DE336846C - Vorrichtung an Telephonographen zum mechanischen Herstellen des jeweiligen Betriebszustandes, wie Aufnahme, Wiedergabe o. dgl. - Google Patents

Vorrichtung an Telephonographen zum mechanischen Herstellen des jeweiligen Betriebszustandes, wie Aufnahme, Wiedergabe o. dgl.

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DE336846C DE1919336846D DE336846DA DE336846C DE 336846 C DE336846 C DE 336846C DE 1919336846 D DE1919336846 D DE 1919336846D DE 336846D A DE336846D A DE 336846DA DE 336846 C DE336846 C DE 336846C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Telephonographen und betrifft eine Vorrichtung zum mechanischen Herstellen des jeweiligen Betriebszustandes, wie Aufnahme, Wiedergäbe o. dgl., die den Vorteil besitzt, die Bedienung, die gewöhnlich in Händen von Laien liegt, möglichst zu vereinfachen und auf rein mechanische Handhabung zu beschränken. Die Erfindung besteht im wesentlichen in
to einem Druckknopf schaltwerk, das durch Exzenter, gekröpfte Achsen, Lenkstangen u. dgl. mit dem Träger der Schalldosen derart verbunden ist, daß durch Eindrücken eines der Druckknopfschalter - die den betreffenden Betriebszustand entsprechende Einstellung des Schalldosenträgers herbeigeführt wird. Auf weitere neue Merkmale des Erfindungsgegenstandes ist bei der Erläuterung des Ausführungsbeispiels, das auf der Zeichnung dargestellt ist, näher eingegangen.
Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht des Telephonographen, Fig. ι eine Schnitt dazu und Fig. 2 eine Draufsicht auf denselben in Gesamtdarstellung. Fig. 3, 4 und 5 sind Ansichten und Schnittdarstellungen des Tastenwerkes. Fig. 7 und 8 veranschaulichen den Schlitten für die Schalldosen mit deren Stellvorrichtung und Fig. 9 die Steuerwelle zum Tastenwerk. Fig. 10 bedeutet die schematisehe Darstellung der Kröpfungen der Welle nach Fig. ,9. In Fig. 11 ist zur Erläuterung der Betriebsweise ein Schaltungsschema von der ganzen Einrichtung wiedergegeben.
Der Telephonograph ist in bekannter Weise auf einem Gestell oder Gehäuse 1 aufgebaut. Die Walzentrommel 2, auf die die Walze 3, die zur Aufnahme der Gespräche dient, aufgeschoben wird, ist zwischen den beiden Lagern 4 und S gelagert. Das Lager 5 ist an einem Bügel 6 vorgesehen, der um die Scharniere 7 drehbar ist, so daß er nach unten geklappt werden kann, um diese Seite zum Abziehen oder Aufschieben der Walze 3 auf die Walzentrommel 2 frei zu machen. Um zu verhindern, daß die Walzentrommel aus dem festen Lager 4 herausfällt, wenn das Seitenlager 5 abgeklappt ist, ist noch ein Mittellager 11 vorgesehen, auf das sich die Achsentrommel stützt. Zum Antrieb der Walze ist im Gehäuse das Antriebswerk 8, ein kleiner Elektromotor oder ein. Uhrwerk, untergebracht. Der Antrieb wird durch einen Riemen- oder Seiltrieb 9 und eine Triebscheibe 10 auf die Achse der Walzentrommel 2 übertragen.
Mit 12 ist die Schreibdose bezeichnet, die dazu dient, das Gespräch in die Walze 3 einzuschreiben, während 13 die Wiedergabeoder Abihördose darstellt. Die Einrichtung· der beiden Schalldosen ist an sich bekannt und soll deshalb nur der Vollständigkeit halber kurz angegeben werden. Die Schreibdose 12 enthält ein EleküOtnagnetsystem 69 (Fig. 11), wie beispielsweise bei einem Fernsprechhörer, das dicht vor. der den Schreibstift 14 tragenden Membran angeordnet ist und von den Stromschwingungen des unten beschriebenen Sprechstromkreises erregt
wird. Die Wiedergabe- oder Abhördose 13 kann eine gewöhnliche Phonographenschalldose sein, bei der die von dem Schreibstift 15 durch die Schreibrinne der Walzen in Schwingungen versetzte Membran die Wiedergabe des Gesprächs auf akustischem Wege vermittelt. Die Wiedergabedose 13 kann aber auch eine elektrische Bauart aufweisen, die für den Betrieb mittels des Druckknopfscballwerks besonders vorteilhaft und einfacher ist Diese Ausführungsform besteht ebenfalls in einem Elektromagnetsystem gegenüber der Membran wie bei der Aufnahmedbse angegeben ist. In diesem Magnetsystem werden die durch den Schreibstift 15 hervorgerufenen mechanischen Schwingungen der Membran in elektrische Schwingungen umgesetzt, die in dem -unten beschriebenen Stromkreis zur Wirkung kommen. An Stelle eines Elektromagnetsystems kann auch ein Mikrophoneinsatz treten. Dieser ist dann in bekannter Weise derart angeordnet, daß seine Kohlekammer, wenn der Schreibstift 15 den Schriftrinnen der Walze 3 folgt und die Membran in Schwingungen versetzt, erregt wird. Das Abhören erfolgt bei diesen beiden elektrischen Ausführungsformen der Wiedergabeschalldose 13 mittels eines Telephons, dessen Schaltung unten bei der Erläuterung des Schaltungssohemas nach Fig. 11 näher angegeben ist.
Diese beiden Schalldosen 12 und 13 werden gemeinsam in einer bei Phonographen üblichen Weise mittels einer sogenannten Schlittenführung längs der Walze 3 verschoben, wenn diese in Umdrehung versetzt wird. Die Schlittenführung besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem Rohr 16, in dem eine mit feinem Schraubengewinde versehene Spindel 17 angeordnet ist, und einer Führungsstange 18. Der Schlitten wird von zwei Seitenstücken 19 gebildet, die durch eine Hülse 20 zusammengehalten werden, die auf dem Rohr 16 geführt wird. Zwisehen den beiden Seitenstücken 19 ist ein Bügiel2i gelagert, der,- wie unten näher beschrieben ist, entgegen der Wirkung einer ■ Feder 22 nach unten gedruckt werden kann, An dem Bügel 21 ist ein Mutterstück 24 an-So gebracht, das von unten durch einen Lärigsschlitz 23 des Rohres 16 hindurchgreift, wenn der Bügel von der Feder 22 nach oben gedrückt wird. Dabei kommt das Mutterstück 24 mit der Spindel 17 in Eingriff, so daß der Schlitten beim Antrieb der Spindel 17 eine seitliche Verschiebung erfährt. Zum Antrieb der Schraubenspindel 17 ist diese durch ein Zahnradgetriebe 25 mit dem Antriebswerk der Walzentrommel 2 gekuppelt. Die beiden Schalldosen 12 und 13 sind an einem Träger 26 rechtwinklig zueinander um j die Walze 3 angeordnet, so daß diese inner-■ halb des von ihnen gebildeten Winkels liegt. Der Träger 26 ist an einer Schiene 27 befestigt, die in einer am Schlitten vorgesehenen Gleitbahn 28 geführt wird Zum Auf- und Abwärtsbewegen der Schiene 27, um die ! Schalldosien zu heben oder zu senken, greift eine Nase 29 durch einen Ausschnitt in der Schiene 2j. Diese Nase 29 sitzt an einem Stellstück 30, das auf die Führungsstange 18 aufgeschoben und zwischen den beiden Seitenstücken des Schlittens gelagert ist. Das Stellstück 30 'besitzt auf der Führungsstange 18 eine Prismenführung, beispielsweise bestebend aus einer Nut 31, so daß es beim Drehen der Stange 18 mitgenommen wird, ohne daß dadurch die seitliche Verschiebung des Schlittens beeinträchtigt wird. Diese Anordnung hat den Zweck, das Stellstück 30 beim Drehen der Stange 1.8 um ihre Achse mitzunehmen und dadurch die Nase 29 nach oben oder nach unten zu bewegen, zu dem Zweck, die Schiene 27 zu heben oder zu senken. Zum Drehen der Stange 18 ist an ihrem einen1 Ende 32 ein Hebel 33 angebracht, an dem eine nach unten gehende Zugstange 34 angelecnkt ist.
Das Stellstück 30 dient gleichzeitig zum Verstellen des Bügels 21, durch den in der oben beschriebenen Weise das Mutterstück 24 mit der Schraubenspindel 17 gekuppelt wird. Auf den Bügel 21 wirkt das untere Ende eines Bolzens 35 ein, der zwischen den beiden Seitenstücken 19 des Schlittens gelagert ist. Das obere Ende des Bolzens steht unter der Exzenterwirkung einer unrunden Oberfläche 36 am Stellstück 30. Diese ist derart ausgebildet, daß in ihrer Mittelstellung, bei der die Schalldosen 12 und 13 keinen Eingriff mit der Walze 3 haben, der Vorsprung 36 ein Nieder drücken des Bolzens 35 mit dem Bügel 21 bewirkt, wobei das Mutterstück 24 von der Schraubenspindel 17 entkuppelt wird. Neben dem Vorsprung 36 hingegen ist das Stellstück 30 abgeflacht, so daß in den betreffenden Stelhingen, wo das Stellstück 30 eine der beiden Schalldosen 12 oder 13 in ihre Arbeitsstellung gebracht hat und deren Schreibstift 14 oder 15 auf die Walze 3 aufgesetzt ist, der Bolzen 35 sich nach oben bewegen kann, was zur Folge hat, daß das Mutterstück 24 eine Kupplung1 mit der Schraubenspindel 17 herstellt.
Das zur Herstellung, der verschiedenen oben angebenen Betriebszustände vorgesehene Druckknopfschaltwerk 37 ist auf der vorderen, etwas abgeschrägten Seite 38 des Gehäuses ι derart angeordnet, daß nach außen nur die Druck- oder Tastenknöpfe 39 herausragen, während der eigentliche Mechanismus des Schalt- oder Tastenwerkes vom Gehäuse 1 eingeschlossen ist.
Das Tastenwerk besteht bei dem darge-
stellten Ausführungsbeispiel aus vier Druckknöpfen 41, 42, 43 und 44, mit denen die vier Betriebszustände »Aus«, »Schreiben«, »Hören« und »Diktat« hergestellt werden sollen. Die Druckknöpfe sind in einem Gestell 40 gelagert und mit einem Gesperre und einer gegenseitigen Auslösevorrichtung verse-ten, die in einer Zahnschiene 45 besteht. Diese wird beim Ein- oder Niederdrücken eines Knopfes, beispielsweise 44, dadurch verschoben, daß die im Führungsschaft 46 sitzende Schraube 47 sich gegen die schräge Fläche dies betreffenden Zahnes 49 legt, bis die Schraube 47 in den quer sich erstrecken-
"5 den Einschnitt 49' hinter den Zahn 49 zu stehen kommt, worauf die bei dieser Bewegung gespannte Feder 48 die Schiene 45 in ihre Ruhelage wieder zurückbringt. Dadurch, daß die Schraube 47 hinter den Zahn 49 der Schiene 45 zu stehen kommt, wird der eingedrückte Knopf gesperrt. Wird nun ein zweiter Druckknopf eingedrückt, so wird der erste Knopf dadurch, daß der Zahn 49 infolge seitlicher Verschiebung der Zahnschiene 45 in der oben angegebenen Weise die Schraube 47 freigibt, ausgelöst. Zum selbsttätigen Herausdrücken des Diruckknopfes nach, erfolgter Freigabe durch die Zahnschiene 45 ist auf den Führungsschaf146 jedes Druckknopfes eine Schraubenfeder 50 aufgeschoben, die beim Eindrücken eines Knopfes zusammengepreßt wird. Am unteren Ende des Druckknopfes ist eine Schaltklinge 51 angebracht, die zum Verstellen der Schaltwelle 52 dient. Die Schaltwelle 52 besitzt entsprechend der Anzahl der Druckknöpfe des Tastenwerkes, wie aus Fig. 9 ersichtlich ist, vier Kröpfungen 53, 54, 55 und' 56, deren. Stiellungen zueinander in der Fig. 10 dargestellt sind. Mittels dieser Kröpfungen läßt sich! die Schaltwelle 52 in ganz bestimmte Stellungen bringen, wenn einer der Druckknopfe-41 bis 44 eingedrückt wird. An dem einen Ende der Schaltwelle 52 ist ein Stellhebel 57 befestigt, an den die oben erwähnte Zugstange 34 angreift.
Mit jedem Druckknopf ist ein Schaltkonus 58 verbunden, in dessen Bewegungsbereich ein Schaltfedersatz 59 angeordnet ist. Mit diesem Schaltfedersatz werden die elektrisehen Umschaltungen selbsttätig vorgenom- j men, wenn durch) das Tastenwerk dieversebie- ι denen Betriebszustände hergestellt werden, j Die· elektrischen Umsdbaltungen sollen an i Hand des Schaltunigsschemas nach Fig. 11 erläutert werden.
Bei 60 ist die Stromquelle zur Speisung des Antriebsmotors 8 angeschlossen. Wenn nun ein Uhrwerk als Antriebskraft verwendet ■ wird, so tritt im Schaltungsschema an Stelle des Motors 8 der Auslöseelektromagnet. Dieser Stromkreis, kann an den Schaltungsfeder- , sätzen der Druckknöpfe 42, 43 und 44 mittels besonderer Federn 61 angeschlossen werden, so daß das Antriebswerk zu laufen beginnt, wenn einer dieser Druckknöpfe niedergedrückt wird. Der Schaltfeder satz des Druckknopfes 41 hingegen besitzt einen Trennkontakt 62, der. den Stromkreis unterbricht, so daß das Werk zum Stillstand kommt, wenn der für die Betriebsstellung »Aus« bestimmte Knopf 41 ein- oder niedergedrückt wird. Bei 63 erfolgt der Anschluß der FernsprecMeitung. Von 63 führt der Stromkreis über die Leitungen 64 nach einem Verstärkerrelais 65, das in bekannter Weise aus der Vereinigung eines Elektromagneten 66 und eines Mikrophons 67 besteht, wobei der nicht dargestellte Anker des Elektromagneten 66 mit der Membran, des Mikrophons 6y gekuppelt ist. Durch diese Anordnung wird die Wirkung erzielt, daß die ankommenden Fernsprechströme den Magneten 66 erregen und über dessen Anker die Membran des Mikrophons 67 in Schwingungen versetzen, so daß in dessen Stromkreis, der eine Stromquelle 68 enthält, verstärkte Schwingungen erzeugt werden. An Stelle eines solchen Verstärkerrelais kann auch eine anders arbeitende Verstärkervorrichtung verwendet werden. In dem Stromkreis der verstärkten Ströme ist der Elektromagnet 69 der Aufnahmeschalldose 12 geschaltet, die zum Einschreiben der Schallwellen auf die oben erwähnte Walze 3 eingerichtet ist. Der angegebene Sprech-Stromkreis wird durch ein Federpaar 70 am Schaltfedersatz des Druckknopfes 42, der zur Herstellung des Betrieibszustandes »Schreiben« dient, geschlossen. An diesem Druckknopf 42 befindet sich noch ein Federpaar 71, das bei nicht gedrücktem Knopf die Leitungen 64 unmittelbar verbindet, so daß also gewöhnlich die Verstärkungseinrichtung für die Fernsprechleitung unwirksam gemacht ist.
Dem Telephonographen wird ein Sprechmikrophon 72 beigegeben, das durch den Druckknopf 44 für den Betriebszustand »Diktat« über die Schaltfedern 73 mit der Schreibdose 12 verbunden wird. Dabei ist die Schaltung derart ausgeführt, daß das Mikrophon 67 des Verstärkerrelais 65 außerhalb des Stromkreises liegt und unwirksam bleibt. Die vierte Drucktaste 43 dient zur Hersteilung des Betriebszustandes »Hören«. Bei ihrem Eindrücken wird über den Kontakt 61 ebenfalls der Stromkreis für das Antriebswerk 8 geschlossen, und war zur Verringerung der Geschwindigkeit mit vorgeschaltetem Widerstand 74. Wenn die Einrichtung für telephonisches Abhören ausgeführt ist, so ist dem Telephonographen ein Telephonhörer 75 beigegeben, der über den
Kontakt j6 am Druckknopf 43 für die Betriebsstellung »Hören« mit dem elektrischen Einsatz der Wiedergabeschalldose 13 zu einem Stromkreis zusammengeschaltet wird. Besteht dieser Einsatz in der oben beschriebenen Weise aus einem Mikrophon, so ist zu dessen Erregung· in den Stromkreis noch eine Batterie yy einzuschalten, wie in Fig. 11 punktiert angedeutet ist. Das Wiedergeben oder Abhören der auf der Walze 3 befindlichen Gespräche erfolgt nun dadurch, daß die von dem Wiedergabeschreibstift 15 hervorgerufenen Membranschwin-gungen der Schalldöse 13 in dem Telephon- oder Mikrophoneinsatz elektrische Schwingungen erzeugen, die an dem Telephon 75 abgehört werden o können-.
Die obere Führungsstange 18 dient nun noch dem Zweck, eine Verriegelungsvorrichtung zu steuern, durch die ein unsachgemäßes Umwechseln der Walze 3 verhindert werden soll. Wie oben beschrieben, ist das Lager 5 der Walzentrommel mittels des Bügels 6 abklappbar gemacht. Damit das Abklappen des Bügels 6, durch den erst ein Abziehen der Walze ermöglicht wird1, nur dann erfolgen kann, wenn die Schreibstifte beider Schalldosen von der Walze abgehoben sind, so ist an dem Ende der Stange 18, das nach dem Bügel 6 hinragt, ein Sektor 78 aufgesetzt, der bei den genannten Stellungen den Bügel 6 gegen ein Abklappen verriegelt. Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, hat der Sektor 78 einen Einschnitt 79, durch- den ein Riegel 80 am Bügel 6 freigegeben wird, wenn die Stange 18 entsprechend dem Betriebszustand »Aus« eingestellt ist. Bei den anderen Betriebsstellungen greift die eine oder die andere Kante des Sektors 78 hinter den Riegel 80, so daß ein Abklappen des Bügels nicht möglich ist. Dadurch wird verhindert, daß bei aufgesetzten Schalldosen die Walze 3 abgezogen werden kann, wodurch diese und die Schreibstifte der Schalldosen verletzt werden könnten. Durch die dargestellte Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtung wird auch noch eine - entgegengesetzte Verriegelung erreicht, die darin besteht, daß, wenn nach dem Atifklappen des Bügels 6 mittels einer der Tasten aus dem Betriebszustand »Aus« herausgegangen ist, ein Einsetzen des Lagers 5 nicht möglich ist, weil der Riegel 80 von einer der Kanten des Sektors 78 daran gehindert wird. Durch entsprechende Umgestaltung kann die Riegelvorrichtung auch in der Weise wirken, daß ein Eindrücken der Tasten 42, 43 oder 44 nur dann möglich ist, wenn eine Walze aufgesetzt und das Lager 5 geschlossen ist.
Um die ganze Einrichtung vor Beschädigung zu schützen, kann die Walze nebst den Schalldosen von einem Gehäuse umschlossen sein, das auf der Stirnseite, an der der Lagerbügel 6 sich befindet, eine nach' unten geklappte Tür 82 besitzt. Vor dem Gehäuse kommt dann die Tastatur 37 zu stehen, die als einziges Organ zur Herstellung der Betriebszustände von außen zugänglich ist. Zweckmäßig ist es, die Tür 82 mit dem Bügel 6 zu verbinden, so daß diese nur dann geöffnet werden kann, wenn der Telephonograph in dem Ruhezustand »Aus« sich befindet.
Der Betrieb der beschriebenen Einrichtung gestaltet sich etwa folgendermaßen:
Im Ruhezustand ist die Taste 41, die die Bezeichnung »Aus« trägt, eingedrückt. Dabei hat ihre Schaltklinge 51 durch Einwirkung auf die Kröpfung 53 die Schaltwelle 52 in eine derartige Stellung gebracht, daß über dem Hebel 57, Zugstange 34, Hebel· 33, Stange 18, Stellstück 30 und Nase 29 der Träger der Schalldosen in die Mittellage gebracht ist, bei der die beiden Schalldosen 12 und 13 derart eingestellt sind, daß ihre Schreibstifte 14 bzw. 15 keine Berührung mit der Walze 3 aufweisen. Der Sektor 78 gibt mit seinem Ausschnitt 79 den Riegel 80 am Lagerbügel 6 frei, so daß das Lager 5 bzw» die Tür 82 geöffnet werden kann, um die Walze 3 auswechseln zu können. Der Strom- s° kreis für das Antriebswerk 8 ist am Kontakt 62 unterbrochen, der ganze Apparat ist also im Ruhezustand.
Wenn eine Walze aufgesetzt und das Lager 5 oder die Tür 82 geschlossen ist, kann eine der Tasten 42, 43 oder 44 gedrückt werden, wobei 41 ausgelöst wird. Wenn ein Telephongespräch mit dem Telephonographen aufgenommen werden soll, so ist die Taste 42 zur Herstellung des Betriebszustandes »Schreiben« einzudrücken. Dadurch, wird von der Schaltklinge 51 der Taste 42 und der Kröpfung 54 die Schaltwelle entsprechend gedreht und über den beschriebenen Stellhebelmechanismus die Stange 18 derart verstellt, daß das Lager 5 verriegelt und der Schalldösenträger 26 soweit gehoben wird, bis der Schreibstift 14 der Schreibdose 12 von der Seite gegen die Walze 3 trifft. Ferner wird der Bügel 21 freigegeben, so daß das Mutterstück 24 eine Kupplung des Schlittens mit der Transportspindel 17 herstellen kann. Elektrisch wird folgender Zustand hergestellt: Über den Kontakt 61 wird der Stromkreis'für den Antriebsmotor 8 geschlossen, der Kurzstihluß für den Verstärkerelektromagneten 66 am Kontakt 71 aufgehoben und bei 70 der sekundäre Verstärkerstromkreis von der Batterie 68, Elektromagnet 69 der Schreibdose 12, Mikrophon 67 des Verstärkerrelais 65 geschlossen. Der Apparat kommt nun in Gang und das Gespräch-wird auf der Walze 3 auf-
genommen. Nach! Beendigung der Aufnahme kann die Taste 41 »Aus« gedrückt werden, wodurch die Taste 42 ausgelöst wird und der Apparat in Ruhe kommt. Ein zweites Gesprach ist in derselben Weise aufzunehmen, nachdem wiederum die Taste 42 eingedrückt ist.
Soll der Telephonograph als Diktierapparat dienen, so ist die Taste 44 »Diktat« einzudrücken. Dabei wird mechanisch derselbe Betriebszustand hergestellt, wie durch! die Taste 42, d. h. der Schreibstift 14 der Schreibdose 12 trifft gegen die Walze 3. Elektrisch wird aber an Stelle des Verstärkerstromkreises das Mikrophon 72 mit dem Elektromagneten 6.9 der Schreibdose 12 verbunden. Wird nun in das Mikrophon 72 hineingesprochen, so wird dieses Gespräch ebenfalls durch die Schreibdose 12 aufgenommen.
Nach dem Diktat ist der Apparat durch Eindrücken der Taste 41 wieder in Ruhestellung »Aus« zu bringen.
Sollen die auf der Walze 3 befindlichen Gespräche abgehört werden, so ist der Schlitten, dessen Kupplung mit der Schraubenspindel 17 bei eingedrückter Taste 41 »Aus« aufgehoben ist, an den Anfang der Walze zu stellen und1 der Druckknopf 43 »Hören« niederzudrücken. Dadurch werden die Schalldosen so weit gesenkt, daß der Schreibstift 14 der Aufnahmedose 12 sich von der Walze 3 entfernt hat und der Wiedergabestift 15 der Schalldose 13 auf die Walze 3 aufgesetzt ist. Da durch den Kontakt 61 das Laufwerk 8 in Gang kommt, so kann die Walze 3 in gewöhnlicher Weise wie bei einem Phonographen mittels 'der Wiedergabedose 13 abgehört werden. Ist die Wiedergabeschalldose 13 elektrisch eingerichtet, wie es nach dem Schaltungsschema Fig. n angenommen ist, so erfolgt das Abhören mittels ^des Telephons 75, das über den Kontakt 70" an der Drucktaste 43 »Hören« in den Stromkreis des elektrischen Einsatzes der Wiedergabeschalldose 13 geschaltet wird). Zum Umwechseln der Walze 3 ist die Taste 41 zu drücken, durch die in der beschriebenen Weise die Betriebsstellung »Aus« hergestellt wird. Dabei wird die Verriegelung zwischen dem Sektor 78 und dem Riegel 80 durch den Ausschnitt 79 für das abklappbare Lager 5 aufgehoben, und1 dieses kann geöffnet werden. In diesem Zustand senkt sich die Walzentrommel 2 aus ihrer Normallage und wird durch das Hilfslager 11 gestützt. Sollte unerlaubter Weise eine der Betriebstasten 42, 43 oder 44 eingedrückt werden, so kann sich der Apparat nicht in Bewegung setzen, weil die Walzentrommel 2 nicht in ihrem Cager S Hegt. Das Einlegen des Lagers 5 ist aber nur dann erst möglich, wenn die unerlaubt eingedrückte Taste mittels der Taste 41 »Aus« wieder ausgelöst ist, weil dadurch der Ausschnitt 79 am Sektor 78 vor den Riegel 80 gelängt und das Wiedereinsetzen des Lagerbügeis 6 bzw. das Schließen der Tür 82 gestattet.

Claims (7)

Patent-Ansprüche :
1. Vorrichtung an Telephonographen zum mechanischen Herstellen des jeweiligen Betriebszustandes, wie Aufnahme, Wiedergabe o. dgl., gekennzeichnet durch ein Druckknopf Schaltwerk (37), das durch Exzenter, gekröpfte Achsen, Lenkstangen
u. dgl. mit dem Träger (26, 27) der Schalldosen (12, 13) derart verbunden ist, daß durch Eindrücken eines der Druckknopfschalter (41, 42, 43, 44) die den betreffenden Betriebszustand entsprechende Einstellung des Schalldösenträgers herbeigeführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß - durch das Druckknopfschaltwerk (37) gleichzeitig die elektrische Umschaltung entsprechend der Einstellung der Schalldosen (12, 13) bewirkt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch die beiden Druckknopfschalter (42, 44) eine gleiche mechanische Einstellung der Aufnahmeschalldose (12) und elektrisch verschiedene Schaltungen herstellbar sind, während durch Eindrücken des Druckknopfschalters (43) die Wiedergabedbse (13) sowohl mechanisch als auch elektrisch eingeschaltet wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schalldosen (12, 13) am dem durch das Druckknopfschaltwerk (37) verstellbaren Träger (26, 27) rechtwinklig zueinander und die Walze (3) innerhalb des Winkels angeordnet sind, so daß durch Verschieben des Schalldbsenträgers (26, 27) in Richtung des einen Winkelschenkels die dem Betriebszustand entsprechende Einstellung der Schalldosen (12, 13) herbeigeführt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch! 1 und14, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalldosenträger (26, 27) mit einem Stellstück (30) am Schlitten für die Schalldösen (12, 13) derart zwangläufig gekuppelt ist, daß durch die von dem Druckknopfsohaltwerk (37) hervorgerufene Verdrehung der gleichzeitig zur Führung des Schlittens dienenden Stange (18) eine Verschiebung des Schalldosenträgers (26, 27) bewirkt wird1.
6. Vorrichtung nach Anspruch ι und Sj dadurch gekennzeichnet, daß das Stellstück (30) bei seiner Verstellung auf die Kupplung zwischen dem Schlitten und der Transportspindel derart einwirkt, daß das Einrücken der Kupplung (17, 24) zwangläufig mit dem Verstellen der Schalldosen (i2, 13) durch das Stellstück (30) erfolgt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch diejenigen Druckknopfschalter, durch die ein Aufsetzen einer der Schalldosen (12, 13) auf die Walze veranlassen wird, eine Riegelvorrichtung (78) zur Wirkung gebracht wird, durch die ein Abnehmen der Walze (3) bei aufgesetzten Schalldosen und ein Inbetriebsetzen ohne aufgesetzte Walze verhindert wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE1919336846D 1919-07-18 1919-07-18 Vorrichtung an Telephonographen zum mechanischen Herstellen des jeweiligen Betriebszustandes, wie Aufnahme, Wiedergabe o. dgl. Expired DE336846C (de)

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