DE3338024A1 - Verstaerker mit strom-spannungswandlung, insbesondere vorverstaerker eines optischen empfaengers - Google Patents
Verstaerker mit strom-spannungswandlung, insbesondere vorverstaerker eines optischen empfaengersInfo
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Description
R.Gürke-M.Eichel 1-1
Verstärker mit Strom-SpannungswandLung
insbesondere Vorverstärker eines optischen Empfängers
Die Erfindung betrifft einen mit einem Widerstand stromgegengekoppeLten
Transimpedanzverstärker zur Umsetzung
eines Einaangsstroms in eine Ausgangsspannunn.
Ein derartiger Transimpedanzverstärker ist beispielsweise
aus dem Artikel von Y.Netzer in der Zeitschrift EDN,
20. September 1980, Seiten 161 bis 164 bekannt. Transimpedanzverstärker
eignen sich gut als rauscharme Vorverstärker von optischen Empfängern, die als Iichtenpfindliches
Element eine PIH-Photodiode haben.
Es ist bekannt, daß für diese Anwendungen der Gegenkopplungswider
st and des Transimpedanzverstärkers möglichst
groß sein soll, damit das wesentlich durch seinen Rauschstrom bestimmte Verstarker-Eingangsrauschen möglichst
klein wird, und daß das Produkt aus dem Geqenkopplungswiderstand und der Verstärker-Eingangskapazität möglichst
klein sein soll, damit die Bandbreite des Verstärkers möglichst groß wird. (Die Bandbreite ist näherungsweise
proportional zu —=—-, wobei A die Um laufverstärkung, R
K · L
der Widerstandswert des Gegenkopplungswiderstandes und
ZT/PI-Kg/R
13.10.1983 -4-
R.Gurke 1-1
C die Verstärker-Eingangskapazität ist).
Somit verbessert ein großer GegenkoppLungswiderstand
zwar die Rauscheigenschaften, verringert jedoch die Bandbreite,
so daß es aLs schwierig gilt. Verstärker zu entwickeln, die sowohl eine große Bandbreite als auch ein
geringes Eingangsrauschen haben.
Aus Electronics Letters VoL. 15, Mo. 20, Seiten 650 bis
652 ist z. B. ein Transimpedanzverstärker bekannt, der
zwar mit 112 MHz eine beträchtlich große Bandbreite, jedoch
wegen des kleinen Gegenkopplungswiderstandes von
5,1 kΩ ein zu starkes Eingangsrauschen und damit eine zu
geringe EmpfindLichkeit aufweist, um die an optische Empfänger
gestellten Forderungen erfüLLen zu können.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Transimpedanzverstarker
anzugeben, der auch bei großer Bandbreite ein geringes Eingangsrauschen und damit eine hohe Empfindlichkeit
aufweist.
Die Aufgabe wird wie im Patentanspruch 1 angegeben geLöst.
Weiterbildungen, die zusätzliche Beiträge zur Verbesserung
der Verstärkereigenschaften Leisten, sind den Unteransprüchen
2 bis 7 entnehmbar.
Die im Anspruch 1 angegebene Lösung und die in den Unteransprüchen
angegebenen WeiterbiIdungen haben im Einzelnen
folgende Vorteile.
Durch die erfindungsgemäße Realisierung des Gegenkopplungswiderstandes
nach dem Patentanspruch 1 läßt sich die para-
R.Gurke 1-1
sitäre Längskapazitat, die wie z. B. aus der eingangs genannten
Literaturstel Le bekannt ist, zur Verstärker-Eingangskapazität
beiträgt und damit die Bandbreite beeinträchtigt, erheblich reduzieren und auf diejenige Größe
begrenzen, die notwendig ist, um ein Schwingen des Verstärkers zu verhindern.
Durch die Anordnung der Leiterbahnstücke neben der Widerstandsbahn,
d. h. in deren Mähe, werden differentieLL zwischen den Leiterbahnstücken und der Widerstandsbahn
Querkapazitäten wirksam, so daß der Gegenkopp lungswiderstand
ein komplexes RC-Netzwerk mit geringer Längskapazität ist, das die StromgegenkoppLung auch bei hohen Frequenzen
wirksam sein Läßt. Dadurch werden RauschqueLLen,
die sich innerhalb der VerstärkerschLeife befinden, reduziert.
Dadurch, daß, wie im Anspruch 2 angegeben, das kürzere Leiterbahnstück jedes Paares mit dem Eingang verbunden
ist, ist die durch die Leiterbahnstücke und diesen gegenüberliegende
Flächenerden gebildete Querkapazitat am Eingang
kleiner aLs am Ausgang.
Somit wird der Beitrag solcher Querkapazitäten zur Verstärker-Eingangskapazität,
die bekanntlich die Bandbreite beeinträchtigt, möglichst gering gehalten.
Die rechtwinklig zu den Leiterbahnstücken verlaufenden
Fortsätze nach Anspruch 3 ermöglichen es, insbesondere,
wenn sie sich an den freien Enden der Leiterbahnstücke
befinden, die Länpskapazität des Widerstandes für den
jeweiligen Anwendungsfa LL geeignet auszubilden. Ansonsten
bieten solche Fortsätze die Möglichkeit, geringe Quer-
R.Gurke 1-1
kapazitäten zu biIden, um, wo immer es notwendig ist,
störende SchaLtkapazitäten aus der SchaLtungsumqebung des
Gegenkopp Lungswiderstandes kompensieren.
Durch die Anordnung des TrägerpLättchens im Abstand von
der Verstärker-Trägerplatte und vom Gehäuse nach dem Anspruch 3 ist dafür gesorgt, daß Guerkapazitäten, die durch
die Widerstandsbahn mit den damit verbundenen Leiterbahnstücken
und die Flächenerden der Verstärkei—Trägerplatte
oder des Verstärkergehäuses gebildet werden, auf ein
unschädliches Maß herabgesetzt werden. Eine hierzu alternative
Maßnahme ebenfalls zur Verringerung von üuerkapazitäten zwischen dem Geqenkopplunqswiderstand und der Verstärkei—Trägerplatte
oder dem Verstärkergehäuse ist im Anspruch 5 angegeben. Dabei soll der Gegenkopp lungswiderstand
auf der Verstärker-Trägerplatte selbst angeordnet sein, und diese Trägerplatte soll sich im Abstand vom Verstärkergehäuse
befinden, wobei allerdings dafür zu sorgen ist, daß sich in der Nähe des Gegenkopplungswiderstandes
keine leitenden Flächen auf der Trägerplatte befinden, die Querkapazitäten mit der Gegenkopplung bilden wurden.
Diese Lösung des Problems der Querkapazitäten erscheint im Hinblick auf eine rationelle Fertigung die vorteilhaftere
zu sein.
Während in den Ansprüchen 1 bis 5 Verbesserungen beansprucht wurden, die ausschließlich durch die Gestaltung und Anordnung
des Gegenkopplungsnetzwerks des Verstärkers, auch
ß-Netzwerk genannt, bewirkt sind, ist im Anspruch 6 eine
vorteilhafte Realisierung des Vorwärtsteils V (Fig.1),
auch AJ-Netzwerk genannt, angegeben, die einen weiteren Bei-
-7-
R.Gurke 1-1
trag zur Verbesserung des Rauschens und der Bandbreite
des Verstärkers Leistet. Dabei hat die beanspruchte Kaskodenstufe am Verstärkereingang, die an sich bekannt ist,
die Eigenschaft, daß sie einen geringen Beitrag zur Verstärkei—Eingangskapazität
Liefert. Der Differenzverstärker erhöht die Um Laufverstärkung und damit aufgrund der oben
angegebenen Beziehung, die Bandbreite, vorausnesetzt,
daß das Produkt R-C nicht auch erhöht wird.
Ein Transimpedanzverstärker mit
einem Differenzverstärker, der einer Kaskodenstufe nachgeschaLtet
ist, ist bekannt aus dem Forschungsbericht BMFT-FB-T82-012 "Optisches, gLasfasergebundenes Nachrichtensystem
bei WeLLenLängen um 1200 nm", Seiten 63 und Dieser Verstärker hat jedoch trotzdem eine reLativ geringe
Bandbreite (10 MHz), weiL zur Verbesserung des Rauschens
ein großer GegenkoppLungswiderstand (100 kft) gewähLt
ist und keine Maßnahmen getroffen sind, um die Eingangskapazität zu verkLeinern. (Für eine übertragungsgeschwindigkeit
von 34 Mbit/s ist die Bandbreite dieses Verstärkers ausrei chend) .
Im Gegensatz zu diesem bekannten Transimpedanzverstärker,
der mehrere WechseLstromkoppLungen aufweist (siehe Strom-Lauf
ρ Lan), i st der vorliegende Transimpedanzverstärker gemäß
dem Anspruch 7 durchweg gLeichstromgekoppeLt. Dies hat
den VorteiL, daß G LeichstromanteiLe des SignaLs bei der
Verarbeitung nicht verLoren gehen und daß kein externer AbgLeich der Arbeitspunkte der Transistoren erforderLich
ist, weiL die Gegenkopp Lung BaueLementetoLe ranzen nicht
wirksam werden Läßt.
R.Gurke 1-1
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen beispielsweise
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 das bekannte Prinzipschaltbild eines Transimpedanzverstärkers
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Gegenkopplungswiderstand
des erfindungsgemäßen Verstärkers,
Fig. 3 einen Teil-Längsschnitt zur Darstellung des Einbaus
des Gegenkopplungswiderstandes in den Verstärker
Fig. 4 einen St rom laufρ lan des Verstärkers
Ein Transimpedanzverstärker nach dem in Fig. 1 gezeigten
bekannten Prinzip ist ein stromgegengekoppe Iter Verstärker
V der einen Eingangsstrom, beispielsweise den Fotostrom
einer Fotodiode D in eine Ausgangsspannung umsetzt, wobei
das übersetzungsverhältnis gleich dem Widerstandswert des
Gegenkopplungswiderstandes R_ ist.
Das bekannte Problem, daß die parasitäre Längskapazität
des Gegenkopplungswiderstands vermieden oder kompensiert
werden muß, ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Gegenkopplungswiderstand R wie in Fig. 2 gezeigt ausgebildet
ist. Er besteht im wesentlichen aus einer Wider-Standsbahn 1 aus einem Material mit geringer Leitfähigkeit
R.Gurke 1-1
und aus mindestens einem Paar von Leiterbahnstücken 2 und
3 aus einem Material hoher Leitfähigkeit, die auf einer
der beiden Seiten der Wi derstandsbafin parallel zu dieser
angeordnet und an ihren beiden einander abgewandten Enden mit den Enden der Widerstandsbahn verbunden sind. Diese
Verbindung besteht dadurch, daß die einander abgewandten Enden der Leiterbahnstücke 2 und 3 in relativ großflächige
Anschlußstücke 4 aus demselben Material einmünden, die mit den beiden Enden der Widerstandsbahn 1 verbunden sind. Die
Widerstandsbahn 1, die Leiterbahnstücke 2 und 3 und die Anschlußstücke
4 sind vorzugsweise in Dünnfilmtechnik auf ein Trägerplättchen 5 aus Isoliermaterial aufgebracht. Die Dünnfilmtechnik
hat den Vorteil, daß der Widerstand eine geringe spannungsabhängige Rausch Leistung aufweist. Je nach Anwendungsfall
könnte auch eine entsprechende Aufbringung in Dickfilmtechnik auf dem Trägerplättchen 5 geeignet sein.
Die Leiterbahnstücke 2 und 3 versehen den Widerstand mit
einer sehr geringen Längskapazität im Bereich von 20 bis 30 fF, die durch den Abstand der beiden einander zugewandten
freien Enden je nach Anwendungsfall definiert einstellbar
und leicht veränderbar ist. Es sei betont, daß eine geringe Längskapazität deshalb notwendig ist, weil eine Längskapazität
des Gegenkopplungswiderstandes von null den Transimpedanzverstärker
bei hoher Umlaufverstärkung zum Schwingen bringen würde.
Bei Verwendung des Widerstandes nach Fig.2 hat es sich
gezeigt, daß auch der Abstand zwischen den Leiterbahnstücken
2 und 3 einerseits und der Widerstandsbahn 1 andererseits einen Einfluß auf die Verstärkereigenschaften
BAD ORiGlFSSAL
R.Gurke 1-1
hat und nicht zu groß gemacht werden darf. Es kommt folglich
auch darauf an, daß zwischen der Widerstandsbahn und
den Leiterbahnstücken differentiell wirkende Querkapazitäten vorhanden sind, so daß es sich nicht nur um eine
Parallelschaltung einer Kapazität zu einem ohmschen Widerstand
sondern um ein ziemlich komplexes RC-Netzwerk handelt.
Statt des gezeigten einen Paares von Leiterbahnstücken 2
und 3 können auch mehrere Paare vorgesehen sein, die sich auf einer oder auf beiden Seiten der Widerstandsbahn 1
befinden.
Da der in Fig. 2 gezeigte Widerstand in einen Verstärker mit großen leitenden Flächen als Flächenerde und mit einem
vorzugsweise metallischen Verstärkergehäuse zur hermetischen
Abdichtung eingebaut ist, bestehen auch Querkapazitäten zwischen dem Gegenkopplungswiderstand und leitenden Flächen
der Verstärker-Trägerp Latte oder des Verstärkergehäuses,
die durch die nachstehend beschriebene räumliche Anordnung des Gegenkopplungswiderstandes zwar erheblich vermindert,
jedoch nicht unwirksam gemacht werden können.
Um den Beitrag solcher Querkapazitäten zur Verstärker-Eingangskapazität,
die bekanntlich die Bandbreite beeinträchtigt, gering zu halten, sind die beiden Leiterbahnstücke
2 und 3 ungleich lang, und das kürzere Leiterbahnstück 2
ist mit dem Verstärkerereingang verbunden.
Falls innerhalb der Verstärkerschaltung parasitäre Schaltkapazitäten
kompensiert werden müssen, können die Leiter-
-11-
R.Gurke 1-1
bahnstücke an geeigneten Stellen, wie in Fig. 2 gestricheLt angedeutet, mit Fortsätzen 6 versehen sein, die vorzugsweise
rechtwinkLig zu ihnen verlaufen, entweder wie gezeigt
von der Widerstandsbhan wegführend oder auf diese
zuLaufend. Durch solche Fortsätze der Leiterbahnstücke
im Bereich von deren freien Enden Läßt sich zusätzlich die
Längskapazität beeinflussen und durch Entfernung solcher
Fortsätze auf einfache Weise abgleichen, beispielsweise
um ToLeranzen der Fotodiode zu kompensieren.
Der in Fig. 3 dargesteLlte Längsschnitt durch das Verstärker
gehäuse zeigt die räumliche Anordnung des Trägerp lättchens
mit dem Gegenkopplungswiderstand im Verstärker, die wie bereits erwähnt, zur Herabsetzung von Querkapazitäten
dient.
Vom Verstärkergehäuse sind im Teil-Längsschnitt nach Fig.
der Gehäuseboden 7, eine Gehäusewand 8 und der Gehäusedeckel 9 dargestellt. Auf dem Gehäuseboden 7 ist die Verstärkei—Trägerplatte
10 befestigt, auf der sich die nicht gezeigten Bauelemente des Verstärkers als hybride integrierte
Schaltung befinden. Von der gesamten Verstärkerschaltung ist lediglich die räumliche Anordnung des GegenkoppLungswiderstandes
gezeigt, die eine vorteilhafte Weiterbildung
der Erfindung bedeutet. Hierbei ist das Trägerplättchen 5 mit dem GegenkoppLunqswiderstand der in Fig.
gezeigten Art auf der Oberseite von zwei Stützen 11 befestigt, deren Unterseiten auf der Verstärker-Trägerplatte
10 befestigt sind. Die Stützen 11, deren Querschnitt vorzugsweise
kreisförmig ist und deren Querschnittsdurchmesser etwa der Breite des Trägerplättchens 5 entspricht, sorgen
dafür, daß das Trägerplättchen 5 einen hinreichend großen
-12-
R.Gurke 1-1
Abstand zur Verstärker-Trägerp Latte hat, um Querkapazitäten
zwischen dem GegenkoppLungswiderstand und den Leitenden
FLächen auf der Verstärker-TrägerpLatte oder dem Gehäuseboden
weitgehend unwirksam zu machen. Aus den gLeichen Gründen ist auch die Höhe des Verstärkergehäuses so bemessen,
daß auch zwischen dem Gehäusedecke L 9 und dem TrägerpLättchen 5 ein hinreichend großer Abstand besteht.
Der auf dem TrägerpLättchen 5 in erhöhter Position angeordnete
GegenkoppLungswiderstand ist mitteLs zweier AnschLußdrähte
12, die von seinen AnschLußstücken 4 (Fig. 2)
zu AnschLußstücken auf der Verstärker-TrägerpLatte geführt
sind, in den Gegenkopp Lungsweg der auf der Verstärker-TrägerpLatte
befindLichen übrigen SchaLtung eingeschaLtet. Aus
der Unterseite des Gehäuses ragen AnschLußstifte 14 zur
Stromversorgung des Transimpedanzverstärkers und zur
Abnahme seines eLektrischen AusgangssignaLs heraus.
Eine aLternative MögLichkeit zur Verringerung soLcher Quei—
kapazitäten, die unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten
vorteiLhafter sein könnte, besteht darin, daß das
TrägerpLättchen mit dem GegenkoppLungswiderstand kein
separates PLättchen, sondern ein TeiL der Verstärker-TrägerpLatte
ist, wobei die Leitenden FLächen so auf der Verstärker-Trägerp Latte angeordnet sein müssen, daß sie zum
GegenkoppLungswiderstand einen hinreichend großen Abstand haben, damit Querkapazitäten so weit wie es notwendig ist
reduziert sind. Damit auch zum Gehäuse keine zu großen Querkapazitäten entstehen, wird diese Verstärker-TrägerpLatte
in einem Abstand vom Gehäuseboden und vom GehäusedeckeL innerhaLb des Gehäuses befestigt.
-13-
R.Gurke 1-1
Anhand der Fig. 4 wird nun erläutert, welche Schaltungsmaßnahmen im Vorwärtsteil V (Fig. 1), auch /^-Netzwerk genannt,
des TransimpedanzVerstärkers zur Verbesserung der
Verstärkereigenschaften getroffen sind.
Eine Fotodiode D, vorzugsweise eine PIN-Fotodiode, ist in
Sperrichtunc] über einen Widerstand R1 mit dem positiven
Pol +U einer VersorgungsspannungsqueI Ie verbunden. Der Widerstand
R1 bildet zusammen mit einem Kondensator C1, der zwischen seinen Verbindungspunkt mit der Diode D und Masse
geschaltet ist, ein Siebglied zur Unterdrückung von der
Versorgungsspannung überlagerten hochfrequenten Spannungen.
Außerdem ist über den Kondensator C1 die Kathode der Fotodiode
wechselstrommäßig an Masse gelegt. Der Fotostrom der
Fotodiode steuert in an sich bekannter Weise eine Kaskodenstufe, bestehend aus einem Ga ILiumarsenid-Fe Ideffekttransistor
T1 und einem bipolaren Transistor T2,
indem die Anode der Fotodiode mit der Gate-Elektrode des Feldeffekttransistors T1
verbunden ist. Mit der Gate-Elektrode ist in ebenfalls bekannter
Weise der Rückkopplungswiderstand R- verbunden,
der jedoch erfindungsgemäß wie vorstehend beschrieben realisiert
und angeordnet ist. Die Source-Elektrode des Feldeffekttransistors
T1 ist mit Masse verbunden, und die Drain -Elektrode liegt über einem Lastwider st and R am
positiven Pol+U der Versorgungsspannungsque I Ie. Ein zwischen
den mit dem positiven Pol+U verbundenen Anschluß des Lastwiderstandes R2 und Masse geschalteter Abblockkondensator
C2 bildet für hochfrequente Wechselströme einem Kurzschluß
gegen Masse, über einen Lastwiderstand R3 ist der Kollektor
des Transistors T2 mit dem negativen PoI-U der Versorgungsspannungsquelle
verbunden, der über einen Abblockkondensator
C9 wechselstrommäßig gegen Masse kurzgeschlossen
-14 BAD ORlGiNAL
R.Gurke 1-1
ist. Die Basis des Transistors T2 ist über einen niederohmigen
Vorwiderstand R4 mit dem Verbindungspunkt zweier Widerstände R5 und R6 verbunden, die aLs Spannungsteiler
zwischen +U und Hasse geschaltet sind. Zwischen den Verbindungspunkt der Widerstände R5 und R6 und Masse ist ein
Abblockkondensator C4 geschaltet, um hochfrequente Wechselströme gegen Masse kurzzuschließen, wobei der Vorwiderstand
R4 hochfrequente Schwingungen des Transistors T2 verhindert.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird
die Ausgangsspannung der Kaskodenstufe in einem ihr nachgeschalteten
Differenzverstärker verstärkt, bevor sie zur Stromgegenkopplung und zur Erzeugung der Verstärkerausgangsspannung
(durch einen Emitterfolger) verwendet wird. Diese
Maßnahme erhöht die Um laufverstärkung A und trägt damit
gemäß der eingangs angegebenen Beziehung zusätzlich zur oben beschriebenen erfindungsgemäßen Realisierung des
Gegenkopplungswiderstandes dazu bei, die Bandbreite des
Transimpedanzverstärkers zu erhöhen.
Der Differenzverstärker besteht im wesentlichen aus zwei
bipolaren Transistoren T3 und T4 deren Emitter über einen
gemeinsamen Emitterwiderstand R9 mit dem einen Pol und
deren Kollektoren jeweils über einen Kollektorwiderstand
R10 und R11 mit dem anderen Pol der Versorgungsspannungsquelle verbunden sind. Die Basis-Vorspannung des Transistors
T3 liefert ein Spannungsteiler, der aus zwei in Reihe zwischen +1) und den Kollektor des Transistors T2
geschalteten Widerständen R7 und RS besteht. Der Widerstand R8 ist durch einen Kondensator C5 überbrückt, damit
-15-
R.Gurke 1-1
für das von der Kaskodenstufe zum Differenzverstärkereingang
zu koppelnde WechseLspannungssignaL kein Spannungsabfall
am Widerstand R8 entsteht. Die Beschaltung der Basis des Transistors T4 mit Widerständen R12, R13 und R14 und
einem Kondensator C7 entspricht der Funktion nach der bereits
beschriebenen Beschaltung des Transistors T2 und wird
daher nicht eigens erläutert. Der Kollektor des Transistors T4 ist über den Geqenkopp lungswiderstand R_mit den Verstärker-
eingang, d. h. mit der Gate-Elektrode des Feldeffekttransistors
T1, verbunden.
Dem Differenzverstärker ist ein Emitterfolger nachgeschaltet,
um wie beim bekannten Verstärker die Ausgangsimpedanz an eine niederohmige Eingangsimpedanz eines nachfolgenden
Hauptverstärkers anzupassen. Der Emitterfolger besteht aus
einem bipolaren Transistor T5, dessen Emitter über einen Emitterwiderstand R17 mit dem einen Pol und dessen Kollektor
über einen niederohmigen Widerstand R18, der hochfrequente
Schwingungen des Transistors verhindert, mit dem anderen Pol der Versorgungsspannungsque I Ie verbunden ist.
Die Basis des Transistors T5 ist über einen Entkopplungswiderstand
R16 mit dem Kollektor des Transistors T4 verbunden. Eine zwischen den mit diesem Kollektor verbundenen
Anschluß des Widerstandes R16 und Masse geschaltete Reihenschaltung eines Kondensators C6 und eines Widerstandes R15
dient als Stabilisierungsglied.
Die Ausgangsspannung des Transimpedanzverstärkers wird am
Emitter des als Emitterfolger geschalteten Transistors T5
gegen Masse abgegriffen.
R.Gurke 1-1
Gemäß den in den Figuren 1 bis 4 dargestellten und vorstehend
erläuterten Merkmale der Erfindung wurden mehrere
Vorverstärker für optische Empfänger für eine optische
übertragungsgeschwindigkeit von 167 Mbit/s gebaut, die
folgende Eigenschaften haben:
Bandbreite (3dB elektrische 140 MHz,
Bandbrei te)
Gegenkopplungswiderstand: 141 kü
Empfindlichkeit: -43 dBm
(bei maximaler Bitfehlerhäufigkeit von 1O"1O>
gemessene Verstärker-Eingangs kapazität:
0,24 pF.
Somit ist gegenüber dem eingangs genannten bekannten Verstärker (Electronics Letters....)
die Verstärker-Eingangskapazität um 4,36 pF
die Bandbreite um 28 HHz und
die Empfindlichkeit um 4,6 dB
verbessert.
Es ist darauf hinzuweisen, daß ein Widerstand der in Fig.
gezeigten Art nicht nur für einen Transimpedanzverstärker
geeignet ist, sondern auch als Bauelement für beliebige Anwendungsfälle, bei denen ein Widerstand mit
großem Widerstandswert und mit einer sehr geringen, endlichen
Längskapazität erforderlich ist.
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3 3 3 8 ΰ ? A
R.Gurke 1-1
Ein solcher Anwendungsfa LL ist zum Beispiel ein zum Transimpedanzverstärker
alternativer Verstärkertyp, der ebenfalls
als Vorverstärker für optische Empfänger verwendet wird:
der sogenannte Hochimpedanzverstärker, der z.B. aus der
DE-OS 32 33 146, Fig -1, bekannt ist. Bei diesem Verstärker
wird die Eingangskapazität durch die Längs- und Querkapazität
des Lastwiderstandes vergrößert und dadurch die Bandbreite verringert. Daher besteht auch hier das
Problem, daß ein Widerstand mit geringer Längs- und Querkapazität erforderlich ist, der außerdem wegen seines
Rauschbeitrags zum Verstärker-Eingangsrauschen einen
hohen Widerstandswert haben soll. Hierfür eignet sich ein Widerstand, der wie anhand der Fig.2 beschrieben gestaltet und
wie anhand der Fig.3 beschrieben oder gemäß der dazu angegebenen alternativen Möglichkeit in die Verstärkerschaltung
eingebaut ist.
Somit lassen sich durch die auf den Widerstand bezogenen Merkmale der Erfindung auch die Bandbreite und die
Empfindlichkeit von Verstärkern des sogenannten Hochimpedanz-Typs
erheblich verbessern.
Claims (7)
1. Mit einem Widerstand stromgegengekoppeLter Transimpedanzverstärker
zur Umsetzung eines Eingangsstroms in eine Ausgangsspannung, dadurch gekennzeichnet,
daß der GegenkoppLungswiderstand (RG) eine
auf einem TrägerpLättchen (5) angeordnete Widerstandsbahn
(1) ist, daß paralLeL neben der Widerstandsbahn (1) auf
einer Geraden Liegend mindestens ein Paar von Leiterbahn-Stücken
(2, 3) ebenfalls auf dem Trägerp lättchen (5) angeordnet ist und daß die einander abgewandten Enden jedes
Paares von Leiterbahnstücken (2, 3) zu den beiden Enden
der l'Mderstandsbahn (1) geführt und mit diesen verbunden
sind (Fig. 2).
2. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiterbahnstücke (2, 3) jedes Paares ungleich lang
sind und daß das mit dem kürzeren Leiterbahnstück (2) verbundene
Ende des Gegenkopplungswiderstandes mit dem Verstärkereingang
verbunden ist.
3. Verstärker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterbahnstücke jedes Paares rechtwinklig
zu ihnen verlaufende Fortsätze (6) aufweisen.
ZT/P1-Kg/R
18.10.1983 -2-
R.Gurke 1-1
4. Verstärker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das TrägerpLättchen (5) mit dem Gegenkopp-Lungswiderstand
in einem Abstand von der TrägerpLatte (10)
des Verstärkers und vom Verstärkergehäuse (7, 9) angeordnet ist (Fig. 3).
5. Verstärker nach einem der Ansprüche 1 bis 3 , dadurch
gekennzeichnet, daß das TrägerpLättchen mit dem Gegenkopp
Lungswi der stand ein TeiL der TrägerpLatte des Verstärkers ist und daß diese in einem Abstand vom Verstärkergehäuse
angeordnet ist.
6. Verstärker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß er eine Kaskodenstufe mit einem Ga LLiumarsenid-FeLdeffekttransistör (T1) aLs Eingangstransistor
und einen der Kaskodenstufe nachgeschaLt et en
Differenzverstärker (T3, T4) enthäLt, dessen Ausgangsspannung
aLs Verstärkerausgangsspannung verwendet wird und über den GegenkoppLungswiderstand (RG) den GegenkoppLungsstrom
erzeugt (Fig. 4).
7. Verstärker nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß er durchweg gLeichstromgekoppeLt ist (Fig. 4).
Priority Applications (9)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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