DE3347285C2 - System zur Erzeugung von Heizwärme - Google Patents

System zur Erzeugung von Heizwärme

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    • F25BREFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
    • F25B29/00Combined heating and refrigeration systems, e.g. operating alternately or simultaneously

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Abstract

Bei den bekannten Wärmepumpen wird größtenteils ein nicht ungefährliches Kältemittel einem Phasenwechsel unterzogen. Die Umwandlungen in den flüssigen bzw. gasförmigen Aggregatzustand sind meist mit beträchtlichen Arbeitsverlusten verbunden. Gemäß dem zur Erfindung gehörenden Verfahren wird vorzugsweise Luft als Arbeitsmedium verwendet und der gasförmige Aggregatzustand in größtenteils isothermisch verlaufenden Zustandsänderungen beibehalten. Die damit zusammenhängenden Wärmeübertragungen werden auf direkte Weise, d.h. ohne zwischengeschaltete Wärmeaustauscher und Umschaltvorgänge vollzogen. Der zur Erfindung gehörende Wärme-Generator (siehe Fig. 1 u. 2 der Beschreibung) enthält die Einrichtung zur direkten Aufnahme der Kompressionswärme in Form eines mit Flüssigkeit teilweise gefüllten Druckgefäßes (4) sowie eine oder mehrere Sprühdüsen (6.3) im Arbeitsraum (2.1) des Arbeitszylinders (2) zur Einsprühung von Flüssigkeit aus Wärmequellen der Umgebung. Zur Erzeugung von Heizungswasser von 40°C bei einer Temperatur der Wärmequelle von 10°C läßt sich eine Leistungszahl von 6,1 erzielen, gegenüber ca. 3,0 bei bekannten Wärmepumpen. Verfahren und Generator lassen sich überall dort anwenden, wo Heizwärme zur Gebäudebeheizung und Warmwassererzeugung benötigt wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein System zur Erzeugung von Heizwärme aus einer zur Verfügung stehenden, gespeicherten Wärmemenge einer Flüssigkeit von geringer Temperatur als Wärmequelle für einen Heizkreislauf höherer Temperatur, bei welchem ein Gas abwechselnd komprimiert und expandiert wird und dem Gas durch Einsprühen von Flüssigkeit der Wärmequelle direkte Wärme zugeführt sowie durch Aufheizen des Heizkreislaufes Kompressionswärme entzogen wird.
  • Ein derartiges System zur Erzeugung von Heizwärme ist beispielsweise aus der CH-PS 1 59 352 bekannt. Das nach dem Stand der Technik bekannte System hat jedoch den Nachteil, daß das Einsprühen der Flüssigkeit der Wärmequelle in das Gas erst nach der Expansion des Gases erfolgt, was bei der Verwendung von Wasser als Wärmequelle zu Vereisungsproblemen führen kann, weil sich das Gas bei der Expansion bis weit unter dem Gefrierpunkt abkühlt. Das Aufheizen des Heizkreislaufes mittels der Kompressionswärme des Gases erfolgt beim Stand der Technik mit einem Wärmetauscher, der nur einen sehr langsamen Übergang der Wärme des komprimierten Gases in die Flüssigkeit des Heizkreislaufes ermöglicht und mit erheblichen Verlusten behaftet ist.
  • Nach dem Stande der Technik (AT-PS 1 43 704) ist weiterhin ein System zur Erzeugung von Heizwärme bekannt, bei welchem Atmosphärenluft in einer Kolbenmaschine einem Kreisprozeß mit abwechselnder Kompression und Expansion unterzogen wird, wobei während der Expansion über Wärmetauscherflächen Wärme aus der Umgebung hinzugeführt wird, so daß der Expansionsvorgang weitgehend isothermisch abläuft, und nach der adiabatisch erfolgten Kompression ebenfalls über Wärmetauscherflächen Heizwärme abgezogen wird. Auch bei diesem System erfolgt die Wärmeübertragung an den Wärmetauscherflächen sehr langsam und ist dementsprechend mit Verlusten behaftet.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, das System der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß die Wärmeübertragungsvorgänge von der Flüssigkeit der Wärmequelle zum Gas hin und vom Gas zum Heizkreislauf hin intensiviert werden, um die mit den üblichen Wärmetauschern verbundenen Verluste weitestgehend zu vermeiden.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ausgehend von einem System der eingangs genannten Art die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 aufgeführten Maßnahmen vor.
  • Beim System gemäß der Erfindung erfolgt in besonders vorteilhafter Weise der Wärmeübergang von der Flüssigkeit der Wärmequelle in das Gas durch einen während des Expansionsvorganges und in dem Arbeitsraum des Arbeitszylinders stattfindenden unmittelbaren Kontakt zwischen dem Gas und der Flüssgkeit der Wärmequelle, so daß der Expansionsvorgang wegen der gleichzeitig erfolgenden Aufheizung des Gases weitgehend isothermisch verläuft. Durch die große Oberfläche der in den Arbeitsraum des Arbeitszylinders eingesprühten Flüssigkeit der Wärmequelle (z. B. Fluß, See, Meer, Kühlteich) ergibt sich ein besonders intensiver Wärmeübergang auf das Gas, und zwar ohne daß Vereisungsgefahr besteht. Bei einem Tröpfchendurchmesser von 0,2 bis 0,4 mm ergibt sich beispielsweise eine Wärmeübertragungsfläche von 15 m²/kg Flüssigkeit.
  • Ein ähnlich intensiver und weitgehend verlustfreier Wärmeübergang ergibt sich beim System gemäß der Erfindung auch während des Kompressionsvorganges durch den direkten und großflächigen Kontakt, der sich beim Einperlen des komprimierten Gases in das flüssige Zwischenmedium ergibt, welches die aufgenommene Wärme kontinuierlich an die als Wärmetauscher dienende Kühlschlange des Heizkreislaufes abgeben kann.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform des Systems gemäß der Erfindung sieht vor, daß die Achse von Verdrängerkolben und Arbeitszylinder senkrecht verläuft, der Verdrängerkolben auf einer festen Unterlage feststehend angeordnet ist und der Arbeitszylinder beweglich über den Verdrängerkolben gestülpt ist, wobei der Verdrängerkolben mit Sprühdüsen der Einspritzvorrichtung und einer Auffangtasche für die beim Expansionsvorgang versprühte Flüssigkeit der Wärmequelle ausgerüstet ist. Diese Ausführungsform hat den besonderen Vorteil, daß der Verdrängerkolben und die mit diesem verbundenen Einrichtungen zur Zuführung und Abführung der Flüssigkeit der Wärmequelle feststehend angeordnet werden können und dementsprechend keine beweglichen Verbindungen benötigen. Die in der Auffangtasche gesammelte und abgekühlte Flüssigkeit der Wärmequelle wird am Ende des Expansionsvorganges über ein Ventil abgeführt und dem Reservoir der Wärmequelle wieder zugeleitet. Gegebenenfalls kann sie in einem separaten Wärmeaustauscher mittels der Umgebungsluftzufuhr wieder auf das Temperaturniveau der Wärmequelle gebracht werden.
  • Weiterhin ist beim System gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Antriebsvorrichtung ein Hebelsystem aufweist, das die Kräfte auf den Arbeitszylinder beim Kompressionsvorgang progressiv einleitet und beim Expansionsvorgang regressiv aufnimmt und dabei die Expansionsarbeit speichert, und daß eine Hubvorrichtung zur Unterstützung des Expansionsvorganges vorgesehen ist.
  • Mit einer solchen Antriebsvorrichtung lassen sich die für den Antrieb erforderlichen Kräfte unter Speicherung der Expansionsarbeit weitestgehend den Erfordernissen des Kreisprozesses anpassen.
  • Eine erste mögliche Ausführungsform des Hebelsystems sieht vor, daß der auf den Arbeitszylinder wirkende Hebel eine gekrümmte Lauffläche für die mit dem Arbeitszylinder verbundenen Laufrollen hat. Durch eine entsprechende Bemessung der Krümmung dieser Lauffläche ist es möglich, den Verlauf der Kraftübertragung dem Kraftbedarf beim Kompressionsvorgang optimal anzupassen.
  • Eine andere Ausführungsform sieht vor, daß der auf den Arbeitszylinder wirkende Hebel mit einem aufgehängten Ballastgewicht verbunden ist. Das hier als Arbeitsspeicher wirkende Ballastgewicht übt ebenfalls je nach Abstand von der Schwenkachse des Hebels unterschiedliche Momente auf den Hebel aus und bewirkt hierdurch eine Anpassung der in den Arbeitszylinder eingeleiteten Kräfte an den jeweiligen Kraftbedarf.
  • Zweckmäßig ist schließlich zwischen dem Verdrängerkolben und dem Arbeitszylinder als Dichtelement eine einstülpbare Rollmembrane vorgesehen. Eine solche Rollmembrane hat den Vorteil, daß sie absolut gasdicht ist und Reibungsverschleiß zwischen dem Arbeitszylinder und dem Verdrängerkolben weitestgehend ausschließt. Zugleich bildet die Rollmembrane eine Wärmeisolierung der inneren Fläche des Arbeitszylinders. Der Einsatz der Rollmembrane gestattet es darüberhinaus, auf hohe Fertigungsgenauigkeiten bei der Herstellung von Arbeitszylinder und Verdrängerkolben zu verzichten.
  • Ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
  • Fig. 1 schematisch den Aufbau des Systems gemäß der Erfindung;
  • Fig. 2 schematisch den Aufbau des Systems gemäß der Erfindung in einer abgewandelten Ausführungsform;
  • Fig. 3 schematisch die Antriebsvorrichtung für das System gemäß der Erfindung;
  • Fig. 4 eine alternative Ausführungsform des Antriebssystems;
  • Fig. 5 schematisch die Abdichtung zwischen dem Arbeitszylinder und dem Verdrängerkolben in zwei Arbeitsstellungen des Antriebszylinders.
  • In Fig. 1 ist der fest auf dem Untergrund stehende Verdrängerkolben mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet. Der Verdrängerkolben 1 ist an seiner Oberseite mit einem konischen Boden 1.1, einer Auffangtasche 1.2 für die eingespritzte Flüssigkeit der Wärmequelle und mit einem Stutzen 1.3 für den Durchgang des als Arbeitsmedium dienenden Gases versehen.
  • Über die Außenfläche des Verdrängerkolbens 1 ist ein Arbeitszylinder 2 gestülpt, der beim Kompressionsvorgang aus der in Fig. 1 dargestellten Ausgangsstellung herabgedrückt wird und beim Expansionsvorgang in die Ausgangsstellung zurückkehrt. Der Verdrängerkolben 1 und der Arbeitszylinder 2 umschließen einen Arbeitsraum 2.1 für das zu komprimierende und zu expansierende Gas. An seinem Außenumfang ist der Arbeitszylinder 2 mit einem Antriebsring 2.2 versehen, auf den die Antriebskräfte F k der Antriebsvorrichtung einwirken. Bei der abwärts gerichteten Hubbewegung (Kompression) des Arbeitszylinders 2 wirken progressiv zunehmende Kräfte F k auf den Antriebsring 2.2 ein. Dabei strömt das im Arbeitsraum 2.1 befindliche Gas durch den Stutzen 1.3, eine Rohrleitung 3 und ein als Einperlvorrichtung 3.1 dienendes Tauchrohr in einen mit dem Arbeitsraum 2.1 des Arbeitszylinders 2 verbundenen Druckbehälter 4. Dieser Druckbehälter 4 enthält ein flüssiges Zwischenmedium 4.2 und über diesem Zwischenmedium 4.2 einen Speicherraum 4.1 für das durch die Zwischenflüssigkeit 4.2 in Form von Blasen durchgetretene Gas. Das Raumverhältnis des Arbeitsraumes 2.1 zum Speicherraum 4.1 entspricht der Druckzunahme des als Arbeitsmedium dienenden Gases.
  • Durch die intensive Wärmeübertragung beim blasenförmigen Durchgang des Gases durch das flüssige Zwischenmedium 4.2 absorbiert dieses die Kompressionswärme. Die so in das Zwischenmedium 4.2 eingetragene Wärme kann mittels einer als Wärmetauscher dienenden Kühlschlange 4.3 abgezogen und einem Heizkreislauf 15 zugeführt werden.
  • Mit Einsetzen der Aufwärtsbewegung des Arbeitszylinders 2 beginnt der Expansionsvorgang, bei dem das komprimierte Gas aus dem Speicherraum 4.1 über ein Rückschlagventil 3.2 durch die Rohrleitung 3 und den Stutzen 1.3 dem Arbeitszylinder 2 zuströmt und den regressiv abnehmenden Kräften entgegenwirkt. Durch eine Hilfsvorrichtung 5 wird der Aufwärtshub des Arbeitszylinders 2 unterstützt.
  • Bei dem Expansionsvorgang wird eine bestimmte Menge an Flüssigkeit aus einer Wärmequelle 6 über ein Druckaggregat 6.1, eine Rohrleitung 6.2 und eine Einspritzvorrichtung 6.3 in Form von nebelartigen Tröpfen in das Gas eingesprüht. Die gekühlte, eingesprühte Flüssigkeit sammelt sich in der Auffangtasche 1.2 des Verdränger-Kolbens 1 und wird aus dieser nach Beendigung des Expansionsvorganges über ein Ventil 6.4 abgezogen und der Wärmequelle wieder zugeführt.
  • Die Vorgänge der Kompression und der Expansion verlaufen teilweise adiabatisch, zum größten Teil aber isothermisch; und zwar adiabatisch nach dem Gesetz °=c:40&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz3&udf54; &udf53;vu10&udf54;und daran anschließend isothermisch nach
    P&sub2; · V&sub2; = P&sub3; · v&sub3; = R · T
    und umgekehrt.
  • Demzufolge verändern sich auch die Zylinderkräfte F k bei Verringerung bzw. Vergrößerung des Volumens des Gases.
  • Im nachfolgenden Diagramm ist die Veränderung der Zylinderkräfte F k dargestellt. Die Punkte A und E sind auf die Temperatur der Wärmequelle bezogen, die Punkte B, C und D auf die Temperatur der die Wärme absorbierenden Zwischenflüssigkeit 4.2. °=c:210&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz20&udf54; &udf53;vu10&udf54;
  • Von A nach B verläuft der Kompressionsvorgang adiabatisch, von B nach C isothermisch. Der Expansionsvorgang verläuft von C nach D adiabatisch und von D nach E isothermisch.
  • Die Fläche unterhalb der Kompressionskurve bis zur Grundlinie stellt den erforderlichen Arbeitsaufwand zum Verdichten des Arbeitsmediums von dem Druck P&sub1; auf den Druck P&sub3; dar. Die Fläche unterhalb der Expansionskurve bis zur Grundlinie stellt die zur Verfügung stehende Arbeit des komprimierten Arbeitsmediums vom Druck P&sub3; auf den Druck P&sub1; dar.
  • Es ergibt sich somit eine Differenz (schraffierte Zwischenfläche), welche der aufzuwendenden Arbeit für den Betrieb der Anlage entspricht.
  • Als Beispiel für den Prozeß der Kompression/Expansion seien folgende Daten genannt:
    • Anfangsdruck P&sub1; = 1 bar abs., Enddruck P&sub3; = 7 bar abs., Temperatur der Flüssigkeit aus der Wärmequelle T&sub1; = 10°C, Temperatur des Zwischenmediums im Druckbehälter T&sub2; = 40°C.

  • Daraus resultiert für das Arbeitsmedium mit Luft als Beispiel ein Arbeitsaufwand von 173,3 kJ/kg beim Kompressionsvorgang und ein Arbeitsvermögen von 159,6 kJ/kg beim Expansionsvorgang.
  • Zur Unterstützung des Expansionsvorganges sind somit 13,7 kJ/kg erforderlich. Zum Einsprühen der Flüssigkeit aus der Wärmequelle ist ein Arbeitsaufwand von ca. 4,9 kJ/kg erforderlich.
  • Aus dem Kompressionsvorgang wird ein Anteil von 113 kJ/kg in nutzbare Wärme verwandelt.
  • Aus dem Verhältnis von nutzbarer Energie zu aufgewandter Energie ergibt sich die Leistungszahl °=c:30&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;sb37,6&udf54;&udf53;el1,6&udf54;°KE°k = @W:113:13,7¤+¤4,9&udf54; = 6,07&udf53;zl&udf54;&udf53;el1,6&udf54;&udf53;vu10&udf54;
  • Bei variierenden Temperaturverhältnissen ergeben sich Leistungszahlen gemäß nachfolgenden Diagramm, mit tz als Temperatur des Zwischenmediums und ta als Temperatur der Flüssigkeit aus der Wärmequelle. °=c:200&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz19&udf54; &udf53;vu10&udf54;
  • In Abweichung von Fig. 1 lassen sich der Verdrängerkolben 1, der Arbeitszylinder 2 und das Druckgefäß 3 platzsparend nach Fig. 2 anordnen, in dem das Druckgefäß 4 mit Anschluß für den Heizkreislauf 15 im inneren des Verdrängerkolbens 1 angeordnet wird. Dadurch entfällt die lange Rohrleitung zwischen dem oberen Kolbenanschluß und dem Druckgefäß 4.
  • In Fig. 3 ist eine Ausführungsform der Antriebsvorrichtung des Arbeitszylinders 2 dargestellt. Diese Antriebsvorrichtung weist eine hydraulische Einrichtung 9 auf. Über ein Druckaggregat 9.1, welches eine Handpumpe sein kann, wird ein Öldruck erzeugt und dauernd aufrechterhalten. Die hydraulische Einrichtung 9 bildet somit einen hydraulischen Arbeitsspeicher. Über einen Hebel 9.2 wird auf einen Hebel 8 ein nahezu konstantes Moment übertragen. Der Hebel 8 ist um seine Schwenkachse 8.1 schwenkbar gelagert und übt eine Kraft auf eine Rolle 7 aus. Die Rolle 7 ist auf einem Zapfen gelagert, der mit dem Antriebsring 2.2 des Arbeitszylinders 2 verbunden ist. Der Zapfen trägt eine zweite Rolle, die an einem senkrechten Holm eines Gestelles 10 über den Hubweg geführt ist.
  • Auf diese Weise wird an beiden Seiten eine senkrechte Kraftkomponente F k erzeugt, die zum Bewegen des Arbeitszylinders 2 erforderlich ist. Mit der Hubbewegung nach unten verändert sich der wirksame Hebelarm am Hebel 8. In der untersten Stellung ist der Hebelarm 8 mit dem Abstand b am kleinsten und somit die Kraft F k am größten. Dem Verlauf der erforderlichen Zylinderkräfte entsprechend ist diese Lauffläche 8.2 des Hebels 8 kurvenförmig ausgebildet. Der Verdrängerkolben 1, das Hydraulikaggregat 9 und das Gestell 10 sind auf einem gemeinsamen Grundrahmen 11 angeordnet. Das Gestell 10 trägt außerdem die Hilfsvorrichtung 5 für die Unterstützung des Aufwärtshubes.
  • Die in Fig. 4 dargestellte Antriebsvorrichtung weist ein Ballastgewicht 13 auf, welches mit dem Auf- und Niedergang das erforderliche Hebelmoment an einem Hebel 12 erzeugt, welcher von seiner Funktion her dem Hebel 8 in Fig. 3 entspricht. Das Ballastgewicht 13 erzeugt die erforderliche, sich verändernde Zylinderkraft F k und wirkt zugleich als Arbeitsspeicher. Das Ballastgewicht 13 kann so angeordnet werden, daß es unterhalb der Aufstellfläche in eine Versenkung 14 eintaucht.
  • Fig. 5 zeigt die Abdichtung zwischen dem Arbeitszylinder 2 und dem Verdränger-Kolben 1 mittels einer einstülpbaren Rollmembrane 2.3 aus leicht biegbarem Material. Die Rollmembrane 2.3 ist am oberen Ende des Arbeitszylinders 2 in einem Flanschenpaar 2.4 gasdicht eingeklemmt und mit dem oberen Ende des Verdrängerkolbens 1 gasdicht verbunden. Die zusätzliche Kraft, die durch die Druckbeaufschlagung der Rollmembrane 2.3 auftritt, ergibt sich aus der relativ geringen Spaltfläche 2.5 multipliziert mit dem erzeugten Innendruck im Arbeitszylinder 2.
  • In der oberen Stellung (a) des Arbeitszylinders 2 ist die Innenfläche des Arbeitszylinders 2 durch die Rollmembrane 2.3 gegen korrodierende Einwirkungen der Flüssigkeit der Wärmequelle geschützt. Die Rollmembrane 2.3 aus weichem Material mit normalerweise schlechter Wärmeleitung verhindert außerdem das Einströmen der Kompressionswärme in die Zylinderwand.
  • Die mit dem System gemäß der Erfindung erzielbare Leistung hängt ab von den gewählten Abmessungen, dem Hub, dem gewählten Kompressions-Enddruck, der Hubzahl pro Zeiteinheit sowie den Temperaturverhältnissen.
  • Beispiel
  • Durchmesser des Arbeitszylinders 500 mm, Hub 815 mm, Anfangsdruck 1 bar, Enddruck 7 bar abs., Hubzahl 9/min, Temperatur der Wärmequelle 10°C, Temperatur der Flüssigkeit des absorbierenden Zwischenmediums 40°C; daraus ergibt sich eine Wärmeleistung von ca. 3,7 kW. Aufzuwenden sind für die Expansionsvorgänge ca. 0,6 kW.
  • Zur Herstellung der maschinellen Einrichtung des Systems gemäß der Erfindung eignen sich normale, im Maschinenbau und Apparatebau übliche Werkstoffe. Gemäß den Witterungsverhältnissen am Aufstellungsort kann ein entsprechender Korrosionsschutz vorgesehen werden.

Claims (6)

1. System zur Erzeugung von Heizwärme aus einer zur Verfügung stehenden, gespeicherten Wärmemenge einer Flüssigkeit von geringer Temperatur als Wärmequelle für einen Heizkreislauf höherer Temperatur, bei welchem ein Gas abwechselnd komprimiert und expandiert wird und dem Gas durch Einsprühen von Flüssigkeit der Wärmequelle direkt Wärme zugeführt wird sowie durch Aufheizen des Heizkreislaufes Kompressionswärme entzogen wird, gekennzeichnet durch,
a) einen von einer Antriebsvorrichtung angetriebenen Antriebszylinder (2) mit Verdrängerkolben (1) zur wechselweisen Kompression und Expansion des Gases, dessen Arbeitsraum (2.1) mit einer Einspritzvorrichtung (6.3) zum Einsprühen der Flüssigkeit der Wärmequelle während des weitgehend isothermisch verlaufenden Expansionvorganges versehen ist,
b) ein mit dem Arbeitszylinder (2) verbundenes, ein flüssiges Zwischenmedium enthaltendes Druckgefäß (4) mit einer Einperlvorrichtung (3.1) für das Einperlen des in dem Arbeitszylinder (2) komprimierten Gases in das flüssige Zwischenmedium,
c) einen Speicherraum (4.1) für das durch das Zwischenmedium hindurchgetretene, in dem Zwischenmedium abgekühlte komprimierte Gas, das anschließend wieder in dem Arbeitszylinder (2) expandiert wird und
d) eine in dem Zwischenmedium befindliche, vom Medium des Heizkreislaufes (15) durchströmte Kühlschlange (4.3).

2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichent, daß die Achse von Verdrängerkolben (1) und Arbeitszylinder (2) senkrecht verläuft, der Verdrängerkolben (1) auf einer festen Unterlage feststehend angeordnet ist und der Arbeitszylinder (2) beweglich über den Verdrängerkolben (1) gestülpt ist, wobei der Verdrängerkolben (1) mit Sprühdüsen der Einspritzvorrichtung (6.3) und einer Auffangtasche (1.2) für die beim Expansionsvorgang versprühte Flüssigkeit der Wärmequelle ausgerüstet ist.
3. System nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung ein Hebelsystem (8, 12) aufweist, das die Kräfte auf den Arbeitszylinder (2) beim Kompressionsvorgang progressiv einleitet und beim Expansionsvorgang regressiv aufnimmt und dabei die Expansionsarbeit speichert, und daß eine Hubvorrichtung (5) zur Unterstützung des Expansionsvorganges vorgesehen ist.
4. System nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der auf den Arbeitszylinder (2) wirkende Hebel (8) eine gekrümmte Lauffläche (8.2) für die mit dem Arbeitszylinder verbundene Laufrollen (7) hat.
5. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der auf den Arbeitszylinder (2) wirkende Hebel mit einem angehängten Ballastgewicht (13) verbunden ist.
6. Wärmegenerator nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine einstülpbare Rollmembrane (2.3) als Dichtelement zwischen dem Verdränger-Kolben (1) und dem Arbeitszylinder (2).
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