DE3343394C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektronisch geregelte Kraft
stoff-Einspritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus der DE-OS 31 25 466 ist bereits eine elektronisch ge
regelte Kraft-Einspritzeinrichtung für eine Brenn
kraftmaschine bekannt, bei der eine Kraftstoffmenge mit
Hilfe einer Kraftstoffeinspritzpumpe in die Brennkraft
maschine eingespritzt wird, wobei mit Hilfe eines ein
stellbaren Kraftstoffeinstellteils in der Kraftstoffein
spritzpumpe die jeweilige Kraftstoffmenge gesteuert wer
den kann. Die bekannte Kraftstoff-Einspritzeinrichtung
enthält ferner eine erste Einrichtung zum Erzeugen von
einem Sollwert angebenden Daten, die die gewünschte Kraft
stoffmenge anzeigen, welche entsprechend dem Betriebszu
stand der Brennkraftmaschine eingespritzt werden soll.
Ferner ist eine zweite Einrichtung vorhanden, um ein Ist-
Mengensignal zu erzeugen, welches die Kraftstoffistmenge
anzeigt, die von der Kraftstoffeinspritzpumpe eingespritzt
worden ist. Mit Hilfe eines Differenzverstärkers wird auf
der Grundlage eines Sollwert-Istwertvergleiches ein Si
gnal erzeugt, um das Kraftstoffeinstellteil in der Weise
zu steuern, daß die Ist-Kraftstoffmenge mit der gewünsch
ten einzuspritzenden Kraftstoffmenge in Übereinstimmung
gebracht wird. Das Kraftstoffeinstellteil wird abhängig
vom Vergleichsergebnis zwischen Soll- und Istmengensi
gnal betätigt.
Bei der bekannten Kraftstoff-Einspritzeinrichtung wird
der Sollwert der einzuspritzenden Kraftstoffmenge anhand
verschiedener Parameter errechnet, wie beispielsweise an
hand der Kühlmitteltemperatur, Brennstofftemperatur, Luft
druck, Ladedruck und Leistung usw. Der Parameter Brenn
stofftemperatur wird bei dieser bekannten Einspritzein
richtung lediglich in der herkömmlichen Weise als Faktor
bei der Berechnung des Sollmengensignals berücksichtigt.
Aus der DE-AS 21 09 693 ist ein elektronischer Drehzahl
regler für Brennkraftmaschinen großer Leistung mit einer
Sollwerteinstellung für Drehzahl bzw. Füllung der Brenn
kraftmaschine bekannt, wobei bei diesem bekannten Dreh
zahlregler ein Soll-Istwert-Vergleich der Drehzahl durch
geführt wird, ferner eine Reglerstufe, Verstärker, ein
Stellglied mit Servoventil zur Füllungssteuerung mit
Weggeber und Rückführung vorgesehen sind. Das wesentliche
dieses bekannten elektronischen Drehzahlreglers besteht
darin, daß entweder eine Regelstufe mit PID-Verhalten
oder eine Füllungs-Drehzahlreglerstufe aktiviert werden
kann, und daß eine Füllungsbegrenzungseinrichtung vorge
sehen ist, um die jeweilige Motorfüllung abhängig von der
Motordrehzahl, dem äußeren Luftdruck, der Öltemperatur
oder der Ladelufttemperatur zu begrenzen. Ferner sind
zwei Meßsysteme für die Ausführung von Drehzahlmessungen
vorgesehen, die wahlweise zur Lieferung des Drehzahlist
wertes herangezogen werden können und die beide über eine
ENTWEDER-ODER-Schaltung bei Überdrehzahl auf eine Abstell
vorrichtung der Brennkraftmaschine einwirken.
Aus der DE-OS 26 47 931 ist ein Verfahren zur Geschwin
digkeitsregelung von Brennkraftmaschinen bekannt, bei
welchem das wesentliche darin besteht, daß mit Hilfe
einer elektronischen Verarbeitungsstufe für ein Geschwin
digkeitssignal des Motors, das von einem PID-Regler mit
unterlagerter Grundregelung und Regelbegrenzer erarbeitet
wird, ein elektrisches Analogsignal abgeleitet wird, das
der Stellgröße, d. h., der Stellung eines Kraftstoff zufüh
renden Organs des Motors entspricht, und daß weiter die
ses Analogsignal über einen Verstärker auf einen Gleich
strommotor geringer Trägheit einwirkt, der das genannte
Organ verstellt, wobei das genannte Organ mit Hilfe eines
Differentialtransformators mit Kopplungstherm in seiner
Stellung gesteuert wird.
Üblicherweise wird in einer herkömmlichen elektronisch
geregelten Kraftstoffeinspritzeinrichtung für einen Die
selmotor ein Sollsignal, das eine zu jedem Zeitpunkt ein
zuspritzende Sollkraftstoffmenge anzeigt, entsprechend
einem Eingangssignal oder -signalen erzeugt, welche den
Betriebszustand des Dieselmotors anzeigen, und gewöhnlich
wird ein geschlossenes Regelsystem verwendet, in welchem
ein Kraftstoff-Einstellteil in der Weise angeordnet ist,
daß ein Rückkopplungssignal, welches die tatsächliche oder
Ist-Kraftstoffmenge anzeigt, die von einer Einspritzpumpe
in den Dieselmotor einzuspritzen ist, mit dem Sollsignal
in Übereinstimmung gebracht wird. Ein derartiges geschlos
senes Regelsystem ist beispielsweise in offengelegten ja
panischen Patentanmeldungen 32 025/82, 32 026/82 und
32 027/82 beschrieben.
In jüngster Zeit sind eine Anzahl Einrichtungen auf dem
Markt erschienen, in welchen diese Steuersysteme mittels
eines Mikrocomputers verwirklicht sind. Diese Einrichtun
gen haben jedoch den Nachteil, daß sie wegen der Unstetig
keit von verschiedenen Arten von Eingangsinformationen,
die mittels einer Datenabtastoperation erhalten werden,
bezüglich verschiedener Störungen in dem geschlossenen
Regelsystem, wie nachstehend noch ausgeführt wird, emp
findlich sind. Wenn beispielsweise die tatsächlich einge
spritzte Kraftstoffmenge auf der Basis des Einspritzdruc
kes, der Ventilöffnungszeit des Einspritzventils, der
Hubzeit des Nadelventils der Einspritzdüse usw. berechnet
wird, werden diese Daten in einem vorbestimmten Zeitinter
vall abgetastet, und die erforderlichen Daten werden in
vorbestimmten Zeitintervallen auf den neuesten Stand ge
bracht. Wenn daher die Einstellung des Kraftstoffeinstell
teils, welches eine Steuerbuchse, eine Steuerzahnstange
u. ä. sein kann, mittels eines schnell ansprechenden Stell
gliedes, wie beispielsweise eines Solenoid-Betätigungs
teils, durchgeführt wird, wird der Steuerzustand instabil
und die Steuergenauigkeit wird schlechter, wenn das Ab
tastintervall länger wird.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin,
die elektronisch geregelte Kraftstoff-Einspritzeinrich
tung der angegebenen Gattung insbesondere hinsichtlich
der Genauigkeit der Regelung in Abhängigkeit von der je
weils herrschenden Kraftstofftemperatur zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeich
nungsteil des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Durch die vorliegende Erfindung wird eine Einrichtung
geschaffen, die geeignet ist, den Parameter der Kraft
stofftemperatur und damit die Mengenänderung pro Volu
meneinheit abhängig von der Kraftstofftemperatur optimal
zu berücksichtigen.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildun
gen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
2 bis 5.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungs
beispielen unter Hinweis auf die Zeichnung näher erläu
tert. Es zeigt
Fig. 1 ein Blockdiagramm einer Ausführungsform
der elektronisch geregelten Kraftstoff-
Einspritzeinrichtung mit Merkmalen nach der Erfindung,
wie sie bei einem Dieselmotor verwendet wird;
Fig. 2 eine Kennlinie, in welcher die Beziehung
zwischen einem Wert von α, einer Motordre
zahl N und einer eingespritzten Kraftstoff
menge Q dargestellt ist;
Fig. 3 ein ins einzelne gehendes Blockdiagramm
der zweiten Rechenschaltung in Fig. 1;
Fig. 4A und 4B Darstellungen von Signalwellenformen, und
Fig. 5 eine Darstellung der Beziehung zwischen
einer augenblicklichen Öffnungsfläche
A einer Einspritzdüse und dem Hub L eines
Nadelventils.
In Fig. 1 ist ein Blockdiagramm einer Ausführungsform einer
Kraftstoff-Einspritzeinrichtung mit Merkmalen nach der Erfindung zum Steuern
der in einen Verbrennungsmotor eingespritzten Kraftstoff
menge dargestellt. Die Kraftstoff-Einspritzeinrichtung 1 ist
eine Einrichtung zum elektronischen Steuern oder Regeln
der von einer Kraftstoffeinspritzpumpe 2 in einen Diesel
motor 3 eingespritzten Kraftstoffmenge. Die Kraftstoff-
Einspritzeinrichtung 1 hat eine erste Rechenschaltung 4 mit
einem (nicht dargestellten) Festwertspeicher (ROM) zum
Berechnen der Kraftstoffeinspritzmenge, die notwendig ist,
um die Drehzahl des Dieselmotors 3 entsprechend einer vor
bestimmten Reglerkennlinie entsprechend Drehzahldaten D 1,
welche die Drehzahl des Dieselmotors 3 anzeigen, entsprechend
Beschleunigungsdaten D 2, welche die Betätigung eines (nicht
dargestellten) Gaspedals anzeigen, und entsprechend Kühlmittel
temperaturdaten D 3 zu steuern, welche die Temperatur des
Kühlmittels für den Dieselmotor 3 anzeigen. Die Daten D 1
bis D 3 werden von einem Sensorblock 5 mit herkömmlichen
Sensoren oder Fühlern zugeführt. In dem Festwertspeicher
(ROM) der ersten Rechenschaltung 4 werden bei jeder durch
die Daten D 1 bis D 3 bestimmten Adresse erste Solldaten D a ,
welche die gewünschte, eingespritzte Kraftstoffmenge an
zeigen, welche durch die Daten D 1 bis D 3 festgelegt ist,
als Daten gespeichert, welche das Gewicht des pro Hub er
forderlichen Kraftstoffs anzeigen. Ferner können die ersten
Solldaten D a , welche durch die Verknüpfung der Daten D 1
bis D 3 zu jedem Augenblick festgelegt sind, von dem Fest
wertspeicher (ROM) durch Anlegen der Daten D 1 bis D 3 als
Adressendaten ausgelesen werden, und die ersten Solldaten
D a von der ersten Rechenschaltung 4 werden an eine Umsetz
einrichtung 6 angelegt.
Die Umsetzeinrichtung 6 spricht auf die Drehzahldaten D 1
und die Kraftstofftemperaturdaten D 4 an, welche die Tem
peratur des Kraftstoffs anzeigen, und setzt die ersten
Solldaten D a in zweite Solldaten D b um, welche das gewünsch
te pro Hub einzuspritzende Kraftstoffvolumen anzeigen, wobei
die Kraftstofftemperatur und die Drehzahl des Dieselmotors 3
zum dem jeweiligen Zeitpunkt berücksichtigt wird. Die Um
setzung in der Umsetzschaltung 6 wird entsprechend der
folgenden Formel durchgeführt:
D b = D a + α (t Q - t 0)
wobei α ein sich mit der Drehzahl ändernder Koeffizient,
t Q die Kraftstofftemperatur und t 0 eine Bezugstemperatur
sind.
Mit anderen Worten, die zweiten Solldaten D b werden dadurch
erhalten, daß das Produkt aus dem Koeffizienten α und der
Differenz zwischen der Kraftstofftemperatur t Q und der
Bezugstemperatur t 0 zu den ersten Solldaten D a addiert
wird. Hieraus folgt dann, daß die zweiten Solldaten D b
an dieser Stelle für die Motordrehzahl und die Kraftstoff
temperatur korrigiert worden sind.
Wie in Fig. 2 dargestellt, ist der Koeffizient a so fest
gelegt, daß er mit steigender Motordrehzahl N abnimmt und
mit zunehmender Kraftstoff-Einspritzmenge Q ansteigt. Ein
(nicht dargestellter) Fühler zum Feststellen der Größe des
Hubs eines (nicht dargestellten) Nadelventils einer Ein
spritzdüse 7 ist in dieser Düse eingebaut, die an einem der
Zylinder des Dieselmotors 3 vorgesehen ist, und das Aus
gangssignal S 1 von dem Fühler wird an eine zweite Rechen
schaltung 8 angelegt. Das Ausgangssignal S 1 ist ein elektri
sches Signal, dessen Pegel sich entsprechend der Größe des
Hubs des Nadelventils ändert (siehe Fig. 4A) und die zweite
Rechenschaltung 8 berechnet die tatsächliche oder Istkraft
stoffmenge, die von der Kraftstoffeinspritzpumpe 2 einge
spritzt worden ist, auf der Basis der Pegeländerungen des
Ausgangssignals S 1, um Istmengendaten D c zu erzeugen, welche
das tatsächliche Volumen des pro Hub eingespritzten Kraft
stoffs anzeigen.
In Fig. 3 ist ein ins einzelne gehendes Blockdiagramm der
zweiten Rechenschaltung 8 dargestellt. Das Ausgangssignal
S 1 in Form eines analogen Signals wird an eine Abtastschal
tung 81 angelegt und wird durch einen von einem Abtastim
pulsgenerator 82 angelegten Abtastimpuls P 1 abgetastet.
Der Abtastimpulsgenerator 82 erzeugt einen Impuls jedesmal
dann, wenn eine (nicht dargestellte) Kurbelwelle des Diesel
motors 3 sich um einen vorbestimmten Winkel dreht, und das
sich ergebende Impulsfolgesignal wird als das Abtastimpuls
signal P 1 erhalten. Folglich wird ein Signal H, das sich aus
abgetasteten Signalen H 1, H 2, . . . zusammensetzt, von der
Abtastschaltung 81 erzeugt, wie in Fig. 4B dargestellt ist.
Das Signal H wird an einen Analog-Digital-Umsetzer (A/D)
83 angelegt, in welchem das Signal H in entsprechende digi
tale Daten HD umgewandelt wird. Die Digitaldaten HD werden
an einen Datenumsetzer 84 angelegt, welcher aus einer Schaltung
besteht, um die Daten HD, welche die Größe des Hubs L des Nadel
ventils der Einspritzdüse 7 anzeigen, in Daten DA umzusetzen,
welche die augenblickliche Öffnungsfläche A der Einspritzdüse
7 zu diesem Zeitpunkt anzeigen.
Um die vorstehend erwähnte Datenumsetzung durchzuführen,
werden die Daten, welche die Beziehung zwischen der Größe
des Hubs L und der entsprechenden augenblicklichen Öffnungs
fläche A betreffen, was in Fig. 5 dargestellt ist, vorher in
dem Datenumsetzer 84 gespeichert, und jedesmal, wenn die
Daten HD angelegt werden, werden die entsprechenden Öffnungs
flächendaten DA von dem Datenumsetzer 84 erzeugt. Wie ohne
weiteres aus der Beschreibung der ersten Rechenschaltung
4 der Fig. 1 hergeleitet werden kann, kann der Datenumsetzer
84 durch Verwendung eines Festwertspeichers (ROM) verwirk
licht werden.
Folglich werden die augenblicklichen Öffnungsflächendaten
DA 1, DA 2, . . . von dem Datenumsetzer 84 entsprechend den
abgetasteten Daten H 1, H 2, . . . erhalten. Diese augenblick
lichen Öffnungsflächendaten DA 1, DA 2, . . . werden an eine
Integriereinrichtung 85 angelegt, welche die wirksame Öffnungs
fläche durch ein Integrieren über der Zeit bei allen augen
blicklichen Öffnungsflächendaten DA 1, DA 2 . . . DA N berechnet,
die während einer einzigen Kraftstoffeinspritzoperation
erhalten worden sind. Das integrierte Ausgangssignal von der
Integriereinrichtung 85 wird als ein Istmengendatenwert D c
abgeleitet, welcher die Kraftstoffmenge anzeigt, die von der
Einspritzdüse eingespritzt worden ist, da die wirksame
Öffnungsfläche und die eingespritzte Istkraftstoffmenge in
einer vorbestimmten funktionellen Beziehung stehen.
Um eine stetige Integration über der Zeit bei allen augen
blicklichen Öffnungsflächendaten DA 1, DA 2 . . . DA n zu er
reichen, die während einer einzigen Kraftstoffeinspritzung
erhalten worden sind, werden Steuersignale S 3 a und S 3 b
zum Steuern der Anfangs- bzw. der Endzeit der Integra
tionsoperation an die Integriereinrichtung 85 von einer In
tegrationssteuerschaltung 86 aus angelegt. Die Schaltung 86
erzeugt die Steuersignale S 3 a zum Zeitpunkt t s , welcher ein
wenig früher liegt als die Anfangszeit t 1 der Kraftstoff
einspritzung (siehe Fig. 4A), auf der Basis eines Zeit
steuersignals T s von einem ersten, an der Kurbelwelle des
Dieselmotors 3 angebrachten Winkelsensor 88. Der erste
Winkelsensor 88 ist so angeordnet, daß das Zeitsteuersignal
T s jedesmal dann erzeugt wird, wenn die zeitlich richtige
Drehbewegung der Kurbelwelle dem Zeitpunkt t s entspricht.
Ferner erzeugt die Integrationssteuerschaltung 86 auch
das andere Zeitsteuersignal S 3 b zu einem Zeitpunkt t e
auf der Basis eines impulsförmigen Signals T e von einem
zweiten, an der Kurbelwelle des Dieselmotors 3 angebrachten
Winkelfühler 89. Der zweite Kurbelwellen-Winkelfühler 89
ist so angeordnet, daß das impulsförmige Signal T e jedesmal
dann erzeugt wird, wenn die zeitlich gesteuerte Drehbewegung
der Kurbelwelle dem Zeitpunkt t e entspricht. Der Zeitpunkt
t e ist so festgelegt, daß sich im Vergleich mit der Zeit T
(siehe Fig. 4A) eine ausreichend lange Zeit T 0 für die
Integration ergibt. Folglich kann die Integrierschaltung
85 ohne Fehler alle augenblicklichen Öffnungsflächendaten
DA 1, DA 2 . . . DA n integrieren. Das Paar Zeitsteuersignale
S 3 a und S 3 b wird für jede Kraftstoffeinspritzung erzeugt.
Auf diese Weise können die Istmengendaten Dc entsprechend
der wirksamen Öffnungsfläche erhalten werden, die auf der
Basis des Isthubwertes des Nadelventils berechnet worden
ist. Die Integriereinrichtung 85, welche, wie oben beschrie
ben arbeitet, kann ohne weiteres durch die Verwendung des
Mikrocomputers eingerichtet werden.
In Fig. 1 werden die zweiten Solldaten D b und die Istmengen
daten D c durch einen Addierer 9 mit der in Fig. 1 darge
stellten Polarität addiert und Fehlerdaten D d , welche das
Additionsergebnis in dem Addierer 9 anzeigen, werden an eine
PID-Steuerschaltung 10 angelegt, in welcher eine Signalver
arbeitung, die für eine proportionale, integrale und
differentielle Steuerung erforderlich ist, aufgrund der Fehler
daten D d durchgeführt wird, um daraus ein Steuersignal
S 4 zu erzeugen. Das Steuersignal S 4, ein analoges Signal,
das die gewünschte Steuerstellung des Kraftstoffeinstell
teils anzeigt, wird an einen Positionssteuerkreis ange
legt, welcher einen Positionssignalgenerator 11 enthält,
welcher ein Positionssignal S 5 erzeugt, das die Istposition
eines Kraftstoffeinstellteils 2 a für jeden Augenblick an
zeigt.
Das Kraftstoffeinstellteil 2 a in der Kraftstoffeinspritz
pumpe 2 ist mit einem Solenoidstellglied 12 verbunden und
wird dadurch betätigt. Um elektrisch die Position des Kraft
stoffeinstellteils 2 a festzulegen, welches durch das Solenoid
stellglied 12 in die entsprechende Lage gebracht wird, ist
eine Fühlwicklung 13 mechanisch mit dem Solenoidstellglied 12
verbunden, so daß sich der Induktionswert entsprechend der
Stellung des Kraftstoffeinstellteils 2 a ändert. Folg
lich wird das Positionssignal S 5, dessen Pegel sich entspre
chend der gesteuerten Position des Kraftstoffeinstellteils
2 a ändert, von dem Positionssignalgenerator 11 erzeugt. Das
Positionssignal S 5 wird als ein Rückkopplungssignal an einen
Addierer 14 angelegt, um mit dem Steuersignal S 4 mit der in
Fig. 1 dargestellten Polarität addiert zu werden. Das sich
ergebende Ausgangssignal S 6 des Addierers 14 wird dann an
eine weitere PID-Steuerschaltung 15 angelegt. Die Steuer
schaltung 15 führt aufgrund des Ausgangssignals S 6 die
Signalverarbeitung durch, die für eine Proportional-, Integral-,
Differentialsteuerung erforderlich ist, und das Ausgangssi
gnal S 7 von der PID-Steuerschaltung 15 wird als Impulsbrei
ten-Steuersignal an einen Impulsbreitenmodulator 16 angelegt.
Der Impulsbreitenmodulator 16 ist eine Schaltung, die ein
impulsförmiges Ansteuersignal DP erzeugt, dessen Tastver
hältnis entsprechend dem Pegel des Ausgangssignals S 7 gesteuert
wird. Das impulsförmige Ansteuersignal DP wird an das Sole
noidstellglied 12 angelegt, so daß die Positionierung des
Kraftstoffeinstellteils 2 a durch das Solenoidstellglied 12
entsprechend dem Pegel des Ausgangssignals S 7 ausgeführt
wird.
Da entsprechend der vorstehenden Anordnung der Positions
steuerkreis mit einer verhältnismäßig niedrigen Ansprech
charakteristik in dem Einspritzmengen-Steuerkreis vorgesehen
ist, der auf die zweiten Solldaten D b von der Umsetzschaltung
6 und auf die Istmengendaten D c von der zweiten Rechen
schaltung 8 anspricht, kann eine stetige Steuerung durch
geführt werden, ohne daß sich die Steuergenauigkeit ver
schlechtert, selbst wenn ein Stellglied mit einem hohen An
sprechverhalten von einigen zehn Hz verwendet wird, und das
Abtastintervall, um die Eingangsdaten zu erhalten, die für
die Steuerungsberechnung in dem Einspritzmengen-Steuer
kreis verwendet werden, länger wird. In diesem Fall braucht
der Positionssteuerkreis nur den Steuerzustand stabil zu
halten, bis die Eingangsdaten auf den neuesten Stand ge
bracht sind. Somit ist keine spezielle Steuergenauigkeit
für den Positionssteuerkreis erforderlich, so daß die Steuerung
mit einer hohen Stabilität ohne eine nennenswerte Kosten
erhöhung durchgeführt werden kann. Ferner werden in der vor
stehenden Ausführungsform, sobald die Berechnung des Soll
werts hinsichtlich der Masse durchgeführt ist, die Masse
daten in Solldaten hinsichtlich des Volumens umgesetzt, indem
die Temperatur des Kraftstoffs und die Motordrehzahl berück
sichtigt wird, und diese Volumendaten werden dann an den
Rückkopplungssteuerkreis zum Steuern der eingespritzten Kraft
stoffmenge angelegt. Folglich wird die eingespritzte Kraft
stoffmenge entsprechend den zweiten Solldaten, welche die
gewünschte Kraftstoffmenge darstellen, hinsichtlich des
Volumens gesteuert. Somit braucht, um die tatsächlich ein
gespritzte Kraftstoffmenge festzustellen, die Position des
Solenoidstellglieds nicht festgestellt zu werden, und die
festgestellte Position braucht mit Hilfe einer Umwandlungs
tabelle nicht in eine eingespritzte Istkraftstoffmenge umge
setzt zu werden. Folglich führt die Erfindung zu dem Vorteil, daß
kein Steuerfehler infolge einer mechanischen Abnutzung von
Teilen eingebracht wird. Ferner können eine Leerlauf-Dreh
zahlsteuerung des Motors, eine Fahrzeuggeschwindigkeitssteu
erung, bei welcher die Fahrzeuggeschwindigkeit auf einem vor
bestimmten Wert gehalten wird, und andere Steuerarten auf die
selbe Weise durchgeführt werden, indem statt der ersten Soll
daten D a lediglich entsprechende Solldaten dem Einspritzmengen-
Steuerkreis zugeführt werden.
Claims (5)
1. Elektronisch geregelte Kraftstoff-Einspritzeinrichtung für
eine Brennkraftmaschine, in welcher eine Kraftstoffmenge,
die von einer Kraftstoffeinspritzpumpe in die Brennkraftmaschine
eingespritzt wird, durch Einstellen der Stellung
eines Kraftstoffeinstellteils in der Kraftstoffeinspritz
pumpe vorgegeben wird, mit einer ersten Einrichtung zum Er
zeugen von einen Sollwert angebenden Daten (D a ), die die
gewünschte Kraftstoffmenge anzeigen, die entsprechend dem
Betriebszustand der Brennkraftmaschine einzuspritzen ist, mit
einer zweiten Einrichtung zum Erzeugen eines Istmengensignals,
das die Kraftstoffistmenge anzeigt, die von der Kraftstoff
einspritzpumpe eingespritzt worden ist, mit einer Einrichtung,
die auf die Soll- und Istmengensignale anspricht, um ein erstes
Signal zu erzeugen, um das Kraftstoffeinstellteil in der Weise
zu steuern, daß die Istkraftstoffmenge mit der gewünschten
einzuspritzenden Kraftstoffmenge in Übereinstimmung gebracht
wird, und mit einer Einrichtung zum Betätigen des Kraftstoff
einstellteils abhängig vom Vergleichsergebnis zwischen Soll-
und Istmengensignal, dadurch gekennzeichnet,
daß
- a) die erste Einrichtung (4) die Masse des einzuspritzenden Kraftstoffs angebende Daten (D a ) entsprechend dem Sollsignal erzeugt,
- b) der ersten Einrichtung (4) eine Umsetzeinrichtung (6) nachgeschaltet ist, die unter Verwendung von Kraftstoff temperaturdaten (D 4) und Drehzahldaten (D 1) der Brenn kraftmaschine die die Masse des einzuspritzenden Kraftstoffs angebenden Daten (D a ) in zweite Solldaten (D b ) umwandelt, welche das gewünschte pro Hub einzuspritzende Kraftstoff volumen angeben, und
- c) die zweite Einrichtung (8) zur Erzeugung eines das tat sächliche Volumen des pro Hub eingespritzten Kraftstoffs angebenden Signals ausgebildet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zweite Einrichtung (8) einen Hub
fühler aufweist, um ein Hubsignal zu erzeugen, wel
ches den Hubwert des Nadelventils einer Einspritzdüse
(7) der Brennkraftmaschine (3) angibt, um Kraftstoff
von der Kraftstoffeinspritzpumpe aus in die Brenn
kraftmaschine einzuspritzen, und eine Recheneinrich
tung aufweist, welche auf das Hubsignal anspricht,
um jeden Augenblick die eingespritzte Istkraftstoff
menge anzuzeigen.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Recheneinrichtung eine Einrichtung
(81) zum Abtasten des Hubsignals bei einem vorbestimm
ten Zeitintervall, eine Einrichtung (84), um jedes
Signal, das bei dem Abtastvorgang in der Abtastein
richtung erhalten worden ist, in ein Signal umzu
wandeln, welches die augenblickliche Öffnungsfläche
des Einspritzventils zu diesem Zeitpunkt anzeigt, und
eine Integriereinrichtung (85) aufweist, um das Si
gnal zu integrieren, das die augenblickliche Öffnungs
fläche anzeigt.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Betätigungseinrichtung ein Sole
noidstellglied (12) ist, welches entsprechend dem zwei
ten Signal angesteuert wird.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Solenoidstellglied (12) durch ein
impulsförmiges Signal ansteuerbar ist, dessen Tast
verhältnis entsprechend dem zweiten Signal gesteuert
wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP20854882A JPS5999043A (ja) | 1982-11-30 | 1982-11-30 | 内燃機関用制御装置 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3343394A1 DE3343394A1 (de) | 1984-05-30 |
| DE3343394C2 true DE3343394C2 (de) | 1988-05-19 |
Family
ID=16558003
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833343394 Granted DE3343394A1 (de) | 1982-11-30 | 1983-11-30 | Elektronisch geregelte kraftstoffsteuereinrichtung fuer einen verbrennungsmotor |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5999043A (de) |
| DE (1) | DE3343394A1 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3426799A1 (de) * | 1984-07-20 | 1986-01-23 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Einrichtung zur regelung der einer brennkraftmaschine einzuspritzenden kraftstoffmenge |
| DE4024369A1 (de) * | 1990-08-01 | 1992-02-06 | Daimler Benz Ag | Verfahren zur regelung der den zylindern einer brennkraftmaschine zugefuehrten gemisch- bzw. kraftstoffmenge |
| CN102322363B (zh) * | 2011-05-25 | 2015-06-10 | 中国兵器工业集团第七○研究所 | 加快柴油机控制系统动态响应的装置 |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2329855A1 (fr) * | 1975-10-29 | 1977-05-27 | Alsthom Cgee | Procede pour la regulation de vitesse de moteurs a combustion interne |
| JPS5713241A (en) * | 1980-06-30 | 1982-01-23 | Diesel Kiki Co Ltd | Fuel injector |
| JPS5732026A (en) * | 1980-08-01 | 1982-02-20 | Diesel Kiki Co Ltd | Fuel injection device |
| JPS5732025A (en) * | 1980-08-01 | 1982-02-20 | Diesel Kiki Co Ltd | Fuel injection device |
| JPS5732027A (en) * | 1980-08-05 | 1982-02-20 | Nippon Denso Co Ltd | Electric governor for internal combustion engine |
-
1982
- 1982-11-30 JP JP20854882A patent/JPS5999043A/ja active Granted
-
1983
- 1983-11-30 DE DE19833343394 patent/DE3343394A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3343394A1 (de) | 1984-05-30 |
| JPS5999043A (ja) | 1984-06-07 |
| JPH0363665B2 (de) | 1991-10-02 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: SCHWABE, H., DIPL.-ING. SANDMAIR, K., DIPL.-CHEM. |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
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|
| 8330 | Complete disclaimer |