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Unter den Getrieben der zwangläufigen Viergelenkkette ist die sog.
gleichschenklige zentrische Schubkurbel ein Geradführungsgetriebe, das zwei Punkte
der Koppelebene auf zueinander senkrechten cxaklen Geraden führt, vgl. z. B. Autorenkollektiv,
»Getriebetechnik-Lehrbuch«, 2. Aufl., VEB Verlag Technik Berlin,
März
1972, Seiten 70 und 71. Bei der gleichschenkligen zentrischen Schubkurbel verläuft
die Schubachse des Schiebers durch den Kurbeldrehpunkt; sie heißt deshalb zentrisch.
Die Antriebskurbel ist ebenso lang wie die Koppel, weswegen diese Schubkurbel gleichschenklig
heißt. Der Punkt der Koppelebene, der auf der Verlängelungsgeraden der Koppel im
gleichen Abstand wie Kurbel oder Koppcllängc bezogen auf die Schubachse auT der
der Kurbel zugewandten Seite liegt, erfährt eine cxaklc Geradführung, die die Schubachse
senkrecht kreuzt und durch den Drehpunkt der Kurbel am Gestell verläuft.
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Ein gattungsgemäßer Zeichenzirkel mit einem sechsgliedrigen zwangläufigen
Führungsgetriebe, das die eingangs genannten vorteilhaften Eigenschaften aufweist,
ist durch die DE-PS 17918 bekannt. Die beiden Schenkel des bekannten Zeichenzirkels
werden mittels zweier zusammcnwirkender Geradführungsgetriebe, nämlich zweier gleichschenkliger
zentrischer Schubkurbeln, auf die Achsen der Schenkel senkrecht kreuzenden Geraden
zwangläufig parallelgeführt. Die eine Schubkurbel ist auf dem die Zirkelspitze tragenden
Schenkel angeordnet und greift mit dem senkrecht zur Schubachse genidgeführten Koppelpunkt
drehbeweglich an dem den Zeichenstift tragenden Schenkel an. Die andere Schubkurbel
ist auf dem den Zeichenstift tragenden Schenkel angeordnet. und greift in analoger
Weise an dem die Zirkelspitze tragenden Schenkel an. Die Kurbel der einen Schubkurbel
ist somit jeweils Koppel der anderen Schubkurbel. Die Koppeln bzw. Kurbeln beider
Schubkurbeln kreuzen sich symmetrisch und sind in ihrein Kreuzungspunkt drehbeweglich
miteinander verbunden. Zum Zeichnen kleiner Kreise läßt sich der Zeichenstift auf
dem ihn tragenden Schenkel zur Zirkelspitze hin verschwenken.
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Beim durch die DE-PS 17 918 bekannten Zeichenzirkel sind die Drehgelenke
der Kurbeln an der der Zeichenebene abgewandten und die Schubführungen für die Schieber
der beiden gleichschenkligen zentrischen Schubkurbeln an der der Zeichenebene zugewandten
Seite an den Schenkeln des Zirkels angeordnet. Die Schieber sind somit schlecht
zugänglich und eignen sich nur bedingt zur Feststellung des gewünschten Zeichenhalbmessers
durch Arretierung des Schiebers in seiner Schubführung. In den Ausführungsbeispielen
der DE-PS 17918 sind deshalb andere Möglichkeiten dargestellt, um die Relativbewegung
zweier Glieder des zwangliiufigen Führungsgetriebes zu unterbinden, wodurch der
Zeichenhalbmesser festgestellt wird; diese benötigen jedoch zusätzliche Getriebeglieder,
nämlich eine von einer Gewindestange durchgriffene Rändelmuttel.. Das Führungsgetriebe
des bekannten Zeichenzirkels ist somit aufwendig, für eine Einhandbedienung ungecignet
und darüber hinaus auch umständlich zu bedienen, schon weil eine Schnelleinstellung
des Zeichenhalbmesscrs nicht möglich ist. Außerdem weist der vorbekannte Zeichenzirkel
an seinen beiden Schenkeln Schubführungen auf, die nach längerer Benutzung verschmutzen
und sich zusetzen können, was die Bedienung des Zirkels weiterhin erschwert.
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Durch die CH-PS 3 25 861 ist ein Zeichenzirkel bekannt, dessen den
Zeichenstift tragender Schenkel als Koppel eines Gelenkparallelogramms auf einem
Schieber geführt ist. Der Schieber ist auf einer um den die Zirkelspitze tragenden
Schenkel frei drehbaren, in axialer Richtung festgelegten Hülse axial verschiebbar
und feststellbar geführt.
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Das Führungsgetriebe des Zeichenzirkels gemäß CH-
PS 3 25 861 ist
nicht zwangläufig. Zur Einstellung des Zeichenhalbmessers sind nämlich zwei voneinander
unabhängige Einstellbewegungen erforderlich. Zur Einstellung des Zeichenhalbmessers
wird zunächst das Gelenkparallelogramm relativ zur Hülse verschwenkt. Infolge der
Eigenschaft des Gelenkparallelogramms als Parallelführungsgetriebe bewegt sich der
den Zeichenstift tragende Schenkel zwar stets parallel zur Hülse, die einzelnen
Punkte der bewegten Koppelebene erfahren jedoch eine sog. Kreisschiebung, d. h.
sie bewegen sich auf Kreisbögen gleichen Durchmessers; die Zeichenstiftspitze entfernt
sich somit von bzw. nähert sich der Zeichenebene. Durch Verschiebung des Schiebers
auf der Hülse muß nach bzw. bei der Vorwahl des Zeichenhalbmessers die gewünschte
Höhe des Zeichenstifts zur Zirkelspitze korrigiert werden. Durch Verdrehen einer
Rändelschraube am Schieber werden anschließend sowohl das Gelenkparallelogramm als
auch der Schieber auf der Hülse festgestellt. Infolge des nicht zwangläufigen Führungsgetriebes
können sich bei der Einstellung des Zirkels ohne weiteres Fehler ergeben; d. h.
nach dem Absenken bzw. Anheben des Zeichenstifts ist ggf.
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eine Korrektur des gewünschten Zeichenhalbmessers erforderlich, oder
aber die Achse des die Zirkelspitze tragenden Schenkels ist zur Zeichenebene schief
geneigt und muß beim Zeichnen des Kreises auf einer Kegelmantelfläche bewegt werden.
Die Bedienung des vorbekannten Zeichenzirkels ist somit ebenfalls umständlich und
kann zu Zeichenfehlern führen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zeichenzirkel mit
einem einfach aufgebauten Führungsgetriebe zu schaffen, das den Zeichenstift bei
der Einstellung des Zeichenhalbmessers zwangläufig auf zur Drehachse des die Zirkelspitze
tragenden Schenkels senkrechten Geraden parallelführt.
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Diese Aufgabe'wird mit den Merkmalen gemäß dem Kennzeichen des Hauptanspruchs
gelöst. Die Unteransprüche gestalten den Gegenstand nach dem Hauptanspruch zu einem
bedienungsfreundlichen Zeichenzirkel aus.
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Das Führungsgetriebe gemäß der Erfindung läßt ein Geradführungsgetriebe,
nämlich eine gleichschenklige zentrische Schubkurbel, mit einem Parallelführungsgetriebe,
nämlich einem Gelenkparallelogramm, zusammenwirken. Die gleichschenklige zentrische
Schubkurbel führt einen Punkt der Koppelebene, nämlich den Anlenkpunkt des den Zeichenstift
tragenden Schenkels, auf einer exakten Geraden. Das auf dem Schieber der gleichschenkligen
zentrischen Schubkurbel angeordnete Gelenkparallelogramm führt die gesamte Ebene
des Schenkels samt dem darauf befindlichen Zeichenstift parallel zum anderen Schenkel.
Das sechsgliedrige Führungsgetriebe gemäß der Erfindung weist außer einem einzigen
Schubgelenk nur Drehgelenke auf. Nach dem Aufsetzen von Zirkel- und Zeichenstiftspitze
auf die Zeichenebene sind die Achsen der Schenkel des Zirkels senkrecht zur Zeichenebene
orientiert, so daß die Drehachse des erfindungsgemäßen Zeichenzirkels stets senkrecht
auf dem Mittelpunkt des zu zeichnenden Kreises steht.
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Zweckmäßig wird der gewählte Zeichenhalbmesser durch Festklemmen
des Schiebers auf dem diesen durchgreifenden Schenkel festgestellt. Somit sind außer
einer einfachen Klemmeinrichtung keine weiteren Getriebeglieder erforderlich. Einer
Verschmutzung der Schubführung ist bestmöglich entgegengewirkt.
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Wird gemäß Anspruch 3 der Kurbeldrehpunkt auf der Seite der Zeichenebene
angeordnet, dann ist der
Schieber zur Einstellung des Zeichenhalbmessers
von oben her zugänglich. Der Zeichner kann den Griff übergreifen; er benötigt somit
nur eine Hand, um den Schieber auf dem die Zirkelspitze tragenden Schenkel zu verstellen,
wodurch die Zeichenstiftspitze zwangläufig auf den gewünschten Zeichenhalbmesser
geführt wird.
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Eine besonders schnelle Einstellung des gewünschten Zeichenhalbmessers
ist bei einem erfindungsgemäßen Zeichenzirkel möglich, der die Merkmale des Anspruchs
4 aufweist. Eine zwischen zwei Gliedern des Führungsgetriebes wirkende Feder drängt
den den Zeichenstift tragenden Schenkel radial nach außen oder innen. Der durch
die Federkraft erzwungenen Bewegungsrichtung des Schiebers wirkt ein entsperrbares
Richtungsgesperre entgegen. Wünscht der Zeichner eine Vergrößerung bzw. Verkleinerung
des Zeichenhalbmessers, dann muß er lediglich beispielsweise durch gefühlvolles
Drücken eines am Schieber angeordneten Knopfes das Richtungsgesperre entsperren
und der Zeichenstift fährt selbsttätig auf einen größeren bzw. kleineren Zeichenhalbmesser,
der dann beim Sperren des Richtungsgesperres sofort festgestellt ist. Bei der Vorwahl
eines kleineren bzw. größeren Zeichenhalbmessers genügt es, den Schieber mit zwei
Fingern der den Griff übergreifenden Hand zu umfassen und nach oben zu ziehen bzw.
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nach unten zu schieben, da das Richtungsgesperre in dieser Bewegungsrichtung
des Schiebers nicht wirkt.
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Nach dem Loslassen des Schiebers ist der eingestellte Zeichenhalbmesser
wiederum sofort festgestellt.
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Der die Zirkelspitze tragende Schenkel kann zur Einstellung des Zeichenhalbmessers
aber auch auf einer Schraubachse im Schieber geführt sein. Der Kurbeldrehpunkt ist
dann auf einem um die Schraubachse drehbaren Ring am zugehörigen Schenkel anzuordnen.
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Mit etwas Geschick ist auch in dieser Anordnung eine Einhandbedienung
bei der Einstellung des Zeichenhalbmessers möglich. Nach dem Lösen einer Klemmschraube
ist der Schieber mit zwei Fingern einer Hand festzuhalten und der Griff des die
Zirkelspitze tragenden Schenkels längs dem Schraubgewinde zu verdrehen.
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Grundsätzlich kann die Kurbel der gleichschenkligen zentrischen Schubkurbel
im Halbierungspunkt eines jeden der beiden Lenker des Gelenkparallelogramms angreifen.
Bei der Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Zeichenzirkels entsprechend Anspruch
6 lassen sich jedoch größere Zeichenhalbmesser einstellen.
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Zum Zeichnen kleiner Kreise wird der den Zeichenstift tragende Schenkel
in einfachster Weise zur Zirkelspitze hin leicht geneigt, und zwar derart, daß das
Gelenkparallelogramm seine Eigenschaft als Geradführungsgetriebe beibehält. Dies
geschieht zweckmäßig in der im Anspruch 7 vorgeschriebenen Weise. Bei kleinen Neigungen
dieses Schenkels weicht die Zeichenstiftspitze nur geringfügig von der Zeichenebene
zurück; beim Einstellen der Zeichenhalbmesser bewegen sich weiterhin alle Punkte
der Zeichenstiftebene auf senkrecht zur Drehachse des erfindungsgemäßen Zeichenzirkels
orientierten senkrechten Geraden.
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Bei größeren Neigungen des Zeichenstifts zur Zirkelspitze hin kann
auf der Ebene des den Zeichenstift tragenden Schenkels eine zweite gleichschenklige
zentrische Schubkurbel angeordnet werden. Dieser Schenkel weist dann eine zur Schubrichtung
des Schiebers parallele Schubführung auf. Der Zeichenstift selbst wird als Koppel
der gleichschenkligen zentrischen Schubkurbel geführt und die Zeichenstiftspitze
befindet sich im senkrecht zur Zirkeldrehachse geradgeführten Koppel punkt. Die
Kurbel der zweiten gleichschenkligen zentri-
schen Schubkurbel läßt sich konstruktiv
als Gleitstein ausführen, der in einer Kulisse um den im Kreuzungspunkt ihrer Schubrichtung
mit der Zeichenebene befindlichen Drehpunkt geführt ist. In dieser Anordnung bewegt
sich die Zeichenstiftspitze beim Neigen des Zcichenstifts zur Zirkelspitze hin weiterhin
auf der Zeichenebene. Nach der Verstellung des Zeichenstifls wird die zweite gleichschenklige
zentrische Schubkurbel festgestellt. Dies kann mittels einer geeigneten Klenimeinrichtung
erfolgen; es genügt aber bereits, wenn die Reibung von Schieber und Gleitstein in
den zugehörigen Schubführungen ausreichend ausgelegt ist.
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Weitere einfache Verstellungen des Zeichenstifts zum Zeichnen kleiner
Kreise, bei denen sich die Zeichenstiftspitze stets längs der Zeichenebene bewegt,
sind in den Ansprüchen 9 und 10 angegeben. Die Ausbildung gemäß Anspruch 10 ist
bei sog. Stangenzirkeln an sich bekannt.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. Einander entsprechende Teile sind mit gleichen
Bezugszeichen versehen. Im einzelnen zeigt F i g. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Zeichenzirkels mit einem auf einer Schraubachse im Schieber
der gleichschenkligen zentrischen Schubkurbel geführten, die Zirkelspitze tragenden
Schenkel und einem ortsfest auf der Koppel des Gelenkparallelogramms angeordneten
Zeichenstift, F i g. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer einfachen
Klemmeinrichtung zur Festlegung des Schiebers auf dem zugehörigen Schenkel und einem
mittels einer weiteren gleichschenkligen zentrischen Schubkurbel auf der Koppelebene
des Gelenkparallelogramms beweglich geführten Zeichenstift, und Fig.3 ein weiteres
Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem ein entsperrbares Richtungsgesperre die
Bewegung des Schiebers auf dem zugehörigen Schenkel gegen die Wirkkraft einer Feder
sperrt, und mit einer zur Zirkelspitze hin neigbaren Koppel des Gelenkparallelogramms.
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Der in F i g. 1 dargestellte Zeichenzirkel weist einen ersten Schenkel
6 auf, an dessen einem Ende in üblicher Weise eine auswechselbare Zirkelspitze 24
angeordnet ist und dessen anderes Ende als Griff 22 ausgebildel ist.
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Der andere Schenkel 1 des Zeichenzirkels trägt, wie üblich, einen
auswechselbaren Zeichenstift 7. Die Achsen A, B beider Schenkel 1 bzw. 6 verlaufen
zweckmäßig zueinander parallel, können jedoch auch zueinander geneigt sein. Die
beiden Schenkel 1, 6 des Zeichenzirkels sind zugleich Glieder eines sechsgliedrigen
Führungsgetriebes 1 bis 6; sie bewegen sich beim Durchfahren des einstellbaren Zeichenhalbmesserbereichs
stets zueinander parallel auf ihre Achsen A, B senkrecht kreuzenden Geraden: Der
die Zirkelspitze 24 tragende Schenkel 6 ist das Gestell einer gleichschenkligen
zentrischen Schubkurbel 3, 4, 5, 6, die außer dem Gestell 6 eine Kurbel 5, einen
Schieber 3 und eine Koppel 4 aufweist. Der Schieber 3 ist auf einer Schraubachse
29 auf dem Schenkel 6 geführt und von demselben durchgriffen. Der Drchpunkt 15 der
Kurbel 5 befindet sich auf einem um die Drehachse A des Schenkels 6 drehbaren Ring
20, der mittels Sicherungsringen 23 axial festgelegt ist. Dic Koppel 4 der gleichschenkligen
zentrischen Schubkurbel 3, 4, 5, 6 ist im Drehgelenk 14 an dem Schieber 3 angelenkt.
Kurbeldrehpunkt 15 und Koppelanlenkpunkt 14 befinden sich auf einer zur Drehachse
A des Schenkels 6 parallelen Geraden. Die Kurbel 5 ist halb so
lang
wic die Koppel 4 und greift im Halbierungspunkt 16 der Koppel 4 drehbeweglich an.
In dieser Anordnung crfährt das Drehgelenk 11 als Punkt der Koppel 4 bei der Bewegung
des Schiebers 3 längs der Achse A eine cxakte Geradführung, und zwar senkrecht zur
Achse A.
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An dem geradgeführten Koppelpunkt 11 der gleichschenkligen zentrischen
Schubkurbel 3, 4, 5, 6 ist der den Zeichenstift 7 tragende zweite Schenkel 1 des
Zeichenzirkels drehbeweglich angelenkt und über einen weiteren, zur Koppel 4 parallel
verlaufenden Lenker 2 mit dem Schieber 3 drehbeweglich verbunden. Koppel 4 und Schieber
3 der gleichschenkligen zentrischen Schubkurbel 3,4,5,6 sind somit gleichzeitig
Lenker des Gelenkparallelogramms 1,2,3,4.
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Der Anlenkpunkt 13 des zweiten Lenkers 2 muß nicht unbedingt auf
der durch die Drehgelenke 14 und 15 vcrlaufenden Geraden liegen; wichtig ist lediglich
die parallelogrammförmige Anlenkung des den Zeichenstift 7 tragenden Schenkels 1;
der Zeichenstift 7 läßt sich nämlich auch dann parallel zur Drehachse A des Zirkels
anordnen. Kurbel 5 kann auch an dem anderen Lenker 2 des Gelenkparallelogramms 1,
2, 3, 4 angreifen; die Drehgelenke 11 bis 16 sind dann dementsprechend anzuordnen.
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Gemäß F i g. list der Schieber 3 auf der dem Griff 22 zugewandten
Seite und der Ring 20 auf der der Zeichencbene Z zugewandten Seite auf dem Schenkel
6 angeordnet. Der Schieber 3 läßt sich somit von der Griffseite 22 her leicht erreichen,
kann mit zwei Fingern einer Hand festgehalten werden, während der Schenkel 6 zur
Einstellung des Zeichenhalbmessers um seine Schraubachse 29 gedreht wird. Zur Feststellung
des gewünschten Zcichenhalbmessers dient eine Rändelmutter 21, die den Schieber
3 auf dem Schraubgewinde 29 festklemmt.
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Vor der Einstellung des Zeichenhalbmessers wird die Drehachse A zweckmäßig
leicht schräg gestellt, damit die Spitze des Zeichenstifts 7 von der Zeichenebene
Z abhebt. Ist der Zeichenzirkel mit Zirkel- 24 und Zeichenstiftspitze wieder auf
der Zeichenebene Z aufgesetzt, dann ist die Drehachse A zur Zeichenebene Z ausgerichtet
und läßt sich beim Zeichnen eines Kreises leicht um eine den Kreismittelpunkt senkrecht
kreuzendc Achse drehen, die sich infolge der Abstützung des Zeichenstifts 7 auf
der Zeichenebene Zeinstellt.
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In F i g. 2 ist eine abgewandelte Ausführungsform des Zeichenzirkels
dargestellt. Der Schieber 3 ist auf einer Schubachse 25 längs der Drehachse A des
Schenkels 6 geführt. Die Kurbel 5 kann dann im Drehpunkt 15 direkt am Schenkel 6
angelenkt sein, so daß der Ring 20 gemäß F i g. 1 entfällt. Der Schieber 3 wird
mittels einer einfachen Klemmeneinrichtung 27, 28 auf dem Schenkel 6 festgelegt.
Die Klemmeinrichtung besteht aus einem vom Schenkel 6 durchgriffenen Druckknopf
28, der unter der Kraft der Druckfeder 27 längs einer senkrecht zur Drehachse A
verlaufendenden Geraden D verschiebbar gegen die Führung des Schiebers 3 am Schenkel
6 gedrängt wird. Die Kraft der Feder 27 und der Reibwert an den Berührflächen zwischen
Druckknopf 28 und Schenkel 6 sind so bemessen, daß eine ausreichenende Sicherheit
zur Einhaltung des vorgewählten Zeichenhalbmessers beim Zeichnen gegeben ist. Mittels
der durch Fingerkraft ausgeübten Gegenkraft ist der auf dem Schenkel 6 festgestellte
Schieber 3 zur Einstellung des Zeichenhalbmessers lösbar. In ersichtlicher Weise
kann der Zeichner einen derart ausgestalteten Zeichenzirkel ohne weiteres mit einer
Hand bedienen, d. h. den Zeichenhalbmesser vorwählen und den Kreis zeichnen.
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Zum Zeichnen kleiner Kreise kann der Zeichenstift 32 auf dem zugehörigen
Schenkel 1 beweglich angeordnet und zur Zirkelspitze 24 hin verschwenkt werden.
Zu diesem Zweck ist der Zeichenstift 32 gemäß F i g. 2 als Koppel einer gleichschenkligen
zentrischen Schubkurbel 31; 32,33,36; 35 auf dem Schenkel 1 geführt und die Zeichenstiftspitze
befindet sich im geradgeführten Koppelpunkt. Die Schubrichtung der zweiten gleichschenkligen
zentrischen Schubkurbel 31; 32; 33,36; 35 verläuft parallel zur Drehachse A; ihre
Kurbel läßt sich konstruktiv aber nicht gegenständlich ausbilden, weil der Kurbeldrehpunkt
im Kreuzungspunkt 30 der Schubachse 31, 35 mit der Zeichenebene Z liegen muß. Es
empfiehlt sich daher, die Kurbel als Gleitstein 33, der im Halbierungspunkt der
Koppel 32 (Zeichenstift) angreift, in einer Kulisse 36 um den auf der Zeichenebene
Z befindlichen Drehpunkt 30 zu führen. Die Reibung in den Schubführungen 31,35 und
33,36 wird zweckmäßig wiederum so bemessen, daß sich eine zusätzliche Klemmeinrichtung
zur Feststellung des Zeichenstifts 32 auf dem Schenkel 1 erübrigt.
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Andere Möglichkeiten, den Zeichenstift 32 zum Zeichnen kleiner Kreise
an die Zirkelspitze 24 heranzuführen, sind in F i g. 3 dargestellt. Beispielsweise
kann der Zeichenstift 32 auf einem um die Achse B des Schenkels 1 schwenkbaren Hebel
26 längs der Achse C eingeschraubt oder in diese eingesteckt sein. Es ist auch möglich,
den Zeichenstift 32 längs einer Schubachse zur Zirkelspitze 24 hin feststellbar
zu verschieben (nicht dargestellt). Bei den aufgezeigten Möglichkeiten des beweglich
auf dem zugehörigen Schenkel 1 angeordneten Zeichenstifts 32 bewegt sich die Zeichenstiftspitze
stets senkrecht zur Zirkelspitze 24 hin. Nach dem Aufsetzen des Zirkels auf die
Zeichenebene Z steht die sich über den Schenkel 1 abstützende Drehachse A senkrecht
zur Zeichenebene Z über dem Mittelpunkt des zu zeichenden Kreises.
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Oft genügt es, den Zeichenstift 32 zum Zeichnen kleiner Kreise nur
geringfügig zur Zirkelspitze 24 hin zu neigen. Eine einfache Möglichkeit ist in
F i g. 3 dargestellt: Auf dem Lenker 2 des Gelenkparallelogramms 1,2,3, 4 ist im
Drehgelenk 12 ein Gleitstein 9 in einer Kulisse i0 verschiebbar angeordnet, deren
Schubführung längs eines Kreisbogens um das andere Drehgelenk 11 der Koppel 1 verläuft.
Der Zeichenstift 7 bzw. 32 wird ortsfest auf dem Schenkel 1 angeordnet und weicht
beim Verschwenken infolge kleiner Neigungswinkel nur geringfügig von der Zeichenebene
zurück. Auch hier genügt es, die Reibung zwischen Gleitstein 9 und Kulisse 10 ausreichend
zu bemessen, um auf eine zusätzliche Klemmeinrichtung verzichten zu können.
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In analoger Weise kann das Drehgelenk 13 am Schieber 3 in einer Kulisse
um den anderen Schieberdrehpunkt 14 des Lenkers 4, an dem die Kurbel 5 angreift,
feststellbar geführt sein (nicht dargestellt), weil bei der Verschwenkung die Zentrizität
der gleichschenkligen Schubkurbel 3,4,5,6 dann ebenfalls erhalten bleibt.
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Schließlich zeigt Fig.3 noch eine Einrichtung, die dem Zeichner ein
besonders schnelles Einstellen des Zeichenhalbmessers ermöglicht: Zwischen den diagonal
gegenüberliegenden und voneinander weiter entfernten Drehgelenken 11, 13 des Gelenkparallelogramms
1, 2, 3, 4 ist eine Zugfeder 8 angeordnet, die den Schenkel 1 mit dem Zeichenstift
7; 32 radial nach außen drängt. Die Zugfeder 8 läßt sich selbstverständlich zu diesem
Zweck auch zwischen Kurbeldrehpunkt 15 und Schieber 3 anordnen (nicht dargestellt
).
Die Festklemmeinrichtung am Schieber 3 besteht gemäß Fig. 3 aus einem im Drehpunkt
40 am Schieber 3 angelenkten Hebel 38, dessen eines Hebelende unter der Einwirkung
einer sich am Schieber 3 abstützenden Druckfeder 39 steht. Das andere Ende des Hebels
38 weist eine ansteigende Nockenfläche auf, mittels derer der Schieber 3 auf dem
zugehörigen Schenkel 6 festgeklemmt wird. Die Steigung der Nockenfläche ist hierbei
so gewählt, daß sich ihre Klemmwirkung unter der Kraft der Zugfeder 8 verstärkt;
folglich wirkt die ansteigende Nockenfläche der unter der Kraft der Zugfeder 8 erzwungenen
Bewegung des Schiebers 3 entgegen. Die Druckfeder 39 sichert lediglich die Anlage
der Nockenfläche des Hebels 38 an der Schubführung des Schiebers 3.
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Zur Einstellung eines größeren Zeichenhalbmessers genügt es, das
auskragende Ende des Hebels 38 mit dem Finger einer Hand gefühlvoll zu betätigen.
Der Zeichenstift 7; 32 fährt dann selbsttätig infolge Krafteinwirkung durch die
Zugfeder 8 radial nach außen, während sich der Schieber 3 zur Zeichenebene Z hin
bewegt, und wird durch Loslassen des niedergedrückten Hebels 38 sofort festgestellt,
weil die Nockenfläche wieder in Eingriff gelangt.
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Zur Einstellung eines kleineren Zeichenhalbmessers genügt es, den
Schieber 3 mit zwei Fingern einer Hand entgegen der Kraft der Zugfeder 8 zum Griff
hin zu ziehen, weil die Nockenfläche des Hebels 38 die Bewegung des Schiebers 3
in dieser Richtung infolge ihrer abfallenden Neigung freigibt; der auskragende Arm
des Hebels 38 bleibt unbetätigt. Beim Loslassen des Schiebers 3 in der gewünschten
Position des Zeichenstifts 7; 32 ist dieser wiederum sofort festgestellt.
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Wird die Zugfeder 8 zwischen den diagonal gegenüberliegenden und
zueinander näherliegenden Drehgelenken 12, 14 angeordnet (nicht dargestellt), dann
drängt sie den Schenkel 1 radial nach innen. Das Richtungsgesperre 38, 39, 40 muß
dann lediglich die Bewegung des Schiebers 3 in der anderen Richtung sperren und
ist dementsprechend anzuordnen.