DE3330963C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Wasserarmatur, insbesondere ein
Ventil mit einem Gehäuse, einem Schalldämpfer und wenigstens
einem Wasserdurchflußkanal, in deren Gehäuse wenigstens ein
mit dem Wasserdurchflußkanal kommunizierender Schalldämpfer
vorgesehen ist, der wenigstens ein Schalldämpfungselement auf
weist, wobei das Schalldämpfungselement mit einer Dichtung der
Armatur einstückig ausgebildet ist oder eine solche darstellt,
die zur gegenseitigen Abdichtung zweier Gehäuseteile vorgese
hen ist.
In Wasserarmaturen kommt es immer wieder zu Wirbelbildungen,
die die Entstehung von Geräuschen zur Folge haben, die vom an
geschlossenen Rohrsystem übertragen werden. Zur Vermeidung
dieser als störend empfundenen Geräusche sind schon zahlreiche
Vorschläge zum Einbau von Schalldämpfereinsätzen gemacht wor
den. Die meisten dieser Schalldämpfereinsätze bedingen jedoch
eine Verengung des Durchflußquerschnittes der Armatur. Außer
dem besteht bei den meisten dieser Schalldämpfereinsätze die
Gefahr, daß sie durch längeren Gebrauch zerstört werden und
Teile von ihnen vom durchströmenden bzw. vorbeiströmenden Was
ser mitgerissen werden. Letzteres kann zu Verstopfungen oder
zumindest zu unerwünschten Verengungen des Durchflußquer
schnittes führen, die nur schwer zu beheben sind. Ein weiterer
Nachteil dieser Schalldämpfereinsätze ist schließlich darin zu
sehen, daß sie aus baulichen Gründen zumeist nicht in unmit
telbarer Nähe des Entstehungsortes der als störend empfundenen
Geräusche installiert werden können.
Aus der DE-GM 19 68 400 ist ein Geräuschdampfungseinsatz für
sanitäre Wasserarmaturen bekannt, der aus einem Zylinderstück
mit einer an einem oberen Ende umlaufenden Schulter besteht.
Dieses Zylinderstück ist in einen Durchgangskanal der Wasser
armatur einsetzbar. Die umlaufende Schulter bildet dabei eine
Dichtung der zwei sich gegenüberliegenden Armaturenteile. Das
Zylinderstück ist mit einer Vielzahl von Axialbohrungen ver
sehen. Durch diese Ausführung verursacht der Dämpfereinsatz
eine nachteilige Querschnittsverengung des Durchgangskanales.
Des weiteren besteht durch die relativ kleinen Axialbohrungen
eine erhöhte Verstopfungsgefahr. Aus der DE-A-26 13 457 ist
ein Geräuschdämpfer für Armaturen in Form eines gesonderten,
hohlen Schraubstopfens bekannt, in dem Membranen unter Bildung
von Luftkammern eingespannt sind. Solche Geräuschdämpfer er
fordern zusätzliche Bauteile.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schalldämpfung
einer Wasserarmatur dahingehend zu verbessern, daß sie unab
hängig von den baulichen Gegebenheiten der Armatur unmittelbar
am Entstehungsort der als störend empfundenen Geräusche wirk
sam wird und bei problemloser Montage des Schalldämpfers kei
nerlei Verengung des Durchflußquerschnittes bedingt, und zwar
auch dann nicht, wenn der Schalldämpfer einmal durch längeren
Gebrauch zerstört worden sein sollte.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Wasserarmatur
der eingangs beschriebenen Art gelöst, bei der im Gehäuse min
destens eine mit dem Wasserdurchflußkanal kommunizierende
Dämpfungskammer vorgesehen ist, das Schalldämpfungselement als
Dichtungsscheibe ausgebildet ist, die für jeden Wasserdurch
flußkanal eine Durchbrechung und für jede der ihr zugeordneten
Dämpfungskammern eine in diese ragende, ein Dämpfungselement
bildende Ausstülpung aufweist.
Die Dämpfungskammer kann außerhalb des Wasserdurchflußkanales
und mehr oder weniger entfernt von diesem angeordnet sein, mit
dem Vorteil, daß der Wasserdurchflußkanal frei von Quer
schnittsverengungen durch das Schalldämpfungselement ist.
Die Dämpfungskammer kann mit dem Wasserdurchflußkanal über
eine Verbindungsleitung in kommunizierender Verbindung stehen;
es ist jedoch auch möglich, daß zwischen der Dämpfungskammer
und dem Wasserdurchflußkanal eine poröse Trennwand vorgesehen
ist.
Das der Dämpfungskammer zugeordnete Schalldämpfungselement
kann ein in der Dämpfungskammer angeordneter, gasgefüllter und
komprimierbarer Dämpfungseinsatz sein. Daneben ist es jedoch
auch möglich, daß eine Dämpfungskammer mit Gas gefüllt ist und
das Schalldämpfungselement eine die Dämpfungskammer verschlie
ßende elastische Membran ist. In beiden Fällen kann das
Schalldämpfungselement zur Erleichterung seiner Montage ein
stückig mit einer Dichtung der Armatur ausgebildet sein bzw.
von dieser gebildet werden.
Vorgenannter Dämpfungseinsatz kann ein gasgefüllter Hohlkörper
sein, beispielsweise eine luftgefüllte Gummiblase. Er kann je
doch, was seine Herstellung sehr wesentlich erleichtert, zur
Verbindungsebene zwischen zwei Gehäuseteilen hin eine Öffnung
aufweisen, die von einem Gehäuseteil verschlossen ist. Daneben
ist es auch möglich, eine oder mehrere Dämpfungskammern vorzu
sehen, die zur Verbindungsebene zwischen zwei Gehäuseteilen
hin offen ist, wobei diese Öffnung durch die als Dämpfungsele
ment dienende elastische Membran verschlossen ist.
Eine Dämpfungskammer kann bei der erfindungsgemäßen Armatur
auch in einer durch die Membran verschlossenen Kappe vorgese
hen sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsge
mäße Wasserarmatur einen Warmwasser- und einen Kaltwasser-
Durchflußkanal auf, denen jeweils wenigstens eine Dämpfungs
kammer zugeordnet ist. Die diesen Dämpfungskammern zugeordne
ten Dämpfungselemente können nebeneinander und spiegelbildlich
zueinander ausgebildet sein.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung er
geben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschrei
bung bevorzugte Ausführungsformen im Zusammenhang mit der
Zeichnung.
In der Zeichnung zeigen jeweils schematisch:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine Wasserarmatur
gemäß der Erfindung und
Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch eine andere Was
serarmatur gemäß der Erfindung.
Die in Fig. 1 dargestellte Armatur 1 ist im wesentlichen
zylindrisch ausgebildet und weist zwei Wasserdurchflußkanäle,
nämlich einen Wasserdurchflußkanal 2 für Warmwasser und einen
Wasserdurchflußkanal 3 für Kaltwasser auf. Diese beiden Was
serdurchflußkanäle 2, 3 führen seitlich in die Armatur 1 und
verlaufen dann parallel zu deren Längsachse.
Die Armatur 1 ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel
einem Ventil 4 vorgeschaltet, von dem in Fig. 1 nur ein An
schlußteil dargestellt ist. Die ansonsten massiv ausgebil
dete Armatur 1 weist zwei ventilseitig offene, im wesentli
chen kreiszylindrische Dämpfungskammern 5, 6 auf, die jeweils
über eine Verbindungsleitung 7, 8 mit einer der bei
den Wasserdurchflußkanäle 2, 3 in Verbindung stehen.
Zwischen der Armatur 1 und dem Ventil 4 ist eine elasti
sche Dichtung 9 vorgesehen. Diese Dichtung 9 weist
Durchbrechungen 10, 11 für die beiden Wasserdurchfluß
kanäle 2, 3 und zwei in die beiden
Dämpfungskammern 5, 6 der Armatur 1 ragende Dämpfungsein
sätze 12, 13 auf, die jeweils von einem zum Ventil 4 hin
offenen, von diesem im montierten Zustand jedoch verschlos
senen Ansatz gebildet werden. Die beiden Dämpfungseinsätze
12, 13 sind so bemessen, daß zwischen ihnen und der Innen
wandung der zugehörigen Dämpfungskammer 5 bzw. 6 ein Zwi
schenraum vorhanden ist, der über die zugehörige Verbin
dungsleitung 7 bzw. 8 mit dem zugehörigen Durchflußkanal
2 bzw. 3 in kommunizierender Verbindung steht. Treten in
dem einen und/oder dem anderen der beiden Durchflußkanäle
2, 3 Geräusche verursachende Druckschwankungen auf, so
werden diese deshalb in vorgenannten Zwischenraum über
tragen und wegen der elastischen Nachgiebigkeit der
beiden Dämpfungseinsätze 12, 13 gedämpft.
An der vom Ventil 4 abgewandten Seite ist die Armatur 1
mit einer Kappe 14 versehen, die zwei armaturseitig offene
Dämpfungskammern 15, 16 aufweist. Von den beiden Wasser
durchflußkanälen 2, 3 führt jeweils eine Verbin
dungsleitung 17, 18 zu den beiden Dämpfungskammern 15, 16.
Die beiden Dämpfungskammern 15, 16 sind jedoch armatursei
tig von einer elastischen Membran 19 verschlossen, so daß
über die beiden Verbindungsleitungen 17, 18 kein Wasser in
die beiden Dämpfungskammern 15, 16 gelangen kann. Die beiden
Verbindungsleitungen 17, 18 sorgen jedoch dafür, daß Ge
räusche verursachende Druckschwankungen in den beiden Durch
flußkanälen 2, 3 auf die Membran 19 übertragen und wegen
der elastischen Nachgiebigkeit dieser Membran mehr oder
weniger gedämpft werden. Der Rand der Membran 19 dient der
Abdichtung der Kappe i4 gegenüber der Armatur 1.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform weist die
ebenfalls im wesentlichen kreiszylindrisch ausgebildete Ar
matur 1 ebenfalls zwei Durchflußkanäle, nämlich einen Durch
flußkanal 2 für Kaltwasser und einen Durchflußkanal 3 für
Warmwasser, auf, die jeweils parallel zur Längsachse der
Armatur verlaufen und jeweils einen Querschnitt aufweisen,
der dem eines rechtwinkligen Dreiecks entspricht, dessen
Hypotenuse der Armaturwandung entsprechend bogenförmig ver
läuft. Zwischen den beiden Durchflußkanälen 2, 3 ist hier
ein dritter Kanal, nämlich ein Wasserauslaufkanal 20,
vorgesehen. Die drei Kanäle 2, 3 und 20 sind so zueinander
angeordnet, daß sie auf einer, in Fig. 2 unten dargestell
ten Seite der Armatur 1 verlaufen. Auf der anderen, in
Fig. 2 oben dargestellten Seite der Armatur 1, die im übri
gen massiv ausgebildet ist, sind zwei zu den beiden Durch
flußkanälen 2, 3 jeweils offene Dämpfungskammern 25, 26 vor
gesehen, die jeweils einen Querschnitt aufweisen, der dem
eines rechtwinkligen Dreiecks entspricht, dessen Hypotenuse
der Armaturwandung entsprechend bogenförmig verläuft. In
diesen beiden Dämpfungskammern 25, 26 ist jeweils ein Däm
pfungseinsatz 22, 23 angeordnet, der im Querschnitt der ihm
zugeordneten Dämpfungskammer entspricht. Zwischen den Durch
flußkanälen und der ihnen jeweils zugeordneten Dämpfungs
kammer ist ein Drahtsieb 21 angeordnet, das den zugehörigen
Dämpfungseinsatz in der jeweiligen Dämpfungskammer hält und
dennoch sicherstellt, daß Geräusche verursachende Druck
schwankungen im Durchflußkanal auf den Dämpfungseinsatz ein
wirken und von diesem abgedämpft werden können.
Die beiden Dämpfungseinsätze 22, 23 sind elastisch ausge
bildet und können entsprechend der Dämpfungseinsätze 12, 13
nach Fig. 1 einstückig mit einer nicht dargestellten Dich
tung ausgebildet sein, die zur Abdichtung der Armatur gegen
über einem Ventil vorgesehen ist. Die beiden Dämpfungsein
sätze 22, 23 können aber auch blasenartig ausgebildete, luft
gefüllte Hohlkörper sein.
Claims (10)
1. Wasserarmatur, insbesondere Ventil, mit einem Gehäuse,
einem Schalldämpfer und wenigstens einem Wasserdurchfluß
kanal, in deren Gehäuse wenigstens ein mit dem Wasser
durchflußkanal (2, 3) kommunizierender Schalldämpfer (5,
6; 25, 26) vorgesehen ist, der wenigstens ein Schalldämp
fungselement (12, 13; 22, 23) aufweist, wobei das Schall
dämpfungselement (12, 13; 22, 23) mit einer Dichtung (9)
der Armatur (1) einstückig ausgebildet ist oder eine sol
che darstellt, die zur gegenseitigen Abdichtung zweier
Gehäuseteile vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß
im Gehäuse mindestens eine mit dem Wasserdurchflußkanal
(2, 3) kommunizierende Dämpfungskammer (5, 6; 25, 26)
vorgesehen ist, das Schalldämpfungselement (12, 13; 22,
23) als Dichtungsscheibe ausgebildet ist, die für jeden
Wasserdurchflußkanal (2, 3) eine Durchbrechung (10, 11)
und für jede der ihr zugeordneten Dämpfungskammern (5, 6;
25, 26) eine in diese ragende, ein Dämpfungselement bil
dende Ausstülpung (12, 13; 22, 23) aufweist.
2. Wasserarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfungskammer (5, 6; 25, 26) außerhalb des Was
serdurchflußkanales (2, 3) angeordnet ist.
3. Wasserarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
daß der Wasserdurchflußkanal (2, 3) frei von einer Quer
schnittsverengung durch das Schalldämpfungselement (12,
13; 22, 23) ist.
4. Wasserarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungskammer (5, 6)
mit dem Wasserdurchflußkanal (2, 3) über eine Verbin
dungsleitung (7, 8; 17, 181) in kommunizierender Weise
verbunden ist.
5. Wasserarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Dämpfungskammer (25, 26)
und dem Wasserdurchflußkanal (2, 3) eine poröse Trennwand
(21) vorgesehen ist.
6. Wasserarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schalldämpfungselement
ein in der Dämpfungskammer (5, 6; 25, 26) angeordneter,
gasgefüllter, komprimierbarer Dämpfungseinsatz (12, 13;
22, 23) ist.
7. Wasserarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungseinsatz (12, 13,
22, 23) zur Verbindungsebene zwischen zwei Gehäuseteilen
(1, 4) hin eine Öffnung aufweist, die von einem Gehäuse
teil (4) verschlossen ist.
8. Wasserarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Warmwasser- und ein Kalt
wasserdurchflußkanal (2, 3) vorgesehen sind, denen je
weils wenigstens eine Dämpfungskammer (5, 6; 25, 26) zu
geordnet ist.
9. Wasserarmatur nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfungselemente (12, 13; 22, 23) nebeneinander
liegen und spiegelbildlich zueinander ausgebildet sind.
10. Wasserarmatur nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dämpfungselemente (12, 13; 22,
23) für die beiden Durchflußkanäle (2, 3) gleich ausge
bildet sind.
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ID=6207613
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