DE3334165C2 - Schneidvorrichtung für wabenförmige Leichtbaukörper - Google Patents
Schneidvorrichtung für wabenförmige LeichtbaukörperInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schneidvorrichtung zum Zuschneiden
dünnwandiger, mehrschichtiger Hohlprofile, gemäß dem Oberbe
griff des Anspruchs 1. Derartige Vorrichtungen bestehen in der
Regel im wesentlichen aus einem schnell laufenden Motor, der
an einem Wellenstummel fliegend den Schneidkörper trägt.
Vor allem im Flugzeugbau werden Wabenkörper verwendet, die in
Hohlräume eingeklebt werden, um somit eine Versteifung der ent
sprechenden Bauteile zu erzielen. Diese Wabenkörper bestehen
aus Aluminium, Papier oder Kunststoff und müssen vor dem Ver
kleben den verschiedensten Konturen der Flugzeugteile genau
angepaßt werden, um sicherzustellen, daß sie die zur Abstützung
erforderlichen Kräfte auch aufnehmen können.
Der Zuschnitt solcher Körper ist problematisch, da die sie bil
denden Lamellen hierbei nicht verbogen werden dürfen. Besonders
dann, wenn die Körper quer zu ihrer Wabenstruktur geschnitten
werden sollen, verformen die Schnittkräfte die Lamellen im Be
reich der Schnittstelle. Sind diese Profile aber entsprechend
verbogen, sind sie außerstande, im vollen Umfang Zug- oder
Stützkräfte aufzunehmen.
Der Zuschnitt wurde bisher durch Schneidvorrichtungen vorgenom
men, die ein Kreissägeblatt oder einen rotierenden Scheibenfrä
ser aufweisen. Mit den Umfangszähnen dieses Werkzeuges wurde
dann spanabhebend mit möglichst geringem Vorschub versucht, den
Zuschnitt vorzunehmen. Die beim Zerspanen des Werkstückes auf
tretenden Schnittkräfte sind aber dennoch häufig so hoch, daß
die Wabenstruktur nicht standzuhalten vermag und verbogen wird.
Auch die Verwendung einfacher glatter Kreismesser ist bekannt.
Diese erzeugen jedoch keine exakten Schnitte.
Aus der DE 29 31 965 A1 ist ein spanendes Schneidwerkzeug, ins
besondere ein Scheibenfräser oder ein Kreissägeblatt bekannt.
Dies dient bevorzugt zum Bearbeiten von Metallwerkstücken. Die
Zähne weisen jeweils einen flach abfallenden und einen steil
abfallenden Zahnrücken auf, wobei der steil abfallende Zahn
rücken dem flach abfallenden voranläuft.
Aus der DE 28 42 105 A1 ist ein rotierendes, flaches oder
scheibenförmiges Messer bekannt, das bevorzugt bei einem Rasen
mäher seinen Einsatz findet. Die Schneidelemente weisen eine
zahnförmige Kontur mit je einer flach abfallenden und einer
steil abfallenden Kante auf.
Aus der DE-OS 15 52 450 ist ein Scheibenfräser und eine Reibah
le bekannt. Dabei bildet die steil abfallende Zahnflanke die
vorlaufende Schneide bei dem Scheibenfräser.
Aus der DE-AS 12 65 363 ist ein Rundmesser für eine Scheiben
schneidemaschine für Lebensmittel, insbesondere eine Brot
und/oder Wurstschneidemaschine bekannt. Die profilierte Schnei
de weist Messerelemente mit einem zahnähnlichen Profil auf, das
eine flach und eine steil abfallende Flanke aufweist.
Aus der DE-AS 10 22 768 ist eine Brotschneidmaschine mit einem
Rundmesser bekannt. Bei dem Rundmesser laufen die flach anstei
genden Flanken der zahnähnlichen Schneidenelemente gegenüber
den steil abfallenden voraus.
Aus der US 1,898,732 ist ein Fingerfräser zum Fräsen hinter
schnittener Nuten bekannt. Bei diesem ist jede Werkstückfläche,
die mit dem Werkstück in Berührung gelangt, mit Schneidezähnen
zum spanenden Abtragen besetzt. Die steil abfallende Flanke
läuft voraus.
Aus der FR 1 479 493 ist eine Vorrichtung zum Schlitzen oder
Einschneiden von Pappebögen oder dergleichen bekannt. Zu diesem
Zweck sind einander gegenüberliegend ein drehbares Schneidmes
ser und ein drehbarer Gegenhalter aus weichem Material angeord
net, der seinerseits auch angetrieben sein kann. Das Schneid
messer weist keinen eigenen Antrieb auf.
Aus der US 2,929,299 ist eine Schneidvorrichtung zum Zuschnei
den eines eine Wabenstruktur aufweisenden Körpers bekannt. Bei
dieser Vorrichtung rotieren zwei eng benachbarte Schneidschei
ben in entgegengesetzter Richtung.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, die Schneidvorrichtung nach dem Oberbegriff des An
spruchs 1 dahingehend weiterzubilden, daß sie den einfacheren,
rascheren und insbesondere beschädigungsärmeren Zuschnitt dünn
wandiger Leichtbaukörper mit Wabenstruktur ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des An
spruchs 1 gelöst.
Während man bisher beim Zuschneiden der genannten Leichtbaukör
per an der Schnittstelle eine Schicht des Körpers zerspante,
oder ein glattes Kreismesser verwendete, wird nunmehr erfindungs
gemäß nicht ein Fräser oder eine Säge, sondern vielmehr ein ro
tierendes Messer verwendet, welches mittels seiner scharfen auf
grund seiner Form immer wieder aussetzenden Schneide den Leicht
baukörper in einen Abfallteil und das zu verwendende Werkstück
trennt, ohne einen Span auszulösen. Überraschenderweise wird
hierbei selbst bei relativ starkem Vorschub und senkrecht zur
Wabenstruktur (also senkrecht zur Längsrichtung der Hohlräume
derselben) verlaufender Schnittrichtung ein Verbiegen der die
Waben bildenden Lamellen praktisch ganz vermieden. Das Schneiden
erfolgt vorteilhaft mit einer Drehzahl von 15000 bis 80 000 Upm.
Bei manchen Werkstoffen, wie z. B. Kunststoffen, kann die Drehzahl
auch erheblich unter 15 000 liegen.
Bei der Erfindung wird nicht, wie etwa bei einem Messer mit
kreisförmigem Außenumfang, ein kontinuierlicher Schnitt durchge
führt, sondern es folgen dicht aufeinander kurze Einzelschnitte.
Durch die kurz aufeinander folgenden, raschen Schnittvorgänge
scheint das verbiegungsfreie Schneiden der Wabenlamellen we
sentlich begünstigt zu werden.
Vorteilhaft sind alle Zähne der leichteren Fertigung wegen
gleich.
Es ist im Prinzip möglich, die Zähne des Schneidmessers symmet
risch auszubilden bzw. an ihren Spitzen soweit abzurunden, daß
der Umfang des Schneidmessers wellenförmig ist. Gemäß einer be
vorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die erfindungsgemäßen
Zähne jedoch asymmetrisch ausgebildet, und zwar sägezahnförmig,
wobei die steile Flanke des jeweiligen Sägezahnes entgegen der
Bewegungsrichtung des Umfangs des Schneidmessers weist. Das er
laubt eine höhere Anzahl schneidender Kanten im Vergleich zu
einem wellenförmigen Kantenverlauf.
Die steile Flanke ist gemäß Anspruch 2 vorteilhaft als Abriß
fläche ausgebildet, welche diskontinuierlich das Zahnprofil an
der Zahnspitze schneidet. Diese Ausgestaltung hat sich in Ver
suchen gut bewährt.
Das gleiche gilt für die bevorzugte Ausbildung gemäß Anspruch 3.
Für die heute im Flugzeugbau üblichen Wabenstrukturen hat sich
eine Ausbildung gemäß dem Anspruch 4 als zweckmäßig erwiesen.
Eine bevorzugte Ausführung ist im Anspruch 5 gekennzeichnet. Bei
ihr soll das Messer bezüglich dem Wellenstummel so ausgebildet
sein, daß eine ebene oder flach hohlkegelförmige Fläche des
Schneidbereichs des Messers vom Motor abgewandt ist. Hierbei soll
die Befestigungsmutter für das Messer die erwähnte ebene oder
flach hohlkegelförmige Fläche nicht überragen. Die Breite des
Messers und somit auch des einzelnen Zahnes nimmt somit radial
von außen nach innen zu, weil das scheibenförmig ausgestaltete
Messer radial nach außen weisende Zähne aufweist.
Gemäß Anspruch 6 kann das erfindungsgemäße Schneidmesser eine
Werkstück- und eine Abfallseite haben. Während die ebene oder
hohlkegelförmige Stirnfläche dafür sorgt, daß der glatte Schnitt
werkstückseitig nicht beeinträchtigt wird, sorgt die verhält
nismäßig rasche Zunahme in der Dicke auf der von der Stirnseite
abgewandten Seite dafür, daß das abgeschnittene Material von
der Schnittstelle weggedrängt wird und diese nicht mehr zu be
einträchtigen vermag.
Die Schneidkante kann z. B. geradlinig ausgebildet sein. Gemäß
der Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 7 ist es aber be
sonders von Vorteil, daß die Schneidkante etwa die Form eines
Kreisbogens hat, dessen Radius etwa dem des Schneidmessers ent
spricht und dessen Mittelpunkt gegen den Mittelpunkt des Schneid
messers versetzt ist. Hierbei läuft der von der Schneidkante
gebildete Bogen vorteilhaft in einem rechten Winkel in die je
weilige Abrißfläche ein. Durch die kreisbogenförmige Ausbildung
nimmt die Schnittgeschwindigkeit des Schneidmessers, in Vor
schubrichtung gesehen, bei zunehmender Umdrehung des Schneid
messers und bei jedem Einzelschnittvorgang allmählich ab, so
daß besonders geringe Schnittkräfte in Vorschubrichtung aufge
bracht werden.
Außerdem sorgt die rasche Zunahme der Dicke des Schneidmessers
dafür, daß dieses keine niederfrequenten Schwingungen ausübt,
welche etwa die Schnittqualität beeinträchtigen können.
Die Schnittrichtung sollte bei dieser flachen Ausführung nur
eine geringe oder keine Komponente in Richtung der Werkzeug
achse auf das zu verwendende Werkstück hin aufweisen.
Gemäß der weiteren Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 8
erstrecken sich die Abrißflächen nicht nur über die Höhe der
Flanke des zugehörigen Zahnes, sondern sind zur Mitte des
Schneidmessers hin verlängert, so daß der Umfang des erfindungs
gemäßen Schneidmessers axial gesehen das Aussehen hat, als wür
de eine Reihe aufeinanderfolgender, sehr tiefer Zähne jeweils
ineinandergreifen.
Ein Vorteil dieser Ausgestaltung liegt unter anderem darin, daß
die abdrängende Steigung des sich allmählich verbreiternden
Zahnes zur Mitte des Schneidmessers hin verlängert wird, so daß
die Abdrängung des abgetrennten Materialabfalles zuverlässig
erfolgt und dieser Abfall nicht mehr den Schnittvorgang oder
die Schnittfläche beeinträchtigen kann.
Für die heute im Flugzeugbau üblichen Wabenstrukturen hat sich
eine Ausbildung gemäß den Ansprüchen 9 bis 11 als zweckmäßig
erwiesen.
Ferner wird die Schnittqualität von der Relativgeschwindigkeit
bestimmt, mit welcher sich der Umfang des Schneidmessers ge
genüber dem Werkstück bewegt. Es ist daher die erfindungsgemäße
Schneidvorrichtung bevorzugt mit einer Einrichtung zur Regu
lierung der Schnittgeschwindigkeit versehen, um es zu ermög
lichen, Schneidmesser mit unterschiedlichem Durchmesser in ein
und derselben Vorrichtung zu verwenden.
Wie bereits ausgeführt, ist das erfindungsgemäße Schneidmesser
aufgrund seiner Formgebung im Stande, abgeschnittenes Material
abzudrängen. Um diese Wirkung noch zu verbessern, ist gemäß
einer weiteren, besonders wesentlichen Ausgestaltung der Erfin
dung eine Abweiseinrichtung zum besseren Abdrängen abgeschnit
tenen Materials vorgesehen, welche an der von seiner Stirnfläche
abgewandten Seite des Schneidmessers angeordnet ist.
Diese Abweiseinrichtung kann beispielsweise aus einem ortsfesten
Abweisblech oder einer Abweiskurve bestehen, welche etwa eine
Fortsetzung des vom Schneidmesser gebildeten Kegelstumpfes bil
det.
Gemäß der Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 11 ist aber
die Abweiseinrichtung als Rotationskörper ausgebildet, der
koaxial zum Schneidmesser und auf dessen Drehwelle gemeinsam
mit diesem drehbar angebracht ist. Eine solche Abweiseinrich
tung ist im Stande, einen kontinuierlicheren Übergang des abge
schnittenen Materials vom eigentlichen Schneidmesser zur Abweis
einrichtung zu bilden und somit zu verhindern, daß durch diskon
tinuierliches Abweisen eine Rückwirkung auf die Qualität der
Schnittstelle ausgeübt wird.
Der Außenumfang der Abweiseinrichtung ist bevorzugt kleiner als
jener der Zahnspitzen des Schneidmessers, aber größer als der
Zahnfußdurchmesser des Schneidmessers. Die Abweiseinrichtung
greift somit in den vom Werkzeug geschaffenen Schnittspalt ein,
ohne die eigentliche Schnittstelle zu beeinträchtigen, und ist
somit im Stande, den Abfall möglichst frühzeitig von der Schnitt
stelle wegzuführen, so daß auch losgetrennte oder abgebrochene,
kleine Partikel die Schnittstelle nicht beeinträchtigen.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 14
ist die Abweiseinrichtung als Scheibenfräser ausgebildet, der
das abgeschnittene Material in unmittelbarer Nähe der Schnitt
stelle zerkleinert, so daß es weggeblasen oder abgesaugt wer
den kann. Durch diese Ausgestaltung ist besonders wirksam ver
hindert, daß etwa größere, abgetrennte Materialstücke eine He
belwirkung auf das noch nicht geschnittene Material ausüben und
dieses zum Einknicken veranlassen können. Durch die Richtung
der Fräszähne kann bestimmt werden, ob das Material abgeschnit
ten oder abgebrochen wird. Der Scheibenfräser weist bevorzugt
schrägverlaufende Schneiden auf, die ihrerseits bevorzugt in
einer Kreiszylindermantelfläche verlaufen. Durch die Anstellung
dieser Schneiden bezüglich der Drehrichtung und durch den An
stellwinkel können die Abführung der Späne, die Rückwirkung
des Scheibenfräsers auf die Schnittstelle des Schneidmessers,
Materialparameter u. dgl. berücksichtigt bzw. gesteuert werden.
Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist die Abweis
einrichtung als Scheibe ausgebildet, die eine glatte, in Um
fangsrichtung verlaufende Hohlkehle aufweist. In einer solchen
Hohlkehle wird das abgeschnittene Material nicht zerkleinert,
sondern abgelenkt, so daß das Problem der Entfernung kleiner,
abgeschnittener Partikel von der Schnittstelle nicht auftritt.
Gemäß der Ausführungsform nach Anspruch 18 ist aber bevorzugt
die Abweiseinrichtung als schrägverzahntes Stirnrad ausgebil
det. Dieses Stirnrad ist dadurch hergestellt, daß eine spira
lige Verzahnung in die äußere Umfangsfläche eines kreiszylindri
schen Körpers eingebracht ist, dessen Durchmesser jenem der
vorangelangten Abweiseinrichtung entspricht.
Dieses schrägverzahnte Stirnrad hat sich beim Zerkleinern und
Abführen von Verschnitt bisher am besten bewährt, wobei es
zu keinerlei Störungen des eigentlichen Schnittbereiches ge
kommen ist.
Erstaunlicherweise ist die Orientierung der schräg oder spiralig
verzahnten Nuten bezüglich der Drehrichtung des Werkzeuges
gleichgültig; es kommt in jedem Falle zur erwähnten, vorteil
haften Wirkung.
Diese Zähne sind gemäß einer weiteren Ausgestaltung asymmetrisch
ausgebildet, wobei die Zahnspitzen in Drehrichtung versetzt
sind und zur Drehrichtung hin als Schneiden angeschliffen sind.
Während der Abstand der Schneidkanten zur Drehachse, in Dreh
richtung gesehen, zunimmt, nimmt der Abstand der Zahnflanke
eines jeden Zahnes, von der Schneide aus beginnend, in Dreh
richtung ab.
Durch die Verwendung asymmetrischer Zähne wird nicht nur eine
günstige Orientierung der Schneide bezüglich dem vom eigentli
chen Schneidmesser abgetrennten Abfall erreicht, sondern zudem
auch eine höhere Festigkeit der Zähne.
Gemäß der weiteren Ausgestaltung nach Anspruch 20 sind in Um
fangsrichtung des Stirnrades verlaufende Spanbrechernuten vor
gesehen, welche gemäß einer weiteren Ausgestaltung jedoch nur
verhältnismäßig flach sind, so daß deren Tiefe die Höhe der
Zahnspitzen nicht überschreitet, also die Höhe jenes Abschnitts
des Zahnes, der durch einen Anschliff zur Bildung der Schneide
abgeschrägt ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Span
brechernuten als ein- oder mehrgängiges Feingewinde ausgebil
det, was nicht nur die Herstellung der Nuten vereinfacht, son
dern auch noch die Möglichkeit gibt, gemäß einer weiteren Aus
gestaltung der Erfindung die Steigung dieses Gewindes zu ver
wenden und derart anzuordnen, daß bei rotierendem Werkzeug die
Späne, die von den Zähnen der Abweiseinrichtung mitgenommen
werden, in den Spanbrechernuten ergriffen und von der Schnitt
stelle weggezogen werden.
Das Schneidmesser nach der Erfindung muß nicht immer scheiben
förmig sein; es kann auch gemäß Anspruch 25 ein glockenförmiges
Schneidmesser sein, das als rotationssymmetrischer Hohlkörper
ausgebildet ist und eine äußere und eine innere Rotationsfläche
aufweist. Ein solches Schneidmesser kann auch in Axialrichtung
schneiden und bohren. Die äußere Rotationsfläche ist bevorzugt
als Kegel ausgebildet, kann aber auch den Grenzfall eines Zy
linders annehmen oder eine gekrümmte Kontur annehmen. Eine inne
re Rotationsfläche begrenzt eine Aushöhlung des Schneidmessers
und läuft spitzwinklig zur freien Kante der äußeren Rotations
fläche hin, wo eine Umfangskante gebildet wird, aus der dann
durch von außen und innen her eingebrachte Einschliffe die eigent
lichen Schneidkanten herausgearbeitet sind. Ein solches Schneid
messer weist keine Eigenschwingungen auf, deren Frequenz in
einem den Arbeitsvorgang behindernden Bereich liegt, zumal die
innere Rotationsfläche nicht den eigentlichen Schneidenwinkel
begrenzt, sondern mit der äußeren Rotationsfläche bevorzugt
einen stumpferen Winkel einschließt, wobei die inneren Ein
schliffe zusammen mit den äußeren Einschliffen erst den eigent
lichen Schneidenwinkel herstellen.
Die Ausbildung der einzelnen Schneidkanten ist - insbesondere
was die Anordnung der Abrißkanten angeht - ähnlich den Schneid
kanten des scheibenförmigen Messers, mit dem Unterschied, daß
die Schneidkanten des glockenförmigen Schneidmessers in Dreh
richtung axial ansteigen und nicht radial, wie beim scheiben
förmigen Schneidmesser.
Die Schneidkanten erstrecken sich bevorzugt nicht genau in
Umfangsrichtung, sondern leicht winklig hierzu, in einer Radial
ebene gesehen, wobei bevorzugt das nachlaufende Ende einer jeden
Schneidkante, das axial am weitesten vorspringt, genau auf der
(gedachten) Umfangslinie des Werkzeugs liegt, während das, in
Drehrichtung gesehen, vordere Ende einwärts gegenüber der Um
fangslinie versetzt ist.
Ein solches Schneidmesser hat sich in der Praxis sehr gut be
währt und wird in erster Linie nach dem Prinzip des sogenannten
Zeilenfräsens eingesetzt, wobei das Schneidmesser längs einer
Zeile hin- und herwandert, wobei diese Zeile dann ihrerseits
langsam verschoben wird, bis die gewünschte Fläche herausge
schnitten ist. Hierbei wird bevorzugt die Messerachse leicht
in Richtung des Vorschubes quer zur Zeile geneigt, damit nicht
die Mitte des Messers ebenfalls schneidet. Hierbei hat man aber,
was das Schneiden von Konturen und insbesondere dreidimensio
nalen Formen angeht, wesentlich bessere Möglichkeiten als bei
dem eingangs beschriebenen, scheibenförmigen Schneidmesser, zu
mal das glockenförmige Schneidmesser auch verwendet werden kann,
um Innenkonturen herauszutrennen oder gar Löcher mit dem Durch
messer des Messerumfanges herzustellen, soweit dies die Tiefe
der von der inneren Rotationsfläche begrenzten Höhlung gestat
tet.
Das glockenförmige Schneidmesser benötigt wegen seiner Orien
tierung gegenüber der Schnittstelle keine Abweiseinrichtung,
da die äußere und innere Rotationsfläche ihrerseits als Ab
weiseinrichtungen dienen.
Es ist im Prinzip auch möglich, mit der Mitte des glockenförmi
gen Schneidmessers oder mit anderen Stellen seines Umfanges zu
schneiden. Es ist somit möglich, mit dem glockenförmigen Schneid
messer dreidimensional gekrümmte Flächen aus einer Wabenstruk
tur herauszutrennen, wie sie etwa erforderlich sind, um aero
dynamisch geformte Abschnitte einer Flugzeug-Außenhaut von innen
her abzustützen. Hierbei erzielt der glockenförmige Scheiben
fräser den Vorteil, daß die Lamellen der Wabenstruktur in kei
nem Fall verbogen, geknickt oder beschädigt werden, so daß die
se Wabenstruktur imstande ist, genau definierbare Lasten aufzu
nehmen.
Die äußeren Einschliffe bilden gemäß Anspruch 26 bevorzugt ebe
ne Flächen, die jeweils entweder zu einer Axialebene parallel
verlaufen, bevorzugt aber zu Tangentialebenen parallel verlaufen.
Die äußere Rotationsfläche erstreckt sich nur über einen Teil
der Länge des Werkzeuges, wobei an ihrem von der Werkzeug-Stirn
seite abgewandten Ende ein nach innen gerichteter Übergang an
gesetzt ist, der dann in den Spannschaft des Werkzeugs übergeht.
Bevorzugt können die äußeren Einschliffe in Ebenen liegen,
die parallel zu einer benachbarten Tangentialebene an die äußere
Rotationsfläche verlaufen. Die inneren Einschliffe können
bevorzugt als Hohlkehlen ausgebildet sein, wenn gekrümmte Schneid
kanten erwünscht sind; deren Vorteile wurden bereits weiter
oben beschrieben.
Der Gegenstand der Erfindung wird anhand der beigefügten, sche
matischen Zeichnung und spezieller Ausführungsbeispiele noch
näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 ein scheibenförmiges Schneidmesser und einen angren
zenden Scheibenfräser als Abweiseinrichtung;
Fig. 2 das Schneidmesser der Fig. 1, mit einer angrenzend an
gebrachten Abweisrolle als Abweiseinrichtung;
Fig. 3 die vergrößerte Rückansicht des scheibenförmigen Schneid
messers der Fig. 1;
Fig. 4 einen vergrößerten Axialschnitt durch das scheiben
förmige Schneidmesser der Fig. 1;
Fig. 5 das Schneidmesser der Fig. 1, mit einem angrenzenden,
spiral- bzw. schrägverzahnten Stirnrad als Abweisein
richtung;
Fig. 6 das Schneidmesser nach Fig. 3 und 4 mit beidseitigen
Abrißflächen in der gleichen Darstellung wie Fig. 3;
Fig. 7 die Rückansicht auf Fig. 6;
Fig. 8 die Seitenansicht einer anderen, glockenförmigen Aus
führungsform des erfindungsgemäßen Schneidmessers, und
Fig. 9 einen Axialschnitt durch das glockenförmige Schneid
messer der Fig. 8.
In Fig. 1 ist im Aufriß ein Rundschneidmesser bzw. scheibenför
miges Schneidmesser 1 gezeigt, mit einer Mittelachse 2, welches
auf der drehbaren Welle einer Schneideeinrichtung anbringbar
ist.
Das Schneidmesser 1 hat einen Durchmesser von 45 mm und weist
eine freie, flach hohlkegelförmige Stirnfläche 3 auf, die jedoch
nur am Rand des Schneidmessers 1 durchgehend ausgebildet ist und
einen Kegelwinkel von z. B. 170° besitzt. Dementsprechend be
trägt in Fig. 4 der Winkel β z. B. 5° Mittig ist das Schneid
messer 1 ausgebohrt, um einen Wellenstumpfaufzunehmen, der
seinerseits über die Ebene 3 nicht überstehen darf. Eine Mutter
in der in Fig. 1 und 2 linken zentralen Ausdrehung dient der
Befestigung.
Das Schneidmesser 1 weist an seinem Umfang Zähne 10 auf, welche
mit ihren in Drehrichtung weisenden Zahnrücken 9 (siehe Fig. 3)
jeweils eine Schneidkante 11 bilden, welche ihrerseits in der
Fläche 3 liegt.
Die in Fig. 1 und 2 rechte Seite des Schneidmessers 1 steigt
vom Umfang der Stirnfläche 3 ausgehend zur anderen Seite des
Schneidmessers 1 hin kegelförmig mit einem Kegelwinkel von
140° an, so daß in Fig. 4 der Winkel α 20° beträgt. In seinem
mittigen Bereich weist das Schneidmesser 1 auf seiner von der
Stirnfläche 3 abgewandten Seite einen Ansatzstutzen auf.
An das Schneidmesser 1 angrenzend und koaxial zu diesem ist
auf der (nicht gezeigten) Drehwelle ein Scheibenfräser 5 ange
bracht. Der zylindrische Scheibenfräser 5 trägt an seinem Außen
umfang Fräszähne 6.
Der Scheibenfräser 5 liegt unmittelbar am Schneidmesser 1 an
und ist an seiner diesem zugewandten Oberfläche kegelstumpf
förmig ausgespart, so daß seine dem Schneidmesser zugewandten
Kanten der Fräszähne 6 ganz oder nahezu die diesen zugewandten
Flanken der Schneidezähne 10 berühren. Hierbei ist der Außen
umfang des Scheibenfräsers 5 kleiner als jener des Schneide
messers 1, aber größer als der Fußkreis 14 seiner Schneide
zähne 10. Der Fußkreis des Scheibenfräsers 5 ist kleiner als
Jener der Schneidezähne 10.
Die Fräszähne 6 können schräg oder spiralig verlaufen.
In Fig. 2 ist das gleiche Schneidmesser wie in Fig. 1 gezeigt,
jedoch ist der Scheibenfräser 5 ersetzt durch eine Abweisrolle 7.
Diese Abweisrolle weist dieselben Anschluß und Einbaumaße auf
wie der Scheibenfräser 5 der Fig. 1, ist aber an ihrem Umfang
durch eine Hohlkehle 8 ausgezeichnet, die ein solches Innen
profil aufweist, daß bei stetiger Verlängerung des Innenpro
fils der Hohlkehle 8 in Richtung des Schneidmessers 1 die Ver
längerung die Zahnspitzen schneidet.
In Fig. 3 ist das Schneidmesser 1 gezeigt, und zwar jeweils
von der Seite des Scheibenfräsers 5 bzw. der Abweisrolle 7 her
gesehen, auf der auch das Antriebsgerät, z. B. ein Preßluft
motor mit 15 000 Upm, sitzt.
Der dargestellte Scheibenfräser weist einen Durchmesser von
45 mm auf und ist mit 16 Einschliffen 9 versehen, so daß
16 Zähne 10 gebildet sind.
Von diesen Zähnen sind der Einfachheit halber nur zwei darge
stellt.
Die Zahntiefe t beträgt etwa 1,5 mm. Die Drehrichtung des
Schneidmessers 1 ist durch einen Pfeil bezeichnet.
Wie ersichtlich, sind die Zähne 10 sägezahnförmig ausgebildet,
wobei ihr in Drehrichtung weisender Rand allmählich über die
Zahntiefe t zunimmt, etwa kreisbogenförmig ausgebildet ist
und die Schneidekante 11 bildet, welche in der Ebene 3 (Fig. 1)
liegt.
Etwa rechtwinklig zu dieser Schneidkante 11 ist die zweite
Zahnkante 12 angeordnet, welche rasch über die Zahntiefe t ab
fällt und von einer Abweisfläche gebildet ist, die um einen Win
kel von etwa 10° gegenüber der Verbindung zwischen der Mittel
achse 2 und der Spitze des Zahnes 10 geneigt ist. Mit dem An
stieg der Schneidkante 11 nimmt auch die Zahndicke zu, so daß
die Zahndicke dann, wenn ein neuer Zahn in Pfeilrichtung gegen
das Material aufläuft, sehr dünn ist und in gleichbleibendem
Radialabstand zur Mitte 2 in der Dicke zunimmt, so daß bei fort
gesetztem Eindringen der Schneidkante 11 in das Material das
abgeschnittene Material durch die zunehmende Zahndicke zur Seite
gedrückt wird.
Die von den Einschliffen 9 gebildeten Flächen schließen mit der
Stirnfläche 3 (Fig. 1) einen Schneidenwinkel von etwa 20° ein.
Die Oberflächen der Einschliffe 9 und der unmittelbare Bereich
der Schneidkanten 11 ist jeweils feingeschliffen.
Die radiale Erstreckung der Einschliffe 9 beträgt etwa 7 mm.
Der Scheibenfräser 5 weist bevorzugt Zähne auf, welche, wie auch
die Zähne des Schneidmessers 1, an ihrer in Bewegungsrichtung
weisenden Zahnflanke eine allmählich zunehmende Zahntiefe bzw.
Zahnhöhe aufweisen.
Der in Steigung geschliffene Scheibenfräser bzw. Spanbrecher
weist 12 Zähne auf und hat entweder Rechts- oder Linksdrall.
Die Hohlkehle 8 der Abweisrolle 7 weist bevorzugt einen Radius
von etwa 10 mm auf und läuft an ihrer dem Schneidmesser 1 zu
gewandten Seite mit einem Winkel von 20° gegenüber einer Radial
ebene aus.
Der Durchmesser der Abweisrolle bzw. des Scheibenfräsers ist
vorteilhaft 3 bis 5% kleiner als der des Schneidmessers 1.
Die Zahntiefe des Scheibenfräsers 5 beträgt etwa 4,5 mm.
Die genannten Maße sind bevorzugte, in Versuchen erprobte Maße,
welche ausdrücklich vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
darstellen.
Das gezeigte Werkzeug ist trotz seiner hervorragenden Wirkung
mit verhältnismäßig geringem Aufwand herstellbar.
In Fig. 5 ist eine weitere Abweiseinrichtung 17 gezeigt, deren
allgemeiner Aufbau und deren Dimensionierung etwa denen der Ab
weiseinrichtung 5 der Fig. 1 und der Abweiseinrichtung 7 der
Fig. 2 entsprechen.
Wie diese ist auch die Abweiseinrichtung 17 der Fig. 5 einem
Kreiszylinder einbeschreibbar, wobei jedoch anstelle der Fräs
zähne 6 der Abweiseinrichtung 5 der Fig. 1 spiralig bzw. schräg
verlaufende Zähne 18 vorgesehen sind.
In den Außenumfang der der spiral- oder schrägverzahnten Ab
weiseinrichtung 17 ist ein Feingewinde 19 eingeschnitten, das
Spanbrechernuten bildet. Die Tiefe der Spanbrechernuten 19 be
trägt etwa ein Viertel jener der Zähne 18.
An der in Drehrichtung (Pfeil) vorne liegenden Flanke fallen
die Zähne steil zum Zahngrund hin ab, während sie an der rück
wärtigen Flanke verhältnismäßig flach abfallen. Hierbei er
streckt sich die erstgenannte, steilabfallende Zahnbrust bis
zum Außenumfang der Abweiseinrichtung, wobei die rückwärtige
Zahnflanke in eine schräge Anschlifffläche 20 übergeht, welche
an die Zahnschneide angrenzt.
Im übrigen gleicht, was die Hauptabmessungen und die Anbringung
am eigentlichen Schneidmesser angeht, die Abweiseinrichtung 17
der Fig. 5 jenen der Fig. 1 und 2.
Das Feingewinde, das die Spanbrechernuten 19 bildet, weist eine
Teilung von z. B. 1 bis 2 mm auf. Die Abweiseinrichtung 17 trägt
30 schräge Zähne.
Das in Fig. 6 und 7 gezeigte Kreismesser unterscheidet sich vom
Kreismesser nach Fig. 3 nur dadurch, daß außer den die einzel
nen Zähne erzeugenden Einschliffen 9 auf der kegelförmigen Ober
fläche des Messers ähnliche Einschliffe auch auf der hohlkegel
förmigen Oberfläche des Messers, also auf dessen Unterseite
dargestellt sind. In Fig. 7 erkennt man auf der Unterseite des
Messers die entsprechenden Einschliffe 9a. Dadurch, daß derar
tige Einschliffe beim Messer gemäß Fig. 6 und 7 von beiden
Seiten her vorgesehen sind, entsteht auf beiden Seiten des
Messers eine Abrißkante 12 bzw. 12a, die jeweils eine entspre
chende zum nächstfolgenden Zahn führende Abrißfläche bildet.
Bei dieser Ausführung bleiben von der ähnlich wie bei Fig. 4
durch eine Ausdrehung nach innen begrenzten hohlkegelförmigen
Oberfläche nur noch etwa dreieckige Bereiche 13 stehen.
Dadurch, daß bei dem Messer gemäß Fig. 6 und 7 Einschliffe 9
von oben und gleichsinnige Einschliffe 9a von unten vorgesehen
sind, steigt bei dieser Konstruktion, wenn nicht die Neigung
der Einschliffe verändert wird, die schneidende Zahnkante 11
stärker an, als bei der Konstruktion gemäß Fig. 3 und 4.
In Fig. 8 und 9 ist ein glockenförmiges Schneidmesser in Sei
tenansicht bzw. Axialschnitt gezeigt. Die äußere Kontur dieses
Schneidmessers 21 wird von einer sehr steilen Kegelstumpfflä
che 22 gebildet, die am freien, schneidenden Ende des Werkzeugs
beginnt und sich über etwa 15 mm der Axiallänge dieses Werk
zeuges erstreckt. Der Mittelwinkel dieser Kegelstumpffläche
beträgt etwa 20°. Die hintere Kante der Kegelstumpffläche 22
grenzt an einen flach kegeligen Übergang an, der die Verjüngung
des Werkzeuges zu dessen Schaft hin bildet.
Eine innere nahe dem Rand hohlkegelförmige Rotationsfläche 23
ist schüsselartig ausgebildet und schneidet am vorderen Ende
des Werkzeuges die Kegelstumpffläche 22 unter Bildung einer
scharfen Kante.
Aus dieser scharfen Kante sind Schneidkanten 31 herausgear
beitet, und zwar durch einen inneren Anschliff 25, der gegen
über der inneren Rotationsfläche 23 geneigt ist, und einen äußeren
Anschliff 24, der im wesentlichen eine Ebene bildet, die
parallel ist zu einer Tangentialebene an die Kegelstumpffläche
22, wobei diese Tangentialebene aber an einer Stelle gebildet
ist, die, in Drehrichtung gesehen, um einen kleinen Winkelbe
reich vor dem betreffenden Einschliff 24 liegt. Somit ist die
ser Einschliff zur Umfangsrichtung derart geneigt, daß die von
ihm begrenzte Schneidkante 31 mit ihrem vorderen Ende innerhalb
des Umfanges liegt, während das hintere Ende auf dem Umfang
liegt. Dieses hintere Ende liegt, was die Axiallage angeht,
genau auf dem Umfang, während das vordere Ende axial gegenüber
dem hinteren Ende zurückversetzt ist.
Die aufeinanderfolgenden äußeren und inneren Einschliffe sind
zum nachfolgenden Zahn hin um einen äußeren Abriß 12a und
einen inneren Abriß 12b versetzt.
Claims (29)
1. Schneidvorrichtung zum Zuschneiden von Wabenstruktur mit von Lamellen
begrenzten länglichen Hohlräumen aufweisenden Leichtbaukörpern, mit einer
rotierenden Schneideinrichtung, die am Umfang zahnähnliche Schneidelemente mit
jeweils einer flach abfallenden und einer steil abfallenden Kante aufweist, dadurch
gekennzeichnet,
- a) daß die Schneideinrichtung einen einzigen Schneidkörper aufweist, der als ein an sich bekanntes, mit einer scharfen Umfangskante schneidendes, kreisschei benförmiges bis glockenförmiges Schneidmesser (1; 21) ausgebildet ist,
- b) daß die flach abfallenden Kanten der Schneidelemente des Schneidmessers als Schneidkanten (11; 31) ausgebildet sind und in Bewegungsrichtung weisen, und
- c) daß eine vorzugsweise als zylindrischer Scheibenfräser ausgebildete Abweiseinrichtung (5; 7), zum Abdrängen abgeschnittenen Materials, an der von der ebenen oder hohlen Stirnfläche (3) abgewandten Seite des Schneid messers (1) angeordnet ist, deren Außenumfang (5; 7) kleiner ist als jener der Zahnwurzeln des Schneidmessers (1) und/oder 3% bis 5% kleiner als der des Schneidmessers.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die entgegen der
Bewegungsrichtung des Umfangs weisenden Zahnflanken als quer zu den Schneid
kanten (11) angeordnete Abrißflächen (12) ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abrißflächen
(12) etwa in Axialebenen des Messers liegen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Messer etwa 10 bis 30, vorzugsweise 12 bis 20 Zähne besitzt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei
kreisscheibenförmigem Schneidmesser (1) die Schneidkanten (11) auf einer Seite von
einer gemeinsamen Normalebene zur Rotationsachse des Messers oder einer zu dieser
konzentrischen sehr flachen Hohlkegelfläche, oder zu dieser Achse rotationssym
metrischen, sehr flachen Hohlkegelflächen und auf der anderen Seite von etwas
steiler etwa zur Messermitte hin ansteigenden Kegelflächen begrenzt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5; dadurch gekennzeichnet, daß die Abrißflächen (12)
sich nur von der kegelförmig oder von dieser und der eben bis flach hohlkegelförmig
ansteigenden Seite erhebende Stufen sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede
Schneidkante (11) etwa die Form eines Kreisbogens hat, dessen Radius etwa dem
Außenradius des Schneidmessers (1) entspricht und dessen Mittelpunkt gegen den
Mittelpunkt des Schneidmessers versetzt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abrißflächen (12) zur Mitte des Schneidmessers (1) hin verlängert sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anstieg der Schneidkanten (11) gegen einen Kreis um die Messerachse durch die
Schneidkante zwischen 3° und 25°, bevorzugt 10°, beträgt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Winkel zwischen den beiden die Schneidkanten bildenden Flächen in einer
Axialebene gemessen 8° bis 25°, vorzugsweise 12° bis 16° beträgt.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abweiseinrichtung (5, 7) koaxial zum Schneidmesser (1) und auf dessen
Drehwelle gemeinsam mit diesem drehbar angebracht ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abweiseinrichtung als Scheibenfräser (5) ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Scheibenfräser (5)
schrägverlaufende Schneiden aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Scheibenfräser (5) Fräszähne aufweist, deren in Drehrichtung weisende Flanken
allmählich ansteigen.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abweiseinrichtung als Scheibe (7) mit einer glatten, in Umfangsrichtung verlaufenden
Hohlkehle (8) ausgebildet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abweiseinrichtung als schrägverzahntes Stirnrad (17) ausgebildet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Stirnrad (17)
asymmetrische Zähne aufweist, mit in Drehrichtung versetzten, als Schneiden (18)
ausgebildeten Zahnspitzen.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß in die
Zahnspitzen (18) mehrere, nebeneinanderliegende, etwa in Umfangsrichtung des
Stirnrades (17) verlaufende Spanbrechernuten (19) eingebracht sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der
Spanbrechernuten (19) die Höhe der Zahnspitzen (18) nicht übersteigt.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanbrechernuten
(19) als Feingewinde ausgebildet sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Steigung des
Feingewindes bezüglich der Drehrichtung derart angeordnet ist, daß die die
Gewindegänge bildenden Spanbrechernuten (19) bei Drehung des Schneidmessers (1)
von den Schneidkanten (11) weglaufen.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß bei vor
gegebenem Außendurchmesser (D) des Stirnrades (17) die Zahntiefe ca. D/25, die
Zähnezahl ca. 25 bis 50, die Stirnradbreite ca. D/3 und die Steigung der Span
brechernuten (19) ca. D/50 beträgt.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
glockenförmige Schneidmesser (21) als Hohlkörper ausgebildet ist, mit einer
kegelförmigen bis zylindrischen, äußeren Rotationsfläche (23), die beide am Umfang
des Schneidmessers (21) spitzwinklig aufeinander treffen, daß am Umfang der
äußeren Rotationsfläche (22) in diese eine Reihe äußerer Einschliffe (24) und diesen
jeweils gegenüberliegend in die innere Rotationsfläche (23) innere Einschliffe (25)
eingebracht sind, und daß die zusammengehörigen Einschliffe (24, 25) derart
zueinander und zum Umfang hin geneigt sind, daß sie entgegen der Drehrichtung
axial ansteigende Schneidkanten (31) bilden.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Einschliffe
(24) im wesentlichen eben sind und zu einer Axial- oder Tangentialebene an die
äußere Rotationsfläche (22) parallel sind.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schneidkanten (31) mit ihrem in Drehrichtung weisenden Ende innerhalb des und mit
ihrem anderen Ende auf dem Umfang liegen.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die
äußere Rotationsfläche (22) ein Kegel mit einem Mittelwinkel von ca. 20° ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß sich
die äußeren Einschliffe (24) über die gesamte axiale Lange der äußeren Rotations
fläche (22) erstrecken.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß der
von der inneren Rotationsfläche (23) begrenzte Hohlraum etwa die gleiche axiale
Länge aufweist wie die äußere Rotationsfläche (22).
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Länge ca.
1/5 des Durchmessers des Schneidmessers (21) am Umfang gemessen, beträgt.
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Family Applications (1)
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