DE3337498C2 - Fassung für eine Kathodenstrahlröhre, insbesondere Bildröhre, und Verfahren zur Montage der Fassung - Google Patents
Fassung für eine Kathodenstrahlröhre, insbesondere Bildröhre, und Verfahren zur Montage der FassungInfo
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Abstract
Röhrenfassung mit in einem Isolierstoffkörper (1) untergebrachten Kontaktelementen (2), die einerseits als Kontaktfedern der Kontaktierung und Montage der Fassung am Röhrensockel dienen und andererseits Anschlußstifte (3) aufweisen, die zur Einlötung in eine Platine dienen. Die Fassung soll eine sowohl raumsparende als auch löttechnisch zuverlässige Montage ermöglichen. Hierzu wird der Isolierstoffkörper (1) der Röhrenfassung mit einem Bauteil (4) ausgestattet, das die Bauhöhe der Fassung vor ihrem Zustand der Einlötung in die Platine (7) überragt und in einem Schacht im Isolierstoffkörper (1) beweglich in den Endzustand der Montage am Röhrensockel zu bringen ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Fassung für eine Kathodenstrahlröhre, insbesondere Bildröhre, mit in einem Isolierstoffkörper untergebrachten Kontaktelementen, die einerseits als Kontaktfedern der Kontaktierung und Montage der Fassung am Sockel der Kathodenstrahlröhre dienen und andererseits Anschlußstifte aufweisen, die zur Einlötung in eine Schaltungsplatte (Platine) bestimmt sind.
- Derartige Röhrenfassungen sind allgemein bekannt. In klassischer Bauweise umfaßt eine solche Fassung den Röhrensockel in seiner Gesamtheit und ist mit Anschlußstiften in einer Schaltungsplatte eingelötet (man vergleiche beispielsweise DE-PS 27 27 230). Diese Anordnung bietet montagetechnisch keine Probleme, bedingt jedoch einen hohen Platzbedarf im Gerät, da sich die Schaltungsplatte, die darauf montierte Fassung und der in der Fassung endende Röhrensockel übereinander aufbauen.
- Um die Bauhöhe der Kombination Bildröhrensockel, Röhrenfassung und Schaltungsplatte zu verringern, ist es auch bekannt, den Röhrensockel durch eine Öffnung in der die Fassung aufnehmende Schaltungsplatte hindurchtreten zu lassen. Dabei wird die Röhrenfassung mehrteilig ausgebildet, zunächst das mit der Schaltungsplatte zu verlötende Teil auf dieser montiert und schließlich in weiteren Montageschritten die Fassung auf der Schaltungsplatte aus ihren Einzelteilen komplementiert. Diese raumsparende Konstruktion ist löttechnisch beherrschbar, erfordert jedoch einen erheblichen Montageaufwand.
- Den Montageaufwand einer raumsparenden Anordnung vermeidet eine dritte bekannte Art von Röhrenfassungen, die mit einer Vertiefung zur Aufnahme des Röhrensockels eine zugehörende Schaltungsplatte durchdringen. Bei dieser Ausführung stört die durch die Schaltungsplatte hindurchragende Vertiefung bei einer in rationeller Fertigungsweise erforderlichen Schwallbadlötung die Welle des Lötmetalls und führt damit zu qualitativ unsicheren Lötverbindungen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Röhrenfassung zu schaffen, die eine zugleich raumsparende, löttechnisch zuverlässige und wirtschaftliche Montage ermöglicht. Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Fassung der eingangs genannten Art vorgeschlagen, bei der erfindungsgemäß der Isolierstoffkörper mit den darin untergebrachten Kontaktelementen ein Bauteil enthält, das die Bauhöhe der Fassung vor ihrem Zustand der Einlötung in die Platine überragt und beweglich in einem Schacht im Isolierstoffkörper in den Endzustand der Montage am Sockel der Kathodenstrahlröhre zu bringen ist.
- Eine erfindungsgemäße Röhrenfassung vereinigt in sich die Vorteile einer einteiligen Ausführung zusammen mit der Eigenschaft zur technisch zuverlässigen Lötung bei gleichzeitig raumsparender Anordnung im Zustand der Endmontage. Zur Montage einer solchen Fassung wird gemäß der Erfindung ein Verfahren beansprucht, das darin besteht, daß die Fassung zunächst auf einer dem Lötbad abgewandten Seite der Platine aufgesetzt wird, wobei die Platine eine im Bereich des Durchtritts des Sockels der Kathodenstrahlröhre herausbrechbare Scheibe aufweist, anschließend die Anschlußstifte der Kontaktelemente in die Platine mittels Schwallbad eingelötet werden und schließlich das bewegliche Bauteil unter Ausbrechung der Scheibe aus der Platine in den Endzustand der Fassung für die Montage an der Kathodenstrahlröhre heruntergedrückt wird.
- In vorteilhafter Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Fassung ist das bewegliche Bauteil im Zustand vor der Einlötung in die Platine im Bereich der Oberkante des Schachtes mit dem Isolierstoffkörper über eine mechanisch leicht lösbare Halterung verbunden. Wenn, wie an sich bekannt und besonders zweckmäßig, der Isolierstoffkörper mit dem beweglichen Bauteil aus gespritztem Kunststoff hergestellt wird, kann dabei die mechanisch lösbare Halterung in sehr einfacher Weise aus einer zerstörbaren Spritzhaut gebildet sein. Diese Spritzhaut läßt sich beispielsweise durch Daumendruck auf das bewegliche Bauteil zerreißen, welches damit zugleich im Schacht des Isolierstoffkörpers herunter geführt wird. Zur Verankerung des beweglichen Bauteiles in seiner endgültigen Lage ist dieses vorteilhaft an seinem Fuß mit einer Nase versehen, die auf der Unterseite der Platine einrastet, sobald das bewegliche Teil vollständig nach unten gedrückt ist.
- Anhand eines in den Figuren der Zeichnung in vergrößertem Maßstab dargestellten Ausführungsbeispiels soll die Erfindung nachstehend näher erläutert werden. Es zeigt
- Fig. 1 eine erfindungsgemäße Röhrenfassung von oben,
- Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II durch die Fassung der Fig. 1 im Anlieferungs- bzw. Lötzustand der Fassung, und
- Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie II-II durch die Fassung der Fig. 1 im Endzustand der Montage.
- Die in der Form der Aufsicht der Fig. 1 grundsätzlich bekannte Röhrenfassung enthält in einem aus einem Ober- und Unterteil zusammengefügten Isolierstoffkörper 1 eine (über eine Kreislinie verteilte) Anzahl von Kontaktelementen 2, die einerseits auf den Sockel einer Kathodenstrahlröhre aufschiebbar und andererseits mit Kontaktstiften 3 in eine Schaltungsplatte (sogenannte "Platine") einsetzbar sind. Aus Gründen der Raumersparnis soll der Röhrensockel möglichst tief in die Fasung eindringen können. Dem steht räumlich die Platine entgegen, auf der die Fassung durch Einlötung der Kontaktstifte 3 mittels Schwallbad montiert werden soll. Das Problem dieses technischen Widerspruchs löst die Erfindung mit einer Konstruktion, die aus den Fig. 2 und 3 näher ersichtlich ist, und einem entsprechenden Montageverfahren.
- Es ist zunächst im Zusammenhang mit Fig. 1 die Fig. 2 zu betrachten, aus der hervorgeht, daß der Isolierstoffkörper 1 ein die Fassung überragendes Bauteil 4 (bestehend aus den Teilen 4 a, 4 b) enthält, dessen größte Tiefe im Isolierstoffkörper 1 noch über der Ebene der Kontaktstifte 3 liegt. Dieses Bauteil 4, in dem eine nicht mit der Platine zu verlötende, sondern mit einem Anschlußkabel der Fassung zu kontaktierende Kontaktfeder 5 untergebracht ist, sitzt in einem mit Linien 6 angedeuteten Schacht im Isolierstoffkörper 1 und läßt sich in diesem Schacht nach unten bewegen. Bis auf weiteres ist jedoch das bewegliche Bauteil 4 durch eine mechanisch leicht lösbare Halterung im Isolierstoffkörper 1 festgelegt, welche darin besteht, daß das Bauteil 4 durch eine zerstörbare Spritzhaut an dem aus Kunststoff gefertigten Isolierstoffkörper 1 angespritzt ist.
- Im Zustand der Fig. 2 wird die Fassung auf die einem Lötbad abgewandte Seite einer Platine 7 (strichpunktiert) aufgesetzt, so daß die Kontaktstifte 3 in die Platine durch Schwallbadlötung eingelötet werden können. Um dabei ein störendes Aufsteigen von Lötflußmittel (Kolophonium) und Verschmutzung der Kontaktelemente innerhalb des Isolierstoffkörpers 1 zu verhindern, ist in der Platine 7 eine an wenigen Aufhängepunkten gehaltene, herausbrechbare Scheibe 8 belassen. Nach der Schwallbadlötung wird durch Druck (Pfeil 9), von oben, beispielsweise Daumendruck, auf das bewegliche Bauteil 4 die bis dahin aus der erwähnten Spritzhaut bestehende Halterung zerstört und das Bauteil 4 in seine endgültige Lage im Isolierstoffkörper 1 hineingedrückt. Wie die Fig. 3 verdeutlicht, wird dabei gleichzeitig die Scheibe 8 durch die Stoßwirkung der Basis des Bauteils 4 aus der Platine 7 herausgebrochen und damit eine Öffnung zum Durchtritt des Sockels einer Röhre geschaffen, an der die mit der Platine 7 verlötete Fassung nunmehr montierbar ist. Eine am Fuß des beweglichen Bauteils 4 vorhandene flexible Nase 10 rastet an der Unterseite der Platine 7 ein und verankert dadurch das Bauteil 4 im Endzustand der Fassung für deren bestimmungsgemäße Montage an der Röhre.
Claims (5)
1. Fassung für eine Kathodenstrahlröhre, insbesondere Bildröhre, mit in einem Isolierstoffkörper untergebrachten Kontaktelementen, die einerseits als Kontaktfedern der Kontaktierung und Montage der Fassung am Sockel der Kathodenstrahlröhre dienen und andererseits Anschlußstifte aufweisen, die zur Einlötung in eine Schaltungsplatte (Platine) bestimmt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffkörper (1) mit den darin untergebrachten Kontaktelementen (2) ein Bauteil (4 a + b) enthält, das die Bauhöhe der Fassung vor ihrem Zustand der Einlötung in die Platine (7) überragt und nach dem Einlöten beweglich in einem Schacht im Isolierstoffkörper (1) durch einen Durchbruch in der Platine in den Endzustand der Montage am Sockel der Kathodenstrahlröhre zu bringen ist.
2. Fassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Bauteil (4 a + b) im Zustand vor der Einlötung in die Platine (7) im Bereich der Oberkante des Schachtes mit dem Isolierstoffkörper (1) über eine mechanisch leicht lösbare Halterung verbunden ist.
3. Fassung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffkörper (1) mit dem beweglichen Bauteil aus gespritztem Kunststoff hergestellt ist, und dabei eine zerstörbare Spritzhaut die mechanische lösbare Halterung bildet.
4. Fassung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Bauteil (4 a + b) an seinem Fuß eine Nase (10) zum Einrasten an der Platine (7) aufweist.
5. Verfahren zur Montage einer Fassung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fassung zunächst auf einer dem Lötbad abgewandten Seite der Platine (7) aufgesetzt wird, wobei die Platine (7) Eine im Bereich des Durchtritts des Sockels der Kathodenstrahlröhre herausbrechbare Scheibe ( 8) aufweist, anschließend die Anschlußstifte (3) der Kontaktelemente (2) an die Platine mittels Schwallbad eingelötet werden und schließlich das bewegliche Bauteil (4 a + b) unter Ausbrechung der Scheibe (8) aus der Platine (7) in den Endzustand der Fassung für die Montage an der Kathodenstrahlröhre heruntergedrückt wird.
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| DE19833337498 DE3337498C2 (de) | 1983-10-14 | 1983-10-14 | Fassung für eine Kathodenstrahlröhre, insbesondere Bildröhre, und Verfahren zur Montage der Fassung |
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Publications (2)
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| DE3337498A1 DE3337498A1 (de) | 1985-04-25 |
| DE3337498C2 true DE3337498C2 (de) | 1987-04-23 |
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1983
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