DE3348344C2 - Tür - Google Patents

Tür

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Abstract

Eine Tür, insbesondere Sicherheitstür mit feuerbeständigen und luftdichten Eigenschaften, weist mehrere Schalen auf, von denen wenigstens eine Schale Dichtungen trägt, die bei geschlossener Tür in Anlage zum Rahmen gebracht sind. In einem Riegelkasten angeordnete Riegelbolzen werden durch eine Auslöseeinrichtung bei geschlossener Tür in eine erste Verriegelungsstellung gebracht und durch Betätigung eines Handrades oder dergleichen in eine zweite Verriegelungsstellung, in welcher die Tür gegen den Rahmen gedrückt wird, wobei die Dichtungen einen luftdichten Abschluß gegenüber dem Rahmen gewährleisten. DOLLAR A Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wirkt das Handrad erst dann auf die Riegelbolzen, wenn diese durch die Auslöseeinrichtung automatisch in ihre erste Verriegelungsstellung gebracht sind, so daß durch Betätigung des Handrades die Riegelbolzen weiter in Richtung auf den Rahmen in die zweite Verriegelungsstellung verbracht werden, in welcher die Tür mit den Dichtungen gegen den Rahmen gepreßt wird. DOLLAR A Bei einer weiteren Ausführungsform wird der Riegel, sobald die Tür ihre Schließstellung einnimmt, selbsttätig ausgefahren und verriegelt die Tür gegenüber dem Rahmen, derart, daß die Dichtungen einen luftdichten Abschluß zwischen der Tür und dem Rahmen sicherstellen.

Description

Die Erfindung betrifft eine Tür mit einem Türblatt, das um­ fangsmäßig angeordnete Dichtungen aufweist.
Die DE 27 33 775 beschreibt eine Tür mit einem Rahmen, die stumpfen Aufbau hat und sowohl eine umlaufende elastische Dichtung als auch eine Dichtung aus feuerbeständigem Material aufweist. Um die Dichtheit dieser Tür zu gewährleisten, ist der Rahmen stufenförmig auszubilden. Entsprechend ist das Tür­ blatt der stumpfen Tür mit einem Vorsprung zur Aufnahme der Dichtung aus feuerbeständigem Material zu versehen.
Aus der DE 19 85 734 U ist ein feuerbeständiges Türblatt be­ kannt, das innerhalb einer seitlichen Blechleiste eingefaßte Platten aus Gipskarton und eine diesen Platten vorgesetzte Brandschutzplatte aufweist, die mit einer Blechtafel nach au­ ßen abgedeckt ist. Als tragende Schicht für die Platten aus Gipskarton und für die Brandschutzplatte dient eine ausge­ steifte Blechwanne, an deren nach innen weisenden Fläche eine Weichdichtung und eine Treibschicht zu Dichtungszwecken seit­ lich umlaufend vorgesehen sind.
Die DE 26 12 447 beschreibt eine Feuerschutztür in Form einer Falztür, die einen Riegelkasten aufweist, der nach außen und nach innen jeweils durch Platten aus Asbestzement, Gipskarton oder dergleichen abgeschlossen ist. Das gesamte Türblatt ist mit einer Blechummantelung versehen. Die Dichtungen sind in der Zarge so ausgebildet, daß das Türblatt mit den Dichtungen in Anlage gelangen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine feuerbeständige Tür bzw. Falztür zu schaffen, die einfachen Aufbau aufweist und einen luftdichten Abschluß gegenüber dem Rahmen sicher­ stellt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Pa­ tentanspruch 1 bzw. Patentanspruch 2 gelöst.
Anhand der Zeichnungen wird eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tür erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Frontansicht einer Tür,
Fig. 2 eine horizontale Schnittansicht der Tür gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine vertikale Schnittansicht durch die Tür nach Fig. 1,
Fig. 4 eine Teilansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Riegelbolzen,
Fig. 5 eine Horizontalschnittansicht einer abgewandelten Ausführungsform einer Tür, und
Fig. 6 eine vertikale Schnittansicht einer Tür mit dem Aufbau nach Fig. 5,
In Fig. 1 ist eine Vorderansicht einer bevorzugten Ausführungs­ form einer luftdichten und feuerbeständigen Tür dargestellt. Die Tür 1 weist vorzugsweise zwei miteinander in vertikaler Richtung fluchtende Gelenke 2, 3 auf. Entsprechende Gelenke 4, 5 sind an einem Rahmen 6 vorgesehen und lagern eine bei­ spielsweise H-förmige Konstruktion aus Lagerstangen, die im folgenden als Lagereinheit 7 bezeichnet ist. Die Lager­ einheit 7 weist im Bereich der Gelenke 3 bis 5 jeweils zylindrische Buchsen auf, in welche nicht dargestellte Kugel­ lager eingesetzt sind, wobei die Kugellager ihrerseits die in Fig. 1 mit 9 bezeichneten Bolzen aufnehmen. Auf diese Weise ist die Tür 1 gegenüber der Lagereinheit 7 verschwenk­ bar und die Lagereinheit 7 zusammen mit der Tür 1 gegenüber dem Rahmen 6 verschwenkbar. Damit kann die Tür 1 während des Schließvorganges Pendelbewegungen ausführen. Nach einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform kann die Tür 1 auch mittels herkömmlicher Bänder am Rahmen 6 befestigt sein.
Zum Verschließen der Tür 1 ist ein Handrad oder Hebel 8 vor­ gesehen, welches in der noch nachstehend beschriebenen Weise einen luftdichten Abschluß zwischen der Tür 1 und dem Rahmen 6 nach entsprechender Betätigung gewährleistet. Die Lagereinheit 7, die im wesentlichen aus zwei parallelen Stangen und einer diese miteinander verbindenden Querstange besteht, kann im Bedarfsfalle durch zusätzliche Querver­ bindungsstangen verstärkt sein oder auch andere Konstruk­ tion haben.
Die in Fig. 1 dargestellte Tür 1 hat den unter Bezugnahme auf Fig. 2 und 3 im einzelnen beschriebenen Aufbau. Die Tür 1 besteht aus einer Außenschale 10, die den Abschluß der Tür 1 auf ihrer dem Rahmen 6 bzw. dem Mauerwerk 11 abge­ wandten Fläche bildet und zumindest teilweise eine seitliche Umfassung der Tür an den mit 12 bezeichneten Kanten dar­ stellt. An die Außenschale 10 schließt sich eine Brandschutz­ schale oder Brandschutzplatte 13 an, welche eine feuerhem­ mende oder feuerbeständige Eigenschaft hat. Der Brandschutz­ schale 13 nachfolgend ist eine Schale oder Platte 14 vorge­ sehen, die tragende Funktion hat und vorzugsweise durch eine Stahlplatte gebildet ist. Die in Fig. 1 dargestellten Gelen­ ke 2 und 3 sind fest mit der Schale 14 verbunden. Nach der dargestellten Ausführungsform der Tür 1 sind randseitig und umlaufend in der Platte 14 Aussparungen oder Nuten 15, 16 vorgesehen, die in Richtung auf den Rahmen 6 geöffnet sind und zur Aufnahme von Dichtungen 17, 18 vorzugsweise in Form von 0-Ringen, dienen.
Seitlich an der Tür 1 sind, vor den Aussparungen 15, 16 lie­ gend, Brandschutzdichtungen 20 montiert, die bei geschlosse­ ner Tür in Anlage zum Rahmen 6 stehen und an der Kante 12 in­ nenseitig der Außenschale 10 angeordnet sind. Die Dichtungen 20 schützen die Dichtungen 17, 18 in Form von 0-Ringen, vorzugs­ weise aus Gummi, vor einer direkten Beaufschlagung durch Hitze und Feuer im Brandfalle bei geschlossener Tür. Zur Sicherung der Brandschutzdichtungen 20 sind diese zumindest weitgehend durch die Außenschale 10 eingefaßt, wie dies vorstehend be­ schrieben und in Fig. 2 durch die mit 12 bezeichnete Kante ge­ zeigt ist. Die Außenschale 10, z. B. aus Blech oder Stahlblech, hat geringere Stärke als die Schale 13 bzw. 14.
An die Schale 14 schließt sich ein Steg 22 an, der einen Riegelkasten 23 definiert. In dem oder den Stegen 22 sind in vorbestimmter Weise Öffnungen zur Durchführung von Riegel­ bolzen 24 ausgebildet, deren Funktion nachfolgend noch be­ schrieben wird. An den Stegen 14 ist schließlich eine Ab­ deckung oder Abdeckplatte aus feuerbeständigem oder feuer­ festem Material befestigt, die mit 25 bezeichnet ist und vor­ zugsweise in eine Schale 26 aus Stahlblech oder dergleichen eingesetzt ist.
Das Handrad oder der Hebel 8 ist vorzugsweise mittig in der Tür 1 vorgesehen. In Fig. 2 und 3 ist lediglich die mit 28 bezeichnete Welle des Handrades 8 dargestellt, die über Dichtungen 29, 30 dichtend in einer Lagerhülse 31 gelagert ist. Die Lagerhülse 31 kann, muß aber nicht, T-förmigen Querschnitt haben und ist mit einem zylind­ rischen oder rohrförmigen Lagerteil 32 fest verbunden, welches seinerseits mit einer oder mehreren Schalen der Tür 1 fest verbunden ist. Zur Abdichtung zwischen der Lagerhülse 31 und dem Lagerteil 32 wird vorzugsweise ein Dichtungsring 33 zwischen letzteren vorgesehen.
Fig. 2 und 3 zeigt die Tür 1 in gegenüber dem Rahmen 6 ge­ schlossenem Zustand, wobei die Dichtungen 17, 18 luftdicht gegenüber dem Rahmen 6 anliegen und damit einen Luftdurch­ gang zwischen Tür 1 und Rahmen 6 verhindern. Die Abdichtung zwischen der Tür 1 einerseits und der Welle 28 des Hand­ rades 8 andererseits verhindert einen Luftdurchgang zum Riegelkasten 23.
Fig. 4 zeigt den Zustand der Tür 1 in einer ersten Ver­ riegelungsstellung der Riegelbolzen 24, während die Fig. 2 und 3 den Zustand in einer zweiten Verriegelungsstellung der Riegelbolzen 24 wiedergeben, wobei die Tür 1 in Fig. 4 nicht luftdicht gegenüber dem Rahmen 6 anliegt.
Die Riegelbolzen 24 sind gemäß Fig. 2 seitlich aus dem Riegelkasten 23 in zugeordnete Öffnungen oder Führungen in oder am Rahmen 6 verlagerbar; nach einer weiteren Aus­ führungsform können entsprechende Riegelbolzen 24 auch in vertikaler Richtung verlagerbar vorgesehen sein, obgleich dies in Fig. 3 nicht gezeigt ist. Die Riegelbolzen 24 werden dabei vorzugsweise gleichzeitig miteinander ver­ lagert. Die Funktion der erfindungsgemäßen Tür ist derart, daß durch einen in Fig. 1 bis 4 nicht dargestellten Auslöse­ mechanismus über eine ebenfalls nicht dargestellte Steuerschei­ be die Riegelbolzen 24 in die in Fig. 4 schematisch dargestellte Position aus der Tür 1 heraus verlagert werden, und zwar so weit, daß eine Arretierung gegenüber dem Rahmen 6 sichergestellt ist, d. h. ein Öffnen der Tür 1 gegenüber dem Rahmen 6 nicht möglich ist. Hierbei ist aber noch kein luftdichter Abschluß zwischen Türrahmen 6 und der Tür 1 bzw. deren Dichtungen 17, 18 gegeben. Um dies zu erreichen, ist das Handrad 8 zu betätigen, welches über die Welle 28 auf die Riegelbolzen 24 einwirkt und diese in Fig. 4 nach links weiter in Richtung auf den Rahmen 6 verschiebt. Die Riegelbolzen 24 haben gemäß Fig. 4 eine abgeflachte Fläche 35, die bei der Bewegung der Riegelbolzen 24 aus der ersten Verriegelungsstellung in deren zweite, durch das Handrad 8 bewirkte Verriegelungsstellung auf eine schräge Fläche 36 im Rahmen 6 wirkt und damit ein Andrücken der Tür 1 an den Rahmen 6 in luftdichtem Abschluß gewähr­ leistet. Anstelle der schrägen Fläche 36 kann der Rahmen 6 an dieser Position mit einer Rolle oder dergleichen ver­ sehen sein, die ein Verschieben der Riegelbolzen 24 in nahezu reibungsfreier Art gegenüber dem Rahmen 6 ermöglicht. Die übrigen, in der Tür 1 angeordneten Riegelbolzen 24 führen die unter Bezugnahme auf Fig. 4 beschriebene Bewegung zusammen mit dem Riegelbolzen 24 nach Fig. 4 aus.
Die erfindungsgemäße Tür wird somit nach ihrem Zuklappen automatisch durch die Riegelbolzen 24 gegenüber dem Rahmen 6 verriegelt und erst dann durch Betätigung des Handrades 8 luftdicht gegenüber dem Rahmen 6 verschlossen. In diesem letzteren Zustand wird nicht nur ein luftdichter Abschluß zwischen der Tür 1 und dem Rahmen 6 durch die Dichtungen 17, 18 erreicht, sondern auch eine feuerbeständige Eigenschaft gewährleistet, indem die Tür zumindest an ihrer Außenseite mit einer feuerbeständigen Platte versehen ist. Auch die Innenseite der Tür 1 ist mit einer derartigen feuerbeständigen Platte versehen, wie dies unter Bezugnahme auf das Bezugs­ zeichen 25 beschrieben ist.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform der Tür 1 sind zwei im wesentlichen parallel zueinander verlaufende Dichtungen 17, 18 vorgesehen. Die Zahl der Dichtungen hängt vom jeweiligen Bedarfsfall ab und von der erforderlichen Luftdichtheit und kann demzufolge größer oder kleiner als beschrieben sein. Der Rahmen 6 ist in bekannter Weise im Mauerwerk 11 verankert oder in das Mauerwerk 11 eingesetzt und daher nicht weiter zu erläutern.
Die Erfindung schafft somit eine Tür, insbesondere Sicher­ heitstür, zum Einbau in Kernreaktoren oder dergleichen, wo­ bei die Tür äußerst hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt, insbesondere feuerbeständige Eigenschaften hat und luftdichte Eigenschaften besitzt.
Unter Bezugnahme auf Fig. 5 und 6 wird eine weitere, bevorzug­ te Ausführungsform einer Tür beschrieben. Der nachfolgend erläuterte Aufbau einer Tür erfüllt hohe Sicherheitsanfor­ derungen, insbesondere liefert dieser Aufbau feuerbeständige, luftdichte und weitgehend druckbeständige Eigenschaften. Diese Tür weist eine Schale 13', im folgenden vordere Schale 13' genannt, und eine Schale 27', im folgenden hintere Scha­ le genannt, auf. Die vordere Schale 13' ist an ihrer nach außen weisenden Fläche mit einer Außenschale 10' versehen, die an den Seiten der Schale 13' in Richtung auf das Mauerwerk 11 umgebogen ist und über die Stärke der Schale 13' in Richtung auf das Mauerwerk 11 vorragt, wodurch die in Fig. 5 mit 12' bezeichneten, vorspringenden Kanten gebildet sind, welche die noch zu erläuternde Dichtung 18 einfassen. Die Außenschale 10' hat, wie bei der unter Bezugnahme auf Fig. 2 beschrie­ benen Ausführungsform vorzugsweise geringere Stärke als die nachfolgende Schale 13' und besteht aus einem Material wie Blech bzw. Stahlblech. In den Schalen 10' und 13' ist eine nicht weiter bezeichnete Öffnung zur Durchführung einer Achse 28' eines Betätigungshebels 8' ausgebildet, wobei die Achse 28' durch eine Platte 32' oder dergleichen und nicht weiter bezeichnete Dichtungsmittel luftdicht gegenüber den Schalen 10' und 13' angeordnet ist zwischen der vorderen Schale 13' und einer hinteren Schale 25' ist ein Trägerrost 37 vorge­ sehen, der aus mehreren U-förmigen Teilen, aus einem durch Rohre gebildeten Rost oder durch eine Stahlplatte gebildet wird. Der Trägerrost 37 oder die zwischen den Schalen 13' und 25' anstelle eines derartigen Trägerrostes angeordnete Stahlplatte dienen zur Aufnahme von Druckbelastung. An­ stelle einer massiven Stahlplatte kann auch ein Hohlkasten mit Aussteifung vorgesehen werden.
An die vordere Schale 13' schließt sich gemäß Fig. 5 eine luftdichte Platte 39', beispielsweise aus Stahlblech, an. An dieser Platte 39 ist der Trägerrost 37 befestigt.
Wie aus Fig. 5 hervorgeht, sind seitlich der vorderen Schale 13' bzw. der Platte 39 eine außen umlaufende profilierte Dich­ tung 18', z. B. Mehrkammer- oder Schlauchdichtung, vorzugswei­ se aus elastischen Werkstoffen, vorgesehen. Diese Dichtung 18' liegt außen umlaufend an der Tür und wird zumindest weitgehend von der Außenschale 10' bis auf einen kleinen, mit 16' bezeichneten Schlitz eingefaßt. In Richtung zur Türmitte liegend ist hinter der Dichtung 18' eine feuer­ beständige Dichtung oder Dichtungsleiste 20' angeordnet. Im Bedarfsfall kann die Dichtung 20' mit der Dichtung 18' hinsichtlich ihrer Lage vertauscht sein, so daß dann die Dichtungsleiste 20' außenseitig der Tür und die Dichtung 18' in Richtung auf die Mitte der Tür gewandt angeordnet sind.
Nach einer weiteren Ausführungsform, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, werden zwei Dichtungsleisten 20' in Abstand zueinander an der zum Mauerwerk gewandten Seite der Platte 39 vorgesehen und in dem durch die Leisten 20' ge­ bildeten Abstand eine Dichtung 18', die somit zwischen den beiden Dichtungsleisten 20' sitzt und von beiden Seiten bei geschlossener Tür gegen Feuereinwirkung geschützt ist. Die Dichtungsleisten 20' bestehen aus einem Material, wie Asbest, Keramik, Silikat, Glasfaser oder einem Fasermaterial auf Glimmerbasis und haben damit gute feuerbeständige Eigen­ schaften, wodurch im geschlossenen Zustand der Tür ein Durchtritt von Feuer über den die Dichtungen 18' und/oder 20' aufnehmenden Dichtungsabschnitt verhindert ist. Das Dichtungsprofil 18' hat die Aufgabe, die Tür gegenüber dem Rahmen luftdicht abzuschließen. Die Höhe der Dichtungs­ leiste 20' muß demzufolge derart gewählt sein, daß im geschlossenen Zustand der Tür ein bestimmter Druck durch den Türrahmen bzw. die Tür auf das Dichtungsprofil 18' ausgeübt wird, wodurch die Luftdichtheit in vorbestimmten Grenzen gewährleistet ist. Der Schlitz 16', der durch die Kantenabschnitte 12' gegenüber dem mit 6' bezeichneten Türrahmen eingehalten wird, ermöglicht einen gewissen Anpreßdruck zwischen Tür und Türrahmen 6'. Der Türrahmen 6' besteht gemäß Fig. 5 (links) aus einem ins Mauerwerk 11 eingelassenen Rahmenteil 6a und einem daran angeschweißten Winkel 6b. Der Hohlraum zwischen dem Winkel 6b und dem Rahmen 6a ist mit einem Vergußmaterial ausgefüllt.
Die Tür ist, wie aus Fig. 5 ersichtlich wird, mittels Bänder 4' am Türrahmen 6' angelenkt, so daß die Tür aus dem in Fig. 5 gezeigten Zustand im Uhrzeigersinn um den bei den Bändern 4' angedeuteten und nicht weiter bezeichneten Drehpunkt geöffnet wird.
Die Tür weist einen Riegelverschluß auf, der aus einem Breitriegel 24' und einer zugeordneten Öffnung 38' besteht, die in dem in Fig. 5 auf der rechten Seite dargestellten Rahmenteil 6c ausgebildet ist und den Breitriegel 24' in seiner ausgefahrenen Position aufnimmt, wodurch die Tür entsprechend Fig. 5 in der ausgefahrenen Stellung des Breitriegels 24' in der Schließstellung arretiert wird. Beim Zuklappen der Tür aus der Offenstellung wird der Breitriegel 24 infolge einer an seinem Ende ausgebildeten schrägen Fläche 24a' aufgrund des Auftreffens auf den L-förmigen Rahmenteil 6c in Richtung des Pfeiles X in die Tür hineinverlagert, wobei der Breitriegel 24' durch eine Führung in einem Steg 22 geführt ist. Die Verlagerung des Riegels 24' in Richtung des Pfeiles X setzt eine Freigabe seiner Bewegung durch einen nicht dargestellten Riegel­ mechanismus voraus, der mit dem Hebel 8' in Verbindung steht.
Die hintere Schale 25' wird gemäß der dargestellten Aus­ führungsform vorzugsweise von einer Blech- oder Stahl­ blechwandung umgeben, wobei die Schale 25' zusammen mit der sie umgebenden Wandung 26' kleinere Breitenabmessungen hat als die vordere Schale 13', bedingt durch die Tür­ öffnung, vorgegeben durch den Rahmen 6'. Im Anschluß an den Rahmen 6' innerhalb der Türöffnung sind nach einer weiteren Ausgestaltung Dichtungsleisten 35' vorgesehen, gegen welche die Schale 25' bzw. die die Schale 25' um­ gebende Blechschale 26' dichtend anliegt, wenn die Tür die Schließstellung nach Fig. 5 einnimmt. Die Dichtung oder Dichtungsleisten 35' bestehen aus einem feuerbe­ ständigen Material, wie Asbest, wie dies vorstehend in Verbindung mit den Dichtungsleisten 20' erläutert ist. Die Dichtungen 18' und/oder 20' sowie 35' sind jeweils umlaufend an der Tür bzw. im Rahmen angeordnet, erstrecken sich also vorzugsweise über alle vier Seiten der Tür bzw. des Türrahmens.
Die Schale 13' und/oder 25' wird durch ein Element gebil­ det, das aus einem Material besteht, das vorteilhafter­ weise gebundenes kristallines Wasser enthält, wodurch eine gezielte Ableitung von Gasen aus der Schale im Brand­ falle infolge des im Material gebundenen kristallinen Wassers sichergestellt ist. Derartige Materialien beinhalten Mineralstoffe, z. B. Gips. Die luftdichte Platte 39, die zwischen dem Trägerrost 37 und der Schale 13 vorgesehen ist und an den Kanten der Tür die Dichtungen 18 und/oder 20 aufnimmt, gewährleistet einen luftdichten Abschluß in Verbindung mit der Dichtung 18' zwischen der Schale 13' und dem Rahmen 6' bzw. dem zugehörigen Mauerwerk 11. Die vorbeschriebene Tür gewährleistet vorteilhafterweise ein automatisches und selbsttätiges Einrasten des Riegels 24 in die zugehörige Öffnung 38' des Rahmens, sobald die Tür ihre Schließstellung erreicht hat, indem der Riegel 24' durch Vorspannung, beispielsweise mittels einer Feder, in die Schließ- oder Arretierstellung verlagert wird. Zum Öffnen der Tür wird der Hebel 8' betätigt und zieht den Riegel 24' über nicht dargestellte Verbindungen in Richtung des Pfeiles X soweit zurück, daß der Riegel 24' zumindest außer Eingriff mit der Öffnung 38' im Rahmenteil 6c gelangt.
Nach einer weiteren Ausgestaltung ist zwischen der vorde­ ren Schale 13' und der hinteren Schale 25', vorzugsweise im Bereich des Trägerrostes 37, ein Hintergreiferleisten­ paar vorgesehen, das an der Seite der Tür angeordnet ist, an welcher auch die Bänder 4' sich befinden. Bei der Tür nach Fig. 5 ist eine Hintergreiferleiste 31a' am Rahmen­ teil 6b innerhalb der Türöffnung angeordnet, während die andere Hintergreiferleiste 31b' der Hintergreiferleiste 31a' gegenüberliegend an dem Trägerrost 37 befestigt ist. Die einander gegenüberliegenden Flächen der beiden Hinter­ greiferleisten 31a' und 31b' sind abgeschrägt, und zwar in gleicher Richtung wie der Riegel 24' in Fig. 5. Durch die Hintergreiferleisten 31a' und 31b' ist gewährleistet, daß die Tür auch dann nicht aus der Türöffnung heraus verlagert werden kann, wenn die Bänder 4', z. B. infolge eines gewaltsamen Angriffes, aufgehen; in diesem Fall wird die Tür durch den Riegel 24' einerseits und die beiden Hintergreiferleisten 31a' und 31b' in der in Fig. 5 gezeigten Schließstellung gehalten.
Die in Fig. 6 dargestellte vertikale Schnittansicht zeigt einen Türaufbau entsprechend Fig. 5, wobei an der Unter­ kante der Türe bzw. Schale, gebildet durch die Elemente 10', 13' und 39', nur eine Dichtung 18' dargestellt ist. Ent­ sprechend den Erläuterungen zu Fig. 5 kann auch an der Unter­ seite zusätzlich zur Dichtung 18' ein leistenförmiges hitze- und feuerbeständiges Element 20' vorgesehen sein oder es können zwei derartige Elemente 20' vorgesehen sein, die zwischen sich die Dichtung 18' aufnehmen. Dagegen ist boden­ seitig keine der Unterkante der Schale 25', 26' zugeordnete Leiste 35' aus hitze- bzw. feuerbeständigem Material vor­ gesehen, um eine Stolperschwelle zu vermeiden. Die Elemente 13' und/oder 25' haben vorzugsweise die Form einer Platte. Wie in Verbindung mit den Fig. 1 bis 4 erläutert ist, kann eine der Schalen eine schußsichere Platte zusätzlich ent­ halten oder es kann zusätzlich zwischen den Schalen ein derartiges schußsicheres plattenförmiges Element vorgesehen sein.
Die Dichtungen 17, 18 aus homogenem Material werden vorteilhaf­ terweise durch Hohlkammer- oder Schlauchdichtungen ersetzt, die sich an jede gegebenenfalls auftretende Unebenheit an­ passen. Zur Vermeidung einer Wärmeübertragung durch die Tür sind der Hebel 8' bzw. die Achse 28 bzw. der Panikhebel nicht durch die Tür hindurchgeführt.

Claims (2)

1. Feuerbeständige Falztür mit einem Türblatt, das mit um­ fangsmäßig angeordneten Dichtungen (17, 18) versehen ist, die gegenüber einem Rahmen (6) in Anlage verbringbar sind, mit einer am Türblatt ausgebildeten äußeren Blech- bzw. Stahlblechschale (10) zur Aufnahme einer Brandschutzplatte (13), an der eine innenliegende tragende Schale oder Plat­ te (14) angeordnet ist,
wobei die Schale oder Platte (14) randseitig und umlaufend angeordnete Nuten oder Aussparungen (15, 16) zur Aufnahme der Dichtungen (17, 18) aufweist,
mit einer weiteren Dichtung (20) aus einem feuerbeständi­ gen Material, die gegenüber den anderen Dichtungen (17, 18) in der Türblattebene nach außen versetzt vorgesehen ist und seitlich zumindest weitgehend durch die Blech- bzw. Stahlblechschale (10) eingefaßt ist,
bei der die Innenfläche des Türblatts durch eine weitere Schale (26) gebildet ist, und
bei der zwischen der Brandschutzplatte (13) Und der wei­ teren Schale (26) ein Riegelkasten (23) festgelegt ist.
2. Feuerbeständige Falztür mit einem Türblatt, das mit um­ fangsmäßig angeordneten Dichtungen (18', 20') versehen ist, die gegenüber einem Rahmen (6) in Anlage verbringbar sind,
mit einer am Türblatt ausgebildeten äußeren Blech- bzw. Stahlblechschale (10') zur Aufnahme einer Brandschutzplat­ te (13'), an der eine innenliegende tragende Schale oder Platte (39) angeordnet ist,
wobei die Dichtungen (18', 20') an der Brandschutzplatte (13') bzw. Platte (39) angeordnet sind und eine der Dich­ tungen (18', 20') aus einem feuerbeständigen Material be­ steht und gegenüber der anderen Dichtung in der Tür­ blattebene entweder nach außen oder innen versetzt vorge­ sehen ist und die äußere Dichtung seitlich zumindest weit­ gehend durch die Blech- bzw. Stahlblechschale (10') einge­ faßt ist,
bei der die Innenfläche des Türblatts durch eine weitere Schale (26) gebildet ist, und
bei der zwischen der Brandschutzplatte (13') und der wei­ teren Schale (26) ein Riegelkasten (23) festgelegt ist.
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