DE3401247C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schleifkontaktvorrichtung der
im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
Schleifkontaktvorrichtungen können als Schalter, als Po
tentiometer und auch als eine Kombination von beiden auf
gebaut werden. Entscheidend für die Art der Schleifkon
taktvorrichtung ist die Ausbildung der Kontaktbahnen,
welche als konzentrische Ringe (DE-PS 7 10 317) oder als
leitende Spiralen (DE-PS 26 08 885) ausgebildet sein kön
nen, die über Walzkörper oder mittels Kontaktfedern mit
dem Gegenkontakt verbunden sind.
Bei einem Potentiometer besitzt eine geschlossene Kon
taktbahn einen bestimmten Widerstand. Die Kontaktbahn ei
nes Schalters ist demgegenüber im allgemeinen in einzelne
Schaltersegmente unterteilt, die zu entsprechenden Schal
teranschlüssen geführt sind. Bei einem Codierschalter werden
bestimmte, im allgemeinen auf mehrere Kontaktbahnen verteilte
Schaltsegmente entsprechend dem vorgegebenen Code miteinander
bzw. mit einer gemeinsamen Zuführung verbunden.
Daneben besteht auch die Möglichkeit (CH-PS 2 57 852),
Schleifkontakte zur drehbaren Verbindung von elektrischen
Leitungen vorzusehen.
Die üblichen Schleifkontaktvorrichtungen sind im allgemeinen
nur für eine ganz bestimmte Anwendung als Schalter oder
Potentiometer ausgeführt. Ein differenzierter Aufbau erfolgt
darüber hinaus aber auch noch nach verschiedenen Schalterarten.
So ist in der DE-PS 30 40 545 ein Codierschalter beschrieben,
der mehrere, auf einer Leiterplatte beidseitig angeordnete,
kreisringförmige
Leiterbahnen besitzt. Zwei miteinander verbundene,
beidseitig der Leiterplatte angeordnete Stellringe
tragen fingerförmige Schleifer, die die verschiedenen
Leiterbahnen miteinander verbinden.
Der bekannte Codierschalter ist relativ einfach aufge
baut und besitzt nur wenige Teile. Nachteilig ist jedoch
das Fehlen eines Rastwerkes, das für eine definierte
Schaltstellung sorgt. Somit ist nicht auszuschließen,
daß der Schalter unbeabsichtigt verdreht wird oder die
vorgesehene Schaltstellung nicht exakt eingestellt ist.
Der Schalter ist damit für Schaltanwendungen, bei denen
es auf eine exakte Schaltstellung ankommt von vornherein
ungeeignet. Nachteilig ist weiterhin, daß die als Träger
der Kontaktbahnen dienende Leiterplatte eine bestimmte
Dicke besitzen muß, damit die Stellringe nicht klemmen
und auch nicht zu locker sitzen. Sollen die Stellringe
unmittelbar auf einer Leiterplatte montiert werden, die
noch als Trägerplatte für andere Bauteile dient, so
gelingt das nur, wenn ihre Dicke in einem engen
Toleranzbereich liegt.
Aus der DE-GM 83 19 591 ist ein Codier-Drehschalter mit
einem Rastwerk für die Schaltstellungen bekannt. Der
Schalter besitzt ein Gehäuse, auf dessen Bodenplatte
elastische Kontaktelemente befestigt sind. In dem
kappenartig ausgebildeten Gehäuseoberteil ist ein Rotor
drehbeweglich angeordnet. Der Rotor bewegt eine Kontakt
scheibe, auf deren Unterseite sich Kontaktbahnen befin
den. Zwei am Rotor ausgebildete elastische Arme mit
Rastnasen, die in entsprechende Rastnuten an der Innen
seite des Gehäuses eingreifen, sorgen für definierte
Schaltstellungen. Bedingt durch das Rastwerk und die
rotierende Kontaktscheibe werden zum Aufbau dieses
Schalters mehr Einzelteile benötigt als für den zuvor
beschriebenen Schalter erforderlich sind. Nachteilig ist
weiterhin daß der Aufbau des Rotors eine Verwendung der
Kontaktvorrichtung als Potentiometer ausschließt und
eine Leiterplatte nicht in den Codier-Drehschalter
integrierbar ist also auch nicht ihre Leiterbahnen als
Schaltkontakte verwendbar sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine möglichst vielseitig
einsetzbare Kontaktvorrichtung zu schaffen, die aus
möglichst wenigen, an den jeweiligen Anwendungsfall
leicht anpaßbaren Einzelteilen besteht.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeich
neten Merkmale gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestal
tungen und Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes sind
in den Unteransprüchen genannt.
Wesentlich ist, daß die Schleifkontaktvorrichtung,
obwohl sie ein Rastwerk für definierte Schaltstellungen
besitzt, nur aus vier Teilen aufgebaut ist. Hierbei ist
der Aufbau der Gehäusekappe und des Rotors mit dem
Kontaktrechen entscheidend, denn das vierte Teil, die
Kontaktplatte, kann ganz dem jeweiligen Anwendungsfall
angepaßt werden. So kann die Kontaktplatte speziell zu
einer bestimmten Schleifkontaktvorrichtung gehören und
diese zu einem selbständigen Bauteil machen, oder auch
eine Trägerplatte für weitere Bauteile sein, auf die
dann nur die Gehäusekappe mit dem Rotor aufzusetzen ist.
Erreicht wird das dadurch, daß die Seitenwände der
Gehäusekappe die Kontaktplatte nicht umschließen,
sondern auf dieser aufliegen. Gleichzeitig müssen am
Rotor und/oder der Gehäusekappe Führungselemente
ausgebildet sein, die in die Kontaktplatte eingreifen
und für eine Zentrierung der ortsfesten Kontakte auf der
Kontaktplatte zu den beweglichen Kontakten am Rotor
sorgen. Außerordentlich kleine Abmessungen der
Schleifkontaktvorrichtung sind dadurch erzielbar, daß
die Kontaktbahnen einen sehr geringen Durchmesser haben
und bis dicht an die Außenwände der Gehäusekappe
herangehen. Ein so gedrängter Aufbau wird dadurch
ermöglicht, daß die für definierte Schaltstellungen
erforderlichen Rastnuten nicht an den Seitenwänden,
sondern auf der Innenseite der Rückwand der Gehäusekappe
ausgebildet sind.
Als Führungselemente für die Zentrierung der Kontakte
dienen zwei gemeinsam oder alternativ anwendbare Merk
male. So kann am Rotor ein Achsstummel ausgebildet
werden, der in ein Zentralloch der Kontaktplatte ein
greift. Wenn der Rotor innerhalb der Gehäusekappe sicher
geführt ist, reicht es aus, an der Gehäusekappe ausge
bildete Zapfen in zugehörige Löcher der Kontaktplatte
einzupassen. Man verwendet vorteilhafter Weise nur drei
Zapfen mit zugehörigen Löchern, um bei der Montage ein
Verdrehen der Gehäusekappe zur Kontaktplatte zu vermei
den. In ähnlicher Weise kann man die Gehäusekappe auch
optisch codieren, indem man von den vier Ecken drei
abrundet.
Für Potentiometer sind die Rastarme des Rotors im allge
meinen ungeeignet. Um eine möglichst vielseitige Ver
wendbarkeit der Schleifkontaktvorrichtung zu erreichen,
sind die Rastarme relativ dünn ausgebildet. Zum Aufbau
eines Potentiometers kann man somit die Rastarme leicht
herausbrechen. Die verbleibende Form und Führung des
Rotors sorgt dafür, daß die fehlenden Rastarme kein
Wegrutschen des Rotors ermöglichen.
Unter anderem für die Anwendung der Schleifkontaktvor
richtung als Codierschalter dient eine auf der Außen
seite der Gehäusekappe in ihrer Rückwand vorgesehene
Ausnehmung, die das Einsetzen einer Markierungsscheibe
ermöglicht. Ein Zentriernocken sorgt dabei für die
richtige Lage der Markierungsscheibe. Ein auf der
Stirnseite der mit dem Rotor verbundenen Stellachse
angeordneter Pfeil ist mit einem Schlitz versehen und
ermöglicht das Verdrehen des Rotors in die gewünschte
Stellung.
Dadurch, daß bis zu sechs Schleifkontakte einen Kontakt
rechen bilden und ihre Kontaktnocken auf einer durch den
Mittelpunkt des Achsstummels verlaufenden Gerade beid
seitig des Achsstummels angeordnet sind, wird eine
günstige räumliche Aufteilung der Kontaktbahnen
erreicht.
Die Vielseitigkeit der Schleifkontaktvorrichtung läßt es
zu, daß die Kontaktplatte eine normale Leiterplatte mit
weiteren Bauelementen, aber für den Schalter passenden
Kontaktbahnen ist, oder aber nur die Kontaktbahnen
trägt. Das im zweiten Fall entstehende selbstständige
Bauelement kann dann je nach Ausbildung der Kontakt
platte mit an einer Kante herausgeführten Kontaktan
schlüssen senkrecht auf einer anderen Leiterplatte oder
bei auf der Rückseite herausgeführten Kontaktstiften
waagrecht auf einer anderen Leiterplatte montiert
werden.
Der Aufbau der Schleifkontaktvorrichtung läßt auch eine
Variante der Gestalt zu, daß der Innenraum der Gehäuse
kappe innerhalb eines größeren Teiles z. B. eines
größeren Gehäuses ausgeformt ist.
Damit die beweglichen Kontakte des Rotors nicht ge
staucht werden können, ist zwischen der an der Kontakt
platte anliegenden Auflagefläche des Rotors und der
Befestigungsfläche für den Kontaktrechen ein Zwischen
raum vorgesehen. In diesem können sich die Schleifkon
takte federnd bewegen.
Die bereits genannte vorteilhafte Anordnung der Schleif
kontakte erlaubt es mit weniger Schleifbahnen auszu
kommen, als Kontaktbahnen vorhanden sind. Als Schleif
bahn wird hier der Weg eines Schleifkontaktes bezeich
net, unabhängig davon, ob er kontaktgebend oder iso
lierend ist. Die Anordnung der Kontaktbahnen kann dabei
so erfolgen, daß ein Teil von ihnen einen Drehwinkel
abdeckt, der kleiner als 180 Grad ist. Auf diese Weise
können mindestens zwei dieser Kontaktbahnen so angeord
net werden, daß sie innerhalb der Schleifbahn von nur
einem Schleifkontakt liegen, der eine Drehbewegung von
360 Grad ausführt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden
beschrieben und sind in den Zeichnungen dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 Die Schleifkontaktvorrichtung von der Seite
mit aufgeschnittener Gehäusekappe,
Fig. 2 die Gehäusekappe mit Blick in den Innenraum,
Fig. 3 die Gehäusekappe von der Seite,
Fig. 4 die Gehäusekappe von oben mit Blick auf die
Rückwand,
Fig. 5 den Rotor mit Kontaktrechen von oben mit Blick
auf die Stirnseite der Stellachse,
Fig. 6 den Rotor mit Kontaktrechen von der Seite mit
Blick auf die Kontakt- und Rastnocken,
Fig. 7 den Rotor mit Kontaktrechen von unten mit
Blick auf den Kontaktrechen und den Achs
stummel,
Fig. 8 Schleifkontaktvorrichtung von der Seite, wobei
der Innenraum der Gehäusekappe innerhalb eines
größeren Teiles, z. B. eines größeren Gehäuses
mit angeformt ist.
Fig. 9 eine Kontaktplatte mit Kontaktanschlüssen an
einer Kante,
Fig. 9.1 Schleifkontaktvorrichtung senkrecht auf einer
Leiterplatte montiert.
Fig. 10 eine Kontaktplatte mit Kontaktstiften.
Fig. 11 Schleifkontaktvorrichtung waagrecht auf einer
Leiterplatte montiert,
Fig. 12 Schaltmatrix eines 8-4-2-1
Hexadezimal-Schalters
Wie Fig. 1 zeigt, besteht die Schleifkontaktvorrichtung
aus einer Gehäusekappe 1, einem Rotor 20 mit Kontakt
rechen 40 und einer Kontaktplatte 50. Die für den
Gesamtaufbau entscheidenden Teile sind die Gehäusekappe
1 und der in ihr drehbar gelagerte Rotor 20, da diese
nach Art und Abmessungen im wesentlichen gleich bleiben,
während die Kontaktplatte sehr unterschiedlich aufgebaut
sein kann.
Der Rotor 20, dessen Details in den Fig. 5 bis 7
dargestellt sind, besteht aus einem Rad 26, auf dessen
einer Seite eine Stellachse 21 und auf dessen anderer
Seite ein Achsstummel 24 befestigt sind. Das Rad 26 ist
an seinem Umfang unterbrochen, so daß zwei sich gegen
überstehende Radsegmente 27, 28 verbleiben. An dem
kleineren Radsegment 27 sind beidseitig in Richtung zum
größeren Radsegment 28 Rastarme 22 angeformt, an deren
freien Enden Rastnocken 23 ausgebildet sind. Die Rast
nocken 23 überragen die Stirnseite des Rades 26 auf der
Seite, an der die Stellachse 21 befestigt ist.
Auf der gegenüberliegenden Stirnseite des Rades 26, an
der der Achsstummel 24 befestigt ist, befindet sich auf
dem größeren Radsegment 28 eine Befestigungsfläche 29
für einen Kontaktrechen 40. Auf der Befestigungsfläche
29 sind materialeinheitlich am Rad 26 Zapfen 30 ange
formt, die durch Löcher 44 des Kontaktrechens 40 passen
und diesen nach einem Verschweißen ihres Kopfes in
seiner Lage halten.
Der Kontaktrechen 40 besitzt bis zu sechs Schleiffedern
41, an deren Ende sich Kontaktnocken 42 befinden. Die
Kontaktnocken 42 sind beidseitig des Achsstummels 24 auf
einer durch dessen Mittelpunkt verlaufenden Linie
angeordnet. Auf jeder Seite des Achsstummels 24 ist
Platz für bis zu drei Schleiffedern 41.
Die in den Fig. 9 und 10 dargestellte Kontaktplatte
50 muß unabhängig von ihrem übrigen Aufbau grundsätzlich
ein Zentralloch 53 besitzen, durch das der Achsstummel
24 des Rotors 20 paßt. Die Kontaktnocken 42 des am Rotor
20 befestigten Kontaktrechens 40 liegen dabei auf der
Kontaktplatte 50 auf. Damit die Schleiffedern 41 nicht
unzulässig gestaucht werden können, liegt der Kontakt
rechen 40 in einem am Rotor 20 ausgebildeten Zwischen
raum. Während das kleinere Radsegment 27 eine Auflage
fläche 31 bildet, mit der sie auf der Kontaktplatte 50
aufliegt, ist die Befestigungsfläche 29 am größeren
Radsegment nach innen versetzt und bildet so den
Zwischenraum. Um eine einseitige Auflage des Rotors 20
auf der Kontaktplatte 50 zu vermeiden, ist in der Mitte
des größeren Radsegmentes 28 ein Auflagezapfen 32
ausgebildet, der die Befestigungsfläche 29 gleich weit
überragt wie die Auflagefläche 31.
Die in den Fig. 2 bis 4 dargestellte Gehäusekappe 1
besitzt einen zylindrischen Innenraum 4, in welchem der
Rotor Platz findet und im Querschnitt gesehen eine etwa
rechteckige Außenkontur. Auf der Innenseite einer die
Gehäusekappe 1 nach außen abschließenden Rückwand 2
liegt ein aus einzelnen Rastbohrungen 5 bestehender
Rastring. Bei eingesetztem Rotor 20 greifen die an den
Rastarmen 22 ausgebildeten Rastnocken 23 in die
Rastbohrungen 5 ein und sorgen für eine definierte
Schaltstellung.
Auf der Außenseite der Rückwand 2 ist eine Ausnehmung 8
vorgesehen, in welche eine nicht dargestellte
Markierungsscheibe eingelegt werden kann, die durch
einen Zentriernocken 9 in ihrer Lage gehalten wird. Ein
in der Mitte der Gehäusekappe 1 angeordnetes Achsloch 6
dient zum Durchführen der Stellachse 21 des Rotors 20.
Die Stellachse 21 besitzt auf ihrer Stirnseite die
Kontur eines Pfeiles, in dessen Mitte ein Schlitz 25 zum
Verstellen des Rotors angeordnet ist.
Die quadratische Außenkontur der Gehäusekappe 1 ist an
drei Ecken abgerundet, während eine Ecke ausgebildet
ist, um eine Lageorientierung zu ermöglichen. An den
drei abgerundeten Ecken befinden sich an der Unterkante
der Gehäusekappe 1 Gehäusezapfen 7, für die in der
Kontaktplatte 50 entsprechende Zapfenlöcher vorgesehen
sind. Die Gehäusezapfen 7 können auf der Rückseite der
Kontaktplatte kopfartig verschweißt werden.
Bei der in Fig. 9 dargestellten Kontaktplatte 50a sind
die Kontaktanschlüsse 52a bis 52e der Kontaktbahnen 51a
gemeinsam an einer Kante herausgeführt. Die Kontakt
platte 50a eignet sich somit zur senkrechten Montage auf
einer Leiterplatte, demgegenüber dient die Kontaktplatte
50b für eine waagerechte Montage. Hierzu sind die
Kontaktbahnen 51f bis 51k mit senkrecht in die Kontakt
platte eingesetzen Kontaktstiften 55 versehen.
Von besonderer Bedeutung für den platzsparenden Aufbau
der Kontaktvorrichtung ist die vorteilhafte Anordnung
der Kontaktbahnen 51a bis 51e. Diese steht wiederum in
engem Zusammenhang mit Aufbau und Anordnung des Kontakt
rechens 40, dessen Kontaktnocken 42 auf einer durch den
Mittelpunkt des Achsstummels 24 verlaufenden Linie
liegen. Dabei sind jeweils beidseitig des Achsstummels
24 bis zu drei Schleiffedern 41 angeordnet. Die
Anordnung ist so getroffen, daß bis zu zwei Schleifkon
takte dieselbe Schleifbahn durchlaufen, jedoch um 180
Grad versetzt. Hierdurch wird es möglich, die auf den
Schleifbahnen angeordneten Kontaktbahnen 51 so anzuord
nen, daß sie einen Drehwinkel abdecken, der kleiner als
180 Grad ist. Hierdurch ist erreichbar, daß, wie in
Fig. 9 dargestellt, die Kontaktbahnen 51c und 51d auf
einer gemeinsamen Schleifbahn liegen. Es sind hier also
weniger Schleifbahnen erforderlich, als Kontaktbahnen 51
vorhanden sind. Die in Fig. 9 dargestellten Kontakt
bahnen 51f bis 51k gehören zu einem mehrpoligen Schal
ter.
Eine bisweilen erforderliche Drehwinkelbegrenzung kann
durch Anschlagnocken 33 und Drehbegrenzungsnuten 7 am
Rotor 20 oder in der Gehäusekappe 1 erreicht werden.
Dabei wirken die Nocken und Nuten in bekannter Weise
wechselseitig zusammen. Mit Hilfe eines Werkzeuges kann
die Anordnung in einer gewünschten Winkelstellung
wahlweise erfolgen.
Wie Fig. 8 darstellt, läßt sich die
Schleifkontaktvorrichtung in etwas abgewandelter Form in
ein größeres Gehäuse integrieren. Der Rotor kann hierbei
ggf. auch über eine Stellscheibe 34 verstellt werden.
Claims (11)
1. Schleifkontaktvorrichtung mit einer Gehäusekappe
(1), in der ein Rotor (20), dessen Stellachse (21) die
Rückwand (2) der Gehäusekappe (1) durchdringt, drehbe
weglich gelagert ist und die an ihrer offenen Seite
durch eine Kontaktplatte (50) abgedeckt ist, deren
ortsfeste Kontakte (51) einerseits über Kontaktan
schlüsse (52) mit Leitungen verbunden sind und anderer
seits über vom Rotor (20) bewegte Kontakte (41) in
ständiger oder wechselnder Verbindung stehen und am
Rotor (20) ausgebildete elastische Rastarme (22) mit
Rastnocken (23) in entsprechende in der Gehäusekappe (1)
angeordnete Rastnuten (5) eingreifen, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Seitenwände (3) der Gehäusekappe (1)
auf der Kontaktplatte (50) aufliegen und am Rotor (20)
und/oder der Gehäusekappe (1) ausgebildete in die
Kontaktplatte (50) eingreifende Führungselemente (7, 24)
für eine Zentrierung der ortsfesten Kontakte (51) zu den
beweglichen Kontakten (41) sorgen und die Kontakte des
Rotors (20) aus einem Kontaktrechen (40) mit mehreren
Schleiffedern (41) bestehen, wobei am Ende der
Schleiffedern (41) angeordnete Kontaktnocken (42) auf
Kontaktbahnen (51) der Kontaktplatte (50) aufliegen und
auf der von der Kontaktplatte (50) abgewandten Seite des
Rotors (20) die Rastarme (22) mit den Rastnocken (23)
befestigt sind, wobei die Rastbohrungen (5) auf der
Innenseite der Rückwand (2) der Gehäusekappe (1) liegen.
2. Schleifkontaktvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß als Führungselement am Rotor
(20) ein Achsstummel (24) ausgebildet ist, der zur
Zentrierung gegenüber den Kontaktbahnen (51) in ein
Zentralloch (53) der Kontaktplatte (50) eingreift.
3. Schleifkontaktvorrichtung nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß als Führungselemente an
vorzugsweise drei Ecken der Gehäusekappe (1) Gehäuse
zapfen (7) ausgebildet sind, die in zugehörige Zapfen
löcher (54) der Kontaktplatte (50) passen und die
Gehäusekappe (1) einen quadratischen Querschnitt be
sitzt, von dessen vier Ecken drei abgerundet sind.
4. Schleifkontaktvorrichtung nach mindestens einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rastarme (22) im Bereich ihrer Verbindungsstelle
am Rotor (20) so dünn sind, daß zur Aufhebung der
Rastfunktion ein gewolltes Abbrechen der Rastarme
ermöglicht ist.
5. Schleifkontaktvorrichtung nach mindestens einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gehäusekappe (1) auf der Außenseite ihrer
Rückwand (2) eine Ausnehmung (8) besitzt, die zur
Aufnahme einer Markierungsscheibe dient, wobei ein
Zentriernocken (9) für die richtige Lage der
Markierungsscheibe sorgt und auf der Stirnseite der
Stellachse (21) ein Pfeil mit Schlitz (25) angeformt
ist.
6. Schleifkontaktvorrichtung nach mindestens einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontaktrechen (40) bis zu sechs Schleiffedern
(41) besitzt, die alle auf einer durch den Mittelpunkt
des Achsstummels (24) verlaufenden Gerade liegen, wobei
höchstens drei Schleiffedern (41) auf der einen Seite
und die restlichen Schleiffedern (41) auf der anderen
Seite des Achsstummels (24) angeordnet sind.
7. Schleifkontaktvorrichtung nach mindestens einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß als Kontaktplatte (7) eine normale Leiterplatte mit
weiteren Bauelementen, aber für den Schalter passenden
Kontaktbahnen (51) dient, oder daß sie nur Kontaktbahnen
(51) trägt, dabei aber Kontaktanschlüsse (52) für eine
senkrechte Montage der Kontaktplatte (50) auf einer
Leiterplatte mit an einer Kante herausgeführten Kontakt
anschlüssen (52) oder eine waagerechte Montage der
Kontaktplatte (50) auf einer Leiterplatte mit auf ihrer
Rückseite herausgeführten Kontaktstiften (55) besitzt.
8. Schleifkontaktvorrichtung nach mindestens einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Innenraum (4) der Gehäusekappe (1) innerhalb
eines größeren Teiles, z. B. eines größeren Gehäuses
ausgeformt ist.
9. Schleifkontaktvorrichtung nach mindestens einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der an der Kontaktplatte (50) anliegenden
Auflagenfläche (31) des Rotors (20) und der Befesti
gungsfläche (29) für den Kontaktrechen (40) ein
Zwischenraum liegt, in dem sich die Schleiffedern (41)
federnd bewegen können.
10. Schleifkontaktvorrichtung nach mindestens einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil der Kontaktbahnen (51) einen Drehwinkel
abdeckt, der kleiner als 180 Grad ist und mindestens
zwei dieser Kontaktbahnen (51) so angeordnet sind, daß
sie innerhalb der Schleifbahn von nur einer Schleiffeder
(41) liegen, die eine Drehbewegung von 360 Grad
ausführt.
11. Schleifkontaktvorrichtung nach mindestens einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Drehwinkelbegrenzung durch Anschlagnocken (33)
und Drehbegrenzungsnuten (10) am Rotor (20) innerhalb
der Gehäusekappe (1) in verschiedenen Winkelstellungen
anordenbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843401247 DE3401247A1 (de) | 1984-01-16 | 1984-01-16 | Schleifkontaktvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843401247 DE3401247A1 (de) | 1984-01-16 | 1984-01-16 | Schleifkontaktvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3401247A1 DE3401247A1 (de) | 1985-07-18 |
| DE3401247C2 true DE3401247C2 (de) | 1992-04-09 |
Family
ID=6225040
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843401247 Granted DE3401247A1 (de) | 1984-01-16 | 1984-01-16 | Schleifkontaktvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Families Citing this family (5)
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1984
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Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| 8101 | Request for examination as to novelty | ||
| 8105 | Search report available | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: BBC BROWN BOVERI AG, 6800 MANNHEIM, DE |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ASEA BROWN BOVERI AG, 6800 MANNHEIM, DE |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |