DE338475C - Verfahren zur Herstellung geschmeidiger Lacke aus Celluloseestern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung geschmeidiger Lacke aus CelluloseesternInfo
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- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
- Verfahren zur Herstellung geschmeidiger Lacke aus Celluloseestern. Es ist bekannt, daß man Lacken, deren Grundsubstanz eine Lösung von Celluloseester, wie Nitrocellulose oder Acetylcellulose, ist, geschmeidiamachende Mittel zusetzen muß. Als ein solches wird allgemein Rizinusöl empfohlen. Es war nun vorauszusehen, daß man Rizinusöl durch andere nicht trocknende Öle würde ersetzen können, und diese Voraussetzung hat sich im allgemeinen bestätigt.
- Versuche haben nun ergeben, daß die Wirkung des geschmeidigmachenden Mittels noch stark übertroffen wird, wenn. man statt eines Glycerides die mit Glykol veresterte Fettsäure verwendet. 'Diese Glykolester sind nicht mir leichter löslich als! die ursprünglichen Triglyceride, sondern besitzen auch niedrigere Schmelzpunkte, so daß die damit hergestellten Lacke kältebeständiger sind als die mit Hilfe von natürlichen Ölen gewonnenen und daher weniger leicht brüchig werden.
- In der Literatur sind bisher einige Fälle bekannt, in denen Glykole bzw. ihre organischen Ester als Lösungsmittel für Nitrocellulose angewendet werden, und zwar in der amerikanischen Patentschrift 108q.702 und im Journ. of the Society of chemical Industry 1904, Seite 295, Spalte 2, Zeile 3o bis 32. Es werden jedoch dieselben als Lösungsmittel für Nitrocellulose angeführt, nicht aber als geschmeidigrnachende Mittel. Der Unterschied zwischen beiden ist der, daß das Lösungsmittel beim Trocknen des Lackes herausverdampft, während das geschmeidigmachende Mittel im Lack verbleibt und gerade dadurch die geschmeidigmachende Wirkung hervorruft. Glykol an sich kommt als geschmeidigmachendes Mittel nicht in Frage, da es einen viel zu niedrigen Siedepunkt hat, um auf die Dauer bei der Einwirkung der Luft auf den Lack in diesem zu verbleiben. In der oben angeführten amerikanischen Patentschrift ist als Lösungsmittel Alkylendiacetat angeführt, worunter u. a. auch Glykoldiacetat verstanden werden kann. Dem Glykoldiacetat kommt in der Tat. auch eine gewisse geächmeidigmachende Wirkung zu, es wird aber aus verschiedenen Gründen von den Glykolestern der Fettsäuren nicht trocknender Öle bei weitem übertroffen.
- i. Das Glykoldiacetat ist wasserlöslich, d. h. bei Behandlung mit Wasser wird es aus dein Lack herausgewaschen, und der Lack wird daher wasserempfindlich.
- 2. Das Glykoldiacetat unterscheidet sich dadurch sehr wesentlich von den andern nicht trocknenden Fettsäuren, daß es zwar dem Lack eine gewisse Dehnbarkeit, nicht aber eine Festigkeit verleiht, so daß die damit hergestellten Lacke bei weitem nicht die Reißfestigkeit haben,.wie die mit den Glykolestern nicht trocknender Fettsäuren hergestellten.
- Zu dem im folgenden angeführten Beispiel wurde der Glykolester der Rübölfettsäure verwendet. Die Herstellung dieses Esters geschieht dadurch, daß die Rübölfettsäure mit dem Glykol mit oder ohne Zusatz einer Kontaktsubstanz, als welche z. B. »Twitchell-Reaktiv« verwendet werden kann, mehrere Stunden bei 15o° erhitzt wird, bei welchem Prozeß der Säuregehalt allmählich von jedem Prozentgehalt bis auf etwa 3 Prozent auf Ölsäure berechnet zurückgeht. Dieser Glykolester hatseine Verseifungszahl von etwa 167, eine Viskosität bei 2o° von 6,74° E, bei io° von ib;@q.° E. Er unterscheidet sich also wesentlich von dem ursprünglichen Rüböl. Es kann aber auch mit demselben Erfolge Tranfettsäureglykolester verwendet werden, welcher auf gleiche Weise hergestellt wird.
ergaben einen hochgeschmeidigen, kältebeständigen Lack.Beisp-iel. i o Teile Nitrocellulose, 15 - Rübölfettsäureglykolester, 20 - Amylacetat, 30 - Alkohol, 25 - Aceton - Die zu diesem Beispiel verwendete Nitrocellulose stellt eine Wolle von i i Prozent Stickstoffgehalt dar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung geschmeidiger Lacke aus Celluloseestern, dadurch gekennzeichnet, daß man Celluloseesterlösung mit Glykolestern der Fettsäuren nicht trocknender Öle als geschmeidigmachenden Mitteln versetzt, oder daß man geeignete Gemische von Celluloseestern und Glykolestern der Fettsäuren nicht trocknender öle löst. "
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE338475T | 1918-04-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE338475C true DE338475C (de) | 1921-06-20 |
Family
ID=6222601
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1918338475D Expired DE338475C (de) | 1918-04-09 | 1918-04-09 | Verfahren zur Herstellung geschmeidiger Lacke aus Celluloseestern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE338475C (de) |
-
1918
- 1918-04-09 DE DE1918338475D patent/DE338475C/de not_active Expired
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