DE3336013C2 - Doppeltransportband zum kontinuierlichen Herstellen von mit Deckschichten kaschierten, in situ geschäumten Schaumstoffbahnen aus einem fließfähigen Reaktionsgemisch - Google Patents

Doppeltransportband zum kontinuierlichen Herstellen von mit Deckschichten kaschierten, in situ geschäumten Schaumstoffbahnen aus einem fließfähigen Reaktionsgemisch

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    • B65G23/16—Endless driving elements extending parallel to belt or chain with dogs engaging abutments on belts or chains
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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Abstract

Bei einem Doppeltransportband zum kontinuierlichen Herstellen von mit Deckschichten kaschierten, in situ geschäumten Schaumstoffbahnen aus einem fließfähigen Reaktionsgemisch wird der Polygoneffekt dadurch vermieden, daß den Plattenbändern (1, 2) auch in den Umlenkbereichen (9) anstelle von Umlenkrädern Führungsschienen (8) zugeordnet sind und daß der Antrieb der Plattenbänder (1, 2) mittels umlaufender Zugelemente (13) erfolgt, deren Mitnehmer (18) an den Plattenbändern (1, 2) zugeordneten Anschlägen (7) nur in den Geradführungsabschnitten (11) der Plattenbänder (1, 2) angreifen.

Description

Die Erfindung betrifft ein Doppeltransportband zum kontinuierlichen Herstellen von mit Deckschichten kaschierten, in situ geschäumten Schaumstoffbahnen aus einem fließfähigen Reaktionsgemisch, bestehend aus einem endlosen unteren Plattenband und einem endlosen Gberen Plattenband, denen Führungsschienen zugeordnet sind, wobei die Plattenbänder zwischen sich einen Schäumraum begrenzen, einen gemeinsamen Antriebsmotor besitzen und mit gleicher Geschwindigkeit umlauf en <DE-AS 20 18 199).
ίο Doppeltransportbänder der eingangs beschriebenen Art sind bisher in der Weise aufgebaut, daß die Plattenbänder über die an der Ausstoßseite befindlichen Umlenkräder angetrieben werden. Der Antrieb des oberen Plattenbandes erfolgt dabei zwecks Synchronlaufs über einen mit dem Antrieb des unteren Plattenbandes gekoppelten Kardantrieb oder einer äquivalenten, schlupffreien Kraftübertragung. Da man die einzelnen Platten der Plattenbänder sowohl aus Kostengründen als auch aus Stabilitätsgründen nicht beliebig schmal machen kann, ergibt sich aufgrund der polygonartig ausgebildeten Umlenkräder der sogenannte »Polygoneffekt«. Er hat eine pulsierende Transportgeschwindigkeit der Plattenbänder zur Folge, welche umso größer ist, je größer die Breite der Platten ist. Außerdem tritt ein periodisches Heben und Senken der einzelnen Platten auf.
Man hat versucht, den Polygoneffekt auf verschiedene Weise zu eliminieren bzw. in nicht störenden Grenzen zu halten.
Einer möglichen Vergrößerung des Durchmessers der Umlenkräder steht die damit verbundene größere, meist unzumutbare Bauhöhe des Doppeltransportbandes entgegen. Die alternative Möglichkeit, schmälere Platten vorzusehen, wurde schon aus weiter vorstehend genannten Gründen verworfen.
Man hat auch schon vorgeschlagen (DE-OS 30 18 357), den Polygoneffekt durch elektrische Maßnahmen zu beseitigen. Hierzu ist ein erheblicher Aufwand an Funktionsgebern und elektrischen Regelkreisen mit Soll-/Istwert-Vergleich erforderlich.
Gemäß einem weiteren Vorschlag (DE-PS 30 31 130) hat man ein Plattenband-Umlenkrad mit einem Polygon-Kettenrad gleicher Eckenzahl drehfest verbunden, welches über eine feinzahnige Kette mit gleichförmiger Drehzahl angetrieben wird. Durch entsprechende Versetzung der Ecken der beiden Räder zueinander wird eine teilweise Kompensation des Polygoneffektes erzielt.
Mit beiden Maßnahmen lassen sich zwar die Geschwindigkeitsschwankungen herabsetzen, nicht jedoch das Heben und Senken der Platten in ausreichender Weise vermeiden.
Schließlich beruht ein weiterer Vorschlag (DE-AS 20 18 199) darauf, die Laufschienen für die Plattenbänder bis in den Bewegungs- oder Umlaufbereich der Umlenkkettenräder hineinzuziehen und so auch im Übergangsbereich für eine Führung durch die Laufschienen zu sorgen. Damit wird zwar das Heben und Senken der Platten vermieden, nicht aber der eigentliche Polygoneffekt.
Es besteht die Aufgabe, den Polygoneffekt zu eliminieren bzw. seine Auswirkungen dahingehend zu verringern, daß sowohl die pulsierende Geschwindigkeit der Plattenbänder als auch das Heben und Senken der Platten weitestgehend vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß den Plattenbändern auch in ihren gesamten Umlenkungsbereichen Führungsschienen zugeordnet sind und
für die Kraftübertragung vom Antriebsmotor auf die Plattenbänder über Umlenkräder umlaufende, endlose, mit Mitnehmern versehene Zugelemente vorgesehen sind, wobei diese Mitnehmer nur im Bereich der zum Schäumraum gelegenen Geradführungsabschnitte der P'attenbänder an den Plattenbändern zugeordneten Anschlägen angreifen.
Dadurch wird erreicht, daß das Antreiben und das Umlenken der Plattenbänder voneinander entkoppelt sind. Die endlosen Zugelemente lassen sich so gestalten, daß sie selbst praktisch keinen Polygoneffekt zeigen. Dabei ist an jeder Platte bzw. jeder η-ten Platte ein Anschlag angeordnet, dem jeweils ein Mitnehmer des Zugelementes zugeordnet ist Es versteht sich, daß mindestens ein Mitnehmer immer voll an einem Anschlag je Plattenband im Eingriff sein muß, um eine gleichförmige Geschwindigkeit zu gewährleisten. Durch die Führung der Plattenbänder über den gesamten Umlenkbereich auf Führungsschienen kann auf Umlenkrä^er völlig verzichtet werden, wodurch die gleichförmige Vorschubgeschwindigkeit der Plattenbänder sichergestellt ist Es versteht sich, daß der Eingriff der Mitnehmer nur über einen kurzen Bereich der Geradführungsabschnitte zu erfolgen braucht Man legt diesen Eingriffsbereich am günstigsten kurz vor die ausstoßseitigen Umlenkungsbereiche der Plattenbänder.
Vorzugsweise sind die Mitnehmer auf an den Zugelementen befestigten Kippkloben angeordnet, welche im Eingriffsbereich der Mitnehmer auf Stützschienen geführt sind und außerhalb der Stützschienen eine Kippstellung einnehmen, in welcher die Mitnehmer außer Eingriff sind.
Auf diese Weise wird sichergestellt, daß die Mitnehmer schlagartig außer Eingriff kommen, so daß keine uiierwünschten Einflüsse möglich sind.
Für die Gestaltung der Zugelemente bieten sich verschiedene Möglichkeiten an: Sie bestehen aus Ketten geringer Teilung, Zahnriemen, schlupffrei geführten Seilen oder Bändern.
Ein gewisser Polygoneffekt tritt dabei nur bei der Verwendung von Ketten auf. Man kann aber derart feingliedrige Ketten verwenden, daß sich der Polygoneffekt praktisch nicht bemerkbar macht.
Vorzugsweise besitzen die Umlenkräder für die Zugelemente einen kleineren Radius, als der Radius der Führungsschienen in den Umlenkungsbereichen der Plattenbänder beträgt
Diese Ausbildung hat den besonderen Vorteil eines geringeren Drehmomentes, so daß unter anderem der vom unteren Plattenband zum oberen Plattenband führende Antrieb für das Umlenkrad des Zugelementes für das Oberband deutlich geringer dimensioniert werden kann.
Nach einer weiteren besonderen Ausführungsform sind die Umlenkräder und Zugelemente jeweils in den freien Räumen zwischen Obertrum und Untertrum der Plattenbänder angeordnet.
Handelt es sich um ein nicht zu großes Doppeltransportband, so genügt eventuell sogar jeweils für Oberband und Unterband die Anordnung eines einzigen Zugelementes in der Längachse. Bei größeren Doppeltransportbändern empfiehlt sich die parallele Anordnung zweier Zugelemente symmetrisch zur Längsachse. Die Anschläge für den Eingriff der Mitnehmer sind dabei in vorteilhafter Weise an den die einzelnen Platten tragenden Ketten anzuordnen.
Eine andere besondere Aasführungsform ist gekennzeichnet durch ein zumindest an einer Längsseite angeordnetes Zugelement mit Umlenkrädern. Dadurch wird dieses Antriebssystem besser zugänglich, benötigt aber mehr Platz und behindert den seitlichen Zugang zum Schäumraum.
Eine Weiterbildung dieser Ausführungsform besteht darin, daß an mindestens einer Längsseite ein Zugelement gleichzeitig für beide Plattenbänder vorgesehen ist und die Mitnehmer dementsprechend paarweise angeordnet sind.
ίο Bei dieser Ausführungsform sind die Umlenkräder am günstigsten horizontal anzuordnen. Man spart dabei ein weiteres Zugelement nebst Umlenkrädern ein und außerdem den Kraftübertragungstrieb zu dem Oberband zugeordneten Umlenkrad. Allerdings ist ein erheblicher Platzbedarf neben dem eigentlichen Doppeltransportband für diese Ausführungsform des Antriebes erforderlich.
In der Zeichnung ist das Doppeltransportband gemäß der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel rein schematisch in der Seitenansicht im Abriß dargestellt Dabei sind alle an sich selbstverständlichen Teile, wie Rahmen, Stützen u. dgl., der besseren Übersichtlichkeit halber weggelassen.
Das Doppeltransportband besteht aus einem unteren Plattenband 1 und einem oberen Plattenband 2. Die beiden Plattenbänder 1, 2 sind in gleicher Weise aus Platten 3 zusammengesetzt, welche auf zwei Tragketten 4 (hintereinanderliegend) befestigt sind. Jeder Platte 3 ist ein Kettenglied 5 mit Rollen 6 zugeordnet. Jede zweite Rolle 6 ist breiter ausgeführt und dient gleichzeitig als Anschlag 7. Die Tragketten 4 laufen auf Führungsschienen 8, welche sich endlos — also auch durch die Umlenkbereiche 9 — erstrecken. Die beiden Plattenbänder 1, 2 begrenzen zwischen ihren Geradführungsabschnitten 10 einen Schäumraum 11. Sowohl dem unteren Plattenband 1 als auch dem oberen Plattenband 2 sind gleichartige, jedoch im wesentlichen spiegelbildlich arbeitende Antriebssysteme 12 zugeordnet. Sie bestehen im einzelnen aus je zwei Zugelementen 13 (hintereinanderliegend) aus Ketten mit geringer Teilung, welche über Umlenkräder 14,15 umlaufen. Dem Umlenkrad 14 des unteren Plattenbandes 1 ist ein Antriebsmotor 16 zugeordnet. Der Antrieb des Umlenkrades 14 des oberen Plattenbandes 2 erfolgt vom unteren Umlenkrad 14 über einen Ketten- und Zahnradtrieb 17. (Diese Ausführungsform — anstelle eines Kardantriebes — wurde lediglich wegen der deutlicheren zeichnerischen Darstellbarkeit gewählt)
Eine der halben Anzahl der Platten 3 bzw. der Anzahl der Anschläge 7 jedes Plattenbandes 1,2 entsprechende Anzahl von Mitnehmern 18 sind auf an dem Zugelement 13 befestigten Kippkloben 19 angeordnet. Sie sind auf Achsen 20 an den Zugelementen 13 gelagert und sind so bemessen, daß sie durch Schwerkraft abkippen, sobald sie außerhalb des Bereiches von zugeordneten Stützschienen 21 gelangen. Die Länge der Stützschienen 21 ist derart bemessen, daß immer mindestens zwei Mitnehmer 18 an den Anschlägen 7 angreifen, so daß ein gleichförmiger Vorschub der Plattenbänder 1, 2 gewährleistet ist. Die abgekippten Kippkloben 19 laufen mit den Zugelementen 13 um und werden beim erneuten Auflauf auf die Stützschienen 21 wieder in Eingriffstellung gebracht, so daß der jeweilige Mitnehmer 18 an den zugeordneten Anschlag 7 angreift.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Doppeltransportband zum kontinuierlichen Herstellen von mit Deckschichten kaschierten, in situ geschäumten Schaumstoffbahnen aus einem fließfähigen Reaktionsgemisch, bestehend aus einem endlosen unteren Plattenband (1) und einem endlosen oberen Plattenband (2), denen Führungsschienen (8) zugeordnet sind, wobei die Plattenbänder (1, 2) zwischen sich einen Schäumraum (11) begrenzen, einen gemeinsamen Antriebsmotor (16) besitzen und mit gleicher Geschwindigkeit umlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß den Plattenbändern (1, 2) auch in ihren gesamten Umlenkungsbereichen (9) Führungsschienen (8) zugeordnet sind und für die Kraftübertragung vom Antriebsmotor (16) auf die Planenbänder (1, 2) über Umlenkräder (14,15) umlaufende, endlose, mit Mitnehmern (18) versehene Zugelemente (13) vorgesehen sind, wobei diese Mitnehmer (18) nur im Bereich der zum Schäumraum (11) gelegenen Geradführungsabschnitte (10) der Plattenbänder (1, 2) an, den Plattenbändern (1, 2) zugeordneten Anschlägen (7) angreifen.
2. Doppeltransportband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (18) auf an den Zugelementen (13) befestigten Kippkloben (19) angeordnet sind, welche im Eingriffsbereich der Mitnehmer (18) auf Stützschienen (21) geführt sind und außerhalb der Stützschienen (21) eine Kippstellung einnehmen, in welcher die Mitnehmer (18) außer Eingriff sind.
3. Doppeltransportband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugelemente (13) aus Ketten geringer Teilung bestehen.
4. Doppeltransportband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugelemente (13) aus Zahnriemen bestehen.
5. Doppeltransportband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugelemente (13) aus schlupffrei geführten Stellen bzw. Bändern bestehen.
6. Doppeltransportband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkräder (14, 15) für die Zugelemente (13) einen kleinen Radius besitzen, als der Radius der Führungsschienen (8) in den Umlenkungsbereichen (9) der Plattenbänder (1,2) beträgt.
7. Doppeltransportband nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkräder (14,15) und Zugelemente (13) jeweils zwischen Obertrum und Untertrum der Plattenbänder (1,2) angeordnet sind.
8. Doppeltransportband nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein zumindest an einer Längsseite angeordnetes Zugelement (134) mit Umlenkrädern (14,15).
9. Doppeltransportband nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens einer Längsseite ein Zugelement (13) gleichzeitig für beide Plattenbänder (1,2) vorgesehen ist und die Mitnehmer (18) dementsprechend paarweise angeordnet sind.
DE3336013A 1983-10-04 1983-10-04 Doppeltransportband zum kontinuierlichen Herstellen von mit Deckschichten kaschierten, in situ geschäumten Schaumstoffbahnen aus einem fließfähigen Reaktionsgemisch Expired DE3336013C2 (de)

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