DE3344826C2 - - Google Patents
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Classifications
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-
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Lining Or Joining Of Plastics Or The Like (AREA)
- Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und
auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses
Verfahrens.
Es ist bereits ein Verfahren zum Herstellen
einer eine Oberflächenstruktur aufweisenden
Verkleidung, also Kaschierung, insbesondere
für den Innenraum eines Fahrzeuges, bestehend
aus einem durch Druck und Wärme verformbaren
Träger und einem auf diesen durch Wärmezufuhr
befestigten Bezug aus thermoplastischem Kunststoff,
der auf seiner dem Träger zugekehrten Seite
schaumförmig ist und ohne Oberflächenstruktur
angeliefert wird, wobei die Oberflächenstruktur
durch Heißprägen hergestellt wird und dabei
gleichzeitig Verbindungen zwischen dem Träger
und dem Bezug entstehen, bekannt (DE-AS 26 25 773).
Die verschiedenen Folien werden hier unter örtlicher
Anbringung eines Schweißklebers induktiv geschweißt
und dabei mit dem Träger dauerhaft verbunden.
Aus DE-AS 15 77 970 ist eine Vorrichtung zur Be
schichtung eines mittels einer Vorschubeinrichtung
bewegten Werkstückes bekannt. Bei dieser Beschichtungs
vorrichtung sind deren Beschichtungsglieder mit
Schwenkarmen versehen und um eine Achse frei drehbar.
Die Drehung und damit das Abstützen des Beschichtungs
gliedes auf der Oberfläche des Werkstückes wird durch
Nockenkurventeile und eine die Schwenkarme angreifende
Stange erreicht. Die Beschichtung erfolgt dabei beim
Abstützen des Beschichtungsgliedes auf der Werkstück
oberfläche, während die Werkstücke unter ihm bewegt
werden. Das Beschichtungsmittel wird dem Beschich
tungsglied aus einem oberhalb angebrachten Behälter
zugeführt und gelangt von einem Stopfen, der entweder
aus festem Beschichtungsmittel oder aus einem Mate
rial besteht, das das Beschichtungsmittel aufsaugt
bzw. absorbiert auf das Werkstück.
Es gehört auch zum Stand der Technik, das jeweilige
Trägerteil auf der zu kaschierenden Seite dadurch
vor dem eigentlichen Kaschiervorgang mit Kaschier
kleber zu versehen, daß dieser etwa mittels einer
Sprühpistole aufgesprüht wird. Dieses Sprühverfahren
ist nicht nur deshalb mit Schwierigkeiten verbunden,
weil der Sprühvorgang unter erschwerten Arbeitsbedin
gungen von Arbeitskräften durchzuführen ist, die auf
eine gleichmäßige Verteilung des Klebers über die
gesamte Oberfläche des Trägerteils achtgeben müssen,
sondern auch nachteilig, weil ein erheblicher Anteil
an Sprühkleber hierbei ungenutzt verlorengeht.
Besonders nachteilig sind die genannten Verfahren
für den Umbugvorgang, d. h. demjenigen Vorgang,
bei dem der über die Randkanten des Trägerteils nach
dem Kaschiervorgang umzubugende Kaschierrand auf
der Rückseite der dekorbeschichteten Oberfläche zu
befestigen ist.
Hier setzt die vorliegende Erfindung ein, der die
Aufgabe zugrunde liegt, ein Verfahren der im Ober
begriff des Anspruches 1 genannten Art dahingehend
weiterzuentwickeln und zu verbessern, daß unter
weitgehendem Wegfall des bisher erforderlichen Hand
lings bei erheblicher Einsparung von Kaschierkleber
der Kaschiervorgang hinsichtlich der zu verklebenden
Bereiche örtlich gezielter
und damit letztlich wirtschaftlicher durchführbar
wird.
Die Lösung dieser Aufgabe wird für das vorliegende
Verfahren erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Kennzeichens des Anspruches 1 vorgegeben.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung und Weiterbildung
dieser Aufgabenlösung ergeben sich aus dem Unteran
spruch.
Das Aufstempeln von Kaschierkleber auf ein Träger
teil ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn nur
sehr partielle Oberflächenbereiche oder ein bestimmtes
Oberflächenmuster, etwa auch ausschließlich der entlang
der Randkante des Trägerteils vorgegebene Bereich, be
aufschlagt werden soll. Der eigentliche Stempelvorgang
kann entweder mit einer Mehrzahl von Stempeln erfolgen
oder auch für den Fall, daß der Stempel in seiner Form
so ausgestaltet wird, daß er den mit Kaschierkleber
zu versehenden Flächenbereich des Trägerteils voll
abdeckt, mit einem einzigen Stempel. Auch ist es mög
lich, einen einzigen Stempel vorzusehen, der aus
mehreren Abschnitten zusammengesetzt ist oder der
nicht an die betreffende Raumform des Trägerteils
angepaßt ist, oder Teile hiervon, wenn dieser in
einer Mehrzahl von Stempelhüben nacheinander so ge
führt wird, daß er den Kaschierkleber auf die Gesamt
heit des oder der Oberflächenbereiche aufstempelt,
die hierfür vorgesehen sind. Beispielsweise ist es
bei letzterer Ausführungsform vorteilhaft, den Stem
pel über den zu kaschierenden Trägerteil nach Art
eines X-Y-Plotters verschiebbar entlang zweier
waagerechter Führungsschienen, die den ge
wünschten Bereich vollständig übergreifen,
zu führen.
Besonders vorteilhaft ist die vorliegende
Verfahrensweise im Zusammenhang mit der Ver
wendung von lösungs- bzw. dispersionsmittel
haltigen Kaschierklebern, also Flüssigklebern,
deren Viskosität dergestalt ist, daß durch
das Aufstempeln des am Stempel nach dessen
Benetzung haftenden Kleberanteils dieser
eine optimale Dosierung entlang desjenigen
Oberflächenabschnittes des Trägerteils ermöglicht,
auf den der Stempel niedergeht. Der Stempel,
der ein Formkörper sein kann, der in seinem
Umriß und in seiner Raumform der zu kaschieren
den Oberfläche des Trägerteils zumindest teil
weise angepaßt ist, wird hierfür zunächst mit
dem Kaschierkleber benetzt und dann unter Druck
mit dem zu kaschierenden Trägerteil, das heißt
der mit einer Dekorschicht zu versehenden
Oberfläche desselben, kurzzeitig in Berührung
gebracht, wobei der am Stempel haftende Kleber
von diesem auf die Oberfläche des Trägerteils
übergeht. Die Benetzung des Stempels erfolgt
durch einfaches Eintauchen in ein mit dem
flüssigen Kaschierkleber gefülltes Gefäß, und
es ist besonders vorteilhaft, den oder die
Stempel während der Zelt, in der mittels des
selben keine Übertragung von flüssigem Kaschier
kleber aus dem Speicherbehälter zu einem Träger
teil erfolgt, in dem mit Kaschierkleber gefüllten
Behälter eingetaucht zu belassen, so daß der
Stempel oder die Stempelfläche an sich zu keiner
Zeit der Gefahr einer Verklebung unterliegt.
Bei der vorstehend genannten Verwendung von lösungs-
bzw. dispersionsmittelhaltigem Kaschierkleber
ist es darüber hinaus vorteilhaft, den oder die
Stempel bzw. zumindest die mit dem Kaschierkleber
in Eingriff gelangende Stempelfläche aus einem
Elastomer herzustellen oder einem entsprechenden Werk
stoff, der gute Trenneigenschaften gegenüber dem
Kaschierkleber besitzt und der ausreichend elastisch
oder viskoelastisch deformierbar (mindestens 1%)
ist. Eine weitere vorteilhafte Eigenschaft des
Werkstoffes, aus dem der bzw. die Stempel zu fertigen
sind, ist die, daß er für den nicht ausgehärteten
Kaschierkleber bei der Aufbringungsviskosität einen
kleineren Benetzungswinkel besitzt als der Werkstoff
des zu bedruckenden Trägerteils.
Der oder die Stempel wird bzw. werden an seiner/ihrer
Oberfläche, die ganz oder teilweise mit dem Träger
teil unter Druck in Kontakt gelangt, in einer weite
ren vorteilhaften Weiterbildung mit regelmäßigen
oder unregelmäßig angeordneten Vertiefungen versehen,
wodurch der Kaschierkleber auf das Trägerteil in
einer gewünschten Musterform übertragen wird, bei
spielsweise in Form eines Punktrasters.
Schließlich ist es noch von erheblichem Vorteil, das
vorliegende Verfahren für den Umbugvorgang eines
bereits einseitig mit einer Kaschierung versehenen
Trägerteils einzusetzen dergestalt, daß der über
die Umfangskante des Trägerteils überstehende Rand
der Kaschierung nach Aufstempeln von Kaschierkleber
ausschließlich entlang der Randkantenbereiche auf
der Rückseite des Trägerteils aufgestempelt
und anschließend der überstehende
Kaschierrand umgebugt und angedrückt wird.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen in beispiels
weise Ausführungsform schematisiert Vorrichtungs
teile zur Durchführung des Verfahrens, und
es soll nachfolgend anhand der Zeichnungen
die vorliegende Erfindung weiter erläutert
werden:
Die Fig. 1 und 2 verdeutlichen das Stempeln
des Kaschierungsklebers auf dem umlaufenden,
rückwärtigen Randbereich des Formteiles, wie
es beim Umbugen der Kaschierung - das heißt
beim Umlegen der Kaschierung um die Formteil
kante - notwendig ist. Beide Figuren sind
schematisierte Längsschnitte durch die
Vorrichtungen.
In Fig. 1 ist mit 1 das Formteil bezeichnet,
das mit Hilfe der Positionierung - und
Halteeinrichtung 2 über dem Gefäß 7, das
den Kaschierungskleber 8 enthält, positioniert
und gehalten wird. Die Rückseite des Formteiles
1, deren umlaufender Rand zum Umbugen der
späteren Kaschierung mit Kaschierungskleber
beschichtet werden soll, ist dabei dem Gefäß
7 zugekehrt. Der eigentliche Kleberstempel 4,
der aus einem gummielastisch verformbaren
Werkstoff - wie beispielsweise Silikonkautschuk -
besteht, ist dabei auf dem Rahmen 3 befestigt.
Dieser Rahmen enthält in dem Bereich, der der
stark verformten Mittelpartie des Formteiles
1 entspricht, eine Ausnehmung. Kaschierungs
stempel 4 und Rahmen 3 können mit Hilfe der
bügelartigen Hilfsvorrichtung 5 auf- und ab
bewegt werden. Der Antrieb der Hilfsvorrichtung 5
der in den Fig. 1 und 2 nicht mit dargestellt
ist, kann dem Stand der Technik entsprechend
elektromechanisch, pneumatisch oder hydraulisch
erfolgen. Fig. 1 erläutert dabei die Stellung
der Bauelemente vor und nach dem eigentlichen
Aufstempeln des Kaschierungsklebers. Die
Vorrichtung 5 ist dabei so weit abgesenkt,
daß der Rahmen 3 und der auf ihm montierte
Kaschierungsstempel 4 voll in den Kaschierungs
kleber 8 eintaucht und von ihm überschichtet
wird. Auf diese Weise wird vermieden, daß
Kaschierungskleber an der Oberfläche des Kaschierungs
stempels 4 in den Taktpausen anhärtet, und
diese Oberfläche verunreinigt.
Fig. 2 zeigt die Stellung der erläuterten
Bauelemente zu dem Zeitpunkt, zu dem der
Kaschierungskleber 8 mit Hilfe des Kleber
stempels 4 auf den rückwärtigen Randbereich
des Formteiles 1 konturscharf übertragen wird.
Zu diesem Zweck sind der Rahmen 3 und der
Kleberstempel 4 mit Hilfe der Vorrichtung 5
so weit angehoben, daß der Kleberstempel 4
unter Druck mit den entsprechenden Bereichen
des Formteiles 1 Berührung erhält, wobei der
an der Oberfläche des Kleberstempels 4 an
haftende Kaschierungskleber 8 auf diese Bereiche
übertragen wird. Nachdem dies geschehen ist,
wird die Hubvorrichtung 5 wieder so weit abge
senkt, daß alle Bauelemente die Positionen
einnehmen, die in Fig. 1 dargestellt sind.
Danach wird das nunmehr mit Kaschierungskleber
beschichtete Formteil 1 mit Hilfe der Positionie
rungs- und Haltevorrichtung 2 zur Weiterver
arbeitung abtransportiert und ein neues Formteil
in die Stempelposition über den Behälter 7 gebracht.
In den Fig. 1 und 2 ist eine sehr einfache
geometrische Anordnung dargestellt. Das er
findungsgemäße Aufstempeln von Kaschierungs
kleber läßt sich natürlich auch durch andere
Bewegungsabläufe realisieren. Eine Vielzahl von
zum Stand der Technik gehörender Hilfsmittel
können hierfür verwendet werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung kaschierter Formteile für
die Innenverkleidung von PKWs oder dgl., bei dem ein
verpreßtes formstabiles Trägerteil zunächst wenigstens
partiell auf mindestens eine Oberfläche mit Kaschier
kleber versehen und nachfolgend eine folien- bzw.
gewebeförmige Kaschierschicht mittels Druck- und/oder
Wärmebehandlung dauerhaft mit dem Trägerteil verbunden
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kaschierkleber dem Umfang und den Raumformen
der Formteile angepaßt aufgestempelt wird, wobei der
Stempel ein Formkörper ist, der in Umriß und Raumform
der zu kaschierenden Oberfläche des Trägerteils zu
mindest teilweise angepaßt ist, und daß der bzw. die
Stempel während der Zeit, in der sie nicht mit dem
Trägerteil in Berührung gebracht werden, wenigstens
mit ihrer den Stempelvorgang ermöglichenden Oberfläche
vollständig in den Kaschierkleber eingetaucht werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der bzw. die Stempel aus einem mit flüssigem
Kaschierkleber gefüllten Behälter in eine Stempel
druck-Berührungsstellung mit der Oberfläche des
Trägerteils bringbar sind bzw. ist.
Priority Applications (1)
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| DE19833344826 DE3344826A1 (de) | 1983-12-08 | 1983-12-08 | Verfahren zur herstellung kaschierter formteile fuer die innenverkleidung von pkw's oder dergleichen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
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Publications (2)
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| DE3344826C2 true DE3344826C2 (de) | 1991-12-19 |
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ID=6216680
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19848964A1 (de) * | 1998-10-23 | 2000-04-27 | Lico Stahl Und Kunststofftechn | Vorrichtung zum Aufbringen von Beschichtungsmaterial mittels eines Stempelprofils |
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Family Cites Families (2)
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-
1983
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Also Published As
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