DE3348471C2 - Spannungsabhängiger nicht-linearer Zinkoxid-Widerstand - Google Patents
Spannungsabhängiger nicht-linearer Zinkoxid-WiderstandInfo
- Publication number
- DE3348471C2 DE3348471C2 DE3348471A DE3348471A DE3348471C2 DE 3348471 C2 DE3348471 C2 DE 3348471C2 DE 3348471 A DE3348471 A DE 3348471A DE 3348471 A DE3348471 A DE 3348471A DE 3348471 C2 DE3348471 C2 DE 3348471C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- atomic
- resistance
- voltage
- resistor
- zno
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01C—RESISTORS
- H01C7/00—Non-adjustable resistors formed as one or more layers or coatings; Non-adjustable resistors made from powdered conducting material or powdered semi-conducting material with or without insulating material
- H01C7/10—Non-adjustable resistors formed as one or more layers or coatings; Non-adjustable resistors made from powdered conducting material or powdered semi-conducting material with or without insulating material voltage responsive, i.e. varistors
- H01C7/105—Varistor cores
- H01C7/108—Metal oxide
- H01C7/112—ZnO type
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Thermistors And Varistors (AREA)
- Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen spannungsabhängigen nicht-linearen
Widerstand,
der als Hauptkomponente aus Zinkoxid
(ZnO) besteht und der als ein Schutzelement gegen
Überspannung verwendet werden kann.
Zum Schützen von elektronischen Vorrichtungen und elektrischen
Einrichtungen vor Überspannungen werden
sogen. Varistoren verwendet, die im wesentlichen aus
Siliciumcarbid (SiC), Selen (Se), Silicium (Si) oder
Zinkoxid (ZnO) zusammengesetzt sind. Wenn die Varistoren
hauptsächlich aus ZnO bestehen, wie dies beispielsweise
in der US-PS 3 663 458 beschrieben ist, und im wesentlichen
Eigenschaften besitzen, wie beispielsweise eine
niedrige Grenzspannung, einen großen spannungsabhängigen
nicht-linearen Exponenten und ähnliche Eigenschaften,
sind sie für einen Überspannungsschutz für elektronische
Vorrichtungen geeignet, die beispielsweise aus
Halbleiterelementen bestehen und eine geringe Widerstandsfähigkeit
gegenüber einem zu hohen Strom aufweisen.
Daher wurden ZnO-Varistoren anstelle von
SiC-Varistoren verwendet.
Es ist auch darüber hinaus beispielsweise aus der US-PS
4 033 906 bekannt, daß ein spannungsabhängiger nicht-linearer
Widerstand, der durch Beimischen von Zugaben,
wie einem Seltene Erde-Element und Kobalt (Co) zur
Hauptkomponente ZnO in Form eines Elementes oder
einer Verbindung hergestellt wird, wobei die Zusammensetzung
dann gesintert wird, oder ein spannungsabhängiger
nicht-linearer Widerstand, der durch Zugabe von
Magnesium (Mg) oder Calcium (Ca) zu diesen Zutaten in
Form eines Elementes oder einer Verbindung erzeugt
wird, wobei die Zusammensetzung dann gesintert wird,
eine sehr gute nicht-lineare Spannungsabhängigkeit aufweist.
Derartige spannungsabhängige nicht-lineare Widerstände
sind jedoch mit den Nachteilen behaftet, daß
ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Entladestrom
vergleichsweise gering ist und daß ihre Lebensdauer
vergleichsweise kurz ist. Ferner ergibt sich auch ein
Problem, einen kleinen Widerstand herzustellen.
Aus der DE-OS 28 00 495 ist ein nicht-linearer Widerstand bekannt, der
einen Keramiksinterkörper umfaßt mit 99,93 bis 50 Mol-% Zinkoxid,
berechnet als ZnO; 0,01 bis 10 Mol-% eines spezifischen
Seltenerdoxids, berechnet als R₂O₃, wobei R Lanthan, Praseodym,
Neodym, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium,
Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium oder Lutetium bedeutet,
mit 0,01 bis 10 Mol-% eines Erdalkalimetalloxids, berechnet
als MO, wobei M Calcium, Strontium oder Barium bedeutet und
mit 0,05 bis 30 Mol-% Kobaltoxid, berechnet als CoO.
Dabei sollen die dreiwertigen Elementoxide der Verbesserung
der Nichtlinearität durch Auflösung in der kristallinen Phase
des Zinkoxids in einer festen Lösung dienen. Hierdurch werde
der Widerstand der Phase beträchtlich gesenkt.
Zwar nennt diese Offenlegungsschrift unter anderem Bor als
mögliche weitere Beimischung, liefert jedoch keine konkreten
Angaben darüber, ob bei Widerständen mit borhaltigen Sinterkörpern
die gleichen Beobachtungen bezüglich des Phasenwiderstandes gemacht
werden könnten, da keine borhaltigen Ausführungsformen beschrieben
sind.
Um zum Gegenstand der vorliegenden Erfindung zu gelangen,
wurde der Zerstörungsmechanismus bei einem Widerstand
aufgrund eines Spannungsstoßes untersucht, um ein Verfahren
zu ermitteln, um eine derartige Zerstörung zu
verhindern.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
spannungsabhängigen nicht-linearen Widerstand
zu schaffen, der
kleine Abmessungen aufweisen kann und
die Fähigkeit besitzt, einem hohen
Entladestrom zu widerstehen, und der eine lange Lebensdauer
aufweist.
Die genannte Aufgabe wird nach der Erfindung mit Hilfe eines
spannungsabhängigen, nicht-linearen Widerstandes mit einem
Keramiksinterkörper gelöst, der Zinkoxid als Hauptkomponente
sowie, bezogen auf die Gesamtmenge an Metallen, folgende
Zusätze enthält:
- 1) eine Gesamtmenge von 0,08 bis 5,0 Atom-% mindestens eines Selten-Erde-Elements, ausgewählt unter Praseodym, Lanthan, Terbium, Neodym, Samarium und Dysprosium;
- 2) 0,1 bis 10,0 Atom-% Cobalt;
- 3) 5 × 10-4 bis 1 × 10-1 Atom-% Bor und
- 4) eine Gesamtmenge von 0,01 bis 5,0 Atom-% Calcium und Magnesium, wobei Werkstoffe ohne Calcium bzw. Magnesium ausgenommen sind.
In diesem Fall bedeutet "Atom-%" den Prozentsatz an Atomen
des beigemischten Metallelements gegenüber der Gesamtmenge
von Atomen der jeweiligen Metallelemente in der Mischung,
die gemischt wird, um den gewünschten spannungsabhängigen
nicht-linearen Widerstand zu erzeugen.
Besonders bevorzugte Beispiele für ein Selten-Erde-Element sind
Praseodym, Lanthan und Terbium.
Der spannungsabhängige
nicht-lineare Widerstand gemäß Patentanspruch 1 mit
einem gesinterten Körper aus ZnO, der
Magnesium und Calcium und die weiteren Beimischungen
enthält, zeigt eine hohe Widerstandsfähigkeit
gegenüber einem Entladestrom, und zwar über einen längeren
Zeitraum.
Der spannungsabhängige nicht-lineare Widerstand mit
den Merkmalen nach der Erfindung wird allgemein durch
Sintern einer Mischung aus ZnO und den zusätzlichen
Metallen oder Mischungen bei hoher Temperatur in einer
sauerstoffhaltigen Atmosphäre hergestellt.
Obwohl die Beimischungen gewöhnlich der Hauptkomponente
in Form von Metalloxiden hinzugefügt werden, können auch
Verbindungen verwendet werden, welche die Fähigkeit haben,
sich in Oxide beim Sinterprozeß umzuwandeln, wie
beispielsweise Cabonate, Hydroxide, Fluoride und deren
Lösungen, oder Oxide, die beim Sinterungsprozeß erzeugt
werden, indem Beimischungen verwendet werden, die in
Form von Elementen vorliegen.
Entsprechend einem speziell bevorzugten Prozeß kann
ein spannungsabhängiger nicht-linearer Widerstand nach
der Erfindung dadurch hergestellt werden, indem in ausreichendem
Maße puderförmige Materialien der beizumischenden
Metalle oder Verbindungen mit ZnO-Puder gemischt
werden, die gemischte Puderzusammensetzung in Luft bei
500-1000°C für mehrere Stunden vorgebacken wird, dann
der vorgebackene Körper in ausreichender Weise pulverisiert
wird, das pulverförmige Material dann in eine Form
gebracht wird, um dadurch einen Formkörper mit einer gewünschten
Gestalt zu erhalten, worauf dann der geformte
Körper in Luft bei einer Temperatur in der Größenordnung
von 1100-1400°C für mehrere Stunden behandelt bzw.
gebacken wird. Wenn die Behandlungstemperatur kleiner
ist als 1100°C, erfolgt die Sinterung in nicht zufriedenstellender
Weise und die Eigenschaften des Widerstandes
werden unstabil. Wenn dagegen die Behandlungstemperatur
auf über 1400°C gebracht wird, ist es schwierig,
einen homogenen gesinterten Körper zu erhalten, so daß
eine Schwierigkeit entsteht, praktisch verwendbare Produkte
zu erzeugen, da die spannungsabhängige Nicht-Linearität
vermindert wird und die Reproduzierbarkeit
hinsichtlich der Steuerung der Eigenschaften unzureichend
ist.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es sei jedoch darauf hingewiesen,
daß die vorliegende Erfindung nicht auf die geschilderten
Ausführungsbeispiele beschränkt ist.
Es werden pulverförmige Materialien der beizumischenden Metalle oder
Verbindungen, deren Mengenverhältnis dem gewünschten atomaren
Prozentsatz nach Tabelle I entspricht, einem ZnO-Pulver
beigemischt. Nachdem die pulverförmigen Materialien in
ausreichender Weise vermischt wurden, erfolgte ein Vorbacken
der Mischung bei 500-1000°C für mehrere Stunden.
Danach wurde der vorgebackene Körper in ausreichender
Weise pulverisiert, und es wurde ein Bindemittel dem pulverförmigen
Material beigefügt. Das gemischte Material wurde
in eine Form gebracht, und zwar in die Form einer
Scheibe mit einem Durchmesser von 42 mm, und diese Scheibe
wurde dann in Luft bei 1100-1400°C während 1 h
gebrannt, um einen gesinterten Körper zu erhalten. Der
gesinterte Körper wurde dann auf eine Dicke von 2 mm
geläppt, um eine Probe zu erhalten. Ferner wurde auf
beiden Flächen der Probe eine Elektrode angeformt, um
dadurch einen Widerstand zu erhalten, und es wurden
schließlich die elektrischen Eigenschaften des Widerstandes
gemessen.
Als elektrische Eigenschaften wurde eine Spannung V1 mA
an den Elektroden angelegt, und zwar bei einem Strom
von 1 mA bei 25°C, und es wurde ein nicht-linearer
Exponent α bei 1 mA bis 10 mA und eine Kurzdauer-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit
festgestellt. Die Kurzdauer-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit
wurde dadurch ermittelt,
indem die Änderung von V1 mA vor und nach einem
impulsförmigen Strom mit 65 kA und 4×10 µs gemessen
wurde, wobei dieser Strom zweimal an den Widerstand angelegt
wurde. Die Lebensdauer wurde dadurch ermittelt,
indem ein Gleichstrom von 100 mA an den Widerstand angelegt
wurde, und zwar für 5 min, und indem die Änderung
von V1 µA gemessen wurde (die Spannung in dem Fall, bei
welchem ein Strom von 1 µA an den Widerstand angelegt
wurde), und zwar vor und nach dem Anlegen des Stromes.
Der nicht-lineare Exponent α wurde ermittelt aufgrund
einer Beziehung, wonach die Änderung des Widerstandsstromes
I gegenüber der Spannung angenähert durch die
folgende Formel gegeben ist:
I = (V/C)α
wobei C eine Spannung des Widerstandes, bezogen auf die
Dicke desselben, ist, wenn die Stromdichte gegeben ist
als 1 mA/cm².
Auch die Tabelle I zeigt gemessene Ergebnisse von
elektrischen Eigenschaften, die erhalten werden, wenn
die Zusammensetzungen der Widerstände in verschiedener
Weise geändert werden. Die Zusammensetzungen gemäß
Tabelle I sind durch den atomaren Prozentsatz gegeben,
der aus den Atomen des Zusatzelements ermittelt wird,
und zwar gegenüber der Gesamtzahl der Atome der
Metallelemente in dem gemischten Rohmaterial.
Aus Tabelle I geht hervor, daß bei Anwesenheit von Mg und Ca die Gleichmäßigkeit
der Widerstandseigenschaften beeinflußt wird. Weiterhin läßt sich eine Gleichförmigkeit
der gebildeten Körnchen feststellen.
Die Proben Nr. 1 und 2 entsprechen einem herkömmlichen Widerstand,
der dadurch hergestellt wurde, indem lediglich Pr, Co und
Mg bzw. Ca dem ZnO beigemischt wurden. Die Kurzdauer-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit
ist -58,6% bzw. -83,1%, die Lebensdauer
ist -28,3% bzw. -21,2%, während der nicht-lineare Exponent gleich
37 bzw. 41 ist. Die Proben, die eine gute Kurzdauer-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit besitzen,
d. h. Werte einer
Kurzdauer-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit, die dichter
bei 0% als bei -58,6% liegen, und die eine verbesserte
Lebensdauer besitzen, d. h. Werte einer Lebensdauer, die
dichter bei 0% als bei -28,3% liegen, und zwar im
Sinne der vorliegenden Erfindung, sind die Proben mit
den Nr. 3 bis 5,
die in der Tabelle I aufgeführt
sind.
Es ist demzufolge erforderlich, daß 0,08 bis 5,0
Atom-% von Pr, 0,1 bis 10,0 Atom-% von Co, insgesamt 0,01 bis 5,0
Atom-% von Mg und
Calcium, ausgenommen Werkstoffe ohne Calcium
bzw. Magnesium, sowie
0,0005 bis 0,1 Atom-% von B dem ZnO beigemischt
werden.
Wie sich der Tabelle I entnehmen läßt, werden die Kurzdauer-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit
und die Lebensdauer
durch Beimischen von B zu den Zusätzen von Pr, Co, Ca
und Mg einschneidend verbessert. Diese Wirkungen werden
in erster Linie durch das gleichzeitige Vorhandensein von
Pr, Co, Mg, Ca und B zusammen mit ZnO erreicht. Wenn diese
Beimischungen einzeln zum ZnO hinzugefügt werden, wird
die spannungsabhängige Nicht-Linearität ausgeprägt verschlechtert,
und es wird nur eine angenäherte Ohm′sche
Eigenschaft erhalten, so daß dann die Widerstände praktisch
nicht verwendet werden können.
Es wurde pulverisiertes Material der beizumischenden Metalle oder
Verbindungen, deren Mengen dem gewünschten atomaren
Prozentsatz gemäß der Tabelle II entsprechen, einem ZnO-Puder
beigemischt. Nach einer ausreichenden Vermischung
der Pudermaterialien wurde die Mischung bei 500-1000°C
für mehrere Stunden gebacken. Danach wurde der vorgebackene
Körper ausreichend pulverisiert und ein Bindemittel
dem pulverisierten Material zugegeben. Das gemischte
Material wurde dann in eine Form gebracht, um
eine Scheibe mit einem Durchmesser von 17 mm zu formen,
wobei diese Scheibe dann in Luft bei 1100 bis 1400°C
für 1 h gebrannt wurde, um einen gesinterten Körper
zu erhalten. Der gesinterte Körper wurde dann auf eine
Dicke von 2 mm geläppt, um eine Probe zu erhalten. Auf
beiden Flächen der Probe wurden Elektroden angeformt,
um einen Widerstand zu bilden, und es wurden schließlich
die elektrischen Eigenschaften des Widerstandes gemessen.
Als elektrische Eigenschaften wurde eine Spannung V1 mA
an den Elektroden erhalten, wenn ein Strom von 1 mA dem
Widerstand bei 25°C aufgedrückt wurde, ferner wurde ein
nicht-linearer Exponent α bei 1 mA bis 10 mA erhalten,
und eine Langzeit-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit wurde
festgestellt. Die Langzeit-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit
wurde dadurch ermittelt, indem ein Mittelwert
der Änderungen in V1 mA gebildet wurde, und zwar vor und
nach dem 20maligen Anlegen eines rechteckförmigen Stromimpulses
mit 100 A und 2 ms. Die Lebensdauer wurde
durch Anlegen eines Gleichstroms von 20 mA an den Widerstand
für 5 min ermittelt, und es wurde die Änderung von
V1 µA gemessen (die Spannung für den Fall, bei welchem
ein Strom von 1 µA dem Widerstand aufgedrückt wurde),
und zwar vor und nach dem Anlegen des Stromes. Der nicht-lineare
Exponent α wurde auf die gleiche Weise ermittelt
wie beim Beispiel 1.
Die gemessenen Ergebnisse der elektrischen Eigenschaften,
die erhalten werden, wenn die Zusammensetzungen der Widerstände
in verschiedener Weise geändert werden, sind ebenfalls
in Tabelle II aufgeführt. Die in Tabelle II aufgeführten
Zusammensetzungen sind als atomarer Prozentsatz
angegeben, der mit Hilfe der Atome des zusätzlichen Elements
gegenüber der Gesamtmenge an Atomen der jeweiligen
Metallelemente in dem gemischten Rohmaterial ermittelt
wird.
Die Proben Nr. 1 und 2 entsprechen einem herkömmlichen Widerstand,
der dadurch hergestellt wurde, indem zu dem ZnO lediglich
Pr, Co und Mg bzw. Ca hinzugefügt wurden. Die Langzeit-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit
beträgt -100,0%, die Lebensdauer
beträgt -19,6% bzw. -18,4%, und der nicht-lineare Exponent ist
gleich 37 bzw. 41. Die Proben, die eine gute Langzeit-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit
aufweisen, d. h. Werte einer
Langzeit-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit, die dichter
bei 0% als bei -100,0% liegen, und die eine verbesserte
Lebensdauer aufweisen, d. h. Werte einer Lebensdauer, die
dichter bei 0% als bei -19,6% liegen, und die im Sinne
der vorliegenden Erfindung ausgeführt sind, sind durch
die Nr. 3 bis 8,
angegeben und
in der Tabelle II gezeigt.
Es ist daher erforderlich,
dem ZnO folgendes beizumischen: 0,08 bis 5,0 Atom-%
von Pr, 0,1 bis 10,0 Atom-% von Co, insgesamt 0,01 bis 5,0 Atom-%
von Mg und
Calcium, ausgenommen Werkstoffe ohne Calcium
bzw. Magnesium, sowie
0,005 bis 0,1 Atom-% von B.
Wie sich der Tabelle II entnehmen läßt, werden die Langzeit-Entladestrom-Widerstandsfähigkeit
und die Lebensdauer
durch das Beigeben von B und Al zu den Beimischungen von
Pr, Co, Ca und Mg merklich verbessert. Diese Ergebnisse und
Wirkungen werden in erster Linie durch die Koexistenz von
Pr, Co, Mg, Ca, B und Al zusammen mit ZnO erzielt. Wenn diese
Beimischungen einzeln zu dem ZnO hinzugefügt werden,
wird die Spannung-Nicht-Linearität ausgeprägt verschlechtert
und es wird lediglich eine angenäherte Ohm′sche
Eigenschaft erhalten, so daß dann die Widerstände
praktisch nicht verwendet werden können.
Es läßt sich somit erkennen, daß bei den spannungsabhängigen
nicht-linearen Widerständen mit den Merkmalen nach der
Erfindung, wie sie zuvor beschrieben wurden, die Entladestrom-Widerstandsfähigkeit
und die Lebensdauer außerordentlich
verbessert bzw. erhöht werden, dabei aber auch gleichzeitig
eine sehr gute Spannungs-Nicht-Linearität beibehalten
wird.
Claims (3)
1. Spannungsabhängiger, nicht-linearer Widerstand mit einem
Keramiksinterkörper, der Zinkoxid als Hauptkomponente
sowie, bezogen auf die Gesamtmenge an Metallen, folgende
Zusätze enthält:
- 1) insgesamt 0,08 bis 5,0 Atom-% mindestens eines Selten-Erde-Elements, ausgewählt unter Praseodym, Lanthan, Terbium, Neodym, Samarium und Dysprosium;
- 2) 0,1 bis 10,0 Atom-% Cobalt;
- 3) 5 × 10-4 bis 1 × 10-1 Atom-% Bor und
- 4) eine Gesamtmenge von 0,01 bis 5,0 Atom-% Calcium und Magnesium, ausgenommen Werkstoffe ohne Calcium bzw. Magnesium.
2. Widerstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
er als Selten-Erde-Element Praseodym, Lanthan und/oder
Terbium enthält.
3. Widerstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
er des weiteren eine Gesamtmenge von 1×10-4 bis
5×10-2 Atom-% Aluminium, Gallium und/oder Indium
enthält.
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP57113292A JPS594103A (ja) | 1982-06-30 | 1982-06-30 | 電圧非直線抵抗体 |
| JP57113294A JPS594105A (ja) | 1982-06-30 | 1982-06-30 | 電圧非直線抵抗体 |
| JP57113293A JPS594104A (ja) | 1982-06-30 | 1982-06-30 | 電圧非直線抵抗体 |
| DE3323579A DE3323579C2 (de) | 1982-06-30 | 1983-06-30 | Spannungsabhängiger nicht-linearer Zinkoxid-Widerstand |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3348471C2 true DE3348471C2 (de) | 1995-05-18 |
Family
ID=27432972
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3348471A Expired - Fee Related DE3348471C2 (de) | 1982-06-30 | 1983-06-30 | Spannungsabhängiger nicht-linearer Zinkoxid-Widerstand |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3348471C2 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3663458A (en) * | 1967-10-09 | 1972-05-16 | Matsushita Electric Industrial Co Ltd | Nonlinear resistors of bulk type |
| US4033906A (en) * | 1974-06-03 | 1977-07-05 | Fuji Electric Company Ltd. | Ceramics having nonlinear voltage characteristics and method for producing same |
| DE2800495A1 (de) * | 1977-01-06 | 1978-07-13 | Tdk Electronics Co Ltd | Nichtlinearer widerstand |
-
1983
- 1983-06-30 DE DE3348471A patent/DE3348471C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3663458A (en) * | 1967-10-09 | 1972-05-16 | Matsushita Electric Industrial Co Ltd | Nonlinear resistors of bulk type |
| US4033906A (en) * | 1974-06-03 | 1977-07-05 | Fuji Electric Company Ltd. | Ceramics having nonlinear voltage characteristics and method for producing same |
| DE2800495A1 (de) * | 1977-01-06 | 1978-07-13 | Tdk Electronics Co Ltd | Nichtlinearer widerstand |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2800495C2 (de) | Nichtlinearer Widerstand auf der Basis von Zinkoxid | |
| DE3323579C2 (de) | Spannungsabhängiger nicht-linearer Zinkoxid-Widerstand | |
| EP0351004A2 (de) | Nichtlinearer spannungsabhängiger Widerstand | |
| DE2552127A1 (de) | Keramikhalbleiter | |
| DE69317407T2 (de) | Widerstandselement mit nichtlinearer spannungsabhängigkeit und herstellungsverfahren | |
| DE2952884C2 (de) | ||
| DE10142314A1 (de) | Widerstand mit nichtlinearer Spannungscharakteristik | |
| DE3324732C2 (de) | Spannungsabhängiger, nicht linearer Widerstand | |
| DE3888314T2 (de) | Nichtlineare spannungsabhängige Widerstände. | |
| DE3336065C2 (de) | ||
| DE4102756C2 (de) | ||
| DE2636954C3 (de) | Spannungsabhängiger Widerstand (Varistor) und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE2215933A1 (de) | Spannungsnichtlineare widerstaende | |
| DE2641996A1 (de) | Nicht-linearer widerstand | |
| CH630487A5 (en) | Method for producing a metal-oxide varistor having a low voltage rise at a high current density, a varistor produced using this method and use of the same | |
| DE2361230B2 (de) | Keramisches Dielektrikum | |
| DE2525054C2 (de) | Nichtlinearer Widerstandskörper aus Zinkoxid (Varistor) | |
| DE1952840C3 (de) | Keramikkörper als spannungsabhangiger Widerstand | |
| DE3036617C2 (de) | Verfahren zur Herstellung des Keramikmaterials für Zinkoxid-Varistoren | |
| DE2627191C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines nichtlinearen keramischen Widerstandsmaterials | |
| DE2529280C2 (de) | Nichtlinearer Widerstandskörper aus Zinkoxid (Varistor) | |
| DE2627192C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines nichtlinearen keramischen Widerstandsmaterials | |
| DE1961680C3 (de) | Spannungsabhängiger Widerstand auf der Basis von Zinkoxid | |
| DE2529281A1 (de) | Verfahren zur herstellung nichtlinearer widerstaende aus zinkoxid und zusatzstoffen | |
| DE2033850C3 (de) | Spannungsabhängiger Widerstand |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| Q172 | Divided out of (supplement): |
Ref country code: DE Ref document number: 3323579 |
|
| 8142 | Declaration for partition to be considered as not given as to paragraph 39 or 60 | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8180 | Miscellaneous part 1 |
Free format text: IM HEFT 36/93, SEITE 10513, SP.2: DIE VEROEFFENTLICHUNG IST ZU STREICHEN |
|
| AC | Divided out of |
Ref country code: DE Ref document number: 3323579 Format of ref document f/p: P |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |