DE3340353C2 - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01M—TESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01M3/00—Investigating fluid-tightness of structures
- G01M3/02—Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum
- G01M3/04—Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point
- G01M3/20—Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point using special tracer materials, e.g. dye, fluorescent material, radioactive material
- G01M3/202—Investigating fluid-tightness of structures by using fluid or vacuum by detecting the presence of fluid at the leakage point using special tracer materials, e.g. dye, fluorescent material, radioactive material using mass spectrometer detection systems
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Description
Die Erfindung betrifft die Anwendung eines Dichtigkeitsprüf
verfahrens zur zerstörungsfreien Untersuchung von gesiegelten
Packungen mit einer Detektorgasfüllung in einer evakuierten
Prüfkammer, wobei in einer ersten Stufe durch Erreichen eines
zeitabhängigen Drucks auf Groblecks und in einer zweiten Stufe
massenspektrometrisch auf Feinlecks geprüft wird, auf die
Untersuchung von Packungen von wasserhaltigen Lebensmitteln
sowie eine Vorrichtung dafür.
Die Herstellung beispielsweise von sterilisierten Lebensmitteln setzt
absolut dichte Verpackungsbehältnisse voraus. Geringste
Undichtigkeiten führen zu einer Verkeimung des Lebens
mittels und damit in kürzester Zeit zu dessen Verderb.
In der Lebensmittelindustrie ist es bekannt, sterilisierte
Lebensmittel einige Wochen lang zu lagern und vor der
Auslieferung auf Bombagen hin zu überprüfen. Durch die Stoff
wechselaktivität der Mikroorganismen wird in der Regel
eine Gasbildung ausglöst, welche zu einem Aufblähen der
Verpackungsbehältnisse führt. Es gibt aber auch Mikro
organismen, die einen Stoffwechsel ohne Gasbildung be
wirken. Derartige, oft hochtoxische Vorgänge machen sich
dann nicht durch ein Aufblähen erkennbar und sind damit
gefährlich für den Verbraucher.
Dichtigkeitsprüfverfahren sind z. B. bekannt aus Robert Mc
Martin: Nondestructive Testing Handbook, Vol. 1, 2. Aufl.
(1982) American Soc. for Metals Section 12, Part 6, S. 727
bis 730 und Part 1, S. 689 bis 690, wobei eine elektroni
sches Bauteil vor oder während oder nach seiner hermetischen
Verschließung mit inertem Gas gefüllt wird und anschließend
in eine evakuierte Prüfkammer eingebracht wird. Auch die
Vakuumverschließung ist gemäß dieser Druckschrift zur herme
tischen Verschließung zu rechnen und es wird auch eine Vor
richtung zur Durchführung des Verfahrens gezeigt. Solche
Verfahren für feste Bauteile lassen sich jedoch nicht ohne
weiteres zur Überprüfung der Dichtheit von versiegelten
Packungen, das sind normalerweise Weichbeutelpackungen, mit
wasserhaltigen Lebensmitteln anwenden, deren Inhalt somit
sterilisiert werden muß. Trockenprodukte, wie Elektronikbau
teile, aber auch trockene Lebensmittel, wie Kartoffelflocken
oder -granulat und daraus gemischte Erzeugnisse benötigen
keine Sterilisation.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Dichtigkeitsprüfverfahren
auf die Untersuchung von Packungen von wasserhaltigen Lebens
mitteln anzuwenden und eine Vorrichtung dafür zu schaffen,
wobei die Behältnisse für steril verpackte Lebensmittel zer
störungsfrei auf ihre Dichtigkeit überprüft werden können,
ohne daß dazu eine lange Quarantänelagerung der verpackten
Lebensmittel erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand der
Patentansprüche gelöst.
Bei solchen verpackten wasserhaltigen Lebensmitteln ist es
wesentlich, daß die Untersuchung schonend erfolgt, um Infek
tionsgefahren des Packungsinhalts vorzubeugen, außerdem sehr
schnell gemessen werden kann, damit man die Untersuchung
on-line, also beim normalen Betriebsablauf der Verpackungs
anlage durchführen kann.
Die Dichtigkeitskontrolle erfolgt daher zweistufig, nämlich
- a) eine Prüfung auf Grobleckagen, was bedeutet, daß der Rest druck für die nächste Stufe gar nicht erreicht wird, weil austretender Wasserdampf den Unterdruck auf der Höhe des Wasserdampfpartialdrucks hält (ca. 2300 Pa),
- b) eine Prüfung auf Feinleckagen mittels Detektorgas.
Beide Meßstufen können in 7 bis 10 Sekunden durchgeführt
werden. Auf diese Weise wird das Detektorgas-Massenspektrometer nur
eingeschaltet, wenn kein Grobleck vorliegt. Packungen mit
Grobleckage werden on-line im gleichen Arbeitsgang aussor
tiert, indem man den Wasserdampfpartialdruck ausnutzt.
Wesentlich ist dabei, daß das Massenspektrometer einen Grund
pegel von Detektorgas enthält.
In Abhängigkeit von der Größe der Undichtigkeit in dem Be
hältnis erhält man einen entsprechenden Testwert. Wenn das
an der Außenseite trockene Behältnis eine große undichte
Stelle aufweist, beispielsweise einen Siegelfehler, so
wird beim Erreichen eines bestimmten Unterdruckwertes der
Prüfkammer Wasser aus einem darin abgepackten Lebensmittel
verdampfen und in die Prüfkammer gelangen, da das ver
packte Produkt feucht ist. Das führt dazu, daß sich in der
Prüfkammer ein Druck einstellt, der dem Wasserdampf
partialdruck entspricht. Solange in dem Lebensmittel Wasser
vorhanden ist, kann dieser Druck auch durch lange Abpump
zeiten nicht unterschritten werden. Wird also innerhalb
einer ermittelten Abpumpzeit nicht ein bestimmter vorge
gebener Vakuumenddruck erreicht, läßt das auf ein Grobleck
schließen.
Wenn eine relativ kleine Undichtigkeitsstelle an der Ver
packung vorliegt, tritt vorher eingefülltes inertes Gas,
das vorzugsweise Helium als Detektorgas enthält, aus dem
Behältnis in die Prüfkammer. Da beim Absaugen des Rest
gases aus der Prüfkammer dieses über ein Massenspektrum
geführt wird, wird derartiges aus der Verpackung aus
tretendes Detektorgas in dem Massenspektrometer erkannt
und angezeigt.
Gegenüber der üblichen Quarantänelagerung von Steril
konserven über mehrere Wochen, die aufgrund der erfindungs
gemäßen Dichtigkeitsprüfung entfallen kann, lassen sich
erhebliche Zeit und Kosten einsparen. Ebenso werden die
toxischen Packungen ermittelt, die sich mangels Gas
bildung nicht aufblähen. Mit dem erfindungsgemäßen Ver
fahren ist es möglich, beispielsweise sterile Lebensmittel
kontinuierlich bis zur Auslieferung zu verpacken, wobei
die Kontrolle der Dichtheit der Behältnisse als on-line-
Kontrolle anzusehen ist.
Vorzugsweise wird das Behältnis bis auf mindestens 3000 Pa
evakuiert und bis auf mindestens 5000 Pa mit dem inerten
Gas gefüllt und anschließend verschlossen und der Rest
druck der Prüfkammer beträgt etwa 10 Pa. Das inerte Gas
kann Stickstoff sein und Helium als Detektorgas enthalten.
Anstatt ein mit einem Produkt gefülltes Behältnis zu
evakuieren und zum Teil mit einem inerten Gas zu füllen,
kann das Behältnis beim Verpacken des Produktes mit
einem inerten Gas, das beispielsweise Stickstoff und als
Detektorgas Helium enthält, gespült werden, wobei das
Detektorgas in einem Anteil von mindestens 2000 Pa
Partialdruck vorhanden ist.
Das Massenspektrometer wird bei Unterschreitung des
Wasserdampfpartialdruckes aktiviert, wenn kein Grobleck
vorliegt. Der Mindestdruck kann dabei etwa 10 Pa betragen.
Um die Anlage selbst zu überwachen, wird dem Restgas vor
Zuleitung zu dem Massenspektrometer eine konstante Mindest
menge Detektorgas zugeführt, um einen Grundstrom
zu erreichen. Ein Leck ergibt dann einen Strom, der
größer ist als der konstante Prüfstrom.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Anwendung der zerstö
rungsfreien Dichtigkeitsprüfung von gesiegelten Packungen
mit einer Detektorgasfüllung auf die Untersuchung von
Packungen von wasserhaltigen Lebensmitteln mit einer als
Vakuumkammer ausgebildeten, direkt an eine Vakuumpumpe ange
schlossenen Prüfkammer zur Feststellung innerhalb einer er
mittelten Abpumpzeit des beim Austreten von Wasserdampf aus
der zu prüfenden Packung sich in der Prüfkammer einstellenden
Druckes, der dem Wasserdampfpartialdruck entspricht und einem
Massenspektrometer, das zwischen der Prüfkammer und einer
Vakuumpumpe angeordnet ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß
das Massenspektrometer einen Grundpegel von Detektorgas ent
hält.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird anhand einer schemati
schen Zeichnung näher erläutert.
Eine bis auf einen Druck von 1300 Pa evakuierte Steril
packung 10 wurde bis auf etwa 8000 Pa mit Helium gefüllt.
Die verschlossene Prüfpackung 10 wird in eine als Vakuum
kammer ausgebildete Prüfkammer 12 eingebracht. Über eine
zweistufige Vakuumpumpe 14 wird die Prüfkammer 12 bis auf
einen Restdruck von etwa 10 Pa evakuiert.
Nach Abschalten der Pumpe 14 wird eine Vakuumpumpe 16
in Betrieb gesetzt, welche das in der Prüfkammer 12 noch
vorhandene Restgas über ein Massenspektrometer 18 absaugt.
In dem Massenspektrometer wird evtl. aus der Prüfpackung
10 austretendes Helium festgestellt und angezeigt.
Bei Vorliegen eines Groblecks kann nur der Wasserdampf
partialdruck erreicht werden, so daß in diesem Fall das
Massenspektrometer nicht aktiviert wird.
Zur Erläuterung der Erfindung wurden nachstehende Versuche
durchgeführt. Die mit bis auf 8000 Pa begasten Packungen
waren wie nachstehend angegeben unterschiedlich präpariert:
- A) Kopfnaht bewußt saubergehalten, Siegeleinstellung optimal.
- B) Kopfnaht mit Produkt stark verschmutzt, Sigelein stellung in Ordnung.
- C) Kopfnaht mit Produkt stark verschmutzt, zu niedrige Siegeleinstellung.
- D) Einsiegelung eines Haares, Siegeleinstellung in Ordnung.
Mittelwert aller dichten Packungen:
= 2,33 · 10-6
σ = 0,69 · 10-6
σ = 0,69 · 10-6
Mittelwert der dichten Packungen:
= 4,63 · 10-6
σ = 4,85 · 10-6
σ = 4,85 · 10-6
Wiederholung mit 2 Packungen A)
2,26 · 10-6
2,66 · 10-6
2,66 · 10-6
gleiche Packungen, jedoch angestochen:
< 4 · 10-4
< 4 · 10-4
< 4 · 10-4
Die vorgenannten Packungen waren nur leicht an einer Ecke
angestochen. Bei einem Versuch mit größerem Porendurch
messer zeigt es sich, daß die Anlage den notwendigen
Vakuumwert infolge des dann ausdampfenden Wassers nicht
erreicht.
Die Leckanzeige einer defekten Packung ist um mindestens
zwei Zehnerpotenzen über dem normalen Grundstrom. Dieser
beruht zum einen auf dem natürlichen Heliumanteil der
Atmosphäre, zum anderen auf Heliumresten, die der Packung
bzw. Kammer anhaften.
Claims (2)
1. Anwendung eines Dichtigkeitsprüfverfahrens zur zerstörungs
freien Untersuchung von gesiegelten Packungen mit einer
Detektorgasfüllung in einer evakuierten Prüfkammer, wobei
in einer ersten Stufe durch Erreichen eines zeitabhängi
gen Drucks auf Groblecks und in einer zweiten Stufe
massenspektrometrisch auf Feinlecks geprüft wird, auf die
Untersuchung von Packungen von wasserhaltigen Lebensmit
teln.
2. Vorrichtung zur Anwendung nach Anspruch 1 mit einer als Vakuumkammer
ausgebildeten, direkt an eine Vakuumpumpe (14) angeschlos
senen Prüfkammer (12) zur Feststellung innerhalb einer
ermittelten Abpumpzeit des beim Austreten von Wasserdampf aus
der zu prüfenden Packung sich in der Prüfkammer einstel
lenden Druckes, der dem Wasserdampfpartialdruck entspricht,
und einem Massenspektrometer (18), das zwischen der Prüf
kammer (12) und einer Vakuumpumpe (16) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Massenspektrometer einen
Grundpegel von Detektorgas enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833340353 DE3340353A1 (de) | 1983-11-08 | 1983-11-08 | Verfahren und vorrichtung zur bestimmung von undichtigkeiten in dichten behaeltnissen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833340353 DE3340353A1 (de) | 1983-11-08 | 1983-11-08 | Verfahren und vorrichtung zur bestimmung von undichtigkeiten in dichten behaeltnissen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3340353A1 DE3340353A1 (de) | 1985-05-15 |
| DE3340353C2 true DE3340353C2 (de) | 1990-03-29 |
Family
ID=6213751
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833340353 Granted DE3340353A1 (de) | 1983-11-08 | 1983-11-08 | Verfahren und vorrichtung zur bestimmung von undichtigkeiten in dichten behaeltnissen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3340353A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10124260A1 (de) * | 2001-05-18 | 2002-12-05 | Boehringer Ingelheim Pharma | System zur Überprüfung von Systemen, die ihrerseits zur Überprüfung der Dichtigkeit eines Hohlkörpers dienen |
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|---|---|---|---|---|
| US6082184A (en) | 1997-05-27 | 2000-07-04 | Martin Lehmann | Method for leak testing and leak testing apparatus |
| EP0791814A3 (de) * | 1997-05-26 | 1997-11-26 | Martin Lehmann | Verfahren zum Prüfen von Leck und Apparat zum Testen von Leck |
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| KR102377615B1 (ko) | 2013-12-10 | 2022-03-22 | 아벡, 아이엔씨. | 장치 및 사용 방법 |
| EP3691781A4 (de) | 2017-10-03 | 2021-01-20 | Abec, Inc. | Reaktorsysteme |
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1983
- 1983-11-08 DE DE19833340353 patent/DE3340353A1/de active Granted
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