DE3403623C2 - - Google Patents
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- B31B50/00—Making rigid or semi-rigid containers, e.g. boxes or cartons
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- G—PHYSICS
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Druckslotter zum Be
arbeiten von Faltschachtelzuschnitten aus bogenförmigen Mate
rial. Sie betrifft insbesondere den Antrieb einer derartigen
Maschine zum Bearbeiten von Faltschachteln aus Wellkarton,
welche die Bögen bedruckt, prägt, schneidet und faltet.
Die bisher bekannten Maschinen bearbeiten im allgemeinen die
Bögen derart, daß sie diese bedrucken und so formen, daß an
ihrem Ende gefaltete und beispielsweise durch Verleimen zu
sammengefügte Schachteln ausgegeben werden. Der erste an den
Bögen vorgenommene Bearbeitungsvorgang ist das Bedrucken. Es
folgt ein Bearbeitungsvorgang des Rillens oder Prägens der
Längsfalten der zukünftigen Schachtel. Es sei bemerkt, daß im
allgemeinen die Prägungen der Querfalten bei den von der Ma
schine zu bearbeitenden Bögen bereits durchgeführt wurden.
Der folgende Arbeitsvorgang besteht im Einkerben oder Schlit
zen des vorderen und hinteren Randes jedes Bogens, und zwar
in Verlängerung der Prägungen, derart, daß am Umfang des Bo
gens Zonen gebildet werden, welche man zu einer Schachtel fal
ten und verkleben kann. Ein vierter Bearbeitungsvorgang dient
dazu, in dem Bogen Öffnungen auszuschneiden, beispielsweise
um eine Belüftung der in die Schachtel einzufüllenden Waren
zu gewährleisten, oder auch für die Herstellung eines Griffes,
welcher die Handhabung erleichtern soll.
In diesen Maschinen umfassen die diese Bearbeitungsvorgänge
durchführenden Einrichtungen im allgemeinen Organe, welche
nach Art von Walzwerken arbeiten.
Die Druckanlagen sind durch Druckeinheiten gebildet, welche
u. a. eine untere, ein Klischee tragende Walze umfassen, wel
che mit einer oberen Stützwalze zusammenarbeiten. Die Präge
organe werden durch obere und untere Werkzeuge gebildet, wel
che an vier quer verlaufenden Wellen angeordnet sind, wobei
diese jeweils paarweise übereinander, die Paare jeweils hin
tereinander angeordnet sind. Eine Kerbeinheit, welche eben
falls zwei Paare von zwei übereinander angeordneten Wellen um
faßt, auf denen die Kerbwerkzeuge angeordnet sind, ist den
Prägeorganen nachgeordnet. Diese Kerbwerkzeuge können durch
obere, um eine Walze herum angeordnete Messer und durch unte
re, ebenfalls zylindrisch ausgebildete, zu den oberen Messern
ausgerichtete Gegenstücke gebildet sein. Die Kerbeinheit kann
auch mit Werkzeugen ausgestattet sein, welche dazu dienen, die
Seitenränder der Bögen zu beschneiden, sowie mit Werkzeugen
zum Herstellen von Ausschnitten oder dergleichen. Um den
Transport der Bögen in der Kerbeinheit zu verbessern, instal
liert man im allgemeinen zwischen den beiden Paaren jeweils
übereinander angeordneter Wellen eine aus zwei Transportrollen
bestehende Baugruppe, wobei eine Transportrolle über der an
deren angeordnet ist. Der Kerbeinheit ist eine Schneideeinheit
nachgeordnet, welche dazu dient, an dem Bogen jeweils Schnit
te in bestimmten Formen anzubringen. Wie bereits weiter vor
ne erwähnt wurde, können diese Schnitte Belüftungsöffnungen,
Grifflöcher oder dergleichen sein.
Die verwendete Schneideeinheit kann durch eine obere, die
Werkzeuge tragende Walze gebildet sein, welche mit einer unte
ren, glatten Gegenwalze zusammenwirkt, die aus einem metalli
schen Material, beispielsweise aus Stahl, gebildet ist. In
bestimmten Schneideeinheiten besteht die untere Gegenwalze
aus einem metallischen Zylinder, welcher mit einem Elasto
mer überzogen ist. Um einen annehmbaren Transport des Bogens
in dieser Einheit zu gewährleisten, fügt man beiderseits der
oberen und unteren Walze ein Transportorgan vom gleichen Typ
zu, wie es in der Kerbeinheit Verwendung findet. Der Antrieb
der oberen und unteren Walzen der verschiedenen Einheiten
wird über Zahnradgetriebe bewerkstelligt, welche für alle
die mit den Bögen in Kontakt kommenden Organe eine gleiche
Umfangsgeschwindigkeit gewährleisten.
Es gibt auch schon eine Einrichtung, welche eine Winkelverstel
lung der nachgeordneten Werkzeuge in bezug auf die Anfangs
position des Bogens im Eingangsbereich der Maschine ermöglicht;
diese erlaubt eine Einstellung der die Werkzeuge tragenden
Walzen in Phase mit den zu bearbeitenden Bögen. Die verschie
denen Druckwerkzeuge, Prägewerkzeuge, Kerbwerkzeuge und Schnei
dewerkzeuge sind selbstverständlich so ausgebildet, daß man
diese seitlich entlang den zugehörigen Wellen verschieben kann,
so daß man Schachteln von unterschiedlichen Breiten und For
men bearbeiten kann. Diese Verschiebungen können mit Hilfe
von Getriebemotoren durchgeführt werden, welche von einer
zentralen Einheit angesteuert werden; in diese kann man bei
spielsweise verschiedene Abmessungen für die herzustellenden
Schachteln eingeben. Diese zentrale Einheit übermittelt so
fort die entsprechenden Befehle an die verschiedenen Getrie
bemotoren. Die Vorprägeeinheiten, Prägeeinheiten, Kerbeinhei
ten und Schneideeinheiten sind grundsätzlich in einer Maschi
ne enthalten, welche die Einführung, das Bedrucken, das Fal
ten und das Ausgeben verschiedener Bögen ermöglicht.
Diese Maschinengattung erlaubt demnach bei einer vorgegebenen
Bogen-Durchlaufgeschwindigkeit eine bestimmte Produktion von
Schachteln, welche einerseits von der Länge der eingeführten
Bögen und andererseits vom äußeren Durchmesser der Kerb- und
Schneidewerkzeuge abhängt. Im übrigen macht der mechanische
Antrieb der verschiedenen diese Maschine bildenden Elemente
die Passereinstellung der verschiedenen Elemente sehr kompli
ziert, und zwar wegen des dieser Konstruktion eigenen Funk
tionsspiels. Diese Passerfehler haben zur Folge, daß bei den
an den Bögen ausgeführten Bearbeitungsvorgängen keine große
Genauigkeit erreicht werden kann. Außerdem hat diese Möglich
keit, eines der Elemente bezüglich des anderen einstellen zu
können, eine teure und komplizierte Konstruktion der Maschi
ne zur Folge.
Durch die US-PS 40 71 896 ist bereits eine Einrichtung der
im Oberbegriff des Anspruches genannten Art bekannt, bei der
die Bearbeitungsstationen und der Anleger bei einem Format
wechsel durch separate Verstellmotoren einstellbar sind. Die
Einführstation und die Ausrichtstation sind zusammengefaßt
und werden durch einen Antriebsmotor angetrieben. Deshalb
können diese beiden Stationen nicht individuell an die bei
steigenden Durchsatzmengen unterschiedlich sich ändernden
Arbeitsbedingungen angepaßt werden, so daß vor allem bei ho
hen Durchsätzen die Passergenaugigkeit verlorengeht.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Druck
slotter der gattungsgemäßen Art bei passergenauer Arbeitsweise für große Durchsatzmengen
geeignet zu machen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen
des Anspruches 1 enthaltenen Merkmale gelöst. Durch diese
Trennung ist ein passergenaues Arbeiten bei hohen Arbeitsge
schwindigkeiten möglich.
Die weiteren Ansprüche beschreiben vorteilhafte Ausführungs
formen der Erfindung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 schematisch eine Maschine zur Bearbeitung von Falt
schachteln;
Fig. 1a schematisch in einer Prinzipdarstellung die Antriebs
einrichtung der Maschine;
Fig. 1b schematisch die Antriebseinrichtung für die verschie
denen seitlichen Bewegungen der Organe der Maschine;
Fig. 2 ein allgemeines Blockschema der Antriebseinrichtung
für die Gleichstrommotoren;
Fig. 3 schematisch die einzelnen die Antriebseinrichtung
bildenden Komponenten;
Fig. 4 ein Blockschema der Antriebseinrichtungen aller Moto
ren der Maschine.
Die in Fig. 1 dargestellte Maschine zur Herstellung von
Faltschachteln umfaßt eine Einführungsstation A, eine
Ausrichtstation B für die Bogen aus Wellkarton, welche
aus der Einführungsstation A kommen, eine Druckstation
C mit vier Druckeinheiten 1, 2, 3 und 4, eine Schnei
destation D mit einer Rill- oder Prägeanlage 5, einer Schlitz- oder Kerbanlage
6 und einer Ausschneideanlage 7, eine Falt-Klebe
Station E und zuletzt eine Stapel- und Aufnahmesta
tion F.
Die Einführungsstation wird durch eine Stapel-Zuführ
einrichtung 8 gebildet, die einem Bogenanleger 9 zuge
ordnet ist, welcher sich aus einem Stapelheber 10 und
einem Greifer 11 zusammensetzt, welcher dazu be
stimmt ist, das jeweils obere Blatt des Stapels 12
anzuheben, damit es im Zyklus in die Maschine einge
führt werden kann. In der Einführungsstation wird
der Bogenstapel zunächst hinsichtlich der Mittelachse
der Maschine mit Hilfe von seitlichen Anschlägen aus
gerichtet; sodann werden die oberen Bögen des Stapels
12 mit Hilfe von frontalen und seitlichen Anschlägen
im Winkel ausgerichtet, bevor sie in die Ausricht
station B befördert werden. Die Ausrichtstation B
für die Bögen umfaßt ein Ketten- und Greiffinger-
Register 13, welches dazu bestimmt ist, einen auf
einanderfolgenden Weitertransport der Bögen sicherzu
stellen derart, daß sich diese in Übereinstimmung mit
den Klischees befinden, welche auf den Druckwalzen
der Druckstation C aufgebracht sind. Die Greifein
richtung 13 ist mit seitlichen Ausrichtmitteln (nicht
dargestellt) versehen, welche die korrekte Lage des
Bogens bezüglich der Mittellinie 32 sicherstellen.
In der Ausrichtstation B ist außerdem eine Einrich
tung zum Auswerfen von beschädigten oder nicht form
gerechten Bögen vorgesehen. Wie Fig. 1 zeigt, kann
es vorkommen, daß gewisse Druckeinheiten jeweils nicht
verwendet werden, so daß es erforderlich ist, diese
außer Betrieb zu setzen. Im dargestellten Beispiel
werden die Druckeinheiten 2 und 4 nicht verwendet;
ihre Außerbetriebsetzung wird dadurch bewerkstelligt,
daß sie abgesenkt werden; um den korrekten Transport
der Bögen sicherzustellen, wird an der Stelle, welche
vorher von der Druckwalze eingenommen wurde, eine
Stützrolle angeordnet. Diese ist an einem Hebel
arm befestigt, welcher in Längsrichtung bewegt
werden kann. Es ist demnach möglich, an einer Druck
einheit, welche sich in ihrer Außerbetriebsstellung
befindet, Wartungsarbeiten oder Arbeiten für die Vor
bereitung eines neuen Arbeitsganges durchzuführen,
ohne dazu gezwungen zu sein, die laufende Produktion
zu unterbrechen. Die Prägeanlage 5 der Schneidestation
D besteht aus zwei Prägeeinheiten, welche hintereinan
der angeordnet sind. Jede Prägeeinheit umfaßt eine
untere Walze 17 und eine obere Walze 18. Die obere
Walze 18 ist mit Prägewerkzeugen ausgestattet, wäh
rend die untere Walze 17 mit gebräuchlichen Gegen
stücken versehen ist.
Die Kerbanlage 6 umfaßt zwei Kerbeinheiten, welche
sich jeweils aus einer oberen, mit Werkzeugen be
stückten Walze 19 zusammensetzen, die oberhalb einer
unteren, mit entsprechenden Nuten versehenen Walze
20 angeordnet ist. Die Kerbeinheiten sind hintereinan
der angeordnet. Hinter der Kerbanlage 6 ist die Aus
schneideanlage 7 angeordnet; sie wird durch eine
mit Werkzeugen bestückte obere Walze 21 qebildet,
die oberhalb einer unteren Gegenwalze 22 angeordnet
ist. Die Ausschneideanlage 7 ist so angeordnet, daß
sie außer Betrieb gesetzt werden kann, indem sie in eine
untere Position verfahren wird, wie in Fig. 1 mit
strichpunktierten Linien dargestellt. Wenn die Bear
beitung ohne Verwendung der Ausschneideanlage 7 wei
tergeführt werden soll, wird der von dieser freige
machte Raum hinter der Kerbanlage 6 dadurch ausge
füllt, daß an diese Stelle ein teleskopischer Förde
rer 23 gesetzt wird. Wenn dieser teleskopische Förde
rer 23 seine korrekte Position innehat, ist es mög
lich, Ausrichtarbeiten, Wartungsarbeiten oder Arbei
ten zum Aufbringen neuer Werkzeuge auf die obere Walze
19 der Ausschneideanlage durchzuführen, und zwar bei
laufender Maschine. Die Schneidestation D umfaßt außer
dem eine Auswerfeinrichtung 24 für Abfallstücke, wobei
diese unter der Kerbanlage 6 und der Ausschneideanlage
7 angeordnet ist. Die Abfallstücke werden mit Hilfe ei
nes Sammlers 25 der Auswerfeinrichtung 24 zugeführt.
Die Falt-Klebestation E umfaßt außer dem teleskopischen
Förderer 23 eine Reihe von nebeneinander angeordneten
oberen Bandförderern 26 sowie unteren Bandförderern 27.
Diese oberen Bandförderer 26 und unteren Bandförderer
27 dienen dazu, den Transport und das Falten der aus
der Schneidestation D kommenden Schachtelnutzen zu be
werkstelligen. Der teleskopische Förderer 23 dient
dazu, den Raum auszufüllen, welcher zwischen der Aus
schneideanlage 7 und der Falt-Klebestation E freige
lassen wird, wenn diese Ausschneideanlage 7 in die
Außerbetriebsstellung abgesenkt wird, die mit strich
punktierten Linien in Fig. 1 dargestellt ist. Eine
Beleimungseinrichtung (nicht dargestellt) für die
Nutzen ist im Eingangsbereich der oberen Bandförderer
26 und unteren Bandförderer 27 vorgesehen.
Die Stapel- und Aufnahmestation F schließt sich an die
Falt-Klebestation E an. Sie umfaßt eine Stapel- und
Zähleinrichtung 28, welche jeweils eine bestimmte An
zahl von gefalteten Schachteln enthaltende Pakete 29
liefert; außerdem umfaßt sie einen Paketförderer 30,
welcher die genannten Pakete 29 einer nicht darge
stellen Banderolier- oder Verschnüreinrichtung zu
führt.
Fig. 1a betrifft die Bewegungsverkettung der Maschine.
Nur die wesentlichen Antriebsmotoren sind dort dar
gestellt. Fig. 1b zeigt schematisch die Bewegungs
verkettung der verschiedenen Seitenbewegungen der
Organe der Maschine sowie die verschiedenen Stellun
gen, welche ein Bogen während seines Durchlaufes durch
die verschiedenen aufeinanderfolgenden Stationen der
Maschine einnimmt. Die Antriebsmotoren der Stapel-
Zuführeinrichtung 8 und des Stapelhebers 10 sind in
dieser Figur nicht dargestellt. Der Antriebsmotor für
den Greifer 11 des Bogenanlegers 9 ist der Motor M 9.
Der Antriebsmotor der Ausrichtstation B ist der Motor
M 1, welcher außerdem die untere Walze 17 und die obere
Walze 18 der Prägeeinheiten antreibt. Der Motor M 1
dient außerdem zum Antrieb der unteren und oberen För
derer 31 der Druckeinheiten 1, 2, 3 und 4. Jede
Druckeinheit 1, 2, 3 und 4 wird durch einen getrenn
ten Motor angetrieben, und zwar treibt der Motor M 2
die Druckeinheit 1, der Motor M 3 die Druckeinheit 2,
der Motor M 4 die Druckeinheit 3 und der Motor M 5 die
Druckeinheit 4.
Die Kerbanlage 6 wird durch die Motoren M 6 und M 7 ange
trieben. Der Motor M 6 treibt dabei die obere, die Werk
zeuge tragende Walze 19 und die untere genutete Walze 20
der ersten Kerbeinheit, während der Motor M 7 zum Antrieb
der oberen, die Werkzeuge tragenden Walze 19 und der
unteren genuteten Walze 20 der zweiten Kerbeinheit der
Kerbanlage 6 dient. Die obere, die Werkzeuge tragende
Walze 21 und die untere Gegenwalze 22 der Ausschneide
anlage 7 werden durch den Motor 8 angetrieben. Die
Falt-Klebestation E ebenso wie die Stapel- und Aufnahme
station F werden durch den Motor M 10 angetrieben.
Die Fig. 1b dient zur Erläuterung der kinematischen Ver
kettung, welche nötig ist, um die seitliche Einstellung
der verschiedenen Stationen in Abhängigkeit von der
Breite der bearbeiteten Bögen zu regeln. Das Grund
prinzip der Seiteneinstellung beruht auf der Verwen
dung einer Mittellinie 32. In der Fig. 1b sind außerdem
die Motoren dargestellt, welche erforderlich sind, um
die Längsausrichtung für die Arbeitsgänge des Druckens,
des Kerbens und des Schneidens zu gewährleisten. Der
Bogen 34 ist in aufeinanderfolgenden Positionen bei
seinem Durchlauf durch die Maschine dargestellt. Diese
Positionen sind durch die Bezugszeichen 34 a bis 34 i be
zeichnet. In der Einführungsstation A werden die oberen
Bogen des Stapels 12 in der Position 34 a durch Anlage
an seitliche Anschläge im Winkel ausgerichtet, wobei
einer der Anschläge eine Hin- und Herbewegung durch
führt, während der andere fest angeordnet ist. Es ist
allerdings erforderlich, die Position dieser Anschläge
in Abhängigkeit von der Breite der zu bearbeitenden
Bögen zu justieren. Zu diesem Zweck werden zwei Moto
ren eingesetzt, und zwar der Motor M 21 für den festen
Anschlag und der Motor M 22 für den eine Hin- und Her
bewegung ausführenden Anschlag.
Was die von der Länge des Bogens abhängige Einstellung
angeht, so bewegt ein Motor M 20 den Bogenanleger 9 auf
Grundstreben vor und zurück, welche einen hinteren An
schlag aufweisen. Der Bogenanleger 9 und dieser Anschlag
werden demnach gleichzeitig eingestellt. In der Aus
richtstation werden die ihre Position 34 b einnehmen
den Bogen, welche vom Bogenanleger 9 kommen, beschleu
nigt und von hinten her ausgerichtet, indem sie mit
Hilfe des Ketten- und Greiffingerregisters 13 zueinan
der gestaffelt werden. Gleichzeitig werden sie noch
einmal seitlich ausgerichtet, so daß sie in bezug auf
die Mittellinie 32 eine perfekte Stellung einnehmen.
Das Ketten- und Greiffingerregister 13 umfaßt zwei
Zahnriemenförderer 35, welche mit Mitnehmern 36 be
stückt sind. Sie sind auf zwei Traggestellen ange
ordnet, welche seitlich versetzbar sind; der Motor M 23
dient zum Versetzen des linken Förderers, bezogen auf
die durch den Pfeil 37 definierte Richtung, der Motor
M 24 dient zum Versetzen des rechten Förderers bezüg
lich der Richtung, welche durch den gleichen Pfeil 37
definiert ist. Die seitliche Ausrichtung der Bögen wird
einerseits mit Hilfe einer festen Führung erreicht,
welche auf dem Grundgestell des rechten Förderers be
festigt ist, und andererseits durch eine Führung,
welche auf Federn aufmontiert und auf dem linken För
derer befestigt ist. Die seitliche Justierung des
linken und des rechten Förderers bewirkt demnach
gleichzeitig die Justierung der Ausrichtorgane für
den Bogen. In den Positionen 34 c und 34 d befindet
sich der Bogen 34 in der Druckstation C. Jeder Bogen
wird von einer Druckeinheit zur anderen mit Hilfe von
unteren und oberen Förderern 31 transportiert, welche
mit einer gemeinsamen Führung verbunden sind, die in Quer
richtung entlang von zylindrischen Querstreben verschieb
bar gelagert ist. Die Einstellung der Seitenposition
der unteren und oberen Förderer 31 auf der linken Seite
wird durch den Motor M 35 bewirkt, während die Einstel
lung der Seitenlage der unteren und oberen Förderer auf
der rechten Seite durch den Motor M 39 durchgeführt wird.
Es sei bemerkt, daß in dem Fall, in dem die gesamte
Unterseite des Bogens bedruckt werden soll, diese
nicht mehr durch die unteren Förderer abgestützt wer
den kann. Es ist deshalb vorgesehen, den Bogen gegen
die Rollenbahn des oberen Förderers mit Hilfe einer
Einrichtung anzulegen, welche einen Unterdruck erzeugt.
Jede Druckeinheit 1 bis 4 ist mit einer derartigen
Einrichtung versehen. Die das Klischee tragende Walze
einer jeden Druckeinheit 1 bis 4 ist so angeordnet,
daß auch sie seitlich versetzt werden kann, um auf
diese Weise die Druckbilder der verschiedenen Druck
einheiten zueinander auszurichten. Zu diesem Zweck
ist sie auf Lagerstützen aufmontiert, welche eine
seitliche Versetzung unter der Wirkung der Motoren
M 105, M 106, M 107 und M 108 erlaubt, die jeweils den
Druckeinheiten 1, 2, 3 und 4 zugeordnet sind. Die
Passereinstellung der Druckeinheiten zueinander
wird dadurch bewirkt, daß auf elektrischem Wege auf
die Winkelposition der Motoren M 2 bis M 5 eingewirkt
wird, welche jeweils die Druckeinheiten 1 bis 4 an
treiben.
In der Fig. 1b sind nur die Motoren M 2 und M 4 der
im Betrieb befindlichen Druckeinheiten 1 und 3 dar
gestellt. In der Schneidestation D sind die unteren
Walzen 17 und oberen Walzen 18 jeder Prägeeinheit
mit unteren und oberen Prägewerkzeugen versehen, sowie
mit Werkzeugen zum Prägen der Laschen. Diese unteren
und oberen Prägewerkzeuge und Laschen-Prägeeinrichtun
gen sind im ersten Abschnitt der Prägeanlage, genannt
Vorpräge-Abschnitt, fünffach vorhanden und gleich
mäßig über die Breite der Maschine nebeneinander an
geordnet; im zweiten Abschnitt der Prägeanlage, ge
nannt Prägeabschnitt, sind sie vierfach vorgesehen.
Es ist offensichtlich, daß sie seitlich justierbar sein
müssen, um die Bögen zu unterschiedlichen Arten und
Formaten von Schachtelnutzen bearbeiten zu können.
Die oberen und unteren Prägewerkzeuge sowie Vorpräge
werkzeuge, welche in der Mittellinie 32 angeordnet
sind, werden ein für allemal in diese Position ein
gestellt; die oberen und unteren Prägewerkzeuge und
Vorprägewerkzeuge, welche beiderseits dieser Linie
angeordnet sind, sind entsprechend der Anordnung der
durchzuführenden Prägungen seitlich verstellbar ange
ordnet. Die fünf oberen und unteren Vorprägewerk
zeuge einschl. des in der Mittellinie 32 angeord
neten sowie das Laschenprägewerkzeug sind so ange
ordnet, daß zwei Vorprägewerkzeuge links der Mittel
linie und ein Vorprägewerkzeug sowie das Laschen
prägewerkzeug auf der rechten Seite liegen. Die Ein
stellung der Position des rechten Vorprägewerkzeuges
erfolgt mit Hilfe des Motors M 31, während die Einrich
tung des rechten Laschenprägewerkzeuges über den Motor
M 32 erfolgt. Die Einrichtung des ersten Vorprägewerk
zeuges der linken Seite wird durch den Motor M 30, die
Einrichtung des zweiten Vorprägewerkzeuges der rechten
Seite sowie des diesem zugeordneten Laschenprägewerk
zeuges durch den Motor M 29 durchgeführt. Im Prägeab
schnitt sind vier Prägewerkzeuge vorgesehen, welche
in Richtung der Vorprägewerkzeuge ausgerichtet sind.
Diese Werkzeuge werden in seitlicher Richtung durch
die gleichen Motoren wie die zur Einstellung der
Vorprägewerkzeuge verwendeten einreguliert, d. h. durch
die Motoren M 29, M 30 und M 31.
Die Schneidestation D umfaßt außerdem, wie bereits
weiter vorne beschrieben, zwei Kerbeinheiten, deren
jede eine untere, Werkzeuge tragende Walze 19 sowie
eine obere genutete Walze 20 umfaßt. Die erste dieser
Kerbeinheiten ist mit drei Kerbwerkzeuganordnungen und
einer aus einem Kerbwerkzeuge und zwei Laschenschneide
werkzeugen zusammengesetzten Anordnung versehen. Die
zweite Kerbeinheit umfaßt ihrerseits eine Anordnung,
die sich aus einem Kerbwerkzeug und zwei Laschen
schneidewerkzeugen zusammensetzt, drei Kerbwerkzeug
anordnungen und einem Kreismesser. Die Seitenverstel
lung dieser verschiedenen Werkzeuge in ihren entspre
chenden Abschnitten erfolgt auf die gleiche Weise wie
bei den Werkzeugen der Prägeeinheiten. Ihre seitliche
Verstellung wird gleichzeitig mit der seitlichen Ver
stellung der Werkzeuge der Prägeeinheiten vorgenommen,
wobei der Betrag dieser Verstellung gleich ist. Die
gleichen Motoren M 29 bis M 32 bewirken demnach die seit
liche Verstellung aller Vorprägewerkzeuge, der Präge
werkzeuge, der ersten und der zweiten Kerbwerkzeuge.
Die Kerbwerkzeuge können außerdem auf der Umfangs
fläche ihrer jeweiligen Werkzeugträger in Winkelrich
tung verstellt werden, und zwar mit Hilfe eines Motors
M 33 für die Werkzeuge der ersten Kerbeinheit und eines
Motors M 34 für die Werkzeuge der zweiten Kerbeinheit.
Diese Winkelverstellung erlaubt eine sehr präzise Ein
stellung des Ortes, an welchem die Kerbungen durchge
führt werden. In Fig. 1b ist die durch den Bogen einge
nommene Position mit 34 f bezeichnet. Den beiden vorbe
schriebenen Kerbeinheiten ist die Ausschneideanlage 7
nachgeordnet, welche durch den Motor M 8 betrieben wird.
Wenn die Ausschneideanlage 7 ihre Betriebsstellung ein
nimmt, wird ihr Antrieb in autonomer Weise durch den
genannten Motor M 8 bewirkt, welcher auf die Geschwindig
keit der anderen Baugruppen der Maschine abgestimmt wird
und aus diesem Grunde in einem bestimmten Verhältnis
in bezug auf diese regelbar ist. Wenn die Ausschneide
anlage 7 in Außerbetriebsstellung ist, wird der Motor M 8
unabhängig geschaltet und kann dann über eine Hilfs
steuerung angesteuert werden. Zwischen den beiden An
triebswellenpaaren 39 der Ausschneideanlage 7 ist die
obere, die Werkzeuge tragende Walze 21 und die untere
Gegenwalze 22 angeordnet. Die obere, werkzeugtragende
Walze 21 ist mit einer Quernut versehen, in welcher
ein Werkzeughalter angeordnet ist, der ein quer ver
laufendes Messer trägt. Sie weist außerdem eine Reihe
von Gewindebohrungen auf, welche zur Befestigung von
Schneidwerkzeugen bestimmt sind. Die Gegenwalze 22
ist auf zwei Lagerstützen montiert, welche mittels
Hydraulikzylindern in vertikaler Richtung dezentrier
bar sind, so daß sie nach unten außer Eingriff ge
bracht werden kann, beispielsweise im Falle einer Pa
pierverstopfung. Die vertikale Dezentrierung der
unteren Gegenwalze 22 erlaubt außerdem eine präzise
Einstellung des Abstandes zwischen dem quer verlau
fenden Messer und der Oberfläche der genannten unte
ren Gegenwalze 22. Eine mechanische Einrichtung er
laubt außerdem eine Verschiebung des quer verlaufen
den Messers der oberen werkzeugtragenden Walze 21
derart, daß dieses zu einer in der unteren Gegenwalze
22 ausgebildeten Längsnut ausgerichtet wird, wenn es nicht
verwendet werden soll. Das quer verlaufende Messer kann
dann nicht mit der unteren Gegenwalze zusammenwirken
und verschleißt sich deshalb nicht unnötigerweise,
da kein Schnitt stattfindet. Wie weiter vorne erwähnt
wurde, sind die die untere Gegenwalze 22 tragenden
Lagerstützen so ausgelegt, daß sie in eine Außerbe
triebsstellung verstellt werden können. Dieser Vor
gang wird mittels hydraulischer Zylinder bewirkt, wel
che die Aufwärts- und Abwärtsbewegung der gesamten
durch diese Lagerstützen gebildete Einheit bewirken.
Es sei bemerkt, daß das quer verlaufende Messer in der
Lage ist, jeden Bogen in zwei Hälften zu teilen, was
bei bestimmten Bogenformaten erlaubt, die Produktion
der Faltschachteln, welche die Maschine verlassen, zu
verdoppeln. Elektrische Sicherungen schützen die ver
schiedenen Bauteile gegen falsche Behandlung. Mit 34 g
ist die Position des Bogens in der Ausschneideanlage 7
bezeichnet. Der dargestellte Bogen ist mit Kerben ver
sehen und danach durch das quer verlaufende Messer in
zwei Zuschnitte 40 bzw. 41 geteilt.
Die Zuschnitte 40 und 41, welche bei 34 h dargestellt
sind, werden in eine Falt-Klebe-Anlage 42 mit Hilfe
eines teleskopischen Förderers 21 eingeführt. Der
teleskopische Förderer 23 und die Falt-Klebe-Anlage
42 bilden die Falt-Klebe-Station E. Der obere Bandför
derer 26 und der untere Bandförderer 27 sowie der
teleskopische Förderer 23 werden von zwei zueinander
ausgerichteten Holmen getragen, wobei einer rechts
und der andere links angeordnet ist, bezogen auf die
durch den Pfeil 37 definierte Förderrichtung der Bögen.
Diese beiden Holme müssen seitlich verstellbar sein
in Abhängigkeit von den an den Zuschnitten 40 und 41
durchzuführenden Faltvorgängen; die gefalteten Zuschnitte
sind mit 34 i bezeichnet. Die oberen Bandförderer 26 sind
so angeordnet, daß sie die Seitenteile der Schachtel
nutzen oder Zuschnitte 40 oder 41 einen über den ande
ren herunterklappen können. Es besteht die Möglichkeit,
die Lineargeschwindigkeit eines der oberen Förderer 26
und unteren Förderer 27 zu regeln; dazu betätigt man
einen Geschwindigkeitsregler, welcher deren Bewegung
in Abhängigkeit von den Faltbedingungen erhöht oder
vermindert. Die Falt-Klebe-Station E wird durch den
Motor M 10 angetrieben, dessen Geschwindigkeit in Ab
hängigkeit von den auf den Bogen ausgeübten Schneide
vorgängen geregelt werden kann, beispielsweise in dem
Fall, in dem jeder Bogen in der Mitte in zwei Hälften
geteilt wird. In diesem Fall muß diese Geschwindigkeit
15% höher sein als die normale Arbeitsgeschwindigkeit,
um eine Trennung der Zuschnitte 40 und 41 am Ausgang
der Ausschneideanlage 7 zu bewirken. Die Falt-Klebe-
Station ist mit einer Beleimungsvorrichtung 43 ver
sehen, welche im Eingangsbereich der Falt-Klebe-Anlage
42 angeordnet ist. Wie weiter oben schon erwähnt wurde,
ist es erforderlich, die Position des rechten und lin
ken Holmes einzujustieren. Dieser Vorgang wird dadurch
bewirkt, daß der rechte Holm mittels des Motors M 37,
der linke Holm mittels des Motors M 36 versetzt wird.
Die Position der Beleimungsvorrichtung 43 in seitlicher
Richtung wird mit Hilfe des Motors M 38 eingestellt.
Alle diese Einstellungen werden durch die zentrale
Steuereinheit der Maschine gesteuert, wobei Endschal
ter vorgesehen sind, um falsche Manöver zu verhindern.
Am Ausgang der Falt-Klebe-Station E werden die Zuschnitte
40 und 41 gezählt; sodann werden sie in der Stapel- und
Aufnahmestation F zu Paketen aufgestapelt. Danach wer
den sie einer Banderolier- oder Verschnüreinrichtung
zugeführt, um sie lagern oder verschicken zu können.
Die Motoren M 1 bis M 10 sind Gleichstrommotoren, während
die Motoren M 20 bis M 24 sowie M 29 bis M 39 Asynchronmo
toren sind. Die Maschine ist mit einer Einrichtung für
die Passersteuerung versehen, welche gewährleistet, daß
jeder Bogen am Eingang der verschiedenen Stationen A
bis F präzise angeliefert wird.
Fig. 2 stellt ein Blockschema der Antriebseinrichtung
dar und bezieht sich insbesondere auf den Antrieb
der Motoren M 1 bis M 10. Die Motoren M 20 bis M 24 und
M 29 bis M 38 werden ihrerseits durch einen Mikropro
zessor angesteuert, welcher die Vorgaben bezüglich
der Breite der Bögen bzw. der seitlichen Position der
Prägungen und Kerbungen verarbeitet.
Wie in Fig. 3 dargestellt, weist die Antriebseinrich
tung der Motoren M 1 bis M 9 eine Steuereinheit I mit
einer Befehlserzeugungsschaltung 50, einer Synchroni
sationsschaltung 51 für die Motoren M 1 bis M 9 und einer
Bewegungskennlinien-Geberschaltung 52 für den Motor M 9 auf, eine
Recheneinheit II mit einem Mikrorechner 53, Eingangs-
und Ausgangsschaltungen 54 und einer Eingangs-Unter
brecherschaltung 55; sie weist außerdem eine Signal
verarbeitungseinheit III mit einem Organ 56, welches
die Richtung der von den Impulsgeneratoren G 1 bis G 9
der Motoren M 1 bis M 9 kommenden Impulse erkennt und
mit 4 multipliziert, sowie mit einer Verarbeitungsein
heit 57 zur Phaseneinstellung und Formung aller Signale
welche von der Maschine zu den Einheiten I und II gehen
und umgekehrt; sie weist weiterhin eine Steuerlogik
IV für die Maschine auf mit einer Antriebs-Auswahl
schaltung 58 und einer logischen Schaltung 60 für
die Auswahl von manuellen Steuerbefehlen. Der Motor
M 10 wird ohne Synchronisationsschaltung direkt durch
einen Befehl C 10 angesteuert, welcher von der Befehls
erzeugungsschaltung 50 in Abhängigkeit davon ausge
geben wird, ob ein einfacher oder doppelter Abschnitt
vorliegt.
Die Funktionen dieser verschiedenen Organe
werden anhand der Fig. 2 näher beschrieben. Die Be
fehlserzeugungsschaltung 50 gibt ein analoges Geschwin
digkeitssignal CA, ein digitales Rotationssignal CD,
ein digitales Verdrehungssignal DD, in Abhängigkeit
vom automatischen oder manuellen Betrieb, ein analo
ges Beschleunigungssignal ACC und ein Signal
V VL an die Schaltung 60 für manuelle Befehle
aus. Die Befehlserzeugungsschaltung 50 umfaßt einen
Zähler-Dekodierer, welcher die Arbeitsgeschwindigkeit
der Maschine speichert. Diese Arbeitsgeschwindigkeit
kann nach Belieben durch Befehl vergrößert oder ver
kleinert werden. Sie umfaßt außerdem einen Digital-
Analog-Wandler, welcher das digitale Referenzsignal
der Geschwindigkeit in ein analoges Referenzsignal um
wandelt. In der Befehlserzeugungsschaltung 50 ist ein
Signalgenerator zur Erzeugung eines analogen Geschwin
digkeitssignals CA ohne Beschleunigungssprung vorge
sehen; das analoge Beschleunigungssignal ACC wird
ebenso durch den Signalgenerator erzeugt. Das Signal
C 10 für den Motor M 10 wird vom analogen Geschwindig
keitssignal CA abgeleitet, und zwar, wie weiter vorne
erwähnt, in Abhängigkeit davon, ob die Maschine Ab
schnitte von einfachem oder doppeltem Format bearbei
tet. Die Information S/D, betreffend einfache oder
doppelte Abschnitte, kommt aus der Recheneinheit II.
Die Befehlserzeugungsschaltung 50 umfaßt auch einen
vom analogen Geschwindigkeitssignal CA angesteuer
ten Spannungs/Frequenzumwandler zur Erzeugung des
digitalen Rotationssignals CD sowie einen über eine
Steuerleitung "automatisch/manuell" angesteuerten
Frequenzgenerator zur Erzeugung des digitalen Ver
drehungssignal DD. Ein anderer Bestandteil der Be
fehlserzeugungsschaltung wird durch einen Komparator
gebildet, welcher die Informationen V VL
der logischen Schaltung 60 für manuelle Steuerung
zuführt. Zusammenfassend werden der Befehlserzeugungs
schaltung 50 folgende Signale zugeführt: Ein Signal
S/DM, welches dazu dient, manuell den Arbeitszustand
für einfaches oder doppeltes Format herzustellen,
ein Signal S/D, welches von der Recheneinheit II kommt
und dazu dient, automatisch den Arbeitszustand für
einfaches oder doppeltes Format einzustellen, das
Signal A/M für die Auswahl des automatischen oder
manuellen Betriebes, ein Signal VF zum Auswerfen
der in der Maschine befindlichen Bögen, und die
Signale AI für Schnellstop, ACC für die Beschleu
nigung, DEC für die Verlangsamung, ML für Langsam
lauf und DEM für den Start. Die die Befehlserzeu
gungsschaltung 50 verlassenden Signale sind die
Signale CA, CD, DD, ACC, V VL, welche
weiter vorne schon genannt wurden, und ein Signal MA
gleich "Maschine Halt", welches der logischen An
triebs-Auswahlschaltung 58 zugeführt wird.
Der zweite Bestandteil der Steuereinheit I wird durch
die Synchronisationsschaltungen 51 gebildet; diese
enthalten jeweils einen Summierer, welcher ein Strom
signal I CONS der Antriebseinrichtung zuführt. Dieses
Stromsignal I CONS wird durch den Summierer auf der
Basis des von einem Geschwindigkeitsregler geliefer
ten Momentensignals zusammen mit dem analogen Be
schleunigungssignal ACC, welches von der Befehlser
zeugungsschaltung 50 ausgegeben wird, berechnet. In
jeder Synchronisationsschaltung 51 gibt es eine Ge
schwindigkeits-Regelschleife, in welche in Gegenkopplung
eine Geschwindigkeitsmeßgröße eingegeben wird, und zwar
jeweils auf der Basis der von den Impulsgeneratoren G 1 bis G 9 der
Motoren M 1 bis M 9 erzeugten Impulse. Das Geschwin
digkeitssignal kann das Ergebnis der Kombination
aus dem analogen Geschwindigkeitssignal CA, dem
Geschwindigkeits-Korrektursignal CORR, welches von
einem Positionsregler berechnet wird, und einem
internen positiven oder negativen Referenzwert
der Geschwindigkeit sein. Außerdem ist in jeder
Synchronisationsschaltung 51 eine Positions-Regel
schleife vorgesehen, welche die Synchronisation
der Drehwinkel herstellt. Diese Regelschleife wird
durch einen Zähler-Dekodierer, einen Digital-Analog-
Wandler und einen Positionsregler gebildet. Die
Synchronisationsschaltung besitzt außerdem eine
Steuerlogik, welche die gewünschten Funktionen auf
der Basis der eingehenden Befehle zur Verfügung stellt.
Der dritte Bestandteil der Steuereinheit I wird durch
eine Bewegungskennlinien-Geberschaltung 52 gebildet, welche
einen Binärzähler, einen Speicher, ein Multiplika
tionsglied, ein Divisionsglied und eine Steuerlogik
umfaßt. Der Binärzähler zählt die positiven Impulse des
Impulsgenerators G 1 des Motors M 1 positiv, die negati
ven Impulse dieses Generators negativ. Diese Impulse
werden zunächst von der Signalverarbeitungseinheit III
verarbeitet. Der Speicher speichert die Kennlinien
der Bewegung, denen der Motor M 9 folgen muß. Das
Multiplikationsglied stellt den Geschwindigkeitsbefehl
für den Motor M 9 zur Verfügung. Das Divisionsglied er
laubt eine Anpassung eines Inkrementes des Impulsgene
rators G 9 des Motors M 9 an das Vorschubinkrement aus
dem digitalen Befehl CD′, welcher vom Speicher ausge
geben wird. Die Steuerlogik dient zur Ansteuerung der
Bewegungskennlinien-Geberschaltung 52, während der Kopplungsphase
der elektrischen Kopplung welche die Motoren
G 1 bis G 9 miteinander verbindet. Die in die Bewegungskennlinien-
Geberschaltung 52 eingehenden Signale sind jeweils:
Das digitale Verdrehungsignal DD aus der Befehlserzeu
gungsschaltung 50, das analoge Geschwindigkeitssignal
VA M 1 vom Motor M 1, welches von der Synchronisa
tionsschaltung 51 des Motors M 1 kommt, die Anzeige
index M 1 der Synchronisationsschaltung 51 des Motors M 1,
welche die korrekte Einstellung des Motors M 1 anzeigt,
die positiven oder negativen Impulse GI₁ des Impulsge
nerators G 1, die Anzeige index M 9, welche die korrekte
Einstellung des Motors M 9 anzeigt, und die positiven oder
negativen Impulse GI₉ des Impulsgenerators G 9. Die
von der Bewegungskennlinien-Geberschaltung 52 ausgehenden Signale
sind: Die positiven oder negativen verarbeiteten Im
pulse GI′ des Impulsgenerators G 9, das verarbeitete
digitale Verschiebesignal DD′, ein digitales Signal
CD′ und ein analoges Signal CA′. Alle von der Bewegungskennlinien-
Geberschaltung 52 ausgehenden Signale gehen an
die Synchronisationsschaltung 51 des Motors M 9.
Die Recheneinheit II wird durch einen Mikrorechner 53 ge
bildet, welcher folgende Funktionen ausführt:
- a) Herstellen einer Übereinstimmung zwischen dem pro grammierten Wert und dem Ist-Zustand, in dem sich die Organe der Maschine befinden;
- b) Voreinstellung der Motoren M 1 bis M 9 bei einer Ar beitsumstellung oder nach Unterbrechung der diese verbindenden elektrischen Kopplung;
- c) Durchführung der Korrektur der Winkelstellungen bei den Motoren M 1 bis M 9, und zwar entweder durch Be tätigung einer Drucktaste oder durch Einheiten zur Passersteuerung für die Bögen;
- d) Betriebsüberwachung der verschiedenen Motoren M 1 bis M 9.
Es ist erforderlich, die Funktion a bei einer Arbeits
umstellung durchzuführen. In diesem Fall gibt die Be
dienungsperson in ein Schaltpult die Produktionsvor
gaben ein, d. h. das Format der herzustellenden Schach
tel, die Seiteneinstellungen der verschiedenen Werk
zeuge, die Liste der verwendeten Druckeinheiten sowie
eine Information, welche sich auf die Benutzung oder
Nichtbenutzung der Ausschneideeinheit bezieht. Alle
diese Informationen sind Teil des Grundvorrates Vor
gaben, welche dem Mikrorechner 53 der Recheneinheit II
zugeführt werden, wenn der Befehl zur Voreinstellung
der Gleichstrommotoren M 1 bis M 9 oder der Asynchron
motoren M 20 bis M 24 und M 29 bis M 39 diesem eingegeben
wird. Andererseits erhält der Mikrorechner 53 Informa
tionen über die Eingangsleitungen der logischen Antriebs-
Auswahlschaltung 58 der Motoren M 1 bis M 8. Wenn der Be
fehl zur Voreinstellung der Motoren M 1 bis M 9 von den
Organen des Steuerpultes gegeben wird oder auch durch
einen Einstellungs- oder Indexierungsbefehl von der
logischen Start-Schaltung 59, vergleicht der Mikrorech
ner 53 die Liste der vorprogrammierten Motoren mit den
tatsächlich ausgewählten Motoren und übermittelt jede
Abweichung an die Organe des Steuerpultes, um einen
entsprechenden Hinweis auf einem Bildschirm sichtbar
zu machen.
Die Funktion b wird bei einer Änderung der Arbeitsbe
dingungen der Maschine aufgerufen, beispielsweise, wenn
man die Herstellung einer neuen Schachtel mit unter
schiedlichem Format aufnehmen will. Zu diesem Zweck
enthält der Grundvorrat der Vorgaben, welche die Infor
mationen für eine bestimmte Bearbeitung darstellen,
einen Einstellwert für die Gleichstrommotoren M 1 bis M 9.
Dieser Einstellwert entspricht bei einer Arbeitsumstel
lung der Winkelverdrehung der Motoren M 1 bis M 9, wel
che von den Organen des Steuerpultes in Abhängigkeit
von den geometrischen Abmessungen der herzustellenden
Schachtel berechnet worden sind. Während der Produk
tion wird diese Verstellung durch die tatsächliche
Winkeleinstellung der Motoren M 1 bis M 9 repräsentiert.
Die tatsächliche Winkeleinstellung ist definiert als
die Anfangs-Winkeleinstellung vermehrt um die Winkel
korrekturen, die seit Beginn der Bearbeitung durchge
führt worden sind. Die Funktion b kann durch die Organe
des Steuerpultes aufgerufen werden, mittels einer
Menütaste oder durch ein Signal, welches von einem
allgemeinen Signal zum Einstellen bzw. Indexieren ab
geleitet ist. Die Voreinstellung besteht daraus, ein
Signal "index OK" von den Synchronisationsschaltungen
51 der Motoren M 1 bis M 9 festzustellen, sodann eine
Winkelkorrektur der Einstellung der Motoren M 1 bis M 9
durchzuführen, welche dem vorher in den die Informa
tionen für eine bestimmte Arbeit beinhaltenden Basis-
Vorgaben gespeicherten Wert entspricht. Eine Vorein
stellungs-Routine bewirkt, daß die ausgewählten Motoren
den vorprogrammierten Maschinengruppen entsprechen und
daß die Liste der Signale "index OK" der Liste der
ausgewählten Gruppen entspricht. Für die Durchführung
dieser Routine ist eine begrenzte Zeit vorgesehen.
Die Funktion c dient zur Winkelkorrektur der Motoren
M 1 bis M 9 während des Laufs der Maschine. Zu diesem
Zweck sind fünf Leitungen AD 0 bis AD 4 vorgesehen,
welche eine Ansteuerung der Synchronisationsschaltung
der Motoren M 1 bis M 9 erlauben, bei welchen diese Winkel
korrektur durchgeführt werden soll, sowie die
Festlegung der Richtung dieser Korrektur; eine Lei
tung CORR ist vorgesehen, welche vom Mikrorechner 53
der Recheneinheit II einen Impuls empfängt, dessen Dauer
proportional zur Amplitude dieser Korrektur ist. Wäh
rend der Dauer dieses Impulses wird das digitale
Verdrehungssignal DD, welches von der Befehlserzeu
gungsschaltung 50 bereitgestellt wird, dem Eingang
der betreffenden Synchronisationsschaltung 51 zu
geleitet. Die maximale Amplitude der Korrektur ent
spricht einer kompletten Umdrehung eines der Moto
ren M 1 bis M 9, was außerdem gestattet, diese durch
einmaliges Aufrufen der Korrekturroutine in eine
beliebige Winkelstellung einzustellen. Nach der
Durchführung der Korrektur bringt die Routine die
Grund-Vorgaben des Mikrorechners 53 auf den neuen Stand.
Die Korrekturroutine wird durch einen Befehl aufge
rufen, welcher von den Organen des Schaltpultes wäh
rend einer Voreinstellung (Indexierung) der Gleich
strommotoren M 1 bis M 9 ausgeht oder auf Anfrage von
einer der Einheiten 66 und 67 für die Passersteue
rung (siehe Fig. 4), welche zum Korrigieren eines
Registerfehlers dienen. Die Korrekturroutine kann
außerdem durch einen Befehl aufgerufen werden, wel
cher von einer der Drucktasten 68 (siehe Fig. 4) für
manuelle Korrektur ausgeht. Die Funktion d dient zur
Überwachung des Laufs der Motoren M 1 bis M 9. Zu die
sem Zweck führt eine Leitung "overflow" zum Mikro
rechner 53 der Recheneinheit II. In dem Fall, in dem
diese Leitung "overflow" aktiviert wird, prüft der
Mikrorechner 53 sofort die Werte der Eingangslei
tungen "index OK" aller ausgewählten Synchroni
sationsschaltungen 51 und kann so angeben, welche Schaltkreise
oder welcher Schaltkreis außer Tritt gefallen ist,
wobei selbstverständlich diese Information auf einem
Bildschirm sichtbar gemacht wird.
Die Recheneinheit II empfängt folgende Informationen:
Den Befehl zur Auswahl der Motoren M 2, M 3, M 4, M 5, M 8,
welcher jeweils durch S 2, 3, 4, 5, 8 bezeichnet ist
und vom Eingang der logischen Antriebs-Auwahlschaltung
58 kommt, das Signal MA oder "Maschine Stop", welches
von der Befehlserzeugungsschaltung 50 kommt, das
Signal BPM 3 bis BPM 6 für "Drucktasten außer Funktion",
das digitale Verdrehungssignal DD, welches vom Ausgang
der Befehlserzeugungsschaltung kommt, das Signal MI
für die Indexierung und das Signal VF für das Auswerfen
der Bögen, welche beide von den Synchronisationsschal
tungen 51 der Motoren M 1 bis M 9 kommen, das Signal
"overflow" O, welches von den Synchronisationsschaltungen
51 der Motoren M 1 bis M 9 kommt, die Angabe A/M für
automatisch/manuell, welche vom Schaltpult kommt, das
von den Synchronisationsschaltungen 51 der Motoren M 1
bis M 9 kommende Signal "index OK" für die korrekte
Indexierung und die Informationen P, welche von den
Impulsgeneratoren GI AC der Motoren M 20 bis M 24, M 29
bis M 39 kommen und dazu bestimmt sind, die seitliche
Einstellung der Maschinenorgane zu steuern. Die von
der Recheneinheit II ausgehenden Informationen sind fol
gende: Eine Arbeitsvorgabe S/D für einfaches oder
doppeltes Format, welche der Befehlserzeugungsschal
tung 50 zugeleitet wird, ein Signal OK für "Mikro
rechner In Ordnung" welches ebenfalls der Befehlser
zeugungsschaltung 50 zugeleitet wird, ein Blockier
signal BL, ein Signal MEMI für die Speicherung der
Indexierung, ein Befehl MI für die Durchführung der
Indexierung, ein Korrektursignal CORR, vier Adressen
signale AD 0 bis AD 3, sowie ein Korrektursignal AD 4,
wobei alle diese Signale den Synchronisationsschaltun
gen 51 der Motoren M 1 bis M 9 zugeleitet werden. Die
Signalverarbeitungseinheit III empfängt Informationen,
welche von den Impulsgeneratoren G 1 bis G 9 der Motoren
M 1 bis M 9 kommen; er transformiert diese in die Signale
GI₁ bis GI₉, welche jeweils den Synchronisationsschal
tungen 51 der Motoren M 1 bis M 9 zugeführt werden.
Die der logischen Antriebs-Auswahlschaltung 58 einge
gebenen Vorgaben sind: Die Befehle S 2, S 3, S 4, S 5, S 8
zur Auswahl der Motoren M 2, M 3, M 4, M 5, M 8, das Signal
MA für "Maschine Stop", welches von der Befehlser
zeugungsschaltung 50 kommt sowie das Signal, welches
von der Drucktaste 65 ausgeht, die elektrische
Kopplung unterbricht und alle Motoren M 1 bis M 9 in
ihre Anfangseinstellung zurückbringt. Die Signale, welche
von der logischen Antriebs-Auswahlschaltung 58 aus
gehen, sind die Auswahlbefehle SEL 1, 6, 7, 9, welche
für die Synchronisationsschaltungen 51 der Motoren M 1,
M 6, M 7 und M 9 bestimmt sind, sowie die Auswahlbefehle
SEL 2, 3, 4, 5, 8, welche für die Synchronisations
schaltungen der Motoren M 2, M 3, M 4, M 5 und M 8 bestimmt
sind.
Die Anordnung der Steuerlogik IV umfaßt außerdem die
logische Startschaltung 59, welche folgende Operationen
durchführt:
Anzeige des Startes
Auswerfen der in der Maschine befindlichen Bögen
Langsamlauf
Normallauf.
Anzeige des Startes
Auswerfen der in der Maschine befindlichen Bögen
Langsamlauf
Normallauf.
Die Anzeige für den Start ist eine "Hupe", welche durch
Betätigen irgendeiner Drucktaste in Funktion gesetzt
wird, die dazu dient, die Maschine in Bewegung zu setzen.
Der Befehl zum Auswerfen der in der Maschine befind
lichen Bögen ist unabhängig davon, ob die elektrische
Kopplung der Motoren M 1 bis M 9 besteht oder
getrennt ist. Dieser Befehl bewirkt den Aufruf des
Signals "Langsamlauf" in der Befehlserzeugungsschal
tung 50 und aktiviert die Leitung VF (Auswerfen der
Bögen) zu den Synchronisationsschaltungen 51. Ein Be
fehl "Langsamlauf" oder "Normallauf" kann die Funktion
b für die Indexierung der Motoren M 1 bis M 9 dementspre
chend aufrufen, ob die elektrische Kopplung be
steht oder getrennt ist. Es ist möglich, von Normal
lauf zu Langsamlauf und umgekehrt überzugehen, ohne
die Maschine anzuhalten. Die in die logische Startschal
tung 59 eintretenden Informationen sind folgende:
Die Signale STO von den "Stop"-Tasten der Maschine,
das Signal STA von den Tasten für das Ingangsetzen
der Maschine, das Signal BL für die Blockierung, welches
anzeigt, daß die elektrische Kopplung der Motoren
M 1 bis M 9 nicht in Ordnung ist, das Signal O, welches
eine Unterbrechung der elektrischen Kopplung
anzeigt (Verlust der Synchronisierung), die Befehls
signale STU für den Nothalt, ML für den Langsamlauf
und VF für das Auswerfen der Bögen sowie die Informa
tion RG zur allgemeinen Wiederherstellung der Aus-
gangs-Bedingungen. Die von der logischen Start-Schal
tung 59 ausgehenden Informationen sind: Die Signale DEM
für den Start, ML für Langsamlauf und AI für ein
sofortiges Anhalten, welche alle drei der Befehlserzeu
gungsschaltung 50 zugeführt werden, ein Signal AEOK,
welches anzeigt, daß die elektrische Kopplung
korrekt hergestellt ist, und die Signale MI zum
Indexieren sowie VF zum Auswerfen der Bögen, welche
beide den Synchronisationsschaltungen 51 der Motoren
M 1 bis M 9 und der Recheneinheit II zugeführt werden.
Der dritte Bestandteil der Steuerlogik IV ist die logi
sche Schaltung 60 für manuelle Befehle; sie umfaßt
Drucktasten, welche positive oder negative Befehle
für alle Motoren M 1 bis M 9 bewirken. Diese Befehle
haben drei unterschiedliche Funktionen:
ein Analogbefehl "Voreilen/Nacheilen" für die Synchroni sationsschaltungen 51, welche nicht im Modus "Elektri sche Kopplung korrekt" sind,
ein digitaler Verdrehbefehl Vor/Zurück für die Syn chronisationsschaltungen 51, welche im Modus "Elektrische Kopp lung hergestellt" sind, wobei der Mikrorechner der Rechen einheit II außer Funktion ist,
ein Befehl zum Aufruf einer Korrektur-Routine des Mikro rechners der Recheneinheit II.
ein Analogbefehl "Voreilen/Nacheilen" für die Synchroni sationsschaltungen 51, welche nicht im Modus "Elektri sche Kopplung korrekt" sind,
ein digitaler Verdrehbefehl Vor/Zurück für die Syn chronisationsschaltungen 51, welche im Modus "Elektrische Kopp lung hergestellt" sind, wobei der Mikrorechner der Rechen einheit II außer Funktion ist,
ein Befehl zum Aufruf einer Korrektur-Routine des Mikro rechners der Recheneinheit II.
Außerdem soll der logische Schaltkreis 60 für manuellen Betrieb an die
nicht ausgewählten Motoren die Befehle "Drucktasten
mit positivem oder negativem Wert" übertragen außer
im Fall eines Nothaltes. Für die ausgewählten Motoren
braucht der Schaltkreis 60 die Befehle "Drucktasten
mit negativem Wert" nicht zu übertragen, außer wenn die
Signale V VL oder MEM index (siehe Fig. 2) aktiviert
werden, so daß eine der ausgewählten Gruppen nicht
rückwärts laufen kann. Die der logischen Schaltung 60
für manuellen Betrieb zugehenden Informationen sind
folgende: Die Anzeige V VL, welche von der Befehls
erzeugungsschaltung 50 kommt, das Signal STU für den
Nothalt, welches von der logischen Start-Schaltung 59
kommt, die Signale S 2, S 3, S 4, S 5, S 8 für die Auswahl
der Motoren M 2, M 3, M 4, M 5, M 8, welche von der logi
schen Antriebs-Auswahlschaltung 58 kommen, die
positiven oder negativen Informationen BM 1 bis BM 9,
welche durch Betätigen der Drucktasten für die manuel
len Befehle erzeugt werden, und ein Signal MI für
die Speicherung des Index. Die Informationen, welche
aus der logischen Schaltung für manuellen Betrieb
kommen, sind im wesentlichen die positiven oder nega
tiven Informationen BM 1 bis BM 9, welche zum einen
für die Synchronisationsschaltungen 51 der Motoren M 1
bis M 9 und zum anderen für den Mikrorechner 53 der
Recheneinheit II bestimmt sind.
Fig. 4 zeigt ein Blockschema der Antriebseinrichtung
aller Motoren der Maschine. Dieses Blockschema zeigt
die Verbindungen zwischen den verschiedenen Steueror
ganen der Gleichstrommotoren M 1 bis M 9 und der
Asynchronmotoren M 20 bis M 24 und M 29 bis M 39. Die
Recheneinheit II empfängt die Informationen, welche
spezifisch für einen Teil der Motoren, nämlich Gleich
strommotoren und Asynchronmotoren, sind. Die Funktionen
der Gleichstrommotoren M 1 bis M 9 werden durch ganz
bestimmte Schaltungen angesteuert, welche in Fig. 4
in einem gestrichelt gezeichneten Block DC 77 darge
stellt sind; die Funktionen der Asynchronmotoren M 20
bis M 24 und M 29 bis M 39 werden durch einen mit durch
gehenden Linien gezeichneten Block AC 78 gesteuert.
Die Blöcke 77 und 78 können durch einen Block CTP 79
beeinflußt werden, welcher strichpunktiert gezeichnet
ist. Der Block 77, dessen Bestandteile anhand der
Fig. 2 beschrieben wurden, dient vorwiegend zur Bil
dung der elektrischen Kopplung zwischen den Mo
toren M 1 bis M 9, zur unabhängigen Einstellung eines
Winkelversatzes für jeden Motor M 1 bis M 9, zur Indexie
rung aller Motoren, d. h. zur Voreinstellung auf eine
identische Referenzmarke, zum Empfang von vom Block CTP
79 kommenden Korrekturbefehlen während des Laufes der
Motoren M 1 bis M 9 und zum Steuern des Motors M 9 in
Abhängigkeit von einem der Motoren M 1 bis M 8. Im
vorliegenden Fall ist die Steuerung des Motors M 9
den Bedingungen des Motors M 1 unterworfen, welcher
repräsentativ für die Bedingungen der Motoren M 2 bis
M 8 ist, wenn die elektrische Kopplung wirk
sam ist. Die Steuerung des Motors M 9 durch den Motor
M 1 zielt darauf ab, während der Drehung des Motors M 1
eine autonome Drehbewegung des Motors M 9 zu gewähr
leisten. Da der Motor M 9 der Antriebsmotor für den
Greifer 11 ist (siehe Fig. 1), muß er diesen zu nicht
linearer Bewegung antreiben. Diese nicht lineare Bewe
gung erhält man mittels einer Bewegungskennlinien-Geberschaltung
52. Eine Muß-Bedingung für die Funktion ist, daß der
Beginn und das Ende der nichtlinearen Bewegung mit
dem Beginn und dem Ende eines Rotationszyklus des
Motors M 1 in Phase ist. Um das zu erreichen, erhält
die Geberschaltung 52 die positiven oder
negativen Impulse GI des Impulsgenerators G 9 und
die digitalen Verdrehungsimpulse DD, welche von der
Befehlserzeugungsschaltung 50 kommen. Diese Impulse,
welche einen erhöhten Wert haben, werden so verar
beitet, daß sie von der Synchronisationsschaltung CS 9
des Motors M 9 angenommen werden. Sie erhalten dann die
Bezeichnungen GI 9′ und DD′ am Ausgang der der Bewegungskennlinien-
Geberschaltung 52. Diese empfängt außerdem von der
Synchronisationsschaltung CS 1 des Motors M 1 die
positiven oder negativen Impulse GI₁, die Anzeige
der Indexierung MI₁ und die analoge Geschwindigkeits
anzeige VA₁ des Motors M 1. Diese Werte werden von
Bestandteilen der Bewegungskennlinien-Geberschaltung 52 verar
beitet derart, daß eine positive oder negative digi
tale Konstante CD′' und eine analoge Konstante CA′'
erzeugt werden, welche der Synchronisationsschal
tung CS 9 des Motors M 9 zugeführt werden. Die Syn
chronisationsschaltung CS 9 verarbeitet dann die
Werte CA′, CD′, DD′, und GI 9′ und gibt einen Befehls
strom I cons 9 für den Motor M 9 ab, welcher gleich
zeitig den gewünschten Verlauf der Geschwindigkeits
kurve des Motors M 9 während eines Zyklus und der Kurve
konstanter Geschwindigkeit des Motors M 1 be
rücksichtigt, womit sichergestellt ist, daß der An
fang und das Ende des Zyklus für die beiden Motoren
M 1 und M 9 exakt gleich sind.
Die Funktion des Blocks DC 77 kann durch die Bestand
teile des Blocks CTP 79 beeinflußt werden, welcher der
Passerkorrektur, der Bearbeitung und Programmierung
dient. Der Block CTP 79 umfaßt eine Steuereinheit 66
zur Einrichtung der Position des quer verlaufenden Schnittes, wel
che nur zum Einsatz kommt, wenn ein doppeltes Format be
arbeitet werden soll; er umfaßt weiter eine Steuer
einheit 67 zu Einrichten der Farbmuster, welche dazu
verwendet wird, die Druckposition der Druckeinheiten
1, 2, 3 und 4 zu kontrollieren, eine Informationsver
arbeitungseinheit 69 und eine Programmiereinheit 70.
Die Steuereinheit 66 zu Einrichten des quer verlau
fenden Schnittes steuert die Einrichtung der Posi
tion dieses Schnittes zu dem auf dem Bogen aufgebrach
ten Druckmuster. Sie berechnet den Fehler zwischen der
Vorderkante des Bogens und einer Stelle "top Abschnitt",
welcher durch einen auf einer der Walzen 19 oder 20
der ersten Kerbeinheit montierten Impulsgenerator er
zeugt wird. Der Lesekopf für die Vorderkante des Bo
gens ist zwischen der Druckeinheit 4 und der genann
ten ersten Kerbeinheit angeordnet (siehe Fig. 1).
Die Information bezüglich der Lage der Stelle "top
Abschnitt" kommt von der Informations-Verarbeitungseinheit 69.
Die Korrektur eines eventuellen Einstellungsfehlers kann
nach zwei Methoden berechnet werden.
Die erste Methode besteht darin, den Einstellungsfehler
ausgehend von einem mittleren Fehlerwert zu berechnen,
welcher auf mehreren als Probe entnommenen Bögen ge
messen worden ist, d. h. daß jeweils nach x Bögen
eine Korrektur durchgeführt wird. Die zweite Methode
besteht darin, den Positionsfehler jedes Bogens am
Eingang der ersten Kerbeinheit festzustellen und so
fort auf die Motoren M 6, M 7, M 8 der Kerbeinheiten und
der Ausschneideanlage 7 in der Weise einzuwirken, daß
ihre Winkelstellung in Abhängigkeit von der Eingangs
position des Bogens korrigiert wird. Für den ersten
Bogen oder Einrichtbogen der Maschine erfolgt die Be
rechnung des Fehlers und dessen Korrektur sofort.
Die Korrektur wirkt gleichzeitig auf die drei Moto
ren M 6, M 7 und M 8, welche die Kerbeinheiten und die
Ausschneideanlage 7 antreiben. Es ist dennoch mög
lich, durch manuellen Eingriff den Schnitt bezüglich
der Vorderkante des Bogens vorzuverlegen oder zurück
zuverlegen. Während der Arbeitsweise mit automati
scher Einstellung werden die manuellen Befehle zum
Verstellen des Motors M 6 verriegelt, da die manuel
len Befehle zum Verstellen der Motoren M 7 und M 8 es
ermöglichen, die Relativlage der von der zweiten
Kerbeinheit durchgeführten Kerben und der von der
Ausschneideanlage 7 durchgeführten Schnitte bezüg
lich der von der ersten Falzeinheit durchgeführten
Kerben zu korrigieren.
Die Steuereinheit 67 zum Einrichten der Farbmuster ist
dazu bestimmt, eventuelle Einrichtfehler zu
messen und zu korrigieren, welche zwischen den von
den vier Druckeinheiten 1 bis 4 ausgeführten Druck
mustern auftreten können. Zum Lesen der Einricht
markierungen verwendet man ein Paar faseroptischer
Leseköpfe, welche die stets in gleicher Weise auf
die Bögen aufgebrachten Markierungen lesen. Ein
Fenster zum Lesen der Einrichtmarkierungen wird
durch den Lesekopf für die Vorderkante des Bogens
in der Steuereinheit 66 zum Einrichten der Position
des quer verlaufenden Schnittes erzeugt. Die Korrek
turbefehle werden der Recheneinheit II über die In
formations-Verarbeitungseinheit 69 zugeführt, wodurch
gewährleistet wird, daß die Befehle in Abhängigkeit
von den im Einsatz befindlichen Druckeinheiten gelenkt
werden. Die Korrektur des Einrichtfehlers wird aus
gehend von einem mittleren Fehlerwert berechnet, wel
cher auf mehreren nach Durchlauf von x Bögen entnomme
nen Bögen gemessen wurde. Für den Einrichtbogen erfolgt
die Fehlerberechnung und die Korrektur sofort. Bei
der automatischen Farbmustereinrichtung sind die manuel
len Befehle zum Verstellen der Motoren M 2 bis M 5 ver
riegelt. Diese Verriegelung betrifft nicht die manuel
len Befehle zum Verstellen der Motoren für die nicht
benutzten Druckeinheiten. Es ist möglich, mit Hilfe
von drei Paaren von Drucktasten für Voreilen/Nacheilen
die Druckmuster der Druckeinheiten 2 bis 4 im Ver
hältnis zum Druckmuster der ersten Druckeinheit 1 zu
versetzen, wobei die erste Druckeinheit als Bezugs-
Druckeinheit dient. Wenn sich ein Fehler zwischen dem
Druckmuster und der Vorderkante des Bogens einstellt,
kann man manuell die Drucktasten bedienen und gleich
zeitig die Motoren M 1 und M 9 steuern. Die Informa
tions-Verarbeitungseinheit 69 bildet das Interface
zwischen der Bedienungsperson und der Recheneinheit II.
Diese Einheit 69 umfaßt u. a. einen Bildschirm CRT.
Die Informations-Verarbeitungseinheit 69 kann auf Be
fehl
einen Arbeitsvorgang aufrufen, welcher in der Programmeineit 70 programmiert wurde,
Produktionsvorgaben eingeben, d. h. Schachtelformat, Arbeitsgeschwindigkeit, Art der Arbeit,
den Befehl zur Voreinstellung der verschiedenen Motoren geben derart, daß die Maschine auf den Stand eingestellt wird, welcher der durchzuführenden Arbeit entspricht,
die Produktion überwachen,
die Wirkparameter für die Regelung der Maschine auf suchen,
der Programmiereinheit 70 den Befehl zur Speicherung der Produktionsvorgaben geben, welche man nach der Durchführung einer Arbeit aufbewahren will.
einen Arbeitsvorgang aufrufen, welcher in der Programmeineit 70 programmiert wurde,
Produktionsvorgaben eingeben, d. h. Schachtelformat, Arbeitsgeschwindigkeit, Art der Arbeit,
den Befehl zur Voreinstellung der verschiedenen Motoren geben derart, daß die Maschine auf den Stand eingestellt wird, welcher der durchzuführenden Arbeit entspricht,
die Produktion überwachen,
die Wirkparameter für die Regelung der Maschine auf suchen,
der Programmiereinheit 70 den Befehl zur Speicherung der Produktionsvorgaben geben, welche man nach der Durchführung einer Arbeit aufbewahren will.
Außerdem bildet die Informations-Verarbeitungseinheit
69 das Interface zwischen der Steuereinheit 66 zur
Einrichtung der Position des quer verlaufenden Schnit
tes und der Steuereinheit 67 zu Einrichten der Farbmuster
einerseits sowie der Recheneinheit II andererseits.
Die Korrekturbefehle der Einheiten 66 und 67 werden
den Einheiten zugeleitet, welche tatsächlich von der
Informations-Verarbeitungseinheit 69 verwendet werden.
Die beiden Einheiten 66 und 67 werden mit der Informa
tions-Verarbeitungseinheit 69 über eine Verbindungs
einrichtung 80 verbunden, welche außerdem dazu dient,
das Lesefenster der Steuereinheit 66 zur Einrichtung
der Position des quer verlaufenden Schnittes zu pro
grammieren, und zwar in Abhängigkeit vom Format der
herzustellenden Schachtel. Die Informations-Verarbei
tungseinheit 69 erhält schließlich von der Rechenein
heit II Informationen über die jeweils letzten Stel
lungen der verschiedenen Gleichstrom- oder Asynchron
motoren der Maschine. Diese Informationen sind in ge
schützten Speichern abgespeichert, welche einen Teil
der Einheit 69 darstellen, so daß ein problemloser
Wiederanlauf im Falle eines Verlustes der Synchroni
sierung der Motoren M 1 bis M 9 möglich ist, beispiels
weise infolge eines Nothaltes. Diese Informationen,
welche von der Maschine kommen und die Aufstellung ei
nes "Produktionsjournals" der Maschine erlauben, mit
Angaben wie "Maschine läuft", "Durchlauf der Bögen korrekt",
"Produktionsgeschwindigkeit" usw., werden der Einheit 69
über den gleichen Kanal zugeleitet.
Die Programmiereinheit 70 ist mit der Informations-
Verarbeitungseinheit 69 über eine Verbindungsein
richtung 81 verbunden. Diese Programmiereinheit 70
erlaubt:
Programmierung der Vorgaben für eine neue Bearbeitung, d. h. die Abmessungen und die Form der gewünschten Schachtel, die Stärke des zu bearbeitenden Kartons, die Liste der gewünschten Druckfarben;
Prüfung des Zusammenhangs der eingegebenen Vorgaben; Speichern der ausgeführten Arbeiten, der durchge führten Arbeitsvorgaben mit allen Berichtigungen, welche während der Produktion angebracht wurden, der Informationen für das Produktionsjournal usw. in einem geschützten Speicher;
Anlegen einer Bibliothek von im Speicher enthaltenen Arbeitsvorgängen sowie Anzeigen des in diesem Speicher verbleibenden Speicherplatzes.
Programmierung der Vorgaben für eine neue Bearbeitung, d. h. die Abmessungen und die Form der gewünschten Schachtel, die Stärke des zu bearbeitenden Kartons, die Liste der gewünschten Druckfarben;
Prüfung des Zusammenhangs der eingegebenen Vorgaben; Speichern der ausgeführten Arbeiten, der durchge führten Arbeitsvorgaben mit allen Berichtigungen, welche während der Produktion angebracht wurden, der Informationen für das Produktionsjournal usw. in einem geschützten Speicher;
Anlegen einer Bibliothek von im Speicher enthaltenen Arbeitsvorgängen sowie Anzeigen des in diesem Speicher verbleibenden Speicherplatzes.
Außerdem werden die verschiedenen manuellen, über Druck
tasten bewirkten Befehle für die Gleichstrommotoren M 1
bis M 9 in einer Konsole zusammengefaßt, welche teil
weise die allgemeine Schalttafel 76 und das Steuerpult
68 für die Gleichstrommotoren umfaßt. Der Block AC 78
zeigt die Organe zur Steuerung der Funktionen der
Asynchronmotoren M 20 bis M 24 und M 29 bis M 39,
welche dazu dienen, die seitliche Position der ver
schiedenen Bauteile in den unterschiedlichen Sta
tionen der Maschine einzustellen. Dazu umfaßt der
Block AC 78 ein Interface GI 71, welches die Verbin
dung zwischen den Impulsgeneratoren der Asynchron
motoren und der Recheneinheit II herstellt. Dieses
Interface GI 71 hat die Aufgabe, die von den Impuls
generatoren der Asynchronmotoren gelieferten Vor
gaben in eine Impulskette und eine Information um
zuformen, welche den Richtungssinn der Motoren an
gibt. Bei jedem Impuls kann mittels einer Verarbei
tungsroutine die Verstellrichtung sowie die Her
kunft der Information abgelesen werden. Auf diese
Weise kann die seitliche Position von jedem Bauteil
der verschiedenen Stationen der Maschine festgestellt
und kontrolliert werden. Der Block AC 78 enthält außer
dem Endschalter 72, welche die folgenden Funktionen
erfüllen:
Gewährleistung der Funktionssicherheit dadurch, daß der dem jeweils betätigten Endschalter entsprechende Asynchronmotor blockiert wird, indem diese Endschalter auf die Steuerung AC 74 der Asynchronmotoren wirken; Rückstellung der Bauteile der verschiedenen Stationen der Maschine in ihre Ursprungsposition, beispiels weise in dem Fall, in dem die Position der verschie denen Bauteile nicht mehr sicher bekannt ist; dieser Vorgang ist möglich, da die Endschalter 72 auf die Recheneinheit II wirken. Bei dieser Funktion werden alle Bauteile der verschiedenen Stationen der Maschine solange versetzt, bis sie durch die ihnen zugeordne ten Endschalter angehalten werden; dann werden sie um die von der Speichereinheit 70 bei Beginn der betref fenden Arbeit gespeicherte Referenzquote versetzt.
Gewährleistung der Funktionssicherheit dadurch, daß der dem jeweils betätigten Endschalter entsprechende Asynchronmotor blockiert wird, indem diese Endschalter auf die Steuerung AC 74 der Asynchronmotoren wirken; Rückstellung der Bauteile der verschiedenen Stationen der Maschine in ihre Ursprungsposition, beispiels weise in dem Fall, in dem die Position der verschie denen Bauteile nicht mehr sicher bekannt ist; dieser Vorgang ist möglich, da die Endschalter 72 auf die Recheneinheit II wirken. Bei dieser Funktion werden alle Bauteile der verschiedenen Stationen der Maschine solange versetzt, bis sie durch die ihnen zugeordne ten Endschalter angehalten werden; dann werden sie um die von der Speichereinheit 70 bei Beginn der betref fenden Arbeit gespeicherte Referenzquote versetzt.
Die Steuerung AC 74 der Asynchronmotoren empfängt ihre
Befehle von der Recheneinheit II und vom Steuerpult AC 75.
Indessen kann ein Verstellbefehl durch die Endschal-
ter 72 oder während eines Nothaltes der Maschine unter
drückt werden.
Der Block AC 78 enthält auch eine Überwachungseinrichtung
73, welche dazu dient, festzustellen, ob eine Ver
stellung der Bauteile der verschiedenen von der Rechen
einheit II angesteuerten und überwachten Stationen
stattgefunden hat, während diese Recheneinheit II
nicht in Funktion war. Die Überwachungseinrichtung 73
besteht aus einer Flip-Flop-Schaltung. Wenn die Rechen
einheit II eingeschaltet wird, beginnt sie damit, den
Zustand der Flip-Flop-Schaltung zu lesen. Wenn sich
dabei ergibt, daß eine manuelle Verstellung statt
gefunden hat, ohne daß die Recheneinheit diese
steuern konnte, muß eine Rückführung auf die ursprüng
lichen Steuerungsbedingungen der Bauteile der unter
schiedlichen Stationen der Maschine vor einem neuen
Start stattfinden. Wenn sich im Gegensatz dazu erweist,
daß eine Verstellung nicht stattgefunden hat, gibt die
Recheneinheit II sofort den Startbefehl für die Steue
rung.
Die Bedienungsperson hat damit eine Antriebseinrichtung
für verschiedene Motoren einer Maschine zum Bearbeiten
von Faltschachteln zur Verfügung, welche es ihr erlaubt,
nach Belieben auf die augenblicklichen Winkelstellungen
aller Motoren einzuwirken, und zwar unabhängig für jeden
Motor. Außerdem können mit einer derartigen Antriebs
einrichtung die Schwierigkeiten überwunden werden,
welche der Erzielung einer perfekten Funktionsgenauig
keit entgegenstehen, indem das mechanische Spiel, wel
ches den bisher bekannten Antriebseinrichtungen eigen
ist, ausgeschaltet wird.
Claims (7)
1. Druckslotter zum Bearbeiten von Faltschachtelzuschnitten mit einer Mehrzahl von in Reihe hintereinan
der angeordneten, kontinuierlich von einzelnen Zuschnitten
durchlaufenen Bearbeitungsstationen, insbesondere zum Be
drucken, Beschneiden, Rillen, Falten, Kleben und Stapeln
und mit einem Stapelanleger zum intermittierenden Einfüh
ren der Zuschnitte von einem Eingangsstapel mittels eines
Abzugselementes, wobei die Bearbeitungsstationen und der
Anleger bei Formatwechsel durch separate Verstellmotoren
einstellbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
- a) daß der Anleger (A, B) in eine Einführstation (A) zum Vereinzeln der Zuschnitte mittels des Abzugselemen tes vom Stapel und in eine nachfolgende Ausrichtsta tion (B) aufgeteilt ist,
- b) daß die beiden Stationen (A, B) durch Gleichstrommoto ren (M 9, M 1) angetrieben sind,
- c) daß für jeden Motor (M 9, M 1) eine Synchronisations schaltung (CS 9, CS 1) vorgesehen ist,
- d) daß eine mit beiden Synchronisationsschaltungen (CS 9, CS 1) verbundene Bewegungskennlinien-Geberschaltung (52) für den Motor (M 9) der Einführungsstation (A) vorgesehen ist;
- e) daß in der Bewegungskennlinien-Geberschaltung (52) für die unterschiedlichen Zuschnittlängen unterschied liche Bewegungskennlinien gespeichert sind und
- f) daß bei Einstellung einer bestimmten Zuschnittlänge die zugeordnete Bewegungskennlinie aufgerufen und zeitlich mit der Bewegung des Motors (M 1) der Ausricht station (B) synchronisiert wird.
2. Druckslotter nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine erste Steuer
schaltung (Block 77) zum Steuern des Motors (M 9) zum An
trieb der Einführstation (A) in Abhängigkeit vom Motor
(M 1) zum Antrieb der Ausrichtstation (B) bzw. eines an
deren mit diesem Motor (M 1) gekoppelten Antriebsmotors,
ferner zum unabhängigen Einstellen eines Winkelversatzes
zwischen diesen Motoren (M 1) und zum Voreinstellen
dieser Motoren (M 1, M 9) auf eine Referenzmarke.
3. Druckslotter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zweite Steuerschaltung (Block 79) zur ständigen
Ausgabe von Korrekturbefehlen für eine Phasenabweichung
(Passereinstellung) der Motoren (M 1, M 9) während des Lau
fes des Druckslotters vorgesehen ist.
4. Druckslotter nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Steuerschaltung (Block 77) sich aus einer
Steuereinheit (I), einer Recheneinheit (II), einer Signal
verarbeitungseinheit (III) und einer Steuerlogik (IV) zu
sammensetzt, und
daß die zweite Steuerschaltung (Block 79) für die Korrek
tur der Passereinstellung der Motoren (M 1, M 9) eine Infor
mations-Verarbeitungseinheit (69) und eine Programmierein
heit (70) umfaßt.
5. Druckslotter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Steuereinheit (I) eine Befehlserzeugungsschaltung (50) aufweist, die mit den Synchronisationsschaltungen (CS 1, CS 9) jedes der Gleichstrommotoren (M 1, M 9) verbun den ist,
- - daß die Steuereinheit (II) einen Mikrorechner (53), Ein gangs/Ausgangsschaltungen (54) und eine Eingangs-Unter brecherschaltung (55) umfaßt,
- - daß die Signalverarbeitungseinheit (III) ein Organ (56) zum Erkennen und zum Multiplizieren der Impulse von Im pulsgeneratoren (G 1, G 9) der Gleichstrommotoren (M 1, M 9) aufweist, sowie eine Verarbeitungseinheit (57) für die Phaseneinstellung und die Formgebung der von der Steuer einheit (I) und der Recheneinheit (II) ausgehenden Si gnale,
- - und daß die Steuerlogik (IV) aus einer logischen Antriebs Auswahlschaltung (58), einer logischen Startschaltung (59) und einer logischen Schaltung (60) für manuelle Steuereingaben zusammengesetzt ist.
6. Maschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Befehlserzeugungsschaltung (50) einen Zähler/De koder, einen Digital/Analogwandler, einen Kurvengenera tor, einen Spannungs/Frequenzwandler, einen Frequenz generator und einen Komparator umfaßt,
- - daß die Synchronisationsschaltkreise (51) jeweils aus ei nem Summierglied, einer Geschwindigkeitsregelschleife mit einem Geschwindigkeitsregler, einer Positionsregel schleife mit einem Zähler/Dekoder, einem Digital/Analog- Wandler, einem Positionsregler und einer Schaltlogik be stehen,
- - und daß die Bewegungskennlinien-Geberschaltung (52) für den Motor (M 9) der Einführstation (A) einen binären Vor wärts-Rückwärts-Zähler, einen Speicher, ein Multiplika tionsglied und eine Steuerlogik umfaßt.
7. Maschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegungskennlinien-Geberschaltung (52) für den
Motor (M 9) der Einführstation (A) einerseits mit einem
Synchronisationsschaltkreis (CS 9) dieses Motors (M 9), an
dererseits zumindest mit einem Synchronisationsschaltkreis
(CS 1) des Motors (M 1) der Ausrichtstation (B) verbunden
ist, welcher von der elektrischen Kopplung angesteuert
wird.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE3403623C2 true DE3403623C2 (de) | 1989-04-13 |
Family
ID=4198803
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| Country | Link |
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| JP (1) | JPS59184640A (de) |
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| CA (1) | CA1223766A (de) |
| CH (1) | CH650722A5 (de) |
| DE (1) | DE3403623A1 (de) |
| ES (1) | ES529878A0 (de) |
| FR (1) | FR2541179B1 (de) |
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