DE34094C - Schleudermaschine zur Scheidung von stetig zufliefsenden Flüssigkeiten - Google Patents
Schleudermaschine zur Scheidung von stetig zufliefsenden FlüssigkeitenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B11/00—Feeding, charging, or discharging bowls
- B04B11/02—Continuous feeding or discharging; Control arrangements therefor
Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι einen Längsschnitt durch die Maschine,
Fig. 2 eine obere Ansicht, Fig. 3 eine Endansicht von rechts gesehen, Fig. 4 eine solche
von links gesehen. Die übrigen Figuren betreffen Details.
Das Schleudergefäfs A' besteht zweckmäfsig mit der Antriebsriemscheibe B aus einem Stück
und ist auf einer Welle D befestigt, deren rechts gelegenes Ende hohl ist und zur Einführung
der zu scheidenden Flüssigkeit dient. Von dem in der Nähe des Schleudergefäfses A
gelegenen Ende dieser Höhlung α der Welle D gehen Kanäle nach einer in der Nabe des
Schleudergefäfses angeordneten Kammer b, von wo aus radiale Kanäle c nach der einen Kammer
d des Gefäfses führen. Diese Kammer steht durch in der Nähe der Peripherie des
Gefäfses angeordnete Löcher i mit der zweiten Kammer / in Verbindung. Aufserdem enthält
die mittlere Scheidewand des Gefäfses noch Löcher 0, welche der Nabe desselben näher
gelegen sind. Diese Löcher 0 können durch Einsetzen von Stöpseln geschlossen werden,
sie stehen nicht mit den Kanälen c in Verbindung, wie aus dem Schnitt Fig. 1 geschlossen
werden könnte, sondern liegen in anderen Radien als diese Kanäle. Die durch die Kanäle c zunächst in die Kammer d gelangende
Flüssigkeit füllt sowohl diese Kammer, als auch die Kammer/, wie durch Schraffur angedeutet,
aus, da die Löcher i eine beständige Verbindung beider Kammern mit einander schaffen.
Im allgemeinen werden sich nun in beiden Kammern drei Schichten bilden; bei Milch
wird z. B. die mittlere, durch horizontale Schraffur angedeutete Schicht in der Kammer d
aus Vollmilch bestehen, während die der Nabe zunächst gelegene, schräg schraffirte Schicht
Sahne und die an der Peripherie befindliche, vertical schraffirte Schicht Magermilch darstellt.
Ein ähnliches Schichtenverhältnifs wird in der Kammer/ eintreten. Die Abführung der
Magermilch bezw. der schweren Flüssigkeitstheile erfolgt in bekannter Weise durch eine
Anzahl schräger Röhren g mit freier. Durchbohrung, welche nach den Ringkammern h
führen. Aus diesen wird die Magermilch etc. mittelst eines Schälmessers oder Schälrohres k
entfernt. In analoger Weise erfolgt die Entfernung der Sahne oder leichteren Flüssigkeit
durch in die Kammer d bezw. / reichende Schälmesser oder Rohre /. In Fig. 2 sind derartige
Schälrohre blos für die Kammer/ gezeichnet, es ist aber selbstverständlich, dafs
gleiche Schälrohre auch für die zweite Kammer d erforderlich sind. Je nachdem die
Löcher ο geschlossen oder geöffnet sind, wird die Beschaffenheit der in den beiden Kammern
gewonnenen Producte verschieden sein. Sind die Löcher 0 beispielsweise geschlossen, so
wird sich bei der Behandlung von Milch in der Kammer d zunächst die fette Sahne abscheiden,
und die schon von einem grofsen Theile der Sahne geschiedene Milch tritt dann erst durch die Kanäle i nach der Kammer /.
Die in dieser Kammer abgeschiedene Sahne wird also wesentlich fettärmer sein, so dafs
man aus d eine sehr consistente, aus/ hingegen eine dünnere Sahne gewinnt.
Werden die Löcher 0 geöffnet, so dafs eine Communication der leichteren Flüssigkeits-
schichten beider Kammern stattfinden kann, so werden die Schichten sich mit einander vermischen,
so dafs nur eine Qualität Sahne beispielsweise gewonnen wird und die Entnahme derselben nur aus Kammer f stattzufinden
braucht. Indessen wird auch in diesem Falle ein ähnlicher Arbeitsgang in der Scheidung erfolgen,
wie vorhin beschrieben wurde. Da die Löcher i nicht ganz am Boden der Kammern
angeordnet sind, so kann sich in letzteren an der äufseren Peripherie eine Schmutzschicht
ansammeln, wie durch Schraffur angedeutet.
Selbstverständlich könnte man die Löcher ο auch ganz fortfallen und die Kanäle c auch in
die Kammer / einmünden lassen. Nach vorliegender Construction wird die Düse des Einführungsrohres
ni frei in die hohle Welle eingesetzt. Damit sich aber in dem Hohlraum a
der schnell rotirenden Welle D ein Flüssigkeitscylinder bilden kann, wie dies punktirt in
Fig. ι dargestellt ist, wird an dem Ende der Welle D ein Ring ρ in den Hohlraum α eingesetzt,
der verhindert, dafs die in α gelangte Flüssigkeit herausfliefst. Die Düse des Rohres in
braucht dann nur lose in den Hohlraum a eingeführt zu werden. Die aus m gelangende
Flüssigkeit wird hierbei in den Hohlraum a übertreten. Das Rohr m kann zweckmäfsig
drehbar mit dem Reservoir bezw. dem Absperrhahn desselben verbunden sein. Man könnte
indessen dieses Rohr auch axial verschiebbar anordnen. Die Regelung des Zuflusses erfolgt
durch einen direct mit der Schleuderwelle verbundenen Centrifugalregulator. Zu diesem Behufe
ist das linke Ende der Welle D gleichfalls hohl gehalten und mit einer verschiebbaren
Spindel r versehen, die durch einen Querkeil s, Fig. 6, mit der Muffe t des Regulators
verbunden ist. An diese Muffe greifen die mit einer Kugel oder Verstärkung ausgestatteten
gebogenen Federn u an, die fest mit dem linken Ende der hohlen Welle D
verbunden sind. Dieser Regulator wird von einer Haube F umgeben, die auch dem Winkelhebel
ν als Lager dient, der die Muffenbewegung des Regulators nach den Absperrorganen für
die zu scheidende Flüssigkeit überträgt.
Die Verbindung des Regulators mit den Hähnen χ und y oder den sonstigen Absperrorganen,
wenn die Maschine direct aus einem Reservoir gespeist wird, ist derart einzustellen,
dafs der Zuflufs der zu scheidenden Flüssigkeit nach dem Schleudergefäfs erst beginnt, wenn
die richtige Tourenzahl annähernd erreicht wurde.
Claims (3)
1. Bei Centrifugen zum Scheiden von Flüssigkeiten ein Schleudergefäfs mit zwei Kammern
und mittlerer Scheidewand, durch deren radiale Kanäle die Einführung der Flüssigkeit
in die Kammern erfolgt, wobei die letzteren durch Oeffnungen in der Scheidewand mit einander communiciren.
2. Bei Centrifugen mit horizontaler Achse und Einführung der zu scheidenden Flüssigkeit
durch die Höhlung der Achse D die drehbare oder verschiebbare Düse m, welche
die Flüssigkeit in die mit Ring ρ ausgestattete Höhlung der Achse leitet.
3. Bei Centrifugen der am Ende der Centrifugenwelle angeordnete Centrifugalregulator,
dessen federnde Arme eine in der Welle angeordnete Spindel r verschieben, deren abgerundetes Ende frei auf den die Absperrorgane
beeinflussenden Hebel ν wirkt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34094C true DE34094C (de) |
Family
ID=310028
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34094D Active DE34094C (de) | Schleudermaschine zur Scheidung von stetig zufliefsenden Flüssigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34094C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6099654A (en) * | 1997-12-25 | 2000-08-08 | Organo Corporation | Process for recovering betaine |
-
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- DE DENDAT34094D patent/DE34094C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6099654A (en) * | 1997-12-25 | 2000-08-08 | Organo Corporation | Process for recovering betaine |
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