DE3345528C2 - - Google Patents
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- DE3345528C2 DE3345528C2 DE19833345528 DE3345528A DE3345528C2 DE 3345528 C2 DE3345528 C2 DE 3345528C2 DE 19833345528 DE19833345528 DE 19833345528 DE 3345528 A DE3345528 A DE 3345528A DE 3345528 C2 DE3345528 C2 DE 3345528C2
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
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- Indication Of The Valve Opening Or Closing Status (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltung zum motorischen Steuern
und Regeln von Hochdruckventilen der im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Art.
Hochdruckventile, insbesondere Hochdruck-Faltenbalgventile,
werden zur Fluidsteuerung in Rohrleitungen betrieben, in
welchen außerordentlich hohe Drücke herrschen, die bis zu
400 bar erreichen können, wobei die in diesen Rohrleitungen
strömenden Medien Temperaturen zwischen 273° bis 650°C und
mehr aufweisen.
Die Einstellung von derartigen Hochdruckventilen erfolgte
bisher üblicherweise manuell mittels eines mit der Ventilspindel
verbundenen Handrades. Dies ließ infolgedessen
zwischen einem vollständig geöffneten und einem vollständig
geschlossenen Absperrorgan des Ventils bzw. dem Ventilkegel
nur verhältnismäßig ungenaue Zwischenstellungen für die Regelung
der Durchflußmenge zu.
Es ist bereits bekannt, Ventile für Heizkörper von Zentralheizungen
mit Servomotoren zu versehen, um deren Ventilspindel
motorisch anzutreiben, um den Ventilkegel zu verstellen.
Ein solches Ventil ist beispielsweise aus der DE-OS
29 52 695 bekanntgeworden. Bei diesem Ventil erfolgt die
Verstellung des Absperrorgans mit Hilfe des koaxial zur
Ventilspindel angeordneten Servo-Getriebemotors in Abhängigkeit
von durch Messung ermittelter Zustandsgrößen des das
Ventil einer Heizungsanlage durchströmenden Wärmetransportmediums
und von anderen Meßwerten.
Die moderne Technik stellt an die Hochdruckventile der vorliegenden
in Betracht kommenden Art Anforderungen nicht nur in
bezug auf die Druck- und Temperaturbelastung, sondern auch in
bezug auf eine sehr genaue Steuerung und Regelung des Durchtrittsquerschnitts
für das die Ventile durchströmende Medium.
Dies gilt insbesondere bei der Fernbedienung von kritischen
Systemen oder bei hohen Durchflußkapazitäten und extrem hohen
Drücken und Temperaturen.
Aus der DE-OS 29 52 695 ist eine Anordnung zur Steuerung,
Überwachung und Verbrauchsmessung eines Fluiddurchflußventils,
insbesondere eines Heizkörperventils für Zentralheizungen,
bekannt. Diese bekannte Anordnung sieht es vor, den
Fluiddurchsatz durch Steuerung der Ventilkörperstellung in
Abhängigkeit von der Temperatur des das Ventil durchströmenden
Fluids einzustellen, und zwar mit Hilfe eines Steuersignals,
das aus der Differenz von Soll- und Istwerten gewonnen
wird. Eine derartige auf der Fluidtemperatur basierende
Ist-Sollwertsteuerung ist jedoch nicht geeignet, einen sicheren
Betrieb von Hochdruckventilen zu gewährleisten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die eine automatische
Steuerung von Hochdruckventilen mit hoher Regelgenauigkeit,
hoher Sicherheit und automatischer Steuerungsmöglichkeit gewährleistet.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Schaltung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die erfindungsgemäße Schaltung sieht es demnach vor, Ventilfunktionen
zur Fluidsteuerung in Rohrleitungen nur dann ordnungsgemäß
durchzuführen, auszulösen oder zu beenden, wenn in
den Rohrleitungen ganz bestimmte Druck- und/oder Temperaturzustände
herrschen. Ventil-Steuerbefehle werden also nur dann
an die Ventilstellorgane weitergeleitet, wenn bestimmte Temperatur-
und Druckventile ermittelt werden, wohingegen dann,
wenn diese Werte außerhalb der vertretbaren Bereiche liegen,
die Ventilsteuerorgane in eine vorgewählte Position überführt
werden, um Fehlfunktionen in den Rohrleitungen zu vermeiden.
Nachfolgend soll die Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert werden; in diesen zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen
Schaltung;
Fig. 2 einen Schaltplan der direkt am Ventil
angeordneten Bauelemente der Schaltung
von Fig. 1;
Fig. 3 die Frontplatte der Regelungseinheit der
Schaltung von Fig. 1;
Fig. 4 die Frontplatte des Interfaces der Schaltung
von Fig. 1;
Fig. 5 Bauelemente auf der Frontplatte von Fig. 4;
Fig. 6 und 7 den Datentransfer zwischen dem Interface
und der Regelungseinheit.
Das Blockschaltbild von Fig. 1 zeigt eine Schaltung zum motorischen
Steuern und Regeln eines Hochdruckventils mit folgenden
Baugruppen:
einem Ventilkolben-Verstellmotor 3 mit Getriebe;
einem Ventil 5 und einer logischen Verknüpfungseinheit 17;
Motor-Leistungstreiberstufen 18;
einem plastikkonduktiven Weggeber 19 mit Präzisions-Drehmoment-Meßwiderständen;
einem Pulsweitenmodulator 21;
einer internen Überwachung 22 der Spannungsversorgung;
einer Druck- und Temperaturüberwachung 23;
einem Alarmfunktions-Vorwahlschalter 24;
einer NiCd-Notspannungsversorgung 25;
einem Computer 26;
einem Interface 27;
einer kombinierten Computer- und CAMAC-kompatiblen Meß-, Steuer- und Regelungseinheit 28 mit Erkennungseinheit 29 für Alarmbedienung;
einer manuellen Fernsteuerungseinheit 30 und
einer Handbedienung 33.
einem Ventilkolben-Verstellmotor 3 mit Getriebe;
einem Ventil 5 und einer logischen Verknüpfungseinheit 17;
Motor-Leistungstreiberstufen 18;
einem plastikkonduktiven Weggeber 19 mit Präzisions-Drehmoment-Meßwiderständen;
einem Pulsweitenmodulator 21;
einer internen Überwachung 22 der Spannungsversorgung;
einer Druck- und Temperaturüberwachung 23;
einem Alarmfunktions-Vorwahlschalter 24;
einer NiCd-Notspannungsversorgung 25;
einem Computer 26;
einem Interface 27;
einer kombinierten Computer- und CAMAC-kompatiblen Meß-, Steuer- und Regelungseinheit 28 mit Erkennungseinheit 29 für Alarmbedienung;
einer manuellen Fernsteuerungseinheit 30 und
einer Handbedienung 33.
CAMAC bedeutet "Computer Applications for Measurement And
Control" (Bezeichnung für ein standardisiertes Kopplungssystem
zwischen Rechner und z. B. Experimentinstrumentierung).
Die zentrale Datenverarbeitung erfolgt in der Computer- und
CAMAC-kompatiblen Meß-, Steuer- und Regelungseinheit 28. Sie
verarbeitet die Daten aus der Alarm-Signaleinheit 29, die
Daten aus der manuellen Fernsteuerung 30, aus dem Computer 26,
der über Interface 27 an die computer- und CAMAC-kompatible
Meß-, Steuer- und Regelungseinheit 28 angeschlossen ist, und
die Daten aus der eigentlichen Ventilelektronik (Fig. 2).
Um das Ventil 5 öffnen, schließen oder positionieren zu
können, ist es notwendig, das Motorgetriebe 3 in Betrieb zu
setzen. Das Drehmoment vom Motorgetriebe 3 wird über einen
nicht gezeigten Mechanismus an den Ventilkegel übertragen.
Die Verstellbewegung des Ventilkegels wird durch den linearen
Wegegeber 19 elektronisch erfaßt. Der lineare Wegegeber 19
ist an eine konstante Stromspannungsversorgung angeschlossen
und liefert daher eine sehr stabile, dem Weg proportionale
Spannung. Diese Spannung wird dann in der computer- und
CAMAC-kompatiblen Meß-, Steuer- und Regelungseinheit 28 in
eine Spannung umgewandelt, die man auf einer am Anzeigegerät
angebrachten Frontplatte 44 befindlichen Digitalanzeige 34
prozentual (1-99,9%) ablesen kann (Fig. 3). Die Digitalanzeige
34 ist dreistellig und zeigt die Werte:
Diese Analogwerte sind durch einen einpoligen Stecker an
einen Schreiber anschließbar. Die Zwischenwerte zeigen die
genaue Positionierung des Ventilkegels an bzw. können je nach
gewünschten Durchflußmengen oder Dosierungswünschen angesteuert
werden.
Fig. 2 zeigt den Schaltplan der unmittelbar am Ventil angeordneten
Schaltungselemente.
Die Sicherheit elektronischer Funktionen ist abhängig von der
Eindeutigkeit der zu verwertenden Signale. Deshalb werden in
der gesamten Steuerelektronik nur negative Signale in Form
abfallender Flanken benutzt. Auf diese Weise werden Störsignale
eliminiert und jeder Prozeßvorgang ist "eindeutig"
definiert.
Wenn nun die Verbindung zwischen Meß-, Steuer- und Regelungseinheit
28 abgekoppelt wird, liegen die Eingänge
A, B, C, D und G am high-Potential. Das Relais Rel fällt
automatisch ab; dabei wird die durch S1 oder S2 vorgewählte
Position erreicht, d. h., es wird das Ventil 5 geschlossen
oder geöffnet (Alarmstellung).
Um das Ventil 5 zu schließen oder zu öffnen, muß der
Motor 3 in Betrieb gesetzt werden. Dies geschieht unter
folgenden Voraussetzungen:
Der Eingang G (=Erkennungseinheit 29 für Alarmbedingungen)
muß auf dem low-Potential liegen. Das bedeutet:
- - die Türen zu radioaktiven Räumen bzw. Räumen, in denen sich giftige Gase, hochätzende Flüssigkeiten etc. befinden, sind geschlossen.
- - Temperatur und Druck am Ventil 5 entsprechen den vom Hersteller angegebenen Betriebsbedingungen.
Wenn also Temperatur- und Druckwerte mit den Herstellerdaten
übereinstimmen, gehen auch die temperatur- und druckabhängigen
Eingänge C und D auf low-Signal. Dann - und nur
dann - lassen sich über die Meß-, Regel- und Steuereinheit
28 die Eingänge A und B ansteuern, wodurch der Motor 3
betätigt werden kann, die wiederum das Öffnen oder Schließen
des Ventils 5 ermöglicht.
Der Eingang A dient zum Öffnen des Ventils 5, wobei der
Motor 3 in Drehrichtung links herum angesteuert wird.
Von der Meß-, Steuer- und Regelungseinheit 28 aus geht
an den Ventilelektronikeingang A das Signal "low". Nun
liegen auch die Eingänge E1 und E3 sowie der Ausgang RS11
des Flip-Flops RS1 am "low"-Potential. Erst danach geht
der Ausgang A1 auf high und steuert die Motortreiberstufe
18Ö über den Eingang EÖ2 an. Der Motor 3 dreht sich in
Drehrichtung links, das Ventil 5 wird geöffnet. Am Ausgang
3Ö der Motortreiberstufe 18Ö wird der am Meßwiderstand
R20Ö verursachte Spannungsabfall, der dem Drehmoment proportional
ist, ständig gemessen.
Wenn die maximale Öffnungsposition des Ventils 5 erreicht
ist, wird der Motor 3 durch die stärkere Belastung niederohmiger,
und der Spannungsabfall am Widerstand R20Ö steigt
dem Drehmoment proportional an. Dieser Spannungsanstieg
wird am Komparator OP1, Eingang E18 registriert. Nach Erreichen
der vorher am Potentiometer P4 eingestellten Spannungsschwelle
steigt die Ausgangsspannung am Komparatorausgang
A12 schlagartig an. Gleichzeitig wird die Spannung
an dem plastikkonduktiven Wegegeber 19, die dem Weg des
Ventilkegels im Ventil 5 proportional ist, am Eingang E13
des Komparators OP3 gemessen.
Ist die Schwellenspannung, die am Potentiometer P2 eingestellt
ist, erreicht, steigt auch am Ausgang A10 des Komparators
OP3 die Spannung schlagartig an. Erst jetzt, wenn also das
maximale Drehmoment des Motors 3 und die maximale Öffnungsposition
des Ventils 5 erreicht sind, sind die Bedingungen
des "OR"-Gatters IC1 erfüllt, wodurch das Potential am
Ausgang A8 schlagartig auf "low" fällt. Das Flip-Flop RS1
wird gesetzt.
Der Ausgang RS11 des Flip-Flops RS1 geht schlagartig
auf "high", gleichzeitig geht der Ausgang A1 auf "low",
in dessen Folge geht auch der Eingang EÖ2 der Motortreiberstufe
18Ö auf "low": der Motor 3 bleibt schlagartig
stehen, der Motor-Laststrom=O, und die optische
Anzeige 36, die über den Ausgang K des Flip-Flops RS1
an die Meß-, Steuer- und Regelungseinheit 28 weitergeleitet
wird, blinkt. Die Digitalanzeige 34 auf der Frontplatte 44
der Meß-, Steuer- und Regelungseinheit 28 zeigt 99,9
(d. h., das Ventil 5 ist 99,9% geöffnet).
Wenn nun der Eingang A noch einmal mit dem "low"-Signal
angesteuert wird, kann dieser Impuls nicht bis zum Motor
3 weitergegeben werden, wodurch eine Beschädigung des
Dichtungsmaterials am Ventilkegel durch überdimensioniertes
Drehmoment an der Ventilregelachse 6 ausgeschlossen ist.
Dieser Effekt der Kontrolle des Drehmoments ermöglicht
enorme industrielle Einsparungen an Ventilkegeldichtungen,
Verlusten an Medien - z. B. gasförmig -, die durch
die Beschädigung der Dichtung zustandekommen würden.
Der Eingang B dient zum Schließen des Ventils 5, wobei der
Motor 3 in Drehrichtung rechts herum angesteuert wird.
Von der Meß-, Steuer- und Regelungseinheit 28 aus geht
an den Ventilelektronikeingang B das Signal "low". In
diesem Fall liegen die Eingänge E2 und E4 und der Ausgang
RS12 des Flip-Flops RS2 auf "low"-Potential. Wie dem
Schaltbild entnommen werden kann, hat man dadurch das
Flip-Flop RS1 zurückgesetzt (Reset). Der Ausgang A2 geht
auf "high" und steuert die Motortreiberstufe 18S über den
Eingang ES2 an. Der Motor 3 dreht sich in der Drehrichtung
rechts, das Ventil 5 wird angeschlossen. Am Ausgang 3S der
Motortreiberstufe 18S wird der am Meßwiderstand R20S
verursachte Spannungsabfall, der dem Drehmoment proportional
ist, ständig gemessen.
Wenn die maximale Schließposition des Ventils 5 erreicht
ist, wird der Motor 3 durch die stärkere Belastung niederohmiger,
und der Spannungsabfall am Widerstand R20S steigt
dem Drehmoment proportional an. Dieser Spannungsanstieg
wird am Komparator OP2, Eingang E16 registriert. Nach Erreichen
der vorher am Potentiometer P3 eingestellten Spannungsschwelle
steigt die Ausgangsspannung am Komparatorausgang
A11 schlagartig an. Gleichzeitig wird die Spannung am
plastikkonduktiven Wegegeber 19, die dem Weg des Ventilkegels
im Ventil 5 proportional ist, am Eingang E12 des Komparators
OP4 gemessen.
Ist die Schwellenspannung, die am Potentiometer P1 eingestellt
ist, erreicht, steigt auch am Ausgang A9 des Komparators OP4
die Spannung schlagartig an. Erst jetzt, wenn das maximale
Drehmoment des Motors 3 und die maximale Schließposition
des Ventils 5 erreicht sind, sind die Bedingungen des "OR"-
Gatters (IC2) erfüllt, wodurch das Potential am Ausgang A7
schlagartig auf "low" fällt. Das Flip-Flop RS2 wird gesetzt.
Der Ausgang RS12 des Flip-Flops RS2 geht schlagartig auf
"high", gleichzeitig geht der Ausgang A2 auf "low", danach
geht auch der Eingang ES2 in der Motortreiberstufe 18S auf
"low": der Motor 3 bleibt schlagartig stehen, der Motorlaststrom=O,
und die optische Anzeige 38, die über den Ausgang
F des Flip-Flops RS2 an die Meß-, Steuer- und Regelungseinheit
28 weitergeleitet wird, blinkt. Die Digitalanzeige 34
auf der Frontplatte 44 der Meß-, Steuer- und Regelungseinheit
28 zeigt 00,0 (d. h., das Ventil 5 ist geschlossen).
Wenn nun der Eingang B noch einmal mit dem "low"-Signal
angesteuert wird, kann dieser Impuls nicht bis zum Motor 3
weitergegeben werden. Dadurch ist gerade bei Schließen des
Ventils 5 die höchste Gefahr, die Ventilkegeldichtung zu
beschädigen. Durch das exakte Messen des Schließ-Drehmoments
des Ventils 5 und der Position am plastikkonduktiven
Wegegeber 19 geht der Ausgang RS12 des Flip-Flops RS2 rechtzeitig
auf "high"-Potential und unterbricht den Datenfluß
zum Motor 3. Der Motor bleibt schlagartig stehen.
In Fig. 3 sind die Bauelemente der Regelungseinheit 28 auf
einer Frontplatte 44 der computer- und CAMAC-kompatiblen
Meß-, Steuer- und Regelungseinheit 28 dargestellt, und zwar:
eine genaue Digitalanzeige 34 für die Ventilkegelposition im Ventil 5,
eine Digitalanzeige 35 für Temperatur und/oder Druck,
eine optische Anzeige 36 für Ventil "geöffnet",
eine optische Anzeige 38 für Ventil "geschlossen".
eine genaue Digitalanzeige 34 für die Ventilkegelposition im Ventil 5,
eine Digitalanzeige 35 für Temperatur und/oder Druck,
eine optische Anzeige 36 für Ventil "geöffnet",
eine optische Anzeige 38 für Ventil "geschlossen".
Zwischen den optischen Anzeigen 36 und 38 befinden sich
verschiedene optische Anzeigen 37 in BARGRAPH-Weise, die
die Zwischenpositionen des Ventilkegels im Ventil 5 relativ
grob auch optisch wiedergeben.
Ein Tast-Schalter 39 dient zur Vorwahl der Position des
Ventilkegels, eine Betriebsartvorwähltaste 40 für "Programm"
oder "Manuell". Ferner sind vorhanden ein Taster 41
für Ventil schließen oder Ventil öffnen, ein optisches
Alarmsignal 42 für Temperatur überschritten und ein optisches
Alarmsignal 43 für Druck überschritten.
Die Frontplatte 44 entspricht der Euronorm 3HE-4TE, so daß
sie in den 19′′-3HE-Euroüberrahmen untergebracht werden kann.
Durch Verwendung neuartiger Technologien konnten die Maße
der vollelektronischen Ventilsteuerung bei hoher Leistung
extrem kleingehalten werden. Außerdem ist es gelungen,
in den 19′′-3HE-Euroüberrahmen eine besonders kompakte
und leistungsfähige Spannungsversorgung (380 W) zu integrieren.
Diese hohe Packungsdichte ist auf dem Markt bislang
unerreicht.
An dem 19′′-3HE-Euroüberrahmen sind untergebracht
(Fig. 7):
| ein Interface 27|12 TE | |
| eine 17fache Ventilsteuerung 28 | 17×4 TE |
| eine manuelle Fernsteuerungseinheit 30 | 4 TE |
Durch das Prinzip der "verteilten Intelligenz" ist es daher
möglich, daß jede Ventilsteuerung als "master" oder "slave"
einsetzbar ist. Dabei ist der an der Steuerungseinheit angeschlossene
Rechner 26 während des Arbeits- und Positionierungsprozesses
zu anderen Zwecken frei verfügbar.
Zur weiteren Besonderheit gehört, daß alle Ventilsteuerungsmodule
auch in der manuellen Betriebsart 33 untereinander kommunizieren
können, d. h.: auch ohne Benutzung des Computers ist es
möglich, alle Steuermodule in einem automatischen "scan"
zu betreiben und dadurch Durchfluß, Dosierung und Mischverhältnisregelung
zu steuern. Bei Füllanlagen mit mehreren
Gefäßen ist es daher möglich, die Reihenfolge der zu füllenden
Gefäße vorzuwählen.
Durch die Ventilelektronik, die direkt am Ventil befestigt
ist, ist es möglich, Temperatur und Druck zu regeln.
Die Position des Ventilkolbens, Temperatur oder Druck kann
auf den auf der Frontplatte befindlichen "displays" abgelesen
werden.
Parallel dazu ist es auch noch möglich, die jeweiligen angezeigten
Werte (Daten) auf ein Drucker zu übertragen.
In Fig. 5 ist, um die Bauelemente auf der Frontplatte 45 des
Interface 27 deutlicher erkennbar zu machen, der untere Teil
von Fig. 7 dargestellt. Man erkennt hier deutlich einen dreistelligen
Positionsvorwählschalter 87, einen Zeitvorwählschalter
88 und einen Drucker 89. Die Bezugszeichen 46 bis 63
beziehen sich auf eine siebzehnfache, der siebzehnfachen
Ventilsteuerung 28 in Fig. 4 entsprechende optische Anzeige
des Arbeitsvorgangs "Drucker 89 im Betrieb". Ebenso bezeichnen
die Bezugszeichen 84 bis 86 eine siebzehnfache optische Anzeige
des Arbeitsvorgangs "Steuereinheit 28 im Betrieb" mit
den Adressen 13, 17, 21, 25, 29, 33, 37, 41, 45, 49, 53, 57,
61, 65, 69, 73, 77.
Die Fig. 6 und 7 bilden eine Einheit von links nach rechts
gesehen, wie die vom Unibus 100 (Fig. 6) ausgehenden und sich
in Fig. 7 fortsetzenden Adressenleitungen erkennen lassen.
Auf der Frontplatte 45 (Fig. 5) befinden sich drei mechanische
BCD-Vorwählschalter 87 bzw. 95, mit denen man die genaue
Position des Ventilkegels im Ventil 5 vorwählen kann. Bevor
die Daten auf die Datenleitung weitergegeben werden, werden
sie durch Leitungstreiber 91 gesperrt. Nach Bedienen der
Taste SET (39 in Fig. 3) in der Motorsteuerungseinheit 28
werden die Daten im Multiplexverfahren in Speicher 93 eingegeben,
wobei ein zusätzlicher Speicher 94 für einen
Adressenvorwählschalter (Timer) 98 zwischengeschaltet sein
kann. Nachdem sie in den Datenspeichern 93 gespeichert sind,
können sie statisch und parallel von Digitalkomparatoren 97
auf Digitalvergleiche abgelesen werden.
Ein Anzeigetreiber 102 ist mit einer Steuerstufe (Buffer) 103
für die Aneige von Temperatur oder Druck verbunden.
Von einem Analogdigitalwandler 101 wird die Spannung auf dem
plastikkonduktiven Wegegeber 19 stets überwacht gemessen und
digital an die Speicher 99 weitergegeben. Weil die Daten an
den Digitalspeichern 93 (Sollwert) und 99 (Istwert) nicht
gleich sind, befinden sich auch die Ausgänge entweder A14
oder A15 auf Low-Potential. Dieses sind auch die Ausgänge,
die direkt an die Dateneingänge A und B der Ventilelektronik
angeschlossen sind, d. h. Ventil "öffnen" oder "schließen".
Ist die vorgegebene Position des Ventilkegels im Ventil 5
erreicht, sind auch die Daten auf den Sollwertspeichern 93
und an den Datenspeichern 99 gleich. Die Digitalvergleiche
an den Komparatoren 97 sind abgeglichen. Die Ausgänge A14 und
A15 befinden sich am High-Potential (hoch), und der Ausgang
A13 des Digitalvergleichers 97 (10²) geht schlagartig auf Nullpotential,
d. h. Motor 3 "stop", weil der Ventilkegel im
Ventil 5 die vorgewählte Position erreicht hat. Dieses Signal
A13 ist mit einem BCD-Vorwählschalter 96 für den Adressenausgang
92 fest gekoppelt. Durch das Decodieren meldet sich die
jeweilige Einheit 1 bis 17 (Fig. 4) mit der vorgeschriebenen
Adresse an das Interface 27 und meldet: Position erreicht,
Datenübernahme. Die Daten werden dann über die Schnittstelle
im Interface 27 an den Computer 26 und gleichzeitig an den
integrierten Druck 89 (Fig. 5) weitergegeben. In dem Drucker
werden die Daten multiplex angegeben und parallel von dem
Drucker abgelesen.
Während dieses Prozesses, nämlich Positionieren des Ventilkegels,
Ablesen der Daten, Soll- und Istwert in den Speichern
93 und 99, steht der Rechner 26 auch für andere Zwecke zur
Verfügung.
Auf die beschriebene Art und Weise der Datenverarbeitung, wo
die Ventilsteuermodule 28 selbständig den ganzen Arbeitsvorgang
verarbeiten und ihre eigene "Intelligenz" benutzen, ist
es möglich, eine stetige Kontrolle über die einzelnen Positionen
der jeweils angesteuerten Ventile 5 zu erhalten, ohne
dabei unbedingt den Rechner 26 benutzen zu müssen. So ist es
unnötig, daß der Rechner stets die einzelnen Ventilsteuermodule
28 abfragen muß; er braucht nur dann zu arbeiten, wenn
sich der Ventilsteuermodul 28 mit seiner eigenen Adresse gemeldet
hat.
Diese Art von Datenverarbeitung ermöglicht weiter, daß die
Ventilsteuermodule 28 sich selber untereinander steuern und
dadurch ohne Eingriff vom Rechner 26 selbständig auch kompliziertere
Arbeitsvorgänge erfüllen können. Es ist auch
möglich, auf diese Weise zeitabhängige Arbeitsprozesse durchzuführen,
die man durch einen Zeitvorwählschalter 88 (Fig. 5)
in sämtliche Ventilsteuerungsmodule 28 vorgeben kann.
Der Datentransfer erfolgt auf die gleiche Art und Weise. Sämtliche
Motorsteuermodule sind funktionsgleich, so daß es nur
durch Umschaltung der Adressenvorwählschalter 98 und 96
möglich ist, die Ventilsteuermodule 28 in jede x-beliebige
Position (Adresse) zu bringen.
Da die zur Ventilelektronik gehörende computerkompatible
Meß-, Steuer- und Regelungseinheit 28 in einem 19′′-3HE-
Euroüberrahmen untergebracht ist, können 1 bis 20 Ventile
gleichzeitig gesteuert und überwacht werden. Dabei kann das Ventil
trotz Kabelbruchs geöffnet und geschlossen werden, wodurch
Schäden bei Personal und Einrichtung verhindert werden. Durch
die Art der Positionsmessung kann der Durchfluß exakt gesteuert
und geregelt werden, was besonders vorteilhaft bei
Dosierungs- und Mischanlagen ist.
Claims (7)
1. Schaltung zum motorischen Steuern und Regeln eines Hochdruckventils,
insbesondere eines Faltenbalgventils, mit
einer Regelungseinheit (28), die zum Einstellen beliebiger
Öffnungspositionen sowie der Schließposition des
Ventils (5) mit einem Fühler (19) zum Erfassen der
Ventilkegelposition verbunden ist sowie mit einem Treiber
(18) für einen Ventilkegel-Verstellmotor (3) und mit
einer Überwachungseinheit (23) für den am Ventil (5)
anliegenden Fluiddruck und die Fluidtemperatur, dadurch
gekennzeichnet, daß die Regelungseinheit eine CAMAC-
kompatible Regelungseinheit (28) ist, die über eine
logische Verknüpfungseinheit (17) mit dem Fühler (19)
verbunden ist und die mindestens einen Steuerungseingang
für den Empfang von Ventilöffnungsbefehlen und Ventilschließbefehlen
sowie eine logische Strukturierung aufweist,
welche diese Befehle nur dann an die Verknüpfungseinheit
(17) weiterleitet, wenn die von der Überwachungseinheit
(23) erfaßten Werte für Temperatur und Druck am
Ventil (5) in vorgegebenen Wertebereichen liegen, wobei
die Regelungseinheit (28) den Ventilkegel in eine vorgewählte
Position überführt, wenn die Temperatur- und
Druckwerte am Ventil (5) außerhalb der vorgegebenen
Wertebereiche liegen, und wobei die Regelungseinheit (28)
eine Anzeige für die Position des Ventilkegels und die
von der Überwachungseinheit (23) erfaßten Werte für
Temperatur und Druck am Ventil (5) umfaßt.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am
Steuerungseingang der Regelungseinheit (28) eine Handbedienungseinheit
(30, 33) angeschlossen ist.
3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß am Steuerungseingang der Regelungseinheit (28) ein
Computer (26) über ein Interface (27) angeschlossen ist,
das einen Datenfluß von der Regelungseinheit (28) zum
Computer (26) im Sinne eines Dialogs steuert.
4. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet
durch eine an die Regelungseinheit (28) angeschlossene
Erkennungseinheit (29) für externe Alarmbedingungen, die
gegebenenfalls eine Weiterleitung von am Steuerungseingang
der Regelungseinheit (28) anliegenden Befehlen an die
Verknüpfungseinheit (17) blockiert.
5. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet
durch eine interne Überwachung (22) der Spannungsversorgung
(22) und eine von dieser Überwachung (22) gesteuerte
NiCd-Notstromversorgung.
6. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet
durch einen Ventilkegel-Verstellmotor-Kontrollschaltkreis
(R20, RS1, RS2, OP1-4, P4), der den Treiber (18) für
den Ventilkegel-Verstellmotor (3) blockiert, wenn sowohl
ein vorgegebenes maximales Drehmoment dieses Motors (3)
als auch eine vorgegebene maximale Öffnungsposition oder
die maximale Schließposition des Ventils (5) erreicht
sind.
7. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die logische Verknüpfungseinheit (17)
zusammen mit dem Ventilkegelmotor-Treiber (18), der Druck-
und Temperaturüberwachung (23) der Spannungsüberwachung
(22) und der NiCd-Notstromversorgung (25) direkt am Ventil
(3) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833345528 DE3345528A1 (de) | 1983-12-13 | 1983-12-13 | Verfahren und vorrichtung zur steuerung von motorbetriebenen hochdruckventilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833345528 DE3345528A1 (de) | 1983-12-13 | 1983-12-13 | Verfahren und vorrichtung zur steuerung von motorbetriebenen hochdruckventilen |
Publications (2)
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|---|---|
| DE3345528A1 DE3345528A1 (de) | 1985-06-20 |
| DE3345528C2 true DE3345528C2 (de) | 1992-01-23 |
Family
ID=6217112
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833345528 Granted DE3345528A1 (de) | 1983-12-13 | 1983-12-13 | Verfahren und vorrichtung zur steuerung von motorbetriebenen hochdruckventilen |
Country Status (1)
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|---|---|
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