DE34019C - Verfahren und Apparat zur Destillation mittelst Cetrifugen - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Destillation mittelst CetrifugenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/08—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping in rotating vessels; Atomisation on rotating discs
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Apparate und Processe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1885 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren , bei welchem die Destillation von
flüssigen oder festen Stoffen in einer passend construirten Centrifuge, welche während ihrer
Drehung erwärmt werden kann, derart erfolgt, dafs infolge der Centrifugalkraft die leichteren
Dämpfe von der schwereren Flüssigkeit getrennt und die ersteren behufs Condensation
u. s. w. abgeführt werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein zur Ausübung dieses Verfahrens geeigneter Apparat
dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen Querschnitt, Fig. 2 einen Längsschnitt, Fig. 3 einen
Grundrifs und Fig. 4 einen Horizontalschnitt der Einrichtung.
Das von einer stehenden hohlen Welle ■ c getragene Destillationsgefäfs C ist oben mit
einem verschliefsbaren Mannloch t, sowie einem Thermometer versehen. Die Achse c besitzt
an der Seite bei ν eine mittelst Hahnes oder Ventiles verschliefsbare Oeffnung zur Ablassung
des Destillationsrückstandes und ist unten mit einem Rohr d für die Ableitung der Destillationsproducte
gasdicht verbunden.
Diese Dichtung ist hier derart eingerichtet, dafs das untere Ende der hohlen Welle c
konisch zuläuft und gasdicht in einem an d befindlichen Konus sich dreht. Behufs Abkühlung
ist diese Dichtung von einer Flüssigkeit umgeben, die von einem an d passend
ausgebildeten Behälter aufgenommen wird.
Durch Rohr d und c reichen zwei Rohre s und g in das Gefäfs C, von welchen Rohren
das mit s bezeichnete den Zweck hat, überhitzten oder nicht überhitzten Wasserdampf
oder ein anderes indifferentes Gas in C einzuleiten, um die Destillation zu befördern,
während durch g die zu destillirenden Producte zugeführt werden.
Das Destillationsgefäfs C kann durch ein Vorgelege und konische Räder, wie dargestellt,
oder in anderer Weise in Umdrehung versetzt werden.
Zur Erhitzung der Trommel C, welche sich innerhalb einer Ummauerung befindet, dient
die Feuerung f. Die Feuergase durchstreichen den Raum zwischen der Trommel und der
Ummauerung und entweichen bei r1 in den Schornstein, wobei durch die Umdrehung von
C der Zug noch erheblich verstärkt wird. Die Verbrennung wird durch die beiden Klappen
oder Schieber r und r1 regulirt. Von diesen beiden Klappen wird r automatisch durch den
Regulator X, welcher mittelst Riementransmission von der Antriebswelle getrieben werden
kann, geöffnet, sobald die Umdrehung von C aufhört. Die Feuerungsgase strömen
dann nicht mehr um C herum, sondern direct durch r in den Schornstein, so dafs die Trommel
C nicht mehr erhitzt wird, wenn die Destillation unterbrochen werden soll. Soll
bei der Destillation überhitzter Wasserdampf verwendet werden, so kann diese Ueberhitzung
in den Rohren sl, Fig. 2, die in der Feuerung
f liegen, vorgenommen werden.
Bei der Ausübung des Destillationsverfahrens wird durch das Rohr g die zu destillirende
Flüssigkeit in die Trommel C eingeführt, woselbst sie sich zunächst am Boden ablagert.
Sobald die Centrifuge angelassen wird, schliefst der Regulator X die Klappe r, die Feuergase
sind dann gezwungen, um die Centrifuge herumzustreichen und erwärmen dieselbe; zugleich
wird die in C befindliche Flüssigkeit infolge der Centrifugalkraft gegen die erhitzten
Wandungen von C geschleudert und hier in Dampf verwandelt.
Die entwickelten Dämpfe entweichen nun durch die hohle Achse c und gelangen durch
d nach den Condensationsvorrichtungen. Es kann nun zugleich durch das Rohr s überhitzter
oder gewöhnlicher Wasserdampf oder ein erwärmtes indifferentes Gas in C eingeleitet
werden, um die Ableitung der Destillationsproducte zu befördern.
Ebenso kann das Gefäfs, welches zur Aufnahme der Condensationsproducte dient, mit
einer Luftpumpe in Verbindung gebracht werden, um so die Destillation im luftverdünnten
Räume stattfinden zu lassen. Das Verfahren ist besonders bei stark schäumenden Flüssigkeiten
oder Stoffen anwendbar, da infolge der Centrifugalkraft die Flüssigkeitstheile, welche
das die Blasen bildende Gas einschliefsen, durch ihr gröfseres specifisches Gewicht an
die Trommelwand gedrückt werden, während das specifisch leichtere Gas aus den zerrissenen
Blasen austreten mufs und so die Schaumbildung unmöglich wird.
Claims (2)
1. Das Verfahren, flüssige oder geschmolzene Stoffe in einer Centrifuge, welche von
aufsen erhitzt werden kann, zu destilliren, wobei gewöhnlicher oder überhitzter Wasserdampf
oder ein indifferentes Gas behufs leichterer Fortschaffung der Destillationsproducte
in die Centrifuge eingeleitet werden kann.
2. Ein Destillationsapparat, bestehend aus einer Centrifuge, die von aufsen erhitzt werden
kann und mit einer hohlen, etwas in die Trommel ragenden Welle versehen ist, die
zugleich zur Ableitung der Destillationsproducte dient.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE34019T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34019C true DE34019C (de) |
Family
ID=5622444
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34019D Expired - Lifetime DE34019C (de) | Verfahren und Apparat zur Destillation mittelst Cetrifugen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34019C (de) |
| GB (1) | GB189405654A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE968149C (de) * | 1952-02-15 | 1958-01-16 | Dorr Oliver Inc | Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Fluessigkeiten, die schaumbildende Stoffe enthalten |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB189405654A (de) |
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