DE335967C - Umstimmvorrichtung fuer Gitarren, Lauten und aehnliche Zupfinstrumente - Google Patents
Umstimmvorrichtung fuer Gitarren, Lauten und aehnliche ZupfinstrumenteInfo
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-
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- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D3/00—Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
- G10D3/14—Tuning devices, e.g. pegs, pins, friction discs or worm gears
- G10D3/147—Devices for altering the string tension during playing
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Description
- Umstitnmvorrichtung für- Gitarren, Lauten und ähnliche Zupfinstrumente. Die den Gegenstand der Erfindung bildende, am Instrument dauernd angebrachte Umstimmvorrichtung für Gitarren und ähnliche Zupfinstrumente ermöglicht im Gegen-. ratz zu den losen Capotastos ein bequemes, unauffälliges Umstimmen des Instruments, ohne das Spiel bei übergang in eine andere Tonart unterbrechen zu müssen.
- Bei den bisherigen, ebenfalls dauernd am Instrument angebrachten und während des Spieles betätigten Umstimmvorrichtungen waren die eigentliche, Umstimmvorrichtung und deren Antriebsmittel stets über dem Griffbrett und den Saiten federnd und gelenkig angeordnet, oder sie ragten unterhalb oder seitlich des Halses des Instrumentes hervor. In allen diesen Fällen hinderten sie den Spieler stets dann am Spielen, wenn eine Umstimmvorrichtung nicht gewünscht wurde, z. B. beim Solo- oder Barrespielen oder beim Zusammenspiel nach Noten mit anderen Instrumenten.
- Durch die auf der Zeichnung in Fig. i bis 6 dargestellte Erfindung sollen alle diese Mängel beseitigt werden. Die Neuerung wird gebildet aus dem eigentlichen Umstimmorgan und dessen eigenartigem Betätigungsmittel.
- Das eigentliche Umstimmorgan g (Fig. ) besteht aus einem prismatischen Körper oder Dreikant mit ungleichschenkligem Querschnitt von der Länge des ersten Bundes der Gitarre oder Laute, der an. der Stelle des ersten Bundes, am Zapfen x, y, die in Ösen v, w spielen, drehbar in den Gitarrenhals H und. in das Spielbrett(Fig. 1 bis q.) eingelassen ist; die Ösen v, w sind im Halse rechts und links befestigt. An Stelle des prismatischen Dreikants kann auch eine exzentrisch gelagerte drehbare Walze oder ein gleichwertiges Organ treten. Die Hauptsache ist bei dem drehbaren Organ nur, daß die höhere Kante des Prismas oder der größere Teil der Walze, hochstehend, der Höhe des bisherigen Sattels A (Fig. i) des Instrumentes, über den bekanntlich die Saiten des Instrumentes (Fig. q.) nach dem Wirbelkasten K geführt sind, entspricht.
- Im anderen Falle muß der niedrigere Schenkel i bis z (Fig. a) des Dreikants oder die kleinere Hälfte der exzentrisch gelagerten Walze, hochstehend, der Höhe des fortgefallenen ersten Bundes entsprechen.
- Von dem Umstimmorgan g führt ein fester Arm f durch einen schmalen Schlitz la irr ' Gitarrenhals H nach unten, steht dort mit einer Gelenkstange e drehbar in Verbindung, die andererseits bei Punkte (Fig. 3) mit einem Exzenter b drehbar in Verbindung steht. Dieses sitzt fest auf einem Arm eines drenschenkligen Hebels d, a', c aus starkem Draht o. dgl., der auf der Unterseite des Wirbelkastens K (Fig. 3 in Unteransicht) in Ösen i, il drehbar befestigt ist. Das auf dein Arm festsitzende Exzenter b schleift auf einer im Mittelstück des Wirbelkastens K etwas versenkt angebrachten Blattfeder F federnd. Es kann durch eine exzentrische Kröpfung des Armes c ersetzt werden. Auch bei Lauten, die kein Mittelstück im Wirbelkasten haben, kann ein beliebiges Organ im Wirbelkasten angebracht werden, welches eine federnde Bremswirkung auf den dreischenkligen Exzenterhebel a, a1, c ausübt.
- Die Wirkungsweise ist folgende: Durch schnelles Umlegen des nach oben unsichtbaren dreischenkligen Exzenterhebels a, a1, c in der einen oder andern Pfeilrichtung (Fig. 3, q., 6) wird je nach Belieben der dem bisherigen Bunde i entsprechende kleinere Schenkel i bis 2 oder der der Sattelhöhe entsprechende größere Schenkel r bis 3 der Umstimmvorrichtung während des Spielens unauffällig nach vorn in Arbeitsstellung gebracht. In ersterem Falle ist die eigentliche Umstimmvorrichtung außer Eingriff mit den Saiten, und das Instrument wird wie gewöhnlich gAespielt. Im zweiten Falle ist die Umstimmvorrichtung in Tätigkeit, insofern der Sattel A sich nun dort befindet, wo bisher der erste Bund war; das Spielbrett ist in diesem Falle um das Stück vom ursprünglichen Sattel bis zum bisherigen ersten Bunde verkürzt worden. Man kann nunmehr mit leichtem Fingersatz in den schwierigen Tonarten spielen, z. B. die 13-, Fis-, Cis-, As-, Des-Akkorde, wenn man statt dessen die B-, F-, C-, G-, C-Akkorde greift.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Umstimmvorrichtung für Gitarren, Lauten und ähnliche Zupfinstrumente, bei welchen als eigentliches Umstimmorgan ein drehbarer Dreikant vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Dreikant (g) an Stelle des ersten Bundes unterhalb der Saiten drehbar in dem Instrumentenhals angeordnet und mit zwei ungleich hohen Kanten versehen ist.
- 2. Umstiminvorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Dreikantes (g) durch ein exzentrisches und federndes Hebelsystem (a, a1, c, f) geschieht, welches unterhalb des Wirbelkastens (K) angeordnet ist.
- 3. Umstimmvorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß -der Dreikant durch eine exzentrisch drehbare Walze @ersetzt..ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE335967T | 1920-02-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE335967C true DE335967C (de) | 1921-04-21 |
Family
ID=6219873
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920335967D Expired DE335967C (de) | 1920-02-22 | 1920-02-22 | Umstimmvorrichtung fuer Gitarren, Lauten und aehnliche Zupfinstrumente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE335967C (de) |
-
1920
- 1920-02-22 DE DE1920335967D patent/DE335967C/de not_active Expired
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