DE339833C - Anlassvorrichtung fuer Elektromotoren - Google Patents

Anlassvorrichtung fuer Elektromotoren

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DE339833C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/02Details of starting control
    • H02P1/022Security devices, e.g. correct phase sequencing
    • H02P1/025Protection against starting if starting resistor is not at zero position

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Security & Cryptography (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

  • Anlaßvorrichtung xfür Elektromotoren. Die Erfindung betrifft eine Anla.ßvorrichtung für Elektromotoren, insbesondere für Druckereimaschinen, und zwar derjenigen bekannten Gattung, bei welcher der Schalthebel nach Loslassen während des Anlassens sich unter der Wirkung einer Feder zurückbewegt und Kontakte öffnet oder schließt, durch die der Hauptschalter in dem Motorstromkreis geöffnet wird; der Hauptschalter kann dann nur wieder geschlossen werden, wenn der Schalthebel in seine erste Anlaßstellung zurückgeführt worden ist. Bei den bekannten Anlassern, wie sie z. B. für Druckereimaschinen üblich sind, wird in der Regel der Schalthebel mit seinen Kontakten durch die Feder über die ganze Einschaltbahn zurückbewegt, um schließlich den Motor abzuschalten. Dann kann aber die Reibung der Kontakte das angestrebte Endergebnis gefährden.
  • Es sind auch Anlasser bekannt, bei denen eine freie Fahrkurbel gewöhnlich durch Federn in der Mittelstellung gehalten und beim Drehen des Anlassers vorwärts gestoßen wird. In der ersten Anlaßstellung wird ein Stromkreis geschlossen, der den Hauptschalter einrückt und geschlossen hält, solange die Fahrkurbel vorwärts geführt wird; beim Loslassen des Handgriffes aber wird der Hauptschalter geöffnet, entweder indem man durch die lose Fahrkurbel unter Mitwirkung eines Zeitschalters einen Stromkreis herstellt oder unterbricht. Dieser Zeitschalter hat den Zweck, eine absichtlich herbeigeführte Umkehrbewegung der Fahrkurbel zu ermöglichen, ohne den Stromkreis zu unterbrechen. Eine derartige Einrichtung ist für Druckereimaschinen, bei denen es darauf ankommt, durch kleine Bewegungen die Einzelteile in genaue Übereinstimmung für den Druck zu bringen und den Motor fortgesetzt schnell in Gang zu bringen und ebensoschnell anzuhalten, nicht geeignet, selbst wenn der Zeitschalter fortgelassen wird. Bei der Anordnung gemäß der Erfindung ist deshalb eine Einrichtung getroffen, durch die beim Schließen des Hauptschalters ein Hilfsschalter eingerückt wird, der selbsttätig in den Erregerstromkreis des. den Hauptschalter schließenden Elektromagneten einen Sparwiderstand einschaltet, - der den Erregerstromkreis derart schwächt, daß der Hauptschalter zwar geschlossen bleibt, wenn ordnungsmäßig weitergeschaltet wird, sich aber sofort öffnet, wenn der Strom aus irgendeinem Grunde versagt oder wenn der Anlaßhebel um ein geringes Maß zurückbewegt oder während des-Anlassens losgelassen wird. Diese Anordnung tritt augenblicklich und sicher in Tätigkeit.
  • Die Verwendung eines Sparwiderstandes bei Schaltern ist an sich bekannt, aber nicht in der hier vorgeschlagenen Weise, nämlich die selbsttätige Einschaltung des Widerstandes beim Schließen des Schalters und die Anwendung bei einem Anlaßschalter derart, daß der Motor augenblicklich durch Rückwärtsbewegung eines Hebels angehalten wird.
  • Ferner ist gemäß der Erfindung die Einrichtung getroffen, daß, wenn der Schalthebel die Endstellung erreicht hat, der Hebel losgelassen werden kann, ohne daß der Hauptstromkreis unterbrochen wird. Am Schlusse der Kontaktbahn ist nämlich ein besonderes Kontaktsegment vorgesehen, durch das der Erregerstrom der Einschaltspule über den Sparwiderstand geschlossen gehalten wird, auch wenn der Schalthebel losgelassen wird. Der Motor wird dann nur bei der Rückwärtsbewegung des Schalthebels abgeschaltet.
  • In der Zeichnung ist mit 1 die isolierende Grundplatte eines gewöhnlichen Regulierwiderstandes bezeichnet, dessen Widerstand 2 durch Zweigleitungen mit einer Reihe von Kontakten 3 verbunden ist. Der Hauptstromkreis ist mit dem Regulierwiderstand durch einen Schalter 4 hindurch mittels der Klemmen 5, 6 verbunden; der Motor 7 ist an die Klemmen 8, g angeschaltet. Die eine Hauptstromleitung enthält eine im Hauptstrom liegende Überlastungsauslösespule lo und einen selbsttätigen Hauptschalter, dessen Kontakte mit 11, 12, 13 bezeichnet sind.
  • Die magnetische Funkenlöschspule dieses Schalters ist bei 14 angedeutet.
  • Der Schaltarm 15 der Anlaßvorrichtung ist bei 16 drehbar gelagert und trägt zwei Bürsten, nämlich eine Bürste, die über die Widerstandskontakte 3 läuft, und eine Bürste 17, die auf der Kontaktbahn 18 gleitet.
  • Der Arbeitsstrom fließt bei geschlossenen Schaltern vom Pluspol des Hauptstromkreises durch die Spule lo, den selbsttätigen Hauptschalter 11, 12, 13 zum Motor 7 und von da durch den Widerstand 2, den Kontaktarm 15 und das Kontaktsegment 18 zurück zum Minuspol des Hauptstromkreises.
  • Auf der Grundplatte 1 ist nun ein seb°'mentförmiger Kontakt ig vorgesehen und durch einen Sparwiderstand 2o mit der Einschaltspule 21 des selbsttätigen Hauptschalters 11, 12, 13 verbunden. Der Stromkreis der Spule 21 wird gewöhnlich durch eine Kontaktbrücke 22, geschlossen, die am Kern der Überlastungsauslösespule lo sitzt. Ein kurzes Kontaktstück 23 am Anfange der Kontaktbahn ig ist mit einem Sparschalter 25 an der Einschaltspule 21 und ein kurzes Kontaktstück 24 am Ende der Kontaktbahn ig einerseits über die Klemme 26 mit der Feldwicklung 27 des Motors 7 und anderseits mit der Kontaktbahn 18 verbunden. Ein an dem Kontaktarm 15, von diesem aber isoliert befestigter Kontakt 28 schleift über die Kontakte 23, 19, 24. Wenn der Kontaktarm auf dem ersten Widerstandskontakt aufliegt, überbrückt der isolierte Kontakt 28 die Kontakte 23 und ig und ebenso auf dem letzten Widerstandskontakt die Kontakte 24 und 19. Der Sparschalter 25 wird, solange Hauptschalter Ir, 12, 13 geöffnet ist, durch eine Feder geschlossen gehalten, so daß der Widerstand 2o in den Nebenschluß gelegt wird. Wenn in dieser Stellung der Schalter 4 geschlossen und der Anlaßhebel 29 mit seinem Knopf 31 in Richtung des Anlassens gedrückt und in die erste Anlaßstellung gebracht wird, wird die Spannungsspule 21 erregt über .4, 5, 10, 22, 21, 25, 23, 28, 29, 15, 17, 18, 6, schließt den selbsttätigen Hauptschalter 11, 12, 13 und stellt so den Motorstromkreis her. Das Schließen des Hauptschalters jedoch öffnet den Sparschalter 25, wodurch der Widerstand 2o in den Erregerstromkreis der Einschaltspule 21 geschaltet wird. Dieses Öffnen des Sparschalters verringert den durch die Spule 21 fließenden Strom auf einen Wert, welcher ausreicht, daß der Schalter geschlossen gehalten wird, und verhindert ferner, daß die Spule 21 verbrennen kann, gleichgültig, wie lange der Kontaktarm 15 auf dem ersten Widerstandskontakt bleibt.
  • Der Schalthebel 29 ist gleichfalls bei 16 drehbar gelagert und mit einer rechteckigen Öffnung 30 sowie mit einem Knopf 31 versehen. Der Kontakt 28, der isoliert auf dem Kontaktarm 15 befestigt ist, ragt in die Öffnung 3o hinein, und der Schalthebel 29 trägt einen nicht veranschaulichten, in einen Schlitz des Kontaktarmes 15 eingreifenden Stift, so daß der Schalthebel sich um einen kleinen Winkel gegen den Kontaktarm bewegen kann, bevor der isolierte Kontakt 28 erfaßt und dadurch über den Schalthebel 29 mit dem Kontaktarm 15 elektrisch verbunden wird. Wenn der Schalthebel im Sinne des Uhrzeigers gedreht wird, erfaßt er den Kontakt 28 und bewegt bei seiner Weiterbewegung den Kontaktarm 15 über die Widerstandskontakte. Die Spule 21_ des selbsttätigen Hauptschalters kann erst dann erregt werden, wenn der Schalthebel 2g sich an den isolierten Kontakt 28 anlegt. Wenn der Schalthebel 29 weiterbewegt wird, gleitet der Kontakt 28 über den Segmentkontakt ig und hält so die Einschaltspule 21 über den Sparwiderstand 2o erregt und den selbsttätigen Hauptschalter geschlossen. Wenn. der Schalthebel jedoch losgelassen wird, drückt eine Feder 32, welche einerseits auf einem Auge 33 des Kontaktarmes 15, anderseits auf dem Schalthebel 29 aufliegt, diesen vom Kontakt 28 weg, wodurch die Erregung der Spule 21 aufgehoben und der Hauptstromkreis bei 11, 12, 13 geöffnet wird. Der Stromkreis kann nicht wieder geschlossen werden, weil der Widerstand 2o nicht genug Strom hindurchläßt, bis der Kontaktarm in die Anfangsstellung zurückgebracht, sämtliche Anlaßwiderstäride in den Hauptstromkreis wieder eingeschaltet sind und der Schalthebel wieder vorbewegt wird, um den Kontakt 28 zu erfassen. Dann schließt sich der selbsttätige Hauptschalter und der Sparschalter 25 öffnet sich.
  • Der selbsttätige Hauptschalter wirkt als Nullspannungsausschalter sowohl während des Anlassens als auch während des Laufes der Motoren. Außerdem spricht der Kern der Spule io auf jede übermäßige Überlastung an und schaltet den selbsttätigen Hauptschalter durch Öffnen des Stromes der Spule ai bei 22 aus.
  • Ein zweiter gleichartiger selbsttätig gesteuerter Hauptschalter kann in der Druckleitung des Hauptstromkreises angeordnet werden.
  • Die Unterbrechung des Hauptstromkreises findet also immer an den Kontakten 11, 12, 13 des selbsttätigen Hauptschalters statt. Dieser kann wirksam gegen die Gefahren des Ausschaltfunkens geschützt werden. Wenn der Kontaktarm 15 von einem Kontakt 3 zum nächsten Kontakt vorrückt, entsteht ein kleiner Funke. Dieser tritt jedoch an dem federbelasteten, drebaren Kontakt 34 auf, welcher an dem Kontaktarm sitzt. Der Kontakt 34 erfaßt eine Reihe kleiner, auf den Kontakten 3 gelagerter Kohlewalzen 35, infolgedessen kann keinerlei Funkenbildung an den Kontakten 3 auftreten.
  • Wenn die letzte Anlaßstellung erreicht ist und dadurch alle Widerstände des Motorstromkreises ausgeschaltet sind, kann der Schalthebel 9,9 losgelassen werden, ohne daß der Hauptschalter il, 12, 13 geöffnet wird. Dies wird durch die Anordnung des Kontaktes 2.1 hinter der Kontaktbahn ig erreicht. Dieser Kontakt 24 ist unmittelbar mit dem Segment 18 verbunden, und die Lücke zwischen ihm und der Kontaktbahn i9 wird in der letzten Anlaßstellung durch den Kontakt 28 überbrückt, so daß beim Loslassen des Schalthebels in dieser Stellung eine Unterbrechung des über den Sparwiderstand 2o geschlossenen Erregerstromkreises der Einschaltspule 21 nicht mehr stattfindet. Sobald aber der Schalthebel 29 durch Rückwärtsbewegen den Kontakt 28 über die Lücken zwischen Kontakt 24 und Kontaktbahn ig geführt hat, ist der Erregerstromkreis der Einschaltspule 2i unterbrochen und wird der Hauptschalter 11, 12, 13 geöffnet.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: i. Anlaßvorrichtung für Elektromotoren, bei der der Hauptstromkreis beim Loslassen des Schalthebels während des Anlassens selbsttätig unterbrochen und nur nach Rückführung des Schalthebels in die erste Anlaßstellung wieder geschlossen werden kann, gekennzeichnet durch folgende Einrichtung: Der Hauptkontaktarm (15) der Anlaßvorrichtung ist mit dem Schalthebel (2g) federnd (32) verbunden und trägt isoliert einen Sonderkontakt (28) in der Weise, daß nur beim Bewegen des Schalthebels (2g) im Sinne des Anlassens eine elektrische Verbindung zwischen dem Sonderkontakt (28) und dem Hauptkontaktarm (15) hergestellt, beimLoslassen oder Rückwärtsführen des Schalthebels aber unterbrochen wird; durch diese elektrische Verbindung (28, 29, 15) wird die Einschaltspule (21) des Hauptschalters (ii, 12, 13) auf der ersten Anlaßstufe unmittelbar und daher so stark efregt, daß der Hauptschalter eingeschaltetwird; durch denHauptschalter wird ein Sparschalter (25) in der Weise gesteuert, daß nach Einschalten des Hauptschalters die Erregung der Einschaltspule (21) nicht mehr unmittelbar, sondern über einen Sparwiderstand (2o) erfolgt, so daß danach der eingeschaltete Hauptschalter (11, 12, 13) zwar geschlossen gehalten wird, solange der Schalthebel (2g) nicht zurückbewegt oder während des Anlassens nicht losgelassen wird oder der Strom nicht versagt, aber nach Öffnung nicht wieder geschlossen wird, wenn der Schalthebel (2g) nicht zwecks unmittelbarer Erregung der Einschaltspule (21) auf die erste Anlaßstellung zurückgeführt und in die Anlaßrichtung gedrückt wird.
  2. 2. Anlaßvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Sonderkontakt (28) -auf der letzten Anlaßstellung mittels eines besonderen Kontaktsegmentes (24) den Erregerstromkreis der Einschaltspule (21) über den Sparwiderstand (2o) unter Umgehung des Schalthebels (2g) und Hauptkontaktarmes (15) geschlossen hält.
DE1914339833D 1913-12-10 1914-06-20 Anlassvorrichtung fuer Elektromotoren Expired DE339833C (de)

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