DE33885A - Arbeiterkontrolapparat - Google Patents
ArbeiterkontrolapparatInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
RICHARD BÜRK,
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. Mai 1885 ab.
Bei der Controle mit diesem Apparat werden Wochen- (oder andere Zeitdauer-) Billete,
Fig. 5, benutzt, die durch Linien in Tage, Stunden und Stundentheile derart eingetheilt
sind, dafs die Länge des Billets einen Arbeitstag vorstellt und die gewünschte Anzahl von
Tagen durch horizontale Linien abgetheilt ist. Solche Billete werden den einzelnen Arbeitern
zugetheilt, nachdem auf der Rückseite Nummer oder Name vermerkt ist. Der Apparat bewirkt
die Auftragung des Controlzeichens (Loch, Buchstabe, Zahl u. dergl.) auf der der jeweiligen
Tageszeit, entsprechenden Stelle.
Der Apparat bildet einen auf einem verschliefsbaren Kasten angebrachten Billeteinwurf,
der mit zwei neben einander gelagerten Trommeln α und b versehen ist, durch deren Umdrehung
das Billet beim Einstecken in die Spalte c eingezogen und in den Kasten geführt
wird, wobei es gleichzeitig das Controlzeichen aufgedrückt erhält. Die Umdrehung
der Trommeln α und b wird bewirkt durch Abwärtsdrücken . des Knaufes d, der mit dem
Ra-isegment e verbunden ist, dessen Eingriff in das Trieb f dieses und mit ihm die Räder
g und h in Bewegung versetzt. Während nun die Trommel b fest mit dem Rad g verbunden
ist, ist die Trommel α mit dem Rad h durch ein Uhrwerk verbunden, das in ihrem
Innern angebracht ist und die Trommel in genau 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse dreht. Diese Trommel α trägt die
eigentliche Markirvorrichtung i, die aus einer Anzahl (z. B. für Wochenbillete 7) neben einander
gereihter Tampons I1I2P etc. besteht,
wovon abwechselungsweise täglich je einer über die Oberfläche der Trommel hervorragt und
beim Umdrehen der Trommeln und gleichzeitigem Durchgang des Billets diesem das Controlzeichen aufdrückt. Da in der Ruhe
durch Druck der Feder k die sämmtlichen Apparattheile in der gleichen Lage gehalten
werden, mit alleiniger Ausnahme der Trommel a, so mufs die von letzterer getragene
Markirvorrichtung i sich in demselben Verhältnifs, wie sich die Trommel α durch das Uhrwerk
dreht, vom Billetanfang bei / entfernen, d. h. das Controlzeichen wird in der Zeiteintheilung
des Billets genau die Stelle einnehmen, welche der Tageszeit entspricht. Die graphische
Länge einer Stunde auf dem Billet entspricht dem 24. Theil des Trommelumfanges.
Das täglich abwechselungsweise Hervortreten je eines anderen Tampons geschieht dadurch,
dafs deren nach innen gekehrte Enden auf der Welle m stehen, welche in schraubenförmiger
Anordnung mit Nasen versehen ist, die nach einander bei der Umdrehung des (sogen. Maltheser-)
Kreuzes η — wenn dasselbe um Mitternacht über den auf dem Rad h sitzenden
Finger 0 passirt — unter die Tampons treten.
Das Uhrwerk wird mit einem Schlüssel am Zapfen ρ aufgezogen. Zur Beobachtung des
richtigen Ganges der Uhr ist ein feststehender Zeiger q angebracht, der auf die Zeiteintheilung
der Trommel α zeigt. Richtig gestellt · kann
Claims (1)
- die Trommel nöthigenfalls werden nach Oeffnung der Klemmvorrichtung, welche das Rad Ii mit seiner Achse verbindet, und durch Umdrehen der Trommel so weit, bis die richtige Zeit unter dem Zeiger erscheint.Der Apparat erhält seine bleibende Aufstellung am Eingang in die Arbeitsräume..Die Arbeiter haben beim Passiren ihre Billete in die Spalte c zu stecken und durch gleichzeitiges Abwärtsdrücken des Knaufes d dieselben in den Kasten zu befördern, wobei sie gleichzeitig, wie oben beschrieben, das Controlzeichen aufgedrückt erhalten, wenn der Tampon beim Umdrehen der Trommeln die Billete bei / gegen die Trommel b prefst.Nachdem die Billete derart in den verschlossenen Kasten befördert sind, werden sie durch einen Angestellten zur Weiterbenutzung direct an die Arbeiter vertheilt oder in ein mit numerirten Fächern versehenes Gestell gesteckt, das in der Nähe des Apparates für die" Arbeiter zugänglich angebracht ist.Um bei grofsen Arbeiterzahlen ein rasches Sortiren der Billete zu erleichtern, werden dieselben in zehn Farben hergestellt, wovon immer ein und dieselbe für die gleichen Zehner verwendet wird (z. B. No. ι bis io roth, No. μ bis 20 blau, No. 21 bis 30 grün etc., No. 101 bis ι 10 roth, No. 11 1 bis 120 blau, No. 121 bis 130 grün etc.).Aufser zu Nummer und Name kann die Rückseite der Billete auch zu allen wünschenswerthen Vermerken, z. B. als förmliche Lohnzettel, benutzt werden.Pa τ ε ν τ -A-n s ρ RU c η·.:Ein Arbeitercontrolapparat, gebildet aus einem Gehäuse, in welchem sich die Trommel b und die mit Uhrwerk r versehene Trommel α befindet, die beide durch Niederdrücken des mit Schlitz c versehenen Knaufes d mittelst Räder g und h in Umdrehung versetzt werden, wobei dem in den Spalt eingesteckten, mit Stunden- und Tagestheilung versehenen Billet ein durch den mittelst Uhrwerkes r, Maltheserkreuzes η und Ansätze S1S2S3 verrückbaren Tampons m gebildetes Zeichen aufgedrückt wird, das auf derjenigen Stelle des Billets erscheint, die der jeweiligen Tageszeit entspricht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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