DE3407969C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines
verschleißfesten gestreckten maßhaltigen Verschleißkörpers
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Derartige Verschleißkörper sind z.B. die Förderschnecken
für Exzenterpumpen. Diese weisen einen maßhaltigen Antriebs
kopf auf, welcher im Pumpengehäuse gelagert und vom Pumpen
motor her angetrieben wird. Der eigentliche Schneckenkörper
läuft in einem aus elastischem Material hergestellten Pumpen
gehäuse oder Stator und fördert dort ein hoch abrasives Gut.
Um eine ausreichende Standzeit der Förderschnecke unter sol
chen Betriebsbedingungen zu gewährleisten, besteht diese aus
einem gehärteten, verschleißfesten Gußmaterial.
Zur Erzielung einer für das Fördern abrasiven Materiales gün
stigen Oberflächenstruktur werden die Förderschnecken vor dem
Härten gewirbelt, wobei sie beidendig eingespannt in einer
Arbeitsmaschine um ihre Achse gedreht werden. Das Einspannen
am einen Ende ist ohne Schwierigkeiten unter Verwendung des
dort sowieso vorgesehenen maßhaltig gegossenen Kopfabschnittes
möglich. Zum Einspannen am anderen Ende muß bisher die ent
sprechende Stirnseite plangedreht werden und mit einer Zen
trierbohrung versehen werden, in welche dann ein Gegenlauf
dorn eingeführt werden kann. Diese mechanische Bearbeitung
des freien Endes der Förderschnecke ist aber nur möglich,
wenn der Förderschnecken-Rohling zunächst weichgeglüht wurde.
Dieser Herstellungsschritt ist aber zeitraubend und teuer.
Durch die vorliegende Erfindung soll ein Verfahren gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1 so weitergebildet werden, daß
der Rohling an seinem vom Kopfabschnitt abgelegenen Ende
ebenfalls ohne mechanisches Nacharbeiten auf der Arbeits
maschine auf deren Achse zentriert aufgespannt werden kann,
so daß ein Weichglühen des Gußmateriales, aus dem er besteht,
entfallen kann.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren
gemäß Anspruch 1.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann der mit der Gegen
paßfläche versehene Halter nach Abbrechen des Angusses direkt
an der Paßfläche des Rohlings angreifen, ohne daß eine spannend
Bearbeitung des vom Kopfabschnitt abgelegenen Endabschnittes
des Rohlings notwendig wäre. Durch die Anpassung der Achs
versetzung von Paßfläche und Gegenpaßfläche wird automatisch
gewährleistet, daß die Achse des auf der Arbeitsmaschine ein
gespannten Rohlinges mit der Maschinenachse fluchtet.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren entfällt nicht nur der
Arbeitsschritt des Weichglühens, auch das Ablängen und Plan
drehen der Stirnseite sowie das Anbringen der Zentrierbohrung
wird eingespart. Bei dem bekannten Verfahren entsteht auch
durch das Plandrehen der freien Stirnfläche des Verschleiß
körpers am Rand eine scharfe Kante, an welcher sich der Mon
teur beim Einsetzen des Verschleißkörpers in die zugeordnete
Maschine, z.B. den Stator der Exzenterpumpe, verletzen kann
und auch der elastische Stator beschädigt werden kann.
Bei dem bekannten Verfahren muß diese scharfe Kante durch
Anschleifen einer Fase gebrochen werden.
Während es beim Anbringen einer gesonderten Zentrierbohrung
durch Unachtsamkeit immer wieder zu Fehlern kommen kann, ist
bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zwangsläufig schon beim
Gießen gewährleistet, daß die zum Zentrieren verwendete Paß
fläche exakt auf die Achse des Rohlinges ausgerichtet ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteran
sprüchen angegeben.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 wird er
reicht, daß die Paßfläche möglichst groß ist, so daß eine be
sonders genaue Positionierung des Halters bezüglich des Roh
linges erreicht wird. Der Anguß, der sich ebenso wie die Paß
fläche beim freien Endabschnitt des Verschleißkörpers befin
den muß, befindet sich radial innerhalb der Paßfläche, und
zur Aufnahme des von ihm nach Abbrechen zurückbleibenden An
gußstummels ist der Halter mit einer diesen unter Spiel auf
nehmenden Ausnehmung versehen.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 wird er
reicht, daß Halter und Rohling nur in einer bestimmten Winkel
lage formschlüssig zusammengesetzt werden können, was eben
falls im Hinblick auf eine präzise Achszentrierung von Vorteil
ist.
Mit dem Verfahren gemäß Anspruch 4 kann der vom Kopfabschnitt
abliegende Endabschnitt zugleich mit einem balligen Rand ver
sehen werden, was bei Förderschnecken im Hinblick auf das Ein
führen derselben in den aus elastischem Material gefertigten
Stator einer Exzenterpumpe von Vorteil ist.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispie
len unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung erläutert.
In dieser zeigen:
Fig. 1 eine seitliche Ansicht einer verschleißfesten För
derschnecke für eine Exzenterpumpe sowie eines zu
geordneten Halters zum Zentrieren der Förderschnecken
achse auf die Achse einer Bearbeitungsmaschine, teil
weise axial geschnitten;
Fig. 2 einen axialen Teilschnittdurch den vom Kopfabschnitt
der Förderschnecke abgelegenen Endabschnitt eines
Förderschneckenrohlinges mit Anguß;
Fig. 4 eine Aufsicht auf die Förderschnecke nach Fig. 1;
Fig. 5 eine seitliche Ansicht eines abgewandelten Förder
schneckenrohlings;
Fig. 6 einen axialen Teilschnitt durch einen weiter abge
wandelten Förderschneckenrohling;
Fig. 7 eine Aufsicht auf die Stirnseite eines Förderschnecken
rohlinges nach Fig. 6 nach Abbrechen des Angusses;
und
Fig. 8 eine Aufsicht auf die Stirnseite eines weiter abge
wandelten Förderschneckenrohlinges.
In Fig. 1 ist eine Förderschnecke zur Verwendung in einer
Exzenterpumpe insgesamt mit 10 bezeichnet. Die Förderschnecke
10 hat einen wendelförmigen Schneckenabschnitt 12, welcher
zur Bildung einer Exzenterpumpe in einen aus elastischem Mate
rial gefertigten Stator (Pumpengehäuse) eingebaut wird und
dazu dient, durch letzteren hoch abrasives Gut zu fördern.
Zur Förderschnecke 10 gehört ferner ein im wesentlichen zylind
rischer Endabschnitt 14, der mit einer Nut 16 versehen ist.
In letztere greift im betriebsbereiten Zustand der Exzenter
pumpe eine von der Welle eines Antriebsmotors (nicht gezeigt)
getragene Feder ein. Über die Umfangsfläche des Schnecken
abschnitts 12 ist die Förderschnecke 10 im nicht näher gezeig
ten Pumpengehäuse gelagert.
Der wendelförmige Schneckenabschnitt 12 hat einen freien End
abschnitt, welcher in einem balligen Wulst 18 mit halbkreis
förmigem Querschnitt ausläuft.
Eine von der freien Stirnfläche des Schneckenabschnittes 12
zurückspringende Vertiefung 20 hat eine eine Zentrier-Paßfläche
vorgebende kegelstumpfförmige Umfangswand 22. Vom Boden der
Vertiefung 20 steht senkrecht ein Angußstummel 24 vor.
Im links gelegenen Teil von Fig. 1 ist ein insgesamt mit 26
bezeichneter Halter wiedergegeben, welcher einen ähnlich wie
der Endabschnitt 14 ausgebildeten Lagerabschnitt 28 sowie
einen von diesem getragenen exzentrischen Dorn 30 aufweist.
Der Dorn ist beim freien Ende mit einer kegelstumpfförmigen
Anfasung 32 versehen, welche zur Umfangswand 22 komplementär
ist. Von der Stirnseite des Dornes 30 geht eine mittige Sack
bohrung 34 aus, in welcher der Angußstummel 24 unter Spiel
Aufnahme findet.
Die Exzentrizität des Dornes 30 und der von ihm getragenen
Anfasung 32 bezogen auf die Achse des Lagerabschnittes 28
entspricht genau der Exzentrizität der Umfangswand 22 bezüg
lich der Achse des Endabschnittes 14. Werden somit die
Abschnitte 14 und 28 in entsprechenden Futtern einer
Bearbeitungsmaschine gespannt, in welcher der Schneckenab
schnitt 12 nach dem Gießen gewirbelt werden soll, so ist
bei formschlüssig in der Vertiefung 20 einsitzendem Ende des
Dornes 30 gewährleistet, daß die Achse der Förderschnecke 10
mit der durch die Futter vorgegebenen Achse der Bearbeitungs
maschine fluchtet. Die Förderschnecke 10 kann somit genau
ausgefluchtet in der Bearbeitungsmaschine um ihre Achse ge
dreht werden, wie in Fig. 1 durch den Pfeil 36 angedeutet.
Fig. 2 zeigt den der Vertiefung 22 benachbarten freien End
abschnitt eines Förderschneckenrohlinges nach dem Ausformen
aus der Gußform. Ein Anguß 38 hängt noch über eine durch eine
Ringnut 40 gebildete Sollbruchstelle am Endabschnitt der För
derschnecke.
Durch Schlag (bei sprödem Material), durch Ausüben eines Biege
momentes oder durch Drehen des Angusses 38 bei festgehaltener
Förderschnecke kann die Sollbruchstelle an der Ringnut 40
aufgebrochen werden, so daß ohne mechanische Bearbeitung der
freien Stirnfläche der Förderschnecke 10 nun die beim Gießen
genau ausgeformte Umfangswand 22 als Paßfläche für den Dorn
30 frei zugänglich ist.
Das Gießen des Förderschneckenrohlinges erfolgt in senkrech
ter Ausrichtung, so daß der Lagerabschnitt 14 untenliegt und
ebenso wie der Schneckenabschnitt 12 in der verwendeten Form
maßgenau gegossen wird. Gleiches gilt für den mit der Ver
tiefung 20 ausgebildeten Endabschnitt der Förderschnecke. Als
Material für die Förderschnecke 10 wird ein verschleißfestes,
härtbares Gußeisen verwendet.
Nach dem Gießen wird vom Förderschneckenrohling der Anguß 38
durch Aufbrechen der Sollbruchstelle bei der Ringnut 40 ent
fernt, und auf einer Bearbeitungsmaschine wie obenstehend in
Fig. 1 beschrieben eingespannt wird die Förderschnecke ge
wirbelt. Anschließend wird die Förderschnecke gehärtet und
in der Praxis noch sandgestrahlt. Eine maschinelle spanende
Nachbearbeitung der Förderschnecke ist im gesamten Herstel
lungsprozeß nicht notwendig.
Bei dem oben beschriebenen Herstellungsverfahren befand sich
der Anguß des Förderschneckenrohlinges bei dessen freiem Ende.
Alternativ könnte man den Anguß auch auf die Seite des Lager
abschnittes 14 legen, wobei dann der Lagerabschnitt 14 als
Becher ausgebildet wird und die Sollbruchstelle zwischen An
guß und Förderschnecke in die Nachbarschaft des Becherbodens
gelegt wird, so daß der nach dem Abbrechen des Angusses ver
bleibende Angußstummel nur wenig vom Boden des dann becher
förmigen Lagerabschnittes 14 übersteht.
Fig. 5 zeigt einen abgewandelten Förderschneckenrohling, bei
welchem eine kegelstumpfförmige Paßfläche 22′ auf der Außen
seite des Angußstummels 24 vorgesehen ist. Ein Halter 26′
hat eine kegelstumpfförmige stirnseitige Vertiefung 42, welche
zur Paßfläche 22′ komplementär ist und bezogen auf die Halter
achse gleiche Exzentrizität aufweist wie die Paßfläche 22′ be
züglich der Achse der Förderschnecke.
Die Fig. 6 und 7 zeigen einen weiter abgewandelten Förder
schneckenrohling, bei welchem der Anguß auf der freien Stirn
fläche der Förderschnecke exzentrisch angeordnet ist. Ihm gegen
überliegend ist in der Förderschneckenstirnfläche eine sechs
eckigen Querschnitt aufweisende Vertiefung 44 vorgesehen, in
welche ein entsprechend sechseckigen Querschnitt aufweisender
exzentrischer Dorn eines nicht näher gezeigten Halters ein
greifen kann, so daß auch hier wieder das freie Ende der För
derschnecke zwangsweise auf die Achse der Bearbeitungsmaschine
zentriert wird.
Anstelle einer sechseckigen Querschnitt aufweisenden Vertie
fung kann man auch gemäß Fig. 8 zwei zylindrische Vertiefungen
46, 48 verwenden, wobei dann der zum Ausfluchten der Förder
schnecke verwendete Halter zwei entsprechende komplementäre
Stifte aufweist.
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen eines verschleißfesten gestreckten
maßhaltigen Verschleißkörpers, welcher einen maßhaltigen
ersten Endabschnitt und eine bearbeitete in Umfangsrich
tung verlaufende Arbeitsfläche aufweist, bei welchem
- a) ein Rohling aus verschleißfestem Material mit maßhalti gem erstem Endabschnitt gegossen wird,
- b) der Rohling an beiden Enden so in einer Bearbeitungsmaschine gelagert wird, daß seine Achse und die Maschinenachse zusammenfallen, und um seine Achse gedreht und mechanisch bearbeitet wird, und
- c) der Rohling nach dieser Bearbeitung ggf. gehärtet und noch mechanisch endbearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß
- d) auf dem vom ersten Endabschnitt abgelegenen zweiten Endabschnitt des Rohlinges beim Gießen eine Paßfläche mit axialer Erstreckungskomponente ausgeformt wird,
- e) der Anguß über eine Sollbruchstelle mit dem Rohling zusammenhängend gegossen wird und durch Schlag, Biege belastung oder Torsionsbelastung vom Rohling getrennt wird oder der Anguß in einem dünnen Angußabschnitt durchgeschnitten wird, und
- f) der zweite Endabschnitt des Rohlinges mittels eines Halters mit zur Paßfläche komplementärer Paßfläche in der Bearbeitungsmaschine gehaltert wird, wobei die Ex zentrizität der Gegenpaßfläche bezüglich der Halterachse gleich der Exzentrizität der Paßfläche bezüglich der Rohlingsachse gewählt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Paßfläche eine den nach Abbrechen des Angusses verbleiben
den Angußstummel umgebende Kegelstumpffläche ist und der
Halter eine den Angußstummel unter Spiel aufnehmende Aus
nehmung aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Paßfläche in transversaler Schnittansicht gesehen
polygonalen Querschnitt hat.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der dem ersten Endabschnitt gegenüberliegende
zweite Endabschnitt des Rohlinges mit einer balligen freien
Randkante gegossen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobeiderAnguß über eine Soll
bruchstelle mit dem zweiten Endabschnitt verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sollbruchstelle axial hinter
dem axial am weitesten außenliegenden Teil der balligen
Randkante liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843407969 DE3407969A1 (de) | 1984-03-03 | 1984-03-03 | Verfahren zum herstellen eines gestreckten verschleisskoerpers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843407969 DE3407969A1 (de) | 1984-03-03 | 1984-03-03 | Verfahren zum herstellen eines gestreckten verschleisskoerpers |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3407969A1 DE3407969A1 (de) | 1985-09-05 |
| DE3407969C2 true DE3407969C2 (de) | 1991-02-21 |
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ID=6229565
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843407969 Granted DE3407969A1 (de) | 1984-03-03 | 1984-03-03 | Verfahren zum herstellen eines gestreckten verschleisskoerpers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3407969A1 (de) |
Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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1984
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Also Published As
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