DE336320C - Verfahren zur Erhoehung der Zuendsicherheit von Sprengkapseln - Google Patents
Verfahren zur Erhoehung der Zuendsicherheit von SprengkapselnInfo
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Description
- Verfahren zur Erhöhung der Zündsicherheit von Sprengkapseln.
Diese Erfindung hat einen besonderen Wert für die Zündung solcher Sprengkapseln, die bei der Verwendung von flüssigem Sauerstoff als Sprengmittel gebraucht werden. Eine unbedingt sicher wirkende Initialzün- dung. gibt es bisher für diesen Sprengstoff noch nicht (s. Glückauf-Jahrgang r928, Heft 35, S.556). Das liegt vorzugsweise daran, daß bei der Verdunstung von flüssigem Sauerstoff eine so niedrige Temperatur (- r83°) im Bohrloch herrscht, daß der kleine Feuerstrahl .der Zündschnur, der die Sprengkapsel zur Detonation bringen soll, nicht dazu ausreicht, die in der Sprengkapsel enthaltende Initialsprengmasse (Knallqueck- silber-Trirnitrotuluol-Bleiazid usw.) auf die notwendige Reaktionstemperatur zu bringen. Man spricht deshalb auch von einem »Tot- hühlen« der Initialsprengmasse und von der >szündungertränkenden« Eigenschaft der flüs- sigen Luft in bezug auf die Sprengkapseln (vgl. Zeitschrift für das gesamte Schieß- und Sprengstoffwesen, Jahrgang 1917, i. Juniheft, Nr. 11, S._187: »Zündkraft in flüssiger Luft« vonDr. Alfred Stettbacher). Trotz größter Sorgfalt beim Zurechtmachen der Zünder kommen schätzungsweise 1o bis 2o Prozent Versager vor. Wenn man eine solche Versagerkapsel mit einem Stück Zünd- schnur versieht und diese anzündet, so de- toniert sie bei gewöhnlicher Temperatur regel- mäßig, ein Beweis, daß das vorhergehende Versagen nur auf d'i'e große Kälte im Bohrloch zurückzuführen ist. Um die Initialsprengmasse in der Spreng kapsel auf die nötige Reaktionswärme zu vor ihrem Ende scharf umknickt und sie in der Achse der Pulverseele mit den Einkerbungen b und c versieht (Fig. z), die bis auf die Pulverseele reichen müssen. Durch b schießt der schwache und kurze Endstrahl und unmittelbar danach aus c ein kräftiger und anhaltender Anfangsstrahl heraus. d ist die Sprengkapsel.bringen, hat -der Erfinder versucht, eine Mes- serspitze voll eines leicht entzündlichen, fein geriebenen Zündpulvers vor dem Einbringen der Zündschnur in die Kapsel hineinzutun. Wenn die Zahl der Versager dadurch auch .wesentlich geringer wurde, ganz beseitigt wurden sie nicht, weil es doch noch vorkam, daß auch dieses leicht entzündliche, in der Sprengkapsel sich überall verteilende Pulver durch den Zündschnurstrahl aus den oben be- zeichneten Gründen nicht zur Entzündung ge- bracht wurde. Beim Abbrennen eines Stückes Zündschnur unterscheidet sich nun immer der Anfangs- strahl in bezug auf Stärke und Dauer sehr wesentlich von dem Endstrahl, der gegenüber dem Anfangsstrahl sehr schwach und nur von kurzer Dauer ist. Nun konnte beim Zünden von brisanten Sprengstoffen mittels Zündschnurzündung die Sprengkapsel nur mittels dieses schwachen und kurzen Endstrahles zur Detonation ge- bracht werden, und der Erfolg ist, wie bereits erwähnt, beim Sprengen mittels flüssigen Sauerstoffs durchaus nicht befriedigend. Die vorliegende Erfindung beseitigt diesen Übelstand dadurch, daß in der Sprengkapsel sowohl der Zündschnurendstrahl als auch der viel länger und kräftiger einwirkende Zünd- schnuranfangsstrahl zur Wirkung gelangt, und dies ist dasWesentliche der Erfindung: zwei verschieden starke Zündschnurstrahlen kom- men unmittelbar nacheinander in der Spreng- kapsel zur Wirkung. Dies wird dadurch er- reicht, daß man die zur Verwendung gelan- gende Zündschnur a (Fig. T und' 2) 5 bis 6 cm - Es ist zwar bekannt, daß man nichtbrisante (deflagrierende) und sogenannte kombinierte Zündladungen (das sind solche, in denen deflagrierende und brisante Sprengstoffe in einem Bohrloch zur Verwendung kommen) durch Zündschnüre zur Entzündung bringt, die man mit seitlichen Einkerbungen versehen hat. Bei solchen Ladungen kommen jedoch Sprengkapseln nicht in Frage. Der Raum iii der Kapsel zwischen der umgeknickten Zündschnur und der Initialsprengmasse kann zur weiteren Erhöhung der Zündsicherheit mit einem leicht entzündlichen Zündpulver ausgefüllt werden, durch dessen Verpuffung auf alle Fälle die zur Detonation der Initialsprengmasse notwendige Erwärmung erzeugt wird.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRucH: Verfahren zur Erhöhung der Zündsicherheit von Sprengkapseln, dadurch gekennzeichnet; daß durch die umgeknickte und mit Einkerbungen versehene Zündschnur zwei verschieden starke Zündstrahlen in der besonders geformten Sprengkapsel zur Wirkung gelangen. .
Applications Claiming Priority (1)
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| DE336320C true DE336320C (de) | 1921-04-29 |
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|---|---|---|---|
| DE1918336320D Expired DE336320C (de) | 1918-09-20 | 1918-09-20 | Verfahren zur Erhoehung der Zuendsicherheit von Sprengkapseln |
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