DE336012C - Verfahren zur Herstellung von Drehkondensatoren mit planparallelen Platten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Drehkondensatoren mit planparallelen Platten

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DE336012C
DE336012C DE1917336012D DE336012DD DE336012C DE 336012 C DE336012 C DE 336012C DE 1917336012 D DE1917336012 D DE 1917336012D DE 336012D D DE336012D D DE 336012DD DE 336012 C DE336012 C DE 336012C
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01G—CAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
    • H01G5/00—Capacitors in which the capacitance is varied by mechanical means, e.g. by turning a shaft; Processes of their manufacture
    • H01G5/04—Capacitors in which the capacitance is varied by mechanical means, e.g. by turning a shaft; Processes of their manufacture using variation of effective area of electrode
    • H01G5/06—Capacitors in which the capacitance is varied by mechanical means, e.g. by turning a shaft; Processes of their manufacture using variation of effective area of electrode due to rotation of flat or substantially flat electrodes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
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  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Drehkondensatoren mit planparallelen Platten. Zur Massenherstellung von Drehkondensatoren ist ein Verfahren bekannt, bei welchem die von der drehbaren Welle ausladenden planparallelen Platten aus einem vollen Metallkörper durch Einfräsen von Nuten herausgeholt werden. Das Verfahren erlaubt eine sehr genaue Herstellung selbst sehr- schmaler Plattenzwischenräume, ist jedoch insofern unwirtschaftlich, als eine beträchtliche Zerstörung von Material durch die ausgedehnte Fräsarbeit stattfindet. Bei einem andern Verfahren werden die einzeln aus Blech gestanzten Platten durch eingeschmolzene Zwischenstücke zu einem einheitlichen Körper vereinigt.
  • Nach der Erfindung geschieht die Herstellung eines einheitlichen Körpers aus einzelnen gestanzten Platten in solcher Weise, daß die Anwendung von Schmelzhitze, die besondere Gußformen nötig macht, vermieden wird. Die Verbindung der einzelnen Platten miteinander wird mittels Spritzung des Metalls nach dem Schoopschen Verfahren erzielt, d. h. das Metall wird in Form eines fein zerstäubten Strahles, dessen Temperatur weit unter der Schmelztemperatur liegt, zwischen die zu verbindenden Ränder oder Randteile der Platten gebracht, wo es sich in fester Verbindung mit der Platte 'niederschlägt und schließlich nach genügend langer Dauer der Spritzung eine feste Brücke zwischen zwei benachbarten Platten bildet. Indem je zwei Platten durch solch eine Brücke verbunden werden, entsteht ein einheitlicher Körper, dessen Platten freitragend einen festen Abstand voneinander behalten, wenn die während des Spritzens zwischengelegten Formplatten herausgenommen werden.
  • Auf der Zeichnung ist das neue Verfahren an den beiden Teilen eines Drehkondensators veranschaulicht, und zwar beziehen sich Fig. i bis 6 auf die Herstellung des drehbaren Plattensystems, Fig. 7 bis io auf die des feststehenden Plattensystems. Die Platten haben bei beiden Systemen eine halbkreisförmige Begrenzung (s. Fig. 2 und 8) und besitzen am Mittelpunkt eine ebensolche Aussparung.
  • Fig. i und 2 zeigen in Längs- und Querschnitt das fertige drehbare Plattensystem, in dessen Nabe a die Welle noch einzulagern ist. Fig. 3 zeigt die Spritzform b, in welche die einzelnen Platten c so eingelegt sind, daß der Metallstrahl das Fleisch f zwischen den Platten ansetzen kann. Der Raum hierfür wird durch Formplatten (Fig. 4) gebildet, die zwischen die Platten c in die Form b eingelegt werden. Die Form b ist im Schnitt gezeichnet. Das Metall, welches sich auf den Kanten der Platten ansetzt, wird nach Beendigung der Spritzung abgefräst, so daß die Welle ä in die glatte Nabe a des Systems eingelegt und z. B. mit Schrauben, die ins Fleisch f reichen, befestigt werden kann. Sie kann jedoch zweckmäßig, wie Fig. 5 zeigt, ebenfalls mittels Spritzung befestigt werden, wodurch das Bohren der Schraubenlöcher und'das Einziehen der- Schrauben erspart wird. Um das Eindringen des Metallstrahles zu erleichtern, ist die Welle, wie ersichtlich, seitlich abgeflacht, soweit sie in der Nabe a liegt. Statt der Abflachung kann man, um an Spritzmaterial zu sparen, die Welle mit eingefrästen Nuten nach Fig. 6 versehen.
  • Fig. 7 und 8 zeigen das feststehende Plattensystem i, welches mittels der Form (Fig. q) und der Formplatten (Fig. io) entsteht.
  • Das Fleisch f zwischen den Platten wird zufolge der Aussparungen f' der Formplatten (Fig. io) nur an zwei Stellen durch die Metallstrahlen d hergestellt. Die Plattenränder zwischen diesen Stellen sind durch Deckplatten lt aus einem das Metall nicht annehmenden Stoff, z. B. hartem Holz, geschützt. Diese Deckplatten werden z. B. durch Teile eines bei f längsgeschlitzten Halbzylinders gebildet, der über die Plattengruppe gedeckt -wird. Durch den Wulst h sind die Platten i und die Formplatten .(Fig. io) in der Form gehörig zentriert. Die Löcher in in den Plattenrändern verleihen der gespritzten Metallmasse eine größere Festigkeit: Das drehbare System (Fig. i) wird nach Befestigung auf der Welle mittels dieser so gegenüber dem System Fig. 7 gelagert, daß seine Platten c zwischen die Platten i des letzteren Systems treten, wenn ersteres System um die Welle gedreht wird. Dies bietet keine Besonderheit und bedarf keiner weiteren Erläuterung.
  • In gleicher Weise, nie die Welle mit dem System Fig. i, können auch das System Fig. 7 und die Lager für die Welle mittels Spritzung vereinigt bzw. am gemeinsamen Sockel befestigt werden, so daß der ganze Kondensator keine Schraubverbindungen und ähnliche Befestigungsmittel zu seinem Aufbau benötigt. Durch Anspritzung der Leitungsanschlüsse können auch die Klemmschrauben für diese vermieden werden. Anstatt einzelner Formplatten kann auch ein aus dem Vollen gefrästes Formplattensystem, das als Lehre dient, verwendet werden. Dieses kann ein für allemal äußerst genau hergestellt werden und verursacht keine erheblichen Kosten, da es erhalten bleibt und für eine beliebige Anzahl . von Kondensatoren nacheinander benutzbar ist.
  • Bei einer anderen Ausführungsform des Verfahrens -werden die Platten beider Systeme unter Zwischenfügung von dünnen, das Spritzmaterial nicht annehmenden Schichten (z. B. Papier) abwechselnd aufeinandergeschichtet, wobei die dünnen Schichten dem - späteren Luftraum zwischen ;e einer drehbaren. und festen Platte entsprechen, alsdann jedes System für sich dem Spritzverfahren nach Fig. 3 bzw. g unterworfen, was gleichzeitig geschehen kann, und endlich die Zwischenlagen entfernt. Hierbei kommt es nicht auf große Gleichmäßigkeit in der Dicke des Papiers u. dgl. an, da die beiden Systeme beim endgültigen Zusammenbau stets richtig zusammenrassen.
  • Dadurch, daß das Verfahren ein kaltes Verfahren ist, kann es ohne Schwierigkeit an jedem Platz der Werkstatt ausgeführt werden. Es bedarf weder eines Schmelzofens noch auch, wie das Preßverfahren, einer Maschine und kann daher von beliebigem Personal, auch von Frauen und jugendlichen Arbeitern, ohne Gefahr gehandhabt werden.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRtTcFIE: i. Verfahren zur Herstellung vcn Drehkondensatoren mit planparallelen Platten, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Platten einerseits und die festen Platten anderseits je untereinander durch eine mittels Spritzung nach dem Schoppschen Verfahren hergestellte Metallbrücke zu einem einheitlichen drehbaren bzw. festen System vereinigt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten vor dem Spritzen mittels Schichtung zwischen Fcrmplatten zu einem nur den Außenrand der Platten oder Teile desselben freilassenden Paket gestapelt werden, worauf diese freiliegenden Teile der Platten dem Metalls'rahl bis zur Bildung einer festen Metalleinbettung ausgesetzt und letztere hiernach auf der Außenseite mit Arbeitsflächen zur Befestigung an der Tragwelle bzw. einem Ständenager versehen werden. ,
  3. 3. Verfahren nach Ans,- ruch i, dadurch gekennzeichnet', daß die Vereinigung der Platten miteinander und mit der stützenden Welle bzw. dem Wellenlager in demselben Herstellungsvorgang erfolgt (Fig. j. q.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die halbkreisförmigen Platten beider Systeme unter Zwischenlegung von dünnen, das Spritzmetall nicht annehmenden festen Schichten wechselweise aufeinandergeschichtet und hiernach die Platten des - einen Systems auf der gewölbten Seite des Halbkreises, die des andern Systems auf der flächen Seite dem Schoopschen Spritzverfahren gemäß Fig. 9 und 3 unterworfen --erden, wonach- die Zwischenlagen herausgezogen werden.
DE1917336012D 1917-04-15 1917-04-15 Verfahren zur Herstellung von Drehkondensatoren mit planparallelen Platten Expired DE336012C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748672C (de) * 1938-03-30 1944-11-08 Drehkondensator, insbesondere Mehrfachkondensator, unter Verwendung von aus ein- zelnen Kondensatorplatten zu einer mechanischen Einheit vereinigten Plattenpaketen
DE748670C (de) * 1937-02-03 1944-11-08 Verfahren zur Befestigung von Drehkondensatorplatten

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748670C (de) * 1937-02-03 1944-11-08 Verfahren zur Befestigung von Drehkondensatorplatten
DE748672C (de) * 1938-03-30 1944-11-08 Drehkondensator, insbesondere Mehrfachkondensator, unter Verwendung von aus ein- zelnen Kondensatorplatten zu einer mechanischen Einheit vereinigten Plattenpaketen

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