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Elektrisches lWeßinstrument. Die Erfindung bezieht sich auf solche
elektrische Meßinstrumente, die mit einer zweipoligen und einer einpoligen Anschlußstelle
versehen sind, um für ihren Gebrauch nicht nur auf eine bestimmte Art des Anschlusses
angewiesen zu sein. Die zweipolige Anschlußstelle kann etwa als Stöpsel oder als
Stecker ausgebildet sein, der mit dem Instrument durch ein Stück Kabel verbunden
ist, und die einpolige Anschlußstelle kann die Form einer fest am Instrument angebrachten
Spitze oder Schneide besitzen. Um z. B. mit einem Voltmeter dieser Art die Spannung
einer Batterie zu messen, ist man nicht darauf beschränkt, das Instrument mit der
Batterie durch eine eigens dafür vorgesehene Klinke oder Steckdose in Verbindung
zu bringen, sondern man kann die Spannung der Batterie auch unmittelbar an ihren
Klemmen oder aber die Spannung einer einzelnen Zelle messen, indem man die feste
Spitze des Instruments auf den einen Pol der Batterie oder Zelle und den ungleichnamigen
Kontaktteil des Stöpsels oder Steckers auf den anderen Pol der Batterie oder Zelle
aufsetzt.
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Bei dieser Verwendungsart des Instruments kann es nun leicht vorkommen,
daß der falsche Kontaktteil des Stöpsels, nämlich derjenige, der zum Anschluß an
denselben Batteriepol wie die am Instrument fest angebrachte Spitze bestimmt ist,
mit dem anderen Batteriepol in Berührung gebracht wird. Die Folge einer solchen
Verwechslung ist bei den bekannten Instrumenten ein Kurzschluß, der in der Regel
verursachen wird, daß die betroffene Ader der Stöpsel- oder Steckerschnur durchbrennt.
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Um das Instrument vor dieser Gefahr zu schützen, wird gemäß der Erfindung
der notwendige Vorschaltwiderstand für das wirksame System des Instruments zweimal
angebracht, und zwar j e einmal in den beiden vom wirksamen System ausgehenden Leitungen
nach den gleichnamigen Kontaktstellen des Instruments.
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Werden jetzt anstatt ungleichnamiger Kontaktstellen die beiden gleichnamigen
Kontaktstellen des Instruments mit den Klemmen der Batterie in Berührung gebracht,
so kann kein Schaden mehr entstehen, weil in dem Stromweg zwischen der einpoligen
Anschlußstelle und dem gleichnamigen Kontaktteil der zweipoligen Anschlußstelle
beide Vorschaltwiderstände hintereinander liegen, so daß in dieser Verbindungsleitung
nur ein verhältnismäßig schwacher Strom fließen kann.
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Auf der Zeichnung veranschaulicht Fig. z die übliche Schaltung eines
Voltmeters mit einer zweipoligen und einer einpoligen Anschlußstelle, Fig. -, das
Schaltschema eines nach der Erfindung eingerichteten Instruments und Fig. 3 dieses
Instrument in etwas ausführlicherer Darstellung.
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In allen drei Figuren bezeichnet a das wirksame- System des Instruments,
z. B. eine feste Spule oder eine Drehspule, b die einpolige Anschlußstelle, die
vorteilhaft als eine am Instrumentgehäuse c fest angebrachte Spitze oder Schneide
ausgebildet ist (Fig.3), r1 denjenigen Kontaktteil der zweipoligen Anschlußstelle,
der mit der einpoligen Anschlußstelle b gleichnamig ist, e den anderen Kontaktteil
der zweipoligen Anschlußstelle und f den Verzweigungspunkt der Leitungen nach den
gleichnamigen Kontaktstellen
b und d. Bei dem in
Fig. 3 dargestellten Beispiel ist die zweipolige Anschlußstelle als Stöpsel k ausgebildet,
dessen Ring dem Kontaktteil d und dessen Spitze dem Kontaktteil e entspricht.
In derselben Figur deutet den permanenten Magneten, 1a den Zeiger des Instruments
und i das Kabel zwischen dem Instrument und dem Stöpsel k an.
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Der wesentliche Unterschied zwischen den ,Iristrumenten nach Fig.
i und nach den Fig. a und 3 besteht darin, daß bei dem bekannten Instrument nach
Fig. i der Vorschaltwiderstand zu in die Leitung zwischen dem Verzweigungspunkt
f und der Kontaktstelle e eingeschaltet ist, während bei dem Instrument nach der
Erfindung (Fig. 2 und 3) ein VorsGhaltwiderstand w1 in der Leitung zwischen dem
Punkt f' und der Kontaktstelle d und ein anderer, gleich großer Widerstand w. in
der Leitung zwischen dem Punkt f und der einpoligen Anschlußstelle b liegt.
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Sowohl das Instrument nach Fig. i als auch dasjenige nach den Fig,
2 und 3 kann man auf zweierlei Art anschließen, nämlich entweder unter Verwendung
der doppelpoligen Anschlußstelle d, e, d. h. des Stöpsels k, oder indem man auf
die eine Batterieklemme die Spitze b aufsetzt und mit der anderen Batterieklemme
die Kontaktstelle e, d. h. die Spitze des Stöpsels k in Berührung bringt.
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Bei dem Instrument nach Fig. i nimmt der Strom im ersten Fall seinen
Weg von e über den Vorschaltwiderstand w, die Spule a und den Verzweigungspunkt
f nach d, im zweiten Fall dagegen von f aus nach b. Bringt man nun
aber im zweiten Fall, d. h. wenn man die Spitze b zum Anschließen des Instruments
mitbenutzt, aus Versehen anstatt der Kontaktstelle e (Stöpselspitze) die Kontaktstelle
d (Stöpselring) mit der anderen Batterieklemme in Be-' rtihrung, so entsteht zwischen
den Punkten b und d ein Kurzschluß, weil keinerlei Widerstände in der Leitung
b, f, d vorhanden sind.
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Diese Gefahr ist bei der Schaltungsanordnung nach den Fig. 2 und 3
gänzlich ausgeschlossen. Verwendet man den Stöpsel k zum Anschließen ,des Instruments,
so fließt der Strom von e über aa, f und den Vorschaltwiderstand w, nach
d. Benutzt man hingegen die Spitze b und die Stöpselspitze e, so geht der von e
kommende Strom von f aus über den zweiten Vorschaltwiderstand w. nach
b. Je nachdem man das Instrument anschließt, kommt also entweder. der eine
oder der andere der beiden gleich großen Vorschaltwiderstände zur Wirkurig. Diese
doppelte Anordnung des Vorschaltwiderstandes bietet den großen Vorteil, daß Idas
Instrument nicht gefährdet ist, wenn man die Spitze b auf die eine Batterieklemme
aufsetzt und die andere Batterieklemme mit denn Stöpselring d anstatt mit der Stöpselspitze
e berührt, dehn jetzt liegen in der Leitung zwischen b und d die zwei Vorschaltwiderstände
w1 und zu:, hintereinander, so daß nur mehr ein verhältnismäßig schwacher Strom,
der keine gefährliche Erwärmung hervorzubringen imstande ist, durch das Instrument
bzw. die eine Ader der Stöpselschnur i fließen kann,