DE334005C - Verfahren zum Unschaedlichmachen des bei der Lacklederhaertung unter der Einwirkung von ultravioletten Strahlen auftretenden Ozons - Google Patents
Verfahren zum Unschaedlichmachen des bei der Lacklederhaertung unter der Einwirkung von ultravioletten Strahlen auftretenden OzonsInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
- C14C11/00—Surface finishing of leather
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Description
- Verfahren zum Unschädlichmachen des bei der Lacklederhärtung unter der Einwirkung von ultravioletten Strahlen auftretenden Ozons. Bei der Lacklederhärtung durch ultraviolette Strahlen hat man zumeist mit dem Auftreten von nicht unbeträchtlichen Mengen Ozon zu kämpfen. Diese letzteren haben auf das Fortschreiten des Trockiungsprozesses eine zweifach schädliche Wirkung.
- Erstens ergibt sich aus den Versuchen von E. Meyer (Drudes Ann. d. Phys. Bd. 12 [zgo3], S. 852) sowie von F. Krüger und M. Moeller (Phys. Zeitschr. [=9r21 S. 72g), daß ganz geringe Mengen von Ozon die wirksame Ultraviolettgtrahlung, insbesondere im Gebiete von 200 bis 300 tut, in bedeutendem Maße absorbiereü, somit unnützen Energieaufwand verursachen und ein Ausbleiben der Wirkung mehr od6r weniger zur Folge haben.
- Zweitens sind schön verhältnismäßig geringe Mengen Ozon befähigt, die vollständige Härtung des Lackleders zu verlangsamen, ja unter Umständen sogar zu unterbinden.
- Man hat bereits versucht, diese CJbelstände zu beseitigen, und zwar hat man vorgeschlagen, entweder zur Vermeidung der Ozonbildung die Härtung in einer Atmosphäre von reinem Stickstoff vorzunehmen oder aber entstandenes Ozon in der Trockenkammer durch starke Lüftung oder durch Anwendung von Ammoniak und seinen Derivaten zu beseitigen. Diese Vorschläge bieten aber keine zufriedenstellende technische Lösung des Problems. Die Arbeit in einer Atmosphäre von reinem Stickstoff, in der sich selbstverständlich kein Ozon bilden kann, verbietet sich, weil man aus sonstigen fabrikatorischen Gründen die Härtung bei Gegenwart von Luftsauerstoff vornehmen muß. Der Vorschlag, das Ozon durch starke Lüftung fortzublasen, führt den Übelstand mit sich, daß dadurch die Aufrechterhaltung der nötigen Reaktionstemperatur in der Kammer verhindert wird. Die verwendeten Lichtquellen in den Bestrahlungsanlagen lösen nur eine sehr beschränkte Wärmeenergie aus. Da aber andererseits die Aufrechterhaltung einer mäßig hohen Temperatur von z. B. 40 ' C in der Belichtungskammer aus mehrfachen Gründen zweckmäßig ist, so kann der Luftwechsel nicht über ein bestimmtes Maß getrieben werden, wenn nicht noch besondere Anlagen, für Lufterwärmung in Frage kommen sollen. Auch die Anwendung von Ammoniak bietet keine befriedigende Lösung der Aufgabe. Wenn sich auch Ammoniak tatsächlich als geeignet erwiesen hat, Ozon aus ozonhaltigen Gasen zu beseitigen, so geht doch die Reaktion zwischen Ozon und Ammoniak so langsam vor sich, daß eine sichere und zuverlässige Entfernung des Ozons bei der technischen Ausübung des Verfahrens nicht gewährleistet wird, insbesondere kommt es vor, daß im Innern der Belichtungskammer trotz der Anwendung von überschüssigem Ammoniak doch noch beträchtliche Mengen freien Ozons ihren schädlichen Einfluß ausüben können, selbst wenn das Ozon mittels des Geruchsinnes nicht mehr wahrgenommen werden kann.
- Das vorliegende Verfahren bietet nun einen Weg, auf dem es gelingt, das Ozon schnell und sicher aus der Atmosphäre der Belichtungskammern zu entfernen. Dieses geschieht dadurch. daB in die Belichtungs- bzw. Trocknungskammer kleine Mengen von Dämpfen solcher organischen Stoffe eingeführt werden, die mit Ozon unter Bildung -vair. 0zgriderr zusammentreten. Für die technische Aus jung kommt in erster Linie Terpen#iiö@I -E sind jedoch alle anderen ätherischen öle ebenso brauchbar, die terpenartige Bestandteile erhalten (vgl. Harries, Ann. d. Chem. 343, S. 314 und 374, S. a88).
Claims (1)
- PATENT-ANsPRUcH: Verfahren zum Unschädlichmachen des bei der Lacklederhärtung unter der Einwirkung von ultravioletten Strahlen auftretenden Ozons, dadurch gekennzeichnet, daB man solche organische Körper, welche imstande sind, das Ozon zu Ozoniden zu binden, wie z. B. Terpentinöl, in Dampfform in den Trocknungsraum einführt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE334005T | 1917-12-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE334005C true DE334005C (de) | 1921-03-07 |
Family
ID=6213551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1917334005D Expired DE334005C (de) | 1917-12-14 | 1917-12-14 | Verfahren zum Unschaedlichmachen des bei der Lacklederhaertung unter der Einwirkung von ultravioletten Strahlen auftretenden Ozons |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE334005C (de) |
-
1917
- 1917-12-14 DE DE1917334005D patent/DE334005C/de not_active Expired
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