DE3405704C2 - - Google Patents
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- DE3405704C2 DE3405704C2 DE19843405704 DE3405704A DE3405704C2 DE 3405704 C2 DE3405704 C2 DE 3405704C2 DE 19843405704 DE19843405704 DE 19843405704 DE 3405704 A DE3405704 A DE 3405704A DE 3405704 C2 DE3405704 C2 DE 3405704C2
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- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
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- B24B39/02—Burnishing machines or devices, i.e. requiring pressure members for compacting the surface zone; Accessories therefor designed for working internal surfaces of revolution
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Description
Die Erfindung betrifft ein Glattwalzwerkzeug für die Innenbearbeitung
von Bohrungen mit großem Durchmesser, mit Glattwalzrollen, welche
kraftschlüssig gegen die Bohrungswandung anlegbar sind, wobei
mindestens drei Glattwalzrollen vorgesehen sind, die je auf einem radial
beweglich mit einem Werkzeugkörper verbundenen Träger angeordnet
sind, wobei jeder Träger mit einer Verstelleinrichtung für die radiale
Grundeinstellung des zugeordneten Trägers verbunden ist.
Glattwalzwerkzeuge der vorbeschriebenen Art sind bereits bekannt
geworden mit der AT 2 37 470. Bei einem solchen Werkzeug weist jedoch
nur ein Träger eine kraftbetätigte Spreizeinrichtung auf, während die
anderen beiden der insgesamt drei Träger, der radial verschiebbar im
Werkzeugkörper angeordnet sind, zwar radial verstellbar, aber form
schlüssig mit dem Werkzeugkörper verbunden sind. Dies führt dazu, daß
dieses Werkzeug einerseits nicht in der Lage ist Koaxialitätsfehler
zwischen Werkzeug und Werkstück auszugleichen und führt außerdem bei
Formabweichungen des Werkzeugs in der Querschnittsform zu uner
wünschten Kraftschwankungen. Darüber hinaus weisen die Träger - dort
Führungskörper genannt - Walzen großen Durchmessers auf, die in diesen
Führungskörpern auf einer Achse drehbar gelagert sind. Eine solche
Anordnung, bei der die Walzrollen selbst auf Achsen drehbar gelagert
sind, erfordert, um eine solche Lagerung möglich zu machen, Walzrollen
relativ großen Durchmessers. Hierdurch aber wird eine entsprechend
große absolute Walzkraft erforderlich, um ein bestimmtes gewünschtes
Walzergebnis zu erzielen. Dies aber ergibt wiederum unerwünschte
Kraftbelastungen des Werkstückes und es kann bei dünnwandigen
Werkstücken, wie z. B. großen Rohren, dazu kommen, daß sich der Einsatz
solcher Walzwerkzeuge verbietet.
Mit der DE-AS 12 79 499 ist ein weiteres kraftschlüssig arbeitendes
Innenglattwalzwerkzeug bekanntgeworden, bei dem in Umfangsrichtung
ebenfalls drei Walzrollen angeordnet sind, die mit ihrer Drehachse fest
verbunden sind, so daß die Achse als Welle wirkt, wobei jedes
überstehende Wellenende von einer Tragschale gestützt wird, die sich
ihrerseits am Kolben eines Strömungsmittelzylinders abstützt. Alle
Strömungsmittelzylinder sind untereinander kommunizierend verbunden,
so daß ein Ausgleich in alle Richtungen möglich ist. Aber auch hier ist
noch eine relativ große Bauart der Walzrollen erforderlich, so daß die
aus der Größe dieser Bauart resultierenden und bereits beschriebenen
Mängel auch hier auftreten. Da weiterhin alle Strömungsmittelzylinder
kommunizierend untereinander verbunden sind und jede einzelne
Walzrolle an ihrer zugeordneten Welle von zwei unabhängigen Kolben
stangen dieser Strömungsmittelzylinder abgestützt wird, kommt es bei
Auftreten von Axialkräften auf die Walzrolle, verursacht durch eine
Vorschubbewegung des Werkzeugs, zum Verkanten der Rolle, weil infolge
der kommunizierenden Verbindung der Strömungsmittelzylinder unter
einander jeder Kolben unabhängig den auftretenden Kräften ausweichen
kann. Das Werkzeug wird damit funktionsunfähig.
Ein weiteres Werkzeug für die Innenbearbeitung von Bohrungen mit
großem Durchmesser ist bekanntgeworden durch die DE-PS 6 82 367.
Auch bei diesem Werkzeug sind Glattwalzrollen je auf einem radial
beweglich mit dem Werkzeugkörper verbundenen Träger angeordnet.
Auch dort sind jedoch die Glattwalzrollen auf einer in Wälzlagern
gelagerten Welle gelagert, die daher notwendigerweise groß bauen, so
daß die bezüglich der Baugröße bereits beschriebenen Nachteile auch
hier auftreten. Darüber hinaus aber stützen sich die einzelnen Träger
formschlüssig auf einem Verstellkonus ab, der über ein Gewinde im
Werkzeugkörper axial verstellt werden kann. Hierdurch wird die radiale
Lage der Walzrollen bestimmt. Die Walzkraft ergibt sich aus der
Relation zwischen der radialen Lage der Walzrollen einerseits und der
Bohrungsabmessung der zu walzenden Bohrung andererseits. Schwan
kungen im Durchmessermaß der Bohrung und Abweichungen von der
Kreisform des Querschnitts der Bohrung führen zu Walzkraftschwan
kungen, die unzulässige Größen annehmen können. Ein kraftschlüssiges
Walzen ist mit diesem Werkzeug nicht möglich.
Weiterhin sind mit der DE-PS 20 16 216 Glattwalzwerkzeuge für die
Innenbearbeitung von Bohrungen mit großem Durchmesser bekannt
geworden, die sich in der Praxis außerordentlich gut bewährt haben. Sie
weisen jedoch im Gegensatz zu den bisher beschriebenen bekannten
Werkzeugen den Nachteil auf, daß sie nur einen sehr geringen
Durchmesserbereich des Bohrungsdurchmessers des Werkstückes be
herrschen, in aller Regel lediglich den Toleranzbereich des Nennmaßes
der Werkstückbohrung. Sie sind daher nicht verwendbar für Bohrungen
benachbart liegender Durchmessernennmaße. Es kommt jedoch häufig
vor, daß kleinere Losgrößen von Werkstücken mit jeweils unterschied
lichem Nenndurchmesser der zu bearbeitenden großen Bohrung bearbei
tet werden müssen. Soll dies mit dem genannten Werkzeug geschehen, so
ist für jede einzelne Bohrungsgröße ein gesondertes Werkzeug erforder
lich.
Ausgehend von dem so beschriebenen Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Werkzug der vorbeschriebenen Art
vorzuschlagen, mit dem einerseits ein großer Maßbereich von Werkstück
bohrungen beherrscht wird und daß andererseits die Anwendung kleiner
absoluter Walzkräfte ermöglicht. Gleichzeitig soll das Werkzeug eine
Bearbeitung auch dann ermöglichen, wenn das Werkstück Formfehler
einerseits und/oder Koaxialitätsfehler andererseits aufweist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder Träger über
die zugeordnete und radial beweglich angeordnete Verstelleinrichtung
mit einer kraftbetätigten Spreizeinrichtung zur Erzeugung einer
radialen Anpreßbewegung jedes Träges zusammenwirkt, wobei Verstell
einrichtung und Spreizeinrichtung so miteinander verbunden sind, daß sie
gegenseitig mindestens radial gerichtete Kräfte und deren Reaktions
kräfte auf einen zugeordneten Träger übertragen oder von diesem
aufnehmen und wobei jeder Träger einen in an sich bekannter Weise
einstellbaren Rollenkopf mit Stützrollen zur Abstützung und Führung
zugeordneter Glattwalzrollen aufweist.
Durch diese Maßnahme wird ein
weiter radialer Einstell- und Verstellbereich vorzugsweise für eine Kon
struktion mit mindestens drei Glattwalzrollen durch die radiale Verände
rung der die Glattwalzrollen tragenden Träger erreicht. Die Anordnung
von mindestens drei radial beweglichen Trägern an einem Werkzeug
körper läßt deren Radialbewegung in einem weiten Verstellbereich zu
und sichert eine gute Zentrierung. Die Spreizeinrichtung sorgt hierbei
nicht nur für die radiale Bewegung, sondern auch für die notwendige
Walzkraft, dann wenn die weitere Radialbewegung durch Anlage der
Glattwalzrollen an der Bohrungswand verhindert wird. Hierzu muß die
Spreizeinrichtung mit entsprechender Kraft tätig werden. Der jedem
Träger zugeordnete einstellbare Rollenkopf weist Stützrollen auf zur
Abstützung und Führung zugeordneter Glattwalzrollen. Hierdurch können
die Glattwalzrollen in bekannter Weise einen sehr kleinen Durchmesser
aufweisen. Dies ermöglicht die Anwendung kleiner absoluter Walzkräfte,
was wiederum geringe Werkstückbelastung zur Folge hat. Die Einstell
barkeit der Rollenköpfe die als solche bekannt ist, erlaubt gleichzeitig
die Einstellung der richtigen Neigung der eigentlichen Walzrolle, so daß
in bekannter Weise der zur Erzielung eines guten Glattwalzergebnisses
notwendige und typische tropfenförmige Walzabdruck der Glattwalzrollen
am Werkstück erreicht werden kann. Durch die kraftschlüssige Betäti
gung der Träger können diese Formunregelmäßigkeiten der Querschnitts
form des Werkstückes ohne weiteres ausweichen und gleichzeitig auch
Koaxialitätsfehler der Werkstückachse relativ zur Werkzeugachse
ausgleichen.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß jeder Träger
mit einer radial gerichteten Kolbenstange einer strömungsmittelbetätig
baren Kolben-Zylinder-Einheit verbunden ist, wobei jede Kolben-Zylin
der-Einheit im oder am Werkzeugkörper angeordnet ist. Auf diese Art und
Weise erfolgt eine Betätigung der Träger direkt in deren mögliche
Bewegungsrichtung und es wird ein einfacher konstruktiver Aufbau des
Gesamtwerkzeuges hierdurch erreicht.
Eine andere Ausgestaltung der Erfindung wiederum sieht vor, daß jede
Kolbenstange als Gewindespindel ausgebildet oder gegen die radial innen
liegende Stirnfläche einer solchen andrückbar ist, wobei die Gewinde
spindel über eine entsprechende Gewindebohrung im Träger mit diesem
verbunden ist. Hierdurch wird es mit einfachsten Mitteln möglich, den
Arbeitsdurchmesser für die Glattwalzrollen mittels einer Verstellung der
Träger an den Gewindespindeln voreinzustellen und die Kolben-Zylin
der-Einheit muß dann nur noch hinsichtlich ihres Hubs ausgelegt sein,
einen sehr kleinen Weg zur Anlage der Glattwalzrollen an die
Bohrungswandung zurückzulegen und die Glattwalzrollen mit der
notwendigen Walzkraft an die Bohrungswandung anzupressen. Ein
Hub der vorhandenen Kolben-Zylinder-Einheit über den jeweiligen
Arbeitsbereich des Werkzeuges ist nicht mehr erforderlich.
Wiederum nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorge
sehen, daß jede Gewindespindel an ihrem radial außen liegenden
Endbereich im oder am Werkzeugkörper radial verschiebbar
geführt ist. Dies ist eine besonders einfache Möglichkeit,
sowohl bei einer von der jeweiligen Kolbenstange getrennten
Gewindespindel als auch bei einer einstückig ausgebildeten
Kolbenstange - Gewindespindel. Die notwendige radiale Be
weglichkeit sowohl dieser genannten Bauteile als auch des
zugeordneten Trägers zu erhalten, damit tatsächlich kraft
schlüssig gewalzt werden kann und die jeweilige Glattwalz
rolle mit dem ihr zugeordneten Träger Formänderungen oder
Lageänderungen des Werkstücks folgen kann.
Eine andere Ausgestaltung der Erfindung wiederum sieht vor,
daß der Werkzeugkörper radial wirkende Federn aufweist, mit
denen eine Rückstellbewegung jedes Trägers bewirkt wird, wenn
eine Spreizkraft nicht mehr auftritt. Hierdurch kann eine
besondere Schaltung für einen Strömungsmittelkreislauf für
die Rückstellung des Werkzeuges beispielsweise nach Be
endigung des Walzvorganges, vermieden werden. Es ist nur noch
erforderlich den Walzdruck des Strömungsmittels abzusenken,
wodurch von den genannten Federn bewirkt, das Werkzeug wieder
zusammenfahren wird.
Nach einer ausgestaltenden Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, daß jede Feder als Druckfeder ausgebildet und im
Werkzeugkörper angeordnet ist. Es ist dies die einfachste
konstruktive Möglichkeit die Träger und damit die zuge
ordneten Glattwalzrollen radial einwärts zu fahren.
Eine ergänzende Ausgestaltung nach der Erfindung sieht vor,
daß jede Feder sich einerseits am Werkzeugkörper und
andererseits an einem zugeordneten Träger oder an den den
Träger radial bewegenden Bauelementen abstützt. Dies ist die
einfachste Anordnung der genannten Federn, die wirkungsvoll
ist und unnötige zusätzliche Bauteile vermeidet.
Es ist ebenfalls nach einer Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, daß jede Gewindespindel in einer zugeordneten
Radialbohrung des Werkzeugkörpers geführt ist, wobei in einem
erweiterten Bereich jeder Radialbohrung und konzentrisch zur
zugeordneten Gewindespindel eine Druckfeder angeordnet ist,
die mit ihrem radial nach innen gerichteten Ende an einem
Kragen der zugeordneten Gewindespindel anliegt. Diese An
ordnung ist sehr zweckmäßig und benötigt außerdem den denkbar
kleinsten Bauraum. Die Führung und die Wirkung der Feder ist
mit einfachsten Mitteln gesichert. Gleichzeitig wird die
erforderliche Beweglichkeit aller zugeordneter Bauelemente
problemlos beibehalten.
Es ist nach einer alternativen Lösung der Erfindung bei einem
Glattwalzwerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1
vorgesehen, daß
jeder Träger sich direkt oder über zugeordnete
Zwischenstücke an einer zu einer Längsachse der Bohrung
geneigten Fläche eines in Richtung der Längsachse verschieb
lich geführten Spreizstückes abstützt, wobei der Neigungs
winkel der geneigten Fläche größer als der Selbsthemmungswin
kel ist. Die Verwendung eines Spreizstückes ist ein wirksames
und einfaches Mittel die notwendige Spreizung der Träger
oder auch eines einzelnen Trägers durch Verschiebung eines
solchen Spreizstücks in Richtung der Längsachse der Bohrung
zu bewirken.
Nach einer ausgestalteten Weiterbildung wiederum ist vorge
sehen, daß das Spreizstück zusätzlich radial beweglich
angeordnet ist. Dies ist eine einfache Möglichkeit die
Beweglichkeit jedes Trägers zu erreichen.
Wiederum eine ausgestaltende Weiterbildung der Erfindung
sieht vor, daß die geneigten Flächen ebene Flächen sind, die
mindestens mit einer zugeordneten Basisfläche das Spreizstück
bilden. Eine solche Ausbildung des Spreizstückes ist be
sonders dann zu empfehlen, wenn hohe Walzkräfte erforderlich
werden.
Ebenfalls eine weiterbildende Ausgestaltung der Erfindung
sieht vor, daß als Zwischenstück Gewindespindeln in Anordnung
und Ausführung nach den vorbeschriebenen Ansprüchen 4 bis 8
vorgesehen sind, deren radial innen liegende Stirnfläche je
an einem im Längsschnitt keilförmigen Gleitstück anliegt,
welches mit seiner Gleitfläche der Oberflächenform des
Spreizstückes angepaßt ist und an diesem anliegt. Auch hier
wird über die Gewindespindeln erreicht, daß der gesamte
notwendige Verstellhub der jeweiligen die Glattwalzrollen
tragenden Träger nicht über das Spreizstück bewirkt werden
muß, sondern eine Grundeinstellung über die Gewindespindeln
erfolgen kann. Die jeweiligen Gleitstücke sorgen für eine
bestmögliche Anlage der Stirnseiten der Gewindespindeln am
jeweils verwendeten Spreizstück.
Eine ergänzende Ausgestaltung der Erfindung sieht noch vor,
daß zur Verschiebung des Spreizstückes der Werkzeugkörper
eine strömungsmittelbetriebene Kolben-Zylinder-Einheit auf
weist. Auch dies ist wieder eine sehr einfache Möglichkeit
zur Verschiebung des Spreizstückes und es wird bei voller
Beweglichkeit der die Rollen tragenden Träger nur eine
einzige Kolben-Zylinder-Einheit benötigt, um die notwendige
Spreizwirkung und Kraftwirkung zu erzeugen.
Ergänzend ist nach einer Ausgestaltung der Erfindung noch
vorgesehen, daß die Kolben-Zylinder-Einheit so angeordnet
ist, daß deren Hubbewegung in Richtung der Längsachse der
Bohrung verläuft. Hierdurch können irgendwelche Umlenkein
richtungen vermieden werden und die genannte Einrichtung kann
sofort das Spreizstück in der notwendigen Richtung ver
schieben.
Weiterhin ist noch zur ergänzenden Ausgestaltung der Er
findung vorgesehen, daß die Stirnseite des äußeren Kolben
stangenendes der Kolbenstange der Kolben-Zylinder-Einheit
mindestens in Arbeitslage an der Basisfläche des Spreiz
stückes anliegt. Alle Zwischenstücke sind hierdurch vermieden
und es tritt eine unmittelbare Einwirkung der Kolben-
Zylinder-Einheit auf das Spreizstück auf. Die einfache Anlage
des genannten Kolbenstangenendes an der Basisfläche des
Spreizstückes gewährleistet gleichzeitig die freie radiale
Beweglichkeit des Spreizstückes.
Wiederum eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß das
der Basisfläche abgewandte Ende des Spreizstückes einen in
Richtung der Längsachse der Bohrung bis vor das Werkzeug
hinausgeführten Stößel aufweist. Hierdurch wird es möglich,
am Ende des Bearbeitungsvorganges das Werkzeug mit dem
genannten Stößel, beispielsweise gegen einen Anschlag zu
fahren und hierdurch das Spreizstück wieder in seine
Ausgangslage zurückzudrücken, wodurch die Träger mit Glatt
walzrollen radial einwärts fahren und hierdurch das Werkzeug
wieder seine Ausgangslage einnimmt und problemlos zurückge
zogen werden kann.
Nach der Erfindung ist ebenfalls vorgesehen, daß der Kolben
jeder Kolben-Zylinder-Einheit mindestens in Bewegungsrichtung
zur Erzeugung einer Spreizbewegung mit Drucköl beaufschlagbar
und je über eine entsprechende Druckölleitung mit einer
Druckquelle verbunden ist. Hierdurch kann der Aufbau solcher
Einheiten vereinfacht werden.
Eine ergänzende Ausgestaltung sieht vor, daß als Druckquelle
ein am Werkzeugkörper angeordneter aufgeladener Druckspeicher
vorgesehen ist, mit einer zu einer Werkzeugaußenseite
geführten Anschlußleitung für die Aufladung. Die Verwendung
einer Druckquelle macht das gesamte Werkzeug unabhängig von
zusätzlichen externen Geräten für den Betrieb des Werkzeugs.
Ergänzend ist nach der Erfindung noch vorgesehen, daß am
Werkzeugkörper eine Vorratskammer mit einstellbarem Volumen
für Drucköl vorgesehen ist, die mit der Anschlußleitung des
Druckspeichers verbunden ist. Auf diese Art und Weise gelingt
es, das Werkzeug nicht nur unabhängig von externen Zusatzan
lagen für den Betrieb des Werkzeugs zu machen, sondern es
gelingt gleichzeitig, das Werkzeug auch noch nach Bedarf mit
unterschiedlichen Arbeitsdrücken zu betreiben unter gleich
zeitiger Beibehaltung der genannten Unabhängigkeit des
Werkzeugs.
Eine Variante der Erfindung sieht noch vor, daß bei jeder
Kolben-Zylinder-Einheit auch die die Kolbenstange enthaltende
Zylinderseite mit einer Druckölleitung verbunden und mittels
eines Ventiles mit einer externen Druckquelle verbindbar ist.
Wird externer Betrieb des Werkzeugs gewünscht ist dies der
einfachste Aufbau.
Ergänzend ist noch vorgesehen, daß der Werkzeugkörper ein
mechanisch rastendes Zwei-Stellungs-Ventil aufweist, mit
welchem die Druckölleitung geschlossen oder geöffnet werden
kann, wobei das Ventil über eine Betätigung mittels des
Stößels in Schließstellung gefahren werden kann. Dies stellt
eine günstige Ergänzung des von externen Einrichtungen
unabhängigen Werkzeugs dar.
Es ist ebenfalls nach der Erfindung noch vorgesehen, daß das
Spreizstück als Kegelstumpf ausgebildet ist. Dies ist die
einfachste Möglichkeit der Herstellung des Spreizstücks.
Schließlich ist nach einer Ausgestaltung der Erfindung noch
vorgesehen, daß zur Verschiebung des Spreizstücks der
Werkzeugkörper eine in axialer Richtung auf das Spreizstück
wirkende Feder aufweist. Dies ist eine besonders einfache
rein mechanisch funktionierende Möglichkeit die notwendige
Spreizung und die zugehörige Walzkraft zu erzeugen. Hierzu
kann das Spreizstück entweder direkt von der notwendigen
Feder beaufschlagt sein, oder eine solche Beaufschlagung des
Spreizstücks erfolgt über zusätzliche Hilfsmittel. So ist es
beispielsweise denkbar, eine Kolben-Zylinder-Einheit zu
verwenden, deren kolbenstangenfreier Zylinderraum von der
notwendigen Feder ausgefüllt wird, die über den Kolben und
die Kolbenstange am Spreizstück anliegt und dieses ver
schiebt. Ergänzend ist dann noch möglich, am Ende des
Bearbeitungsprozesses das Spreizstück über eine Stößelstange
wieder einwärts zu fahren und in dieser Einwärtsstellung zu
verriegeln. Die Federkraft ist dann gebändigt und es bedarf
lediglich einer Entriegelung um die einzelne oder auch
mehrere Glattwalzrollen wieder mit der notwendigen Walzkraft
in Arbeitsposition zu bringen. Die Entriegelungsbewegung kann
dabei natürlich auch über eine entsprechende hydraulische
Einrichtung gedämpft sein, so daß ein schlagartiges Anfahren
des Werkstückes durch die Glattwalzrollen vermieden wird.
Die Erfindung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen unter
Verwendung der Prinzipzeichnungen näher erläutert
werden. Es zeigt
Fig. 1 Schnitt entlang der Linie I-I nach Fig. 2,
Fig. 2 Ansicht in Richtung des Pfeils A,
Fig. 3 Schnitt entlang der Linie II-II nach Fig. 4,
Fig. 4 Ansicht in Richtung des Pfeils B nach Fig. 3,
Fig. 5 Schnitt entlang der Linie III-III nach Fig.
6,
Fig. 6 Ansicht in Richtung des Pfeils C nach Fig. 5,
Fig. 7 Schnitt entlang der Linie IV-IV nach Fig. 8,
Fig. 8 Ansicht in Richtung des Pfeils D nach Fig. 7.
Die Fig. 1 und 2 zeigen in verschiedenen Schnittansichten
und Teilausbrüchen einen möglichen prinzipiellen Aufbau des
erfindungsgemäßen Werkzeugs mit mindestens drei Glattwalz
rollen 7, 8, 9. Die Darstellungen zeigen das Werkzeug in
Arbeitsposition. Die Bohrungswand 64 einer Bohrung 43 von
großem Durchmesser soll konzentrisch zur Längsachse 44 dieser
Bohrung (siehe Fig. 7) im Vorschubverfahren kraftschlüssig
glattgewalzt werden. Kraftschlüssiges Glattwalzen als solches
ist bekannt und wird daher hier nicht näher beschrieben.
Im Ausführungsbeispiel sind die Glattwalzrollen 7, 8 und 9 in
an sich bekannten Rollköpfen 4, 5 und 6 drehbar abgestützt.
Auch solche Abstützungen der Glattwalzrollen sind an sich
bekannt und werden daher hier nicht näher beschrieben.
Die Rollenköpfe 4, 5 und 6 sind in den ihnen zugeordneten und
sternförmig angeordneten Trägern 1, 2 und 3 so beweglich
angeordnet, daß eine Lageverstellung solcher Art vorgenommen
werden kann, daß die zugeordneten Glattwalzrollen 7, 8 und 9
in ihrer Winkellage zur Einstellung des Vorschubs und zur
Einstellung des Walztropfens veränderbar sind. Sowohl diese
Winkelveränderung als auch die Tropfenform der Abdruckfläche,
die mit den Glattwalzrollen erzeugt wird, ist an sich
bekannt. Auch hierauf soll daher nicht näher eingegangen
werden.
Die sternförmig angeordneten Träger 1, 2 und 3 sind über
Gleitführungen 66 an einem Werkzeugkörper 10 in den Gleit
führungen 66 radial verschieblich geführt. Auf der Rückseite
jedes Trägers 1, 2 und 3 ist in ebenfalls sternförmiger
Anordnung und parallel zu den genannten Trägern jeweils eine
Gewindespindel 48, 49, 50 vorgesehen, die jeweils in einer
zugeordneten Radialbohrung 57 im Werkzeugträger 10 radial
beweglich geführt ist. Diese Radialbohrung 57 weist einen
radial nach innen gerichteten erweiterten Bereich 58 auf, in
welchem in konzentrischer Anordnung zur jeweiligen Gewinde
spindel 48, 49 und 50 jeweils eine Druckfeder 59 vorgesehen
ist, die sich einerseits an dem engeren Bereich der jeweils
zugeordneten Radialbohrung 57 und damit am Werkzeugkörper 10
und andererseits an einem Kragen 60 der jeweiligen Gewinde
spindel 48, 49 und 50 abstützt. Der Durchmesser des Kragens 60
ist so bemessen, daß er in den erweiterten Bereich 58 der
jeweiligen Radialbohrung 57 hineinpaßt.
Jeder Träger 1, 2 und 3 weist auf seiner Rückseite jeweils
einen nicht näher bezeichneten Ausleger auf, mit jeweils
einer ebenfalls radial gerichteten Gewindebohrung 61, 62 und
63. Die Gewindespindeln 48, 49 und 50 sind durch diese
Gewindebohrungen 61, 62 und 63 hindurchgeschraubt und liegen
mit ihren radial einwärts gerichteten Stirnseiten an den
radial auswärts gerichteten Stirnseiten von Kolbenstangen
23, 24 und 25 an, wobei die genannten Kolbenstangen Teile von
Kolben-Zylinder-Einheiten 20, 21 und 22 sind. Die genannten
Kolben-Zylinder-Einheiten sind hierbei an einem zentralen
inneren Ausleger 67 des Werkzeugkörpers 10 so angeordnet, daß
sie in der beschriebenen Anordnung der zugeordneten Kolben
stangen in der gleichen Richtung die genannten Kolbenstangen
ein- und ausfahren können, wie sich die Träger 1, 2 und 3 in
den zugeordneten Gleitführungen des Werkzeugkörpers 10 radial
bewegen können. Bei Betätigung der genannten Kolben-Zylinder-
Einheiten derart, daß die genannten Kolbenstangen radial
auswärts fahren, werden die Gewindespindeln 48, 49 und 50
ebenfalls gegen die Kraft der Druckfedern 59 radial auswärts
bewegt. Hierdurch aber werden wegen der Gewindeverbindungen
der genannten Gewindespindeln über die Gewindebohrungen 61, 62
und 63 in den nicht näher bezeichneten Auslegern der Träger
1, 2 und 3, diese Träger ebenfalls radial auswärts bewegt.
Durch ein Verdrehen der genannten Gewindespindeln 8, 40, 49
und 50 kann hierbei eine geeignete Grundeinstellung der
radialen Lage der Träger 1, 2 und 3 erreicht werden, so daß
nur noch eine kurze Hubbewegung der genannten Kolben-Zylin
der-Einheiten 20, 21 und 22 und deren zugeordnete Kolben
stangen in radialer Richtung auswärts notwendig ist, um die
Glattwalzrollen 7, 8 und 9 zur Anlage an die Bohrungswand 64
der Bohrung 43 zu bringen und die notwendige Walzkraft zu
erzeugen. Duch die Möglichkeit einer Grundjustierung über
die Gewindespindel 48, 49 und 50 kann das Werkzeug trotz
eines relativ kleinen Hubs der Kolben-Zylinder-Einheit 20,
21 und 22 über einen weiteren Durchmesserbereich der Bohrung 43
problemlos eingesetzt werden. Natürlich könnte die Walzkraft
auch von anstelle der Kolben-Zylinder-Einheiten verwendeten
Federelementen erzeugt werden.
Die Kolben-Zylinder-Einheiten 20, 21 und 22 sind untereinander
über die Druckölleitungen 29, 29′ und 29′′ sowie 38
hydraulisch verbunden, so daß die Glattwalzrollen 7, 8 und 9
über die genannten Kolben-Zylinder-Einheiten kraftschlüssig
an die Bohrungswand 64 angelegt werden können und gleichzei
tig Radialbewegungen der Träger 1, 2 und 3 erzwungen,
beispielsweise durch Lage- oder Formänderungen der Bohrungs
wand 64, nachgeben können. Eine gegenseitige Lageabhängigkeit
der Kolben-Zylinder-Einheiten 20, 21 und 22, die durch
einfaches Umdrücken des jeweiligen Strömungsmediums von einem
Zylinderraum in den anderen entstehen könnte, wird dadurch
verhindert, daß in die Druckleitung 38 beispielsweise ein
handelsübliches verbraucherseitig gesteuertes Dreiwege-Druck
begrenzungsventil eingesetzt wird. Mit Hilfe dieses Ventils
kann überschüssiges Drucköl bei nahezu unverändertem Arbeits
druck in den nicht näher bezeichneten Tank entlassen werden.
Die Funktion solcher Ventile ist bekannt und solche Ventile
sind handelsüblich. Eine genauere Beschreibung ist daher
nicht erforderlich. Zur Druckversorgung der Kolben-Zylinder-
Einheiten 20, 21 und 22 kann eine externe Druckquelle 34,
beispielsweise bestehend aus einer handelsüblichen Pumpe und
einem handelsüblichen Elektromotor, dienen. Ein ebenfalls
handelsübliches Ventil 33 sorgt hierbei je nach Ventilstel
lung in ebenfalls bekannter Weise für eine Drucksaugleitung und
für eine Ableitung des zu verdrängenden Druckmittels in den
Tank.
Für einen Bearbeitungsprozeß wird das Werkzeug zunächst durch
Drehung an den Gewindespindeln 48, 49 und 50 und die
hierdurch erfolgende Lageveränderung der Glattwalzrollen 7, 8
und 9 in radialer Richtung auf einen geeigneten Ausgangs
durchmesser in zusammengefahrenem Zustand eingestellt. Der
zusammengefahrene Zustand wird bei druckloser Leitung 38
schon dadurch erreicht, daß die Druckfedern 59 die zugeord
neten Gewindespindeln 48, 49 und 50 und damit alle anliegen
den oder verbundenen Bauelemente radial nach innen drücken.
Ist solcherart eine geeignete Grundeinstellung vorgenommen
und das Werkzeug beispielsweise über den Aufnahmekegel 65 in
geeigneter Weise gehalten und getragen, so kann es in die
Bohrung 43 eingesetzt werden. Danach kann die externe
Druckquelle 34 in Betrieb genommen werden und das Ventil 33
in den in Fig. 1 dargestellten Schaltzustand versetzt
werden. Hierdurch werden die Kolben-Zylinder-Einheiten 20, 21
und 22 auf ihren den zugeordneten Kolbenstangen 23, 24 und 25
abgekehrten Zylinderseiten durch das Dreiwege-Druckbegren
zungsventil 68 über die Leitung 38 mit Drucköl beaufschlagt,
so daß die genannten Kolbenstangen radial auswärts fahren.
Das abfließende Drucköl wird hierbei über die Leitung 29 dem
Tank zugeführt. Infolge der radialen Auswärtsbewegung werden
auch die Träger 1, 2 und 3 und damit die Glattwalzrollen 7, 8
und 9 so lange radial auswärts bewegt, bis die genannten
Rollen an der Bohrungswand 64 der Bohrung 43 zur Anlage
kommen. Ein weiteres radiales Ausfahren der Kolben-Zylinder-
Einheiten 20, 21 und 22 ist nun nicht mehr möglich und die
Glattwalzrollen 7, 8 und 9 sind somit kraftschlüssig an die
Bohrungswand 64 der Bohrung 43 angelegt. Der Walzvorgang
selbst kann nun in bei der bei Innenglattwalzwerkzeugen
üblichen Weise durchgeführt werden. Hierbei kann jedoch jede
einzelne Glattwalzrolle 7, 8 und 9 jeder beliebigen Unebenheit
und jedem beliebigen Versatz der Bohrungswand 64 beispiels
weise in radialer Richtung problemlos folgen. Die Glattwalz
rollen 7, 8 und 9 werden unabhängig von solchen Unregelmäßig
keiten immer mit nahezu gleicher Glattwalzkraft gegen die
Bohrungswand 64 angedrückt. Die notwendige Radialbewegung der
Träger 1, 2 und 3 wird durch nichts behindert. Es liegt somit
eine für jede Glattwalzrolle 7, 8 und 9 unabhängige radiale
Beweglichkeit vor, wobei die Walzkraft für die Glattwalzrol
len über zugeordnete strömungsmittelbetätigte Kolben-Zylin
der-Einheiten 20, 21 und 22 erzeugt wird, wobei die
Grundeinstellung der Durchmesserlage der einzelnen Glattwalz
rollen 7, 8 und 9 über eine jeweils ebenfalls radial
bewegliche Gewindespindel erfolgt, die über eine Druckfeder
59 jeweils in ihre radial nach innen gerichtete Ausgangslage
zurückgedrückt wird.
Eine etwas veränderte Form des beschriebenen Werkzeugs nach
den Fig. 1 und 2 ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt.
Wie in Fig. 5 zu erkennen ist, ist die Anordnung der
Glattwalzrollen 7, 8 und 9 über die Rollenköpfe 4, 5 und 6 an
den Trägern 1, 2 und 3 und deren Anordnung selbst an einem
Werkzeugkörper 13 gleitend über die Gleitführungen 66 und die
Anordnung zugeordneter Gewindespindeln 51, 52 und 53 und deren
Anordnung im Werkzeugkörper 13 selbst so wie bereits zu den
Fig. 1 und 2 beschrieben. Die radial nach innen ge
richteten Stirnseiten der Gewindespindeln 51, 52 und 53 jedoch
stützen sich bei einer Ausführungsform nach den Fig. 5 und
6, und dies gilt ebenso für die noch zu beschreibenden
Fig. 3 und 4 sowie 7 und 8, an Gleitstücken 54, 55 und 56
ab, die sich ihrerseits an entsprechend ebenen, aber zur
Längsachse 44 der Bohrung 43 geneigt angeordneten Flächen
eines Spreizstücks 39 abstützen. Die Querschnittsform dieses
Spreizstücks 39 kann zylindrisch sein, so daß das Spreizstück
39 als Kegelstumpf ausgebildet wäre. Sie kann aber auch - und
dies ist im Ausführungsbeispiel der Fall - so sein, wie in
Fig. 4 gestrichelt für das dort verwendete Spreizstück 46
dargestellt ist. Natürlich kann das Spreizstück auch für eine
Radialbewegung von weniger als drei Rollen 7, 8, 9 ausgelegt
sein.
Spreizstück 39 ist in der dargestellten Anordnung in
Arbeitsposition und es ist in Richtung der Längsachse 44 der
Bohrung 43 verschieblich.
Um in die dargestellte Arbeitsposition verschoben werden zu
können, wird die äußere Stirnseite eine Kolbenstange 27 an
der Basisfläche 41 des Spreizstücks 39 zur Anlage gebracht.
Kolbenstange 27 ist Bauteil einer Kolben-Zylinder-Einheit 19,
welche zentral am Werkzeugkörper 13 und konzentrisch zur
Längsachse 44 der Bohrung 43, bei konzentrischer Lage des
ganzen Werkzeugs, angeordnet ist, so daß die Kolbenstange 27
eine Bewegung in Richtung der genannten Längsachse 44
durchführen kann. Soll somit das Werkzeug nach den Fig. 5
und 6 in Arbeitsposition gebracht werden, so muß nach
erfolgter Grundeinstellung, wie bereits zu den Fig. 1 und
2 beschrieben, die Kolben-Zylinder-Einheit 19 mit Drucköl
beaufschlagt werden, damit die Kolbenstange 27 ausfährt.
Hierzu ist die genannte Kolben-Zylinder-Einheit zentral mit
einer Druckölleitung 32 verbunden, die in den der Kolben
stange 27 abgewandten Zylinderraum einmündet. Diese Drucköl
leitung 32 ist wieder über ein verbraucherseitig gesteuertes
Dreiwege-Druckbegrenzungsventil 68 und über ein handels
übliches Ventil 33 mit einer externen Druckquelle 34, wie
bereits zu Fig. 1 und 2 beschrieben, verbunden. Der der
Kolbenstange zugewandte Zylinderraum der Kolben-Zylinder-
Einheit 19 kann hierbei beispielsweise offen sein. Bewegt
sich nun die Kolbenstange 27 infolge einer Druckbe
aufschlagung der Kolben-Zylinder-Einheit 19 mit Drucköl über
die Druckölleitung 32 in Richtung der Längsachse 44 der
Bohrung 43 auswärts, so drückt ihre äußere Stirnfläche über
die Basisfläche 41 das Spreizstück 39 in die gleiche
Richtung, so daß nunmehr durch die beschriebene Bewegung des
Spreizstückes 39 die Gleitstücke 54, 55 und 56 relativ zum
Spreizstück 39 an dessen geneigten Flächen aufwärts gleiten
und hierdurch die Gewindespindeln 51, 52 und 53 radial
auswärts bewegen gegen die Kraft der zugeordneten Feder 59.
Hierbei sind selbstverständlich die Gleitführungen 66 so zu
gestalten, daß ein Verkanten der Träger 1, 2 und 3 in axialer
Richtung verhindert wird und eine sicher geführte radiale
Bewegung möglich ist. Infolge der beschriebenen Verschiebung
des Spreizstückes 39 werden also die Träger 1, 2 und 3 und
damit die zugeordneten Glattwalzrollen 7, 8 und 9 in radialer
Richtung bewegt, so lange bis die genannten Glattwalzrollen
wieder zur Anlage an die Bohrungswand 64 der Bohrung 43
kommen, wodurch eine weitere Axialverschiebung des Spreiz
stücks 39 unmöglich wird.
Der Neigungswinkel der geneigten Flächen des Gleitstücks 39
muß größer sein, als der Selbsthemmungswinkel, so daß die
Gleitstücke 54, 55 und 56 beispielsweise gedrängt von der
Feder 59 oder beispielsweise infolge eines sich verengenden
Bohrungsdurchmessers der Bohrung 43 diese geneigten Flächen
hinabrutschen können und dabei das Spreizstück 39 in
umgekehrter Richtung zur Spreizrichtung axial in Richtung der
Längsachse 44 verschieben können. Dies kann während des
Arbeitsprozesses gegen die von der Kolbenstange 27 über
tragene Kraft der Kolben-Zylinder-Einheit 19 erfolgen,
wodurch einfach Drucköl über die Druckölleitung 32 und durch
Umsteuerung des verbraucherseitig gesteuerten Dreiwege-Druck
begrenzungsventils 68 in den Tank entlassen wird. Vergrößert
sich dann beispielsweise der Durchmesser der Bohrung 43
wieder, tritt der umgekehrte Bewegungsablauf ein.
Ist der Bearbeitungsprozeß beendet, wird die Leitung 32,
beispielsweise durch Umsteuerung des Ventils 33, drucklos
gemacht, so daß nunmehr die Druckfedern 59 die Gleitstücke
54, 55 und 56 über die Gewindespindeln 51, 52 und 53 radial
einwärts fahren können, wodurch das Spreizstück 39 in der
bereits beschriebenen Weise in zur Spreizrichtung entge
gengesetzten Richtung, in Richtung der Längsachse 44 bewegt
wird und hierbei über die Kolbenstange 27, die ja mit ihrer
Stirnseite an der Basisfläche des Spreizstücks 39 anliegt,
die Kolben-Zylinder-Einheit 19 wieder in ihre Ausgangslage
zurückdrückt.
Sowohl in Rückzugslage als auch in Arbeitslage bleibt die
radiale Beweglichkeit jedes einzelnen Trägers 1, 2 und 3
vollständig erhalten, weil sich auch das Spreizstück 39
ungehindert radial bewegen kann. Die beschriebene Anordnung
und die beschriebene Konstruktion eines Werkzeugs nach den
Fig. 5 und 6 vereinfacht etwas den Werkzeugaufbau und den
Steuerungsaufbau relativ zu dem bereits beschriebenen Werk
zeug nach den Fig. 1 und 2. Die Fig. 3 und 4 zeigen den
prinzipiellen Aufbau eines Werkzeuges, das in seinem Aufbau
dem eines Werkzeuges nach den Fig. 5 und 6 vollständig
entspricht, jedoch zusätzliche Bauelemente aufweist.
Wie den Fig. 3 und 4 leicht entnommen werden kann,
entspricht der Grundaufbau des Werkzeugkörpers 11 mit den
darin befindlichen Radialbohrungen 57 und der entsprechenden
Anordnung der Gewindespindeln 51, 52 und 53, sowie der
zugeordneten Träger 1, 2 und 3 mit allen dazugehörigen
Bauteilen und die verwendete Spreizeinrichtung mit dem
Spreizstück 46 und den zugeordneten Gleitstücken 54, 55 und 56
und deren Betätigung über die Kolbenstange 26, der Kolben-
Zylinder-Einheit 17, sowie der Werkzeugaufnahme 65 dem
grundsätzlich bereits beschriebenen Aufbau nach den Fig. 5
und 6. Insoweit besteht zwischen beiden Werkzeugen Überein
stimmung. Ein Werkzeug nach Fig. 3, weist jedoch noch
zusätzlich am Werkzeugkörper 11 angeordnet einen Druck
speicher 36 sowie eine verstellbare Vorratskammer 35 auf, die
über eine gemeinsame Leitung 31 als Druckölleitung mit der
der Kolbenstange 26 abgewandten Zylinderkammer der Kolben-
Zylinder-Einheit 17 verbunden ist. Die genannte Drucköl
leitung 31 ist hierbei mit einer Anschlußleitung 27 am
Werkzeugkörper 11 nach außen geführt um dort bei Bedarf an
eine externe Einrichtung angeschlossen werden zu können.
Die der Kolbenstange 26 zugeordnete Zylinderkammer der
Kolben-Zylinder-Einheit 17 ist über eine Druckölleitung 30
wieder mit der bereits beschriebenen externen Druckquelle 34
über das Ventil 33 verbunden.
Um bei einem Werkzeug nach den Fig. 3 und 4 eine
Spreizbewegung der Träger 1, 2 und 3 zu erreichen, muß auch
hier die Kolbenstange 26 zur entsprechenden Verschiebung des
Spreizstücks 46, so wie bereits zu Fig. 5 und 6 beschrieben,
ausgefahren werden. Dies wird bei einem Werkzeug nach Fig. 3
dadurch erreicht, daß die Druckölleitung 30 über das Ventil
33 in Schaltstellung wie gezeichnet drucklos gemacht wird, so
daß der Druckspeicher 36 für eine entsprechende Ausfahrbe
wegung der Kolbenstange 26 durch Nachlieferung von Drucköl
über die Druckölleitung 31 in den der Kolbenstange 26
abgewandten Zylinderraum der Kolben-Zylinder-Einheit 17
sorgt. Der hierfür gewünschte Druck kann durch eine Ver
änderung, also durch eine Verstellung des Volumens der
Vorratskammer 35 eingestellt werden. Reicht dieser Ein
stellbereich nicht aus, so kann für eine Druckveränderung
gesorgt werden durch Anschluß an eine entsprechende externe
Druckquelle über die Anschlußleitung 37. Der gewünschte Druck
kann hierbei über das Manometer 69 abgelesen werden.
Zur Erzeugung einer Einfahrbewegung der Kolbenstange 26, um
hierdurch die Glattwalzrollen 7, 8 und 9 in Rückzugslage zu
bringen, wird das Ventil 33 in die gegenüber der gezeichneten
Lage andere Schaltlage geschaltet, so daß die Druckölleitung
30 über die externe Druckquelle 34 mit Drucköl von aus
reichendem Druck versorgt wird. Das Drucköl strömt dann über
die Leitung 30 in die der Kolbenstange 26 zugewandte
Zylinderkammer der Kolben-Zylinder-Einheit 17, wodurch die
Kolbenstange 26 einwärts gefahren wird. Das in der anderen
Zylinderkammer befindliche Öl wird nunmehr über die Drucköl
leitung 31 zurück in den Druckspeicher 36 gedrückt. Solange
also ausreichender Druck in der Druckölleitung 30 ansteht,
bleibt das Werkzeug in eingefahrenem Zustand. Wird durch
Umschalten des Ventils 33 der Druck in der Druckölleitung 30
weggenommen, so fährt das Werkzeug automatisch die Glattwalz
rollen 7, 8 und 9 radial nach außen in Arbeitslage mit der am
Druckspeicher 36 über dessen Druckregulierung voreinge
stellten Kraft. Der Ausfall der externen Druckquelle 34
erzwingt nun nicht mehr eine Unterbrechung des laufenden
Arbeitsprozesses, sondern es bleibt bei einer Ausführungsform
nach den Fig. 3 und 4 möglich, den begonnenen Arbeits
prozeß ohne irgendeine Beeinträchtigung des Arbeitser
gebnisses zu Ende zu führen. Mögliche Ansätze und Ober
flächenbeschädigungen des Werkstückes werden somit vermieden.
Die Kolbenstange 26 bleibt mit ihrer äußeren Stirnseite immer
in Anlage an der Basisfläche 47 des Spreizstücks 46 und hält
damit das Spreizstück 46 immer in Arbeitsposition. Auch hier
ist das Spreizstück 46 in radialer Richtung, wie bereits
beschrieben, immer frei beweglich, so daß in Arbeitsposition
bei einer Radialbewegung des Gleitstücks 46 dieses mit seiner
Basisfläche 47 an der entsprechenden Stirnseite der Kolben
stange 26 entlang gleitet.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in der Ausführungsform
nach den Fig. 7 und 8 dargestellt. Auch hier ist der
grundsätzliche Aufbau des Werkzeuges einschl. Druckspeicher
36 und Vorratskammer 35 so wie bereits zu Fig. 3 be
schrieben. Dies betrifft auch die Einstellbarkeit und
Bewegungsfähigkeit der Träger 1, 2 und 3 mit den Rollenköpfen
4, 5 und 6 und den zugeordneten Glattwalzrollen 7, 8 und 9. Bei
einer Ausführungsform nach Fig. 7 weist jedoch der
Werkzeugkörper 12 zusätzlich ein Zweistellungsventil 14 auf,
dessen beide Schaltstellungen, symbolisiert mit den Buch
staben "a" und "b", mechanisch einrasten. In der Schalt
stellung "a" verbindet dieses Zweistellungsventil 14 die vom
Druckspeicher 36 kommende Druckölleitung 15 mit der der
Kolbenstange 28 abgewandten Zylinderkammer der Kolben-
Zylinder-Einheit 18 und sorgt daher in der zu Fig. 3 bereits
beschriebenen Weise für ein Ausfahren der Kolbenstange 28 in
Richtung der Längsachse 44 der Bohrung 43. Hierdurch wird in
der ebenfalls bereits beschriebenen Weise durch Anlage der
äußeren Stirnfläche der Kolbenstange 28 an der Basisfläche 42
eines Spreizstücks 40 auf das Spreizstück 40 entsprechend
verschoben, mit der ebenfalls bereits beschriebenen Folge,
daß hierdurch die Glattwalzrollen 7, 8 und 9 über die
entsprechende Bewegung ihrer Träger 1, 2 und 3 radial auswärts
bewegt und hierbei an die Bohrungswandung 64 der Bohrung 43
angelegt werden.
Das Spreizstück 40 weist an seiner, der Basisfläche 42
gegenüberliegenden Seite einen Stößel 16 auf, der, sich in
Richtung der Längsachse 44 der Bohrung 43 erstreckend, bis
über die Werkzeugstirnseite 45 hinausragt. Hat nun während
des Arbeitsprozesses das Werkzeug im Werkstück seine Endlage
erreicht, so kann es dort mit dem Stößel 16 gegen einen
hierfür vorzusehenden Anschlag gefahren werden, wodurch eine
weitere Axialbewegung des Stößels 16 und damit auch des
Spreizstückes 40 verhindert wird. Bewegt sich nun das
Werkzeug noch weiter in Vorschubrichtung, so wird hierdurch
relativ zum Werkzeug das Spreizstück 40 mit der zugeordneten
Kolbenstange 28 zurückgedrückt, so daß die Druckfedern 59 die
Träger 1, 2 und 3 und damit die zugeordneten Glattwalzrollen
7, 8 und 9 radial einwärts drücken können. Eine nicht näher
bezeichnete mechanische Verbindung zwischen dem Spreizstück
40 und dem Zweistellungsventil 14 sorgt in dieser zurückge
schobenen Stellung für eine Umschaltung des Zweistellungs
ventils 14 in die mit "b" gekennzeichnete Schaltlage, wodurch
die Verbindung zwischen Druckspeicher 36 und Kolben-
Zylinder-Einheit 18 unterbrochen wird. Die eingefahrene
Stellung wird somit beibehalten und das Werkzeug kann
problemlos durch die Bohrung 43 zurückgezogen werden. Soll
das Werkzeug mit den Glattwalzrollen 7, 8 und 9 erneut in
Arbeitsstellung gebracht werden, so muß lediglich das
Zweistellungsventil 14 wieder in die mit "a" gekennzeichnete
Schaltstellung verschoben werden, wodurch die Druckleitung 15
die Kolben-Zylinder-Einheit 18 wieder in der notwendigen
Weise mit Drucköl aus dem Druckspeicher 36 versorgen kann.
Dieses Werkzeug nach der Ausführungsform nach den Fig. 7
und 8 ist vollständig unabhängig von einer externen Druck
quelle.
Mit den erfindungsgemäßen Werkzeugen ist es erstmals gelungen
Glattwalzwerkzeuge für die Bearbeitung von Bohrungen mit
großem Durchmesser vorzuschlagen, mit denen einerseits eine
kraftschlüssige Glattwalzbearbeitung der Bohrungswandung
möglich ist und die andererseits einen erheblich größeren
Arbeitsbereich als bekannte Werkzeuge solcher Art haben.
Claims (24)
1. Glattwalzwerkzeug für die Innenbearbeitung von Bohrungen mit
großem Durchmesser, mit Glattwalzrollen, welche kraftschlüssig
gegen die Bohrungswandung anlegbar sind, wobei mindestens drei
Glattwalzrollen vorgesehen sind, die je auf einem radial beweglich
mit einem Werkzeugkörper verbundenen Träger angeordnet sind,
wobei jeder Träger mit einer Verstelleinrichtung für die radiale
Grundeinstellung des zugeordneten Trägers verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Träger (1, 2, 3) über die zugeordnete und
radial beweglich angeordnete Verstelleinrichtung mit einer kraftbe
tätigten Spreizeinrichtung zur Erzeugung einer radialen Anpreßbe
wegung jedes Trägers (1, 2, 3) zusammenwirkt, wobei Verstelleinrich
tung und Spreizeinrichtung so miteinander verbunden sind, daß sie
gegenseitig mindestens radial gerichtete Kräfte und deren Reak
tionskräfte auf einen zugeordneten Träger (1, 2, 3) übertragen oder
von diesem aufnehmen und wobei jeder Träger (1, 2, 3) einen in an
sich bekannter Weise einstellbaren Rollenkopf (4, 5, 6) mit Stützrollen
zur Abstützung und Führung zugeordneter Glattwalzrollen (7, 8, 9)
aufweist.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Träger (1, 2, 3) mit einer radial gerichteten
Kolbenstange (23, 24, 25) einer strömungsmittelbetätigbaren
Kolben-Zylinder-Einheit (20-22) verbunden ist, wobei
jede Kolben-Zylinder-Einheit (20-22) im oder am
Werkzeugkörper (10) angeordnet ist.
3. Werkzeug mindestens nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß jede Kolbenstange (23, 24, 25) als Gewinde
spindel (48, 49, 50) ausgebildet oder gegen die radial
innen liegende Stirnfläche einer solchen andrückbar ist,
wobei die Gewindespindel (48, 49, 50) auch über eine
entsprechende Gewindebohrung (61, 62, 63) im Träger (1, 2, 3)
mit diesem verbunden ist.
4. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Gewindespindel (48-53)
an ihrem radial außen liegenden Endbereich im oder am
Werkzeugkörper (10-13) radial verschiebbar geführt ist.
5. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkörper (10-13)
radial wirkende Federn (59) aufweist, mit denen eine
Rückstellbewegung jedes Trägers (1, 2, 3) bewirkt wird,
wenn eine Spreizkraft nicht mehr auftritt.
6. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Feder als Druckfeder
(59) ausgebildet und im Werkzeugkörper (10-13)
angeordnet ist.
7. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Feder (59) sich einer
seits am Werkzeugkörper (10-13) und andererseits an
einem zugeordneten Träger (1, 2, 3) oder an den den Träger
(1, 2, 3) radial bewegenden Bauelementen (48-53) ab
stützt.
8. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Gewindespindel (48-53)
in einer zugeordneten Radialbohrung (57) des Werkzeug
körpers (10-13) geführt ist, wobei in einem erweiterten
Bereich (58) jeder Radialbohrung (57) und konzentrisch
zur zugeordneten Gewindespindel (48-53) eine Druckfeder
(59) angeordnet ist, die mit ihrem radial nach innen ge
richteten Ende an einem Kragen (60) der zugeordneten
Gewindespindel (48-53) anliegt.
9. Werkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Träger (1, 2, 3) sich direkt
oder über zugeordnete Zwischenstücke (51-56) an einer
zu einer Längsachse (44) der Bohrung (43) geneigten
Fläche eines in Richtung der Längsachse (44) verschieb
lich geführten Spreizstückes (39, 40, 46) abstützt, wobei
der Neigungswinkel der geneigten Fläche größer ist als
der Selbsthemmungswinkel ist.
10. Werkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Spreizstück (39, 40, 46) zusätzlich
radial beweglich angeordnet ist.
11. Werkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die geneigten Flächen ebene Flächen sind, die mindestens
mit einer zugeordneten Basisfläche (41, 42, 47) das Spreiz
stück (39, 40, 46) bilden.
12. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß als Zwischenstück Gewinde
spindeln (51, 52, 53) in Anordnung und Ausführung nach den
Ansprüchen 4 bis 8 vorgesehen sind, deren radial innen
liegende Stirnfläche je an einem im Längsschnitt keil
förmigen Gleitstück (54, 55, 56) anliegt, welches mit
seiner Gleitfläche der Oberflächenform des Spreizstückes
(39, 40, 46) angepaßt ist und an diesem anliegt.
13. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung des Spreiz
stückes (39, 40, 46) der Werkzeugkörper (13, 12, 11) eine
strömungsmittelbetriebene Kolben-Zylinder-Einheit (19,
18, 17) aufweist.
14. Werkzeug mindestens nach Anspruch 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kolben-Zylinder-Einheit (17, 18, 19)
so angeordnet ist, daß deren Hubbewegung in Richtung der
Längsachse (44) der Bohrung (43) verläuft.
15. Werkzeug mindestens nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stirnseite des äußeren Kolben
stangenendes der Kolbenstange (26, 27, 28) der Kolben-
Zylinder-Einheit (17, 19, 18) mindestens in Arbeitslage an
der Basisfläche (47, 41, 42) des Spreizstückes (46, 39, 40)
anliegt.
16. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß das der Basisfläche (42)
abgewandte Ende des Spreizstücks (40) einen in Richtung
der Längsachse (44) der Bohrung (43) bis vor das Werkzeug
(45) hineingeführten Stößel (16) aufweist.
17. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben jeder Kolben-
Zylinder-Einheit (17-22) mindestens in Be
wegungsrichtung zur Erzeugung einer Spreizbewegung der
Träger (1, 2, 3) mit Drucköl beaufschlagbar und je über
eine entsprechende Druckölleitung (38, 31, 15, 32) mit
einer Druckquelle (34, 36) verbunden ist.
18. Werkzeug mindestens nach Anspruch 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Druckquelle ein am Werkzeugkörper
(11, 12) angeordneter aufgeladener Druckspeicher (36)
vorgesehen ist, mit einer zu einer Werkzeugaußenseite
geführten Anschlußleitung (37) für die Aufladung.
19. Werkzeug mindestens nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß am Werkzeugkörper (11, 12) eine Vorrats
kammer (35) mit einstellbarem Volumen für Drucköl
vorgesehen ist, die mit der Anschlußleitung (31, 15) des
Druckspeichers (36) verbunden ist.
20. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß bei jeder Kolben-Zylinder-
Einheit (17, 20-22) auch die die Kolbenstange ent
haltende Zylinderseite mit einer Druckölleitung (29, 29′,
29′′, 30) verbunden und mittels eines Ventiles (33) mit
einer externen Druckquelle (34) verbindbar ist.
21. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkörper (12) ein
mechanisch rastendes Zwei-Stellungs-Ventil (14) aufweist,
mit welchem die Druckölleitung (15) geschlossen oder
geöffnet werden kann, wobei das Ventil (14) über eine
Betätigung mittels des Stößels (16) in Schließstellung
(b) gefahren werden kann.
22. Werkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Träger (1, 2, 3) einen in
an sich bekannter Weise einstellbaren Rollenkopf (4, 5, 6)
zur Abstützung und Führung zugeordneter Glattwalzrollen
(7, 8, 9) aufweist.
23. Werkzeug mindestens nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Spreizstück als Kegelstumpf ausgebil
det ist.
24. Werkzeug mindestens nach einem der Ansprüche 1-12,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung des Spreiz
stückes (39, 40, 46) der Werkzeugkörper (13, 12, 11) eine in
axialer Richtung auf das Spreizstück (39, 40, 46) wirkende
Feder aufweist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19843405704 DE3405704A1 (de) | 1984-02-17 | 1984-02-17 | Glattwalzwerkzeug |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19843405704 DE3405704A1 (de) | 1984-02-17 | 1984-02-17 | Glattwalzwerkzeug |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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| DE8809823U1 (de) * | 1988-08-02 | 1988-10-06 | Wilhelm Hegenscheidt Gmbh, 5140 Erkelenz | Walzwerkzeug |
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Family Cites Families (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE682367C (de) * | 1937-04-06 | 1939-10-13 | Albert Strasmann Fa | Zylinderfuellende Praegepoliervorrichtung |
| AT237470B (de) * | 1961-01-19 | 1964-12-10 | Boehler & Co Ag Geb | Vorrichtung zum Glattwalzen von Zylinderinnenwänden |
| DE1279499B (de) * | 1964-01-31 | 1968-10-03 | Claude Spencer Harris | Glaettwalzkopf fuer Bohrungen |
-
1984
- 1984-02-17 DE DE19843405704 patent/DE3405704A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3405704A1 (de) | 1985-08-22 |
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