DE3332076A1 - Laermschutzwand aus bergematerial - Google Patents
Laermschutzwand aus bergematerialInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Lärmschutzwand, insbesondere zur Errichtung an Straßen und Fluglandebahnen, bestehend
aus einzelnen Flächenelementen, die miteinander und mit Stützelementen verbunden sind und die mit den Schall absorbierenden
Teilen kombiniert werden können, wobei die Flächen- und die Stützelemente aus bewehrtem Beton mit
Bindemittel, Zuschlagmaterial und sonstigen Beimengungen /hergestellt sind.
Im Rahmen der Umweltschutzmaßnahmen werden an den Autobahnen aber auch an stark befahrenen Land-, und sonstigen
Straßen sogenannte Lärmschutzwälle bzw. Lärmschutzwände errichtet- Mit Hilfe dieser Wände wird versucht, den von
den Fahrzeugen oder Flugzeugen ausgehenden Schall von Häusern und sonstigen Gebäuden abzulenken oder ihn auch
so zu absorbieren, daß er annähernd ganz vernichtet wird. Die bekannteste Maßnahme hierzu ist das Errichten eines
Erdwalles, der dann möglichst noch mit einer Bepflanzung versehen wird. Aus Platzgründen ist die Errichtung einer
solchen Schallschutzmaßnahme insbesondere in den Bereichen von Städten und Ortschaften nicht möglich. Dort werden aus
einzelnen Betonplatten bestehende Lärmschutzwände errichtet, wobei die aus Beton hergestellten Flächenelemente mit Stützen
verbunden werden. Die einzelnen Flächenelemente und auch die Stützelemente werden mit einer Bewehrung versehen, um
die gegenüber Wind und sonstigen Beanspruchungen notwendige Stabilität zu gewährleisten.
Nachteilig bei den bekannten Lärmschutzwänden ist, daß das für die Herstellung benötigte Massengut, d.h. vor allem der
Kies, häufig über große Entfernungen herangeholt werden muß, weil die Lagerstätten in der Nähe der Städte und
Ballungsgebiete bereits weitgehend abgebaut sind oder aus anderen Gründen nicht abgebaut werden können. Kies-und Sandvorkommen
werden immer seltener, so daß die kostenmäßige Be-
6 CQPY
lastung bei Verwendung derartiger Rohstoffe mit der Entfernung von der Lagerstätte immer weiter zunimmt. Zwar
wäre es möglich, die für die Herstellung der Lärmschutzwände benötigten Flächenelemente und Stützelemente in der
Nähe der Lagerstätten des Rohstoffes herzustellen und dann als solche zu transportieren, doch sind auch dann die
Transportkosten sehr erheblich und verteuern die Herstellungskosten derartiger Lärmschutzwände. Dabei ist insbesondere·
zu berücksichtigen, daß es sich bei einer derartigen Lärmschutzwand um eine zusätzliche Kostenbelastung handelt, die
für den Betrieb der Straße an sich oder der Landebahn an sich nicht notwendig wäre. Nachteilig ist außerdem, daß man
bei den bekannten Lärmschutzwänden zur Erreichung von Pflanzflächen die einzelnen Flächenelemente schräggestellt einbaut,
so daß der Platzbedarf bei einer derartigen Anwendung wesentlich vergrößert wird. Mit Hilfe der Bepflanzungen
versucht man den optischen Eindruck derartiger Lärmschutzwände zu verbessern. Weiter ist von Nachteil, daß die Befestigung
der einzelnen Flächenelemente mit den Stützelementen und auch miteinander verhältnismäßig aufwendig ist. Müssen
andere Lärmabsorptionsteile angebracht werden, so ist die Montage sehr aufwendig, weil beispielsweise dafür Bohrungen
in die Flächenelemente eingebracht werden müssen. /
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Erweiterung der Rohstoffbasis, optisch angenehm v/irkende, stabile, den
Gegebenheiten anpaßbare Lärmschutzwände zu schaffen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Zuschlagmaterial ein Bergegemisch, vorzugsweise mit hohem Anteil zerkleinerten Waschbergen von o,2 bis 15 mm Korngröße
ist und daß die Bewehrung flächig durchlaufend und insbesondere die Flächenkanten stabilisierend ausgebildet
ist und daß die Flächenelemente senkrecht stehend angeordnet sind.
_ 7 _ COPY j
Eine derart zusammengesetzte Lärmschutzwand erfüllt überraschend
vollständig die Aufgaben einer Lärmschutzwand, wobei durch entsprechende Zusatzmittel aus einer Lärmreflektionswand
eine Lärmabsorptionswand gemacht werden kann. Die Stützelemente.und die Flächenelemente, bei denen
daß bisherige Zuschlagmaterial Kies und Sand durch Bergegemisch, vorzugsweise Waschberge ersetzt ist, bringen die
gleichen Stabilitätswerte, wie Kiesbetonelemente, so daß nun auf insbesondere in Bergbaugebieten vorhandene Abfallprodukte
zurückgegriffen werden kann. In übrigen Gebieten, wie beispielsweise gebirgsnahen Bereichen kann auf dort
vorhandenen Schotter o.a. zurückgegriffen v/erden, wenn diese
Materialien in der genannten Korngrößenabmessung o,2 bis 15 mm zur Verfügung stehen. Zusammen mit der üblichen Bewehrung,die
besonders sorgfältig bis in die Randbereiche hineingezogen ist, ergeben sich Formelemente, die sich vorzüglich
zu einer stabilen und allen Belastungen genügenden Lärmschutzwand zusammenstellen lassen. Dadurch, daß die Platte
entsprechend geformt und stabilisiert und jeweils senkrecht stehend angeordnet ist, wird der Platzbedarf für derartige
Lärmschutzwände auf das Mindestmaß reduziert. Dies wirkt sich besonders in Ballungsgebieten vorteilhaft aus, wo
die jetzt häufig aufgestellten Lärmschutzwände micht geradeeine Bereicherung der Landschaft darstellen.
Eine besonders einfache Montage ergibt sich dadurch, daß die Flächenelemente über Befestigungsteile miteinander und
zugleich mit den Stützelementen verbunden sind. Dadurch ist es möglich, die Montagezeiten derartiger Lärmschutzwände
erheblich zu reduzieren.
Zur Anbringung eventuell notwendiger Absorptionselemente ist es von Vorteil, wenn die Flächenelemente in Abständen
angeordnete Ausnehmungen für Absorptionselemente o.a. aufweisen. Diese Absorptionselemente können beispielsweise
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in die Ausnehmungen eingedrückt, eingeführt oder eingeschoben werden, wenn sie mit den Ausnehmungen korrespondierende
Ansätze oder Leisten aufweisen. Da die Verbindung zwischen den Flächenelementen und den Absorptionselementen keine
große Belastung aufnehmen müssen, reichen derartige Verbindungsarten.
Ebenfalls der optischen Vervollständigung derartiger
Lärmschutzwände dient der Vorschlag, auf der Rückseite der Stützelemente damit abschließend und anschließend
Platten aus einem hydraulischen Bindemittel, keramisiertem Bergematerial und sonstigen Beimengungen anzuordnen. Gleichzeitig
wird damit ja eine Art Doppelwand hergestellt, so daß sich die Stabilitätswerte erhöhen, vor allem aber der
optische Eindruck wesentlich verbessert wird, weil die Vorsatzplatten aus keramisiertem Bergematerial einen angenehmen,
umweltfreundlichen Farbton aufweisen und eine interessante Oberfläche haben, insbesondere.wenn ausgewaschene
keramisierte Bergeplatten zum Einsatz kommen.
Sollen derartige Lärmschutzwände aus optischen Gründen mit Bepflanzungen versehen werden, so ist dies bei der Höhe
von häufig mehr als 4 m in kurzer Zeit nur möglich, wenn über die Höhe verteilt Pflanzgelegenheiten an der Lärmschutzwand
angebracht werden. Dies wird auf einfache und sehr zweckmäßige Weise dadurch erreicht, daß zwischen die senkrecht
stehenden und mit den Stützelementen verbundenen Flächenelemente der Boden von wannenförmigen Pflanzelementen eingeführt
ist. Durch dieses Zwischensetzen des Bodens der vannenförmigen Pflanzelemente ergibt sich ein optisch und
statisch vorteilhafter Aufbau, .da sich die Pflanzelemente
an der hochstrebenden Wand auch gleichzeitig abstützen können. Die Stabilität der ganzen Einrichtung wird dadurch
verbessert, daß.die Stützelemente über Träger miteinander verbunden sind, auf denen die Pflanzelemenbe zusätzlich
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abgestützt sind. Die Pflanzelemente ruhen dann mit dem einen
Ende ihres Bodens in der eigentlichen Wand und mit dem anderen Ende auf dem Träger, wobei für diese Träger in der
Regel verzinkte Träger zum Einsatz kommen, die eine Wartung nicht oder nur in sehr großen Abständen benötigen.
Um die Pflanzen auch vor Gefrierschaden zu bewahren,
' weisen die Wannenflächen der Pflanzelemente zweckmäßig
eine Isolierbeschichtung auf.
Eine statisch vorteilhafte Gestaltung einer derartigen Lärmschutzwand mit Pflanzelementen wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß die wannenförmigen Pflanzelemente nach beiden Seiten der Flächenelemente vorstehend ausgebildet
sind, deren Boden durchgehend und einteilig ausgebildet ist. Auch bei einer Lärmschutzwand mit Bepflanzung
kann daher die Zahl der benötigten Einzelelemente erstaunlich niedrig gehalten werden. Neben den Flächenelementen und
den Stützelementen werden einstückige Pflanzelemente eingesetzt oder allenfalls aus Boden sowie Vorder- und Seitenwand
bestehende Elemente verwendet. Da die Teile gegeneinander austauschbar sind und der Boden des Pflanzelementes
beispielsweise in seinen Abmessungen den Fläch'enelementen entspricht, kommt man bei der Herstellung der Einzelteile
mit wenigen Formen aus, in denen die Einzelteile hergestellt bzw. gegossen werden.
Eine gleichmäßige Befeuchtung durch Regen und andere Witterungseinflüsse wird dadurch sichergestellt, daß die
Vorderwand der Pflanzelemente etwa ein Drittel der Höhe der Flächenelemente . aufweist. Der Regen kann so den
in den wannenförmigen Pflanzelementen befindlichen Boden gleichmäßig befeuchten, zumal er in der Regel nie senkrecht
herabfällt, sondern immer unter einem bestimmten Winkel. Darüberhinaus sind die Lärmschutzwände aber auch ggf. mit
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- 1ο -
Hilfe von Schläuchen von der Straße aus zu begießen, wenn sich dieses aufgrund ungünstiger Witterung mal als notwendig
erweisen sollte.
Zur Optimierung des optischen Eindruckes derartiger Lärmschutzwände kann es von Vorteil sein, die Sichtseiten
von Flächenelement und/oder Pflanzelement einen Vorsatz aus ausgewaschenen keramisierten Bergen aufweisen zu lassen.
Eine derartige Ausrüstung wirkt sich in der Anfangszeit sowie im Winter vorteilhaft aus, wenn die Begrünung noch
nicht vorhanden ist bzw. wegen des fehlenden Laubes größere Flächen der Lärmschutzwand wieder sichtbar werden.
Außerdem wirken sich die Vorsätze als Halt für die Pflanzen vorteilhaft aus, so daß beispielsweise Kletterpflanzen
zum Einsatz kommen können, die derartige Lärmschutzwände überwuchern und dann zugleich optische und auch schalltechnische
Vorteile erbringen.
Besonders stabile Lärmschutzwände können aus den im Prinzip gleichen Elementen hergestellt werden, wenn die
Flächenelemente im horizontalen Abstand zueinander und durch als Riegel ausgebildete Stützelemente fixiert, getrennte
Wände bildend, angeordnet sind, wobei der Zwischenraum zwischen den Wänden über eine Kernschüttung aus Waschbergen
verfüllt ist. Je nach Notwendigkeit kannder Abstand der einzelnen Flächenelemente in horizontaler Richtung so
eingestellt werden, daß sich ein insgesamt stabiler Wall ergibt. Durch die Ausbildung und Anordnung der Flächenelemente
und der Riegel ist sichergestellt, daß die einzelnen so gebildeten Wände die von der Kernschüttung ausgehenden
Druckbeeinflussungen sicher aufnehmen. Die Kernschüttung aus Waschbergen hat den Vorteil, daß eine sichere Abfuhr
des Wassers gegeben ist, so daß sich durch Wasserstau innerhalb der Kernschüttung eine Überlastung der vorstehenden
Wände nicht ergeben kann. Außerdem ist es natürlich
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vorteilhaft, wenn diese ansonsten auf Halden aufzubringenden
Waschberge auf diese Art und Weise untergebracht werden können.
Die Bepflanzung derals Wall ausgebildeten Lärmschutzwand
ist in vorteilhafter Weise dann möglich, wenn erfindungsgemäß mindestens eine der Wände aus horizontal
yersetzt angeordneten, über die Riegel fixierten Flächenelementen
zusammengesetzt ist, wobei in die entstehenden keilförmigen Zwischenräume und auf die Spitze Mutterboden
gebracht ist. Auf diese Weise kann entweder einseitig oder auch auf beiden Seiten eine Vielzahl von Pflanzflächen
geschaffen werden, die anschließend mit beliebigem Grün zu einem optimalen Lärmschutzwall bzw. einer optimalen
Lärmschutzwand gestaltet werden können.
Soll das Eindringen, von Sickerwasser in den Bereich der
Fundamente bzw. überhaupt aus der Kernschüttung vermieden werden, ist es von Vorteil, die Wände auf getrennten
Fundamenten anzuordnen und dazwischen eine Schicht aus Flotationsbergen einzubringen und zu verdichten. Diese verdichtete
Flotationsbergeschicht verhindert das Einsickern von Wasser sicher, so daß sich dieses auf der Oberseite
ansammelt und von da.zentral abgeführt werden kann.
Die einzelnen Flächenelemente der beiden oder der mehreren Wände werden jeweils parallel zueinander verlaufend angeordnet,
auch wenn die Wände versetzt sind, indem die Riegel endseitige Querteile, mittig einen mit Schrägen ansetzenden
Überstand und an dessen Parallelansatz Ausnehmungen ausweisen. Derartige Riegel bilden einmal die Möglichkeit, die einzelnen
Flächenelemente hinter den Querteilen in den so entstandenen Winkeln zu fixieren, und dann auf der Oberseite oder in
den Ausnehmungen abzustützen. Die Überstände sind so angebracht, daß mit deri eingebrachten Ausnehmungen deren Boden
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immer genau in Höhe des jeweiligen Querteils liegt. Dadurch
ergibt sich der schon mehrfach erwähnte optisch vorteilhafte Gesamteindruck der Lärmschutzwand.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß eine optisch vorteilhafte Lärmschutzwand geschaffen ist,
die zur Aufstellung einen nur geringen Platzbedarf aufweist und die durch die Anordnung und Zuordnung.der Einzelteile
eine hohe Stabilität erreicht. Vorteilhaft ist darüberhinaus,
daß mit wenigen Formteilen gearbeitet werden kann, so daß eine Massenproduktion jeweils an optimaler Stelle aufgezogen
werden kann. Da die einzelnen Elemente aus einem Bergematerial hergestellt werden, kann auf die in den meisten
Bereichen ohne große Schwierigkeiten abzubauenden Materialien zurückgegriffen werden oder sogar auf sonst auf die Halde
zu bringendes Material. Somit führt eine derartige Lärmschutzwand nicht nur zu einer bezüglich der Lärmeinwirkung, sondern
auch durch Haldenflächenschonung verbesserten Umwelt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der
zugehörigen Zeichnung, in der bevorzugte Ausführungsbeispiele mit den dazu· notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen
dargestellt sind. Es zeigen:
eine Draufsicht auf eine Lärmschutzwand, einen Querschnitt durch eine als Reflektionswand
ausgebildete Lärmschutzwand, einen Querschnitt durch eine als Absorptionswand ausgebildete Lärmschutzwand,
eine Draufsicht im Bereich eines Stützelementes mit Verbindungselementen,
ein Verbindungselement im Bereich eines Stützelementes,
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| Fig. Fig. |
1 2 |
| Fig. | 3 |
| Fig. | 4 |
| Fig. | 5 |
| Fig. | 6 |
| Fig. | 7 |
| Fig. | 8 |
| Fig. | 9 |
eine Verbindung in Längsrichtung, eine Seitenansicht einer Lärmschutzwand
mit Pflanzwannen,
einen Schnitt durch eine Lärmschutzwand mit Kernschüttung,
eine Seitenansicht nach Fig. 7 in -verkleinertem Maßstab,
/ Fig. 1o eine andere Ausbildung der Lärmschutzwand
gemäß Fig. 8,
Fig. 11 eine Vorkopfansicht einer Lärmschutzwand
mit Pflanzelementen nach Fig. 7 und
Fig. 12 eine Lärmschutzwand mit Abwinklung.
die
Die Fig. 1 bis 3 zeigen einen optimal geringen Platzaufwand benötigenden Ausführungsformen von .Lärmschutzwänden.
Diese Lärmschutzwände 1 bestehen aus mehreren Flächenelementen 3, 4, 5 und sie stützenden Stützelementen 7, 8.
Die Verbindung der einzelnen Flächenelemente 3, 4, 5 untereinander erfolgt unter gleichzeitiger Verbindung mit den
Stützelementen 7, 8,wie Fig. 1 verdeutlicht. Während auf der linken Seite der Darstellung nur einfache Flächenelemente
3, 4 zum Einsatz kommen, ist das Flächenelement 5 auf der
rechten Hälfte der Fig. 1 mit einem zusätzliche.^ Absorptionselement 18 versehen. Die einzelnen Flächenelemente 3, 4,
sowie die Stützelemente 7, 8 haben eine Bewehrung 1o, die wie bei Betonelementen üblich ausgebildet, insbesondere
aber bis dicht in die Randbereiche hineingeführt ist, um diese zu stabilisieren. Dadurch können die einzelnen Flächenelemente
3, 4, 5 aufeinander gesetzt werden, bilden eine vorteilhaft dichte ,geschlossene Einheit, wobei die Abdichtung
durch die Anbringung zusätzlicher Abdichtungsmittel verbessert werden kann. Die Abdichtung erfolgt sowohl
an den Längskanten 12 wie auch den Querkanten 13.
- 14 - COPY ,
Zur Verbindung dienen Befestigungsteile 16, die mit
ihren Stützplatten 14 in Ausnehmungen 15 der Flächenelemente 3, 4,5 angeordnet sind. Diese Befestigungsteile, die über
eine Mutter 17 angezogen werden könnenf wie auch Fig. 5
verdeutlicht, ermöglichen wie schon erläutert die gleichzeitige Verbindung der Flächenelemente untereinander und
mit den Stutζelementen. Dabei werden die Befestigungsteile
16, eine Art Haken in der Regel durch Anker 19 im Stützelement
7, 8 wirksam festgelegt oder aber die Befestigung erfolgt wie aus Fig. 5 ersichtlich als später noch zu erläuternde
Längsverbindung.
Während Fig. 3 verdeutlicht, daß eine Absorptionswand durch Zuordnung von Absorptionselementen, beispielsweise eine
über ein Alu-Profil geschützten Rock-Wool-Füllung hergestellt
werden können, wird die Rückseite der Lärmschutzwand gemäß Fig. 4 verschönert, indem auf der Rückseite 2o der Stützelemente
7, 8 mit der Rückseite 2o abschließend Platten 21 angeordnet werden. Diese Platten bestehen aus keramisiertem Bergematerial,
die eine ggf. aufgerauhte Oberfläche 22 haben.
Eine weitere Möglichkeit der optischen Verschönerung derartiger Lärmschutzwände 1 zeigt Fig. 6. Hier sind zwischen
den einzelnen Flächenelementen 3, 4, 5 die Böden 24 von Pflanzelementen 23 eingeklemmt. Diese Pflanzelemente 23
stützen sich außerdem avf dem Träger 3o ab, der die einzelnen Stützelemente 7, 8 verbindet. Dieser beispielsweise aus
eloxiertem Aluminium oder aus verzinktem Eisen bestehende Träger 3o kann dabei gleichzeitig zur Anbringung von Hängepflanzelementen
verwendet werden, wenn sich dieses als zv/eckmäßig oder notwendig erweist. Die Vorderwand 25 und
der Beden 24 weisen in der Regel eine Baueinheit auf, was auch für die in der Mitte der Fig. 6 wiedergegebene Sonderausführung
eines Pflanzelementes 31 gilt. Hierbei ist der
Eoden 24 durchaezogen ausgebildet und die Vorderwände 25
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- 15 -
gleich mit eingesetzt- Beide Wannenteile kragen gleichweit nach beiden Seiten aus und sind auch in der Regel durch
entsprechende Träger 3o abgestützt. Auf der Wannenfläche 36 ist eine Isolierbeschichtung 27 vorgesehen, die ein
Einfrieren des Kulturbodens 32 in der .Regel verhindert. Da die Höhe der Vorderwand 25 etwa nur ein Drittel der Höhe
des Flächenelementes 3, 4, 5 beträgt, kann der Kulturboden ,.3 2 durch den üblichen Regen ausreichend befeuchtet werden.
Die Sichtseite 28 der Flächenelemente 3, 4,5 bzw. der ■Vorderwand 25 können mit einem Vorsatz 29 versehen sein,
wie das unterste Pflanzelement nach Fig. 3 wiedergibt. Dieser
Vorsatz ist aus keramisierten Bergen und erhöht damit den optischen Gesamteindruck.
Die Zwischenflächen 33 zwischen Pflanzelementen 23, 31,
den Flächenelementen 3, 4, 5 und den Stützelementen 7, 8 sind durch ein zwischengelegtes Kompriband 34 vorteilhaft
und wirksam abgedichtet. Gleichzeitig dient diese Abdichtung auch zur vollständigen Abschirmung des zu schützenden
Hintergrundes vor dem Lärm der vorbeiführenden hier nicht dargestellten Straße.
Eine besonders stabile und praktisch in der Höhe kaum begrenzte Ausführung einer Lärmschutzwand ist in Fig. 7
dargestellt. Hier sind die einzelnen Flächenelemente 3, 4, 5, die den Flächenelementen in den übrigen Darstellungen entsprechen,
Riegeln 36, 37 zugeordnet. Der Zwischenraum -38 zwischen den einzelnen von den Flächenelementen 3, 4, 5
gebildeten Wänden 4o, 41 ist mit einer Kernschüttung aus Bergematerial verfüllt, so daß sich ein insgesamt sehr
stabiles Gebilde erreichen läßt. Auf der einen Seite sind die Flächenelemente übereinanderstehend und eine durchgehende
Wand bildend angeordnet, während auf der anderen Seite die Flächenelemente jeweils in horizontaler Richtung versetzt
zueinander angeordnet sind. Auf diese Weise entstehen keil-
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förmige Zwischenräume 42, 43, die dann ebenso wie die Spitze 44 mit Mutterboden 45 ausgefüllt werden. Eine anschließende
Bepflanzung erbringt einen hochwirksamen und optisch schönen Lärmschutzwall bzw· eine entsprechende
Lärmschutzwand. Beide von den Flächenelementen 3, 4 ,5 gebildeten Wände 4o, 41 sind gleich hoch, weil die Riegel
36, 37 entsprechend ausgebildet sind bzw. Befestigungsflächen für die Flächenelemente aufweisen. Beide Wände stützen sich
auf Fundamente 47, 48. auf, die durch eine Schicht aus Flotationsbergen 4 9 miteinander verbunden sind. Die Flotationsberge werden verdichtet, um das Eindringen von Sickerwasser
aus der Kernschüttung 39 sicher zu unterbinden.
Die Fig. 8, 9 und 1o zeigen verschiedene Ausführungsformen
der anhand der Fig. 7 erläuterten Lärmschutzwand. Dabei ist zur Erreichung einer optimalen Höhe nach Fig. 1o in der
Mitte noch eine dritte Wand 46 vorgesehen, die im Prinzip genauso wie die übrigen Wände 4o, 41 aufgebaut ist und sich
an den Riegeln 36, 3 7 abstützt. Bei allen Ausführungsformen
werden gleich ausgebildete Flächenelemente 3, 4, 5 bzw. 3', 4', 5' eingesetzt.
Fig. 11 zeigt eine Seitenansicht der Lärmschutzwand gemäß
Fig. 7 von der bepflanzten Seite aus. Deutlich wird hierbei die besondere Ausbildung der Riegel 36, 37, die jeweils
endseitig Querteile 51, 52 haben. An diese Querteile angelehnt sind die Flächenelemente 3, 4; 3', 4'; 311, 4''; 3111,
4''■; 3'''', 4''''; 3''''', 4'·'''. Sie werden wie schon
weiter vor erläutert miteinander verbunden, wobei in Längsrichtung die anhand der Fig. 5 erläuterte Längsverbindung
53 zum Einsatz kommt. Die Riegel 36, 37, die ja praktisch als Stützelemente eingesetzt werden, haben mittig einen
Überstand 54, der beidseitig über Schrägen 53 ansetzt und in diesem Bereich der Parallelansätze 55 Ausnehmungen 56
hat. In diese Ausnehmungen v/erden wie Fig. 7 verdeutlicht,
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die Füße der Flächenelemente 3, 4 bei der horizontal versetzten
Anordnung eingesetzt, während sie ansonsten parallel mit den Querteilen 51, 52 enden. Über die Wahl der Schräge
53 wird gleichzeitig auch der horizontale Abstand der einzelnen versetzt angeordneten Flächenelemente mitbestimmt
und damit die Ausbildung und Breite der keilförmigen Zwischenräume 42, 43.
;' ■
;' ■
Fig. 12 schließlich zeigt eine Abwinklung in einer Lärmschutzwand,
wobei durch die Darstellung verdeutlicht ist, daß praktisch jede beliebige Abwinklung zu erreichen ist,
weil die einzelnen Flächenelemente 3, 4, 5 durch die Zuordnung der Riegel 36, 37 über eine hohe Stabilität verfügen.
Durch die vorteilhaft einfach zu erreichende Variation der Abwinklungen kann sich die Lärmschutzwand in zusätzlicher
Art und' Weise einfach an die landschaftlichen Gegebenheiten anpassen bzw. kann daran angepaßt werden.
COPY ] ORIGINAL INSPECTED
Claims (15)
- Architekt Manfred Ackermann, Heidestraße 49, 463o BochumLärmschutzwand aus BergematerialPatentansprüche1 j Lärmschutzwand, insbesondere zur Errichtung von Straßen und Fluglandebahnen, bestehend aus einzelnen Flächenelementen, die miteinander und mit Stützelementen verbunden sind und die mit den Schall absorbierenden Teilen kombiniert werden können, wobei die Flächen- und die Stützelemente aus bewehrten Beton mit Bindemittel, Zuschlagmaterial und sonstigen.-Beimengungen hergestellt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuschlagmaterial ein Bergegemisch, vorzugsweise mit hohem Anteil zerkleinerten Was^hbergen von o,2 bis 15 ::ώ Korngröße ist und daß die Bewehrung (1o) flächig durchgehend und insbesondere die Längskanten (12) stabilisierend ausgebildet ist und daß die Flächenelemente (3, 4, 5) senkrecht stehend angeordnet sind.- 2 -COPY
- 2. Lärmschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächenelemente (3, 4, 5) über Befestigungsteile (16) miteinander und zugleich mit den Stützelementen (7, 8) verbunden sind.
- 3. Lärmschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächenelemente (3, 4, 5) in Abständen angeordnete Ausnehmungen (15) für Absorptionselemente (18) o.a. aufweisen.
- 4. Lärmschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Rückseite (2o) der Stützelemente (7, 8) und damit abschließend und anschließend Platten (21) aus einem hydraulischen Bindemittel, keramisiertem Bergematerial und sonstigen Beimengungen angeordnet sind.
- 5. Lärmschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die senkrecht stehenden und mit den Stützelementen (7, 8} verbundenen Flächenelemente (3, 4, 5) der Bode,n (24) von wannenförmigen Pflanzelementen (23) eingeführt ist.
- 6. Lärmschutzwand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützelemente (7,8) über Träger (3o) miteinander verbunden sind, auf denen die Pflanzelemente (23) zusätzlich abgestützt sind.
- 7. Lärmschutzwand nach Anspruch 5 und Anspruch 6, d adurch gekennzeichnet, daß die Wannenflächen (26) der Pflanzelemente (23) eine Isolierbeschichtung (27) aufv/eisen.COPY
- 8. Lärmschutzwand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die wannenförmigen Pflanzelemenete (23, 31) nach beiden Seiten der Flächenelemente (3, 4, 5) vorstehend ausgebildet sind, deren Boden (24) durchgehend und einteiligausgebildet ist.j
- 9. Lärmschutzwand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderwand (25) der Pflanzelemente (23, 31) etwa ein Drittel der Höhe der Pflanzelemente (3, 4, 5) aufweist.
- 10. Lärmschutzwand nach Anspruch 5,' dadurch gekennzeichnet, daß die Sichtseiten (28) von Flächenelement (3, 4, 5) und/oder Pflanzelement (23, 31) einen Vorsatz (29) aus ausgewaschenen keramisierten Bergen aufweisen.
- 11. Lärmschutzwand nach Anspruch 1 bis Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenflächen (33) zwischen den Flächenelementen (3, 4, 5), den Stützelementen (7., 8) sowie den Pflanzelementen (23, 31) mit Kompribändern (34) abgedichtet sind.
- 12. Lärmschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Flächenelmente (3, 4,5) im horizontalen Abstand zueinander durch als Riegel (36, 37) ausgebildete Stützelemente (7, 8) fixiert und getrennte Wände (4o, 41) .bildend angeordnet sind, wobei der Zwischenraum (38) zwischen den V.'änden über eine Kernschüttung (39) aus Waschbergen verfüllt ist.
- 13. Lärmschutzwand nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ..mindestens eine der Wände (4o; 41) aus horizontal vcr-- 4 - COPYsetzt angeordneten, über die Riegel (36, 37) fixierten Flächenelementen (3, 4, 5) zusammengesetzt ist, wobei in die entstehenden keilförmigen Zwischenräume (42, 43) und auf die Spitze (44) Mutterboden (45) gebracht ist.
- 14. Lärmschutzwand nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (4o, 41) auf getrennten Fundamenten (47, 48) angeordnet sind und daß dazwischen eine ^Schicht aus Flotationsbergen (49) eingebracht und verdichtet ist.
- 15. Lärmschutzwand nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegel (36, 37) endseitige Querteile (51, 52), mittig einen mit Schrägen (53) ansetzenden Überstand (54) und an dessen Parallelansatz (55) Ausnehmungen (56) aufweisen.5 copy j-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833332076 DE3332076A1 (de) | 1983-09-06 | 1983-09-06 | Laermschutzwand aus bergematerial |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833332076 DE3332076A1 (de) | 1983-09-06 | 1983-09-06 | Laermschutzwand aus bergematerial |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3332076A1 true DE3332076A1 (de) | 1985-04-04 |
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ID=6208346
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3332076A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2614910A1 (fr) * | 1987-05-09 | 1988-11-10 | Spig Schutzplanken Prod Gmbh | Mur d'isolation phonique en particulier pour implantation en bordure de voies de circulation |
| FR2638274A1 (fr) * | 1988-10-24 | 1990-04-27 | Ind Entreprise | Ecran acoustique integre vegetalisable |
-
1983
- 1983-09-06 DE DE19833332076 patent/DE3332076A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2614910A1 (fr) * | 1987-05-09 | 1988-11-10 | Spig Schutzplanken Prod Gmbh | Mur d'isolation phonique en particulier pour implantation en bordure de voies de circulation |
| BE1001142A3 (fr) * | 1987-05-09 | 1989-08-01 | Spig Schutzplanken Prod Gmbh | Mur d'isolation phonique, en particulier pour implantation en bordure de voies de circulation. |
| FR2638274A1 (fr) * | 1988-10-24 | 1990-04-27 | Ind Entreprise | Ecran acoustique integre vegetalisable |
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