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Vorrichtung zum Photometrieren. Das Hauptpatent zeigt eine Vorrichtung
zum Photometrieren verschiedenfarbiger Lichtquellen, bei der die Vergleichslichtquelle
aus mehreren verschiedenfarbigen Lichtquellen durch optische Synthese zusammengesetzt
wird, wobei die Komponenten einstellbar sind. Die Anordnung ist in der Weise getroffen,
daß in den Strahlengang der Vergleichslichtquelle verschiedenfarbige Filter gebracht
sind:, durch deren Veränderung infolge Abblendens oder Verstellens die Farbe der
Vergleichslichtquelle geändert und ' der Farbe der zu messenden Lichtquelle angepaßt
werden kann.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an diesen Photometern, ,durch
die die Möglichkeit gegeben wird, sie auch in einfacher Weise zur Messung der Temperatur
glühender Körper zu verwenden: Es ist bekannt, die Temperatur glühender Körper durch
deren: Farbe oder Änderung der Farbe des, von ihnen aus-,gesandten Lichtes zu messen.
Bei den auf diesem Grundgedanken aufgebauten Vorrichtungen verwendet man beispielsweise
in der Farbe abgetönte Filter, :die nach den zu untersuchenden Körpern geeicht sind.
Durch Vergleich einer durch die Filter beobachteten Lichtquelle mit dem glühenden
Körper kann dann dessen Temperatur bestimmt werden. Diese Einrichtung hat aber neben
der Unsicherheit in der Beobachtung noch dien Nachteil, daß die Temperaturen nur
in größeren Abständen abgelesen werden- können. Bei der den Gegenstand der Erfindung
bildenden Vorrichtung wird dieser übelstand vermieden. Es ist davon ausgegangen,
d aß bei den Photometern nach dem Hauptpatent die Komponenten der Vergleichslichtquelle
einstellbar sind, und zwar stetig, um eine stetige Änderung der Farbe des von der
Vergleichslichtquelle ausgesandten Lichtes zu bewirken:. Zur Bildung der veränderlichen
Vergleichslichtquelle werden dabei verschiedenfarbige Filter verwendet, die mehr
oder weniger zur Beinflussung der Farbe in den Strahlengang der Vergleichslichtquelle
gebracht werden. - Diese Bewegung wird: benutzt, um ebenfalls die Temperatur in
stetiger Reihe bestimmen zu können.
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Nach der Erfindung werden die Einstellvorrichtungen für die Filter
und die Blenden der Filter mit einer Ableseeinrichtung versehen, die entsprechend
Odem zu messenden Körper geeicht ist. Man kann dann durch Einstellen der Farbe des
von der Vergleichslichtquelle kommenden Lichtes auf @di:e des von dem glühenden
Körper ausgesandten Lichtes die Temperatur .des glühenden Körpers unmittelbar ablesen.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung im Querschnitt
@dargestellt, wobei die in Fig. 3 ödes Hauptpatentes wiedergegebene Filteranordnung
zugrunde gelegt worden ist.
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Die Vergleichslichtquelle l ist in einem Gehäuse g eingeschlossen,
das innen weiß gestrichen
und in dessen Öffnung eine Mattscheibe
11t, eingesetzt ist. Vor dieser befindet sich der verschiebbare Rahmen r mit den
beiden. Farbfiltern, einem roten Farbfilter fr und einem grünblauen Farbfilter
fg. Diese beiden Filter können entweder, wie in der Zeichnung angenommen, stumpf
aneinanderstoßen, sie können aber auch, wie es die Fig. 3 der Zeichnung der Hauptpatentschrift
zeigt, mit einem Zwischenraum angeordnet sein, durch den das Licht der Vergleichslichtquelle
L ungefiltert in den Tubus t eintreten kann, so daß eine größere Helligkeit erzielt
wird. Mit dem Knopf k x. der zum Einstellen der Filter dienenden Schraubenspindel
s ist ein Zeiger -- verbunden, der über einer Skala a spielt.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende: Man stellt, um
die Temperatur eines vor der Mattscheibe n angeordneten glühenden Körpers zu bestimmen,
die Stärke der Beleuchtung der Mattscheibe 11l durch Verschieben von Blenden i mittels
der Schraube o so ein, daß die Helligkeit auf der Mattscheibe yal gleich oder annähernd
gleich der Helligkeit auf der Mattscheibe in ist, was durch die Beobachtung des
Lummer-Brodhun'schen Würfels e durch das Okular c überwacht werden kann. Darauf
wird; :durch Verschieben der Filter fg und fr die Gleichheit der Farbtöne
eingestellt. Auf der Skala a, die entsprechend der Art des zu messenden Körpers
geeicht ist, wird :dann unmittelbar die Temperatur abgelesen.
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Anstatt die Beleuchtung der Mattscheibe v.1 n@-eclcs Einste:lung auf
gleiche Helligkeit des Vergleichsbildes zu verändern, kann man natürlich auch die
Beleuchtung der Mattscheibe -in durch die Vergleichslichtquelle l regeln, wenn vor
dem Rahmen r entsprechende Blenden angeordnet sind oder .die Lichtquelle l selbst
in ihrer Intensität geregelt werden kann. Erforderlich ist eben, daß die Lichtfarbe
der Vergleichslichtquelle unverändert bleibt.
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Die Vorrichtung kann auch beiden anderen Ausführungsformen der Photometer,
wie sie in der Patentschrift 3011S5 angegeben sind, verwendet werden. Die Photometer,
bei de-11.2n drei Filter vorgesehen sinid, kommen allernings für die Messung von
reinen Temperaturstrahlern weniger in Betracht, es wird bei diesen vollkommen genügen,
das Licht der Vergleichslichtquelle durch zwei Filter entsprechend zu färben. Wenn
man die Vorrichtungen mit drei Lichtfiltern benutzt, muß in an entweder zwei Skalen
anwenden, da es sich um zwei getrennte Bewegungsrichtungen hand.elt, oder aber es
müßte, beispielsweise bei cler Ausführung nach Fig. a der .genannten Patentschrift,
für den Knopf h eine Kurvenführung vorgesehen sein, deren Foran je nach der Art
der zu messenden Körper verschieden ist und an deren Rand dann die Skala zur Ab-'.esung
der Temperaturen anzubringen wäre.
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Ein besonderes. Anwendungsbeispiel der Erfindung ist gegeben durch
die Messung der Fadentemperatur von elektrischen Glühlampen. Da der wirtschaftliche
Verbrauch in Watt auf die Normalkerze eine bekannte Funktion der Fadentemperatur
ist, kann man die Skala 1r in diesem Falle auch unmittelbar in Watt/HK eichen.