DE3337683C2 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE3337683C2 DE3337683C2 DE19833337683 DE3337683A DE3337683C2 DE 3337683 C2 DE3337683 C2 DE 3337683C2 DE 19833337683 DE19833337683 DE 19833337683 DE 3337683 A DE3337683 A DE 3337683A DE 3337683 C2 DE3337683 C2 DE 3337683C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- container
- folds
- lid
- container flange
- pressure
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65B—MACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
- B65B7/00—Closing containers or receptacles after filling
- B65B7/16—Closing semi-rigid or rigid containers or receptacles not deformed by, or not taking-up shape of, contents, e.g. boxes or cartons
- B65B7/28—Closing semi-rigid or rigid containers or receptacles not deformed by, or not taking-up shape of, contents, e.g. boxes or cartons by applying separate preformed closures, e.g. lids, covers
- B65B7/2842—Securing closures on containers
- B65B7/285—Securing closures on containers by deformation of the closure
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Closing Of Containers (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verschließen
eines durch Ziehen eines plastisch verformbaren Folienmaterials,
vorzugsweise Aluminium, hergestellten Behälters, welcher einen
Behälterflansch und in seinen Eckbereichen unvermeidbare Falten
aufweist, mit einem Deckel aus vorzugsweise plastisch verformbarem
Material, dessen Deckelrand auf die Oberseite des Behälterflan
sches aufgelegt, nach unten mit einem die Form der Falten im
wesentlichen aufrechterhaltenden Druck um den Behälterflansch
umgebördelt und angedrückt wird.
Bei der Herstellung derartiger Behälter, d. h. beim Ziehen der
flachen Folie in die Form des Behälters, entstehen infolge der
Verringerung der Außenabmessungen und der dabei auftretenden
radialen und tangentialen Druckspannungen in der Folie unvermeid
bare Falten an den Behälterflanschen und -wandungen, insbeson
dere in deren Eckbereichen. Dies trifft auf eckige und ovale
Behälter mit in den Eckbereichen konzentrierten Falten und auch
auf kreisrunde Behälter mit gleichmäßig über den gesamten Krüm
mungsbereich verteilten Falten zu.
Um einen derartigen Behälter einwandfrei dicht mit dem Deckel
zu verschließen, wurde bisher versucht, die Falten am Behälter
flansch durch verhältnismäßig hohe Drücke während des Andrückens
des Deckelrandes glatt zu pressen, d. h. eine Art Flach
dichtung zu erzielen. Dies ist wegen der gleichbleibend überschüs
sigen Materialmenge, welche die Falten verursacht, und wegen
der gleichbleibenden Flanschfläche, welche für die Aufnahme der
Falten zur Verfügung steht, nur unvollständig möglich. Die über
schüssige Materialmenge wird durch das Andrücken lediglich
anders verteilt, und zwar so, daß die Falten im wesentlichen
sägezahnförmig umgelegt werden. Dabei entsteht eine große An
zahl schmaler Fältchen sowie Hohlräume und Kapillaren, und
benachbarte umgelegte Falten sind durch scharfe Absätze und
Stufen getrennt. Der Deckelrand kann dieser Art Unebenheiten
nicht folgen, so daß diese offenbleiben und das Behälterinnere
mit der Außenluft verbinden. Der Behälter ist somit nicht aus
reichend dicht verschlossen.
Aus der DE-AS 11 87 537 ist ein Verfahren der eben genannten
Art bekannt. Die Behälter werden in gefülltem Zustand einer Schließ
station zugeführt und dort mit einem Deckel belegt. Während des
Schließvorganges wird jeweils ein Behälter mit Hilfe eines Stempels
nach oben verfahren und dabei an lippenartig aus Gummi be
stehenden Greiferelementen vorbeigeführt. Sie weisen eine obere
und eine untere Lippe auf. Dazwischen ist eine taschenartige
Öffnung.
Wird bei der Schließbewegung der Behälter nach oben verfahren,
so kommt zuerst die obere Lippe in Anlage auf den Deckel und
drückt ihn an den Behälter an. Bewegt sich der Behälter weiter
nach oben, so dringt der Behälterflansch weiter in die taschen
artige Öffnung der Greiferelemente hinein, wodurch der über dem
Behälterflansch überstehende Randbereich des Deckels nach unten
umgebogen wird.
Das eigentliche Umbördeln geschieht mit Hilfe der unteren Lippe
die bei der weiteren Verfahrbewegung des Behälters nach oben
den Behälterflansch untergreift und dabei den Deckelrand unten
andrückt.
Das bekannte Verfahren ist lediglich dazu geeignet, den Behälter
lose zu verschließen. Die Greifelemente überstreichen beim Schließ
vorgang mit ihren Lippen oder Streichflächen den Deckel und
den Behälterflansch nur mit geringem Druck, so daß kein
flüssigkeitsdichter, noch nicht einmal ein fest haltender
Verschluß erzielbar ist. Dies gilt insbesondere für die
jenigen Bereiche des Behälterflansches, die Falten auf
weisen.
Der Verschluß kann bei der bekannten Lösung auch nicht durch
die Wahl eines härteren Gummis verbessert werden, da die Greif
elemente beim Schließvorgang eine Schwenkbewegung mitmachen
müssen und zudem bei einem steiferen Gummi die Gefahr bestünde,
daß beim vertikalen Hochfahren des Behälters während des Schließ
vorganges der Behälter zusammengedrückt bzw. der Randflansch
herabgebogen wird. Ein den Behälter während des Schließens
unterstützendes Unterwerkzeug fehlt nämlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der ein
gangs genannten Art so weiter zu bilden, daß ein fester, flüssig
keitsdichter Verschluß insbesondere im Bereich der Falten des
Behälterflansches erfolgt.
Die Aufgabe ist an sich aus der DE-OS 20 41 465 bekannt. Auch
dort sollen Behälter aus plastisch verformbarem Folienmaterial mit
Hilfe eines Deckels dicht verschlossen werden. Man greift allerdings
zu der hier nicht in Rede stehenden Versiegelung, um im Bereich
der Falten einen flüssigkeitsdichten Verschluß zu erzielen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Deckel
rand formschlüssig in die Falten an der Oberseite und/oder Unter
seite des Behälterflansches eingedrückt wird.
Bei der Erfindung wird der Deckel an den Behälterflansch mit
einem derartigen Druck angepreßt, daß die Falten in ihrer natür
lichen Form, d. h. mit ihren ursprünglichen großen Krümmungs
radien erhalten bleiben und der Deckelrand leicht und vollständig
in sie eingedrückt wird. Dadurch entsteht im Gegensatz zu den
vorbekannten Bördelverschlüssen eine flüssigkeitsdichte Flachdichtung,
bei der die Falten des Behälterflansches in den Formschluß mit
einbezogen sind. Der Deckelrand liegt der Kontur der Falten fol
gend diesen lückenlos an, so daß der Behälter praktisch völlig
dicht verschlossen ist.
Aus der DE-AS 19 24 323 ist ein Verfahren zum Verschließen von
Verpackungsbehältern bekannt, die an ihrer Mantelfläche ein
Schraubgewinde aufweisen. Die Behälter sind Dosen, Gläser bzw.
Kunststoffbecher, denen in einer Schließstation einer im Umfang
so groß bemessener Deckel aufgedrückt wird, daß der Deckel den
Gewindebereich übergreift. Dabei paßt sich der Deckel notwen
digerweise der Form der Gewindegänge an. Ein Hinweis auf die
erfindungsgemäße Lehre ergibt sich jedoch hieraus nicht.
Das gleiche gilt für die DE-AS 22 52 927, die sich auf eine Vor
richtung zum Schließen von Schalen mit Aluminiumfolie oder der
gleichen bezieht. Die bekannte Lösung soll einen tropfdichten Ver
schluß durch Umbördeln des Deckels gewähren. Man sieht dabei
vor, in den geraden Bereichen des Behälterflansches die Bördelung
intensiv zu gestalten, wohingegen in den Eckbereichen die Plissie
rung der Deckelfolie hingenommen wird. Dort verzichtet man auf
ein axiales Verpressen, so daß der erfindungsgemäß vorgesehene
Formschluß nicht erzielbar ist.
Um den Verschluß noch dichter zu machen, ist bei einer vorteil
haften Weiterbildung des Verfahrens vorgesehen, in den Behälter
flansch zusätzlich zu den unvermeidbaren Falten vermeidbare Fal
ten oder Profillierungen in den Eckbereichen und/oder außerhalb
einzuformen.
Aus dem DE-GM 75 31 476 ist es grundsätzlich bekannt, am Be
hälterflansch Querprofile einzudrücken. Jedoch möchte man primär
die Festigkeit des Behälterrandes vergrößern. Zusätzlich erhofft
man sich durch diese Maßnahme eine zuverlässigere Halterung des
Deckels auf dem Behälter und eine erhöhte Dichtigkeit. Diese
soll unter anderem dadurch erreicht werden, daß im Bereich der
Querprofile der Behälterflansch und der Deckel gemeinsam
sickenartig verformt werden, so daß sich am Behälterrand ab
wechselnd erhöhte und vertiefte Bereiche ergeben. Ein Hinweis
auf die erfindungsgemäße Lösung ergibt sich hieraus nicht.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 eine teilgeschnittene schematische
Seitenansicht einer erfindungsge
mäßen Verschließvorrichtung,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung
eines der in Fig. 1 gezeigten
Behälter ohne Deckel,
Fig. 3 eine Stirnansicht eines Eckbereichs
des in Fig. 2 gezeigten Behäl
terflansches in vergrößerter sche
matischer Schnittdarstellung,
Fig. 4 bis 7 jeweils eine vergrößerte Dar
stellung des in Fig. 1 gezeigten
Unter- und Oberwerkzeuges in
verschiedenen Stellungen während
eines Verschließvorganges, und
Fig. 8 eine Stirnansicht gemäß Fig. 3
des in Fig. 7 gezeigten erfin
dungsgemäßen verschlossenen Be
hälters in Schnittdarstellung.
Gemäß Fig. 1 umfaßt eine erfindungsgemäße Verschließ
vorrichtung einen Rahmen 1, in welchem ein Unterwerk
zeug 2 und ein Oberwerkzeug 3 gegenläufig in vertikaler
Richtung bewegbar sind. Zwischen beiden, sich gemäß
Fig. 1 in ihren jeweiligen Offenstellungen befindlichen
Werkzeugen 2, 3 ist auf etwa halber Höhe ein Transport
band 4 angebracht, mit welchem zu verschließende und
verschlossene Behälter 5 den Werkzeugen 2, 3 zuge
führt bzw. von diesen wegtransportiert werden.
Diese Behälter sind in Fig. 2 und 3 dargestellt. Sie
dienen zur Aufnahme von wenigstens teilweise flüssigen
oder pastösen Nahrungsmitteln. Jeder Behälter 5 ist im
vorliegenden Ausführungsbeispiel von einer im wesent
lichen rechteckigen Form mit abgerundeten Ecken und
weist einen Behälterboden 6, Behälterwandungen 7 und
einen nach außen gerichteten umlaufenden Behälter
flansch 8 mit einer Oberseite 9 und einer Unterseite
10 auf. Er ist durch Ziehen einer Aluminiumfolie herge
stellt. Die während dieses Ziehvorganges auftretende
Verringerung der Außenabmessungen bzw. die radialen
und tangentialen Druckspannungen in der Aluminium
folie führen unvermeidlich zur Bildung von Falten 11
in den Eckbereichen des Behälterflansches 8 und
der Behälterwandung 7. Bei einem kreisrunden Behälter
treten gleichfalls unvermeidbare Falten auf, die jedoch
gleichmäßig auf dem gesamten Krümmungsbereich, d. h.
dem Umfang des Behälters, verteilt sind.
Zum besseren Verständnis sind in Fig. 3 die Falten 11
anhand einer Stirnansicht eines der Eckbereiche des
Behälters 5 in vergrößerter schematischer Darstellung
gezeigt. Die Falten 11 sind im Querschnitt im wesent
lichen wellenartig ausgebildet und bestehen aus ab
wechselnd aufeinanderfolgenden Vertiefungen 12 und
Erhöhungen 13. Sie verlaufen im wesentlichen radial
in Richtung zum Mittelpunkt des Behälters 5.
Eine dem Unterwerkzeug 2 zugeordnete Bodenplatte 14
ist mittels eines Stempels 15 vertikal auf- und abbe
wegbar im Rahmen 1 geführt. Sie ist zur Aufnahme des
Behälters 5 am Beginn des Verschließvorganges bestimmt.
Das Unterwerkzeug 2 umfaßt weiterhin eine durch Druck
stempel 16 vertikal und auf- und abbewegbare Druckplatte
17, welche einen Aufnahmekorb 18 für den Behälter 5
und ein zweigeteiltes Druckelement trägt. Der Aufnahme
korb 18 ist derart ausgebildet, daß er beim Anheben
der Druckplatte 17 den Behälter 5 von der Bodenplatte 14
übernimmt. Dabei unterfaßt die Oberkante des Aufnahme
korbes 18 den Behälterflansch 8, und zwar an dessen
den Behälterwandungen 7 zugeordneten inneren Bereich. Der
Aufnahmekorb 18 ist gleichzeitig der Kontur der konisch
verlaufenden Behälterwandungen 7 angepaßt und dient
somit gleichzeitig zur Zentrierung des Behälters 5.
Der Aufnahmekorb 18 ist mittels einer Feder 19 an der
Druckplatte 17 dieser gegenüber vertikal bewegbar
abgestützt.
Das Druckelement ist rahmenförmig ausgebildet und
besteht aus einem inneren Druckrahmen 20 und einem
äußeren Druckrahmen 21. Der äußere Druckrahmen 21
ist gegenüber dem inneren Druckrahmen 20 vertikal
auf- und abbewegbar ausgebildet. Zu diesem Zwecke
ist er an Führungsbolzen 22, die an der Druckplatte 17
befestigt sind, gegen den Druck von Federn 23 geführt.
Der innere Druckrahmen 20 ist starr mit der Druck
platte 17 verbunden. Die Relativbewegung zwischen
beiden Druckrahmen 20, 21 erfolgt im Gleitsitz. Sie
umgeben den Aufnahmekorb 18 konzentrisch derart, daß
sie bei Anheben der Druckplatten 17 den Behälterflansch
8 untergreifen.
Das Oberwerkzeug 3 umfaßt einen Führungsrahmen 24, der
im Querschnitt ein nach unten offenes U-Profil aufweist
und mittels eines oberen Stempels 25 im Rahmen 1 vertikal
bewegbar geführt ist. Eine Gegendruckplatte 26 ist inner
halb des Führungsrahmens 24 diesem gegenüber im Gleit
sitz vertikal bewegbar angeordnet. Zu diesem Zweck
ist diese Gegendruckplatte 26 an ihrer Oberseite
mit oberen Bolzen 27 versehen, welche Lager
bohrungen im Steg des U-Profils 24 durchsetzen. Die
aus den Lagerbohrungen herausragenden Teile dieser
Bolzen 27 sind durch Köpfe 28 verbreitert, welchen
Anschläge 29 am oberen Querträger 30 des Rahmens 1
zugeordnet sind. Die Gegendruckplatte 26 ist an ihrer
Peripherie zur Aufnahme eines Gegendruckelementes 31
aus Gummi zurückgesetzt. Dieses Gegendruckelement 31
ragt in Richtung zum Unterwerkzeug 2 über die untere
Fläche der Gegendruckplatte 26 hinaus und entspricht in
Fläche und Form dem Behälterflansch.
Die Verschließvorrichtung weist außerdem eine hier nicht
dargestellte Zuführungs- und Schneideinrichtung für eine
Deckelfolie auf. Jedoch kann der Deckel 32 auch von
Hand aufgelegt werden.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist ein äußerer Bereich des
oberen freien Randes des äußeren Druckrahmens 21 als
einer nach unten und außen abfallende Schrägfläche 33
ausgebildet. Der verbleibende innere Bereich des oberen
Randes des äußeren Druckrahmens 21 ist gegenüber dieser
Schrägfläche 33 nach unten versetzt und als eine schwach
konkav verlaufende Fläche 34 ausgebildet. Der Übergang
zwischen beiden Flächen 33 und 34 ist als vertikaler
Wandabschnitt 35 ausgebildet.
Der untere freie Rand des vertikalen Rahmenteils 36 des
Führungsrahmens 24 ist als eine der Schrägfläche 33 an
gepaßte Gegenschräge 37 ausgebildet. Die Innenseite
des Rahmenteils 36 fluchtet mit dem vertikalen Wandabschnitt 35
des äußeren Druckrahmens 21. Daraus folgt, daß die konkave
Fläche 34 dem Gegendruckelement 31 zugeordnet ist und
letzteres mit seiner Peripherie im Gleitsitz am vertikalen
Abschnitt 35 entlang bewegbar ist.
Im folgenden ist der Verfahrensablauf beim Verschließen
des Behälters 5 mit dem Deckel 32 anhand der Fig. 4 bis 7
dargestellt.
Gemäß Fig. 4 ist der Behälter 5 innerhalb des Aufnahme
korbes 18 in bereits beschriebener Weise angeordnet.
Der Deckel 32 ist auf den Behälterflansch aufgelegt und
überragt diesen radial nach außen. Der Behälterflansch 8
ist gegenüber der Außenkante des Gegendruckelementes 31
um ein Maß nach innen zurückgesetzt, welches in etwa der
Dicke des Deckels 32 entspricht.
Das Unterwerkzeug ist soweit angehoben, daß der Behälter
flansch 8 mit dem aufgelegten Deckel 32 der Unterseite 41
des Gegendruckelementes 31 anliegt. Die beiden Druck
rahmen 20, 21 befinden sich noch in der in Fig. 1 ge
zeigten unteren Stellung im Vergleich zum Aufnahmekorb 18.
Die Bodenplatte 14 liegt dem Boden des Aufnahmekorbes 18
an. Das Oberwerkzeug 3 befindet sich in seiner ebenfalls
in Fig. 1 gezeigten oberen Stellung.
Durch Anheben der Druckplatte 17 mittels der Druck
stempel 16 wird der Aufnahmekorb 18 und damit der Be
hälter 5, die Gegendruckplatte 26 und das Gegendruck
element 31 in den Führungsrahmen 24 bis zur Anlage der
Köpfe 28 an die Anschläge 29 hineinbewegt. Der über den
Behälterflansch 8 nach außen überstehende Teil des
Deckels 32 wird dabei durch die Innenwandung des Rahmenteils
36 des Führungsrahmens 24 nach unten abgebogen, wie
deutlich in Fig. 5 zu erkennen ist.
Weiteres Anheben der Druckplatte 17 führt zu der in
Fig. 6 gezeigten Stellung der Druckrahmen 20, 21. Der
äußere Druckrahmen 21 liegt mit seiner Schrägfläche 33
der Gegenschräge 37 des Führungsrahmens 24 an. Auf dem
Wege dahin wurde der nach unten abgebogene Teil des
Deckels 32 (siehe Fig. 5) von der konkaven Fläche 34
erfaßt, nach unten umgebördelt und gegen den der Außen
kante des Behälterflansches 8 zugeordneten Flanschbe
reich angedrückt.
Weiteres Anheben der Druckplatte 17 bewirkt eine Auf
wärtsbewegung des inneren Druckrahmens 20, bis dieser
mit seinem oberen Rand 40 den umgebördelten Teil des
Deckels 32 völlig an die Unterseite 10 des Behälter
flansches 8 angedrückt hat, wie in Fig. 7 dargestellt.
Während des Andrückens des Deckelrandes durch die
Druckrahmen 20, 21 an den Behälterflansch 8 verformt
sich das Gegendruckelement 31 infolge seiner gummi
elastischen Eigenschaften und paßt sich der Kontur
der Falten 11 im Behälterflansch 8 an, ohne deren Form
zu verändern. Dies wird dadurch erreicht, daß der
Verformungswiderstand des Gegendruckelementes 31 geringer
als die Kraft zur Verformung der Falten 11 ist. Sind
der Verformungswiderstand und die Kraft zur Verformung
der Falten gleich, werden letztere zumindest teilweise
verformt. Der Verschließvorgang ist beendet, die Werk
zeuge 2 und 3 werden auseinandergefahren und der ver
schlossene Behälter 5 auf das Transportband 4 zum
Abtransport übertragen.
Fig. 8 zeigt mit einem Schnitt quer zur Zeichenebene der
Fig. 7 die gegenseitige Stellung des Gegendruckelementes
31, des inneren Druckrahmens 20 und des mit dem Deckel 32
erfindungsgemäß verschlossenen Behälters 5. Hierbei sind
die der Oberseite 9 und der Unterseite 10 des Behälter
flansches 8 zugewandten Bereiche des Deckelrandes mit
den Bezugszeichen 38 bzw. 39 versehen. Das Gegendruck
element 31 ist durch entsprechenden Hub der Druckrahmen
20, 21 gerade soweit verformt, daß es die Vertiefungen
12 der Falten 11 gerade ausfüllt. Es ist durch die kon
kave Fläche 34 und die obere Randfläche 40 des inneren
Druckrahmens 20 abgestützt. Beide Flächen 34 und 40
sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem
metallischen Werkstoff, so daß lediglich der obere Teil 38
des Deckelrandes der Kontur der Falten 11 nachge
formt ist. Dies ist völlig ausreichend zur Erzielung
eines praktisch völlig dichten Verschlusses. Selbst
verständlich können auch durch Verwendung von ent
sprechenden elastischen Einsätzen die konkave Fläche 34
und die obere Randfläche 40 der beiden Druckrahmen 20, 21
zum Eindrücken des unteren Deckelrandes 39 in die Falten
11 verformbar ausgebildet sein.
Es ist leicht zu erkennen, daß das erfindungsgemäße Ver
fahren nicht nur mit der im vorliegenden Ausführungs
beispiel beschriebenen Verschließvorrichtung, sondern mit
Verschließvorrichtungen jeglicher Art durchführbar ist.
Das Gegendruckelement kann leicht nachträglich in
jede bereits bekannte Vorrichtung eingebaut werden.
Selbstverständlich können das Druckelement oder das
Gegendruckelement von der im Ausführungsbeispiel be
schriebenen Form abweichen. Beispielsweise ist eine
gegenwärtig häufig verwendete Ausführung möglich, ge
mäß welcher das Druckelement statt mit einer ebenen mit
einer im Schnitt gekrümmten Druckfläche ausgebildet ist. Hierzu
wird üblicherweise ein Druckelement in Form eines Rund
stabes verwendet, der den Behälterflansch nur auf einem
Teil seiner Breite von unten her abstützt.
In diesem Fall kann das Gegendruckelement auf den dem
Außenrand des Behälterflansches zugeordneten Teil des
Rundstabes angedrückt werden, um so ein Hineinziehen des
Deckelrandes in die Behälteröffnung während des Ver
schließvorganges zu vermeiden. Es ist allerdings auch
möglich, die erforderliche Elastizität des Gegen
druckelementes auch auf andere Weise als durch Ver
wendung eines gummielastischen Materials zu er
zielen. Beispielsweise sind Luftkissen oder dergl.
denkbar. Auch kann das Gegendruckelement sich über
die gesamte Fläche des Deckels erstrecken, so daß
beim Verschließen von Behältern mit geringeren Druch
messern beispielsweise kein Austausch des Gegendruck
elementes notwendig ist. Auch können selbstverständlich
Behälter, deren Behälterflansch einen Rollrand aufweisen,
gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. in der er
findungsgemäßen Vorrichtung verschlossen werden.
Claims (4)
1. Verfahren zum Verschließen eines durch Ziehen eines plastisch
verformbaren Folienmaterials, vorzugsweise Aluminium, hergestell
ten Behälters, welcher einen Behälterflansch und in seinen Eckbe
reichen unvermeidbare Falten aufweist, mit einem Deckel aus vor
zugsweise plastisch verformbarem Material, dessen Deckelrand auf
die Oberseite des Behälterflansches aufgelegt, nach unten mit
einem die Form der Falten im wesentlichen aufrechterhaltenden
Druck um den Behälterflansch umgebördelt und angedrückt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Deckelrand
(39, 38) formschlüssig in die Falten (11) an der Oberseite (9)
und/oder Unterseite (10) des Behälterflansches (8) eingedrückt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Deckelrand (38, 39) ausschließlich in die
Falten (11) im Bereich der Außenkante des Behälterflansches (8)
eingedrückt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß in den Behälterflansch (8) zusätzlich
zu den unvermeidbaren Falten (11) vermeidbare Falten oder Pro
filierungen in den Eckbereichen und/oder außerhalb eingeformt
werden.
4. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Falten
stärker als unvermeidbar in den Behälterflansch (8) eingeformt
werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833337683 DE3337683A1 (de) | 1983-10-17 | 1983-10-17 | Verfahren einer vorrichtung zum verschliessen eines durch ziehen einer plastisch verformbaren folie hergestellten behaelters mit einem deckel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833337683 DE3337683A1 (de) | 1983-10-17 | 1983-10-17 | Verfahren einer vorrichtung zum verschliessen eines durch ziehen einer plastisch verformbaren folie hergestellten behaelters mit einem deckel |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3337683A1 DE3337683A1 (de) | 1985-05-02 |
| DE3337683C2 true DE3337683C2 (de) | 1987-09-24 |
Family
ID=6212031
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833337683 Granted DE3337683A1 (de) | 1983-10-17 | 1983-10-17 | Verfahren einer vorrichtung zum verschliessen eines durch ziehen einer plastisch verformbaren folie hergestellten behaelters mit einem deckel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3337683A1 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL2013164B1 (en) * | 2014-07-10 | 2016-09-13 | Bluecup B V | Coffee cup and method and device for making a coffee cup. |
| IT201800007826A1 (it) * | 2018-08-03 | 2020-02-03 | Roberto Mei | Metodo e dispositivo per l'assemblaggio di una capsula contenente del materiale anidro per la produzione di una bevanda |
| IT202000000238A1 (it) | 2020-01-09 | 2021-07-09 | Roberto Mei | Dispositivo per l'assemblaggio di una capsula contenente del materiale anidro per la produzione di una bevanda |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1187537B (de) * | 1960-08-03 | 1965-02-18 | Ekco Alcoa Containers Inc | Maschine zum Aufbringen und Befestigen eines Deckblattes auf einen Behaelter |
| DE1924323B1 (de) * | 1969-05-13 | 1970-08-27 | Daref Ges Fuer Kunststoffverar | Vorrichtung zum Verschliessen von Verpackungsbehaeltern od.dgl. |
| BE755095A (fr) * | 1969-08-20 | 1971-02-22 | United Glass Ltd | Procede de scellement de recipients |
| DE2252927C2 (de) * | 1972-10-27 | 1974-10-31 | Eugen 7000 Stuttgart Schierle | Vorrichtung zum Verschließen von Schalen mit Aluminiumfolie o.dgl |
| DE7531476U (de) * | 1975-10-03 | 1977-09-15 | Pfeiffer Ohler Eisen Theob | Behaelter fuer Lebensmittel |
| DE3105911A1 (de) * | 1981-02-18 | 1982-11-04 | Hamba-Maschinenfabrik Hans A.Müller GmbH & Co KG, 5600 Wuppertal | Schliesskopf fuer schmelzkleberbeschichtete deckelfolien an lebensmittelbehaeltern |
-
1983
- 1983-10-17 DE DE19833337683 patent/DE3337683A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3337683A1 (de) | 1985-05-02 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69808491T2 (de) | Ventil für verpackungsbehälter | |
| DE3248862T1 (de) | Verfahren zum Befestigen eines aus Kunststoff gefertigten ersten Teiles, wie das Teil einer Verpackungseinheit, an ein zweites Teil und Befestigungsvorrichtung zum Durchführen des Verfahrens | |
| DE2251563A1 (de) | Verschlussdeckel fuer einen behaelter | |
| AT208681B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Verpackungsbehältern | |
| CH635795A5 (de) | Schraubverschluss fuer einen behaelter. | |
| DE69026279T2 (de) | Herstellungsverfahren einer verbesserten abdichtung an deckeln von aerosolbehältern | |
| DE102009055861B4 (de) | Abdeckung von Schraubenbohrungen | |
| DE2042937A1 (de) | Verpackungsbehälter | |
| DE2251850C3 (de) | Vorrichtung zum Verschließen gefüllter Bördelrandbehälter | |
| DE1782024C3 (de) | Dichtungsscheibe für Kronenverschlüsse von Flaschen und ähnlichen Behältern | |
| DE3723387A1 (de) | Metallbehaelter, verfahren zu dessen herstellung und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| EP2295332A2 (de) | Behälter mit Bördelrändern | |
| DE2918429C2 (de) | Vorrichtung zum Verschließen eines Behälters | |
| LU81721A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum verschliessen von an ihrer oberseite offenen gefaessen | |
| DE1757712B2 (de) | Vorrichtung zum Anformen des schürzenförmigen Randes einer Verschlußkappe an die Kontur des Halses eines Behälters | |
| EP0882649A1 (de) | Verfahren zum Verbinden eines Unterteils eines Verpackungsbehälters mit einem Verschlusselement | |
| DE3337683A1 (de) | Verfahren einer vorrichtung zum verschliessen eines durch ziehen einer plastisch verformbaren folie hergestellten behaelters mit einem deckel | |
| DE2130682C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verschließen eines Verpackungsbehälters | |
| DE1532411C3 (de) | Kappenförmiger Deckel zur Herstellung eines Vakuumverschlusses an einem becherförmigen Glasbehälter | |
| DE3048310C2 (de) | Kappenförmiger, mit einer Dichtungseinlage versehener Deckel zum Verschliessen nach Art eines Trinkbechers geformter Glasbehälter | |
| DE4237301C1 (de) | Rollsickendeckelfaß und Verfahren zur Herstellung von Deckeln für solche Fässer | |
| DE69204104T2 (de) | Metallische Dose mit Versteifungsrand. | |
| DE19506953C2 (de) | Verschlußdeckel für Behältnisse und Verfahren zur Herstellung derartiger Verschlußdeckel | |
| DE2033907C3 (de) | Verschluß für einen unter innerem Überdruck stehenden Behälter, z.B. für kohlensäurehaltige Getränke | |
| DE9212422U1 (de) | Verschlußlippe für Universal-Mehrweg-Geschirrbox |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ALCAN DEUTSCHLAND GMBH, 3400 GOETTINGEN, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |