DE3338962C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Abfüllen von Schüttgut in einen Sack, der im Bereich eines seiner Enden in einer Seitenwand einen Füllschlitz aufweist - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Abfüllen von Schüttgut in einen Sack, der im Bereich eines seiner Enden in einer Seitenwand einen Füllschlitz aufweist

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DE3338962C2 DE19833338962 DE3338962A DE3338962C2 DE 3338962 C2 DE3338962 C2 DE 3338962C2 DE 19833338962 DE19833338962 DE 19833338962 DE 3338962 A DE3338962 A DE 3338962A DE 3338962 C2 DE3338962 C2 DE 3338962C2
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abfüllen von Schüttgut in einen Sack, der im Bereich eines seiner Enden in einer Seitenwand einen Füllschlitz aufweist, wobei der mit geöffnetem Füllschlitz auf einen Füllstutzen geschobene Sack während des Abfüllens zwischen Klammern gehalten wird, die Abschnitte der Seitenwände zwischen sich sowie zwischen sich und dem Füllstutzen einspannen. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Um jederzeit eine exakte Positionierung des Sackes zu ermöglichen, soll der auf einem Stapel oder einem Wickel befindliche Sack beidseitig in der Flucht des Füllschlitzes erfaßt und in Richtung auf den Füllstutzen bewegt und nach vorherigem Öffnen des Füllschlitzes auf den Füllstutzen aufgeschoben und dort eingespannt werden. Nach dem Abfüllen sowie dem Lösen der Einspannung wird der Sack in der Flucht des Füllschlitzes gehalten und weitertransportiert.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abfüllen von Schüttgut in einen Sack, der im Bereich eines seiner Enden in einer Seitenwand einen Füllschlitz aufweist, wobei der Sack beidseitig an dem den Füllschlitz aufweisenden Ende mit Klemmleisten erfaßt und nach öffnung des Füllschlitzes auf einen Füllstutzen aufgeschoben sowie nach dem Abfüllen vom Füllstutzen abgenommen wird, wobei ferner der Füllschlitz durch Strekken geschlossen und dann der Sack verschlossen wird. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Säcke, die in einer Seitenwand einen Füllschlitz begrenzter Länge aufweisen, der vorzugsweise von einem Verstärkungsstreifen umgeben ist und der nach dem Abfüllen mit einem aufgeschweißten Deckblatt verschlossen wird, haben u. a. auch den Vorteil, daß sie staubdicht abgefüllt werden können. Dazu ist eine Vorrichtung vorgeschlagen worden, die einen Füllstutzen mit zugeordneten Klammern aufweist, welche Abschnitte der Seitenwände des Sackes zwischen sich sowie zwischen sich und dem Füllstutzen einspannen (DE OS 33 02 269). Bei einem Verfahren der eingangs
beschriebenen Gattung (DE-OS 26 08 456) wird von einem Folienschlauch ein Abschnitt als zu befüllender Sack abgetrennt. Dieser Abschnitt bzw. Sack wird an seinem oberen Ende beidseits so erfaßt, daß zwischen den Klemmleistenpaaren eine Füllöffnung bzw. ein Füllschlitz verbleibt Das untere Ende des Sackes wird über die gesamte Breite des Sackes eingespannt und mit einer durchgehenden Schweißnaht versehen. Gleichzeitig mit dem Sch'veißvorgang wird der Sack oben geöffnet, so daß ein Füllstutzen in. die Füllöffnung einfahren kann. Nach dem Füllvorgang wird der Füllstutzen wieder aus dem Sack herausgezogen, die Füllöffnung wird durch Strecken geschlossen und der Sack mit Hilfe von Schweißbacken, die sich über die gesamte Breite des Sackes erstrecken, oberhalb der ihn haltenden Klemmleistenpaare verschlossen. Day. bekannte Verfahren ist ausschließlich für Netto-Abfüllung bestimmt und eignet sich im wesentlichen nur für die Abfüllung von Granulat
tenden Wirkung der den Füllstutzen umgebenden Klammern bleibt auch der Bereich der Füllöffnung bzw. des Füllschlitzes staubfrei, so daß das folgende Verschließen des Sackes durch Staub nicht behindert oder beeinträchtigt wird.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einem Füllstutzen und zwei relativ dazu beweglichen Klemmleistenpaaren, einer Greiferanordnung für die Zuführung von Säcken zum Füllstutzen bzw. zu den ίο Klemmleistenpaaren, eine Einrichtung zum Öffnen des leeren Sackes und einer Einrichtung zum Verschließen des gefüllten Sackes ist dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstutzen und ein Wiegesackstuhl mit der Waage einer Packmaschine verbunden sind, daß die Klemmleistenpaare an einem in Richtung auf den Füllstutzen beweglichen Schlitten angeordnet sind und daß der Füllstutzen ihn umgebende Klammern aufweist, die mit den Klemmleistenpaaren in deren oberer Betriebsstellung fluchten. Dabei wird ein von einem Stapel oder einem
Aufgabe der Erfindung ist die Brutto-Abfüllung stau- 20 Wickel mit Hilfe der Greiferanc.-inung abgezogener biger und pulveriger Güter. Sack den Klemmleistenpaarer: übergeben und von die-
Diese Aufgabe wird bei dem Verfahren c':ar eingangs sen in vorbestimmter Ausrichtung in der Flucht des beschriebenen Gattung dadurch gelöst, daß der Sack Füllschlitzes erfaßt. Anschließend wird der Sack von auf einen mit der Waage einer Packmaschine verbun- den Klemmleistenpaaren in Richtung auf den Füllstutdenen Füllstutzen aufgeschoben wird und daran mit 25 zen bewegt und mit inzwischen geöffneter Füllöffnung Klemmen eingespannt wird, die Abschnitte der Seiten- auf diesen aufgeschoben.
wände zwischen sich und dem Füllstutzen einspannen, Eine andere Ausführung der Vorrichtung weist einen
daß während des Abfüllens die Klemmleisten gelöst mit dem Füllstutzen kuppelbaren Hilfsstutzen mit zugewerden, wobei das andere, freigegebene Ende des Sak- ordneten Klammern auf, der schwenkbar auf einem zukes auf einem mit der Waage verbundenen Wiegesack- 30 geordneten Schlitten angeordnet ist, welcher unabhänstuhl abgestützt ist, und daß nach dem Abfüllen der Sack gig vom Schlitten der Klemmleistenpaare in gleicher wieder von den Klemmleisten erfaßt und seine Einspan- Richtung verschieblich ist, wobei die Greiferanordnung nungam Füllstutzen gelöst wird. einen in der Flucht des ausgeschwenkten Hilfsstutzens
Erfindungsgemäß wird der zu befüllende Sack für die verschieblichen Schlitten mit Klemmleistenpaaren und Brutto-Abfüliung einem Füllstutzen übergeben und an 35 die Einrichtung zum öffnen des Füllschlitzes aufweist, diesem eingespannt, der an die Waage einer Packma- Bei dieser Vorrichtung wird der Stapel zweckmäßig so schine angeschlossen ist Die Obergabe erfolgt aus der
Einspannung der seitlichen Klemmleistenpaare, die den
Sack in einer exakt räumlich definierten Position halten,
ihn während des Füllvorganges freigeben und den gefüllten Sack anschließend wieder in exakt definiert
räumlicher Position übernehmen. Für die Hinspannung
des zu befüllenden Sackes am Füllstutzen sind Klammern vorgesehen, die den Füllstutzen umgeben und darüber hinaus aber auch Sackabschnitte einspannen, die 45
vom Füllstutzen ausgehen. Damit erfüllen diese Klammern eine Doppelfunktion, denn einerseits halten sie
den Sack in definiert räumlicher Position während des
Abfüllens und andererseits sorgen sie dafür, daß der
Füllschlitz bzw. die Füllöffnung während des Füllvor- 50 wegbeweglich sind.
ganges staubdicht verschlossen ist. Das Entstauben des Für die Abfüllung von Säcken, deren Füllschlitz von
Sackes wi/d auch dadurch verhindert, daß sein unteres, einem Verstärkungsstreifen umgeben ist, sollte die Höfreigegebenes Ende auf dem Wiegesackstuhl abgestützt he cW Klemmleistenpaare ungefähr der Breite des Verist, durch dessen Einstellung relativ zum Füllstutzen Stärkungsstreifens und ihr größter Abstand ungefähr auch die Ausformung des Sackes, insbesondere des 55 der Länge des Ve-stärkungsstreifens entsprechen, weil Sackbodens, zu Beginn des Füllvorganges günstig be- die Größe des Verstärkungsstreifens nicht nur maßge-
ausgerichtet, daß der jeweils oberste Sack in der Flucht des ausgeschwenkten Hilfsstutzens liegt. Die Greiferanordnung, die ihrerseits einen zwischen Stapel und ausgeschwenktem Hilfsstutzen verschieblichen Schlitten mit K:emmleistenpaaren aufweist, erfaßt den jeweils obersten Sack des Stapels an in der Flucht des Füllschlitzes liegenden Abschnitten und bring; ihn zum ausgeschwenkten Hilfsstutzen, auf den er mit geöffnetem Füllschlitz aufgeschoben und mit den zugeordneten Klammern des Hilfsstutzens festgelegt wird. — Es versteht sich, daß zum öffnen des Füllschlitzes und zum Strecken des gefüllten Sackes die Klemmleistenpaare in bekannter Weise aufeinander zu- bzw. voneinander
einflußt werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren (und die dazugehörende Vorrichtung) kann nicht nur für die Brutto-Abfüllung von Säcken eingesetzt werden, bei denen der Füllschlitz bzw. die Füllöffnung unterhalb der Sackoberkante angeordnet ist, sondern auch für die Brutto-Abfüllung von Säcken, bei denen der Füllschlitz bzw. die Füllöffnung an der Sackoberkante liegt. In allen Fällen können die Klemmleistenpaare und Klammern am Füllstutzen so in der Flucht des Füllschlitzes bzw. der Füllöffnung angeordnet werden, dali der Sack mit einem maximalen Füllungsgrad gefüllt werden kann. Aufgrund der abdich-
bend für das Verhalten des Sackes im Bereich des Füllschlitzes, sondern auch für die Größe der zugeordneter. Bearbeitungseinrichtungen, wie z. B. der dem Füllstutzen oder dem Hilfsstutzen zugeordneten Klammern und einer Schweißeinrichtung, mit der ein de- Größe des Verstärkungsstreifens entsprechendes Deckblatt auf diesen aufgebracht wird.
Damit die im Bereich des Füllstutzens oder des Hilfsstutzens vorhandeneii Klammern, die den Sack zumindest über die Höhe des Verstärkungsstreifens. darüber hinaus aber auch an seitlich anschließenden Abschnitten über die gesamte Sackbreite erfassen, sowie die Klemm-
leistenpaare einander nicht behindern, sollten die im Bereich des Füllstutzens oder des Hilfsstutzens angeordneten Klammern Ausnehmungen zur Aufnahme der Klemmleistenpaare bei in Richtung auf den Füllstutzen oder den Hilfsstutzen verschobenen Schlitten aufweisen. Die Klammern des Füllstutzens oder des Hilfsstutzens übergreifen dann im unmittelbaren Bereich des Füllstutzens oder des Hilfsstutzens den Füllschlitz mii Verstärkungsstreifen und seitlich davon lediglich die zwischen der Flucht des Fiillschlitzes bzw. Verstärkungsstreifens und dem zugeordneten Ende des Sackes sich erstreckenden Abschnitte.
Der gefüllte Sack wird nach wie vor von den Klemmleisten gehalten und wird in dieser Halterung der Einrichtung zum Verschließen des Füllschlitzes zugeführt. die wenigstens eine bewegliche Schweißbacke, ein zugeordnetes Widerlager, eine Vorratsrolle und eine ZufTil-irtMririohliiriiT für /Hirt r^*»i"»L· K latter 01 if w *» ic t I~V» Λ t»r
Sack nach wie vor in der Flucht des Füllschlitzes gestreckt gehalten ist. kann er auch hier räumlich exakt so positioniert werden, daß ein Deckblatt vor den Füllschlitz bzw. den Verstärkungsstreifen gebracht, abgetrennt und aufgeschweißt werden kann.
Dazu soll nach bevorzugter Ausführung der Erfindung die Schweißbacke einen Kühlkörper und ein darübergespanntes Wärmeimpulsband aufweisen, dessen Breite im wesentlichen der Brei'e des Verstärkungsstreifens bzw. des Deckblattes entspricht. Wärmeimpulsbänder sind an sich bekannt. Bisher hat man aber lediglich Wärmeimpulsbänder eingesetzt, deren Breite jo in der Größenordnung von einigen Millimetern lagen, überraschenderweise hat sich gezeigt, daß auch mit einem Wärmeimpulsband gearbeitet werden kann, dessen Breite im wesentlichen der Breite des Verstärkungsstreifens, also in der Größenordnung von Zentimetern liest, und daß damit gleichwohl eine flächige Verschweißung des Deckblattes mit dem Verstärkungsstreifen erreichbar ist.
Die Zuführeinrichtung für die Deckblätter kann Klemmbacken aufweisen, die in Richtung der durch den gestreckten Sack definierten Ebene hin- und herbeweglich sind. Dic-^e Klemmbacken schieben von der Vorratsrolle jeweils einen Abschnitt, der der Größe des Verstärkungsstreifens entspricht, über den Verstärkungsstreifen. bevor die Schweißbacke und ihr Widerla- as ger gegeneinandergefahren werden. Wenn der betreffende Abschnitt zwischen Schweißbacke und Widerlager gehalten ist. fahren die Klemmbacken in ihre Ausgangsstellung zurück. Nach Piastifizierung des von der Sch'ACißbacke ervärmten Abschnitts, der als Deckblatt dient, wird dieser abgetrennt.
Grundsätzlich können die Haltekräfte einerseits der dem Füllstutzen zugeordneten Klammern und andererseits der Klemmleisten so ausgelegt sein, daß auch der gefüllte Sack sich nicht verschieben und mit dem Schiitten weiterbewegt werden kann. Es kann aber zweckmäßig sein, an den Schlitten unterhalb der Klemmleistenpaare einen Transportsackstuhl anzuschließen, auf dem der Sack zusätzlich abgestützt wird. Dieser Transportsackstuhl ist relativ zum Wiegesackstuhl beweglich, so daß während der Brutto-Abfüllung der Sack lediglich am Füllstutzen und auf dem Wiegesackstuhl abgestützt ist.
Die insoweit beschriebene Vorrichtung läßt sich auf verhältnismäßig kleinem Raum unterbringen. Insbeson- b5 dere können die verschiedenen Schlitten an einem drehbaren Gestell so angeordnet sein, daß jeweils ein Schlitten oder eine Gruppe von Schlitten im Bereich einer Station für die Zuführung von leeren Säcken sowie für die Entnahme von gefüllten Säcken, der zweite im Bereich einer Füllstation, der dritte im Bereich einer Reinigungs- und/oder Entlüftungsstation und der vierte im Bereich einer Schweißstation angeordnet sind. Alle Schlitten bzw. Gruppen von Schlitten werden dabei gleichzeitig geschwenkt, so daß der darin jeweils gehaltene Sack nacheinander in den Bereich der zugeordneten Bearbeitungsstation gelangt.
Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert; es zeigt
F i g. 1 in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Abfüllen von Schüttgut in einen Sack, der im Bereich eines seiner Enden in einer Seitenwand einen Füllschlitz aufweist,
Fig. 2 in schematischer Darstellung einen Schnitt in Richtung H-II durch den Gegenstand nach Fig. I1
P i a 1 in cr»hpmn)icrhpr ΠϋΓςϊΗΙπησ pinpn ."srhriitl in . . o. — ... .*·..·. . _. σ .....
Richtung III-III durch den Gegenstand nach Fig. 1,
Fig.4 teilweise und schematisch die Ansicht eines leeren Sackes bei Übergabe an die Klemmleisten,
Fig.5 den Gegenstand nach Fig.4 nach dem Aufschieben des Sackes auf den Füllstutzen,
F i g. 6 den Gegenstand nach F i g. 4 nach dem Abziehen vom Füllstutzen.
F i g. 7 teilweise und schematisch eine andere Ausführung der Vorrichtung.
Zu der in den Fig. 1-3 dargestellten Vorrichtung gehört zunächst ein auf einem Hubwerk 1 angeordnetes Gestell 2, das um eine im wesentlirhen vertikale Achse 3 in Richtung des Pfeils 4 {Fig. 1 > schwenkbar ist. Das Gestell besitzt einen im wesentlichen quadratischen Grundriß und definiert mit seinen Seiten jeweils Schlitten 5.6, 7,8, von denen jeweils zwei im Abstand voneinander angeordnete Konsolen 9 bzw. tO ausgehen. Der Abstand der beiden Konsolen 9, 10 ist größer als die Breite eines Sackes 11, der mit Schüttgut gefüllt werden soll.
Der Sack 11 besteht aus einem an beiden Enden mit einer Schweißnaht verschlossenen Abschnitt eines einfachen Schlauches oder eines Seitenfaltenschlauches aus Kunststoff (F i g. 4). Im Bereich des einen Endes 12 weist der Sack 11 in einer Seitenwand einen sich über einen Teil seiner Breite erstreckenden Füllschlitz 13 auf, der von einem auf diese Seitenwand aufgeklebten und ebenfalls geschlitzten Verstärkungsstreifen 14 umgeben ist.
Durch Schwenken des Gestells 2 in Richtung des Pfeils 4 lassen sich die vier Schlitten 5,6, 7, 8 nacheinander in den Bereich einer Station 15 für die Zuführung von leeren Säcken 11 und für die Entnahme von gefüllten Säcken, einer Füllstation 16, einer Reinigungs- und Entlüftungsstation 17 sowie einer Schweißstation 18 bringen. Dabei werden jeweils Säcke 11 mitgenommen.
Jeder Schlitten besitzt zwei Klemmleistenpaare 19, 20, deren Klemmleisten 21, 22 bzw. 23, 24 paarweise auf den Konsolen 9. 10 angeordnet sind. Die Klemmleisten 21 — 24 erstrecken sich parallel zu ihrem zugeordneten Schlitten 5 bzw. 6, 7,8. Jeweils zwei Klemmleisten 21,22 bzw. 23, 24 eines Klemmleistenpaares 19, 20 sind mit Hilfe nicht dargestellter Antriebe aufeinander zu- und voneinander wegbeweglich.
Außerdem sind die Klemmleistenpaare 19, 20 mit nicht dargestellten Antrieben aufeinander zu- und voneinander wegbeweglich. Dadurch kann ihr gegenseitiger Abstand 25 verändert werden. In Ruhestellung entspricht der Abstand 25 ungefähr der Länge eines Verstärkungsstreifens 14.
Bei der in Fig. I dargestellten Funktionsstellung befindet sich der Schlitten 5 vor der Station zum Einführen von leeren Säcken 11 (Fig. 2. linke Seite). Die leeren Säcke 11 befinden sich auf einem Stapel 26 und werden von dort nacheinander mit Hilfe einer Greiferanordnung 27 aufgenommen. Die Greiferanordnung 27 verkehrt zwischen dem Stapel 26 und dem Schlitten 5 auf ein,·..η Weg, wie er in Fig. 2, linke Seite mit gestrichelten Linien angedeutet ist. Man erkennt, daß die Greiferanordnung 27, die den Sack am zugeordneten Ende über im wesentlichen die gesamte Breite erfab., zwischen den geöffneten Klemmen 21, 22 bzw. 23. 24 der Klemmenpaare 19, 20 hindurchfährt, bis in eine vorbestimmte Position, so daß der herabhängende Sack sich zwischen den Klemmen 21,22 und 23,24 befindet.
Anschließend wird das Gestell 2 um eine bestimmte Strecke angehoben, so daß sich die Klemmleistenpaare 19, 20 in der Flucht des Verstärkungsstreifens 14 befinden. Gegebenenfalls kann die exakie Position des Säkkes 11 mil Hilfe einer nicht dargestellten Fotozellensteuerung, die die Greiferanordnung 27 beaufschlagt, eingestellt werden. Dann werden die Klemmen 21, 22 und 23, 24 zusammengefahren, wobei sie die in der Flucht des Verstärkungsstreifens 14 liegenden Abschnitte des Sackes zwischen sich einklemmen. Das ist in Fig.4 dargestellt. Nunmehr kann die Greiferanordnung 27 gelöst werden und auf den mit gestrichelten Linien angegebenen Weg zum Stapel 26 zurückkehren.
Das Gestell 2 wird dann wieder abgesenkt und um 90 Grad gedreht, so daß der Schlitten in den Bereich der Füllstation 16 gelangt. In der Zeichnung befindet sich der Schlitten 6 im Bereich der Füllstation 16. Die Füllstation ist für Bruttoabfüllung eingerichtet. Zu ihr gehört ein Füllstutzen 28 mit zwei zugeordneten Klammern 29, 30, die in Richtung der Doppelpfeile 31, 32 verschwenkbar sind. Die Klammern 29, 30 folgen der Kontur des FüUstutzens 28 und gehen beidseits des Füllstutzens 28 in gerade Abschnitte 33, 34 über (Fig. 5). Der Füllstutzen 28 mit den Klammern 29 hängt an einer Waage 35. An die Waage angeschlossen ist auch ein Wiegesackstuhl 36, der bei der dargestellten Ausführung bis in den Bereich des Schlittens 6 reicht und aus dem Schlittenbereich nach unten weggeschwenkt werden kann. Das ist mit gestrichelten Linien angedeutet.
Der Sack 11 wird nach wie vor von den Klemmleistenpaaren 19, 20 gehalten. Damit der Sack 11 mit seinem Füllschlitz 13 auf den Füllstutzen 28 aufgeschoben werden kann, muß zunächst der Füllschlitz 13 geöffnet werden. Dazu dient eine auf dem Schlitten 6 angeordnete Einrichtung, die bei der dargestellten Ausführung zwei an unterschiedlichen Seiten des Sackes beidseits des Füllschlitzes 13 angreifende Sauger 37, 38 aufweist. Es versteht sich, daß jeder der Schlitten 5, 6, 7, 8 diese Einrichtung zürn Öffnen des Füllschlitzes aufweist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist die Einrichtung aber nur im Bereich der Füllstation 16, wo sie wirksam wird, gezeichnet.
Weil sich beim öffnen des Füllschlitzes 13 die Breite des Sackes 11 verkürzt, sind die Klemmleistenpaare 19, 20 aufeinander zu- bzw. voneinander wegbeweglich angeordnet. Mit Hilfe nicht dargestellter Antriebe für die Klemmleistenpaare 19, 20 kann das Öffnen des Füllschlitzes 13 dadurch unterstützt werden, daß die von den Klemmleistenpaaren 19, 20 erfaßten, in der Flucht des Verstärkungsstreifens 14 liegenden Abschnitte des Sackes aufeinander zubewegt werden, wie das in F i g. 5 durch Pfeile 39,40 angedeutet ist
Nach dem Öffnen oder beim Öffnen des Füllschlitzes wird das Gestell 2 mit den Schlitten 5, 6. 7 wieder nach oben bewegt, wobei der Füllstutzen 28 in den geöffneten Füllschlitz einfährt. Dabei sind die den Füllschlitz 28 umgebenden Klammern 29, 30 geöffnet. Damit die Klammern 29,30 einerseits und die Klemmleistenpaaie 19, 20 andererseits sich gegenseitig nicht behindern, besitzen die Abschnitte 33, 34 der Klammern 29 bzw. 30 Ausschnitte 41,42, deren Größe der Größe der Klemmleistenpaare 19 bzw. 20 entspricht. Nach dem Anheben des Gestells 2 befindet sich der von den Klemmleistenpaaren 19, 20 gehaltene Sack in der in F i g. 5 dargestellten Position. Werden die Klammern 29,30 geschlossen, dann spannen diese im Bereich des Füllschlitzes 13 dessen Ränder mit dem Verstärkungsstreifen 14 ein. Die daran anschließenden Abschnitte 33, 34 der Klammern 29, 30 spannen entsprechende Abschnitte des Sackes ein, die sich zwischen der Flucht des Verstärkungsstreifens 14 und dem Ende 12 des Sackes 11 befinden. Das untere Ende des Sackes !! liegt auf dem Wiegesac.ks.'.uh! 36 auf.
Bei Bruttoabfüllung werden dann die Klemmleistenpaare 19,20 gelöst, so daß der Sack allein am Füllstutzen 28 gehalten und auf dem Wiegesackstuhl 36 abgestützt ist. Es versteht sich, daß inzwischen auch die Sauger 37, 38 gelöst worden sind. — Bei Nettoabfüllung kann der Sack 11 zusätzlich durch die Klemmleistenpaare 19. 20 gehalten werden.
Nach Beendigung des Füllvorganges werden die Klemmleistenpaare 19. 20 wieder an den Sack 11 angelegt, so daß nach Lösen der dem Füllstutzen 28 zugeordneten Klammern 29. 30 der Sack 11 wieder von den Klemmleistenpaaren 19, 20 gehalten wird. — und zwar in einer Position, die derjenigen nach dem Einführen des Sackes Il entspricht.
Mit dem Lösen der Klammern 29, 30 wird auch der Wiegesackstuhl 36 nach unten weggeschwenkt, so daß das untere Ende des gefüllten Sackes sich auf einem Transportsackstuhl 43 abstützen kann. Es versteht sich, daß jeder Schlitten 5, 6, 7, 8 einen entsprechenden Transportsackstuhl 43 aufweist.
Das Gestell 2 wird dann wieder abgesenkt, wobei der Sack 11 vom Füllstutzen 28 abgezogen wird. Der noch geöffnete Füllschlitz 13 wird dadurch geschlossen, daß die Klemmleistenpaare 19, 20 mit nicht dargestellten Antrieben in entgegengesetzten Richtungen bewegt werden, wie das in F i g. 6 durch Pfeile 44,45 angedeutet ist. Dabei wird der Sack 11 in seiner Breite und auch der Verstärkungsstreifen 14 gestreckt.
Nach Schwenken des Gestells 2 in Richtung des Pfeils 4 um weitere 90 Grad gelangt der Sack in den Bereich der Reinigungs- und Entlüftungsstation 17. In der Zeichnung befindet sich der Schlitten 7 vor der Reinigungs- und F.ntlüftungsstation (F i g. 2, rechte Seite). Wenn das Gestell 2 mit dem gefüllten Sack 11 die dargestellte Position erreicht hat, wird es wiederum angehoben. In Höhe des dadurch positionierten Verstärkungsstreifens 14 befindet sich eine Saugdüse 46, die in Richtung des Doppelpfeils 47 auf den zwischen den beiden Klemmleistenpaaren 19,22 freiliegenden Verstärkungsstreifen 14 bzw. von diesem wegbewegt werden kann. Die Saugdüse 46 besitzt eine Grundfläche, die im wesentlichen der Grundfläche des Verstärkungsstreifens 14 entspricht. Nicht dargestellt ist. daß die Saugdüse 46 eine umgebende Dichtlippe und/ oder auf die Sackoberfläche bzw. den Verstärkungsstreifen 14 gerichtete Lamellen oder Borsten aufweisen kann und daß die Saugdüse in der Ebene der Sackoberfläche bzw. des Verstärkungsstreifens 14 hin-und herbeweglich ist. UnterderWirkungder Saugdüse 46 werden Staubteil-
chen, die sich beim Abziehen des Sackes 11 vom Füllstutzen 28 oder aus anderen Gründen auf der Oberfläche des Verstärkungsstreifens 14 abgesetzt haben, entfernt. Gleichzeitig wird durch den Füllschlitz 13 Luft aus dem gefülltenSack 11 ?bgesaugt.
Nach dem Absenken des Gestells 2 und Verschwenken um weitere ^O Grad in Richtung des Pfeils 4 erreicht der gefüllte Sack die Schweißstation 18. In der Zeichnung befindet sich der Schlitten 8 vor der Schweißstation 18.
Zur Schweißstation 18 gehören eine Schweißbacke 48 und ein zugeordnetes gekühltes Widerlager 49. Die Schweißbacke 48 und das Widerlager 49 befinden sich in gleicher Höhe wie die Saugdüse 46, so daß sie sich bei angehobenem Gestell 2 vor bzw. hinter dem Sack 11 in Höhe des Verstärkungsstreifens 11 befinden. LMe Schweißbacke 48 und das Widerlager 49 sind in Richtung der Doppelpfeile 50. 5! aufeipapc'?'" '»- b^w. voneinander wegbewegbar. Das bewirken nicht dargestellte Antriebe.
Die Schweißbacke 48 weist einen Kühlkörper auf, dessen dem Sack 11 zugewandte Stirnseite eine Fläche besitzt, die etwa der Fläche des Verstärkungsstreifens 14 entspricht. Über diese Stirnseite des Kühlkörpers ist ein Wärmeimpulsband gespannt, dessen wirksame Fläche folglich ebenfalls im wesentlichen der Fläche des Verstärkungsstreifens 14 entspricht.
Oberhalb der Schweißstation 18 befindet sich eine Vorratsrolle 52 für ein Kunststoffband 53, dessen Breite der Breite des Verstärkungsstreifens 14 entspricht. Das Kunststoffband 53 ist zwischen beweglichen Klemmbacken 54 hindurchgeführt, die in Richtung des Doppelpfeils 55 auf- und niederbewegbar sind. Das Ende des Kunststoffbandes 53 befindet sich zwischen der Schweißbacke 48 und dem Widerlager 49.
Wenn das Gestell 2 mit dem gefüllten Sack 11 angehoben wird, legt sich das Ende des Kunststoffbandes 53 vor den immer noch zwischen den Klemmleistenpaaren 19,20 gestreckt gehaltenen Verstärkungsstreifen 14. Die Schweißbacke 48 und das Widerlager 49 werden dann gegeneinandergefahren, wodurch das Ende des Kunststoffbandes 53 auf den Verstärkungsstreifen 14 gedrückt und dort gehalten wird.
Beim Aufheizen des Wärmeimpulsbandes der Schweißbacke 48 erwärmt sich auch der dadurch eingespannte Endabschnitt des Kunststoffbandes 53 bis zur Plastifizierung. Mit einem oberhalb der Schweißbacke 48 angeordneten Stößel 56, der in Richtung des Doppelpfeils 57 beweglich ist, wird das Kunststoffband 53 so beaufschlagt, daß der eingespannte Endabschnitt längs seiner Einspannkante abreißt. Der im Bereich der Schweißbacke 48 verbleibende Endabschnitt bildet ein Deckblatt, das auf den Verstärkungsstreifen 14 vollflächig aufgeschweißt wird und den Füllschlitz 13 dicht verschließt.
Nach Beendigung des Schweißvorganges werden die Schweißbacken 48 und das Widerlager 49 auseinandergefahren, wird das Gestell 2 abgesenkt und um weitere 90 Grad in Richtung des Pfeils 4 verschwenkt. Der gefüllte und dicht verschlossene Sack 11 befindet sich dann wieder im Bereich der Station 15 und kann entnommen werden, während gleichzeitig ein neuer Sack 11 eingeführt wird.
Bei der in F i g. 7 dargestellten Ausführung bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Teile. Angedeutet ist das um die vertikale Achse 3 drehbare Gesteil 2, welches an jeweils vier Seiten eine Führung 58 für den daran verschieblichen Schlitten 5 mit den Klemmleistenpaaren 19, 20, 21, 22 aufweist. Oberhalb des Schlittens 5 befindet sich der Füllstutzen 28.
Dem Füllstutzen 28 ist ein Hilfsstutzen 59 zugeordnet, der seinerseits an einem längs der Führung 58 verschieblichen Schlitten 60 gehalten ist. Der Hilfsstutzen 59 ist über ein Schwenklager 61 am Schlitten 60 gehalten und kann in Richtung des Doppelpfeils 62 um ca. 90 Grad zwischen den beiden dargestellten Positionen verschwenkt werden. In vertikaler Position kann der HiITsstutzen 59 mit Hilfe des Schlittens 60 gegen den Füllstutzen 28 gefahren werden. Nicht dargestellte Kupplungseinrichtungen ermöglichen einen dichten Anschluß des Hilfsstutzens 59 an den Füllstutzen 28 während der Abfüllung.
H Bei dieser Ausführung sind die Klammern 29, 30 dem Hilfsstutzen 59 zugeordnet. Wie oben beschrieben, spannen sie den mit geöffnetem Füllschlitz 13 auf den Hilfsstutzen 59 aufgeschobenen Sack 11 ein.
Der in horizontale Position ausgeschwenkte HtIFsstutzen 59 befindet sich im wesentlichen in der Flucht des obersten Sackes 11 des Stapels 26. Die Greiferanordnung 27 besteht bei dieser Ausführung ebenfalls aus einem im einzelnen nicht dargestellten Schlitten mit zugeordneten Klemmleistenpaaren 63, die grundsätzlich genauso funktionieren, wie die Klemmleistenpaare 19. 20 auf dem Schlitten 5. Der Schlitten der Greiferanordnung 27 ist in Richtung des Doppelpfeils 64 zwischen dem Stapel 26 und dem ausgeschwenkten Hilfsstutzen 69 verschieblich. Die Klemmleisten der Klemmleistenpaare 63 der Greiferanordnung 27 erfassen den jeweils obersten Sack des Stapels 26 an den in der Flucht des Füllschlitzes 13 liegenden Abschnitten und ziehen den Sack in Richtung auf den ausgeschwenkten Füllstutzen 59. Dabei wird mit Hilfe von aus dem Schlitten der Greiferanordnung 27 angeordneten Saugern 65, 66 der Füllschlitz 13 geöffnet. Mit dem geöffneten Füllschlitz 13 wird der Sack 11 dann auf den ausgeschwenkten Hilfsstutzen 59 aufgeschoben, dessen Klammern 29, 30 noch geöffnet sind. Nach dem Schließen der Klammern
■to 29,30 wird die Greiferanordnung 27 vom Sack 11 gelöst und der Hilfsstutzen 59 in vertikale Position geschwenkt.
Zum Abfüllen wird der Hilfsstutzen 59 mit dem daranhängenden Sack mit Hilfe seines Schlittens 60 gegen den Füllstutzen 28 gefahren, wobei der Sack 11 auf dem nicht dargestellten Wiegesackstuhl aufliegt. Nach dem Abfüllen wird der Transportsackstuhl 43, der bei der in F i g. 7 dargestellten Ausführung ebenfalls mit einem zu geordneten Schlitten 67 an der Führung 58 verschieblieh ist, zur Abstützung des gefüllten Sackes 11 angehoben. Nachdem der Sack dann wieder von den Klemmleistenpaaren 19,20 des Schlittens 5 an den in der Flucht des Füllschlitzes 13 Hegenden Abschnitten erfaßt und die Klammern 29,30 des Hilfsstutzens 59 gelöst worden sind, wird der Sack 11 vom Hilfsstutzen 59 abgezogen und in der Einspannung der Klemmleistenpaare 19, 20 den weiteren Bearbeitungsstationen zugeführt.
Es versteht sich, daß die auf der Führung 58 verschieblichen Schlitten 5, 60, 67 sowie der Schlitten der Greiferanordnung 27 jeweils zugeordnete Antriebe haben, die nicht dargestellt sind.
Bei allen Ausführungen ist der Sack 11 während des Umlaufs durch die dargestellte Vorrichtung exakt positioniert, so daß eine einwandfreie Behandlung des Sakkes in den einzelnen Bearbeitungsstationen trotz der verhältnismäßig kleinen Abmessungen des Füllschlitzes 13 und des Verstärkungsstreifens 14 möglich ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (13)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Abfüllen von Schüttgut in einen Sack, der im Bereich eines seiner Enden in einer Seitenwand einen Füllschlitz aufweist, wobei der Sack beidseitig an dem den Füllschlitz aufweisenden Ende mit Klemmleisten erfaßt und nach Öffnung des Füllschlitzes auf einen Füllstutzen aufgeschoben sowie nach dem Abfüllen vom Füllstutzen abgenommen wird, wobei ferner der Füllschlitz durch Strekken geschlossen und dann der Sack verschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Sack (11) auf einen mit der Waage (35) einer Packmaschine verbundenen Füllstutzen (28) aufgeschoben wird und daran mit Klammern (29, 30) eingespannt wird, die Abschnitte der Seitenwände zwischen sich und dem Füllstutzen (28) einspannen, daß während des. Abfüllens die Klemmleisten (19,20) gelöst werden, wobei das andere, freigegebene Ende des Sackes (11) auf einem mit der Waage (35) verbundenen Wiegesackstuhl (36) abgestützt ist, und daß nach dem Abfüllen der Sack (11) wieder von den Klemmleisten (19,20) erfaßt und seine Einspannung am Füllstutzen (28) gelöst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sack (11) von den Klemmleisten (29,30) in der Flucht des Füllschlitzes erfaßt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich '°t, daß der auf den Füllstutzen (28) aufgeschobene Sack (11) außer im Bereich des Füllschlitzes auch an Abscnnitten eingespannt wird, die sich zwischen der Flucht dus Fü.'lschlitzes und dem zugeordneten Ende des Sackes (i 1) erstrecken.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 —3, mit einem Füllstutzen und zwei relativ dazu beweglichen Klemmleistenpaaren, einer Greiferanordnung für die Zuführung von Säcken zum Füllstutzen bzw. zu den Klemmleistenpaaren, einer Einrichtung zum Öffnen des leeren Sackes und einer Einrichtung zum Verschließen des gefüllten Sackes, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstutzen (28) und ein Wiegesackstuhl (36) mit der Waage (35) einer Packmaschine verbunden sind, daß die Klemmleistenpaare (19, 20) an einem in Richtung auf den Füllstutzen (28) beweglichen Schlitten (5,6,7,8) angeordnet sind und daß der Füllstutzen (28) ihn umgebende Klammern (29, 30) aufweist, die mit den Klemmleistenpaaren (19,20) in deren oberer Betriebsstellung fluchten.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem Füllstutzen (28) kuppelbarer Hilfsstutzen (59) mit zugeordneten Klammern (29. 30) vorgesehen ist, der schwenkbar auf einem zugeordneten Schlitten (60) angeordnet ist, welcher unabhängig vom Schlitten (5) der Klemmleistenpaare (19, 20) in gleicher Richtung verschieblich ist, und daß die Greiferanordnung (27) einen in der Flucht des ausgeschwenkten Hilfsstutzens (59) verschieblichen Schlitten mit Klemmleistenpaaren (63) und eine Einrichtung(65.66) zum öffnen des Füllschlitzes (13) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5 für den Einsatz von Säcken, deren Füllschlitz von einem Verstärkungsstreifen umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Klemmleistenpaare (19, 20. 63) ungefähr der Breite des Verstärkungsstreifens (14) und ihrer größter Abstand ungefähr der
Länge des Verstärkungsstreifens (14) entspricht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 — 6, dadurch gekennzeichnet, daß die im Bereich des Füllstutzens (28) oder des Hilfsstutzens angeordneten Klammern (29, 30) Ausnehmungen (41, 42) zur Aufnahme der Klemmleistenpaare (19, 20,63) bei in Richtung auf den Füllstutzen (28) oder den Hilfsstutzen verschobenem Schlitten (5,6,7,8) aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 — 7, ίο dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (18) zum Verschließen des Füllschlitzes aus wenigstens einer beweglichen Schweißbacke (48), einem zugeordneten Widerlager (49), einer Vorratsrolle (52) und einer Zuführeinrichtung (54) für die Deckblätter besteht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißbacke (48) einen Kühlkörper und ein darübergespanntes Wärmeimpulsband aufweist, dessen Breite im wesentlichen der Breite des Verstärkungsstreifens (14) entspricht
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 — 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung für die Deckblätter Klemmbacken (54) aufweist, die in einer durch den gestreckten Sack (11) definierten Ebene hin- und herbeweglich sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4- 10, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Schlitten (5,6,7, 8) unterhalb der Klemmleistenpaare (19, 20) ein Transportsackstuhl (43) zugeordnet ist, der relativ zum Wiegesackstuhl (36) beweglich ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch Ii, dadurch gekennzeichnet, daß der Transportsackstuhl (43) unabhängig vom Schlitten (5) der Klemmleistenpaare (19, 20) in gleicher Richtung verschieblich ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-12.
dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Schütten oder eine Gruppe von Schlitten im Bereich einer Station (15) für die Zuführung ''Wi leeren Säcken (11) sowie für die Entnahme von gefüllten Säcken (11), der zweite im Bereich einer Füllstation (16), der dritte im Bereich einer Reinigungs- und/oder Entlüftungsstation (17) und der vierte im Bereich einer Schweißstation (18) angeordnet ist.
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