Die Erfindung betrifft eine Strömungsvorrichtung gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Preventer dieser Art sind gewöhnlich mit einer Vor
richtung ausgerüstet, durch die die Bohrung unter den
geschlossenen Stößeln mit den Kammern hinter ihnen ver
bunden wird, wodurch bei geschlossenen Stößeln auf
wenigstens einen Teil der Fläche der äußeren Enden
der Stößel-Fluiddruck einwirkt, um dadurch eine Kraft
zu erzeugen, die den hydraulischen Betriebsdruck, der
die Stößelpackungen in Dichtungsberührung hält,
ergänzt. Zu diesem Zweck können in den Unterseiten der
Stößel Nuten vorgesehen werden, die die Bohrung und
die Kammer miteinander in Verbindung halten. Ein Ver
such zur Verringerung der Abmessungen des Betätigungs
systems, das zur Erzeugung einer Öffnungskraft not
wendig ist, um dadurch diese ergänzende Kraft im Hin
blick auf das Bohrlochströmungsmittel zu überwinden, ist
in der US-Patentschrift 30 36 807 beschrieben. In dieser
Druckschrift wird ein Preventer vorgeschlagen, der mit
Stößeln versehen ist, die ventilgesteuerte Kanäle auf
weisen, durch die die Bohrung mit den Kammern verbunden
wird, wenn die Stößel geschlossen sind, und die dann die
Kammer mit der Bohrung über den geschlossenen Stößeln
verbinden, die normalerweise unter einem viel
geringeren Druck steht als die Bohrung unter ihnen, wo
durch über den Enden der Stößel im wesentlichen Druck
gleichgewicht erreicht wird, wenn die Stößel die nach
außen gerichtete Öffnungsbewegung ausführen. Bei dem
in der anhängigen US-Patentanmeldung Nr. 3 37 383 (entspr.
DE-OS 32 48 542.5-24) beschriebenen Preventer, die
"hydraulisch betätigte Ventile" betitelt ist, befinden
sich in den Unterseiten der Stößel Nuten, und die
Strömung durch einen Kanal, der die Kammer mit der
Bohrung über jedem geschlossenen Stößel verbindet,
wird mit Hilfe eines Ventilkopfes an dem Ende der Stange
gesteuert, die mit einem Kolben in dem Zylinder des
Betätigungssystems verbunden ist und eine Leerlaufver
bindung mit dem Stößel aufweist, so daß das äußere
Ende jedes Kanals geschlossen wird, wenn sich der
Stößel mit der Kolbenstange nach innen bewegt, und
geöffnet wird, sobald sich der Stößel mit der Kolben
stange nach außen bewegt.
Obgleich der Preventer, der sowohl in der US-Patent
schrift 30 36 807 als auch in der oben genannten
anhängigen Patentanmeldung beschrieben ist, dem
gewünschten Ergebnis der Verkleinerung der Kraft ent
spricht, die benötigt wird, um die Stößel zurückzu
ziehen, erfordern die Stößel dieses Patentes und in
gewissem Maße auch die Stößel der anhängigen Patent
anmeldung eine komplizierte Konstruktion, die die
Gesamtkosten des Preventers erhöht.
Wie des weiteren in der anhängigen Patentanmeldung fest
gestellt ist, ist das Betätigungssystem des in der
US-Patentschrift 30 36 807 beschriebenen Ausblas
preventers so aufgebaut, daß die aufgrund des Bohrloch
strömungsmittels vorhandene Kraft, die auf die Kolbenstange
einwirkt, welche in die Stößelkammer eintritt, um der
Bewegung der Stößel in die Schließstellung entgegenzu
wirken, erheblich verringert oder ganz beseitigt wird.
Somit erstreckt sich von dem äußeren Ende des Kolbens
des Betätigungssystems für jeden Stößel eine Stange in
eine äußere Kammer des Gehäuses hinein, und der Kolben
sowie die äußere Stange und die innere Stange sind mit
einer Durchgangsbohrung versehen, so daß dann, wenn die
Stangen im wesentlichen dieselbe Querschnittsfläche auf
weisen, sie sich im Gleichgewicht befinden.
Bei dem in der obigen Patentanmeldung beschriebenen
Preventer wird durch ein Paß-Stück in die äußere Kammer
und die Durchgangsbohrung der Stangen und den Kolben
Fett eingespritzt, und der Bohrschlamm sowie das Fett
werden mit Hilfe eines Stopfens, der in der Bohrung ver
schiebbar sitzt, getrennt, wenn sich die äußere Stange
in der äußeren Kammer bewegt, so daß der Bohrschlamm in
der Bohrung des Gehäuses von der Kammer im wesentlichen
ausgeschlossen bleibt und damit die Dichtungen, die die
in diese Kammer hineinführende äußere Stange umgeben,
geschützt werden. Im einzelnen sind in der Bohrung an
den inneren und äußeren Enden der Stangen Schlitze vor
handen, die es dem Fett ermöglichen, an dem Stopfen
vorbeizugehen, wenn dieser zu einer inneren Grenz
stellung bewegt wird, und die es auch dem Bohrloch
strömungsmittel ermöglichen, an dem Stopfen vorbeizu
strömen, wenn er in eine äußere Grenzstellung bewegt wird,
um dadurch jegliche Hohlräume in der äußeren Kammer zu
füllen.
Obgleich dieses Merkmal dieses Betätigungssytem notwendig
ist, um Bohrlochströmungsmittel im wesentlichen
von der Ausgleichskammer entfernt zu halten, stellt
es dennoch einen kostspieligen Zusatz dar, weil die
Bypaß-Schlitze in die Stangen maschinell eingearbeitet
werden müssen.
Es ist deshalb Aufgabe der
vorliegenden Erfindung eine Strömungssteuervor
richtung der gattungsgemäßen Art zu schaffen, bei der die
Möglichkeit einer Überbrückung des Stopfens ohne
die Notwendigkeit maschineller Bearbeitung der
Stangen gegeben ist.
Die Lösung der oben genannten Aufgabe ist im
Patentanspruch gekennzeichnet.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
schematisch dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine senkrechte Schnittansicht eines Ausblas
preventers der erfindungsgemäßen Art, bei dem
die Stößel in Stellungen innerhalb ihrer
Führungsbahnen zurückgezogen sind,
Fig. 2 eine senkrechte Schnittansicht des Preventers,
ähnlich derjenigen von Fig. 1, bei der jedoch
die Stößel nach innen bewegt sind, um die Rohr
leitung abzuscheren, das obere abgeschnittene
Ende der Rohrleitung aus der Bahn zwischen den
Einrichtungen auf den Stößelflächen, die zur
Abdichtung dienen, herausbewegt ist, und darauf
hin die Abdichtung in bezug aufeinander und in
bezug auf die Führungsbahnen erfolgt ist,
Fig. 3 eine Ansicht der beiden aus ihren Führungsbahnen
entfernten Stößeln, gesehen von dem inneren Ende,
der einen Seite von oben,
Fig. 4 eine senkrechte Schnittansicht eines Teils des
Preventers, einschließlich des rechten Stößels und
seines Betätigungssystems, wobei die Kolben des
Betätigungssystems nach außen in die vollständig
zurückgezogenen Stellungen bewegt sind, um dadurch
die Stößel in die Öffnungsstellung zu bringen.
Fig. 5 eine der Fig. 4 ähnliche Ansicht, jedoch nach der
Einwärtsbewegung der Stößel unter der Einwirkung
des Steuerfluids auf die Außenseiten der Kolben
des Betätigungssystems, um dadurch die inneren
Enden der Schneidkanten der Blätter in Berührung
zu bringen und mit dem Abflachen der entgegenge
setzten Seiten einer Rohrleitung innerhalb der
Bohrung des Gehäuses zu beginnen,
Fig. 6 eine der Fig. 5 ähnliche Ansicht, jedoch nach
erfolgter weiterer Einwärtsbewegung der Stößel,
wodurch die Blätter die Rohrleitung abgeschert
haben und die inneren Enden der Greif- und Hub
arme veranlaßt worden sind, die entgegengesetzten
Seiten der Rohrleitung über den Schneidblättern
der Stößel abzuflachen, wobei der äußere ring
förmige Kolben des Betätigungssystems in die
Stellung bewegt ist, in der er an dem inneren
Ende des Zylinders anliegt,
Fig. 7 eine der Fig. 6 ähnliche Ansicht, bei der jedoch die
Stößel noch weiter nach innen bewegt worden sind,
nachdem die Rohrleitung abgeschert worden ist,
wodurch die Arme veranlaßt wurden, das obere abge
scherte Ende der Rohrleitung über das obere
Schneidblatt und damit aus der Bahn zwischen dem
inneren Ende und dem oberen Schneidblatt zu
räumen und wobei sich die Packung quer über das
innere Ende des anderen Stößels, über das untere
Schneidblatt erstreckt, und wobei die Bewegung des
inneren Kolbens des Betätigungssystems in bezug
auf den stillstehenden äußeren Kolben nach innen
dargestellt ist.
In den Fig. 1 und 2 ist der Preventer, im folgenden Aus
blasventil genannt, insgesamt mit 20 bezeichnet. Dieses
Ausblasventil weist ein Gehäuse 21 mit einer senkrechten
Durchgangsbohrung 22 und Flanschen auf seinen oberen und
unteren Enden auf, mit denen es befestigt werden kann, so
daß es einen Teil eines Bohrlochkopfes bildet, wobei seine
Bohrung 22 axial mit der Bohrung des Bohrlochkopfes
fluchtend ausgerichtet ist. Wie aus der Zeichnung hervor
geht, erstreckt sich senkrecht durch die Bohrung des Aus
blasventils eine Rohrleitung 24, die Teil eines Bohrstrangs
sein kann, der an einem Bohrgestänge aufgehängt ist und an
seinem unteren Ende mit einem Meißel versehen ist, der sich
in Richtung auf den Boden des Bohrlochs erstreckt. Wie beim
Bohren von Bohrlöchern an sich bekannt, wird Bohrschlamm
durch den Bohrstrang im Kreislauf abwärts geführt, wobei er
aus dem Meißel austritt und dann in dem Ringraum 25 zwischen
dem Bohrstrang und der Bohrung nach oben gleitet.
Das Ausblasventil weist ein Paar Stößel 26 A und 26 B auf,
die in Führungsbahnen 27 sitzen, welche die gegenüber
liegenden Seiten der Bohrung 22 schneiden, um zwischen
äußeren Lagen, in denen sie, wie aus Fig. 1 ersichtlich,
während des im Bohrloch stattfindenden Bohrvorgangs aus
der Bohrung zurückgezogen sind, und inneren Lagen, in
denen sie sich quer durch die Bohrung erstrecken, um sich
gegenseitig und in bezug auf das Gehäuse abzudichten und
damit die Bohrung zu schließen, wie dies in Fig. 2
gezeigt ist, bewegt werden zu können. Jeder Stößel wird
mit Hilfe eines Betätigungssystems zwischen Öffnungs- und
Schließstellungen bewegt. Zu diesem System gehört ein
Zylinder 28 des Gehäuses 21, der sich außerhalb jeder
Stößelführungsbahn befindet, ein Kolben, der in jedem
Zylinder hin- und herbeweglich gelagert ist und eine
Stange 30, die sich abdichtend durch eine Packung oder
Dichtung 31 in eine Öffnung durch eine Wand des Gehäuses
hindurcherstreckt, die eine Kammer hinter dem Stößel von
dem Zylinder abtrennt, um den Stößel mit dem Kolben zu ver
binden. Wie im folgenden beschrieben wird, wird von einer
äußeren Quelle dem Zylinder Hydraulikmittel zugeführt
bzw. aus ihm in diese Quelle zurückgeführt, und zwar
beidseitig des Kolbens 29, um dadurch die Kolben wahlweise
zu bewegen und damit die Stößel in Richtung auf die
Bohrung oder von der Bohrung weg zu verschieben.
Jedes Gehäuse 21 weist einen Hauptkörper 21 A auf, in dem
die Bohrung 22 und die Führungsbahnen 27 ausgebildet sind,
sowie ein Paar Hauben 32.
Jeder Stößel weist einen metallenen Stößelkörper 33 auf,
der im allgemeinen eine ovale Querschnittsform besitzt,
um axial nach innen und außen gleiten zu können, und zwar
in Richtung auf die Bohrung R und von ihr weg und inner
halb einer Führungsbahn des Preventergehäuses. Des weiteren
sind auf den rechten und linken Stößeln 26 B und 26 A Blätter
BU, BL vorhanden, die Schneidkanten aufweisen, mit denen
die Rohrleitung 24 abgeschert wird, sobald sich die beiden
Blätter übereinander bewegen. Im einzelnen kann die
Schneidkante des oberen Blatts BU auf dem rechten Stößel
26 B sich über die Schneidkante des unteren Blatts BL auf
dem linken Stößel 26 A bewegen, und von dem Stößel 26 B
wird über dem Blatt BL eine Packung 34 so getragen, daß
sie mit dem inneren Ende 35 des Blatts 26 B in abdichtender
Berührung steht, wenn die Rohrleitung abgeschert wird
und das obere, abgescherte Ende dieser Leitung, wie dies
im folgenden beschrieben werden wird, angehoben wird, so
bald sich die Stößel weiter nach innen in die Schließ
stellung bewegen.
Dazu kommt, daß jeder Stößel eine Packung trägt, die
an den entgegengesetzten Seiten der sich in seit
licher Richtung erstreckenden Packung 34 (im Falle des
linken Stößels) und der Blattendoberfläche 35 (im
Falle des rechten Stößels) innere Stirnteile 36 auf
weist sowie Seitenteile 37, die sich von einem
jeden solchen Stirnteil längs jeder Seite des Stößel
körpers nach hinten erstrecken, und auch Kopfteile 38,
die mit den äußeren Enden der Seitenteile 37 ver
bunden sind und sich über den Kopf des Stößels
erstrecken. Wie aus der Zeichnung ersichtlich und an
sich bekannt, bleiben die Kopfteile 38 in den
Führungsbahnen, wenn sich die Stößel in ihre äußere
Positionen bewegen, wodurch die Stößelpackungen eine
durchgehende Dichtung bilden, die die Bohrung des
Preventergehäuses verschließt.
Die Schneidkanten der unteren und oberen Blätter haben
die Form eines flachen "V", um zur Zentrierung der
Bohrleitung, sobald sie sich aufeinander zu und
aneinander vorbeibewegen, um die Rohrleitung abzu
scheren, zusammenzuarbeiten. Wenn das obere abge
scherte Ende der Rohrleitung aus der Bahn zwischen
der Packung 34 und der Oberfläche 35 gehoben wird, um
dadurch den Stößeln zu ermöglichen, miteinander in
Dichtungsberührung zu treten, wenn sie in die Schließ
stellung gebracht werden, kann das untere Ende der
abgescherten Rohrleitung sich in eine Aussparung 52
hineinbewegen, die in der Unterseite des rechten
Stößels ausgebildet ist, so daß die Rohrleitung die
vollständige Schließbewegung der Stößel nicht
behindert.
Wie im obigen bereits beschrieben, weist die Vor
richtung zum Ergreifen der gegenüberliegenden Seiten
der Rohrleitung und zum Anheben des oberen abgescherten
Rohrleitungsendes einen Arm 53 auf jedem Stößel auf,
dessen äußerstes Ende auf ihm verschwenkbar gelagert ist,
so daß es eine im allgemeinen waagerechte Achse quer
zur Achse der Hin- und Herbewegung des Stößels ver
schwenkt werden kann. Wenn der Stößel nach innen
bewegt wird, um dadurch sein inneres Ende 54 zu veran
lassen, mit der einen Seite der Rohrleitung in
Berührung zu treten, so wird er in einer in der Ober
seite des Stößels vorhandenen Aussparung so abgestützt,
daß sein inneres Ende sich über seiner Schwenkachse
befindet, so daß dann, wenn sich der Stößel weiter
nach innen bewegt, um die Rohrleitung anzuheben, der
Arm um seine Schwenkachse nach oben verschwenkt wird. Auf
diese Weise werden die überwiegend horizontalen Kraft
komponenten der Stößel, wenn die Rohrleitung ergriffen
und abgeschert wird, zu überwiegend senkrechten
Kraftkomponenten, sobald das abgeschnittene Ende der
Rohrleitung angehoben wird.
Wenn das abgescherte Ende der Rohrleitung dann noch
weiter um eine gewisse Strecke hochgehoben wird,
treten die Stößel miteinander in Dichtungsberührung,
wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Zu diesem Zeit
punkt läßt sich dann das obere abgescherte Ende der
Rohrleitung frei anheben, um es zusammen mit
dem Bohrstrang aus der Bohrung des Preventers zu ent
fernen. Dadurch wird den inneren Enden der Arme
ermöglicht, abwärts zu schwenken und in Richtung nach
innen zu miteinander in Eingriff zu treten.
Wenn dann die Stößel in
ihre Öffnungsstellung zurückgezogen werden, setzen die
inneren Enden der Arme ihre gemeinsame Arbeits
schwenkbewegung in die abgestützte Lage fort und
trennen sich dann voneinander.
Die Kolbeneinrichtung 29 des Betätigungssystems für
jeden Stößel weist einen ersten äußeren, ringförmigen
Kolben 60 auf, der einen Dichtungsring zur gleitenden
Abdichtung in dem Zylinder 28 zwischen innersten und
äußersten Stellungen besitzt, die dadurch bestimmt
sind, daß die inneren und äußeren Enden der Zylinder
28 mit dem Kolben in Berührung treten. Des weiteren
ist ein innerer Kolben 61 vorhanden, der einen
Dichtungsring trägt, welcher in dem äußeren Kolben 60
abgedichtet gleitet. Dieser innere Kolben ist an der
Kolbenstange 30 befestigt, um sich zusammen mit dem
Stößel nach innen und nach außen zu bewegen, während
die inneren und äußeren Kolben mit Mitteln ausge
stattet sind, die nur eine begrenzte Axialbewegung
der Kolben in bezug aufeinander zulassen. So weist
der äußere Kolben einen ersten Flansch 62 A an
seinem inneren Ende auf, der seine Auswärtsbewegung
in bezug auf den inneren Kolben 61 begrenzt, sowie
einen Flansch 62 B an seinem inneren Ende, der seine
Einwärtsbewegung in bezug auf den Kolben 61 begrenzt.
Wie ersichtlich, nehmen dann, wenn Betätigungsfluid
den inneren Enden beider Kolben durch die Öffnung P₁
zugeführt worden ist, um die Stößel zu öffnen, beide
Kolben ihre äußersten Stellungen ein, d. h. der äußere
Kolben 60 steht mit dem äußeren Ende des Zylinders in
Berührung, und die Außenseite des Kolbens 61 berührt
den Flansch 62 B des äußeren Kolbens. Um die Stößel
einwärts zu bewegen und dadurch die Rohrleitung abzu
scheren und die Bohrung des Preventers zu verschließen,
wird Betätigungsfluid den Außenseiten der Kolben durch
die Öffnungen P₂ zugeführt und von den Innenseiten der
Kolben durch die Öffnungen P₁ weggeführt. Während der
anfänglichen Einwärtsbewegung bewegen sich die Kolben
miteinander, weil der Flansch 62 B des Kolbens 60 mit
der Außenseite des Kolbens 61 in Berührung steht.
Wie einzeln nicht gezeigt, ist das innere Ende des
Kolbens 60, wenn die abgeschnittene Rohrleitung
angehoben worden ist und die Stößel in Dichtungsberührung
gebracht worden sind, von dem Flansch 62 A mit Abstand
getrennt, so daß seine Berührung mit dem Flansch den
vollen Dichtungseingriff zwischen den Stößeln nicht
behindert und ein gewisser Verschleiß der Dichtungsflächen
der Stößel während der fortgesetzten Benutzung des
Preventers zugelassen wird.
Wenn die Stößel in ihre Öffnungsstellungen zurückge
zogen werden sollen, wird Betätigungsfluid durch die
Öffnungen P₁ in die Zylinder auf den Innenseiten der
Kolben eingeleitet und durch die Öffnungen P₂ von den
Außenseiten der Zylinder abgeleitet. Als Folge
dessen bewegen sich die
äußeren Kolben 60 in bezug auf die inneren Kolben 61
so lange nach außen, bis die Flansche 62 A mit den
inneren Kolben in Berührung treten und dann die
inneren Kolben und die Kolbenstangen 30 mitnehmen. Die
Stößel setzen daraufhin ihre Bewegung nach außen fort,
bis die äußeren Enden der Kolben 20 das äußere Ende
der Zylinder berühren, und die inneren Kolben bewegen
sich in bezug dazu nach außen, um mit den Flanschen
62 B in Berührung zu treten.
Wie auf diesem Gebiet der Technik bekannt, ist jeder
Stößelkörper mit einer Nut G in seiner Unterseite
versehen, die die Bohrungen 22 des Gehäuses an dessen
innerem Ende mit der Kammer am äußeren Ende des
Stößels verbindet, wodurch dann, wenn die Stößel
geschlossen sind, Bohrlochfluiddruck aus der Bohrung auf
die äußeren Enden der Stößel einwirkt, um diese
geschlossen zu halten, und zwar mit einer Kraft, die
zusätzlich zu derjenigen des Betätigungssystems wirkt.
Somit ist in den geschlossenen Stellungen der Stößel
der Bohrlochfluiddruck unter den Stößeln gewöhnlich
höher als derjenigen über den Stößeln, so daß auf der
Oberfläche der Stößel, die von der Dichtungsein
richtung umschlossen wird, eine realtiv große Druck
differenz herrscht.
Wie bei dem Preventer der anhängigen Patentan
meldung P 32 48 542, so ist auch hier in dem rechten
Stößel 26 B ein Kanal 40 ausgebildet, der an seinem
äußeren Ende mit der Stößelkammer auf der Außenseite
des Stößels und an seinem inneren Ende mit dem oberen
Innenteil des Stößels, der von der durchgehenden Dichtung
umschlossen ist, in Verbindung steht und damit mit der
Bohrung des Preventer-Gehäuses oberhalb der Stößel, und
zwar im geschlossenen Zustand derselben. Das innere Ende
des Kanals 40 weist vorzugsweise auseinanderstrebende
Zweige 40 A auf, die die untere Aussparung des Stößels
26 B unterhalb des Arms 53 und oberhalb des Blatts BU
verbinden und dadurch mit einem offenen Bereich
zwischen den inneren Enden der geschlossenen Stößel.
Des weiteren ist aus denselben Gründen,
die in der anhängigen Patentanmeldung erwähnt sind,
die Querschnittsfläche des Kanals größer als die der
Nut G.
Ebenfalls in Übereinstimmung mit dem Preventer der
führenden Anmeldung weist das innere Ende der Kolben
stange 30 des rechten Stößels 26 B einen vergrößerten
Kopf 41 auf, der mit Zapfen 42 versehen ist, die
von seinem inneren Ende auf gegenüberliegenden Seiten
einer ringförmigen Packung 41 a herausragen, welche
koaxial zu dem Kanal 40 angeordnet ist, um dadurch
alternativ das äußere Ende des Stößels rund um das
äußere Ende des Kanals 40 abdichtend zu berühren und
damit den Kanal zu verschließen oder zwecks Öffnung
derselben mit ihm außer Berührung zu treten. Im einzelnen
heißt das, daß die Zapfen 42 in vergrößerten
T-Schlitzen 43 in dem rechten Stößel auf entgegengesetzten
Seiten des Kanals 40 entfernbar aufgenommen werden,
um dadurch zwischen der Stange und dem Stößel eine
Leerlaufverbindung zu schaffen, so daß die Packung
41 a sich frei vorwärtsbewegen kann, um das äußere
Ende des Kanals 40 abzudichten, wenn das Betätigungs
system den Stößel nach innen bewegt, jedoch außer
Berührung mit dem Ende des Stößels zu treten,
um den Kanal 40 zu öffnen, sobald das Betätigungs
system so angetrieben wird, daß der rechte Stößel
zurückgezogen wird. Die unteren Enden der T-Schlitze
erstrecken sich durch die unteren Enden des rechten
Stößels, um dadurch ein Mittel zu schaffen, mit Hilfe
dessen der Stößel an dem inneren Ende der Kolbenstange
angebracht oder von diesem Ende entfernt werden
kann, wenn der rechte Kolben in die Öffnungsstellung
bewegt wird.
Somit wird wie im Falle beider Stößel des Preventers
der genannten älteren Anmeldung durch Einschalten des
Betätigungssystems zum Zurückziehen des rechten
Stößels automatisch der in ihm befindliche Kanal 40
geöffnet, um dadurch den über den inneren und äußeren
Enden des rechten Stößels herrschenden Druck auszu
gleichen und damit zu ermöglichen, den Stößel mit
geringerer Kraft zu öffnen. Wie im obigen jedoch
beschrieben, ermöglicht das Zurückziehen des inneren
Endes des rechten Stößels aus der Dichtungsberührung
mit dem inneren Ende des linken Stößels, obgleich der
linke Stößel 26 A mehr oder weniger konventionell
dadurch gebaut ist, daß er keinen Durchgangskanal auf
weist, daß der Drucker über den inneren und äußeren
Enden des linken Stößels ebenfalls auf diese Weise
in wesentlichen ausgeglichen wird und damit sein
Zurückziehen ebenfalls erleichtert wird.
Die Stange 30 des linken Stößels 26 A sowie die Vor
richtung, durch die sie verbunden sind, kann mit der
Stange 30 für den Stößel 26 B und deren Verbindung
untereinander identisch sein. Alternativ dazu können
jedoch, da das innere Ende der Stange nicht die
Funktion des Öffnens und Schließens eines Durchgangs
kanals durch den Stößel 26 A erfüllt, Zapfen auf
diesem inneren Stangenende vorhanden sein, die genau
in T-Schlitze in dem äußeren Ende des Stößels passen.
Somit ermöglicht die Verbindung, daß der Stößel ausge
tauscht oder repariert werden kann, verhindert jedoch
jede wesentliche axiale Relativbewegung zwischen der
Stange und dem Stößel während des Öffnungs- und
Schließzyklus.
Wie ebenfalls bei dem Preventer der älteren Anmeldung
vorgesehen, erstreckt sich eine weitere Stange 44 von
dem Kolben 61 nach außen und läuft abgedichtet durch
einen Dichtungsring 46, der in einer Öffnung im
äußeren Ende des Zylinders 28 getragen wird, sowie in
die äußere Kammer 45 innerhalb der Haube. Somit ist
ein rohrförmiger Körper 48 mit einer Gegenbohrung in
dem äußeren Ende der Öffnung im Ende des Zylinders
verschraubt, so daß die äußere Kammer 45 entsteht, und
eine zusätzliche Packung wird im inneren Ende des
Körpers 48 aufgenommen, die zur Abdichtung zwischen
diesem Körper und der Stange 44 außerhalb des
Ringes 46 dient.
Im einzelnen erstreckt sich durch den Kolben und sowohl
die innere Stange 30 als auch die äußere Stange 44
eine Bohrung 47, und die Querschnittsflächen der inneren
und äußeren Stangen, die sich durch die Dichtungsein
richtungen 31 und 46 erstrecken, sind im wesentlichen
gleich. Dadurch bestehen im Falle des rechten
Stößels 26 B die Stangen im wesentlichen nicht nur dann
unter Druckgleichgewicht, wenn der Stößel zurückge
zogen ist und der Kopf 41 von dem äußeren Ende des
Stößels 26 B während des Öffnens des Stößels mit
Abstand getrennt ist, sondern auch während des Schließens
des Stößels 26 B, wenn die Bohrung 47 mit dem Kanal
40 verbunden wird. Eine ähnliche Bohrung kann in
dem Kolben und den Stangen 40 und 44 des linken
Stößels 26 A ausgebildet werden, so daß die Stange 30,
die mit dem linken Stößel über eine Leerlaufverbindung
verbunden ist, wie im Falle der Stange 30 des Stößels 26 B
ebenfalls während des Zurückziehens des Stößels unter
Druckgleichgewicht steht. Natürlich kann, falls zu
diesem Zweck gewünscht, die Verbindung der Stange
mit dem Stößel eng gepaßt sein, und eine Öffnung in
der Stange 30 für den Stößel 26 A kann die Durch
gangsbohrung 47 mit der Kammer 45 verbinden.
Wie ebenfalls in der älteren anhängigen Patentanmeldung
beschrieben, wird von der Gehäusehaube ein Paßstück E
getragen, d. h. von dem äußeren Ende des rohrförmigen
Körpers 48, so daß Fett in die äußere Kammer 45 und
wenigstens einen Teil der mit dieser verbundenen
Bohrung eingespritzt werden kann, um im wesentlichen
zu vermeiden, daß Bohrschlamm in die Kammer 45 ein
dringt und um dadurch die Dichtung 46, die das äußere
Ende der Stange 44 umgibt, zu schützen. Ein Stopfen
49 aus Plastikmaterial oder einem anderen geeigneten
Material ist in der Bohrung 47 zwischen den inneren
und äußeren Begrenzungsstellungen gleitend angeordnet,
so daß er das Bohrlochfluid normalerweise von dem
Fett trennt. Die Bewegungsgrenzen dieses Stopfens
werden durch Sprengringe bestimmt, die in den inneren
und äußeren Enden der inneren Stange 30 und der
äußeren Stange 44 sitzen.
Wenn die Stößel in die geschlossene Stellung bewegt
worden sind, haben sich die Stopfen 49 dadurch, daß
die Hauptteile der äußeren Stangen 44 aus den Kammern
45 zurückgezogen werden, in Lagen nach außen bewegt,
die sich zumindest in der Nähe ihrer äußeren Grenz
positionen befinden. Für den Fall, daß Fett aus der
Kammer 45 verlorengegangen ist, wird der Stopfen in
der Bohrung durch den äußeren Sprengring gehalten, und
eine gewisse Menge Bohrschlamm kann durch einen in
ihm befindlichen verengten Kanal 50 hindurchströmen.
Wenn die Stößel zurückgezogen werden, und
die äußeren Stangen 44 in die Kammern 45 eintreten,
werden die Stopfen 49 nach innen in ihre innerste
Lage gepreßt, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. Fett
kann durch einen verengten Kanal 50 im Stopfen durch
diesen hindurchtreten, wodurch das Erfordernis, in
der Durchgangsbohrung der Stangen Schlitze auszu
bilden, wie dies in der älteren Anmeldung erläutert
ist, entfällt.
Betrachtet man nun die gesamte Betriebsweise des
Preventers und wird angenommen, daß die Stößel in
ihre äußersten Stellungen zurückgezogen sind, wie
dies in den Fig. 1 und 4 zu sehen ist, und daß ein
Rohr 24 in der Bohrung 22 abgeschert werden soll, so
wird Steuerfluid den Außenseiten der Kolbenvor
richtungen 29 zugeführt und von ihren Innenseiten
weggeführt, wodurch die Stößel veranlaßt werden,
sich nach innen zu bewegen und mit den gegenüber
liegenden Seiten des Leitungsrohrs in Berührung zu
treten. Es versteht sich, daß sich die Stößel nicht
notwendigerweise gleichzeitig in diese Stellungen
bewegen, und tatsächlich ist es so, daß einer der
Stößel gewöhnlich mit der einen Seite der Rohr
leitung früher in Berührung tritt als der andere.
Dies ist natürlich insbesondere dann der Fall, wenn
die Steuerstange nur eines der Stößel in dem
betreffenden Stadium des Betriebszyklus unter Druck
gleichgewicht steht. In diesem Fall bewegt sich
der betreffende Stößel gewöhnlich vor dem anderen
Stößel nach innen. In jedem Fall wird durch die
Berührung des inneren Endes des einen Stößels an der
einen Seite der Rohrleitung dessen weitere Einwärts
bewegung so lange verzögert, bis der andere Stößel
sich nach innen bewegt hat, um mit seinem inneren
Ende auf der gegenüberliegenden Seite der Rohr
leitung in Berührung zu treten.
Wie oben bereits beschrieben, werden beide Stößel
mit einer verhältnismäßig großen Kraft bewegt,
weil Bohrlochfluid auf den äußeren Enden sowohl des
inneren als auch des äußeren Kolbens 60 bzw. 61 einwirkt.
Die Stößel setzen ihre Einwärtsbewegung in die
geschlossene Stellung auch nach Abscheren der Rohrleitung
fort, wodurch das innere Ende 35
des Blattes des rechten Stößels veranlaßt wird, unter
Wirkung einer verhältnismäßig kleinen Kraft mit der
Packung 34 in Dichtungsberührung zu treten. Gleich
zeitig werden natürlich die Arme 53 dazu gebracht, sich
weiter nach oben zu verschwenken, um dadurch das
obere abgescherte Ende der Rohrleitung über die
inneren Enden der Stößel oberhalb ihrer Blätter
hinauszuheben, während das untere abgescherte Ende
der Rohrleitung in die Aussparung 52 geschoben
worden ist, so daß jegliche Behinderung der vollen
Schließbewegung der Stößel vermieden wird.
Das obere abgeschnittene Ende der Rohrleitung kann
dann mit dem Bohrstrang entfernt werden, um dem
Bohrgestänge, an dem der Strang aufgehängt ist,
zu ermöglichen, aus dem Bohrloch herausbewegt zu
werden, so daß die inneren Enden der Arme frei nach
innen schwingen können, um miteinander in Berührung
zu kommen. Gleichzeitig kann Steuerfluid in die
Zylinder 28 auf der linken Seite der Kolben einge
leitet und von den rechten Seiten der Kolben ausge
leitet werden, um dadurch die Stößel in ihre
äußere Stellung zurückzuziehen.
Jeder äußere Kolben 60 sich anfänglich in bezug
auf den inneren Kolben nach außen, bis der Flansch 62 A die
Innenseite jedes inneren Kolbens berührt, was zur Folge
hat, daß die Stößel anfänglich mit einer verhältnis
mäßig kleinen Kraft, hervorgerufen durch die
Wirkung des Steuerfluids auf die inneren Enden
beider Kolben, zurückgezogen werden. Die Auswärtsbe
wegung der Stange 30 führt natürlich zur Öffnung
des äußeren Endes des Kanals 40 in dem rechten
Stößel 26 B, so daß der verhältnismäßig hohe Druck
innerhalb der Kammer hinter dem Stößel 26 B zur Bohrung
22 oberhalb der geschlossenen Stößel entspannt wird.
Wie oben erwähnt, wird dadurch nicht nur im
wesentlichen Druckgleichgewicht über beiden Enden
des rechten Stößels erzeugt, sondern beim Zurück
ziehen des rechten Stößels von dem linken auch im
wesentlichen Druckgleichgewicht über den inneren
und äußeren Enden des linken Stößels 26 A, wodurch
das Zurückziehen jedes Stößels erleichtert wird.
Für den Fall, daß sich in der Bohrung 22 keine Rohr
leitung 24 befindet, und die Stößel wie herkömmliche
"Blind-Stößel" wirken sollen, stehen die inneren
Enden der Arme 53 bei der Einwärtsbewegung der
Stößel in eine Stellung unmittelbar jenseits der in
Fig. 6 gezeigten, miteinander in Berührung. In diesem
Stadium der Schließbewegung der Stößel haben sich die
Schneidkanten der Scherblätter aneinander vorbei
bewegt, um dadurch den inneren Enden der Arme zu
ermöglichen, sich zu berühren und bei fortgesetzter
Einwärtsbewegung der Steuer- oder Kolbenstange jedes
Stößels sich nach oben in eine geneigte Position
zu verschwenken. Diese Einwärtsbewegung und Aufwärts
verschwenkung der Arme setzt sich solange fort, bis
das innere Ende 35 jedes Blattes des rechten Stößels
die Packung 34 berührt. An diesem Punkt sind die
Arme so weit geneigt.
Während der Öffnungs- und Schließzyklen der Stößel
befindet sich die Stange zur Betätigung des rechten
Stößels 26 B unabhängig davon, ob eine Rohrleitung
abgeschert oder eine offene Bohrung verschlossen
wird, ständig im Gleichgewicht und die Stange zur
Betätigung des linken Stößels 26 A steht während einer
Öffnungsbewegung unter Druckgleichgewicht. Des
weiteren wirkt der Stopfen 49 in der oben
beschriebenen Weise derart, daß das Eintreten von
Bohrschlamm in die Gleichgewichtskammer 45 im
wesentlichen ausgeschlossen wird.