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Ab- und Zuluftvorrichtung für eine Kochstelle
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Ab- und Zuluftvorrichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 für eine Kochstelle in einem geschlossenen Raum.
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Es ist bekannt, die durch die Dunstabzugshaube über der Kochstelle
abgesaugte Abluft durch frische Zuluft, die von außen hereingelassen wird, oder
umluftartig durch Zuluft in Form gefilterter Abluft zu ersetzen. Hierdurch wird
verhindert, daß die Funktion des Abluftgebläses sich darauf beschränkt, einen statischen
Druckunterschied zwischen Innenraum und Außenraum zu erzeugen, oder daß - was aufgrund
neuerdings verstärkter Isolierungsbemühungen auf zunehmende Schwierigkeiten stößt
- die Luft über Undichtigkeiten und Fenster- und Türspalte ersetzt wird.
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Es ist bekannt (US-PS 3 890 887), die Zuluft als Kühlluft an Stellen
zu blasen, an denen das Küchenpersonal Arbeiten zu verrichten hat, um hierdurch
gleichzeitig eine erhöhte Annehmlichkeit zu erzielen.
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Außerdem ist es gemäß dem dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zugrundeliegenden
Stand der Technik bekannt (DE-OS 22 59 670), entlang dem Rand der Dunstabzugshaube
Düsenreihen anzuordnen, die einen die Kochstelle gegen ihre Umgebung abschirmenden
Luftvorhang erzeugen. Hierbei sind verschiedene Strömungs-
wege
bekannt, beispielsweise die Entnahme der Luft für den Luftvorhang an der Oberseite
der Dunstabzugshaube oder die Entnahme dieser Luft aus der Abluftkammer, in der
die bereits gefilterte Abluft noch unter einem gewissen vom Gebläse erzeugten Druck
steht. Es ist auch bekannt (DE-OS 19 63 456), die Luft für den Luftvorhang als Frischluft
von außen zuzuführen.
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Während bei einer Entnahme der Luft für den Luftvorhang aus der Küche
oder aus der Abluft die Luftabsaugung durch den entstehenden Gegendruck behindert
wird, erweist sich die Frischluftzufuhr von außen dann als nachteilig, wenn die
von außen hereingeführte Zuluft sehr kalt ist und/oder nur eine mäßige Abluftabfuhr
gewünscht wird. Der Luftvorhang kann nämlich seinen Zweck nur erfüllen, wenn eine
ausreichende Luftmenge mit ausreichender Geschwindigkeit ausgeblasen wird, ein entsprechendes
Gebläse muß also eine Mindestförderung erfüllen, um einen ausreichend weit nach
unten reichenden abdichtenden Luftvorhang zu erzeugen. Wird dieser Luftvorhang im
Winter mit viel kalter Außenluft erzeugt, so ergibt sich eine unerwünschte Abkühlung
des Raums und außerdem aufgrund der Feuchtigkeit der Abluft des Kochvorgangs eine
erhebliche Kondensation mit Nebelbildung und Nässe.
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Bei nur schwacher Abluftförderleistung soll andererseits ebenfalls
ein starker Luftstrom den Luftvorhang erzeugen, um zu einer ausreichenden Abschirmung
zu führen, was insbesondere dann, wenn keine weiteren ausreichenden Luftentweichmöglichkeiten
vorhanden sind, zu Problemen des Gleichgewichts zwischen Abluft und Zuluft führen
muß.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ab- und Zuluftvorrichtung
mit Dunstabzugshaube zu schaffen, die universell verwendbar ist, also auch einen
kräftigen Luftvorhang bei mäßigem Luftabzug oder bei kalter Außenluft erlaubt.
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Diese Aufgabe wirfl durch die in Anspruch 1 gekennzeichnete Erfindung
gelöst. Demnach kann der Zuluft Raumluft oder gefilterte Abluft beigemischt werden,
die dann als Luftvorhang mit
ausgestoßen wird und in gewissem Unfang
im Raume und über die Zuluftverdichtung ind den Luftvorhang zirkuliert. Diese im
wesentlichen auf Raumtemperatur befindliche zirkulierende Luft kann dann mit einem
entsprechend kleineren Anteil der frischen Zuluft gemischt werden, so daß auch bei
niedriger Außenzuluftrate ein ausreichend wirksamer Luftvorhang geschaffen werden
kann. Ist kein Frischluftkanal angeschlossen und kommt die gesamte Luft für den
Luftvorhang aus der Abluft, so läßt sich durch die Verstellung des Durchsatzquerschnitts
das Verhältnis von Abluft und umgewälzter Zuluft beeinflussen. Hierbei kann die
Dunstabzugshaube mit verschlossenen Anschlußstutzen auch so ausgeführt sein, daß
der gesamte gefilterte Abluftstrom wieder über die Düseneinrichtung als Luftvorhang
ausgeblasen wird und die Dunstabzugshaube ohne jeden Luft-Außenanschluß ein autonomes
Bauteil darstellt.
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Die Verstellung des Durchsatzquerschnitts kann mit einer Konstruktion
nach Anspruch 3 mit Hilfe einer Weiche erfolgen, die beispielsweise außerhalb der
Dunstabzugshaube im Verlauf des Frischluftkanals angeordnet ist. Alternativ kann
eine entsprechende Weiche oder Klappe auch innerhalb des Haubengehäuses angeordnet
sein. Nach Anspruch 4 ist im Rücklaufkreis der Abluft zur Düseneinrichtung wenigstens
ein Filter vorgesehen, das z.B. im Bereich der Abluftmündung und/oder im Bereich
zwischen der Abluftkammer und der Zuluftkammer angeordnet ist.
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Zweckmäßigerweise ist es ein leicht auswechselbares beispielsweise
patronenförmiges Aktivkohlefilter und ein selbst auswaschbares Fettfilter.
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Die Maßnahmen nach den Ansprüchen 6 und 7 betreffend die Steuerung
der Luftmischung, wobei gemäß Anspruch 8 auch noch eine Lufthei zvorrichtung, beispielsweise
ein Heizgitter, vorhanden ist, mit dessen Hilfe eine thermostatische Lufttemperaturregelung
durchführbar ist. Durch die Wahl des Temperaturmeßorts, etwa im Bereich der kalten
Frischluft oder der schon gemischten Zuluft, lassen sich unterschiedliche Regel
ungscharakteristi ken bestimmen.
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Hinsichtlich der Temperatur- und Luftdurchgangssteuerung sind zweckmäßigerweise
die entsprechenden Anzeiger und Verstellorgane an der Vorderseite der Luftabzugshaube
angebracht und mit Fernsteuerverbindungen mit den entsprechenden Meßgeräten bzw.
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Amaturen verbunden, die somit unzugänglich verlegt sein können. Soll
nur eine einzige Temperaturanzeige eingebaut sein, so zeigt diese vorzugsweise die
Temperatur des bereits gemischten Zuluftstroms an.
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Die Maßnahmen nach den Ansprüchen 10 und 11 betreffen eine zweckmäßige
Hauben konstruktion, mit einem wartungsfreundlichen Einschubsystem und einer verstellbaren
Klappe innerhalb der Haube, womit sich eine einfacher robuste und innerhalb der
Normmaße darstellbare Konstruktion ergibt.
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Weitere Einzelheiten, Vorteile und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die ieichnung. Es zeigen: Figur 1 in schematischer Darstellung eine Gesamtinstallation
einer erfindungsgemäßen Ab- und Zuluftvorrichtung in einer Küche; Figur 2 einen
Vertikalschnitt durch eine in der Vorrichtung nach Figur 1 verwendete Dunstabzugshaube;
Figur 3 eine Draufsicht auf, bzw., teilweise, einen Horizontalschnitt durch die
Dunstabzugshaube nach Fig. 2; Figur 4 eine in Figur 1 verwendete Weiche; Figur 5
in Vorderansicht und Draufsicht eine austauschbare Frontplatte der Dunstabzugshaube
der Installation nach Figur 1; Figur 6 eine Vorderansicht einer abgewandelten Dunstabzugshaube
mit teilweise mit gebrochenen Teilen.
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Figuren 7 bis 11 Schnittansichten in Ebenen 7-7 bis 11-11 durch
die
Dunstabzugshaube nach Figur 6; Figur 12 eine Draufsicht auf die Dunstabzugshaube
nach Figur 6; Figur 13 eine Unteransicht der Dunstabzugshaube nach Figur 6.
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Eine im Zuge der Ab- und Zuluftvorrichtung nach Fig. 1 verwendete
Dunstabzugshaube 1 gemäß Fig. 2 und 3 weist eine Abluftkammer 2 und eine Zuluftkammer
3 auf. In üblicher Weise zieht ein Gebläse 4 Küchenabluft durch ein Filter 5 in
die Abluftkammer 2 und schiebt sie durch einen Abluft-Abzugskanal 6 ins Freie oder,
wenn es sich um eine Umluftanlage handelt, durch eine Luftreinigungsstation wieder
in den Küchenraum zurück. Uber einen Zuluft-Zuführkanal 7 ist die Zuführkammer 3,
die die Abluftkammer 2 beim beschriebenen Beispiel im wesentlichen oben und an drei
Seiten umgibt, mit einer Frischluftquelle verbunden. Die Dunstabzugshaube 1 ist
außerdem in üblicher Weise mit einer Leuchte 8 zur Beleuchtung der Kochstelle und
frontseitig mit einem herausnehmbaren, eingesteckten Steuerpaneel 9 versehen.
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Dem Ausstoß der frischen Luft aus der Zuluftkammer 3 dienen Querstromgebläse
11, und zwar beim beschriebenen Beispiel drei Querstromgebläse, die, im Grundriß
gesehen, entlang den Rändern der Dunstabzugshaube 1 verlegt sind (Fig. 3). Diese
Querstromgebläse erzeugen jeweils über eine dazu parallele Schlitzdüse 12 einen
Teil eines Luftvorhangs 13. Die Dunstabzugshaube 1 erzeugt insofern drei Luftvorhangstreifen,
die einen etwa quaderförmigen, unter der Dunstabzugshaube 1 liegenden Raumbereich
an drei Seiten begrenzen, während die vierte Seite durch die Küchenwand begrenzt
wird.
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Zur Vergleichmäßigung der Zuluftabgabe über die gesamte Gebläsebreite
können im Bedarfsfall in der Zuluftkammer 3 Luftleitbleche angeordnet sein.
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Dem Antrieb der Walzen der Querstromgebläse 11 dient insgesamt ein
Motor 14, der an dem einen Ende eines der Querstromgebläse
11 angreift.
Die übrigen Querstromgebläse, die ja jeweils rechtwinklig aneinanderstoßen, sind
über Kegelritzel 15 angeschlossen, so daß der Motor 14 die ttotorleistung für alle
drei Querstromgebläse 11 aufbringt. Alternativ könnten auch die einzelnen Querstromgebläse
11 jeweils von eigenen Motoren angetrieben sein, die dann einzeln kleiner sein können.
In diesem Fall können die Positionen der Querstromgebläse unabhängig voneinander
beispielsweise auch in verschiedenen Ebenen gewählt werden.
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Die Düsen 12 sind um eine Achse, die beim beschriebenen Beispiel mit
der Achse des jeweiligen Querstromgebläses 11 zusammenfällt, verdrehbar, so daß
auch der Ausstellwinkel des jeweiligen Luftvorhangstreifens wählbar ist. Die Wahl
des Winkels der Schlitzdüse 12 kann entweder bei der Installation der Ab- und Zuliftvorrichtung
getroffen und fixiert werden oder kann dem Benützer von Fall zu Fall anheimgegeben
werden.
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Fig. 1 zeigt die Gesamtvorrichtung mit der Dunstabzugshaube 1, den
Luftkanälen 6 und 7, den Querstromgebläsen 11 und dem Luftvorhang 13. Die Dunstabzugshaube
1 befindet sich über einer Kochstelle 21, von der mit Wrasen, Akrolein und sonstigen
Bestandteilen angereicherte Abluft 22 aufsteigt. Die Abluft 22 kann mit Hilfe des
Gebläses 4 (Fig. 2) durch den Abluft-Abzugskanal 6 und einen Kanalzweig 6' ins Freie
transportiert werden.
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Dem Durchtritt der Kanäle durch eine Außenwand 23 dient ein an sich
bekannter Zu- und Abluftmauerkasten 24 (DE-GM 81 02 551).
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Ober den Mauerkasten und einen Kanalzweig 7' kann der Zuluft-Zuführkanal
7 mit Frischluft von außen gespeist werden. Diese Frischluft wird von den Querstrorrigebläsen
11 als der Luftvorhang 13 ausgestoßen. Dieser Luftvorhang umgibt die von der Kochstelle
21 aufsteigende Abluft 22 entlang drei zueinander etwa rechtwinkligen Flächen, während
an der im Hintergrund befindlichen Wand kein Luftvorhang erzeugt wird. Bei einem
Möbeleinbau, bei dem zwischen der Dunstabzugshaube 1 und der Kochstelle 21 auf einer
oder beiden Seiten beispielsweise Schrankwände vorhanden sind, können an diesen
Seiten des quaderförmi-
gen Raums zwischen der Dunstabzugshaube
1 und der Kochstelle 21 ebenfalls die Querstromgebläse entfallen, da dort kein Luftvorhang
erforderlich ist. Der an drei Seiten in Abwärtsrichtung geblasene Luftvorhang umgibt
also den Raum mit der aufsteigenden Abluft und schirmt die Umgebung gegen diese
Abluft ab.
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Außerdem ergänzt die in Luftvorhangform eingeblasene Zuluft die abgezogene
Abluft 22, indem von der Innenseite des Luftvorhangs 13 zwischen der Dunstabzugshaube
1 und der Ebene der Kochstelle 21 laufend Luft abgezogen, umgelenkt und zur Abluft
zugemischt wird, bis schließlich beim Auftreffen auf die Ebene der Kochstelle 21
der wesentliche Teil der verbliebenen abwärts gerichteten Zuluft zur Kochstelle
21 zu umgelenkt wird und sich dort mit den vom Kochgut abgegebenen Dünsten vermischt,
um dann nach oben gesaugt und abgezogen zu werden.
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In dieser beschriebenen Weise ist die Abschirmung optimal, jedoch
läßt sich auch schon ein Vorteil gewinnen, wenn der Luftvorhang 13 nicht bis zur
Ebene der Kochstelle 21 herunterreicht, sondern aufgrund niedrigerer Gebläseleistung
die Zuluft sich schon vorher zur Mitte zu umlenken läßt und mit der Abluft abgezogen
wird. Da gemäß dem Stand der Technik ein Großteil der in den Raum abziehenden Dunstschwaden
am Rand der Dunstabzugshaube entkommt, wird in einem solchen Fall zumindest dieser
Abluftanteil vom Luftvorhang 13 erfaßt und wieder zur Mitte des abgeschirmten Raums
zurückgewirbelt. Der Steuerung der Stärke des Luftvorhangs, also der Zuluftförderrate,
kommt jedenfalls eine gewisse Bedeutung zu.
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Der Abluft-Abzugskanal 6 ist durch eine Abzweigweiche 28 aufgeteilt
in den zum Zu- und Abluftmauerkasten 24 führenden Kanalzweig 6' und einen über ein
Filter 29 wiederum in den Küchenraum speisenden Kanalzweig 6". Außerdem ist der
Zuluft-Zuführkanal 7 mit zwei durch eine Weiche 30 zusammenlaufenden Zuluft-Eingängen
versehen, nämlich über den Kanalzweig 7' mit dem Mauerkasten 24 für das Ansaugen
des Frischluftanteils und über einen Kanalzweig 7" und mit einem Filter 31, durch
das Luft aus dem Küchenraum angesaugt wird. Die Weichen 28 und 30 werden jeweils
durch einen fernbedienten Stellmotor verstellt,
und zwar die Weiche
28 durch einen Motor 32 und die Weiche 30 durch einen Motor 33. Beim beschriebenen
Beispiel sind die Weichen in die Kanäle einbezogen, sie können aber auch in die
Dunstabzugshaube integriert sein, wie später anhand der Fig. 6 bis 13 beschrieben
wird.
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Wenn mit relativ kalter Außen luft gerechnet werden muß, läßt sich
mit Hilfe der Weiche 28 bei gegebenem Luftabzug wählen, wieviel Abluft ins Freie
geblasen wird und deshalb von außen ersetzt werden muß, und wieviel Abluft gefiltert
in die Küche zurückgeleitet wird.
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Die Weiche 30 ermöglicht es, auch dann, wenn nur wenig Abluft zu ersetzen
ist und insofern auch nur wenig kalte Außenluft angesaugt werden soll, doch einen
sehr kräftigen Luftvorhang 13 zu erzeugen. Dieser kräftige Luftvorhang ist ja erforderlich,
um den Raum über der Kochstelle 21 abzuschirmen. Ein größerer oder kleinerer Anteil
der den Luftvorhang 13 bildenden Zuluft besteht also aus Umluft, die im Küchenraum
und im Zuluft-Zuführkanal 7 zirkuliert. Der Abschirmeffekt kann damit auch unter
mäßiger Frischluftzufuhr erreicht werden, wobei die den Luftvorhang 13 bildende
Zuluft durch die zirkulierende Umluft so weit vorgewärmt ist, daß erhebliche Nebelbildungen,
Kondensation von Wasser an der Kochstelle 21 oder gar Vereisungen der Dunsthaube
1 vermieden werden.
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Fig. 4 zeigt ein Beispiel der Weiche 30, mit einer vom Motor 33 verstellbaren
Steuerklappe 34. Das betreffende Einbaustück weist zur universellen Einbaubarkeit
Rund- und Flachkanal anschlüsse auf, die wahlweise verschlossen gehalten oder an
Kanalstücke angeschlossen werden können.
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Das an der Dunstabzugshaube 1 abnehmbar aufgesteckte oder auch anderstwo
anzuordnende Steuerpaneel 9 zur Steuerung der Ab- und Zuluftvorrichtung nach Fig.
1 ist in Fig. 5 veranschaulicht. In üblicher Weise weist es einen Ein- und Ausschalter
41, einen Schalter 42 für Abluft ohne Zuluft, einen Schalter 43 für Umluft, Filteranzeigen
44, die anzeigen, ob das Filter erneue-
rungsbedürftig ist, und
Lichtschalter 45 auf. Weiterhin weist das Paneel einen Schalter 46 zum Zu- oder
Abschalten einer Umluftbeimischung zur Zuluft und einen Automatikschalter 47 zum
Aus- oder Einschalten einer automatischen Temperaturregelung der Lufttemperatur
des Luftvorhangs 13 auf, ferner eine Uhr-Zeitautomatik 48 und einen Zulufteinstellschalter
49. Eine Zulufteinstellung 50 dient der geregelten oder gesteuerten Einstellung
der Temperatur der in die Küche geblasenen Zuluft aufgrund der Einstellung der Weiche
30, wofür die Grundlage die an einer Zuluft-Temperaturanzeige 51 und an einer Raumtemperaturanzei
ge 52 ablesbaren Lufttemperaturen sind. Eine Luftumwälz-Anzeige 53, die aufgrund
der augenblicklichen Gebläseleistung oder aufgrund tatsächlicher Strömungsmessungen
den Luftdurchsatz an Abluft und/oder Zuluft wenigstens angenähert anzeigt, gibt
eine Vorstellung von der Wirksamkeit der Entlüftung. Ein vierstufiger Schalter dient
der Wahl der Motorleistung.
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Dieses universell verwendbare Paneel ermöglicht einen optimalen Gebrauch
der erfindungsgemäßen Ab- und Zuluftvorrichtung.
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Die Fig. 6 bis 13 zeigen eine Dunstabzugshaube, in die die verstellbare
Öffnung unmittelbar eingebaut ist. Diese mit 1' bezeichnete Dunstabzugshaube weist
wiederum eine Abluftkammer 2 und eine Zuluftkammer 3 auf, die jedoch in mehrere
Teilkammern unterteilt sind, ein Abluftgebläse 4 und ein Zuluftgebläse 4', die als
gemäß ihrer Drehrichtung von innen nach außen fördernde Radial-Kreiselverdichter
ausgebildet sind, ferner die Stutzen für den Abluft-Abzugskanal 6 und den Zuluft-Zuführkanal
7, die Leuchte 8 hinter Glas, das Steuerpaneel 9 und die Schlitzdüse 12, die auch
durch eine Reihe punktförmiger Düsen ersetzt sein kann.
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In ihrem unteren Teil ist die Dunstabzugshaube 1' zu einem eigentlichen
Haubenteil 57 verbreitert, auf dem ein etwas schmalerer Geräteaufbau 58 aufsitzt,
an dem oben die Stutzen für den Abluft-Abzugskanal 6 und den Zuluft-Zuführkanal
7 gebildet sind. Der eigentliche Haupteil 57 weist einen zur Unterseite des Haubengehäuses
offenen Abzugglockenraum 59 (Fig. 13) auf, der
zu einer Abluft-Abzugsmündung
60 konvergiert, an die ihrerseits das Abluftgebläse 4 mit zentral darin befindlichem
Motor 61 anschließt. Das Abluftgebläse 4 schiebt die Abluft in die Abluftkammer
2, die aus zwei Teilen besteht, nämlich einem Kammerteil 2' in Form eines im wesentlichen
in Horizontalrichtung ausgedehnten Fach, in dem das Gebläse 4 einschließlich seines
Motors sitzt und das den untersten Bereich des Geräteaufbaus 58, unmittelbar anschließend
an den eigentlichen Haubenteil 57, bildet, und aus einem Kammerteil 2", der kaminartig
vom Kammerteil 2' zum Stutzen des Abluft-Abzugskanals 6 führt und im Grundriß den
Bereich einer Ecke des Geräte aufbaus 58 einnimmt.
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Die Schlitzdüse 9 ist durch im eigentlichen Haubenteil 57 befindliche,
in der Zeichnung nicht sichtbare Kanäle mit der Zuluftkammer 3 verbunden. Diese
Zuluftkammer besteht aus einem ersten Kammerteil 3' in Form eines im wesentlichen
horizontal ausgedehnten Fachs, der an den Stutzen des Zuluft-Zuführkanals 7 anschließt,
weiterhin aus einem Kammerteil 3", in dem sich das Zuluftgebläse 4' einschließlich
seines zentral darin untergebrachten Motors 62 befindet und das im Zentralbereich
des Gebläses mit der Kammer 3' kommuniziert, ferner einer Kammer 3"', die sich ebenfalls
wieder in Form eines horzizontalen Fachs unten an die Kammer 3" anschließt und mit
dem Bereich außerhalb des Gebläses 4' über Durchbrüche 68 kommuniziert, 3 iv sowie
einem Kammerteil 3 in Form eines nach unten gehenden Kamins, der mit dem Kammerteil
3"' kommuniziert und den Kammerteil 2' der Abluftkammer durchsetzt (Fig. 11). Der
Kam-3 merteil 3 in nimmt, wie aus den Fig. 7 und 8 ersichtlich ist, ebenso wie der
Kammerteil 2" im Grundriß eine Ecke des Geräteaufbaus 58 ein, in diesem Grundriß
ist also eine der Schmal seiten auf die Kammerteile 2" und 3 IV aufgeteilt, und
zwar nimmt der Teil 2" etwa zwei Drittel und der Teil 3 tv ein Drittel der Kantenlänge
in Anspruch. Der Großteil der Grundfläche des Geräteaufbaus 58 wird von den drei
übereinanderliegenden, im wesentlichen flächengleichen Kammerteilen 3', 3", 3"'
und dem größten Teil des Kammerteils 2', der ohne Trennwand in den Kammerteil 2"
übergeht, in Anspruch genommen.
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Die Förderrichtung des Gebläses 4' könnte auch radial von außen nach
innen vorgesehen sein, in diesem Fall wäre die Kommunikation zwischen den Kammerteilen
3', 3" und 3111 umgekehrt zu gestalten. Der Kammerteil 3"' könnte bei der dargestellten
Ausführung auch im wesentlichen entfallen; dieser Kammerteil 3"' dient aber außer
der Zuluftführung auch noch als Kabel raum für die Energiespeisung der Motoren 61
und 62.
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Die Kammerteile 3,1 3", 3"' und 2' sind durch Trennwände 63, 64 bzw.
65 getrennt9 die schubladenartig in den Geräteaufbau 58 einschiebbar sind und zwecks
Wartung und Reparatur ohne weiteres herausgezogen werden können. Die Trennwand 64
trägt das Gebläse 4' mit seinem Motor 62 und die Trennwand 65 trägt das Gebläse
4 mit seinem Motor 61. Der Kammerteil 3 iv dient zugleich als Kabelkanal für die
zum Betrieb der einzelnen Hauptbestandteile verlegten Stromkabel.
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Am unteren Rand des Abzugsglockenraums 59 befinden sich Schienen 66
zum Einhängen eines Filters. Am oberen Rand des eigentlichen Haubenteils 57 sind
Einhängschienen 67 angebracht, die dem Einbau der Dunstabzugshaube 1' beispielsweise
in eine Möbelwand dienen.
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Zwischen dem Kammerteil 2" einerseits und dem Kammerteil 3' andererseits
ist in der entsprechenden vertikalen Trennwand eine Öffnung 71 gebildet, die durch
eine Klappe 72 verschließbar ist bzw. bis zu einer gewünschten Öffnungsweite geöffnet
werden kann. Dem Öffnen oder der Wahl des Anstellwinkels der Klappe 72, die sich
wie ein Ableitblech in den Strömungsweg der Abluft stellt, dient ein Bowdenzug 73,
der einerseits an einem mit der Scharnierachse der Klappe 72 fest verbundenen Hebel
74 verbunden ist und andererseits an einem Verstellschieber 75 am Steuerpaneel 9
der Haube 1' angreift. Der Hebel 74 ebenso wie der obere Teil des Bowdenzugs 73
befindet sich im Kammerteil iv der deh Zuluftkammer 3. Durch Einstellung des Klappenöffnungswinkels
der Klappe 72 kann ein größerer oder kleinerer Teil der gefilterten Abluft in den
Kammerteil 3' der Zuluftkammer 3 gesaugt und dieser Zuluft zur Bildung des Luftvorhangs
wieder
beigemischt werden. Durch Verschließen der Stutzen für den
Abluft-Abzugskanal 6 und den Zuluft-Zuführkanal 7 kann auch eine vollkommen geschlossene
Luftabzugshaube mit Luftvorhang geschaffen werden. Bei entsprechender Abwandlung
ist es möglich, dann zusätzlich zu dem in die Schienen 66 einhängbaren Filterblatt
noch ein weiteres Filter, insbesondere eine auswechselbare Aktivkohlefilterpatrone,
einzusetzen, und zwar insbesondere in den Kammerteil 2".
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Am Zuluftstutzen für den Zuluft-Zuführkanal 7, also am Zuluft-Eingang
in den Kammerteil 3' befindet sich eine Rückschlagklappe 78, die beim beschriebenen
Beispiel gemäß Fig. 8 in Form zweier halbkreisförmiger Klappen, die durch Federdruck
in die geschlossene Stellung vorbelastet sind, ausgebildet ist. Die Rückschlagklappe
78 verhindert, daß iiber die Öffnung 71 in den Kammerteil 3' gedrückte gefilterte
Abluft, insbesondere bei stillstehendem Gebläse 4', über den Frischluftkanal nach
außen wandert, und drosselt außerdem die Ansaugung der Zuluft über den Zuluft-Zuführkanal
7 derart, daß das Gebläse 4' auch tatsächlich durch die Öffnung 71 hindurch entsprechend
der Klappeneinstellung gefilterte Abluft aus dem Kammerteil 2" ansaugt. Eine entsprechende
Drosselung oder ein Verschluß des Kanals 7 könnten auch durch eine manuell oder
fernbedient verstellbare Klappe erfolgen.
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Die Dunstabzugshaube 11 nach den Fig. 6 bis 13 kann zusätzlich mit
der Installation nach Fig. 1 versehen werden, wodurch noch weitere Variationsmöglichkeiten
für die gewünschten Strömungsverhältnisse erzielt werden können.