DE333973C - Vorrichtung zur Entfernung von Verunreinigungen, insbesondere von Zellstoff, aus Fasermaterial durch Abspritzen - Google Patents
Vorrichtung zur Entfernung von Verunreinigungen, insbesondere von Zellstoff, aus Fasermaterial durch AbspritzenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B1/00—Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
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Description
- Vorrichtung zur Entfernung von Verunreinigungen, insbesondere von Zellstoff, aus Fasermaterial durch Abspritzen. Bei der Verwollung von verholzten oder Holzteile enthaltenden spinnfaserhaltigen Rohstoffen geht die verholzte Substanz in Zellstoff bzw. in Substanzen von zellstoffähnlicher Beschaffenheit über, die die Fasern beim Trocknen verkleben und verfilzen. Es ist bekannt und üblich, kurze, nicht spinnfähige Fasern und Verunreinigungen durch mechanische Vorrichtungen in trockenem Zustand, z. B. durch geeignete Krempeln, zu entfernen. Dies gelingt aber nur unvollständig; das die Krempeln verlassende Faserfließ ist meist mit zahlreichen Knötchen, sogenannten Noppen, durchsetzt, die durch die Verklebung und Verfilzung der Fasern mit Zellstoff hervorgerufen sind. Diese Noppen erschweren das Verspinnen außerordentlich. Sucht man diese Noppen durch stärkere Beanspruchung der Fasern in der Krempel zu beseitigen, so werden meist die Fasern selbst zerrissen, und die Brauchbarkeit des kurzstapeligen Endproduktes für Spinnzwecke ist in Frage gestellt oder zum mindesten beeinträchtigt.
- Die nachstehend beschriebene Vorrichtung gestattet die Entfernung der nicht spinnfähigen verklebenden und verfilzenden .Verunreinigungen von der Spinnfaser in nassem Zustand durch Abspritzen mit Wasser, wobei die Abtrennung schnell und vollständig ohne Verletzung der Spinnfasern und unter gleichzeitiger Gewinnung der abgeschlämmten Anteile, insbesondere des Zellstoffes, erfolgen kann. Es sind Vorrichtungen bekannt und beschrieben worden, um Spinnfasern von Pflanzenteilen durch Abspritzen zu entfernen. Bei nachstehend beschriebener Vorrichtung handelt es sich aber um die Entfernung eines den Spinnfasern anhaftenden kurzstapeligen Materials von der Faser selbst, wozu naturgemäß andere Vorrichtungen erforderlich werden. Es sind allerdings auch Vorrichtungen bekannt, bei denen Pflanzenbastfasern durch Abspritzen mit Wasser von anhaftenden Leim- und Schleimsubstanzen befreit werden.sollen. Es hat sich ergeben, daß solche Vorrichtungen nur für die Entfernung löslicher oder sehr fein verteilter Substanzen brauchbar sind, oder daß durch Ausbreiten des Materials zu einer sehr dünnen Faserschicht und durch besondere Anordnung und Bewegung der abspritzenden Wasserstrahlen Sorge dafür getragen werden muß, daß die beabsichtigte Wirkung erreicht wird, was eine sehr komplizierte und kostspielige Apparatur notwendig macht. Für den vorliegenden Zweck, der in der Hauptsache auf die Entfernung von Zellstoff abzielt, würde eine solche Faserschicht wie ein Filter wirken und bei noch so intensiver Bespritzung mit ruhenden oder bewegten Wasserstrahlen die Entfernung der kurzstapeligen Zellstofffasern verhindern. Es gelingt aber die Entfernung des Zellstoffes leicht, wenn man durch eine geeignete Vorrichtung das zu reinigende Fasermaterial auf einer kreisenden -Flotte schwimmend erhält und die auf der Oberfläche der bewegten Flüssigkeit schwimmenden Fasern mit einem Wasserstrahl von obenher abspritzt. Das abgespritzte kurzstapelige Material wird dann von dem abfließenden Wasser weggeführt und kann aus diesem mittels eines Stoffängers leicht zurückgewonnen werden.
- Die vorstehend beschriebene Bearbeitung der Faser wird folgendermaßen erreicht: In, einer zylindrischen Wanne, die etwa in halber Höhe ihrer Seitenwand einen Ablauf trägt, ist eine zweite, etwas kleinere, ebensolche Wanne so eingehängt bzw. eingesetzt, daß das Niveau des Ablaufes sich in solcher Höhe über dem Boden des zweiten Gefäßes befindet, daß, wenn Wasser in das Gefäß eingelassen wird, dies etwa io cm hoch in dem inneren Gefäß zu stehen kommt. Die Seitenwand dieses inneren Gefäßes bildet ein Drahtsiebgeflecht von geeigneter Maschenweite, während der feste Boden an seinem inneren Rand ein kreisförmig gebogenes Wasserzuleitungsrohr trägt, das in nicht zu weiten Abständen voneinander schräg nach oben gerichtete Spritzöffnungen, aufweist. Läßt man Wasser von einigen Atmosphären Druck durch diese Leitung eintreten, so wird in das innere Gefäß eingebrachtes Fasermaterial durch die Wasserströme an die Oberfläche gedrückt und gleichzeitig in, kreisende Bewegung versetzt. An dem oberen Rand des Innengefäßes befindet sich eine oder mehrere verstellbar angebrachte Düsen, von denen aus die Fasermasse von obenher mit einem kräftigen, breiten Wasserstrahl in Richtung der Bewegung der Faser bespritzt werden kann. Die Stelle, an der der Wasserstrahl die Siebwand trifft, ist mit einem Schutzblech bewehrt, um Anschleudern von Fasern an das Sieb und damit ein Verstopfen des Siebes zu vermeiden. Das Wasser verläßt mit dem abgespritzten Zellstoff durch die Siebwand, die die Faser zurückhält, das Innengefäß und fließt durch den Ablauf des Außengefäßes ab. Das durch einen Stoffänger von den abgeschlämmten Substanzen, insbesondere vom Zellstoff befreite Wasser, kann mit Hilfe einer Zirkulationspumpe von neuem der Vorrichtung zugeführt werden. Die Vorrichtung soll in, erster Linie der Entfernung von Zellstoff aus verwollten Pflanzenfasern dienen, doch kann sie auch zur Reinigung von Fasermaterial aller Art verwendet werden.
- Eine Ausführungsform der beschriebenen Vorrichtung für Laboratoriumszwecke ist im nachstehenden, an Hand der beiliegenden Zeichnung beschrieben: In einem zylindrischen Gefäß G von ungefähr 6o cm Durchmesser und 18 cm Höhe, das mit einem genügend weiten, Ablaufrohr-A in etwa halber Höhe der Seitenwand versehen ist, ist ein zweites ebensolches Gefäß S von etwa 15 cm Seitenhöhe und 55 cm Durchmesser in der aus. der Zeichnung ersichtlichen Weise so eingehängt, daß beim Durchströmen der Gefäße mit Wasser der -Wasserstand im inneren Gefäß etwa 8 cm beträgt. Die Seitenwand des inneren Gefäßes besteht aus einem Drahtsiebgeflecht von etwa a mm Maschenweite. Auf dem Boden des Innengefäßes läuft längs der inneren Kante ein kreisförmig gebogenes Wasserrohr, das ein zu einer Wasserpumpe oder zur Wasserleitung führendes Zuleitungsrohr Z-' und in Abständen von etwa 2o cm mehrere seitlich nach oben gerichtete Spritzöffnungen s, s trägt. Das von oben eingeführte, ebenfalls mit einer Pumpe oder einer Wasserleitung verbundene Zuleitungsrohr Z2 dient dazu, die in das Gefäß eingebrachte Faser mit einem durch die Düse D verbreiterten Wasserstrahl auf die oben beschriebene Weise zu bespritzcn.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Entfernung von Verunreinigungen, insbesondere von Zellstoff, aus Fasermaterial durch Abspritzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern in einem zylindrischen, mit seitlichen Siebwänden versehenen Gefäß durch am Boden des Gefäßes angeordnete Wasserströmungen schwimmend und in kreisender Bewegung gehalten und von obenher mit breiten Wasserstrahlen in Richtung der Faserbewegung bespritzt werden.
Applications Claiming Priority (1)
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