DE3334318C2 - - Google Patents
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- Devices That Are Associated With Refrigeration Equipment (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kühltheke für
Lebensmittel gemäß dem Oberbegriff des Patentan
spruchs 1. Eine derartige Kühltheke ist aus den
DE-OSn 31 05 886 und 25 05 390 bekannt.
Die aus der DE-OS 31 05 886 bekannte Kühltheke für
Lebensmittel ist nach hinten zu offen, um ein ungehin
dertes Hineingreifen des Bedienpersonals zu ermög
lichen. Kurz vor oder nach Geschäftsschluß wird die
Kühltheke ausgeräumt und das Kühlgut in Kühlräume
transportiert, wo während der Nachtstunden eine bessere
Kühlung des Kühlgutes erfolgt. Der gleiche umständ
liche, zeitraubende Vorgang erfolgt in umgekehrter
Richtung morgens vor Geschäftsbeginn. Für Kunden, die
kurz vor Geschäftsschluß noch einkaufen wollen, ist es
mißvergnüglich, eine halb ausgeräumte oder leere Kühl
theke anzutreffen. Ferner leiden infolge der Unter
brechung der Kühlung während des Transportes des Kühl
guts zu und von den Kühlräumen sowie infolge der dabei
unvermeidlichen Manipulationen das Aussehen und die
Frische vorallem von Fleisch und Wurst.
Aus der DE-OS 25 05 390 ist es bereits bekannt, in die
Kühltheke eine nach unten offene Haube als Reserve
kühlfach einzusetzen, wobei der am Boden der Kühltheke
eintretende Kühlluftstrom teilweise oder vollständig
in das Reservekühlfach gelenkt wird, je nach dem, wie
weit die Haube nach vorne geschoben wird. Die Haube
besteht aus einer vorderen Stirnwand mit etwa der
selben Neigung wie die kundenseitige Frontscheibe der
Kühltheke, einer etwa horizontalen Deckfläche zum zu
sätzlichen Abstellen von Waren, einer hinteren, als
Klappe ausgebildeten Stirnwand sowie zwei Seitenwänden.
Mit Hilfe dieses Reservekühlfaches läßt sich in ver
kaufsfreien Zeiten das zu kühlende Volumen innerhalb
der Kühltheke verringern, wobei die zu kühlende Ware
aus dem übrigen Teil der Kühltheke in das Reservekühl
fach umgeräumt werden muß. Dieses Umräumen ist jedoch
ebenfalls umständlich und im übrigen nur dann sinnvoll,
wenn in der Kühltheke nur soviel Ware ausgestellt ist,
wie in das Reservekühlfach hineingeht.
Die Aufgabe der Erfindung besteht demgegenüber darin,
eine Kühltheke der eingangs erwähnten Art dahingehend
zu verbessern, daß jedes Umräumen der Kühltheke über
flüssig wird, und zwar unabhängig davon, wieviel Ware
in der Kühltheke ausgestellt ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kenn
zeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
erfindungsgemäßen Kühltheke ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Mit Hilfe der Erfindung läßt sich jede vorhandene
Kühltheke mit dem darin befindlichen Kühlgut zu einem
geschlossenen bzw. quasi-geschlossenen Kühlraum umge
stalten, der die gleiche Kühlqualität wie eine große Kühlhalle
bzw. ein großes Kühlhaus liefert. Diese Umgestaltung
läßt sich auch bei langen Kühltheken durch Einsetzen
mehrerer erfindungsgemäß ausgebildeter Abdeckungen in
die Auslage der Kühltheke mit wenigen Handgriffen vor
nehmen, wobei sich eine Deckleiste am Ende einer Ab
deckung im eingesetzten Zustand über das angrenzende
Ende der benachbarten Abdeckung legt und damit eine
unterbrechungsfreie Umhüllung des in der Auslage befind
lichen Kühlgutes gewährleistet. Auf diese Weise ent
fällt das Ausräumen der Auslage mit den damit verbunde
nen Mißlichkeiten für die Kundschaft sowie der hier
für erforderliche Arbeits- und Zeitaufwand für das
Bedienpersonal ersatzlos. Gleiches gilt für den Wegfall
des Einräumens der Auslage, da am Morgen vor Geschäfts
beginn lediglich die Abdeckungen entfernt zu werden
brauchen. Es hat sich an Hand durchgeführter Versuche
gezeigt, daß die Frische und das Aussehen von Fleisch
waren, Wurst und Käse bei Verwendung der erfindungsge
mäß ausgebildeten Abdeckung weitaus besser ist als bei
Anwendung der bisherigen Methode des Ausräumens,
Zwischenlagerns in Kühlhäusern und Einräumens.
Zur leichten Handhabung der erfindungsgemäß ausgebilde
ten Abdeckungen ist jede Abdeckung an ihrer Oberseite
mit wenigstens einem, vorzugsweise zwei Traggriffen
versehen.
Zweckmäßigerweise erhält jede Abdeckung eine
solche Abmessung in Querrichtung, daß nach deren
Einsetzen in die Auslage der Kühltheke der eine
Schenkel der Abdeckung etwa in horizontaler Rich
tung und der andere Schenkel der Abdeckung etwa
parallel zu der Frontscheibe der Kühltheke ver
läuft.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines
Ausführungsbeispiels
in den Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines
Ausschnitts aus einer bekannten
Kühltheke für Fleischwaren und
Wurst,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Kühltheke
nach Fig. 1 in Querrichtung, wobei
im Unterschied zu Fig. 1 eine
Abdeckung in die Auslage
der Kühltheke eingesetzt ist, und
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung zweier
angrenzender Abdeckungen gemäß der Er
findung.
Die in Fig. 1 perspektivisch an Hand eines
Ausschnittes dargestellte Kühltheke 1 weist
einen Oberbau 2 und einen Unterbau 3 auf.
Beispielsweise ist der Unterbau 3 als ein vom
Oberbau und dessen Kühleinrichtungen unab
hängiger Kühlschrank mit eigenem Kühlaggregat
ausgebildet und weist nicht dargestellte Schub
laden auf, die von der Rückseite der Kühltheke
zugänglich sind. Der Oberbau 2 enthält die
beiden eigentlichen Funktionen der Kühltheke,
nämlich Präsentation der Ware für die Kunden
bei gleichzeitiger Kühlung derselben sowie
Verkauf der präsentierten Ware vor den Augen
der Kunden. Der Warenpräsentation dient eine
schräggestellte, tief nach unten gezogene
Frontscheibe 24 zum Hauchschutz des in der Aus
lage 1 a ( Fig. 2 ) befindlichen Kühlgutes 1 b,
im dargestellten Beispielsfall von Fig. 1 ein
Rohschinken. Dem Verkaufszweck dient eine Arbeits
platte 21 auf der Rückseite der Theke 1, die
gegenüber der Auslage 1 a nach oben gezogen ist,
so daß das hinter der Kühltheke 1 auf einem erhöhten
Podest stehende Verkaufspersonal möglichst bequem
in die nach hinten zu offene und daher frei zugäng
liche Auslage 1 a greifen kann. Das dargestellte
Ausführungsbeispiel der Kühltheke 1 weist ferner
eine Zahlplatte (auch Zahlstreifen genannt) 23
auf, welche die höchste Stelle der Kühltheke 1
einnimmt und zur Auflage des Zahlgeldes oder
von Warenständern und dergleichen dient. Es sei
jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß diese
Thekenform nur beipielhaft ist und daß sich die
nachfolgend erläuterte Erfindung auf jede andere
Thekenform anwenden läßt, beipielsweise auch auf
Kühltheken, bei denen die Frontscheibe 24 unter
Wegfall der Zahlplatte 23 am oberen Ende zur Theken-
Rückseite hin umgebogen ist (sogenannte "Rundglas
theke").
Zur Reinigung der Frontscheibe 24 ist dieselbe im
dargestellten Beispielsfall an Scharnieren 25 be
festigt, die ihrerseits jeweils an einem zugeord
neten Tragholm 22 im Bereich unterhalb der Zahl
platte 23 gelagert sind. Die Tragholme 22 (von
denen in Fig. 1 nur ein Tragholm dargestellt ist)
erstrecken sich von der nach oben gezogenen Rück
wand des Oberbaus 2 schräg nach oben in Richtung
Frontscheibe 24.
Zur Kühlung des in der Auslage 1 a befindlichen
Kühlgutes 1 b ist im Oberbau 2 unterhalb der
Arbeitsplatte 21 ein Kühlaggregat 27 angeordnet
(Fig. 2), das beispielsweise aus der Auslage
Luft ansaugt, kühlt und über Kühlluftlamellen 26,
welche die Auslage 1 a nach hinten zu abschließen,
der Auslage 1 a zuführt. Anstelle einer solchen
Umluftkühlung kann auch jede andere Art von Kühl
system, beispielsweise eine "stille" Kühlung,
bei welcher die Kühlluftlamellen 26 durch einen
Verdampfer ersetzt sind, vorgesehen werden, da
die Art der Kühlung für die Anwendung der nachfol
gend erläuterten Erfindung ohne Belang ist.
Die in Fig. 2 im Schnitt und in Fig. 3 per
spektivisch dargestellte
Abdeckung 30 ist mit Hilfe eines
oder mehrerer Handgriffe 31 in die Auslage 1 a
von der Rückseite der Kühltheke 1 her einsetz
bar. Die Abdeckung 30 besteht aus einer
Sandwich-Konstruktion mit einer oberen Metall
schicht 32, einer unteren Metallschicht 34 und
einer dazwischengelegten Thermoisolationsschicht
33 (Fig. 3). Die allseitig von den Metall
schichten 32, 34 umschlossene Thermoisolations
schicht 33 ist entweder vorgeformt, um anschließend
mit den Metallschichten 32, 34 verklebt oder ander
weitig verbunden zu werden, oder sie wird in den
Hohlraum zwischen den vorgeformten Metallschichten
32, 34 eingeschäumt. Die Thermoisolationsschicht 33
besteht aus einem Material hoher Wärmedämmung,
guter Steifigkeit und mechanischer Festigkeit, wofür
beispielsweise geschäumtes Polyurethan, unter Um
ständen geschäumtes Polystyrol und andere Schaum
werkstoffe in Betracht kommen. Je besser die
mechanische Festigkeit des Schaumwerkstoffes ist,
desto dünner und damit leichter können die Metall
schichten gewählt werden. Die vorzugsweise aus
Edelstahl bestehenden Metallschichten gewährleisten
die für Nahrungsmittel erforderliche Hygiene.
Anstelle von Metallschichten 32, 34 kommen indessen
auch Kunststoffschichten in Betracht, sofern diese
in ihren hygienischen Eigenschaften mit Metallschich
ten vergleichbar sind.
Die Abdeckung 30 weist ein etwa L-förmiges Quer
schnittsprofil auf, wobei der Winkel zwischen den
beiden Schenkeln des Querschnittsprofils größer als
90° ist und etwa der Neigung der Frontscheibe 24
der Kühltheke 1 (Fig. 1) entspricht, wie aus
der Schnittdarstellung in Fig. 2 ersichtlich ist.
Dabei kommt im eingesetzten Zustand der Abdeckung 30
deren einer Schenkel etwa in horizontaler Lage zu
liegen, wobei sich dieser Schenkel an seinem freien
Ende auf der Arbeitsplatte 21 abstützt (Fig. 2).
Anstelle der Arbeitsplatte 21 als Auflage für den
waagrechten Schenkel der Abdeckung 30 kommt ebenso
gut auch jeder andere geeignete Vorsprung am rück
seitigen Ende der Auslage 1 a in Betracht. Der
andere, etwa parallel zur Frontscheibe 24 verlau
fende Schenkel der Abdeckung 30 stützt sich an
seinem freien Ende auf dem Boden der Auslage 1 a
bzw. - falls vorhanden - an einem nach oben stehen
den Randwulst am frontseitigen Ende der Auslage 1 a
ab, wie dies in Fig. 2 angedeutet ist. Die Längen
der Schenkel werden entsprechend den jeweiligen
baulichen Gegebenheiten der abzudeckenden Auslage
1 a bestimmt.
In Längsrichtung wird der Platz zwischen zwei
benachbarten Tragholmen 22 (Fig. 2 und 3)
mit vorzugsweise zwei Abdeckungen 30 a, 30 b (Fig. 3)
abgedeckt, deren Längenabmessungen so gewählt sind,
daß zwischen ihnen noch eine ausreichende Lücke 36
verbleibt, um die beiden Abdeckungen 30 a, 30 b
bequem in die Auslage 1 a zwischen die beiden Trag
holme 22 einsetzen zu können. Um Kühlverluste in
folge der Lücke 36 zu vermeiden, ist die eine Ab
deckung 30 a an ihrem, der anderen Abdeckung 30 b
zugewandten Ende mit einer Deckleiste 35 aus
Kunststoffmaterial versehen, die dem Querschnitts
profil der Abdeckung 30 a folgt und wie ein Flügel
über das betreffende Ende der Abdeckung 30 a vor
steht. Im eingesetzten Zustand beider Abdeckungen
30 a, 30 b (Fig. 3) legt sich die Deckleiste 35
überlappend über das Ende der Abdeckung 30 b und
dichtet somit die Lücke 36 thermisch ab.
Wie aus der Zusammenschau der Fig. 1 bis 3
erkennbar ist, bildet die Abdeckung 30 (bzw. die
aneinandergereihten Abdeckungen 30 a, 30 b) zu
sammen mit dem Boden und der Rückwand der Auslage
1 a einen geschlossenen Kühlraum, der unbehindert
durch die Abdeckung 30 mit dem Kühlaggregat 27
thermisch verbunden bleibt und in welchem das
Kühlgut 1 b auch während der Nachstunden verblei
ben kann, da bei eingesetzter Abdeckung 30 die
Kühlwirkung des Kühlaggregates 27 wesentlich
besser ist als bei nach hinten zu offener Kühl
theke 1. Das Kühlgut 1 b braucht damit nicht mehr
aus- und eingeräumt zu werden, was neben der
Arbeits- und Zeitersparnis auch zu einer längeren
Haltbarkeit, einem besseren Aussehen und einer
größeren Frische des Kühlgutes 1 b führt, da keine
Manipulation und kein, die Kühlkette unterbrechender
Transport von der Kühltheke zu einem Kühlhaus und
umgekehrt erfolgt.
Claims (3)
1. Kühltheke für Lebensmittel, insbesondere
Fleischwaren mit einer in die Auslage der
Kühltheke ohne Behinderung der Kühlfunktion
einsetzbaren, das Kühlgut nach oben und nach
vorne zu umschließenden Abdeckung,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ein etwa L-förmiges Querschnittsprofil
aufweisende Abdeckung (30) in verwindungsstei
fer Sandwich-Bauweise mit außenseitigen Metall
schichten (32, 34) und dazwischenliegender
Thermoisolationsschicht (33) ausgebildet ist
und eine solche Bemessung ihrer Länge aufweist,
daß zwischen zwei benachbarten Tragholmen (22)
der Kühltheke (1) zwei identisch ausgebildete
Abdeckungen (30 a, 30 b) unter ausreichendem
Spiel (Lücke 36) passen, wobei zur Überdeckung
der Lücke (36) die eine der beiden Abdeckungen
(30 a, 30 b) im Bereich ihres einen längsseitigen
Endes mit einer ihrem Querschnittsprofil folgen
den Deckleiste (35) aus Kunststoffmaterial ver
sehen ist.
2. Kühltheke für Lebensmittel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Abdeckung (30) an ihrer Oberseite
(Metallschicht (32) ) mit wenigstens einem
Traggriff (31) versehen ist.
3. Kühltheke für Lebensmittel nach Anspruch 1
oder 2, gekennzeichnet
durch eine solche Bemessung jeder Ab
deckung (30) in Querrichtung, daß nach deren
Einsetzen in die Auslage (1 a) der Kühltheke (1)
der eine Schenkel der Abdeckung (30) etwa in
horizontaler Richtung und der andere Schenkel
der Abdeckung (30) etwa parallel zu einer
Frontscheibe (24) der Kühltheke (1) verläuft.
Priority Applications (1)
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10025092A1 (de) * | 2000-05-20 | 2001-11-22 | Linde Ag | Kühltheke mit einer Abdeckung und Verfahren zum Betreiben einer Kühltheke |
| EP2708162A1 (de) * | 2012-09-14 | 2014-03-19 | Aichinger GmbH | Umluftkühltheke und Verfahren zum Betrieb einer Umluftkühltheke |
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| DE3105886C2 (de) * | 1981-02-18 | 1985-03-28 | Allgemeine Kühlmöbelbau GmbH & Co KG, 8904 Friedberg | Verkaufstheke |
-
1983
- 1983-09-22 DE DE19833334318 patent/DE3334318A1/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3334318A1 (de) | 1985-04-11 |
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