DE340126C - Verfahren zur Geruchsverbesserung von Sulfatterpentinoel - Google Patents

Verfahren zur Geruchsverbesserung von Sulfatterpentinoel

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DE340126C
DE340126C DE1919340126D DE340126DD DE340126C DE 340126 C DE340126 C DE 340126C DE 1919340126 D DE1919340126 D DE 1919340126D DE 340126D D DE340126D D DE 340126DD DE 340126 C DE340126 C DE 340126C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F3/00Obtaining spirits of turpentine
    • C09F3/02Obtaining spirits of turpentine as a by-product in the paper-pulping process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Geruchsverbesserung von Sulfatterpentinöl. Das bei der Fabrikation von Zellstoff nach dem sogenannten Sulfatverfahren als 'Nebenprodukt gewonnene ätherische Öl. das unter dem Kamen Sulfatterpentinöl bekannt ist, ist in seiner chemischen Zusammensetzung dem echten Balsamterpentinöl durchaus ähnlich. Es besteht wie dieses zum größten Teil aus Pinen, besitzt dagegen einen abscheulichen, von geringen Beimengungen schwefelhaltiger organischer Stoffe verursachten Geruch, «welcher die Verwendung des Öles an Stelle von echtem Terpentinöl ausschließt.
  • Man hat auf verschiedene Weise versucht, diesen üblen Geruch des Sulfatterpentinöles zu beseitigen, und diese Versuche basieren meist auf vorsichtiger, durch Ein«irl,-ung von Licht und Luft erzeugter Oxydation der beigemengten Schwefelverbindungen, wobei aber die Gefahr der gleichzeitigen chemischen Veränderung (Polymerisation) des Pinens gegeben ist. Eine weitere Möglichkeit der Entfernung dieser Schwefelverbindungen bietet die Behandlung des Öles mit alkoholischer Sublimatlösung; doch kommt diese Reinigung wegen der hohen Kosten für die Technik nicht in Frage.
  • Es wurde nun in dem Natriumsuperoxyd ein Mittel gefunden, die Schwefelverbindungen des Sulfatterpentinöls auf radikale und einfache Weise zu beseitigen oder zu oxydieren, ohne daß das Pinen und die übrigen Kohlenwasserstoffe des Öles selbst irgendwie angegriffen «erden. Es ist bekannt, daß der Schwefel in organischen Substanzen durch Vermischen mit Natriumsuperoxvd und Verpuffen in der kalorimetrischen Bombe sich quantitativ oxydieren und bestimmen läßt (von Koneck,@Zeitschrift für angew. Chemie, 1903, S. 516).
  • Dagegen war nicht vorauszusehen, daß, wie beim vorliegenden Verfahren, ein einfaches Erhitzen des Sulfatterpentinöles mit \ atrium-. Superoxyd im offenen Gefäß genügt, die Sch-,vefelverbindungen des Öles restlos zu oxydieren und unschädlich zu machen, und zwar ohne jeden Lachteil für die übrigen Bestandteile des Öles.
  • Im übrigen ist auch noch ein Verfahren zur Geruchsverbesserung von Sulfatterpentinöl durch Oxydation der Schwefelverbindungen dieses Öles mittels gasförmiger Stickoxyde bekannt, wobei das Terpentinöl auch nicht wesentlich angegriffen wird und die Abscheidung der nach erfolgter Oxydation noch in Lösung verbliebenen Verunreinigungen durch schließliche Behandlung mit Schwefelsäure und \ atronlauge geschieht, so daß ein gereinigtes Produkt von Kienölgeruch erhalten «wird.
  • Dagegen entsteht nach dem vorliegenden Verfahren bei der Behandlung mit \atriumsuperoxyd ohne weiteres ein schon im Rohzustand dem echten französischen Terpentinöl geruchlich durchaus gleichwertiges Endprodukt. Das Öl (Pinen) wird von dem Oxydationsmittel auch nicht im geringsten angegriffen und erfordert keinerlei Nachbehandlung mit anderen Chemikalien. Die chemischen und physikalischen Eigenschaften- des Öles sind nach erfolgter Oxydation der Schwefelverbindungen noch völlig unverändert und mit echtem Terpentinöl übereinstimmend. Alle Liese Momente sprechen für die L berlegenheit [es vorliegenden Verfahrens gegenüber den )isher bekannten Methoden der Sulfatterpeninölreinigung.
  • Wenngleich latriumsupercQt@-d schon vieleitige Verwendung als @xvCationsmittel geundent_ so - : war. ddiiesern Falle sc ine adikale und ausschließliche Einwirkung auf Je Schwefele erbindungen des Sulfatterpentin-@les nicht vorauszusehen, um so weniger, als 'inen Oxydationsmitteln gegenüber im allgeieinen sehr empfindlich ist und ferner, weil ie Oxydation von Schwefelverbindungen zittels 2#atriumsuperoxyd weit höhere Tempeaturen als hier erfordert.
  • Beispiel. zoo kg Sulfatterpentinöl werden in einem ffenen Rührkessel mit 2 kg festem, fein-@ulverisiertem -Xatriumsuperoxyd gemischt und nter dauerndem Rühren langsam erhitzt und twa 2 Stunden lang unter Rückfluß bei etwa 15o bis 16o° gekocht, d.li. so lange, bis eine herausgenommene Probe des Öles einen rein terpentinölartigen Geruch zeigt. Man läßt sodann erkalten und saugt das klare, helle Öl von dem ausgeschiedenen, voluminösen, gelbbraunen Schlamm der oxydierten Schwefelverbindungen ab. Das Öl wird mit Dampf übergeblasen und zeigt neben wasserheller Farbe einen milden, dem echten französischen Terpentinöl durchaus ebenbürtigen Geruch. Drehungswinkel, spezifisches Gewicht, Löslichkeit im verdünnten Alkohol und Siedepunkt sind gegenüber dem angewandten Rohöl völlig unverändert, und das so gereinigte Öl läßt sich für alle Zwecke an Stelle von echtem Terpentinöl verwenden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Verfahren zur Geruchsverbesserung von Sulfatterpentinöl, darin bestehend, daß man das 01 mit Natriumsuperoxyd im offenen Gefäß erhitzt.
DE1919340126D 1919-02-27 1919-02-27 Verfahren zur Geruchsverbesserung von Sulfatterpentinoel Expired DE340126C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2461777A1 (fr) * 1979-07-16 1981-02-06 Degussa Procede pour la desodorisation des produits condenses d'evaporation dans l'industrie de la cellulose

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2461777A1 (fr) * 1979-07-16 1981-02-06 Degussa Procede pour la desodorisation des produits condenses d'evaporation dans l'industrie de la cellulose

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