DE340228C - Verfahren zur Herstellung von Glimmerplatten aus Glimmerabfall - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Glimmerplatten aus GlimmerabfallInfo
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- DE340228C DE340228C DE1920340228D DE340228DD DE340228C DE 340228 C DE340228 C DE 340228C DE 1920340228 D DE1920340228 D DE 1920340228D DE 340228D D DE340228D D DE 340228DD DE 340228 C DE340228 C DE 340228C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B3/00—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
- H01B3/02—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances
- H01B3/04—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances mica
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Description
- Verfahren zur Herstellung von -Glimmerplatten aus Glimmerabfall. Bei der Verarbeitung von natürlichem Glimmer zu Isolierplatten bilden sich Abfälle in bedeutender Menge. Diese haben einen wesentlich geringeren Wert als die größeren Platten, infolge ihrer beschränkten Verwendungsfähigkeit. Außerdem entstehen sowohl beim Schneiden der Platten als auch bei Gewinnung des Glimmers kleine Abfälle bzw. kleinere Kristalle, die minderwertig sind und bloß zum Teil zu größeren Platten mittels Zusammenklebens mit Schellack oder ähnlichen Harzen verarbeitet werden können.- Das Zusammenkleben der Abfallstückchen mit Harz hat jedoch den Nachteil, daß die in dieser Weise erhaltenen Glimmerplatten schon bei mäßiger Hitze schmelzen, so daß sie für die meisten gewerblichen Zwecke ungeeignet sind. Außerdem können solche künstliche Glirnmerplatten nur in sehr unzufriedenstellender Qualität erzeugt werden. _ .
- Mit dem Verfahren gemäß der Erfindung können aus Glimmerabfall beliebig große Glimmerplatten in tadelloser Qualität durch Gießen hergestellt werden. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß man die Glimtnerabfälle zu Schuppen vermahlt, dann mit der Lösung eines Zellstoffesters gemengt auf eine ebene Platte gießt. Man läßt die Lösung trocknen und hebt die fertige Platte von der ebenen Fläche ab.
- Das Verfahren ist das folgende Die Glimmerabfälle werden zwecks Vorbereitung für weitere Verarbeitung zunächst von Staub, Erde evtl. Öl befreit und dann beispielsweise zwischen gezahnten Scheiben gemahlen. Während der Vermahlung werden die zwischen den einzelnen Glimmerplättchen liegenden fremden Bestandteile (Eisenoxyd usw.) entfernt. Nach beendeter Vermahlung erhält man verschieden große Plättchen, die im Bedarfsfalle in beliebiger Weise sortiert werden können.
- Das in dieser Weise vorbereitete Glimmermahlgut wird mit der Lösung eines Zellstoffesters, beispielsweise mit einer Nitrozellulose-oder Azetylzellulöselösung o. dgl., versetzt und auf eine ebene Fläche, zweckmäßig auf eine Spiegelglasplatte in entsprechender Stärke, aufgegossen. Auf der Glasplatte breiten sich die in der Flüssigkeit schwimmenden Glimmerplättchen gleichmäßig aus und bedecken die Spiegelglasplatte in regelmäßiger Schicht, ohne daß zwischen den einzelnen Plättchen Spielräume verbleiben würden. Wenn sich nämlich die Glimmerplättchen in einer entsprechenden Flüssigkeitsmenge absetzen können, so legen sie sich nicht nur nebeneinander, sondern auch aufeinander, so daß eine schuppenartige Anordnung entsteht. Nach Abgießen der überschüssigen Flüssigkeit wird die auf der Glasplatte verbliebene Schicht der Trocknung zugeführt. Nach erfolgtem Trocknen kann von der Glasfläche eine zusammenhängende Glimmerplatte abgehoben werden, die dann zwischen heizbaren Druckwalzen vollkommen geglättet wird. Nach Abheben der Platte von der Glasfläche kann das verwendete Bindemittel erforderlichenfalls denitriert oder sonst noch vervollkommnet werden.
- Bei der Vermahlung bleiben die einzelnen Glimmerplättchen: --,n-i*f. eben, indem ihre Kanten mehr oder. enia rAhochgebogen werden. ü`IT'pdese@ @ü elfe@n, kann das Glimmermahlgut . durch Walzen zwischen einem Zylinderpaar geglättet werden.
- Die Platten werden zur Erhöhung der Isolierfähigkeit nicht auf einmal in der gewünschten Stärke gegossen, sondern zweckmäßig in zwei, drei oder mehreren Schichten.
- In der beschriebenen Weise können aus Glimmerabfall Glinunerplatten hergestellt werden, die durch verdünnte Säuren und Laugen nicht angegriffen wcrJen. Die Platten sind in Öl unlöslich, sie schmelzen bei Erhitzung nicht und ihre elektrische Isolierfähigkeit erreicht fast diejenigge des Glimmers.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung vcn Glimmerplatten aus Glimmerabfall, dadurch gekennzeichnet, daB man die Glimmerabfälle zu Schuppen vermahlt, dann.mit der Lösung eines Zellstoffesters mengt, das Gemisch auf eine ebene Fläche gießt, nach Abgießen des Flüs--igkeitsüberschusses trocknet und die fertige Platte nach erfolgtem Trocknen von' der ebenen Fläche abhebt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch aus Glimmermahlgut und Zellstoffester in mehreren Schichten auf die ebene Fläche aufträgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch i bzw. 2, dadurch. gekennzeichnet, daß man die von der ebenen Fläche getrennte Platte zwischen heizbaren Druckwalzen glättet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE340228T | 1920-11-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE340228C true DE340228C (de) | 1921-09-05 |
Family
ID=6225729
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920340228D Expired DE340228C (de) | 1920-11-06 | 1920-11-06 | Verfahren zur Herstellung von Glimmerplatten aus Glimmerabfall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE340228C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1047296B (de) * | 1955-12-29 | 1958-12-24 | Siemens Ag | Isoliermaterial fuer die Herstellung der Hochspannungsisolierhuelsen elektrischer Maschinen |
| DE973956C (de) * | 1947-08-19 | 1960-07-28 | Samica Soc Des Applic Du Mica | Verfahren zur Herstellung von Isolierstoffen auf Glimmergrundlage |
-
1920
- 1920-11-06 DE DE1920340228D patent/DE340228C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973956C (de) * | 1947-08-19 | 1960-07-28 | Samica Soc Des Applic Du Mica | Verfahren zur Herstellung von Isolierstoffen auf Glimmergrundlage |
| DE1047296B (de) * | 1955-12-29 | 1958-12-24 | Siemens Ag | Isoliermaterial fuer die Herstellung der Hochspannungsisolierhuelsen elektrischer Maschinen |
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