DE338420C - Vorrichtung zum Entladen von mit Sprengstoff festen Aggregatzustandes gefuellten Geschossen und dergleichen Umhuellungen - Google Patents

Vorrichtung zum Entladen von mit Sprengstoff festen Aggregatzustandes gefuellten Geschossen und dergleichen Umhuellungen

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DE338420C
DE338420C DE1918338420D DE338420DA DE338420C DE 338420 C DE338420 C DE 338420C DE 1918338420 D DE1918338420 D DE 1918338420D DE 338420D A DE338420D A DE 338420DA DE 338420 C DE338420 C DE 338420C
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CARBONIT AG
GEORG SCHMIDT DR
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CARBONIT AG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B33/00Manufacture of ammunition; Dismantling of ammunition; Apparatus therefor
    • F42B33/06Dismantling fuzes, cartridges, projectiles, missiles, rockets or bombs
    • F42B33/062Dismantling fuzes, cartridges, projectiles, missiles, rockets or bombs by high-pressure water jet means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft das Entladen von Geschossen usw. in der Weise, daß heißes Wasser von etwa 90 bis 95° C mit 2 bis 4 Atm. Druck mittels einer Düse in das mit dem Fülloch nach unten stehende Geschoß eingespritzt wird. Durch die hohe Temperatur des Wassers und die mechanische (erodierende) Wirkung des Wasserstrahles, wird das Geschoß in kurzer Zeit entleert und so vollkommen sauber ausgespült, daß ein nochmaliges Ausdampfen überflüssig ist. Das Neue besteht darin, daß das ablaufende heiße . Wasser mit den geschmolzenen oder schwebenden Nitrokörpern (z. B. Trinitrotoluol) durch einen mit Scheidewänden versehenen Absetzkasten geführt wird, worin sich die schweren Nitrokörper abscheiden, während das heiße Wasser in ein Sammelbecken läuft, aus welchem es durch eine Pumpe angesaugt und von neuem wieder in die Düsen zur Entleerung des nächsten Geschosses eingespritzt wird. Da das Wasser nach dem Ausschmelzen noch etwa 8o° heiß ist, so braucht es in dem Sammelbecken nur wieder auf 90 bis 95 ° erwärmt zu werden, so daß der Wärmeverbrauch ein äußerst geringer ist. Der Nitrokörper wird aus dem Absetzkasten ständig abgezogen und entfernt, so daß keine gefährliche Anhäufung stattfindet. Eine Entzündung des Sprengstoffes ist ausgeschlossen, da er immer unter Wasser steht. Vor allem wird ein in den Geschossen enthaltener Rauchentwickler völlig gefahrlos entfernt, da er feucht bleibt und auf einem vorgeschalteten Sieb aufgefangen und weggenommen werden kann.
Ist das Geschoß nicht mit einem reinen Nitrokörper, sondern mit einem Gemisch desselben mit Ammonsalpeter oder anderen wasserlöslichen Körpern oder auch mit Ammonal gefüllt, so erfolgt das Ausschmelzen durch heißes Wasser auf die gleiche Weise, und es wird die entstehende Lauge durch die Kreiselpumpe den Düsen so lange zugeführt, bis sie die Sättigung erhält, die zur Gewinnung des gelösten Stoffes, z. B. des Aminonsalpeters, durch Eindampfen geeignet ist. Es findet also bei dem Entladen zugleich in einem Arbeitsgange eine Trennung der Bestandteile der Ladung statt. Hat die Lauge die gewünschte Sättigung erreicht, so wird sie abgestoßen und der Vorgang beginnt mit frischem heißen Wasser von neuem. Infolge der leichten Löslichkeit von Ammonsalpeter in heißem Wasser erfolgt das Entladen in außerordentlich kurzer Zeit.
Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist der, daß auf derselben Vorrichtung jedes beliebige Geschoß von verschiedener Größe und mit jedem Fülloch ohne weiteres entleert werden kann.
Eine Ausführungsform der zur Anwendung des Verfahrens dienenden Vorrichtung ist auf der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι bis 3 sind Seitenansicht, Schnitt und Draufsicht einer Düsenanordnung; Fig. 4
zeigt die Düse in vergrößertem Maßstabe mit einer 'Granate, Fig. 5 dieselbe Düse in Verwendung bei einer Abwurf bombe; Fig. 6 und 7 zeigen im Aufriß und Grundriß eine Darstellung der Gesamtanlage.
Ein Rost I, ζ. B. aus Schmiedeeisen, ist in ein Gestell 2 eingebaut. Unter den Rost ist eine Rohrleitung 3 geführt, welche in einzelne Rostöffnungen mit leicht auswechselbaren Düsen 4 ausläuft. Die Düsen sind, je nach Form und Größe der zu entladenden Geschosse, in ihrer Anordnung, Größe und Form der Öffnungen diesen Verschiedenheiten angepaßt. Jede Düse ist durch einen Absperrhahn 5 nach Belieben in und außer Betrieb zu setzen. Ein Schutztrichter 6, welcher je nach Größe und Form der Geschosse gestaltet ist, verhütet Verluste an Umwälzwasser, ermöglicht ein gutes Aufsetzen der Geschosse und ein sicheres. Ableiten der gemischten Umwälzwasser in eine Rücklaufrinne 7. Über dem Rost ist das Gestell verlängert; mittels Rundstäbe 8, welche in den entsprechenden Löchern des obersten Rahmens beliebig ver- *5 stellt werden können, werden die Geschosse in der Kopfstellung auf dem Rost gehalten. α ist die Düsenanordnung mit beiderseitigen Bedienungsbühnen, b ein Absetzkasten zum Ausscheiden der Nitrokörper, c der Sammelkasten, d die Umwälzpumpe.
Der Arbeitsvorgang ist folgender: Der Sammelkasten c wird mit Frischwasser voll gefüllt. Mit der Dampfschlange c2 wird j das Wasser auf 90 bis 95° C erwärmt; dann j wird die Umwälzpumpe d in Betrieb gesetzt, der Hahn cs geöffnet und so das heiße Wasser aus c durch die Leitung e nach den Düsen und in die auf denselben aufgesetzten Geschosse gedrückt. Das mit Sprengstoffen aus den Geschossen rückkehrende Wasser fällt in die Rüeklaufrinne f und wird durch sie in den Absetzka&ten b geleitet. Dieser Absetzkasten ist doppelwandig, also heizbar. Er ist während des Betriebes nur wenig geheizt und dient dazu, die Nitrokörper, welche schwerer sind als das Wasser, hier zurückzuhalten, während das Wasser durch das Überlaufrohr ¥ nach dem Sammelbecken c wieder zurückkehrt und von da den Kreislauf von neuem beginnt.
Die Wärmemenge, welche das Umwälz- j
wasser auf seinem Wege vom Sammelkasten bis zum Absetzkasten verliert, wird ihm wieder im Absetzkasten b und durch die Heizschlange c2 im Sammelkasten c zugeführt, so daß es beständig vor den Düsen 90 bis 95° C behält.
Der Absetzkasten b hat am Boden heizbare Hähne, mittels derer man die sich im Kasten absetzenden Nitrokörper von Zeit zu Zeit abzapfen und in Gefäße b3 beliebig ableiten kann.
Der Sammelkasten hat einen Ablaufhahn ci; durch den man beim Entleeren von Geschossen mit Ammonsalpetennischungen oder anderen leicht- schmelzbaren Mischungen die Lauge von Zeit zu Zeit abzapfen kann.
Außer der größten Sicherheit gegen Brand und Explosionsgefahr bietet demnach noch die Erfindung große technische Fortschritte durch den geringen Wärmeverbrauch, die allgemeine Anwendung auf alle Arten von Geschossen und durch -die gleichzeitige Trennung der Bestandteile bei vorhandenen Sprengstoffgemischen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Entladen von mit Sprengstoff festen Aggregatzustandes gefüllten Geschossen und dergleichen Umhüllungen mittels heißen Wassers, dadurch gekennzeichnet, daß das heiße Wasser im Kreislauf zugeführt wird, wobei zwecks Trennung von wasserlöslichen und wasserunlöslichen Bestandteilen des Ladungsgemisches die unlöslichen Körper in 'einen Absetzkasten ständig abgeschieden und die die Ladung bildenden Komponenten während des ganzen Arbeitsganges unter Wasser gehalten werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Pumpe (d) und Düsen (4) so angeordnet sind, daß das Wasser aus dem Sammelbecken nach den Düsen und durch diese in das- oberhalb jeder "Düse angeordnete Geschoß gelangt, während für den Rücklauf des die Komponenten der Ladung in gelöstem oder schwebendem Zustande mitnehmenden Wassers unterhalb des Geschoßträgers eine Rücklaufrinne (/) vorgesehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Rücklaufrinne (f) und Sammelbecken (c) ein Absetzkasten (&) und ein Überlaufrohr (&1) für die sinkenden schweren Bestandteile und für das die wasserlöslichen Körper enthaltende Rücklaufwasser angeordnet sind.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE1918338420D 1918-10-29 1918-10-29 Vorrichtung zum Entladen von mit Sprengstoff festen Aggregatzustandes gefuellten Geschossen und dergleichen Umhuellungen Expired DE338420C (de)

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DE338420C true DE338420C (de) 1921-06-17

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ID=33459927

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DE1918338420D Expired DE338420C (de) 1918-10-29 1918-10-29 Vorrichtung zum Entladen von mit Sprengstoff festen Aggregatzustandes gefuellten Geschossen und dergleichen Umhuellungen

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GB (1) GB139207A (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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GB139207A (en) 1920-05-13
FR508748A (fr) 1920-10-21

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