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Anlaßvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen, Gebläse, Kompressörnn
u. dgl. Das Anrassen von Maschinen mit Verdichtung wird durch den Nend@ichtungsdruck
kurz vor dem Arbeitshube erschwert, und zwar um so mehr, je höher :dieser Druck
gewählt ist. Und doch ist ein möglichst hoher Verdichtungsdruck zur Erhöhung des
thermischen Wirkungsgrades ,der Maschine unbedingt erforderlich.
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Um die Maschine trotzdem anlassen zu können, sind bereits verschiedene
Mittel v ersticht worden, um den Verdichtungsdruck beim Anlassen zu vermindern.
Zu diesem Zweck erfolgt bei bekannten Maschinen eine Vergrößerung des Verbrennungsraumes
während des Anlassens. Alle .diese Maschinen haben jedoch folgende Nachteile: i.
Die Abgase des vorangegangenen Arbeitshubes können nicht rechtzeitig und restlos
entfernt werden, stören also den Verbrennungsvorgang:beim nächsten Arbeitshub..
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2. Eine allmähliche (oder gar selbsttätige) Steigerung des Verdichtungsdrucks
während des Anlassens ist nicht möglich, für ein stoßfreies Anlassen aber erforderlich.
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3. Eine nachträgliche Veränderung oder Einstellbarkeit der Größe des
Hilfsverdichtungsraumes ist nicht ausführbar, jedoch zum Anpassen der Maschine an.
die Betriebsverhältnisse sowie - bei Neukonstruktionen -zur Ermittlung der zweckmäßigsten
Größe des Hilfsraumes sehr erwünscht.
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Vorstehende Nachteile vermeidet nachstehende Erfindung, welche sich
von bekannten Vorrichtungen dadurch unterscheidet, daß der Hilfsraum nur während
des Verdichtungshubes zugeschaltet wird, so daß der Inhalt des Hilfsraumes an der
Verbrennung nicht teilnimmt, also auch keine Abgase enthält; daß der Verdichtungsdruck
während des Anlassens bei jedem Verdichtungshube allmählich gesteigert, bis der
normale Verdichtungsdreck p° erreicht ist, und daß endlich durch Zu- oder Ablassen
einer Verdrängerflüssigkeit .im Hilfsraume auch die Möglichkeit geschaffen, die
Größe dieses Hilfsraumes nach Bedarf abzuändern bzw. einzustellen.
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In den Fig. i und 2 sind zwei Ausführungsformen dargestellt.
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In Fig. i bezeichnet ce :einen Verdrängerkolben, der mit Schraubengewinde
versehen ist, so daß dessen Entfernung vom -Deckel b des Arbeitszylinders durch
Drehen,des Handrades c nach[ Bedarf während,des; Ganges vergrößert oder verringert
werden kann, entsprechend einer Vergrößerung bzw. Verringerung des Verdichtungsraumes
im Zylinder.
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Während diese im übrigen bekannte Ausführungsform mehr für kleine
Maschinen geeignet ist, zeigt Fig.2 die für größere Maschinen bestimmte Form. An
den eigentlichen Verdichtungsraum :der Maschine ist mit einem - auch: bei Ausführung
nach Fig. i anzuwendenden - Abscblußorgan d und dem Anschlußrohr e ein besonderer
Behälter f angeschlossen, der mit den Stutzen für einen Druckmesser bei- g, für
ein Sicherheitsventil bei la und für ein Auspufforgan hei i oder k versehen
ist.
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Die Arbeitsweise der Maschine wird durch hig. 3. veranschaulicht,
in welcher zwei scheinati.sche Indikatorschaulinien mit gleichem Maßstabe übereinander
gezeichnet sind. Dabei
:sind, die Schaulinien für den Auspuff-und
den Ansaugehub der Deutlichkeit halber fortgelassen. Die Erfindung läßt sich aber
sowohl für Viertakt- wie für Zweitäktmaschinen verwenden.
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Die Schaulinie mit der großen Fläche entspricht der Normalleistung
der Maschine. Beim normalen Betriebe ist v, der Verd'ichtungsraum und der zugehörige
hohe Verdichtungsdruck p, während die Schaulinie mit der kleinen Arbeitsfläche beim
Anlassen der Maschine dadurch entsteht, d'aß zu diesem Verdichtungsraume v, ,des
Arbeitszylinders noch ein Hilfsverdirhtungsraum vj, hinzugeschaltet wird. Dies geschieht
in bekannter Weise nach Fiä. z durch Herausschrauben des Verdrängerkolbens a unter
Vergrößerung seiner Entfernung vom Arbeitskolben oder nach Fig. a .durch Öffnung
.des Absperrorgans d, in beiden Fällen während des Ganges und selbsttätig @durch
die Maschine.
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Hierbei wird' der Verdichtungsidruckp, -etwa auf p,' - beliebig verkleinert,
und zwar so weit, daß man dem Schwungrade von Hand die zur Überwindung der Verdichtungsarbeit
des ersten Anlaßhubes erforderliche lebendige Kraft erteilen kann.
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Ölmaschinen, bei welchen die Zündung allein durch hohe Verdichtung
bewirkt wird, bedürfen für die Zeit des Anlassems einer -in der Zeichnung fortgelassenen
- Zündvorrichtung, die hei normaler Drehzahl der Maschine - selbsttätig oder von
Hand - wieder abgeschaltet wird.
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Gegebenenfalls ist noch für die richtige Zusammensetzung des zur Zündung
gelangenden Gasluftgerriisches während des Anlassens in bekannter Weise zu sorgen.
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Der Arbeitsgang ist beim Anlassen der Maschine folgender: Beim Ansaugehub
ist das Organ d geschlossen. Wird beim Verdichtungshube ,im Arbeitszylinder derselbe
Druck erreicht bzw. überschritten, -der bereits im Hilfsraume herrscht, -so öffnet,die
Steuerung das Organ d, so d:aß auch der Inhalt des Behälters: f an der Verdichtung
teilnimmt. Am Rubende oder kurz vorher wird .das Organ d geschlossen, so daß nur
der Inhalt des toten Zylinderraumes zur Zündung gelangt und: in, dem Schwungra.de
so viel Arbeit aufgespeichert -wird, um sowohl,die Arbeit des nächsten Verdichtungshubes
zu leisten als auch die Drehzahl allmählich zu erhöhen.
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Bei jedem nächsten Verdichtungshube wird der Druck im Hilfsraume f
vergrößert, was für ein stoßfreies Anlaufen sehr erwünscht ist, bis ,der normale
Druck p. erreicht ist. Dann ruht die Anlaßvorrichtung. Im Hilfsraume ist Druckluft,
gegebenenfalls mit unverbranntetri Brennstoff vermischt, aufgespeichert, welche
zum beschleunigten abermaligen Anlassen verwandt werden kann.
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Die Erfindung läßt sich auch zum Anlassen von Gebläsen, Kompressoren,
Kältemaschinen, verwenden, falls deren Antriebsmaschinen nicht unter Vollast anlaufen
können.
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Die Vorrichtung läßt sich auch leicht an vorhandenen oder im Bau begriffenen
Maschinen nachträglich noch anbringen, um andere umständlichere Anlaßvorrichtungen
entbehrlich zu machen oder um den Gesamtwirkungsgrad der Maschine erheblich zu verbessern
oder um die Maschine vollkommen unabhängig vorn anderen Maschinen anlassen zu können.
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Der Hilfsraum läßt sich auch in mehrere, gleiche oder verschieden
große Räume unterteilen, die einzeln zu- oder abgeschaltet und teilweise oder sämtlich
gesteuert werden.