DE3406560C2 - Verfahren zum Herstellen eines Verbundwerkstoff-Profils und Preßbarren dazu - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Verbundwerkstoff-Profils und Preßbarren dazuInfo
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Abstract
Ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Herstellen eines Profils aus einer Aluminiumlegierung mit Zusätzen von Bor oder wenigstens einer seiner Verbindungen soll zu einer vereinfachten Herstellung von Profilen aus Aluminiumlegierungen für die Anwendung in der Nukleartechnik führen. Aus einem borhaltigen Aluminiumvormaterial soll ein Profil herausformbar sein, welches durch seine Gestaltung eine ausreichende Stabilität bei gleichzeitiger Abschirmung gewährleistet. Hierzu wird ein Barren aus einem Kern der Aluminiumlegierung mit Zusätzen von Bor o. dgl. sowie aus einem diesen umgebenden Mantel hergestellt und auf dem Wege des Strangpressens verformt, wobei von schmelzmetallurgisch oder pulvermetallurgisch hergestellten Rohlingen aus einem Aluminiumwerkstoff bestimmter Legierungsgruppen mit Zusätzen von Bor oder seinen Verbindungen in einem Gewichtsanteil zwischen 0,05 und 50% ausgegangen wird. Darüber hinaus kann - ausgehend von diesen Legierungsgruppen - ein Strangprofil aus wenigstens zwei einen Hohlraum begrenzenden Profilbändern aus einer borfreien Aluminiumlegierung hergestellt und der Hohlraum mit einem Vormaterial in Draht- oder Pulverform gefüllt werden. Eine Vorrichtung dazu zeichnet sich dadurch aus, daß ein Barren (10) aus einem Kern (11) der Aluminiumlegierung mit Zusätzen von Bor o. dgl. sowie aus einem diesen umgebenden Mantel (12) aus i. w. borfreiem Aluminiumwerkstoff besteht.
Description
Die Erfindung betrifft zwei Verfahren zum Herstellen eines Profils aus einer Aluminiumlegierung mit Zusätzen
von Bor oder wenigstens einer seiner Verbindungen, dem eine Außenfläche aus Aluminium zugeordnet
ist, wobei sich die Erfindung auch auf einen Preßbarren zum Herstellen eines solchen Profils bezieht.
Die Schrift »Powder Metallurgy (1958)« No 1/2 S. 94 bis 103 sagt aus, daß Boral-Platten durch Warmwalzen
der verfestigten Dispersion innerhalb von Aluminiumplatten hergestellt werden. Außerdem findet sich dort
der Hinweis auf die Fähigkeit der Neutronenabsorption.
Es ist auch bereits bekannt, Aluminium-Bor-Verbund-
waizplatten herzustellen, die zu einem Gehäuse zusamengefügt
werden, mit dem neutronenaussendende Stoffe umhüllt und abgeschirmt werden. Die Anteile
von Bor oder seiner Verbindungen des Aluminium werkstoffes ermöglicht die Absorption von thermischen
Neutronen.
Das Walzen jener Verbundwaizplatten ist mit dem Nachteil einer konstanten Materialdicke des Ausgangsproduktes
Blech behaftet, örtlich hohe statische Belastungen im Gehäuse müssen durch eine Hilfskonstruktion
unterstützt werden.
Aus der Schrift »Powder Metallurgy (1958)« No 1/2 ist auch zu entnehmen, daß das Warmwalzen von in einer Aluminiumhülse befindlichen Dispersionen aus Bor-Karbid in Aluminium oder Clad in Aluminium üblich ist.
Aus der Schrift »Powder Metallurgy (1958)« No 1/2 ist auch zu entnehmen, daß das Warmwalzen von in einer Aluminiumhülse befindlichen Dispersionen aus Bor-Karbid in Aluminium oder Clad in Aluminium üblich ist.
Die DE-AS 11 44 573 gibt dem Fachmann die Lehre,
zwischen Preßblock und Matrize eine Scheibe aus Aluminium einzulegen und die Schmierwirkung der Scheibe
auszunützen. Beschrieben wird dieses Verfahren zum gleichzeitigen Strangpressen ui:d Plattieren von gesinterten
Preßlingen aus Aluminium-oxidhaltigem Aluminiumpulver oder dessen Legierungen, bei dem ein kompaktes
Plattiermetall mit ve^preßt wird.
Angesichts dieser Gegebenheiten hat sich der Erfinder die vereinfachte Herstellung von Profilen aus Aluminiumlegierungen
für die Anwendung in der Nukleartecha'k zum Ziel gesetzt. Aus einem borhaltigen Aluminiumvormateriai
soll ein Profil herausformbar sein, das durch seine Gestaltung eine ausreichende Stabilität bei
gleichzeitiger Abschirmung gewährleistet.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt einerseits ein Verfahren der eingangs genannten Art, bei dem schmelzmetallurgisch
oder pulvermetallurgisch ein Barrenkern aus einem Aluminiumwerkstoff der Legierungsgruppe/n:
R-Al, AlFe, AlFeSi, AlMn, AlMgMn, AlMgSi, AiZnMg, AlMg, AIZnMgCa AlCuMg, AlCuSiMn mit Zusätzen
von Bor oder seinen Verbindungen, bevorz; gt B4C, in einem Gewichtsanteil zwischen 0,05 und 50% hergestellt,
dieser Kern mit borfreiem Aluminium oder einer borfreien Aluminiumlegierung ummantelt und durch
Strangpressen verformt wird. Es kann aber auch andererseits zur Lösung der genannten Aufgabe ein Verfahren
der eingangs zitierten Art führen, bei dem auf dem Wege des Strangpressens aus borfreiem Aluminium
oder einer borfreien Aluminiumlegierung ein Hohlprofil erzeugt, dessen Hohlraum mit einem schmelzmetallurgisch
oder pulvermetallurgisch hergestellten Kern aus einem Aluminiumwerkstoff der Legierungsgruppe/n:
R-Al, AIFe, AlFeSi. AlMn, AiMg, AkMgMn, AlMgSi,
AIZnMg, AlZnMgCu, AlCuMg, AlcuSiMn mit Zusätzen von Bor oder seinen Verbindungen, bevorzugt B4C, in
einem Gewichtsanteil zwischen 0,05 und 50% gefüllt und das Ganze durch Strangpressen verformt wird.
Dieser Barren oder Bolzen kann sowohl direkt als auch indire'.t zu Profilen, Stangen oder Rohren strangverpreßt
werden, wobei sich eine Umformtemperatur zwischen 2500C als untere Grenze und der Solidus-Temperatur
der jeweiligen Legierung als obere Grenze als günstig erwiesen hat. Bei puivermeta'lurgischen hergestellten
Barren ist die Umformtemperatur und der spezifische Preßdruck gewählt, daß ein Warmpreßschweißen
zwischen den einzelnen Aluminiumpulverteilchen erfolgt und damit die Herstellung eines kompakten
Profilkörpers möglich ist.
Der Preßbarren zum Herstellen eines Profils aus einerAluminiumlegierung
mit Zusätzen von Bor oder wenigstens eiiier seiner Verbindungen, dem eine Außenfläche
aus Aluminium zugeordnet ist, ist gemäß der Erfindung gekennzeichnet durch einen schmelzmetallurgisch
oder pulvermetallurgisch hergestellten Barrenkern aus einem Aluminiumwerkstoff der Legierungsgruppe/n:
R-Al, AIFe, AIFeSi, AIMn, AlMg, AIMgMn, AlMgSi, AlZnMg, AIZnMgCu, AlCuMg, AlCuSiMn mit Zusätzen
von Bor oder seinen Verbindungen, bevorzugt B4C, in einem Gewichtsanteil zwischen 0,05 und 50% und einen
diesen umgebenden Mantel (12) aus borfreiem Aluminiumwerkstoff.
Durch die Plattierung werden Strangpreßwerkzeug und Rezipient einer verwendeten Strangpresse vor abrasivem
Verschleiß durch Bor und seine Verbindungen geschützt und gleichzeitig die Korrosionsbeständigkeit
des Verbundbauteils erhfht.
Besondere Weilerbildungen sind jeweils in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
So kann man durch einen Zylinderteii des Mantels, sowie an den Zylinderenden vorgesehene Abschlußscheiben
eine Art Aufnahmebüchse für den Barrenkern herstellen, die nach dem Befüllen mit Pulverschüttung
durch die Abschlußscheiben verschlossen wird. Dank einer solchen Aufnahmebüchse kann ein Kaltvorpressen
eines Pulverrohlings aus jener borhaltigen Legierung entfallen.
Die beschriebene Aufnahmebüchse wird nach Erwärmen im Rezipienten der Strangpresse bei Umformtemperatur
warm verdichtet Der Büchsendeckel kann dabei nach Anspruch 15 eine Bohrung besitzen, um einen
Luftaustritt zu ermöglichen.
Um eine höhere Ausnutzung des borhaltigen Materials zu erreichen und eine Abfalltrennung zu erleichtern,
kann die hintere Abschlußscheibe der beschriebenen Aufnahmebüchse mit einer — gegenüber dem beim
Strangpreßverfahren verbleibenden Preßrest — größeren Dicke gewählt werden, um den Fterrenkern vollständig
auspressen zu können.
Die entstandenen Profile, Stangen uno Rohre mit borhaltigem
Werkstoffanteil werden besonders günstig in der Nukleartechnik als Schutz gegen thermische Neutronen
eingesetzt.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand
der Zeichnung näher erläutert, diese zeigt in F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen Bolzen oder
Barren für das Strangpreßverfahren;
F i g. 2 eine Schrägsicht auf einen Teil eines Stranpreßprofils.
F i g. 1 gibt einen der Herstellung von Profilen auf dem Wege des Strangpressens dienenden Bolzen oder
Barren 10 eines Durchmessers d sowie einer Länge η wieder, der einen Barrenkern 11 aus einer Aluminium-Bor-Legierung
sowie einen Mantel 12 aus einem Zylinderteil 13, einer — in Preßrichtung χ vornliegenden —
Abschlußscheibe 14 sowie einer am Heck liegenden Abschlußscheibe 15 aufweist.
r>er Mantel 12 besteht aus einer borfreien Aluminiumlegierung
und wird insgesamt auf den Barrenkern 11 thermisch aufgespritzt. Dabei ist die Dicke ;' der hinteren
Abschlußscheibe 15 größer gewählt als die Dicke eines nach dem Strangpreßvorgang verbleienden
Preßrestes, was ein vollständiges Verpressen des Barrenkernes 11 erlaubt.
Bei einer anderen Ausführungsform des Bolzens oder Barrens 10 wird dessen Mantel 12 aus den genannten
Teilen, 13, 14, 15 — nach deren Ausformung durch Fließpressen, Strangpressen oder durch Verformen von
Blechen — zusammengesetzt. Die Teile 13, 14, 15 werden entweder lose in die Bohrung 20 eines Rezipienten
21 eingebracht und dort zum Mantel 12 zusammengebaut oder vor dem Rezipienten 21 miteinander verschweißt.
Der Barrenkern 11 entsteht durch das Einbringen eines vorgeformten Gußstückes oder eines vorgepreßten
Pulverrohlings in den Innenraum 16 des Mantels 12 — mit .lachträglichem Aufbringen der hinteren
Abschlußscheibe 15 — oder aber durch das Einfüllen einer Pulverschüttung.
Wird durch das Verbinden des Zylinderteiles 13 mit der vorderen Abschlußscheibe 14 oder der hinteren Abschlußscheibe
15 eine Hülse mit Boden vorgefertigt. kann ein Kaltvorpressen eines Pulverrohlings entfallen.
Die Hülse 13, 14 bzw. 13, 15 wird mit Pulver gefüllt und mit einer Abschlußscheibe bzw. 14 verschlossen. Nach
dem Erwärmen dieser Hülse wird im Rezipienten 21 der
Strangpresse bei Umformtemperatur warm verdichtet. Der Hülsendeckel — beispielsweise Abschlußscheibe 14
— muß hierzu eine Bohrung 17 aufweisen, welche entweder in die Bolzenachse A fällt oder dazu im Abstand a
vorgesehen ist. Diese Bohrung 17 ermöglicht einen Luftaustritt.
Wird der Barrenkern 11 — mit oder ohne Mantel 12
— pulvermetallurgisch hergestellt, erfolgt das Warmverdichten
des Pulveirrohlings durch Anpressen gegen eine aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Zeichnung
vernachläßigte Matrize mit Formgebungsöffnung, die ein Preßverhältniü 5 : 1 zuläßt oder durch vorheriges
Anpressen gegen eine in der Zeichnung ebenfalls nicht erkennbare Blindscheibe als vorderen Rezipientenabschluß.
Beim Herstellen von plattierten Profilen nach dem Conformverfahren oder dem Doublexreibradpressen
wird um einen Barrenkern 11^ ein Mantel 30 durch zwei
Profilbänder31,32erzeugt. Das Doublexreibradpressen
ist in der DE-OS 27 08 458 näher beschrieben. Einer Matrize ist zumindest ein Reib- oder Formrad vorgeschaltet,
welches ein Metallband der Matrize zur Herstellung eines Verbundprofils zufördert. Die beiden Profübänder
31, 32 werden einem Spalt zwischen zwei Formrädern zugleitet, welche sich zu einem nachgeschalteten
Werkzeug hin drehen und diesem die Profilbänder 31,32 zufördern. Das Profilband 32 wird U-artig
vorgeformt und läuft in eine Ringnut des Formrades ein, wohingegen das zweite Profilband 31 am Werkzeugsatz
entlanggleitet. Durch die beiden Profilbänder 31, 32 wird ein trogartiger Hohlraum gebildet, der durch Vormaterial
in Drahtform oder durch Pulver zum Barrenkern llj aufgefüllt wird. Durch das Verschweißen der
beiden Profilbänder 31,32 mit dem Barrenkern 11,, wird
ein vollständig umhülltes Strangpreßprodukt erzeugt.
Es kann also ein Strangpreßprofil aus wenigstens zwei einen Hohlraum begrenzenden Profilbändern aus
einer borfreien Aluminiumlegierung hergestellt und der Hohlraum mit einem Vormaterial in Draht- oder Pulverform
gefüllt werden, welches ebenfalls aus einem Aluminiumwerkstoff der Legierungsgruppe/n:
R-Al, AIFe, AlFeSi, AIMn, AIMg, AIMgMn, AlMgSi.
ίο AIZnMg, AlZnMgCu, AICuMg, AlCuSiMn mit Zusätzen
von Bor oder seinen Verbindungen, bevorzugt B4C — in
einem Gewichtsanteil zwischen 0,05 und 50% — besteht. Hierzu wird ein solcher Gießwalzdraht oder Pulver
aus den oben genannten borhaltigen Aluminiumlegierungen zwischen Reibrad und Werkzeug eingeführt.
Zusätzlich laufen zwei Profilbänder aus einer borfreien Aluminiumlegierung ein, wobei das eine Proliilband 32
U-artig vorgeformt wird und in eine Ringnut de» Reibrades gelangt, wohingegen das zweite Profilb.m J 31 am
Werkzeug entlanggleitet.
In der Zeichnung nicht dargestellt, ist auch die Herstellung von Verbundprofilen oder von Verbundstangen
aus Aluminiumlegierungen mit einem borhalti|j;cn Kernwerkstoff durch das Zuführen des letzteren in Stangen-,
Draht- oder Pulverform durch einen hohlen Dorn bis unmittelbar vor ein Werkzeug oder eine Matrize- oder
bei Verwendung von Pulver unmittelbar hinter letzteres möglich. Beim Auspressen des Verbundbarrens aus
Kern und .Mantel wird der Kernwerkstoff durch Reibungskraft mitgenommen bzw. das Pulver durch Unterdruck
angesaugt und durch das Strangpressen vollständig vom Mantelwerkstoff aus einer Dorfreien Aluminiumlegierung
umhüllt.
Hierzu i Blatt Zeichnungen
Claims (15)
1. Verfahren zum Herstellen eines Profils aus einer Aluminiumlegierung mit Zusätzen von Bor oder
wenigstens einer seiner Verbindungen, dem eine Außenfläche aus Aluminium zugeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß schmelzmetallurgisch
oder pulvermetallurgisch ein Barrenkern aus einem Aluminiumwerkstoff der Legierungsgruppe/n:
R-Al, AlFe, AlFeSi, AIMn, AlMgMn, AlMgSi, AlZnMg, AlMg, AlZnMgCu, AlCuMg, AlCuSiMn mit Zusätzen von Bor oder seinen Verbindungen, bevorzugt B4C, in einem Gewichtsanteil zwischen 0,05 und 50% hergestellt, dieser Kern mit borfreiem Aluminium oder einer borfreien Aluminiumlegierung ummantelt und durch Strangpressen verformt wird.
R-Al, AlFe, AlFeSi, AIMn, AlMgMn, AlMgSi, AlZnMg, AlMg, AlZnMgCu, AlCuMg, AlCuSiMn mit Zusätzen von Bor oder seinen Verbindungen, bevorzugt B4C, in einem Gewichtsanteil zwischen 0,05 und 50% hergestellt, dieser Kern mit borfreiem Aluminium oder einer borfreien Aluminiumlegierung ummantelt und durch Strangpressen verformt wird.
2. Verfahren zum Herstellen eines Profils aus einer Aluminiumlegierung mit Zusätzen von Bor oder
wenigstens einer seiner Verbindungen, dem eine Außenfläche aus Aluminium zugeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß auf dem Wege des Strangpressens aus borfreiem Aluminium oder einer borfreien
Aluminiumlegierung ein Hohlprofil erzeugt, dessen Hohlraum mit einem schmelzmetallurgisch oder pulvermetallurgisch
hergestellten Kern aus einem Aluminiumwerkstoff der Legierungsgruppe/n:
R-Al, AIFe, AIFeSi, AlMn, AIMg, AlMgMn, AlMgSi, AIZnMg, AIZnMgCu, AICuMg, AlCuSiMn mit Zusätzen
von Bor oder seinen Verbindungen, bevorzugt B4C, in ei:.em Gewichtsanteil zwischen 0,05 und
50% gefüllt und das Ganze d-irch Strangpressen
verformt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß das stranggepreßte Hohlprofil aus wenigstens
zwei einen Hohlraum begrenzenden und miteinander fest verbundenen Profilbändern hergestellt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern in Form einer Stange oder
eines Drahtes durch einen hohlen Dorn der Strangpresse unmittelbar vor deren Matrize geführt und
durch Reibungskraft weitergefördert wird, wobei der Kern während des Strangpressens ummantelt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern als pulverförmiger Aluminiumwerkstoff
durch einen hohlen Dorn der Strangpresse unmittelbar vor oder hinter deren Matrize
durch Unterdruck angesaugt und während des Strangpressens ummantelt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Temperaturen zwischen
250c'C als untere Grenze und der Solidus-Temperatur
der jeweiligen Legierung als obere Grenze stranggepreßt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die borfreie Aluminiumlegierung als
Mantel auf den borhaltigen Kern des Barrens thermisch aufgespritzt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff des Kerns in den Mantel
des Barrens aus einem Zylinderteil sowie einer dessen eines Ende abdeckenden Scheibe eingeschüttet
wird, und daß der Mantel des Barrens nach dem Einfüllen des Kernwerkstoffs geschlossen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, daß der aus Pulver bestehende Barrenkern durch Anpressen gegen ein Werkzeug mit einer
Formgebungsöffnung mit einem Preßverhältnis 5 :1 oder gegen eine Blindscheibe als Rezipientenab-Schluß
warm verdichtet wird.
10. Preßbarren zum Herstellen eines Profils aus einer Aluminiumlegierung mit Zusätzen von Bor
oder wenigstens einer seiner Verbindungen, dem eine Außenfläche aus Aluminium zugeordnet ist, gekennzeichnet
durch einen schmelzmetallurgisch oder pulvermetallurgisch hergestellten Barrenkern
(Ha) aus einem Aluminiumwerkstoff der Legierungsgruppe/n:
R-Al, AlFe, AlFeSi, AIMn, AlMg, AIMgMn, AlMgSi, AlZnMg, AIZnMgCu, AlCuMg, AlCuSiMn mit Zusätzen von Bor oder seinen Verbindungen, bevorzugt B4C, in seinem Gewichtsanteil zwischen 0,05 und 50% und einen diesen umgebenden Mantel (12) aus borfreiem Aluminiumwerkstoff.
R-Al, AlFe, AlFeSi, AIMn, AlMg, AIMgMn, AlMgSi, AlZnMg, AIZnMgCu, AlCuMg, AlCuSiMn mit Zusätzen von Bor oder seinen Verbindungen, bevorzugt B4C, in seinem Gewichtsanteil zwischen 0,05 und 50% und einen diesen umgebenden Mantel (12) aus borfreiem Aluminiumwerkstoff.
11. Preßbarren nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet,
daß der Mantel (12) als einstückiges Spriizteii den Barrenkern (ί ί) umgibt.
12. Preßbarren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (12) aus fließgepreßten,
stranggepreßten oder blechartigen Teilen zusammengesetzt ist.
13. Preßbarren nach Anspruch 10 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, durch einen Zylinderteil (13) des Mantels (12) sowie an den Zylinderenden vorgesehenen
Abschlußscheiben (14,15).
14. PreObarren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einzelteile (13, 14, 15) des Mantels (12) miteinander verschweißt sind.
15. Preßbarren nach wenigstens einem der An-Sprüche 10 bis 14, gekennzeichnet durch wenigstens
eine den Mantel (12) durchsetzende Bohrung (17).
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| DE3406560A DE3406560C2 (de) | 1984-02-23 | 1984-02-23 | Verfahren zum Herstellen eines Verbundwerkstoff-Profils und Preßbarren dazu |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3406560A DE3406560C2 (de) | 1984-02-23 | 1984-02-23 | Verfahren zum Herstellen eines Verbundwerkstoff-Profils und Preßbarren dazu |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3406560A1 DE3406560A1 (de) | 1985-09-05 |
| DE3406560C2 true DE3406560C2 (de) | 1986-06-26 |
Family
ID=6228612
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3406560A Expired DE3406560C2 (de) | 1984-02-23 | 1984-02-23 | Verfahren zum Herstellen eines Verbundwerkstoff-Profils und Preßbarren dazu |
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| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4631236A (de) |
| DE (1) | DE3406560C2 (de) |
| FR (1) | FR2560078A1 (de) |
| GB (1) | GB2157316A (de) |
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