DE339613C - Verfahren zur Darstellung von Gerbsaeureverbindungen der Digitalisglykoside - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Gerbsaeureverbindungen der Digitalisglykoside

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DE339613C
DE339613C DE1915339613D DE339613DD DE339613C DE 339613 C DE339613 C DE 339613C DE 1915339613 D DE1915339613 D DE 1915339613D DE 339613D D DE339613D D DE 339613DD DE 339613 C DE339613 C DE 339613C
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    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G3/00Glycosides

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Gerbsäureverbindungen der Digitalisglykoside. Gottlieb und Tambach (Münch. med. Wochensclhr. zgii, Nr. _) haben gezeigt, daß die wirksamen Stoffe der Digitalis in dieser Droge in Form von Digitoglykotannoiden enthalten sind. Die von ihnen isolierten Verbindungen sind in Wasser und verdünnten Säuren fast unlöslich, in Alkohol und Alkalien aber leicht löslich.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich diese Digitoglykotännoide auch aus ihren Bestandteilen aufbauen lassen. Ferner wurde gefunden, daß sich auch Verbindungen von beliebig anderen Verhältnissen zwischen den Gerbsäureverbindungen und den wirksamen Glykosiden darstellen lassen.
  • Hierdurch ist man unabhängig von dem in der Droge je nach Standort, Jahrgang usw. sehr wechselnden Gehalt an wirksamen Stoffen und ist in der Lage, der Therapie chemisch stets gleichartige Präparate zu liefern.
  • Durch ihre Schwerlöslichkeit in verdünnten Säuren schonen die Präparate den Magen; durch ihre Leichtlöslichkeit in Alkalien werden sie vom Darm aus leicht resorbiert. Außerdem sind sie durch ihre Löslichkeit auch in sehr verdünnten Alkalien für Injektionszwecke ganz hervorragend geeignet.
  • Es ist zwar schon bekannt, daB die Digitalisglykoside mit Gerbsäure, gemeint ist damit die Gallusgerbsäure des D. A. B., gefällt werden. Das gerbsaure Digitalin wird (vgl. Schmidt, Pharm. Chemie 5. Aufl., 1I, 2 [19z1], S. 1878, Zeile 7 von unten) als pechartige Masse beschrieben, nähere Angaben über Eigenschaften werden aber nicht gegeben. Das letztere gilt auch von dem Digitoxintannat (vgl. Hager, Pharm. Praxis I [190o1, S. 1o28, 1o29, 1o33). Nur, ebenda auf S. 1035, Zeile 22 von unten, wird angegeben, daß das Digitalintannat unlöslich in Watser ist.
  • Die nach diesen Literaturstellen dargestellten Glykosidtannate unterscheiden sich von den nach dem vorliegenden Verfahren dargestellten Digitoglykotannoiden wesentlich. Während erstere in verdünnten Alkalien nur teilweise löslich sind und die Lösungen beim Erhitzen sich trüben, sind die nach vorliegendem Verfahren dargestellten Digitoglykotannoide in Alkalien leicht löslich, und die Lösungen bleiben auch beim Sterilisieren blank.
  • Diese Digitoglykotannoide stellen, soweit bei solchen amorphen Körpern davon gesprochen werden kann, einheitliche chemische Verbindungen dar, jedenfalls keine Gemenge, da sie z. B. aus ihren alkalischen Lösungen durch Säuren unverändert wieder abgeschieden werden. Beispiel i. Eine alkalisch wäßrige Lösung der in der Digitalis natürlich vorkommenden Digitannoide wird mit Chloroform, welchem etwas Alkohol, Methylalkohol oder ähnlich wirkende Lösungsmittel zugesetzt wurde, erschöpft und das Lösungsmittel abdestilliert. =oo g des -so erhaltenen Glykosidgemisches wird in 50o ccm Alkohol gelöst. Diese Lösung wird mit einer alkoholischen Lösung von Sao g der auf bekannte Weise aus der Digitalis isolierten Gerbsäureverbindungen behandelt und durch Einengen zur Trockne gebracht. Der gepulverte und gesiebte Rückstand ist ein graubraunes Pulver, das in Wasser und verdünnten Säuren unlöslich, in Alkohol löslich,- in Alkalieiä:leicht löslich ist.
  • 1= Beispiel 2.
  • ioo g sogenanntes Analysendigitoxin, d. h. die Gesamtheit der chloroforrrilöslichen Digitalisglykoside, werden in 500 ccm Alkohol gelöst; im übrigen wie im Beispiel r behandelt. Man erhält ein graubraunes' Pulver, das in Wasser und verdünnten Säuren fast unlöslich, löslich in Alkohol, leicht löslich in Alkalien ist. Es enthält 25 Prozent Analysen-Digitoxin. ...- .,. B e i s.p i .e, l 3.
  • ioo g Digitoxin werden in 5oo ccm Alkohol gelöst und mit = einer alkoholischen Lösung von 300 g der Digitalisgerbsäuren behandelt, zur Trockne gebracht, -gepulvert und gesiebt. Man erhält ein graubraunes Pulver, das in Wasser und verdünnten Säuren fast unlöslich, löslich in Alkohol, leicht löslich in Alkalien ist.
  • Beispiel q..
  • aoo g Gitalin (d. h. der wasserlösliche Anteil der Digitalisglykoside) -werden in 5co ccm Alkohol gelöst und mit einer alkoholischen Lösung von 300 g der Digitalisgerbsäuren behandelt und zur Trockne gebracht. Der Rückstand wird gepulvert und gesiebt. Er ist ein graubraunes Pulver, das in Wasser und verdünnten Säuren unlöslich, in Alkohol löslich, in Alkalien leicht löslich ist.
  • Es können in vorstehenden Beispielen auch beliebige Gemische der auf bekannte Weise isolierten wirksamen Glykoside und der Digitalisgerbsäuren verwendet werden.
  • Man kann auf diese Weise absolut chemisch gleichartige Präparate herstellen, da ihre Zusammensetzung genau bekannt ist, wodurch die therapeutischen Maßnahmen an Sicherheit und Zuverlässigkeit gewinnen. Ferner ist man im Stande, durch die Eigenschaft dieser Präparate, auch in sehr verdünnten Alkalien leicht löslich zu sein, Lösungen z. B. für intravenöse Injektionen von solch hohen Konzentrationen herzustellen, wie sie sich bisher mit keinem anderen Präparate mit Ausnahme der natürlichen Digitannoide herstellen ließen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH; Verfahren zur Darstellung von Gerbsäureverbindungen der Digitalisglykoside, dadurch gekennzeichnet, daß Lösungen der Digitalisgerbsäuren mit Digitalisglykosiden oder deren Lösungen, sowohl in dem Verhältnisse, in dem sie in der Droge enthalten sind, als auch in beliebigen anderen Verhältnissen, behandelt werden.
DE1915339613D 1915-07-13 1915-07-13 Verfahren zur Darstellung von Gerbsaeureverbindungen der Digitalisglykoside Expired DE339613C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US8801918B2 (en) 2004-05-17 2014-08-12 Medtronic, Inc. Point of care heparin determination system

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US8801918B2 (en) 2004-05-17 2014-08-12 Medtronic, Inc. Point of care heparin determination system

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