DE3336679C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Anzeigegeräte werden in erster Linie benötigt bei Fahrzeugen, beispielsweise
Flugzeugen, Schiffen oder Unterseebooten.
Bei zahlreichen Fahrzeugen ist es notwendig, gleichzeitig die Werte einer Anzahl
von Eingangsveränderlichen anzuzeigen. Dies wird üblicherweise dadurch erreicht,
daß für jede Eingangsveränderliche ein an diese Eingangsveränderliche angepaßtes
Anzeigegerät verwendet wird. Jedes Anzeigegerät muß die Art der Eingangsveränderlichen
anzeigen, weist eine bestimmte Anzeigeart auf und umfaßt üblicherweise eine
angepaßte Prozeßeinheit, welche von der Eingangsveränderlichen ein Signal ableitet,
das geeignet ist, die Anzeigevorrichtung des entsprechenden Anzeigegeräts anzusteuern. Hieraus ergibt
sich, daß die verschiedenen Anzeigegeräte sich voneinander unterscheiden.
Im Artikel "Halbleiter-Anzeigesysteme für Kraftfahrzeuge", veröffentlicht in ATZ
Automobiltechnische Zeitschrift, 77 (1975) 7/8, Seiten218-222 von W. W. Bischoff
wird eine Anzeigevorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben, welche für jede Eingangsveränderliche
ein eigenes Anzeigegerät aufweist. Dieses Anzeigesystem ist zur Verwendung
in Kraftfahrzeugen, also Personenkraftwagen oder Lastkraftwagen, vorgesehen.
Es finden sich demzufolge Anzeigen für Geschwindigkeit, Drehzahl, eingelegte
Fahrstufe, Tankfüllung, usw. Angezeigt wird sowohl der Wert der Eingangsveränderlichen
als auch deren Maßeinheit, wobei Wert und Maßeinheit in einem gemeinsamen
Anzeigebereich angezeigt werden. Während es bei Kraftfahrzeugen aufgrund
der schnellen Instandsetzungsmöglichkeit tolerierbar ist, daß einzelne Anzeigegeräte
ausfallen, muß nicht für jedes Anzeigegerät ein Ersatzgerät mitgeführt werden.
Anders verhält es sich beispielsweise bei Flugzeugen, Schiffen oder Unterseebooten.
Dort ist es unvermeidlich, zum Ersatz ausgefallener Anzeigegeräte Ersatzgeräte
vorrätig zu halten. Dies führt dazu, daß jeweils Anzeigegeräte für die verschiedenen
Eingangsveränderlichen vorrätig gehalten werden müssen, was mit relativ hohen
Kosten verbunden ist und weiterhin zu einer Vergrößerung des Gewichts und des
Lagerraums beiträgt.
Es besteht die Aufgabe, eine Anzeigevorrichtung der eingangs genannten Art so
auszubilden, daß sie zur Anzeige einer Vielzahl von Eingangsveränderlichen geeignet
ist und daß dabei automatisch jeweils die Art der jeweiligen Eingangsveränderlichen
angezeigt wird, ohne daß dabei ein Eingriff in die Anzeigevorrichtung erforderlich
ist.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
Die richtige Anzeige bei der Anzeigevorrichtung wird automatisch dadurch erreicht,
daß das zweite der Signalquelle zugeordnete und kodierte Teil mit dem ersten der
Anzeigevorrichtung zugeordneten Teil verbunden wird.
Ein Ausführungsbeispiel, das eine Anzeigevorrichtung bei einem
Unterseeboot betrifft, wird nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht auf die Anzeigevorrichtung;
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht der Anzeigevorrichtung
nach Fig. 1;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines beim
Gerät verwendeten Verbindungssteckers;
Fig. 4 eine rückseitige Ansicht auf dem Verbindungsstecker
nach Fig. 3 und
Fig. 5 die Verwendung mehrerer Anzeigevorrichtungen
bei einem Unterseeboot.
Die Anzeigevorrichtung nach den Fig. 1 und 2 weist ein
Gehäuse 1 aus Metall mit einem Anzeigefeld
2 an seiner Vorderfläche 3 auf. An seiner rückseitigen
Fläche 6 sind am Gehäuse 1 zwei Buchsen 4 und 5
angeordnet. Innerhalb des Gehäuses 1 sind elektronische
Schaltkreise 10 vorgesehen, welche Signale von Eingangsveränderlichen
verarbeiten und welche die Anzeigevorrichtung ansteuern.
Eine Stromquelle 44 ist über ein Kabel 41 mit einem Stecker
42 verbunden, der in die Buchse 4 eingesteckt ist. Die
Buchse 4 ist über eine Leitung 43 mit den elektronischen
Schaltkreisen 10 innerhalb des Gehäuses 1 verbunden.
Die andere Buchse 5 ist das erste Teil eines Verbindungsteils (Steckerverbindung), deren
zweites Teil gebildet wird durch einen Stecker 50, der in
die Buchse 5 eingesteckt ist. Signale, welche repräsentativ
sind für die Eingangsveränderliche, werden der Anzeigevorrichtung
mittels eines Kabels 51 und über den Stecker 50 zugeführt.
Der Aufbau des Steckers 50 ist in größerem Maßstab
in den Fig. 3 und 4 wiedergegeben. Dieser Stecker 50 weist
eine Reihe von Stiften 52 auf, welche parallel zur Steckerachse
in einem Isolierblock 53 angeordnet sind. Einige
der Stifte 52, nämlich die Stifte 52A, 52B und 52C, sind mit
den einzelnen Drähten 54, 55 und 56 des Kabels 51 verbunden.
Über diese Drähte wird das für die Eingangsveränderliche
repräsentative Eingangssignal zugeführt. Vier weitere
Stifte 52D, 52E, 52F und 52G dienen dazu, eine Kodierung
durchzuführen, um die Art der Eingangsveränderlichen zu
identifizieren. Die durch die weiteren Stifte 52D bis 52G vorgenommene
Kodierung ist für Kabel
51, die Eingangssignale von unterschiedlichen Signalquellen
zuführen, unterschiedlich.
Es sind verschiedene Möglichkeiten der Kodierung des
Steckers 50 möglich. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die beiden Stifte 52E und 52F verbunden mit einem
fünften Stift 52H. Der fünfte Stift 52H ist, wenn er
in die Buchse 5 eingesteckt ist, mit einer von mehreren
Leitungen 60 bzw. 60A bis 60G im Gerät verbunden, über welche eine konstante geringe
Spannung angelegt wird. Dies bedeutet, daß die Stifte
52D und 52G nicht spannungsführend sind, während bei
den Stiften 52E und 52F eine Spannung vorhanden ist.
Hierdurch ergibt sich eine Kodierung 0110. Durch Verwendung
von vier Stiften ist es somit möglich, 16 verschiedene
Kodiermöglichkeiten zu schaffen. Durch Erhöhen
der Anzahl der Stifte ist es auch möglich, die Anzahl
der Kodiermöglichkeiten innerhalb des Steckers 50 zu erhöhen.
Alternativ zu der vorstehenden Ausführungsart ist es
möglich, zwischen den Stiften 52 des Steckers 50 Widerstände
unterschiedlicher Werte zu verwenden.
Die Leitungen 60 gehen von der Buchse 5 ab und sind
an einer Prozeßeinheit 61 innerhalb des
Schaltkreises 10 angeschlossen. Hierbei wird über die Leitung 60A, 60B
und 60C das Eingangssignal übertragen, während über die
Leitungen 60D bis 60G die innerhalb des Steckers 50 vorgenommene
Kodierung übertragen wird. Es ist möglich,
daß eine Vielzahl von Leitungen die Buchse 5 mit der
Prozeßeinheit 61 verbindet, so daß verschiedene Eingangssignale
zu verschiedenen Teilen der Prozeßeinheit 61
geleitet werden können.
Die Prozeßeinheit 61 weist einen Kodierer 62 auf, der
die Art der Eingangsveränderlichen identifiziert, welche
durch die Kodierung innerhalb des Steckers 50 bestimmt ist.
Es handelt sich hierbei um die Werte, welche über die
Leitungen 60D bis 60G zugeführt werden. Dieser Kodierer
62 erzeugt Signale, welche repräsentativ sind für die
Art der Eingangsveränderlichen, wobei diese Signale
über die Leitung 63 zu einer ersten
Anzeigetreibereinheit (Anzeigetreiberschaltung) 70 zugeführt werden. Die Eingangssignale, welche
für die Eingangsveränderliche repräsentativ sind, werden
über die Leitungen 60A, 60B und 60C der Prozeßeinheit 61 zugeführt,
dort verarbeitet und über Leitungen 64 einer
zweiten Anzeigetreibereinheit (Anzeigetreiberschaltung) 71 zugeführt. Die Prozeßeinheit
61 steuert hierbei den Maßstab, die Abtastfolge
und das Format der Anzeige in Abhängigkeit von der Art
der Eingangsveränderlichen, wie diese durch die Kodierung
im Stecker 50 bestimmt ist.
Die Anzeigetreibereinheiten 70 und 71 liefern Signale
an verschiedene Anzeigebereiche 21 und 22 des Anzeigefeldes
2. Der erste (obere) Anzeigebereich 21 besteht aus einer
Matrixanordnung von elektrisch erregbaren Elementen 23
(Fig. 1), wie beispielsweise lichtemittierenden Dioden,
während der zweite (untere) Anzeigebereich 22 aus sieben Anzeigeelementen
24 mit jeweils 7 Segmenten besteht. Der obere Anzeigebereich
21 wird so angesteuert, daß eine Legende
in Form von Buchstaben wiedergegeben wird, welche die
Art der Eingangsveränderlichen anzeigt, wie beispielsweise
"TIEFE", "GESCHWINDIGKEIT", "KURS", "GEOGRAPHISCHE
BREITE", "GEOGRAPHISCHE LÄNGE", usw. Der untere Anzeigebereich
22 wird so angesteuert, daß er Ziffernwerte
wiedergibt, nämlich diejenigen der Eingangsveränderlichen.
Beide Anzeigebereiche 21, 22 können aus irgendeiner Matrixanordnung
bestehen, deren Bauteile konventioneller Art
sein können.
Ein dritter Anzeigebereich 40 ist zusätzlich auf dem
Anzeigefeld 2 vorhanden, der zur Anzeige der Meßeinheiten
dient. Dieser dritte Anzeigebereich 40 wird ebenfalls
von der ersten Anzeigetreibereinheit 70 angesteuert und dient zur
Anzeige einer Legende wie beispielsweise "METER", "KNOTEN",
"GRAD", usw.
Die Anzeigetreiberschaltungen 70 und 71 sind konventionell
aufgebaut. Die erste Anzeigetreiberschaltung 70 weist einen Speicher 72
auf, in welchem die Signale gespeichert werden, welche
repräsentativ sind für das Ansteuerungsmuster für jede
der Legenden, welche die Anzeigevorrichtung anzeigen soll. Eine
Adressierschaltung 73 liest die gespeicherten Signale von
den zugeordneten Speicherstellen im Speicher 72 aus in
Übereinstimmung mit den Signalen in der Leitung 63, welche
repräsentativ sind für die Art der Eingangsveränderlichen.
Die zweite Anzeigetreiberschaltung 71 ist geeignet zum Ansteuern
ausgewählter Segmente der Elemente 24 zur Anzeige der
entsprechenden Zahl, welche repräsentativ ist für
den Wert der Eingangsveränderlichen in Übereinstimmung
mit Signalen in der Leitung 64.
Ein Anwendungsfall für derartige Anzeigevorrichtungen
ist beispielsweise ein Unterseeboot, wo ein Anzeigefeld
beispielsweise neun derartiger Anzeigegeräte 101
bis 109 aufweist, wie in Fig. 5 gezeigt. In diesem
Anwendungsfall sind alle neun Anzeigegeräte 101 bis 109 untereinander
identisch. Da jedoch die Eingangsveränderlichen untereinander
unterschiedlich sind, sind die Eingangsstecker
jeweils entsprechend der anzuzeigenden Eingangsveränderlichen
kodiert. Dies führt dazu, daß die Arten und
Dimensionen der Eingangsveränderlichen
und auch der Aufbau des jeweils anzuzeigenden Werts
der Eingangsveränderlichen zueinander unterschiedlich sind. In einem solchen Anwendungsfall
müssen nur relativ wenig Anzeigevorrichtungen vorrätig gehalten
werden, da, falls eine Anzeigevorrichtung ausfällt, diese
durch eine standardisierte Anzeigevorrichtung ersetzt werden
kann. Sie braucht also nicht durch eine Anzeigevorrichtung ersetzt
zu werden, welche speziell auf die anzuzeigende Eingangsveränderliche
angepaßt ist. Die als Ersatz eingesetzte
Anzeigevorrichtung zeigt sofort die gewünschte Anzeige an,
wenn der zugehörige kodierte Stecker in die Eingangsbuchse
eingesteckt ist. Infolge der verminderten Vorratshaltung
wird eine Ersparnis an Gewicht, Raum und
Kosten erreicht.
Anstelle eines ersten Anzeigebereichs 21 mit einer Matrixanordnung
zur Anzeige der Legende können auch getrennte Anzeigebereiche
für unterschiedliche Arten der Eingangsveränderlichen vorgesehen werden,
wobei dann jeweils einer dieser Anzeigebereiche angesteuert wird und
hierdurch die entsprechende Art der Eingangsveränderlichen sichtbar wird. Zusätzliche Anzeigebereiche,
wie beispielsweise ein vierter Anzeigebereich 25 beim
Anzeigegerät 108 können vorgesehen sein, über welche ein Warnsignal
oder eine andere Anzeige angezeigt werden kann.
Claims (8)
1. Anzeigevorrichtung zur Anzeige von Art und Wert einer Eingangsveränderlichen
in einem ersten und einem zweiten elektrisch ansteuerbaren Anzeigebereich
mit einer Prozeßeinheit zum Ansteuern der Anzeigevorrichtung in
Abhängigkeit der Eingangsveränderlichen sowie mit einem Verbindungsteil,
über das der Anzeigevorrichtung ein von der als Signalquelle wirkenden Eingangsveränderlichen abhängiges
Signal zuführbar ist und das aus einem ersten, der Anzeigevorrichtung und
einem zweiten, der Signalquelle zugeordneten Teil besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Teil (50) entsprechend der Art der anzuzeigenden
Eingangsveränderlichen kodiert ist und diese Kodierung der Prozeßeinheit (61)
zugeführt ist, welche in Abhängigkeit der jeweiligen Kodierung eine Anzeige
der Art der Eingangsveränderlichen bewirkt.
2. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
erste Anzeigebereich (21) aus einer Matrixanordnung elektrisch ansteuerbarer
Elemente (23) besteht.
3. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie
einen dritten Anzeigebereich (40) aufweist, in welchem in Abhängigkeit der
Kodierung die Maßeinheit der Eingangsveränderlichen angezeigt ist.
4. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
dritte Anzeigebereich (40) aus einer Matrixanordnung elektrisch ansteuerbarer
Elemente besteht.
5. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Prozeßeinheit (61) auch die Anzeige des Werts der Eingangsveränderlichen
in Abhängigkeit der Kodierung des zweiten Teils (50) steuert.
6. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste und das zweite Teil (5, 50) einerseits mehrere
Stifte (52; 52A bis 52H) aufweist und andererseits aus einer Buchse besteht, in welche die Stifte (52; 52A bis 52H) einpassen.
7. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß einige
der Stifte (52A, 52B, 52C) zur Übertragung von Signalen der Eingangsveränderlichen
dienen und weitere Stifte (52D, 52E, 52F, 52G) für die Kodierung
vorgesehen sind.
8. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß einer
der Stifte (52H) spannungsführend und je nach Kodierung mit zu kodierenden
Stiften (52D bis 52G) verbunden ist.
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