daß die Reaktionen unter den denkbar günstigsten Bedingungen in bezug auf Temperatur oder Mischung oder in bezug auf beide stattfinden können. , Es ist zu bemerken, daß das Vorhanden-.,ein von verhältnismäßig kleinen Teilen von 1\:örpern, welche normalerweise flüssig sind und in flüssiger Form oder als Dämpfe in den Gasen enthalten sind, unvermeidlich ist, wenn das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung in praktischer Weise durchgeführt wir(l. Jedoch die Gegenwart dieser Teile ist nicht schädlich, und es muß überdies darauf hingewiesen werden, daß die Menge dieser Teile in keiner Weise mit derjenigen zu vergleichen ist, in welcher diese Körper in den in den Bleikammern erzeugten Gasen vorhanden ist.
  • Zum Schluti mag noch darauf hingewiesen w;rden, daß es bekannt ist, Gase mittels Flüssigkeiten zu waschen, indem inan die Waschflüssigkeit über eine poröse Membran, durch welche die Gase hindurchtreten. verteilt, und zwar unter solchen Bedingungen. daß eine Filtrierung der Flüssigkeit: in größerem Umfange durch die Membran hindurch verhindert ist.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: -i. Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure aus Schwefeldioxydgasen unter Anwendung 'von Stickoxyd, dadurch gekennzeichnet, daß das ganze Verfahren olenur einzelne Stufen desselben in der Weise ausgeübt wird, daß eine Säureschicht auf einer Membran gebildet wird und die Gase veranlaßt werden, unter solchen Umständen durch die Schicht hindurchzutreten, daß eine Filtrierung der Flüssigkeit in größerem Umfange verhindert wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des @-erfahrens nach Anspruch i, dadurch gc@-kennzeichne.t, daß der Membrankörper aus einem rostartigen Gestell besteht, auf dem eine Anzahl kleiner Kugeln oder anderer zweckmäßig geformter Körper aufgehäuft ist.
DE1919332641D 1918-05-17 1919-09-06 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schwefelsaeure Expired DE332641C (de)

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