Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum
Hochkippen eines Schiebedachs über eine Hinterkante
einer Öffnung in einem Fahrzeugdach und zum Verschie
ben des Schiebedachs nach hinten nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
In der am 29. 3. 1982 angemeldeten, nicht
vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung
P 32 11 519 ist eine Vorrichtung dieser Art beschrie
ben, bei der die vorderen Stützen in waagerechten
Führungen geführt sind, und bei der als hintere Stützen
an beiden Seiten der Öffnungen des Fahrzeugdachs in
den sich bis nach hinten erstreckenden waagerechten
Führungen angelenkte, hochschwenkbare Arme vorgesehen
sind, die in dachseitige Führungen eingreifen und das
Schiebedach beim Öffnen abstützen. Bei voll geöffnetem
Schiebedach ist die Abstützlänge des Schiebedachs
zwischen den Armen und den vorderen Stützen gering,
so daß das Schiebedach nicht stabil abgestützt ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 anzugeben, bei der mit ein
fachen Mitteln das Schiebedach auch in voll geöffnetem
Zustand stabil abgestützt ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen des An
spruchs 1 angegeben. Vorteilhafte Weiterbildungen des
Erfindungsgegenstandes sind den Unteransprüchen zu ent
nehmen.
Daß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 die Aufgabe der
Erfindung gelöst wird, ist in der folgenden Figurenbe
schreibung erläutert.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden
anhand der Zeichnungen erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine schematiche Seitenansicht des oberen
Bereiches eines Fahrzeugs mit einem geschlos
senen Schiebedach;
Fig. 2 eine der Fig. 1 ähnliche Darstellung, bei der
das Schiebedach an seinem hinteren Ende
angehoben ist;
Fig. 3 eine der Fig. 1 ähnliche Darstellung, bei der
das Schiebedach bis zum Ende seiner möglichen
Rückwärtsbewegung bewegt ist;
Fig. 4 eine Teilaufsicht auf eine erste Ausführungs
form der Vorrichtung, wobei das Schiebedach
nur zum Teil dargestellt ist;
Fig. 5 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung nach
Fig. 4, wobei das Schiebedach geschlossen
ist;
Fig. 6 den Schnitt entlang der Linie VI-VI der
Fig. 5;
Fig. 7 den Schnitt entlang der Linie VII-VII der
Fig. 5;
Fig. 8 einen der Fig. 5 ähnlichen Schnitt, wobei das
Schiebedach an seinem hinteren Ende angehoben
ist;
Fig. 9 einen den Fig. 5 und 8 ähnlichen Schnitt, wo
bei das Schiebedach zum hinteren Ende seiner
möglichen Rückwärtsbewegung bewegt ist;
Fig. 10 eine Darstellung zur Erläuterung
des funktionsmäßigen Zusammenhangs
zwischen einer hinteren Gleitstütze
und einer für diese vorgesehene
Führung;
Fig. 11 und 12 Schnitte durch eine zweite Ausfüh
rungsform der Vorrichtung bei ge
schlossenem, an seinem hinteren
Ende angehobenem und bei bis zum
hinteren Ende seiner möglichen
Rückwärtsbewegung bewegten Schiebe
dach;
Fig. 13 den Schnitt entlang der Linie
XIII-XIII in Fig. 11;
Fig. 14 den Schnitt entlang der Linie
XIV-XIV in Fig. 11;
Fig. 15, 16 und 17 Schnitte durch eine dritte Ausfüh
rungsform der Vorrichtung bei ge
schlossenem, bei danach an seinem
hinteren Ende angehobenem und bei
bis zum hinteren Ende seiner mög
lichen Rückwärtsbewegung bewegtem
Schiebedach;
Fig. 18 den Schnitt entlang der Linie
XVIII-XVIII der Fig. 15; und
Fig. 19 den Schnitt entlang der Linie
XIX-XIX der Fig. 15.
In einem Fahrzeugdach 1 befindet sich eine Öffnung 4,
die durch ein Schiebedach 2 verschließbar ist. Die Um
fangskante des Schiebedachs 2 ist mit einer Dichtung 3
versehen. Zur Öffnung wird das Schiebedach 2 an seinem
hinteren Bereich 5 (Fig. 2) angehoben und über einen
hinteren Fahrzeugdachbereich 6 geschoben (Fig. 3).
Hierdurch wird auch eine Öffnung 8 (Fig. 4) in einer
Verkleidung 7 des Fahrzeugdachs 1 freigelegt, so daß
der Innenraum des Fahrzeugdachs über die Öffnungen 4
und 8 mit dem Freien in Verbindung steht.
Bei der ersten Ausführungsform nach Fig. 4 bis 10 sind
an beiden Seitenrändern des vorderen Bereichs des
Schiebedachs 2 nach unten ragende vordere Stützen 12
mittels oberer Flansche 11 angebracht. Die unteren
Enden 14 der Stützen 12 sind mit Gleitstützen 16 ver
sehen. Die vorderen Stützen 12 erstrecken sich zwischen
ihren oberen Flanschen 11 und ihrem unteren Ende 14
nach vorn über den vorderen Bereich des Schiebedachs 2
hinaus, so daß, wenn das Schiebedach 2 geschlossen ist,
die unteren Enden 14 unter einem vorderen Fahrzeugdach
bereich 15 liegen.
An den Rändern der Unterseite des Schiebedachs 2 sind
von einem mittleren Bereich aus sich nach hinten er
streckende Führungsschienen 18 mit nach unten offenen
Führungsschlitzen 19 angebracht.
Die Öffnung 8 in der Verkleidung 7 ist an ihrem Umfang
mit einem Polsterprofil 21 versehen. Über der Verklei
dung 7 sind unter den Seitenrändern des Schiebedachs 2
plattenförmige Rahmenteile 22 angeordnet, deren zur
Öffnung weisenden Kante in dem Polsterprofil einge
klemmt sind.
Auf jedem Rahmenteil 22 ist eine Hauptführung 23 be
festigt, die sich geradlinig von einem unterhalb des
vorderen Fahrzeugdachbereichs 15 liegenden vorderen
Bereich bis zu einem hinteren Bereich der Öffnung 4
erstreckt. Jede dieser Hauptführungen 23 weist ein
Führungsprofil 24 in Form einer nach außen gerichteten
Nut auf. Die Hauptführungen 23 verlaufen als Ganzes
geneigt, wobei ihr hinterer Bereich höher liegt als ihr
vorderer Bereich. In jeder Hauptführung 23 befindet
sich innen ein Führungsschlitz 27 für ein Antriebskabel
26, das über einen Mitnehmer 28 mit einer vorderen
Stütze 12 verbunden ist.
In dem Führungsprofil 24 jeder Hauptführung 23 ist je
weils eines der Gleitstücke 16 verschiebbar und etwas
kippbar, so daß das Schiebedach 2 an seinem hinteren
Bereich 5 hochgekippt werden kann. Das Schiebedach 2
kann über den hinteren Fahrzeugdachbereich 6 durch
Anziehen des Antriebskabels 26 verschoben werden,
nachdem sein hinterer Bereich 5 angehoben worden ist.
Im geschlossenen Zustand des Schiebedachs 2 liegen die
unteren Enden 14 der vorderen Stützen 12 unter dem vor
deren Fahrzeugdachbereich 15 und die Gleitstücke 16 in
den vorderen Endbereichen der Hauptführungen 23. Im ge
öffneten Zustand des Schiebedachs 2 befinden sich die
Gleitstücke 16 in der Nähe der hinteren Endbereiche der
Hauptführungen 23.
Auf jedem Rahmenteil 22 ist an der Innenseit des Füh
rungsprofils 24 der Hauptführung 23 eine Nebenführung
31 und darüber am Seitenrand des Schiebedachs 2 eine
entsprechende, sich zu einem mittleren Bereich des
Schiebedachs 2 erstreckende Führungsschiene 18 angeord
net.
Jede Nebenführung 31 weist ein Führungprofil 32 mit
einem sich nach innen öffnenden Schlitz 33 auf. Die
Nebenführungen 31 sind an ihren vorderen Enden an einer
Trägerwelle 35 angelenkt. Die Trägerwelle 35 ist von
Tragarmen 34 gehalten, die auf den Rahmenteilen 22 in
deren mittleren Bereichen befestigt sind. An ihrem
hinteren Ende ist jede Nebenführung 31 über eine Träger
welle 38 mit einem Kipparm 37 eines unter dem hinteren
Fahrzeugdachbereich 6 angeordneten Mechanismus 36 zum
Hochkippen des Schiebedachs 2 verbunden.
Die Nebenführungen 31 sind geringfügig nach oben
gewölbt und werden um die Trägerwelle 35 verschwenkt,
wenn die Kipparme 37 hochgekippt werden.
Zwischen jeder Führungsschiene 18 und der ihr zugeord
neten Nebenführung 31 ist gleitbar jeweils eine hintere
Stütze 41 angeordnet. An jeder hinteren Stütze 41 ist
oben hinten ein Gleitstück 43 angebracht, das in einem
Führungsprofil 17 der zugeordneten Führungsschiene 18
verschiebbar ist. Unten vorne weist jede hintere Stütze
41 in Längsrichtung in Abstand voneinander zwei Gleit
stücke 44 und 45 auf, die in dem Führungsprofil 32 der
ihnen zugeordneten Nebenführung 31 verschiebbar sind.
Der vertikale Abstand zwischen einem oberen Gleitstück
43 und den ihm zugeordneten unteren Gleitstücken 44 und
45, d. h. die Höhe der hinteren Stützen 41 ist kleiner
als der Abstand zwischen dem zugehörigen Gleitstück 16
und dem Schiebedach 2, d. h. die Höhe der vorderen
Stütze 12.
Bei geschlossenem Schiebedach 2 (Fig. 5) befindet sich
jedes obere Gleitstück 43 im hinteren Ende seiner Füh
rungsschiene 18 und jedes untere vordere Gleitstück 44
im vorderen Ende seiner Nebenführung 31. Bei offenem
Schiebedach 2 (Fig. 9) erstreckt sich jede hintere
Stütze 41 über den hinteren Fahrzeugdachbereich 6,
jedes obere Gleitstück 43 befindet sich im vorderen
Ende seiner Führungsschiene 18 und jedes untere hintere
Gleitstück 45 im hinteren Ende seiner Nebenführung 31.
Die Gleitstücke 43, 44, 45 und die Führungsprofile 17,
32 sind demnach so angeordnet, daß sich bei einer
Längsbewegung des Schiebedaches 2 auch die hinteren
Stützen 41 in Längsrichtung bewegen. Die Rückwärtsbewe
gung der hinteren Stützen 41 kann dabei derart sein,
daß sich zuerst nur das Schiebedach 2 von dem in der
Fig. 8 dargestellten Zustand aus nach rückwärts bewegt,
und daß die Führungsschienen 18 mit ihren vorderen
Enden an die oberen Gleitstücke 43 angreifen, bevor die
hinteren Stützen 41 sich zusammen mit dem Schiebedach 2
nach rückwärts zu bewegen beginnen. Die Bewegung der
hinteren Stützen 41 kann aber auch so erfolgen, daß sie
sich zusammen mit dem Schiebedach 2 von Anfang an nach
hinten bewegen und daß die unteren hinteren Gleitstücke
45 an die hinteren Enden der Nebenführungen 31 angreifen,
bevor die oberen Gleitstücke 43 in ihren Führungsschienen
18 gleiten.
Im folgenden wird die Funktionsweise der beschriebenen
Vorrichtung erläutert.
Um das Schiebedach 2 aus dem in den Fig. 1 und 5 dar
gestellten völlig geschlossenen Zustand vollständig zu
öffnen, werden die Kipparme 37 mittels der Mechanismen
36 zunächst nach oben gekippt, wodurch die Nebenführun
gen 31 um die Trägerwelle 35 nach oben geschwenkt
werden. Dadurch wird der hintere Bereich des Schiebe
dachs 2 mit den hinteren Stützen 41 angehoben, was die
an den vorderen Stützen 12 befestigten Gleitstücke 16
gestatten, da sie in den Führungsprofilen 24 der Haupt
führungen 23 etwas verschwenkbar sind.
Dann werden die Antriebskabel 26 nach hinten gezogen
und dadurch die vorderen Stützen 12 und damit das
Schiebedach 2 nach hinten bewegt. Dabei gleiten die an
den vorderen Stützen 12 befestigten Gleitstücke 16, die
an den hinteren Stützen 41 hinten oben befestigten
Gleitstücke 43 und die an den hinteren Stützen 41 vorne
unten befestigten Gleitstücke 44 und 45 in den Führungs
profilen 24 ihrer Hauptführungen 23 bzw. den Führungs
profilen 17 ihrer Führungsschienen 18 bzw. den Führungs
profilen 32 ihrer Nebenführungen 31. Dadurch wird das
Schiebedach 2 in Richtung über den hinteren Fahrzeug
dachbereich 6 bewegt.
Wenn sich das Schiebedach 2 nach hinten bewegt, werden
auch die hinteren Stützen 41 nach hinten bewegt, wobei
sich bei der Rückwärtsbewegung der hinteren Stützen 41,
da ihre Höhe kleiner als die Höhe der vorderen Stützen
12 ist und da die Nebenführungen 31 bogenförmig nach
oben gewölbt sind, die Neigung der hinteren Stützen 41
schrittweise verringert. Da die Abstützstellen des
Schiebedachs 2 an den vorderen Stützen 12 relativ zu
den Abstützstellen des Schiebedaches 2 an den hinteren
Stützen 41 angehoben werden, nehmen schließlich, wie
dies in den Fig. 9 und 10 dargestellt ist, im völlig
geöffneten Zustand des Schiebedaches 2 die hinteren
Stützen 41 im wesentlichen horizontale Lage ein.
Dadurch kann erreicht werden, daß der Winkel zwischen
dem Schiebedach 2 und dem hinteren Fahrzeugdach 6 so
klein wie möglich wird.
Zum Schließen des Schiebedachs 2 werden die Antriebs
kabel 26 nach vorne gezogen und ihre Vorwärtsbewegung
über die vorderen Stützen 12 auf das Schiebedach 2
übertragen. Die Gleitstücke 16, 43, 44 und 45 ermögli
chen es dabei, daß sich auch die hinteren Stützen 41
nach vorne bewegen bis, wie dies in der Fig. 8 darge
stellt ist, das Schiebedach 2 über die Öffnung 4 im
Fahrzeugdach 1 gebracht ist.
Dann werden die Kipparme 37 durch die Mechanismen 36
abgesenkt, wodurch die Nebenführungen 31 um die Träger
welle 35 nach unten geschwenkt werden und das Schiebe
dach 2 die Öffnung 4 verschließt.
Da bei der beschriebenen Vorrichtung die Nebenführungen
31 eine bogenförmig nach oben gewölbte Form haben und
da die Entferung zwischen den vorderen Stützen 12 und
den hinteren Stützen 41 kleiner wird, wenn das Schiebe
dach 2 über den hinteren Fahrzeugbereich 6 geschoben
wird, wird die Neigung des Schiebedachs 2 relativ zu
dem hinteren Fahrzeugdachbereich 6 in einem beträcht
lichen Maße verringert. Eine solche Verringerung ergibt
sich aber auch schon dann, wenn die Nebenführungen 31
gerade sind, sofern nur die Höhe der hinteren Stützen
41 kleiner ist als die Höhe der vorderen Stützen 12.
Die Höhe der vorderen Stützen 12 kann sogar gleich oder
kleiner sein als die Höhe der hinteren Stützen 41,
vorausgesetzt, daß die Führungen 23 als Ganzes relativ
zu den Rahmenteilen 22 höher gelegt werden.
Bei der zweiten Ausführungsform nach den Fig. 11 bis 14
sind an dem Schiebedach 2 beidseitig unten vordere Füh
rungsschienen 51 angebracht. Je eine vordere Stütze 52
ist verschiebbar zwischen jeder vorderen Führungsschiene
51 und je einer Hauptführung 53 angeordnet.
Jede vordere Führungsschiene 51 weist einen in ihr
ausgebildeten Führungsbereich 54 mit einem Führungs
schlitz 55 auf. Jede vordere Stütze 52 weist ein oberes
Gleitteil 56 auf, das im wesentlichen dieselbe Länge
wie die obere Führungsschiene 51 aufweist. Jedes obere
Gleitteil ist in dem Führungsschlitz 55 der ihm zugeord
neten vorderen Führungsschiene 51 verschiebbar. Jede
vordere Stütze 52 erstreckt sich von einem Bereich
unter dem vorderen Endteil des ihr zugeordneten oberen
Gleitteiles 56 aus nach vorne, so daß ihr unteres End
teil 58 beim Schließen des Schiebedaches 2 unter einen
vorderen Bereich 15 des Fahrzeugdachs befördert wird.
Jedes untere Endteil 58 weist ein Gleitteil 16 auf, das
dem des ersten Ausführungsbeispieles ähnelt und in
einer der Hauptführungen 53 läuft.
Jede vordere Stütze 52 kann zwischen einer der vorderen
Führungschienen 51 und einer der Hauptführungen 53
gleiten. Die Länge der Hauptführungen 53 ist gleich dem
Abstand zwischen dem vorderen Teil der Öffnung 4 im
Fahrzeugdach und der Mitte der Öffnung. Die Hauptfüh
rungen 53 verlaufen im wesentlichen parallel zu den
Rahmenteilen 22. Auf jedem Rahmenteil 22 ist an einem
inneren Querteil ein Führungsteil 61 zur Führung eines
Antriebskabels 26 angesetzt. An seinem oberen Ende ist
das Führungsteil an einem Stützteil 62 befestigt, das
von der Unterseite des Schiebedaches 2 fortsteht. Das
Schiebedach 2 ist von dem Antriebskabel 26 in Längs
richtung des Fahrzeugs zu bewegen.
Jede vordere Stütze 52 ist so ausgebildet, daß, wenn
die Öffnung 4 von dem Schiebedach 2 verschlossen ist,
ihr unteres Gleitteil 16 in den vorderen Endteil der
Hauptführung 53 gelangt und daß sich ihr oberes Gleit
teil 56 im wesentlichen entlang der gesamten Länge des
Führungsschlitzes 55 der vorderen Führungsschiene 51
erstreckt. Wie Fig. 12 zeigt, liegt in dem Zustand, in dem
das Schiebedach 2 über den hinteren Bereich 6 des
Fahrzeugdachs verschoben ist, das untere Gleitteil 16
in dem hinteren Ende der Hauptführung 53. Das obere
Gleitteil 56 greift dabei an einen Anschlag (nicht dar
gestellt) an, der im vorderen Ende der vorderen Füh
rungsschiene 51 angebracht ist.
Bei der zweiten Ausführungsform sind die unteren und
oberen Gleitteile 16, 56 und die Hauptführungen 53 und
die vorderen Führungsschienen 51 so angeordnet, daß
sich bei einer Längsbewegung des Schiebedaches 2 auch
die vorderen Stützen 52 in Längsrichtung des Fahrzeu
ges bewegt. Die Rückwärtsbewegung der vorderen Stützen
52 kann derart sein, daß sich zuerst nur das Schiebe
dach 2 aus dem in der Fig. 11 dargestellten Zustand
nach rückwärts bewegt und daß dann die oberen Gleitteile
56 an die Anschläge in den vorderen Enden der vorderen
Führungsschienen 51 angreifen, bevor die vorderen
Stützen 52 sich zusammen mit dem Schiebedach 2 nach
hinten bewegen. Die Rückwärtsbewegung kann auch so er
folgen, daß sich die vorderen Stützen 52 zusammen mit
dem Schiebedach 2 nach hinen bewegen und daß dann die
unteren Gleitteile 16 an die hinteren Enden der Haupt
führungen 53 angreifen, bevor die oberen Gleitteile 56
entlang den vorderen Führungsschienen 51 gleiten.
Die zweite Ausführungsform ähnelt der ersten Ausführungs
form darin, daß bei der Rückwärtsbewegung des Schiebe
daches 2 hintere Stützen 41 in rahmenseitigen Nebenfüh
rungen 31 nach hinten bewegt und dabei allmählich ge
neigt werden, bis sie im völlig geöffneten Zustand des
Schiebedaches 2 im wesentlichen horizontal verlaufen,
wodurch der Winkel, den das Schiebedach 2 zum hinteren
Bereich 6 des Fahrzeugdachs einnimmt, klein wird.
Außerdem ähneln sich die Ausführungsformen darin, daß
das Schiebedach 2 vorne durch die vorderen Stützen 52
und in seiner Mitte durch die hinteren Stützen 41 fest
abgestützt wird. Die Ausführungsformen unterscheiden
sich darin, daß bei der zweiten Ausführungsform ebenso
wie die hinteren Stützen 41 auch die vorderen Stützen
52 verschiebbar sind. Dadurch wird die Längsbewegung
des Schiebedaches 2 glatter und ruhiger. Außerdem
unterscheiden sich die Ausführungsformen dadurch, daß
die Länge der Hauptführungen 53 bei der zweiten Ausfüh
rungsform gleich dem Abstand zwischen dem vorderen Rand
der Öffnung 4 und der Mitte der Öffnung 4 ist. Dadurch
können die Hauptführungen 53 und die rahmenseitigen
Nebenführungen 31 auf derselben Vertikalebene liegen.
Die Breite der Vorrichtung zu beiden Seiten der Öffnung
4 wird dadurch verringert. Dies ermöglicht, die Breite
der Öffnung 4 zu vergrößern.
Die dritte Ausführungsform nach Fig. 15 bis 19 weist
zwei Führungen 71 auf, die geringfügig nach oben bogen
förmig gewölbt und an den Rahmenteilen 22 so angebracht
sind, daß sich jeweils eine an einer Seite einer Öffnung
4 des Fahrzeugdachs von dem vorderen Teil der Öffnung 4
zu dem hinteren Teil dieser Öffnung 4 erstreckt und mit
einem Mechanismus 36 hinten hochkippbar ist.
Jede Führung 71 weist ein Führungsprofil 72 auf, dessen
Querschnitt einen nach außen gerichteten Schlitz 73
begrenzt. In jedem Schlitz 73 sind ein Gleitstück 75,
das an dem unteren Ende einer vorderen Stütze 74
befestigt ist, und zwei Gleitstücke 77 und 78, die an
dem unteren Ende einer hinteren Stütze 76 befestigt
sind, verschiebbar.
Die Führungen 71 sind an ihren vorderen Enden 83 schwenk
bar mit einer Trägerwelle 82 verbunden, die von je
einem an jedem Rahmenteil 22 in der Nähe des vorderen
Teils der Öffnung 4 befestigten Tragarm 81 gehalten
ist. Die hinteren Enden der Führungen 71 sind durch
eine Trägerwelle 84 mit einem Kipparm 87 eines Mecha
nismus 36 zum Hochkippen verbunden.
Wie Fig. 18 zeigt, sind in den Führungen 71 innenseitig
der Führungsprofile 72 Führungsschlitze 85 für Antriebs
kabel 26 vorgesehen. An den Antriebskabeln 26 sind Mit
nehmer 86 befestigt, die von den inneren Seiten der
vorderen Stützen 74 abstehen.
Die vorderen Stützen 74 gelangen, wenn das Schiebedach
2 geschlossen ist und die Gleitstücke 75 an den vorde
ren Enden der Führungen 71 anliegen, wie dies Fig. 15
zeigt, mit ihren unteren Endteilen 88 unter einen
vorderen Fahrzeugdachbereich 15. Ist das Schiebedach 2
über einen hinteren Fahrzeugdachbereich 6 geschoben,
wie dies Fig. 17 zeigt, so befinden sich die Gleitstüc
ke 75 in der Nähe der hinteren Enden der Führungen 71.
Die Führungen 71 und die schiebedachseitigen zweiten
Führungen 31 sind samt den Gleitstücken 43, 77 und 78
so angeordnet, daß die hinteren Stützen 76 zusammen mit
einer Längsbewegung des Schiebedachs 2 in Längsrichtung
bewegbar sind. Die Gleitstücke 77 und 78, die unten an
den hinteren Stützen 76 befestigt sind, liegen bei ver
schlossenem Schiebedach 2 im wesentlichen in der Mitte
der Führungen 71.
Ist das Schiebedach 2 über den hinteren Fahrzeugdachbe
reich 6 geschoben, verlaufen die hinteren Endteile 89
der hinteren Stützen 76 über dem hinteren Fahrzeugdach
bereich 6 und die unteren hinteren Gleitstücke 78 liegen
an den hinteren Enden der Führungen 71 an.
Die Funktionsweise ist wie folgt:
Bei Rückwärtsbewegung des Schiebedachs 2 bewegen sich
die hinteren Stützen 76 von den Führungen 71 geführt
nach hinten, wobei sie schrittweise geneigt werden und
bei völlig geöffnetem Schiebedach 2 im wesentlichen
horizontal verlaufen. Auf diese Weise wird der Winkel,
den das Schiebedach 2 mit dem hinteren Fahrzeugdachbe
reich 6 bildet, klein. Das Schiebedach 2 wird an seinem
vorderen Ende durch die vorderen Stützen 74 und in
seiner Mitte durch die hinteren Stützen 76 fest abge
stützt. Bei dieser Ausführungsform sind nur die Führun
gen 71 als fahrzeugdachseitige Führungen vorgesehen.
Dadurch werden die Herstellung und der Zusammenbau
gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 4 bis 10 ver
einfacht.
Wenn das Schiebedach 2 über den hinteren Fahrzeugdach
bereich 6 geschoben wird, wird die Entfernung zwischen
den vorderen Stützen 74 und den hinteren Stützen 76
kleiner. Aus diesem Grunde wird die Neigung des Schiebe
dachs 2 relativ zum hinteren Fahrzeugbereich 6 selbst
dann verringert, wenn die Führungen 71 gerade sind,
vorausgesetzt, daß die Höhe der vorderen Stützen 74
größer ist als diejenige der hinteren Stützen 76.