DE340475C - Vorrichtung zur Erzeugung von Gas im Feuerraum von Dampfkesseln - Google Patents

Vorrichtung zur Erzeugung von Gas im Feuerraum von Dampfkesseln

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DE340475C
DE340475C DE1920340475D DE340475DD DE340475C DE 340475 C DE340475 C DE 340475C DE 1920340475 D DE1920340475 D DE 1920340475D DE 340475D D DE340475D D DE 340475DD DE 340475 C DE340475 C DE 340475C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23CMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
    • F23C99/00Subject-matter not provided for in other groups of this subclass
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23CMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
    • F23C2700/00Special arrangements for combustion apparatus using fluent fuel
    • F23C2700/04Combustion apparatus using gaseous fuel

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Supply (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Erzeugung von Gas im Feuerraum von Dampfkesseln. Kesselfeuerungsanlagen, bei denen in der Feuerung selbst Wassergas erzeugt werden soll, sind bekannt.
  • Bei einer dieser Einrichtungen wird der aus dem Dampfraum entnommene Dampf unmittelbar, und zwar auf dem kürzesten Wege, nämlich durch die allseitig gekühlte Aschenkammer, zur Feuerbrücke geführt, um hier durch Düsen in die Flamme geblasen zu werden. Hierbei kann der Dampf unmöglich die für die Erzeugung von Wassergas unumgänglich notwendige Überhitzung erhalten. Daher wird auch die Absicht, Wassergas zu erzeugen und unter dem Kessel zu verbrennen, nicht erreicht. Eine andere bekannt gewordene Einrichtung unterscheidet sich von dieser nur dadurch, daß der Dampf nicht durch Düsen in der Feuerbrücke, sondern durch einen besonderen, hinter der Feuerbrücke angeordneten Düsenkörper den Verbrennungsgasen zugeführt wird. Mit dieser Einrichtung ist die gestellte Aufgabe ebensowenig zu lösen.
  • Ferner wurde vorgeschlagen, die Roststäbe in mit Wasser gefüllte Rinnen eintauchen zu lassen. Der hierbei entwickelte Dampf strömt teils durch die Rostspalten, teils durch Öffnungen in der hohlen Feuerbrücke in den Verbrennungsraum. Da der Dampf bei dieser Anordnung ebenfalls mit ungenügender Temperatur der Flamme beigemischt wird, kommt es gar nicht zu seiner Verbrennung, sondern er zieht, ähnlich dem Stickstoffe, hoch erhitzt als Ballast ab und entführt die ihm ganz zwecklos gegebenen Wärmeeinheiten.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung arbeitet nun auf eine Weise, welche diese alten, als falsch erkannten Wege verläßt, und löst die Aufgabe, Dampf in wirtschaftlicherer Weise zu erzeugen als es bisher möglich war, indem sie zunächst den Dampf und die Luft gesondert und nach ihrer Vereinigung gemeinsam solche Wege führt, daß sie mit der praktisch erreichbaren Höchsttemperatur aus den Düsen austreten, um unmittelbar Wassergas zu verbrennen.
  • Eine Verbesserung der neuen Vorrichtung besteht darin, daß Mittel vorgesehen sind, um nach Herstellung der geeigneten Verhältnisse und für deren Dauer auf dem Roste kein Generatorgas, sondern nur Wassergas zu erzeugen und zu verbrennen.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kennzeichnet sich durch zwei Injektoren, die durch an den Dampfdom angeschlossene, über ein Absperrventil durch Regelventile gesteuerte, durch Feuerzüge geführte Leitungen, gespeist sind, und deren Saugseiten, mittels zweier Rohre über die Abwärme der Fuchsgase mittels einer beiderseits gerippten gemeinsamen Wand ausnutzende Vorwärrner mit durch Klappen verschließbaren Luftsaugkanälen in Verbindung stehen; während von der Druckseite des einen ein durch das Flammrohr geführtes Überhitzungsrohr zum Gasbrenner, von der Druckseite des anderen ein Rohr durch einen Feuerzug nach vorn zum allseitig geschlossenen Rostkasten führt.
  • Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Vorrichtung beispielsweise dargestellt. Fig. z zeigt den vorderen Teil der in einem Flammrohrkessel eingebauten Vorrichtung im Längsschnitt; Pig. 2 zeigt den dazugehörigen hinteren Teil ebenfalls im Längsschnitt; Fig. 3 ist eine Vorderansicht des Flammrohrkessels mit eingebauter Vorrichtung; Fig. ,¢ stellt einen Schnitt nach der Linie A -B dar; in Fig. 5 ist der verkleidete Kessel in Rückansicht und der Fuchs mit dem Vorwärmer im Schnitt gezeichnet; Fig. 6 zeigt eine der den Gasbrenner bildenden Düsenscheiben, welche die Feuerbrücke ersetzen, in Seitenansicht, Fig. 7 diesen Teil im Schnitt; Fig. 8 stellt eine Ansicht desselben von der anderen Seite dar; Fig. 9 ist eine Draufsicht auf den Gasbrenner. In den Fig. z und 5 sind a, ci zwei voneinander getrennte, beispielsweise an der Rückwand des Kesselhauses vorgesehene, fast bis zur Decke reichende Luftkanäle, die durch Klappen b, b' mehr oder weniger geschlossen werden können. Der Grad der Drosselung läßt sich bei c (Fig. 3) einstellen. Die Kanäle a, a' führen, jeder in einen Vorwärmer d,.d', der vom Fuchse e nur durch eine mit Rippen f versehene Platte g getrennt ist (Fig. 2 und 5). Die beiden Vorwärmer stehen durch, Rohre k, h' mit Dampfinjektoren i, i in Verbindung.
  • Aus dem Dampfdome k (Fig. i und 3) führt ein durch ein Absperrventil L verschließbares Dampfrohr na zur Vorderseite des Kessels. Hier verzweigt es sich in die beiden mit Regelventilen n und n' versehenen Rohre o, o'. Diese Dampfrohre führen zwecks Überhitzung des Dampfes durch die Seitenzüge zu den Injektoren i, i' (Fig. 2 und 5). Von dem Injektor i' führt ein durch das Flammrohr geleitetes Überhitzungsrohr p' (Fig. 2 und i) zum Gasbrenner q. An den Injektor i schließt sich ein zwecks Überhitzung durch einen Seitenzug geführtes Rohr P, welches an der Vorderseite des Kessels (Fig. i und 3) in den vollständig geschlossenen Rostkasten r mündet. Dieser ist bedeckt von besonders gestalteten Roststäben s (Fig. i und q), die mit einem Zwischenraum von nur o,6 mm aneinander liegen, der sich in regelmäßigen Abständen zu düsenförmigen Öffnungen von 4,5 mm Durchmesser erweitert, so daß im ganzen die freie Rostfläche 3,5 Prozent der gesamten beträgt.
  • An die Rostfläche schließt sich an Stelle einer Feuerbrücke der im wesentlichen ebenso ausgebildete und bemessene Gasbrenner q an. Dieser besteht aus ebenfalls auf o,6 mm aneinanderliegenden, gekrümmten Düsenplatten v, deren blattartig gestaltete Stege w tief in den Hohlraum des Brenners q hineinragen zwecks weiterer Überhitzung des Luftdampfgemisches. Durch Putzen x wird der richtige und gleichmäßige Abstand der Stege untereinander gesichert. Die beschriebene Vorrichtung wird folgendermaßen benutzt: Nachdem in der gewöhnlichen Weise der Kessel angeheizt ist, wird durch Öffnen des Absperrventiles l Dampf aus dem Dome k entnommen und durch passende Einstellung der Regelventile n und ia' den Injektoren i und i' zugeführt. Zugleich werden die Klappen b und b' geöffnet, so daß die Injektoren durch die Kanäle a, a' die warme Luft aus den oberen Schichten des Kesselhauses ansaugen. In den Vorwärmern d, d' werden die warmen Luftströme noch weiter erhitzt, indem sie oberhalb der eisernen, von den Fuchsgasen erhitzten Platte g und zwischen deren Rippen f entlangstreichen. In den Injektoren mischt sich der überhitzte Frischdampf mit der erhitzten Luft.
  • Der Injektor i drückt dieses Gemisch durch das Rohr p in den vollständig geschlossenen Rostkasten y. Von hier strömt es durch die zwischen den Roststäben s gelassenen, nur o,6 mm breiten Schlitze und die düsenförmigen Öffnungen, zu denen sich die Schlitze in regelmäßigen Abständen erweitern, und gelangt zur Glühschicht. In dieser wird der Wasserdampf in Wassergas zerlegt, das sofort verbrennt. Die mitgeführte, bis auf etwa 3oo° erwärmte Luft erhält die Verbrennung der festen Stoffe aufrecht. In dem Maße, wie diese erfolgt, wird bei c (Fig. 3) die Luftzufuhr durch Steuerung der Klappe b gedrosselt, um nach vollendeter Verbrennung ganz geschlossen zu werden, bis die nächste Beschickung des Rostes ein Öffnen nötig macht.
  • Aus dem Injektor i' strömt das Luft-Dampf-Gemisch durch das Rohr p' zum Gasbrenner q, t. Auf diesem Wege wird es durch die Feuergase überhitzt. Ergibt eine unmittelbare Verbindung durch ein gerades Rohrstück keine genügende Überhitzung, so steht nichts im Wege, das Rohr p' im Flammrohr hin und her zu führen. Das auf etwa 7oo° überhitzte Gemisch tritt aus dem Gasbrenner durch die Spalten und Düsen v aus und zersetzt sich unter der Einwirkung der glühenden Gase in Wassergas, welches" sofort verbrennt. Ergibt die Rauchgasanalyse -eine vollkommene Verbrennung, so wird auch die Klappe b' bis an die zulässige Grenze geschlossen, um den Luftüberschuß möglichst gering zu halten.
  • Die Düsen sowohl des Rostes wie des Gasbrenners lassen das Gemisch in vielen verschiedenen Richtungen ausströmen, um eine innige Mischung desselben mit den Feuergasen und so eine vollständige Verbrennung zu erzielen.
  • Wesentlich für den Erfolg _ sind die Abmessungen der Spalten und Düsen sowie das Verhältnis der freien Rostfläche zur gesamten. Am besten bewährt hat sich eine Spaltenbreite von o,6 mm, eine Ausströmungsöffnung der Düsen vön 4,5 mm Durchmesser und eine freie Rostfläche von 3,5 Prozent.

Claims (2)

  1. PATENT-ANsPRÜCHE: x. Vorrichtung zur ununterbrochenen Erzeugung von Wassergas und Generatorgas im Feuerraum von Dampfkesseln, gekennzeichnet durch zwei Injektoren (i, i'), die durch an den Dampfdom (k) angeschlossene, über ein Absperrventil (t) durch Regelventile (n, n') gesteuerte, durch Feuerzüge geführte Leitungen (o, o') gespeist sind, und deren Saugseiten mittels zweier Rohre (la, h') über die Abwärme der Fuchsgase mittels einer beiderseits gerippten (f) gemeinsamen Wand (g) ausnutzende Vorwärmer (d, d') mit durch Klappen (b, b') verschließbaren Luftsaugkanälen (a, a') in Vt rbindung stehen, während von der Druckseite des einen (i') ein durch das Flammrohr geführtes Überhitzungsrohr (P') zum Gasbrenner (q, t), von der Druckseite des anderen (i) ein Rohr (p) durch einen Feuerzug nach vorn zum allseitig geschlossenen Rostkasten (y) führt.
  2. 2. Gasbrenner zur Vorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem Hohlkörper (q), der an seiner Oberseite gebildet ist und aus mehreren nach unten in blattartige Stege (w) auslaufenden Düsenplatten (v) besteht, die mit einem freien Zwischenraum von o,6 mm aneinanderliegen, der sich in bestimmten Abständen zu düsenförmigen öffnungen (u) von 4,5 mm Durchmesser erweitert, so daß die freie Durchtrittsfläche für das Gas im ganzen 3,5 Prozent der gesamten Oberfläche (t) beträgt.
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